Icarus startet erstes globales Forschungsprojekt

Die wissenschaftliche Pilotphase des erdumspannenden Tierbeobachtungssystems beginnt.

Eins meiner absoluten Lieblingsprojekte hat die mehrmonatige Testphase abgeschlossen. Mit „Icarus“ (International Cooperation for Animal Research Using Space) wollen die Wissenschaftler beispielsweise mehr über die Wanderrouten von Tieren herausfinden – etwa um Schutzzonen anzupassen, Klimaschutz – die folgen des Klimawandels zu dokumentieren oder auch Epidemien vorzubeugen. Zudem könnte „Icarus“ als Frühwarnsystem für Naturkatastrophen dienen: Schon länger gibt es Hinweise darauf, dass Tiere sich vor Ereignissen wie schweren Erdbeben auffällig verhalten, etwa unruhig werden.

Später noch mehr Projekte wären super: Haie, Pinguine usw. Und die Technik auf Satelliten bringen um die Abdeckung weiter zu herhöhen, um ein erdumspannendes Netz aufzubauen. Um auch Daten aus den Polarregionen zu erfassen.

„Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert 10 bis 15 Mal besser als gedacht.“ Das höre ich gerne.

10. SEPTEMBER 2020

Mit dem satellitengestützten System zur Tierbeobachtung wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das kollektive Wissen der Tiere auf der Erde erforschen. Das Kooperationsprojekt der Max-Planck-Gesellschaft, der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine mehrmonatige Testphase erfolgreich abgeschlossen, in der die Tier-Sender sowie die Systemkomponenten am Boden und an Bord der Internationalen Raumstation ISS geprüft wurden. Ab Mitte September beginnt nun das erste Kontinent-übergreifende wissenschaftliche Pilotprojekt. Dabei wollen die Icarus-Wissenschaftler mehrere tausend Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika mit kleinen Sendern auf ihren Rücken vom Weltraum aus begleiten. Das Icarus-Projekt wurde gemeinsam mit 24 weiteren Kooperationsprojekten des Wettbewerbs „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder ausgezeichnet.

Ein Sojus-Kapsel nähert sich der ISS, im Vordergrund ist die stabförmige Icarus-Antenne zu sehen. Roskosmos

Icarus hat Mitte März 2020 seinen Testbetrieb aufgenommen. Während der technischen Testphase wurde unter anderem die Kommunikation zwischen dem Icarus-System und den Tier-Sendern simuliert sowie die Signalstärke und Übertragungszeit der Antenne überprüft.  Nachdem alle Tests erfolgreich absolviert sind, kann nun der wissenschaftliche Betrieb beginnen. „Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert zehn bis 15-mal besser als gedacht“, erklärt der Mit-Initiator und Leiter von Icarus, Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz/Radolfzell und Professor an der Universität Konstanz. „Nun können wir mit unseren Forschungsprojekten loslegen.“

Herzstück von Icarus sind vier Gramm schwere Sender, die selbst auf kleinen Tieren wie Singvögeln angebracht werden können. Diese Messgeräte im Miniaturformat besitzen verschiedene Sensoren, die fortlaufend Verhaltens- und Gesundheitsdaten der Tiere erfassen. Auch Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftdruck können diese Sender aufzeichnen. Die Daten werden von einer Empfangsstation auf der ISS entschlüsselt und an die Bodenstation in Moskau übermittelt. Von dort laufen alle Daten in der Movebank zusammen, einer globalen Datenbank für Tierbewegungen.

Analyse des Zugverhaltens

Derzeit werden für eine Pilotstudie in Memmingen 5000 Sender produziert. Die Icarus-Wissenschaftler wollen damit ab Anfang September Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika ausstatten und das Zugverhalten der Vögel und ihre Überlebensstrategien untersuchen. Weitere 16 wissenschaftliche Projekte russischer Forscher sollen in den kommenden Monaten an den Start gehen. Darüber hinaus wollen weltweit hunderte Forschergruppen mit Icarus weitere gemeinsame Studien starten.

Einige Projekte von vielen die noch kommen werden. Haie und Pinguine möchte ich noch dazu haben. Quelle: https://www.icarus.mpg.de/4296/projekte

Mit dieser neuen digitalen Technik lassen sich aber nicht nur biologische Fragen beantworten – zum Beispiel, wohin Flughunde in Afrika fliegen und wo sie dabei auf Ebola-Viren treffen; oder wo Meeresschildkröten ihre Jugendjahre verbringen und wo die meisten davon ums Leben kommen. Icarus könnte auch für die Übertragung anderer Technik- oder Umweltdaten wie Baumwachstum, Meeresströmungen oder Gletscherschmelze eingesetzt werden. Aus den kombinierten Informationen tausender Tiere entsteht eine Zusammenschau über das Leben auf der Erde, das sogenannte ´Internet der Tiere´.

Die Technik könnte aber auch unseren Alltag verändern. „Icarus schickt ohne Zutun des Menschen kleine Datenpakete überall auf der Welt hin und her – ähnlich wie es bei der immer weiter voranschreitenden Vernetzung von Alltagsgegenständen der Fall sein wird, dem sogenannten Internet der Dinge. Icarus stellt damit ein völlig neues digitales Kommunikationssystem dar“, erklärt Martin Wikelski. Die Bedeutung von Icarus wird auch durch die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder am 15. September in Berlin gewürdigt.

Quelle: https://www.icarus.mpg.de/de

ICARUS: Start des wissenschaftlichen Betriebs

Weltraumbasiertes Tierbeobachtungssystem ICARUS schließt Testphase erfolgreich ab und startet den wissenschaftlichen Betrieb mit einer weltumspannenden Studie zum Zugverhalten von Amseln und Drosseln – Gemeinschaftsprojekt des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz

Globale Tierwanderungen vom Weltraum aus beobachten – dies wird ab sofort für Tierverhaltensforscherinnen und -forscher aller Länder möglich sein. Das weltraumbasierte Tierbeobachtungssystem ICARUS hat zum 31. August 2020 seinen Testbetrieb auf der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich abgeschlossen und nimmt im September 2020 seinen wissenschaftlichen Betrieb auf. Erstes Forschungsprojekt wird eine Studie zum Zugverhalten von über 2.000 besenderten Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika sein. Mehrere hundert Forschungsgruppen weltweit haben bereits ihr Interesse an der Nutzung von ICARUS für gemeinsame Studien im Bereich der Tierverhaltensforschung angemeldet.

Mission Icarus: Forscher enthüllen das Wissen der Tiere

ICARUS ist ein gemeinsames Projekt des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz in Kooperation mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr. Martin Wikelski, Direktor am Konstanzer Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Honorarprofessor an der Universität Konstanz. Das ICARUS-Projekt wird am 15. September 2020 im Rahmen des Wettbewerbes „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder in Berlin ausgezeichnet werden, gemeinsam mit 24 weiteren länderübergreifenden Kooperationsprojekten.

Fünfzehnmal bessere Datenübertragung als erwartet
„Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert zehn bis fünfzehnmal besser als gedacht“, kommentiert Martin Wikelski den erfolgreichen Abschluss der viermonatigen Testphase: „Nun können wir mit unseren Forschungsprojekten loslegen“, freut sich Wikelski, der zudem Principal Investigator am Exzellenzcluster „Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour“ der Universität Konstanz ist. Die ICARUS-Antenne war nach 17 Jahren Vorbereitung am 15. August 2018 an der Außenseite der Internationalen Raumstation angebracht worden. Nach der ersten Inbetriebnahme 2019 musste der Testbetrieb zunächst unterbrochen werden, um einen defekten On-Board-Computer auszutauschen. Mit neuem Computer konnte die viermonatige Testphase im Frühjahr/Sommer 2020 fortgesetzt und nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Wie ICARUS funktioniert
Herzstück von ICARUS sind vier Gramm schwere Sender, die selbst an kleinen Tieren wie Singvögeln angebracht werden können. Diese Messgeräte im Miniaturformat erfassen fortlaufend Verhaltens- und Gesundheitsdaten der Tiere. Auch Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck können die Sender aufzeichnen. Über die im Weltraum positionierte ICARUS-Antenne können die Daten der besenderten Tiere aus allen Teilen der Welt empfangen werden – auch in entlegenen, schwer zugänglichen Regionen sowie auf den Weltmeeren. Damit wird erstmals eine kontinuierliche, weltumspannende Beobachtung von Tierwanderungen möglich, die wichtige Fragen über die ökologischen Zusammenhänge unseres Planeten beantworten kann und dabei hilft, die Tiere besser zu schützen. Alle erhobenen Daten laufen in der öffentlichen, frei zugänglichen Datenbank „Movebank“ für Tierbewegungen zusammen und können auch über die kostenlose App „Animal Tracker“ empfangen werden.

Faktenübersicht:
• Das weltraumbasierte Tierbeobachtungssystem ICARUS („International Cooperation for Animal Research Using Space“) hat zum 31. August 2020 seinen viermonatigen Testbetrieb auf der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich abgeschlossen. Der wissenschaftliche Betrieb wird im September 2020 aufgenommen.
• Pilotprojekt: Studie zum Zugverhalten von über 2.000 besenderten Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika.
• ICARUS ist ein gemeinsames Projekt des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz in Kooperation mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
• Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Martin Wikelski, Direktor am Konstanzer Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Honorarprofessor an der Universität Konstanz.
• Das ICARUS-Projekt wird am 15. September 2020 im Rahmen des Wettbewerbes „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder in Berlin ausgezeichnet werden, gemeinsam mit 24 weiteren länderübergreifenden Kooperationsprojekten.
• Weitere Informationen zu ICARUS unter: https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/aktuelle-meldungen/aktuelles/ICARUS–Tierbeobachtung-aus-dem-Weltraum-13449/

Quelle: https://nachrichten.idw-online.de/2020/09/10/icarus-start-des-wissenschaftlichen-betriebs/?groupcolor=1

Ich – absoluter Brexit-Hardliner/Brexit-Streit: Kurswechsel könnte Handelspakt torpedieren

London/Brüssel Die Chef-Unterhändler der EU und Großbritanniens kommen zum letzten Tag ihrer Verhandlungsrunde über einen Handelspakt zusammen. Nach dem Eklat um britische Änderungswünsche am gültigen Brexit-Abkommen dürfte die Stimmung am Boden sein.

Der Brexit, spannend immer. Ich verfolge das ja nun schon seit 2 Jahren. Wer im bilde ist weiß wie schwer die Verhandlungen auf den letzen Metern damals wahren.

Was Großbritannien jetzt macht war doch abzusehen. Und ich bin absolut auf der Seite von Großbritannien, Länder dürfen selber über ihre Gesetze entscheiden. Die USA, Russland, Japan, China dürfen usw. dürfen das ja auch.

Das wir und andere EU-Länder das nicht dürfen finde ich total Unfair. Zum beispiel als wir unser NetzDg verschärft haben, da kamen kritische stimmen aus der EU. Was geht das diesen EU-Schlafmützen überhaupt an.

Außerdem finde ich dieses EU-Organ total lahm, bis die mal was auf die beine stellen, es ist nur ein Bürokratie-Monster was dem Steuerzahler unnötig Geld kostet. Dieses EU finde ich persönlich ein ganz großen mist und eine Bevormundung gegenüber den Ländern. So toll ist diese EU garnicht.

Außerdem glaube ich nicht das es Großbritannien nach dem Brexit so schlecht geht, wie es die EU einen glaubhaft machen möchte. Als Asperger-Autist hab ich das schon alles unbewusst Analysiert.

Die EU hat Angst das diese wunderbare Brexit-Experiment gelingt und andere Länder nachziehen. Das sollten sie auch haben.

Ich als Brexit-Hardliner finde den Brexit klasse und die neuen Entwicklungen sind Phantastisch. Der Brexit ein sehr spannendes Experiment, ein Harter Brexit wäre da nur um so besser für die Feldforschung. Die Entwicklungen in Großbritannien nach dem Brexit: In Wirtschaft, Bevölkerung, Grenzen, das Sozial/Kulturelle zusammenleben usw. wird sehr interessant sein das zu beobachten. Ich bin echt gespannt was Großbritannien nach dem Brexit aus sich macht.

Christian Dauck

Vertrag ist Vertrag: Nach Ansicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) führt kein Weg daran vorbei, dass Großbritannien seine Verpflichtungen aus dem Brexit-Abkommen erfüllt.

„Mit ihrem derzeitigen Kurs verliert die britische Regierung massiv Glaubwürdigkeit in den Post-Brexit-Verhandlungen“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der Deutschen Presse-Agentur. „Für das Zustandekommen eines Freihandelsabkommens mit der EU ist Vertragstreue beim völkerrechtlichen Austrittsabkommen unabdingbar.“

Heute kommen die Chef-Unterhändler der Europäischen Union und Großbritanniens zum letzten Tag ihrer Gesprächsrunde über einen Handelspakt zusammen. Es ist die achte Verhandlungsrunde – in den vorherigen sieben waren kaum Fortschritte erzielt worden. Die Erfolgsaussichten auf einen Handelspakt dürften aber noch geringer geworden sein: Denn die britische Regierung teilte überraschend mit, Änderungen am gültigen Brexit-Deal vornehmen zu wollen.

Ein Sprecher der EU-Kommission kündigte an, dass Kommissionsvize Maros Sefcovic heute nach London reisen werde. Dort werde er den britischen Staatsminister Michael Gove für eine Krisensitzung des Ausschusses treffen, der die Umsetzung des Austrittsvertrags überwacht. Die EU ersuche das Vereinigte Königreich mit Blick auf die vollständige und zeitgerechte Umsetzung des Austrittsabkommens um Klarstellungen, schrieb der Sprecher auf Twitter.

„Der rechtliche Vorschlag der britischen Regierung, Teile des Austrittsabkommens zu ignorieren, ist ein beispielloser Vertrauensbruch von Premierminister Johnson“, kritisierte der CSU-Europapolitiker Manfred Weber. „Wir müssen am Grundsatz festhalten: Was vereinbart ist, muss gelten.“

Inhaltlich geht es um Vertragsklauseln zu Nordirland, die von Anfang an umstritten waren. Sie sollen verhindern, dass zwischen dem britischen Landesteil Nordirland und dem EU-Staat Irland eine feste Grenze entsteht und alte Feindseligkeiten wieder aufbrechen. Im Austrittsabkommen hatte London akzeptiert, Subventionen für Unternehmen bei der EU anzumelden, sofern sie Geschäfte in Nordirland betreffen. Zudem müssen nordirische Unternehmen Exporterklärungen abgeben, wenn sie Güter auf das britische Festland bringen wollen. Das Binnenmarktgesetz könnte diese vertraglichen Zusagen teilweise zunichtemachen.

Ein entsprechender Entwurf für das Binnenmarktgesetz war bereits am Mittwoch ins Parlament eingebracht worden. Nordirland-Minister Brandon Lewis hatte zuvor im Unterhaus den perplexen Abgeordneten bestätigt, dass das Gesetz nicht nur einen Teil des Brexit-Abkommens aushebeln, sondern sogar internationales Recht verletzen würde. Das Vorhaben stieß auf scharfe Kritik der Opposition, bei einem Teil der regierenden Konservativen, EU-Vertretern und auch der Wirtschaft.

Auch aus den USA, traditionell einer der engsten Verbündeten Großbritanniens, erging eine deutliche Mahnung an die Adresse Londons: Sollte die britische Regierung Völkerrecht brechen und durch ihren Alleingang die hart errungene Stabilität in Nordirland gefährden, hätte dies schwere Folgen, warnte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses und ranghöchste Demokratin Nancy Pelosi. Ein Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien werde dann „absolut keine Chance“ im Kongress haben, sagte sie der Zeitung „The Irish Times“. Der US-Kongress müsste einem solchen Handelsabkommen zustimmen – und mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus könnten es Pelosis Demokraten blockieren.

„Nordirland darf keine Dumping-Zone im europäischen Binnenmarkt werden“, warnt der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange. „Wir müssen dann die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen stoppen, bis die britische Regierung zur Vertragstreue zurückkehrt“, sagte der SPD-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Die Ankündigung des Nordirland-Ministers, London werde internationales Recht brechen, sei eine „kalkulierte Provokation“.

Kritiker fürchten, dass das Vorgehen Londons der Todesstoß für den Handelsvertrag sein könnte. Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase in weniger als vier Monaten könnte es zum harten Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen kommen. Einige Beobachter halten die Äußerungen aus London nur für ein innenpolitisches Manöver, zumal Johnson wegen der Corona-Krise intern stark unter Druck steht. Im Land steigen die Infektionen vor allem unter jüngeren Menschen wieder massiv an – Großbritannien droht eine zweite große Ausbruchswelle.

Quelle: https://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/politik/ausland/johnsons-kurswechsel-koennte-handelspakt-torpedieren_aid-53254659


EU EMPÖRT: Johnson hält an umstrittenen Brexit-Deal-Änderungen fest

Mit einem neuen Gesetz will der britische Premier Boris Johnson seine Wirtschaft schützen und den Frieden in Nordirland wahren. Der Knackpunkt: Der Plan würde den mühsam ausgehandelten Brexit-Deal aushebeln. Johnson stört das wenig – die EU dafür umso mehr.

Mit geplanten Änderungen an dem bereits gültigen Brexit-Deal versetzt die britische Regierung die EU weiter in Alarmstimmung.

„Das würde internationales Recht verletzen und höhlt Vertrauen aus“, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch auf Twitter. Die Einhaltung bestehender Verträge sei die Grundlage für künftige Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien. Premierminister Boris Johnson hatte am selben Tag ein umstrittenes Gesetzesvorhaben ins Parlament eingebracht.

Inhaltlich geht es laut Johnson bei dem sogenannten Binnenmarktgesetz unter anderem darum, im Fall eines harten Brexits den Handel zwischen Nordirland und dem Rest von Großbritannien weiter reibungslos zu ermöglichen und den lokalen Regierungen mehr Handlungsspielraum zu geben. Die Regelung sei außerdem notwendig, um den Friedensprozess zwischen dem EU-Staat Irland und Nordirland nicht zu gefährden, wie Johnson erklärte. Das Karfreitags-Friedensabkommen besagt, dass es keine harte Grenze zwischen den Landesteilen geben soll.

Für große Empörung sorgt jedoch die Tatsache, dass das geplante Gesetz wichtige Klauseln des Abkommens zu Sonderregeln für Nordirland aushebeln würde. Nordirland-Minister Brandon Lewis hatte am Dienstag überraschend eingeräumt, die Pläne würden in Teilen internationales Recht verletzen. Die EU und etliche britische Politiker verurteilten die Pläne scharf, sogar aus den eigenen Reihen bekam Johnson Kritik. Auch die Bundesregierung beobachte die Entwicklung „mit Sorge“, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Mittwoch erklärte.

Johnson blieb jedoch von all dem unbeeindruckt und verteidigte sein Vorgehen im Parlament: „Das Gesetz wird Jobs schützen, Wachstum sichern und das Funktionieren und die Sicherheit des britischen Binnenmarktes ermöglichen.“ Natürlich müsse sich jeder in Großbritannien an Gesetze halten, ließ er halbherzig verlauten – ging aber nicht weiter auf die massiven Vorwürfe ein.

EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic kündigte nach einem Telefonat mit dem britischen Staatsminister Michael Gove eine Krisensitzung des Ausschusses an, der die Umsetzung des Austrittsvertrags überwacht. Dies solle der britischen Regierung Gelegenheit zur Erklärung geben. Der Vertrag sei „mit größter Mühe Wort für Wort ausgehandelt“ worden. Die Umsetzung habe natürlich „direkte Auswirkungen auf die Gespräche über unsere künftigen Beziehungen“, sagte Sefcovic. Ein Sprecher der EU-Kommission kündigte am späten Mittwochabend an, dass Sefcovic bereits am Donnerstag nach London reisen und Gove für die Krisensitzung treffen werde.

Das Abkommen regelt die Bedingungen des britischen EU-Austritts. Es wurde 2019 ausgehandelt und vor dem Brexit Ende Januar ratifiziert. Die EU pocht auf Vertragstreue. Das sei Voraussetzung dafür, dass das für 2021 anvisierte Handelspakt mit Großbritannien zustande komme, betont die EU-Kommission. Über diesen neuen Pakt wird diese Woche in London wieder verhandelt. Er soll Zölle und Chaos abwenden, wenn Ende dieses Jahres die Brexit-Übergangsphase ausläuft. Zuletzt gab es jedoch kaum Fortschritte. Ende des Jahres droht ohne eine Einigung der harte wirtschaftliche Bruch mit Zöllen und Staus an den Grenzen.

Während der verbalen Eskalation zwischen den Spitzen in London und Brüssel traten die eigentlichen Verhandlungen über den Handelspakt zwischen Großbritannien und der EU am Mittwoch fast in den Hintergrund: Die Chef-Unterhändler Michel Barnier und David Frost berieten in der mittlerweile achten Runde der Gespräche hinter verschlossenen Türen in London. Strittig sind vor allem Regeln für die Fischerei, aber auch, inwieweit Großbritannien in Zukunft heimische Unternehmen staatlich fördern darf.

Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Johnson-haelt-an-umstrittenen-Brexit-Deal-Aenderungen-fest-id58089676.html

Brexit-Verhandlungen: Johnson droht mit „No Deal“

Der britische Premierminister erhöht in den Verhandlungen mit Brüssel den Druck. Sollte bis Mitte Oktober kein Abkommen zwischen EU und Vereinigtem Königreich vorliegen, werde es keinen Vertrag geben.

Mir gefällt der Druck von Boris Johnson an die EU-Schlafmützen.

Frost unterstrich, dass sein Land auf keinen Fall Kompromisse machen werde, wenn es um Unabhängigkeit gehe und darum, „Kontrolle über unsere eigenen Gesetze zu haben“. Dafür hätten die Briten gestimmt. „Und das wird am Ende des Jahres passieren, komme, was wolle.“

Großbritannien sollte nicht auf die EU eingehen oder sich von denen bezirzen lassen. Knallhart gegenüber den EU-Schlafmützen bleiben dass ist richtig und die beste Lösung für alle.

Christian Dauck

Kurz vor der nächsten Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen hat der britische Premier Boris Johnson von der EU mehr Tempo und Entgegenkommen gefordert. Man müsse sich bis Mitte Oktober einigen, damit ein solcher Deal noch ratifiziert werden könne. Ansonsten werde es kein freies Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union geben, so Johnson. Stattdessen setze London dann auf eine Vereinbarung mit der EU nach australischem Vorbild.

Die EU hat mit Australien bisher nur ein Rahmenabkommen, das unter anderem technische Hürden betrifft. Im Großen und Ganzen findet der Handel zwischen Europa und dem Kontinent auf Grundlage der Welthandelsorganisation WTO statt. Auf Großbritannien übertragen entspräche diese dem „No Deal“. Dies sei sogar ein „guter Ausgang für das Vereinigte Königreich“, so Johnson. Eine Einigung sei nur möglich, wenn die EU-Unterhändler ihre „aktuellen Positionen überdenken“ würden.

galerieNach Johnsons Vorstellung bleiben nur noch 38 Tage, bis ein Abkommen stehen muss.

Neue Verhandlungsrunde am Dienstag

Noch schärfer im Ton war am Sonntag der britische Chef-Unterhändler David Frost: Er sei sich völlig einig mit Johnson, dass Großbritannien von einem No-Deal-Brexit nichts zu befürchten habe. „Ich glaube nicht, dass uns das in irgendeiner Weise Angst einjagt“, sagte Frost der „Mail on Sunday“.

Laut einem Bericht der Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf drei mit den Plänen vertraute Personen wolle die britische Regierung zudem am Mittwoch Gesetze verabschieden, die Teile des Brexit-Abkommens über Staatshilfen und Grenzregelungen mit Irland außer Kraft setzen und einen Abbruch der seit Monaten ins Stocken geratenen Gespräche mit Brüssel bedeuten könnten.

Am Dienstag wird EU-Unterhändler Michel Barnier in London erwartet. Großbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. In einer Übergangsphase bis zum Jahresende gehört das Land aber noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion, so dass sich im Alltag fast noch nichts geändert hat. Gelingt kein Vertrag über die künftigen Beziehungen, könnte es Anfang 2021 zum harten wirtschaftlichen Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen kommen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/johnson-brexit-no-deal-101.html


Der britische Premierminister Boris Johnson fordert von der EU bis 15. Oktober ein Brexit-Handelsabkommen. Er könne sich sonst auch einen harten wirtschaftlichen Bruch vorstellen.

Großbritanniens Premierminister Johnson spricht bei einer Kabinettsitzung in London.  Johnson droht der EU mit einem No-Deal-Brexit.
Großbritanniens Premierminister Johnson droht der EU mit einem No-Deal-Brexit.
Quelle: Reuters

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson erwartet innerhalb von 38 Tagen eine Einigung bei den Verhandlungen um ein Handelsabkommen zwischen der EU und seinem Land. Sollte bis Mitte Oktober noch immer keine Lösung gefunden sein, droht Johnson mit einem „No-Deal-Brexit“ – einem harten wirtschaftlichen Bruch.

Johnson erhöht den Druck auf die EU

Laut vorab veröffentlichten Auszügen aus einer Rede, die der britische Premierminister am Montag halten will, setzt Johnson die Europäische Union (EU) unter Druck. Bis zum 15. Oktober soll eine Einigung zu einem Handelsabkommen auf dem Tisch liegen, oder:

Wenn wir uns (…) nicht einigen können, sehe ich kein Freihandelsabkommen zwischen uns und wir sollten das beide akzeptieren und getrennte Wege gehen.

Boris Johnson, Großbritanniens Premierminister

Die EU hatte ihrerseits bereits zuvor deutlich gemacht, dass aus ihrer Sicht die Verhandlungen bis Mitte Oktober zum Abschluss kommen müssen. Die Vereinbarungen müssten danach noch übersetzt und vom EU-Parlament ratifiziert werden.

Handelshemmnisse und Zölle drohen

Großbritannien hat die EU am 31. Januar verlassen. Bis Jahresende gilt eine Übergangsphase, in der das Land noch Teil des EU-Binnenmarkts und der Zollunion ist. Sollten London und Brüssel kein Abkommen über künftige Beziehungen hinbekommen, droht Anfang 2021 ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Experten warnen in einem solchen Fall vor potenziell schweren wirtschaftlichen Folgen für beide Seiten.

Sein Land könnte sich binnen Wochen vom Verhandlungstisch zurückziehen, sagte Johnson am Sonntag. Ein sogenannter No-Deal-Brexit wäre sogar ein „guter Ausgang für das Vereinigte Königreich“. Eine Einigung sei nur möglich, wenn die EU-Unterhändler ihre „aktuellen Positionen überdenken“ würden.

Frost: „Großbritannien hat nichts zu befürchten“

Noch schärfer im Ton war der britische Chef-Unterhändler David Frost: Er sei sich völlig einig mit Johnson, dass Großbritannien von einem No-Deal-Brexit nichts zu befürchten habe, sagte er der „Mail on Sunday“. „Ich glaube nicht, dass uns das in irgendeiner Weise Angst einjagt“, sagte Frost im Interview.

Die achte Verhandlungsrunde zwischen dem britischen Unterhändler David Frost und dessen EU-Kollegen Michel Barnier soll am Dienstag in London beginnen. Knackpunkte sind unter anderem das Beharren Großbritanniens auf vollständige Autonomie bei Staatshilfen sowie die Forderungen im Bereich der Fischerei.

Vorbild könnte Abkommen EU-Australien sein

Im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen setzt London dann auf Handelsbeziehungen zur EU nach dem Muster etwa von jenen zwischen der Europäischen Union und Australien. Dies wäre ein „gutes Ergebnis“ für Großbritannien, erklärte Johnson. Die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Australien folgen den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).

Laut einem Bericht der Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf drei mit den Plänen vertraute Personen will die britische Regierung am Mittwoch Gesetze verabschieden, die Teile des Brexit-Abkommens über Staatshilfen und Grenzregelungen mit Irland außer Kraft setzen und einen Abbruch der seit Monaten ins Stocken geratenen Gespräche mit Brüssel bedeuten könnten.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/brexit-grossbritannien-eu-handelsabkommen-johnson-100.html


Nächste Brexit-VerhandlungsrundeBritischer Chefunterhändler gibt sich kompromisslos

Dienstag werden in London die Brexit-Verhandlungen fortgesetzt, bei Kernpunkten kam man zuletzt nicht weiter. Die Attitüde des britischen Chefunterhändlers Frost macht wenig Hoffnung.

Britain’s chief negotiator David Frost arrives to attend Brexit talks with EU’s chief negotiator Michel Barnier at the EU Commission in Brussels, Belgium July 15, 2020. REUTERS/Francois Lenoir

Kurz vor Beginn der nächsten Brexit-Gesprächsrunde signalisiert Großbritannien eine harte Verhandlungshaltung. Anders als die Vorgängerregierung werde London diesmal nicht zuerst zucken, sagte der britische Chefunterhändler David Frost der „Mail on Sunday“: Die EU sollte verstehen, „dass wir meinen, was wir sagen, und sie sollten unsere Position ernst nehmen“.

Frost unterstrich, dass sein Land auf keinen Fall Kompromisse machen werde, wenn es um Unabhängigkeit gehe und darum, „Kontrolle über unsere eigenen Gesetze zu haben“. Dafür hätten die Briten gestimmt. „Und das wird am Ende des Jahres passieren, komme, was wolle.“ Es seien viele Vorbereitungen getroffen worden für den Fall eines EU-Abschieds ohne Abkommen mit der EU. „Ich glaube nicht, dass wir davor auch nur irgendwie Angst haben.“

Am Dienstag sollen die seit Monaten auf der Stelle tretenden Brexit-Gespräche in London wieder aufgenommen werden. Knackpunkte sind unter anderem das Beharren Großbritanniens auf einer vollständigen Autonomie bei Staatshilfen sowie die Forderungen im Bereich der Fischerei.

Großbritannien ist im Januar aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende gilt aber noch eine Übergangsphase, in der die künftigen Beziehungen etwa im Bereich Handel geklärt werden sollen. Gelingt keine Einigung, droht ein ungeregelter Austritt. Experten warnen in einem solchen Fall vor potenziell schweren wirtschaftlichen Folgen für beide Seiten.

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/brexit-britischer-chefunterhaendler-david-frost-gibt-sich-kompromisslos-a-cdeb5fee-f8d9-41d6-b81a-5a5200266ae5

Marsmaulwurf: Hammer-Session von Sol 632 (06.09.2020)

Hier mein selbsterstelltes Gif aus den Aufnahmen von Sol 632 am 06.09.2020. https://mars.nasa.gov/insight/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cdate_taken+desc&per_page=50&page=0&mission=insight

Ich bin dafür das man die Schaufel beiseite nimmt um einen Blick auf die Mole zubekommen, um zu sehen wie die Lage ist. Danach noch mal das Loch wieder zu füllen.

Neue Aufnahme von Sol 632

Hoffentlich gibt es bald einen neuen Logbucheintrag von Tilman Spohn zu den neuen Fortschritten auf: https://www.dlr.de/blogs/alle-blogs/mars-misson-insight-der-maulwurf-ist-drin.aspx

Nach sehr langer Zeit mal wieder ein Beitrag im Forum von Raumfahrer.net veröffentlicht. https://www.raumfahrer.net/portal/isrn/home.shtml War halt Zeit da und es ist Wochenende.

Schreibe momentan nicht soviel sondern lese eher still mit im Forum. Mein Hobby und Interessen verfolge ich eher im Homeoffice für mich selber.

E-Mobilität und Klimaschutz: Freue mich auf den bevorstehenden Marktstart des VW ID 3 und VW ID 4

Der ID.3 und ID.4 von Volkswagen

Die neuen Modelle finde ich super schön und die Technik ebenso. AugmentedReality-Inhalte, Fahr und Spur-Assistenten, Elektro-Antrieb sind ein Eldorado für mich, ich bin total begeistert und happy. Fahrzeuge nach meinem Geschmack. Der ID.3 ist ja mal richtig schnicke aber vor allem das SUV Model ID.4 hat es mir angetan.

Ich freue mich Freue mich auf den bevorstehenden Marktstart des VW ID 3 und VW ID 4 und wie sich die Markteinführung entwickelt. Klar Tesla mag ich natürlich auch, hier bin ich gespannt wie man sich gegenüber Tesla behaupten kann.

Der VW ID.3 ist das erste rein als Elektroauto konzipierte Auto von Volkswagen. Das wird sehr interessant und spanned was Volkswagen da macht, wenn Sie die neue Ära in der Welt der Elektromobilität einläuten.

E-Mobilität, CO2-Bepreisung, Klimaschutz

Die Förderung der E-Mobilität (Elektroauto-Kaufprämie „Umweltbonus“) und die Einführung der CO2-Abgabe zum 1. Januar 2021 sind super und finde ich richtig gut.

Keine Förderung mehr von Verbrennungsmotoren – Super! Die sogenannte CO2-Steuer verteuert Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas. Sie soll die Bevölkerung zu einem bewussteren Umgang mit fossilen Energieträgern bewegen und Anreize schaffen, um auf moderne und klimafreundliche Technologien umzurüsten.

Infrage kommen dabei zum Beispiel Elektroautos oder Umweltheizungen, die Gebäude mit regenerativen Energieträgern versorgen.

The all-electric ID.3 – Now you can | Volkswagen

VW-Handel: ID3-Nachfrage übertrifft die Erwartungen „bei weitem“

Mit genauen Verkaufszahlen zum ID 3 in Deutschland hält sich VW bislang bedeckt. Partnerverbandspräsident Dirk Weddigen von Knapp ließ nun durchblicken, dass das Auto aus seiner Sicht sehr gut ankommt. Das veranlasste ihn auch zu einer Ansage in Richtung Tesla.

Der Marktstart des VW ID 3 rückt immer näher. In der Kalenderwoche 37 (7. – 13. September) wird der Hersteller die ersten Modelle seines Elektro-Hoffnungsträgers hierzulande ausliefern. Und offenbar kommt das Auto schon im Vorfeld gut an. VW/Audi-Partnerverbandspräsident Dirk Weddigen von Knapp sagte dem Online-Portal „Merkur.de“, die Nachfrage habe die Erwartungen „bei weitem übertroffen“.

VW ID 3 Bild: VW

Weniger erfreulich für Händler und Kunden in dem Zusammenhang: Die Lieferzeit steigt. Sie liegt Weddigen von Knapp zufolge inzwischen bei „rund vier Monaten“. Der ID 3 mit der kleineren 45-kWh-Batterie sei für das laufende Jahr bereits „nahezu ausverkauft“.

Genaue Zahlen zum deutschen Markt nennt Volkswagen bislang nicht. Das Ziel für 2020 soll hierzulande dem Vernehmen nach bei rund 15.000 Einheiten liegen. »kfz-betrieb« hatte eine VW-Sprecherin Ende Juli auf Nachfrage mittgeteilt, die Wolfsburger seien mit dem Verkaufsstart des Modells „in ganz Europa mehr als zufrieden“.

Erneute Vergleiche zu Tesla

Gegenüber „Merkur.de“ erklärte Dirk Weddigen von Knapp zudem: „Viele Marktbeobachter werden sich wundern, wie schnell wir Tesla mit dem ID 3 überholen werden.“ Die Kalifornier kommen im laufenden Jahr (Stand Juli) laut Kraftfahrt-Bundesamt hierzulande auf 5.306 Neuzulassungen. 4.521 davon entfallen auf das Model 3.

Allerdings ist eine Vergleichbarkeit zwischen Tesla und VW nur bedingt gegeben. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, bei dem Interessenten staatliche Fördermittel beim Kauf eines E-Autos beantragen können, weist für die günstigste Variante des Tesla Model 3 aktuell einen Netto-Listenpreis von 39.395 Euro aus. Der günstigste ID 3 liegt in der Liste mit 30.668,07 Euro fast 10.000 Euro darunter.

Dennoch hatte auch Volkswagen-Chef Herbert Diess anlässlich des Verkaufsstarts des ID 3 am 20. Juli erklärt: „Der ID 3 ist der Auftakt für die Elektro-Aufholjagd zu Tesla. Unsere anderen Konzernmarken werden in das Rennen einsteigen.“

VW gibt Ausblick auf ID.4-Interieur: „Draußen Freiheit, innen Freiraum“

Den ID.4. hat Volkswagen als 100-Prozent-Elektroauto konzipiert, mit großer Reichweite und Anhängerkupplung, später auch mit Allradantrieb. Foto: Volkswagen

VWs zweites Modell der neuen Elektroauto-Familie ID. nach dem Kompaktwagen ID.3 wird der ID.4. Wie die Serienversion des Kompakt-SUV aussieht, ist noch nicht bekannt, bisher wurden nur getarnte Fahrzeuge gezeigt. Dafür gibt es nun einen Ausblick auf das Interieur der noch 2020 an erste Kunden gehenden Baureihe.

Dank des kompakten E-Antriebs ergibt sich im ID.4 ein sehr großzügiger Innenraum, werben die Wolfsburger. „Draußen Freiheit, innen Freiraum“, sagt Klaus Zyciora, Leiter Design Volkswagen Konzern, über das Interieur des E-SUV. Der ID.4 bringe dank der neuen MEB-Plattform ein neues Raumgefühl in seine Klasse. Auf der Rücksitzbank gibt es laut VW so viel Platz wie in einem konventionellen SUV der nächstgrößeren Klasse. Für Gepäck biete der Kofferraum bereits mit aufrecht stehenden Fondlehnen 543 Liter Volumen.

Erste ID.4 Testfahrt – VWs Angriff auf Teslas Model Y

Die Instrumententafel hat im ID.4 keine Verbindung zur Mittelkonsole, die als eigenes Bauteil ausgeführt ist. Ein großes gläsernes (optionales) Panoramadach gewährt freien Blick auf den Himmel. Bei Dunkelheit soll die in 30 Farben verfügbare Ambientebeleuchtung Akzente setzen. Das Anzeige- und Bedienkonzept ist logisch und einfach aufgebaut, sagt Zyciora. Die einfache Bedienbarkeit des ID.4 bringe „eine neue elektrische Leichtigkeit in die Klasse der Crossover-SUV“.

Ein neuartiges Feature, das alle ID.-Modelle erhalten, ist das ID. Light – ein Lichtband unter der Windschutzscheibe. Es begleitet den Fahrer beim Einsteigen, indem es die Fahrbereitschaft sowie das Entriegeln und Verriegeln des Autos signalisiert. Das ID. Light hebt auch Hinweise von Assistenz- und Navigationssystemen hervor und kündigt Bremsaufforderungen sowie eingehende Telefonanrufe an. In Verbindung mit dem Navigationssystem empfiehlt die Technik durch Blinken, die Spur zu wechseln, sie kann zudem den Fahrer warnen, falls er sich auf der falschen Spur befindet.

„Die vorderen Sitze im ID.4 sind sportlich und komfortabel zugleich“, wirbt VW. Und weiter: „Beim Editionsmodell ID.4 1ST Max, das zum Marktstart in Deutschland debütiert, tragen sie das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR). Sie lassen sie sich vielseitig elektrisch einstellen, ihre pneumatischen Lendenwirbelstützen integrieren eine Massagefunktion. Die Materialien unterstreichen den Charakter der Wohlfühl-Lounge. Bei den beiden künftigen ID.4 Editionsmodellen sind die Sitzbezüge tierfrei. Sie bestehen aus einer Kombination von Kunstleder und ArtVelours – einem Mikrofasermaterial, das zu etwa 20 Prozent aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird.“

Der ID.4 steht kurz vor der Markteinführung, erste Fahrzeuge will VW noch in diesem Jahr ausliefern. Zuvor soll im September die Weltpremiere des neuen Elektroautos stattfinden – wann genau, ist noch offen. Auch zu den Preisen schweigt sich VW bislang aus. Als Reichweite werden – je nach Ausführung – über 500 Kilometer gemäß WLTP-Norm in Aussicht gestellt.

Volkswagen stellt modularen Elektroauto-Baukasten MEB vor

Volkswagen investiert Milliarden in Elektromobilität, die Basis für Dutzende neue Modelle bildet der modulare, konzernweit eingesetzte Elektroauto-Baukasten MEB. Nun haben die Wolfsburger erste Einblicke in die neue Technologie gegeben.

Als weltweit erstes Serienauto auf MEB-Basis wird der Kompaktwagen I.D. ab Ende 2019 in Zwickau gebaut. In der Gläsernen Manufaktur Dresden präsentierte Volkswagen den fahrbaren Unterbau der Baureihe ohne Karosserie und Interieur – „exakt so wie er im Serienmodell zum Einsatz kommen wird“. In Dresden ist zudem erstmals ein Design-Prototyp der „Volks-Wallbox“ zu sehen, die als erschwingliches Heimgerät das Laden der I.D.-Familie zuhause einfach und komfortabel machen soll.

Der MEB ist laut VW der Schlüssel zum „Elektroauto für Alle“. Er soll ein bislang unerreichtes Preis-Leistungsverhältnis ermöglichen und wesentlich dazu beitragen, Elektroautos vom Nischenprodukt zum Bestseller zu machen. E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich: „Wir werden das E-Auto populär machen und möglichst viele Menschen dafür begeistern. Der MEB ist eines der wichtigsten Projekte in der Geschichte von Volkswagen – ein Technologiesprung wie vom Käfer zum Golf.“

Durch den für den reinen Elektroantrieb konzipierten MEB können die Radstände größer und die Karosserieüberhänge gleichzeitig kleiner werden – das sorgt für dynamischere Proportionen und deutlich größere sowie variablere Innenräume. Möglich wird das, weil im MEB vorn kein Verbrennungsmotor seinen Platz beansprucht und die Achsen deshalb weit nach außen versetzt werden können.

Die Bauteile des MEB-Antriebs im Detail

Der Antrieb des I.D. setzt sich in erster Linie aus dem in die Hinterachse integrierten E-Motor samt Leistungselektronik und Getriebe, einer platzsparend im Wagenboden angeordneten Hochvoltflachbatterie und den im Vorderwagen integrierten Zusatzaggregaten zusammen. Als Bindeglied steuert die Leistungselektronik den Hochvoltenergiefluss zwischen Motor und Batterie. Die Leistungselektronik wandelt dabei den in der Batterie gespeicherten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um. Über einen DC/DC-Wandler wird indes die Bordelektronik mit 12V versorgt.

Die Kraftübertragung vom Motor an die Hinterachse erfolgt über ein 1-Gang-Getriebe. Motor, Leistungselektronik und Getriebe bilden eine kompakte Einheit. Der Elektromotor des 2016 gezeigten I.D. Konzeptautos entwickelt eine Leistung von 125 kW (170 PS). Aus dem Stand heraus beschleunigt die Studie in unter acht Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Für die Serienversion sind laut VW auch E-Maschinen mit mehr oder weniger Leistung denkbar.

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Das für die Reichweite des I.D. entscheidende Bauteil ist die Batterie. Sie befindet sich im Fahrzeugboden – das spart Platz und drückt den Schwerpunkt tief nach unten. Durch die Lage des Akkus in der Fahrzeugmitte ergibt sich eine Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 Prozent. „Der niedrige Schwerpunkt und die ausgeglichene Gewichtsverteilung führen zu einem ebenso dynamischen wie ausgewogenes Fahrverhalten“, so VW.

Das I.D.-Konzept sieht vor, dass die Elektroautos mit unterschiedlich großen Batterien konfiguriert werden können. Die gebotenen Reichweiten sollen nach dem neuen WLTP-Standard bei 330 bis 500 Kilometern liegen – nach der auslaufenden NEFZ-Norm entspricht dies 400 bis 600 Kilometern.

Updatefähige Hard- & Software

Mit dem MEB werden bei Volkswagen klassenübergreifend neue Assistenz-, Komfort-, Infotainment-, Bedien- und Anzeigesysteme eingeführt. Etwa das in der I.D.-Studie vorgestellte Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktionalität, das Informationen wie die optischen Hinweise des Navigationssystems in den virtuellen Raum vor dem Fahrzeug projiziert. Ohne die neue Plattform wäre diese Technologie VW nach nicht unterzubringen.

Um die Funktionen an Bord der I.D.-Modelle zu steuern, hat VW die neue End-to-End-Elektronik-Architektur „E3“ und das Betriebssystem „vw.OS“ entwickelt. Durch „E3“ verschmelzen die heute bekannten Steuergeräte zu einer leistungsfähigeren, zentralen Rechnerebene. „Darüber hinaus wird Volkswagen die optimale Leistungsfähigkeit und technische Attraktivität der Modelle nicht nur für Neuwagen sicherstellen, sondern über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge – und zwar mit Hilfe einer Update- und Upgrade-Fähigkeit der Systeme via Cloud“, heißt es.

„Always on“

Die Modelle der I.D.-Familie werden stets online sein „und dabei auf ein zum Teil völlig neues Spektrum an Informationen und Dienstleistungen zugreifen können“. Volkswagen sieht vor, sich vom reinen Fahrzeughersteller zu einem Mobilitätsanbieter mit digitalisierten Automobilen und Dienstleistungen zu entwickeln. „Besonders im Fokus stehen bei diesem Transformationsprozess neben der Elektromobilität die Konnektivität (Vernetzung der Fahrzeuge und User untereinander und mit dem Web) sowie ab Mitte des nächsten Jahrzehnts das automatisierte Fahren.“

I.D.-Familie startet 2020

Das Spektrum der MEB-Modelle soll ähnlich groß sein wie das der heutigen Fahrzeuge auf Basis des Modularen Querbaukasten (MQB). Aktuell reicht die Bandbreite des MQB vom Polo und künftigen T-Cross bis zum siebensitzigen US-SUV Atlas. Das MEB-Programm wird mit dem I.D. eine Klasse höher starten. Ähnlich wie beim Modularen Querbaukasten werden an der Spitze des weltweit eingesetzten Modularen E-Antriebs-Baukasten große Modelle mit bis zu sieben Sitzplätzen stehen.

2020, also im selben Jahr wie der kompakte VW I.D., soll ein Elektroauto-SUV im Stil der Studie I.D. CROZZ auf den Markt kommen. Das Konzeptauto I.D. BUZZ zeigt den Weg für einen Batterie-Van, der mit seinem Design der DNA des Microbus Bulli folgt und 2022 starten soll. Im selben Jahr ist die Serienversion der Limousine I.D. VIZZION geplant.

VW-ID-Elektroauto-Familie
VW I.D., I.D. BUZZ, I.D.CROZZ, I.D. VIZZION

Bis Ende 2022 sieht Volkswagen weltweit die Produktion von 27 MEB-Fahrzeugen für vier Konzernmarken vor. Die Kernmarke VW will 2020 rund 150.000 Elektroautos verkaufen, darunter 100.000 I.D.-Stromer. Für die folgenden Jahre hat der Autokonzern überaus ehrgeizige E-Mobilitäts-Pläne. „Mit dem Modularen E-Antriebs-Baukasten schöpfen wir die Möglichkeiten des E-Autos optimal aus und schaffen zugleich riesige Skaleneffekte„, so VWs E-Mobilitäts-Chef Ulbrich. „Alleine in der ersten Welle werden rund 10 Millionen Konzernfahrzeuge auf dieser Plattform basieren. Der MEB ist das wirtschaftliche und technologische Rückgrat für das Elektroauto für Alle.“

ID.3 Test/Vorstellung

Volkswagen ID.3 präsentiert von ECARIO
AugmentedReality-Inhalte: Die Technik spiegelt komfortabel fahrrelevante Informationen ins Sichtfeld des Fahrers in der Windschutzscheibe.
VW ID.3 Test – Kann Deutschland Elektroautos?
VW ID.3: zum Erfolg verdammt? Der Volksstromer im nextmove-Test

„Wir können doch noch schnell“ Musk verschiebt die Grenzen des Unmöglichen

Eine Woche hält Elon Musk Medien, Politik und Fans in Deutschland in Atem. Nun ist er wieder weg. Was bleibt, ist Stolz. Seine Geschäfte hierzulande werden als starkes Signal für den Wirtschaftstandort gefeiert. An Biss und Tempo des Tech-Investors können sich andere ein Beispiel nehmen.

Es sind zehn elektrisierende Minuten für die wenigen Schaulustigen, die einen Blick auf den exzentrischen Tech-Investor werfen dürfen. „Deutschland rockt“, ruft Elon Musk ihnen zu, als er am Donnerstag überraschend auf der Baustelle seiner neuen Gigafactory im brandenburgischen Grünheide auftaucht. Sein Timing lässt für Fans und Medien zu wünschen übrig. Eine offizielle Ankündigung seines Besuchs gab es nicht. Wert auf ein großes Empfangskommittee hat er offenbar nicht gelegt. Aber der Milliardär genießt die kleine Bühne, er ist sichtlich locker und bester Laune.

Der Standort für seine fünfte Gigafactory ist perfekt, will er mit seinen Worten wohl sagen. Grünheide war für ihn die richtige Entscheidung. Geht alles gut, werden hier ab Sommer 2021 jährlich rund 500.000 E-Autos vom Band rollen. Die Region ächzt unter hoher Arbeitslosigkeit, die Lokalpolitik hofft durch die neue Fabrik unmittelbar auf 12.000 Jobs. Wie Ministerpräsident Dietmar Woitke nach seinem Treffen mit Musk erklärt, zeigt die Baustelle zum Glück jetzt schon die erhoffte „Sogwirkung“.

Tesla gibt Gas. Noch vor gut drei Monaten war das Gelände unberührte Natur. Inzwischen ist der Wald platt gewalzt und die erste Halle – für die Lackiererei – steht. Am Gebäude baumelt bereits der Richtkranz. Es ist denkbar, dass die neue Gigafactory noch schneller fertig wird als die in Schanghai, die in der Rekordzeit von elf Monaten hochgezogen wurde. Möglich ist das nur, weil Musk mit vorläufigen Genehmigungen und auf eigenes Risiko arbeitet. Dass hier bald eine Bauruine stehen könnte, glaubt wohl inzwischen keiner mehr.

Warum er so aufs Tempo drücke?, ruft ein Schaulustiger vor den Toren der Baustelle. „Ich glaube an Geschwindigkeit“, lautet Musks Antwort. Für das Klima und die Welt sei es wichtig, dass der Übergang zu erneuerbarer Energie so schnell wie möglich gelinge. Die Schnelligkeit, mit der er seine Projekte angeht, ist sein unverkennbares Markenzeichen – selbst in Deutschland, wo die Hürden der Bürokratie hoch sind, ist Musk nicht zu bremsen.

Ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort

Seine Investitionen seien „ein tolles Signal für den Wirtschaftsstandort“, sagt der Tech-Experte Frank Thelen. Musk bringe endlich auch Geschwindigkeit nach Deutschland. Das sei der Beweis: „Wir können doch noch schnell!“ Deutsche Investoren könnten sich hier was abschauen, sagt er. Musk sei „ein Lottogewinn“, aber das reiche nicht. „Jetzt müssen wir es ihm nachmachen. Wir müssen wieder Pioniergeist zeigen, angstfrei Mut beweisen und nach vorne laufen.“

Dass Musk als überwiegend internationaler Investor in Deutschland unterwegs ist, nennt Thelen einen großen Glücksfall. Der Fokus auf die deutsche Automobilindustrie sei allerdings nachvollziehbar. Autoexperte Stefan di Bitonto von Germany Trade & Invest (GTAI) pflichtet bei. Die Wirtschaft habe Investoren vom Kaliber Musk etwas zu bieten: „Deutschland ist ein Standort mit hohen Ansprüchen, großem Fachwissen und einer hohen Dichte an Ingenieuren. Hier im Land werden fast 40 Prozent der gesamten Premiumfahrzeuge hergestellt. Genau das Segment, in dem sich Tesla bewegt. Wenn Sie ein Premiumauto bauen möchten, dann macht es Sinn, dies in Deutschland zu tun.“ Mit Musk sei man jetzt auch „für die automobile Zukunft vorbereitet“. Der Standort könne „gestärkt in die Zukunft blicken“, sagt di Bitonto ntv.de.

Die Tesla-Fabrik in Grünheide ist nicht Musks erstes Investment in die deutsche Autoindustrie. Vor drei Jahren hat er den Autozulieferer Grohmann in Prüm in der Eifel gekauft. Auch das habe für Tesla gepasst, so Thelen. Bei Grohmann hatte Musk am Dienstag auf seiner Deutschland-Tour Stopp gemacht. Es ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Der Ausnahmeunternehmer profitiert von Deutschland, dafür erhält der Wirtschaftsstandort Deutschland durch ihn neuen Schwung.

Der Tech-Visionär soll Deutschland mit auf die Reise in die Zukunft nehmen. Helfen soll dabei seine Fähigkeit, „Visionen vehement umzusetzen“, wie di Bitonto es beschreibt. Musk bringt auch aus Sicht von Thelen dafür alles mit, sein Interesse gilt bahnbrechenden Zukunftstechnologien. Firmen wie Tesla, SpaceX, Hyperloop oder Neuralink zeigen, er ist nicht nur ein Visionär, er liebt es spektakulär. Das Unmögliche treibt ihn an. Kritiker haben seine Vorhaben häufig als unmöglich hingestellt. Doch am Ende hat es Musk immer geschafft: Seine Raketen fliegen, der Tesla rollt, selbst der Neuralink-Chip im menschlichen Hirn, der den App-Store mit dem Gehirn des Menschen verbinden soll, hatte kürzlich seinen großen ersten Auftritt.

Musks größtes Kapital sei sein Verstand, erklärt Thelen. Sei es Künstliche Intelligenz, Batterie-Technologien, Quanten-Computer, 5G oder Blockchain, „Elon Musk versteht diese Technologien“, sagt er. „Es ist seine DNA.“ Zu fragen, wie man Raketen günstig ins Weltall hochschießen kann, wie Dinge möglich werden können, die vorher nicht möglich waren. „Musk glaubt an den exponentiellen Fortschritt. Das ist es, was ihn von anderen Investoren unterscheidet.“

Musk, ein explosiver Cocktail

Für den Milliardär und Investor Carsten Maschmayer ist es die Mischung aus „kreativem Ungehorsam, unbändigem Veränderungsdruck“ und einem Quäntchen „Ego-Trip“, die Musk so erfolgreich macht. „Mutige Dinge“, die ein „tolles Vorbild für Tech-Gründer“ seien, wie der Juror aus der Startup-Show „Höhle der Löwen“ im ntv-Podcast „So techt Deutschland“ einräumt, der sich selbst nicht als großen Fan des exzentrischen US-Milliardärs bezeichnet.

ech-Investor Thelen sieht in Musks Investment-Entscheidungen aber auch noch etwas anderes: Dass er die Technologie seines Autozulieferers Grohmann zum Beispiel für einen 3D-Drucker nutzt, damit der Impfstoffhersteller Curevac den Turbo bei der Produktion zünden kann, „zeigt, der Mann will helfen“. Klar ist aber auch: Wer am schnellsten einen Impfstoff auf den Markt bringt, dem winkt das große Geld. Der Auto- und Raumfahrtrevolutionär darf also plötzlich auch noch hoffen, demnächst in der Pharmaindustrie ganz vorne mitzumischen.

Es ist die gelungene Verbindung von Genie und Glück, wenn man so will. Hinzu kommt eine gesunde Portion Rastlosigkeit. Im Gepäck soll Musk schon wieder neue Investitionsideen gehabt haben. Angeblich hat er die deutsche Energiebranche ins Visier genommen und bereits auslotet, ob Kunden Interesse an einem neuen Stromtarif aus dem Hause Tesla haben. Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Unionsfraktionsspitze sollen ihm für seine Unternehmungen in Deutschland volle Unterstützung zugesagt haben. Gelingt der Markteintritt in den Stromvertrieb, könnte Musk plötzlich auch Platzhirsche wie Eon oder RWE aufmischen. Musk-Kritiker werden sich wohl daran gewöhnen müssen: Die Grenzen des Unmöglichen sind verschiebbar.

Quelle: ntv.de

Proberückführung: Hayabusa 2 ist 45 Millionen Kilometer von der Erde entfernt

Hayabusa 2 tritt nach dem Rückflug vom Asteroiden den Endspurt an.

Nach Abwurf des Probenbehälters geht die Reise für Hayabusa 2 weiter…
Proberückführung: Hayabusa 2 ist 45 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Offizielle Website: https://www.hayabusa2.jaxa.jp/en/

Marsmaulwurf-HP3: Gespanntes warten wie es weiter geht die kommenden Tage und Wochen

Bevor es los zur Arbeit geht Musik hören und sich noch schnell die neusten Bilder der Raumsonde Insight auf dem Mars anschauen:

August 26 (Mittwoch), 2020, Sol 622
August 28 (Freitag), 2020, Sol 624
August 31(Montag), 2020, Sol 627

Die neusten Bilder nach der erfolgreichen Grabung:

Ich warte voller Vorfreue darauf wie es denn nun weitergeht. Hoffe ja darauf das Sie diese Woche vielleicht noch mal Hämmern und nicht nur damit beschäftigt sind die neusten Bilder zu analysieren.

Das Seismometer Arbeitet dabei fleißig still im Hintergrund und detektiert Marsbeben. Man hofft auf ein starkes Beben was Rückschlüsse auf die inneren Struktur des Mars geben kann. Auch der Marsmaulwurf (Wärmeflusssonde-HP3) soll dabei helfen.

Da ich mich ja für die Astrobiologie interessiere ist natürlich auch die Geologie des Mars interessant.


Und dann sind da ja noch die 3 neuen Mars-Raumsonden unterwegs, Unterstützung für die Mars-Erforschung kommt also auch.

Der nächste Gesamtplan für die Eingliederungshilfe steht an: Wohnen, Arbeit, Gesundheit

Ein Jahr ist in der Eingliederungshilfe wieder um und es steht ein neuer Bericht zur Weiterbewilligung der Maßnahme an.

Wir haben neue Formulare bekommen: Wo wir mehr eingebunden werden und gefragt werden wie es denn so war. Dazu kommt dann eine Stellungnahme des Trägers. Später wird noch mal auf Rechtsschreibfehler geprüft.

Ziel: Wohnsituation/Umzug
Das hab ich geschafft:
Seit dem 03.09.2020 Wohne ich bei einem Ehepaar zur Miete. Dort fühle ich mich wohl und es geht mir gut. Das Wohnen in einer familiären Struktur tut mir gut: man fährt gemeinsam einkaufen, feiert Geburtstag und Weihnachten mit deren Kinder und verwandten. Auch in der Dorfgemeinschaft bin ich integriert. Die Nachbarin lädt ein zum Kaffee und Kuchen ein. Wir haben einen großen Garten und „Pool“ den ich benutzen darf. Auch darf ich mir im Gewächshaus was nehmen. Wir Grillen und essen auch mal gemeinsam. Bei der Gartenarbeit helfe ich mit außer bei Migräne.
Es ist besser als alleine Isoliert zu sein, da ich seit 7 Jahren keinen Kontakt mehr zu meinen leiblichen Eltern hab und auch nicht möchte. Das Ehepaar sind Pflegeeltern für mich und mir wichtig, da frage ich auch ob ich „Mama“ sagen darf oder sich vorstellen können mich zu Adoptieren. Die reden dann auch und holen nicht wie andere zuvor die Polizei.
Das hilft mir/Das behindert mich:
Das mit der Polizei belastet mich heute immer noch, das ich mir Pflegeeltern wünsche habe die nie verstanden. Nur die Richter und Staatsanwälte haben auf mich aufgepasst „Das die Gesellschaft/Gemeinschaft nicht macht wozu sie grade Lust hat“. Langsam öffne ich mich auch den Ehepaar aber durch die Situation von früher bin ich auch noch sehr verschlossen was ich denke und Fühle. Ich bin dann erst mal erleichtert nachdem ich gefragt habe „Darf ich Mama sagen“ Das es keinen ärger gibt.
Ich möchte bei dem Ehepaar bleiben. Ich mag die Ruhe vor der hektischen Stadt und keine lauten Nachbarn mehr zuhaben. Auch das ich jetzt eine Erdgeschoss-Wohnung habe tut mir gut. Die ruhe und die Kühle im Sommer helfen auch sich bei einem Migräneanfall (mit Übelkeit) auszuruhen. Der Erhalt von Status quo ist mir für das nächste Jahr wichtig.
Ziel: Arbeit
Das habe ich geschafft:
Seit dem 03.09.2020 Arbeite ich in einer Arbeitsmaßnahme die beim Träger angegliedert ist. Mein Bereich ist Computer. Am Computer basteln, Festplatten löschen, Betriebssysteme installieren, Netzwerk einrichten. Mommentan sin wir noch im Aufbau und es dauert noch bis wir in unsere „Neuen Räume“ einziehen.

Die „neue Wohnsituation“ hilft bei der Arbeitsmaßnahme. Auch mal das Gefühl nach der Arbeit zu haben, es geht jetzt „Nach Hause“ tut gut.
Zuhause spreche ich auch über meine wünsche was ich später mal machen möchte. Hier kommen nicht Sätze wie im Elternhaus: „Warum möchtes du arbeiten, der Staat bezahlt doch alles“.
Das hilft mir/Das behindert mich
Zur Arbeit und Nachhause werde ich von einem Fahrdienst gebracht. Bei Bus und Bahnfahren bekomme ich morgens Kreislaufprobleme im sitzen und stehen. Nur Bewegung und Frische Luft helfen da. Bei der Arbeit und dem Fahrdienst Erhaltung von Status quo.
Ziel: Gesundheit/Ernährung
Das habe ich geschafft: Migräne medizinisch abgeklärt und CT-Untersuchung gemacht. Bei ausgeprägter Deformierung des Hirnstamms besonders links durch den weit geschwungenen verlauf der Ateria…. Gegen die Schmerzen nehme ich Ibuprofen un gegen die Übelkeit Vomex A
Während der Corona-Krise hab mich autark versorgt. Lebensmittel-Online bestellt. Auch Medikamente, Masken, Desinfektionsmittel bestelle ich Online. Das ist der Computer und Internet eine große Hilfe. Und durch die neue „Wohnsituation war es überhaupt nicht belastend.
Die Ernährung hat sich in der neuen „Wohnsituation“ gebessert. Ich es morgens keine trockenen Brötchen mehr als ich noch alleine war. Sondern jetzt mit Margarine, Wurst und Käse. Oder auch Marmelade. Eine Mikrowelle hab ich jetzt in der ich mir Fertiggerichte machen möchte.
Das hilft mir. Das behindert mich: Starke Migräne-Anfälle behindern mich sehr im Alltagsleben. Einkaufen und Arbeit sind dann nicht zu schaffen. Auch die lange Dauer von 3 tagen und das liegen bleiben belasten. Auch hier Erhaltung von Staus quo.
Ein Blick in die Zukunft

Diese Ziele habe ich für das nächste Jahr:. Erhaltung von Staus quo. In der „neuen Wohnsituation“ ankommen.