Rover Perseverance: Gestein am Landeplatz / Astrobiologie

Das Gestein am Landeplatz ist ja wirklich interessant, die wird man später wohl genauer untersuchen. Wird Momentan heiß diskutiert im Forum: https://www.raumfahrer.net/portal/isrn/home.shtml Interessante Argumente sind dabei: vulkanisch sein, oder Sediment, Biologischen Ursprungs: Bohrmuscheln, Bohrschwämme. Spannend aber man muss genauere Untersuchungen abwarten.

Falschfarbendarstellung des Deltas im Krater Jezero
In dem alten Delta am nordwestlichen inneren Rand des 35 Kilometer großen Kraters Jezero, das von Perseverance untersucht werden wird, wurde eine Vielzahl interessanter Minerale detektiert. Dieses Bild zeigt eine Kombination von Aufnahmen zweier Kamerasysteme an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters der NASA: hochaufgelöste Bilder der HiRISE-Kamera und darüber gelegte, eingefärbte Daten des Spektrometers CRISM, mit denen die unterschiedlichen Minerale sichtbar werden. Dazu gehören neben den Eisen-Magnesium-Silikaten der Olivine auch Karbonate (Kalksteine) und Tonminerale (verwitterte, durch den Kontakt mit Wasser veränderte vulkanische Gesteine). Von den beiden letztgenannten Mineralgruppen weiß man, dass sie Spuren von Leben, also Biosignaturen, besonders gut zu konservieren können.
Credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS/JHU-APL

Denn solch Gestein mit Löcher kann sich durch kontakt mit Wasser, biologisch durch Muscheln und bei Vulkanausbrüche (auch ohne Wasser) bilden. Gut das Perseverance erstmals Instrumente an Bord hat um solches Gestein zu unterscheiden. In den ersten Wochen wir man wohl nicht viel fahren müssen, ist ja genug spannendes Material zur Untersuchung in Reichweite.

Ich tippe ja eher auf: durch kontakt mit Wasser gebildetes Gestein oder Vulkanismus oder eine Kombination von beiden. Die Theorie der Bormuschel und Bohrschwamm ist zwar interessant aber ob der Mars seine Geheimnisse den Forschern auf ein Silbertablet liefert – finden nach der Landung sofort eine Biosignatur, da bin ich doch skeptisch.

Zum Vergleich: Von einem Bohrschwamm durchlöcherter Stein von der französischen Mittelmeerküste (2019)

Mit solchen Fragestellungen und Vergleichen beschäftigt sich die Astrobiologie. Toll dass es endlich ein Rover in ein wirklich interessantes Gebiet geschafft hat, ein ausgetrocknetes Flussdelta und Kratersee – ist sehr viel versprechend.


Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #15 am:Gestern um 01:20:54 »

Nachtrag: Man hat aktuell 2 Sekunden Zeit mit der rechten Maustaste auf ein Bild zu klicken und dann im Menü „Öffnen in neuem Fenster“ zu wählen.

Folgende 2 Bilder habe ich mal zusammengeschnitten. Man sieht die gleiche Art von Steinen, einmal neben (auf dem Foto oben) dem Rover. Hier wirkt es, als wäre der Stein leicht wie Zuckerwatte. Er liegt nicht wie ein Stein am Meer zu 50% vergraben, sondern er liegt oben auf der Oberfläche. Und das zweite mal wurde so ein Stein vom Rad in den Boden gedrückt. Der Marsboden hat sichtbar einen Mini-Krater erzeugt an dieser Stelle. Der Stein hat Kanten. Vielleicht gibt es noch weitere Bruchstücke des gleichen Steines.

Ob diese zwei Steine Gegenstand einer ersten Untersuchung werden könnten?

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #16 am:Gestern um 01:53:23 »


Image Credit: NASA/JPL-Caltech                                                                                     Foto vom 19. Februar 2021

Dieser Stein sieht aus wie ein grober Schwamm.
Mit Hohlräumen und Gaseinschlüssen.
Könnte Lava sein.

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #20 am:Gestern um 11:39:55 »

Hallo, bin neu hier, verfolge das Thema aber mit großem Interesse. Hatte mir damals auch schon
die Curry-Landung angesehen.
Ich bin zwar kein Geologe, habe als Kind mal Steine gesammelt und in den 80iger Jahren bei Erdgas-Salzwedel
gearbeitet. Da hatte ich ab und zu auch mal mit Gesteine bzw. Bohrkernen zu tun.
Ich habe hier etwas gefunden (siehe Link, dann das rechte Bild in der 2. Zeile = Überreste eines porösen Kalksteins, auch Travertin genannt, die durch die chemische Ausfällung von Kalziumkarbonat in Bereichen von Wasserfällen oder kleinen Seebecken entstanden sind). Klinkt besser als Vulkangestein, oder ?

https://www.geowissenschaften.uni-bonn.de/de/geopublic/deutsch/i-vari-tipi-di-rocce

Grüße aus Salzwedel
Karsten Rudorf

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #22 am:Gestern um 13:53:47 »

Zitat von: Karsten Rudorf am Gestern um 11:39:55

Hallo, bin neu hier, verfolge das Thema aber mit großem Interesse. Hatte mir damals auch schon
die Curry-Landung angesehen.
Ich bin zwar kein Geologe, habe als Kind mal Steine gesammelt und in den 80iger Jahren bei Erdgas-Salzwedel
gearbeitet. Da hatte ich ab und zu auch mal mit Gesteine bzw. Bohrkernen zu tun.
Ich habe hier etwas gefunden (siehe Link, dann das rechte Bild in der 2. Zeile = Überreste eines porösen Kalksteins, auch Travertin genannt, die durch die chemische Ausfällung von Kalziumkarbonat in Bereichen von Wasserfällen oder kleinen Seebecken entstanden sind). Klinkt besser als Vulkangestein, oder ?

https://www.geowissenschaften.uni-bonn.de/de/geopublic/deutsch/i-vari-tipi-di-rocce

Grüße aus Salzwedel
Karsten Rudorf

Hallo Karsten und wilkommen bei uns.
Danke für dein Wissen.
Entstehen solche Löcher nur durch chemische Prozesse oder waren dort auch biologische Einwirkungen am Werke.
Kollege kam letztens rum, sah sich die Bilder von den Brocken an und meinte, sieht nach Löchern von Steinbohrermuscheln aus.  :o

Edit:
Ach ja, der ist Taucher, und ich bin auch schon viel geschnorchelt.
Ganz ehrlich, so was sieht einem Korallenriff ähnlich.« Letzte Änderung: Gestern um 15:15:46 von Duncan Idaho »

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #23 am:Gestern um 17:07:13 »

Ich zitiere aufgrund dieser Diskussion um den Stein mal den relevanten Teil eines Beitrags von mir aus dem anderen Thread nach einer Pressekonferenz (der Teil, der sich nicht auf EDL bezieht)

Zitat von: wulf 21 am 19. Februar 2021, 20:35:25Zitat von: Duncan Idaho am 19. Februar 2021, 19:34:27

Die Felsbrocken sehen interessant aus.

Fanden die beteiligten Wissenschaftlerinnen auch. Auf Nachfragen von der Presse wurde erklärt, dass der Stein entweder vulkanischen Ursprungs sein könnte (die Löcher entstehen beim Ausgasen während der Abkühlung) oder sedimentgestein (von durchströmenden Wasser wieder löslicheres Material gelöst). Der Krater wurde aufgrund der geologischen Vielfalt gewählt. Sie sind sich sicher, dass es dort Sedimentgestein gibt, aber vulkanisches wäre auch interessant, um die Region exakt zu datieren.

Weiteres zum Zustand des Rovers:
-Beim EDL

 wurden noch keine Anomalien gefunden, aber natürlich wird das Team alle Daten davon noch genau unter die Lupe nehmen
-Einige Teile, die später beweglich sein sollen, wahren für den Transport quasi mit Bolzen festgemacht. Pyroladungen wurden bereits abgefeuert, um die Linsenkappen zu öffnen (offensichtlich), weiterhin, um die High-Gain-Antenne für direkte Befehle von der Erde, sowie den Roboterarm und den Mast zu befreien. Aber das sind nur Vorbereitungen, bewegt wurde noch keines der Teile

Wie es weitergeht:
-morgen wird der Mast aufgerichtet. Danach wird der Rover zunächst sich selbst fotografieren und anschließend ein komplettes Panorama seiner Umgebung anfertigen
-das Umschalten der Computer von der EDL

-Software auf die Surface-Operations-Software wird dann 4 Sols in Anspruch nehmen. Es wird erst sichergestellt, dass der Backup-Computer tadellos läuft. Dann wird der Hauptcomputer für begrenzte Zeit („Toe-Dip“) auf die neue Software umgeschaltet und ausgewertet, ob er korrekt läuft. Wenn das der Fall ist, gibt es Go-Nogo Poll für das endgültige Umschalten. Wenn der Hauptcomputer mit der Änderung tadellos läuft, dann wird das ganze mit dem Backup-Computer gemacht
-erste kurze Fahrt zum Test ist an Sol 9 zu erwarten
-Anschließend beginnt die Suche nach dem „Helipad“, also einer sicheren Stelle für das Absetzen des Ingenuity Helikopters. Der erste Flug ist wahrscheinlich nicht vor Sol 60 zu erwarten.
-parallel diskutieren die Projektwissenschafter schon, wohin man am Besten für die erste ausführliche Untersuchung fahren sollte.

Also, ja, könnte vulkanisch sein, oder Sediment. Über eine direkte biologische Einwirkung haben sie aber dort nicht spekuliert  ;).

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #24 am:Gestern um 17:22:49 »

Es gibt mehrere Varianten wie solche Kalksteine entstehen können.
Wenn es sich um solches Gestein handeln sollte, dann war die Landung im Krater jetzt schon ein voller Erfolg.

Hier ein Artikel dazu, den ich gefunden habe.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Calcit/Kalkgesteine
Am coolsten wäre natürlich die „Marin (maritim) gebildeter Kalkstein“, was bedeuten würde, das es mal Leben
auf dem Mars gegeben hätte.
Ich denke mal, da werden wir heute Abend schon mal schlauer sein. Um 20.00 Uhr MEZ soll doch wieder eine
Konferenz sein, oder habe ich da was falsches gelesen ?

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #33 am:Gestern um 21:30:59 »

Hier die ersten Farbbilder der Mastcam Z: Erses Bild der Umgebung:

(Image Credit: NASA/JPL-Caltech/ASU)

Download in voller Auflösung (1648 x 1200): https://mars.nasa.gov/mars2020-raw-images/pub/ods/surface/sol/00002/ids/fdr/browse/zcam/ZLF_0002_0667131112_000FDR_N0010052AUT_04096_0260LUJ01.png

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #36 am:Heute um 00:38:44 »


Die Steine auf den ersten Bildern von Perseverance, haben mich an unseren Formenteraurlaub erinnert.

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #37 am:Heute um 08:10:58 »

Ein guter Landeplatz. Da kann Perseverance sich erst mal ein paar Monate austoben, bevor es in die Weite geht.Moderator informierenGespeichertSeit Apollo und Star Trek Classic Astronomie, Raumfahrt und SciFi-Fan.

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #38 am:Heute um 13:47:34 »

@Andras1768, genau so sieht das aus.
(Das ganze nur eingestaubt und bedeckt)
Die Landestelle finde ich perfekt ausgewählt.

Ich habe mir das Landevideo noch ein paar mal angesehen.
Auch von oben meine ich Strukturen zu erkennen.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, vulkanischen Ursprungs sind diese Steine nicht.

Rover „Perseverance“ landet auf dem Mars

Der NASA-Rover „Perseverance“ ist nach sechs Monaten Flugzeit auf dem Mars gelandet. Er soll mehrere Jahre lang nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen. Außerdem wird er das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

Der US-Rover „Perseverance“ ist erfolgreich auf dem Mars im Jezero-Krater gelandet. Das Fahrzeug habe planmäßig auf dem Roten Planeten aufgesetzt, teilte die Weltraumbehörde NASA mit. Er war Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gestartet. Der Rover soll mehrere Jahre auf dem Mars bleiben und nach Spuren von früherem mikrobiellen Leben suchen. Außerdem soll er das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

Der Rover verfügt über einen zwei Meter langen Roboterarm sowie 19 Kameras und zwei Mikrofone. Außerdem bringt „Perseverance“ den ultraleichten Mini-Hubschrauber „Ingenuity“ auf den Mars, der als erstes Fluggerät auf einem fremden Planeten fliegen soll.

Als Astrobiologie-Fan hatte ich richtig Zähneklappern und bammel bei dieser sehr wichtigen Landung. Wow Super.

Der Name auf dieser bedeutsamen Mission darf natürlich nicht fehlen.

Christian Dauck

Rover Perseverance: Erste Astrobiologie Mission kurz vor der Mars-Landung

Perseverance wird nach aktuellen und früheren Anzeichen von Leben (Biosignaturen) auf den Mars suchen.

  • Sieben wissenschaftliche Instrumente auf Rover von der Größe eines Kleinwagens: Darunter eine Kamera für farbige 360-Grad-Panoramen in 3D – DLR an Bilddatenverarbeitung und -auswertung beteiligt.
  • Im 3,9 Milliarden Jahre alten Krater Jezero gab es zeitweise einen See. An der Mündung der zwei Zuflüsse hatten sich aus Sedimenten Flussdeltas gebildet, in denen es einst mikrobiologisches Leben gegeben haben könnte.
  • Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt werden Marsproben für spätere Rückführung zur Erde gesammelt.
  • Ein weiteres Novum: Eine Helikopterdrohne wird in die dünne Marsatmosphäre aufsteigen.
  • Ein Überblick aller Livestreams im Zusammenhang mit der Landung findet sich hier: https://mars.nasa.gov/mars2020/timeline/landing/watch-online/
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Exploration, Mars

Am 18. Februar 2021 wird die NASA die präziseste Landung auf dem Roten Planeten einleiten, die es je gegeben hat. Eine Raumsonde mit dem Rover Perseverance (Beharrlichkeit) im Gepäck wird etwa um 21:38 Uhr (MEZ) mit knapp 19.500 Kilometer pro Stunde in die Marsatmosphäre eintreten. In sieben entscheidenden Minuten bremst das Raumfahrzeug dann mit Hitzeschild, Fallschirm und Bremstriebwerken auf null, um den Rover um 21:45 Uhr (MEZ) an Seilen schwebend im Krater Jezero abzusetzen. Wegen der Signallaufzeit von etwa elf Minuten vom Mars zur Erde wird die Bestätigung der Landung frühestens um 21:55 (MEZ) im Kontrollzentrum der NASA im Jet Propulsion Laboratory (Pasadena, Kalifornien) eintreffen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist im Wissenschaftsteam der Mission Mars 2020 vertreten und an der Auswertung der Daten und Bilder beteiligt. Perseverance wird nach Anzeichen von früherem Leben suchen und Gesteinsproben sammeln, die schließlich mit Folgemissionen zur Erde zurückgebracht werden sollen.

Beim Landevorgang ist erstmals geplant, Geräusche und hoch aufgelöste Videoaufnahmen zur Erde zu übertragen. Der bisher komplexeste Rover der NASA trägt mehr Kameras als jede andere interplanetare Mission der Raumfahrtgeschichte. 19 Aufnahmesysteme befinden sich auf dem Rover selbst, hinzu kommen vier Kameras auf anderen Teilen des Raumfahrzeugs, die Aufnahmen des Eintritts, Abstiegs und der Landung aufzeichnen. Nach der Landung und Systemchecks beginnt sofort die erste Erkundung der Umgebung. Mit der 3D-Kamera Mastcam-Z ist von einem zwei Meter hohen Mast die Aufnahme, Übertragung und Prozessierung eines ersten farbigen 360-Grad-Panoramas in 3D programmiert. Anschließend werden über mehrere Tage alle Systemkomponenten geprüft, ehe die wissenschaftliche Mission beginnt.

DLR steuert vielfältige wissenschaftliche Expertise bei

„Das Panorama wird uns im Laufe der ersten Wochen den Blick in eine ganz besondere Landschaft öffnen: Sedimente in einem ehemaligen, uralten Kratersee auf dem Mars mit einem gut erhaltenen Flussdelta, in dessen feinkörnigen Ablagerungen vielleicht Spuren von vergangenem einfachen Leben zu finden sein könnten“, sagt Nicole Schmitz vom Berliner DLR-Institut für Planetenforschung. „Wir haben von Anfang an im Wissenschaftsteam auch Aufgaben bei der Datenprozessierung“, ergänzt Frank Preusker vom gleichen Institut. „Dabei bringen wir vor allem unsere langjährige Expertise in der Verarbeitung von Stereobilddaten zu digitalen Geländemodellen ein.“ Mit maximalem Zoom kann die Kamera sogar bei einzelnen Aufnahmen Objekte von gerade einmal der Größe einer Stubenfliege über die Länge eines Fußballfeldes hinweg sichtbar machen. Die wissenschaftliche Leitung der Mastcam-Z liegt bei der Arizona State University.

Mars-Roboter Perseverance – Hightech-Labor auf Rädern
Mars-Roboter Perseverance – Hightech-Labor auf Rädern
Der Mars-Rover Perseverance („Beharrlichkeit“) hat sieben wissenschaftliche Instrumentengruppen an Bord, die Informationen über die Geologie, die Umwelt und die Atmosphäre an der Landestelle sammeln sollen, vor allem aber Spuren von Leben (Biosignaturen) finden sollen, die in den Sedimenten im Krater Jezero vorhanden sein könnten. Detaillierte Informationen zu den Experimenten finden sich hierauf den Webseiten der Mission (in englischer Sprache). Wissenschaftler des DLR sind an der Auswertung von Daten der Stereokamera Mastcam-Z (Mast Camera, Zoom) und dem Spektrometer SuperCam beteiligt.
Credit: NASA/JPL-Caltech

Dr. Susanne Schröder vom Berliner DLR-Institut für Optische Sensorsysteme ist Co-Investigator des Spektrometers SuperCambei der Analyse von Messungen und bei der Analyse von Messungen mit dem Instrument beteiligt. Das vom Los Alamos National Laboratory in New Mexico und IRAP/CNES in Toulouse/Frankreich geleitete Instrument ermöglicht es, kontaktlos mittels Laser die chemische Zusammensetzung und Mineralogie von Gesteinen, Sand und Staub in der Umgebung des Rovers zu bestimmen. Insgesamt sieben wissenschaftliche Instrumente befinden sich auf dem Rover. Vom DLR-Institut für Planetenforschung sind die Wissenschaftler Dr. Jean-Pierre de Vera, Dr. Andreas Lorek und Dr. Stephen Garland in die Kalibrierung der Feuchtesensoren und die Datenanalyse des MEDA Instruments (Mars Environmental Dynamics Analyzer) eingebunden. MEDA misst mit einer Reihe von Sensoren Temperatur, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Druck, relative Luftfeuchtigkeit sowie die Größe und Form von Staub. Die wissenschaftliche Leitung von MEDA liegt beim Centro de Astrobiología in Madrid/Spanien.

Technologisches Neuland beschreitet die NASA mit der Helikopterdrohne Ingenuity (Genialität): Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt wird ein von der Erde mitgeführtes Fluggerät vom Boden eines anderen Planeten in die Atmosphäre aufsteigen, kontrolliert die Gegend überfliegen und auch wieder landen, um das Experiment mehrere Male zu wiederholen. Bei weniger als einem Hundertstel des irdischen Luftdrucks musste Ingenuity extrem leicht gebaut werden und gleichzeitig sehr großflächige, extrem schnell rotierende Rotorblätter erhalten. Die Drohne hat eine Masse von 1800 Gramm und Rotorblätter von 120 Zentimeter Spannweite. Eine Minikamera wird Bilder aus 10 bis 15 Metern Höhe liefern.

An Nylonseilen hängend präzise zu Boden

Während des Eintritts in die Marsatmosphäre erhitzt sich der Schutzschild des Raumfahrzeugs innerhalb von drei Minuten auf rund 1300 Grad Celsius. Der Überschall-Fallschirm mit einem Durchmesser von 21,5 Metern entfaltet sich etwa vier Minuten nach dem Eintritt in eine Höhe von etwa 11 Kilometern bei einer Abstiegsgeschwindigkeit von 1.512 Kilometern pro Stunde. Zwanzig Sekunden nach der Entfaltung des Fallschirms wird der Hitzeschild abgesprengt und fällt nach unten weg, so dass für den weiteren Abstieg ein Radar und Kameras in Echtzeit gewonnene Informationen mit einprogrammierten Landkarten und Geländemodellen vergleichen: Ein neuartiges Autopilotsystem analysiert in Echtzeit die jetzt möglichen Landestellen und gleicht diese mit der aktuellen Position des Raumfahrzeugs ab, um dann die finale Landestelle auf der Marsoberfläche zu bestimmen. Noch nie konnte in dieser Präzision das am besten erreichbare und vor allem auch sichere Landeziel ausgewählt werden.

NASA’s Mars 2020 Perseverance Rover Landing Animations

Etwa 2,1 Kilometer über dem Boden bei einer Abstiegsgeschwindigkeit von immer noch rund 300 Kilometern pro Stunde wird die Hülle mit dem Fallschirm abgesprengt und die Landetriebwerke zünden. Diese steuern das Raumfahrzeug zur ausgewählten Landestelle und bremsen es bis auf 2,7 Kilometer pro Stunde in 20 Metern über der Oberfläche ab. An diesem Punkt leitet die Landestufe das sogenannte „Sky Crane-Manöver“ ein: Nach dem Ausklappen der sechs Räder wird der Rover von der Größe eines Kleinwagens und einer Masse von 1025 Kilogramm an drei sich abrollenden Nylonseilen 7,6 Meter von diesem „Himmelskran“ unter die Landestufe abgesenkt. Wenn Perseverance Bodenkontakt zur Abstiegsstufe meldet und der Rover im Jezero-Krater steht, durchtrennen pyrotechnisch gezündete Klingen die Seile. Die in der Luft verbliebene Antriebseinheit fliegt davon, bevor sie in sicherer Entfernung auf der Marsoberfläche aufschlägt. Wegen der Signallaufzeiten vom Mars zur Erde erhält das Kontrollzentrum am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Kalifornien alle Statussignale mit rund 11 Minuten Verzögerung und kann in den automatischen Landeablauf nicht eingreifen. Während der Landephase kommt in Deutschland auch die 100-Meter-Antenne des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie zum Einsatz. Das voll bewegliche Teleskop in Effelsberg bei Bonn wird das Signal von der Marssonde wie andere Empfangsstellen weltweit bei einer Wellenlänge von 74,7 Zentimeter aufnehmen und der NASA zur Verfügung stellen.

Falschfarbendarstellung des Deltas im Krater Jezero
Falschfarbendarstellung des Deltas im Krater Jezero
In dem alten Delta am nordwestlichen inneren Rand des 35 Kilometer großen Kraters Jezero, das von Perseverance untersucht werden wird, wurde eine Vielzahl interessanter Minerale detektiert. Dieses Bild zeigt eine Kombination von Aufnahmen zweier Kamerasysteme an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters der NASA: hochaufgelöste Bilder der HiRISE-Kamera und darüber gelegte, eingefärbte Daten des Spektrometers CRISM, mit denen die unterschiedlichen Minerale sichtbar werden. Dazu gehören neben den Eisen-Magnesium-Silikaten der Olivine auch Karbonate (Kalksteine) und Tonminerale (verwitterte, durch den Kontakt mit Wasser veränderte vulkanische Gesteine). Von den beiden letztgenannten Mineralgruppen weiß man, dass sie Spuren von Leben, also Biosignaturen, besonders gut zu konservieren können.
Credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS/JHU-APL

Flussdelta und Kratersee aus der Frühzeit des Mars

Der 45 Kilometer große Jezero-Krater auf dem Mars ist ein – in fünfjährigen Beratungen ausgewählter – vielversprechender Ort, um nach Anzeichen für vergangenes mikrobielles Leben zu suchen. Vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren war das heute knochentrockene Becken die Heimat eines stehenden Gewässers, eines Sees, in dem von zwei Zuflüssen abgelagerte Sedimente ein vielgestaltiges Flussdelta hinterlassen haben. Untersuchungen mit den Experimenten auf Perseverance könnten Spuren dieses früheren Lebens in den Ablagerungen des Flussdeltas identifizieren.

Zudem trägt Perseverance erstmals in der Geschichte der Erkundung des Mars 38 Behälter zum Einsammeln von Proben an Bord, die mit Bohrkernen aus bis zu 20 Zentimetern Tiefe gefüllt und an geeigneten Stellen auf dem Mars für eine spätere Rücksendung zur Erde zunächst abgelegt werden. Zwei zukünftige gemeinsam von NASA und ESA geplante Missionen sollen die etwa bleistiftgroßen Proben in den frühen 2030er Jahren zur Erde bringen. Auf der Erde sollen diese dann von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt mit Geräten, die viel zu groß und komplex wären, um sie zum Roten Planeten zu schicken, eingehend analysiert werden.

Reger Besuch auf dem Mars

Perseverance ist mittlerweile der fünfte Rover, den die NASA zum Mars schickt. 1997 landete Sojourner im Rahmen der Mission Mars Pathfinder und sendete rund drei Monate lang Daten und Bilder vom Roten Planeten zur Erde. 2004 folgten die Zwillingsrover Spirit und Opportunity, die erstmals größere Strecken zurücklegten, bis der Marswinter 2007 die Kommunikation mit Spirit und ein Staubsturm 2018 schließlich auch mit Opportunity beendeten. 2012 landete der bis heute im Krater Gale aktive Rover Curiosity, dessen Chassis baugleich mit dem von Perseverance ist. 2009 landete die Forschungsstation Phoenix im hohem Norden, und 2018 setzte zuletzt die stationäre Landeplattform InSight auf dem Mars auf, ein geophysikalisches Labor, das das Innere des Planeten unter anderem mit der selbsthämmernden Thermalsonde HP³ des DLR, dem „Marsmaulwurf“, erkundet. Der NASA-Rover Perseverance ist zunächst für eine Missionsdauer von einem Marsjahr (zwei Erdjahren) ausgelegt mit der Option auf eine Verlängerung der Mission.

Auch im nächsten Startfenster zum Mars im Jahr 2022 ist geplant, einen Rover von der Erde zum Roten Planeten zu schicken, der nach Spuren früheren Lebens suchen soll: Im Rahmen des ExoMars-Programms der ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos wird der Rover Rosalind Franklin dabei unter anderem Proben aus bis zu zwei Metern Tiefe an die Marsoberfläche befördern und in seinem Inneren hochgenau nach Biosignaturen analysieren. In der Tiefe sind organische Verbindungen vor der Zerstörung durch kosmische Strahlung besser geschützt. Das DLR steuert einen Teil der wissenschaftlichen Nutzlast zu Rosalind Franklin bei: Eine hochauflösende Kamera auf dem Mast des Rovers wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, verschiedene Gesteine zu interpretieren und den bestmöglichen Platz für die Bohrungen festzulegen.

https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2021/01/20210215_nasa-marsrover-perseverance-auf-den-spuren-frueheren-lebens.html

Marssonde »Hope« sendet erstes Bild vom Roten Planeten

Es ist die erste Raumfahrtmission eines arabischen Staates: Die Sonde »Hope« hat eine Aufnahme des Mars zur Erde geschickt. Nun soll sie wichtige Wetterdaten sammeln.

A view shows Mars in this handout picture taken after UAE’s Hope Probe entered orbit in the first Arab Mars mission February 10, 2021. Picture taken February 10, 2021. United Arab Emirates Space Agency/Mohammed bin Rashid Space Centre / LASP / EMM-EXI/Handout via REUTERS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVES

»Hope« hat ihr erstes Bild vom Roten Planeten zur Erde geschickt. Die Marssonde der Vereinigten Arabischen Emirate hatte die Aufnahme bereits am vergangenen Mittwoch gemacht. Auf ihr zu sehen sei »der größte Vulkan im Sonnensystem, Olympus Mons, wie er im frühmorgendlichen Sonnenlicht erscheint«, teilte die Weltraumbehörde der Emirate mit.

Aufgenommen worden sei das Bild in einer Höhe von 24.700 Kilometern über der Marsoberfläche, hieß es weiter. Am Dienstag, einen Tag vor der Aufnahme, hatte »Hope« die Umlaufbahn des Planeten erreicht.

Der emiratische Regierungschef, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, verbreitete das Marsbild über Twitter. Dazu schrieb er: »Das erste Bild des Mars, aufgenommen von der ersten arabischen Mission in der Geschichte.«

Die Marssonde war am 20. Juli 2020 vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima gestartet. Fast sieben Monate brauchte die 1350 Kilogramm schwere »Hope« für die 493 Millionen Kilometer zum Mars.

Ziel der Mission ist es vor allem, mehr über das Wetter auf dem Roten Planeten zu erfahren. Drei Hightech-Messinstrumente an Bord von »Hope« sollen ein Marsjahr lang – also 687 Tage – die Atmosphäre des Planeten erforschen. Es wird erwartet, dass die Sonde im September weitere Daten zurück zur Erde schickt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind neben China und den USA eines von drei Ländern, die im vergangenen Jahr Marsmissionen starteten. Anders als bei der chinesischen sowie der US-Mission ist bei der arabischen Marsmission aber keine Landung auf dem Roten Planeten vorgesehen.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/mars-sonde-hope-sendet-erstes-bild-mission-der-emirate-a-853c9a65-f7bd-4439-bb86-b0f8a268f9fc

Mars-Sonde: Tianwen 1 – mögliche Umlaufbahnkorrektur am 15.02

Tianwen – 1:Wie der Orbit in den nächsten Wochen angepasst wird

Es wird für Tianwen-1 morgen ein Manöver für die Änderung der Inklination des Orbits erwartet. Es soll dann mit 86.9⁰ Grad ein nahezu polare Orbit werden.

Quelle:https://twitter.com/PRCMarsRover/status/1360998041184993282

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=13897.175

„Pffftttuuuiiihhh“ – Die Geräusche vom Mars/Nasa schickt Rover der Superlative auf den Mars

Der NASA-Rover „Perseverance“ soll am 18. Februar auf dem Mars aufsetzen

Zum ersten Mal sollen echte Geräusche vom Mars übertragen werden. Der Rover „Perseverance“ hat zwei Mikrofone dabei und wird bald in einem Krater landen. Was es Spannendes zu hören gibt, erfahren Sie hier.

Raumfahrt mal nicht so ernst genommen: „Pffftttuuuiiihhh“ – Die Geräusche vom Mars. Aber so in etwa könnte es sich anhören. Wobei die Nasa wohl keinen kontakt zum Mars aufnimmt.

Im Prinzip muss der geneigte Hörer sich das so vorstellen. Im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien nehmen die Mitarbeiter Kontakt mit der fremden Welt auf. „Erde an Mars, Erde an Mars, wir hören, kommen.“

„Kkchchchrrrrrr.“

„Erde an Mars, wir hören super, ein klares Signal.“

„Pffffttttuuuuuiiiihhhh.“

„Erde an Mars, oh, wie interessant, das klingt noch besser.“

„Brrrrrrrrlllllllffff.“

„Erde an Mars, da hinten hören wir etwas anderes, das wird doch nicht …?“

„Chchcchsssshhh.“

„Erde an Mars, wir haben uns getäuscht.“

Vom Mars sollen erstmals echte Töne übertragen werden: Aufnahmen eines anderen Planeten. Die Mission „Mars 20“ wurde Ende Juli 2020 in Florida gestartet, bald sind 480 Millionen Kilometer zurückgelegt. Am 18. Februar soll die Raumsonde und der Rover mit dem Namen „Perseverance“, Beharrlichkeit, in einem Flussdelta des Jezero-Krater landen.

Zwei Mikrofone sollen bei Ankunft und Landung in Betrieb sein und später, wenn der Rover umherfährt und Staubpartikel und Gestein untersucht, die hoffentlich coolen Mars-Sounds in heimische Wohnzimmer bringen. Es ist nicht zu viel vorhergesagt, wenn wir das vorsichtig umschreiben mit:

„Dssssddddsssssffffff.“

Interessierte Freunde der Forschung wissen natürlich, dass bereits Windaufnahmen vom Mars vorliegen. Der Mars-Lander InSight hatte 2018 mithilfe von Sensoren die Vibrationen von Wind und Boden aufgezeichnet. Die Nasa, stets um PR-Aktionen bemüht, machte daraus ein Geräusch, halb Pfeifen, halb Pluckern, das „außerirdisch“ klingen sollte. Tatsächlich kommt es normalem Windpfeifen recht nahe, es könnte an einem Januarmorgen auf dem brach liegenden Acker hinter Kleinkleckersdorf angenommen worden sein. Oder auf dem Pfad zum Eaton Canyon gleich hinter Pasadena, merkt doch keiner.

„Gggrrrrmmmmmmgghh.“

Wenn man ehrlich ist, entsprechen die mutmaßlichen Marsgeräusche in ihrer Übersichtlichkeit den Bildern, die uns bisher von der Marsoberfläche vorliegen. Sehr viel Gegend, wenig Abwechslung, dabei ziemlich weit weg.

Dass es mit den wirklichen Tönen klappt, steht zudem in den Sternen. Zwei Mal war es nämlich fast so weit. Beim Mars Polar Lander scheiterte 1999 die Landung, die Sonde zerschellte samt Schallwandler. Bei der Raumsonde Phoenix wurde 2008 das Mikrofon nicht aktiviert. Das Ergebnis war in beiden Fällen:

„… –…–…“

Also nichts.

Bis zum 18. Februar oder solange wir es nicht hören, dürfen Weltraumverehrer sich vorstellen, was an geräuschvollen Überraschungen auf uns zukommen könnte. Vielleicht unbekannte Töne und nie gehörte Sounds, die sich der Beschreibung entziehen – Rauschen, das anders klingt als unser Meer.

Ein Brummen vielleicht? Brodeln? Immerhin beruht unsere Vorstellung außerirdischer Klänge großenteils auf den Ideen von Hollywood-Komponisten. Wenn die 480 Millionen Kilometer entfernte Realität anders sein könnte als im Science-Fiction-Kino, hätten wir Erkenntnis und Trost.

„Ssssszztttchchch.“

Jede Form von Mars-Piepen, Fiepen, Quietschen wäre fein. Die Obertöne eines Planeten sind in jedem Fall vieldeutig. Linguisten könnten Strukturen analysieren und daraus auf Sprachhinweise schließen. Womöglich ruft der Mars uns via Perseverance-Mikro zu „Wir schaffen das!“ oder „1,5 Meter Abstand halten!“ oder „Ich habe Besseres zu tun!“

Recht gewiss dürfen wir sein, dass es auf dem Mars keinen Jodel-Gesang geben wird. Filmfreunde wissen aus dem streng dokumentarischen Werk „Mars Attacks!“ von 1996, wie es den kleinen grünen Männchen ergeht, die die Erde überfallen. Auf ganz herzige Weise zerplatzen die Köpfe, wenn Country-Legende Slim Whitman in hohen Tönen zu jodeln anfängt. O Freunde, nicht diese Töne!

Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article225830889/Mars-Mission-So-werden-die-ersten-Geraeusche-vom-Mars-klingen.html


Nasa schickt Rover der Superlative auf den Mars

  • Es ist einiges los im Weltraum: Schon die dritte Raumfahrt-Mission binnen Tagen soll den Mars erreichen.
  • Der Nasa-Rover „Perseverance“ will die heikle Landung auf dem Roten Planeten am 18. Februar meistern.
  • Der Rover hat sogar einen Mini-Hubschrauber im Gepäck – und auch sonst haben die Amerikaner nicht gespart.

Mikrofone, Hubschrauber und Superlative: „Perseverance“ sei der „größte, schwerste, sauberste und technisch ausgefeilteste sechsrädrige Geologe, der je in den Weltraum befördert wurde“, heißt es von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Rund sechs Monate nach dem Start des Roboters vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Juli 2020 soll „Perseverance“ am Donnerstag (18. Februar) auf dem Mars ankommen – nur rund eine Woche, nachdem kurz hintereinander Raumsonden erst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dann aus China in die Umlaufbahn des Planeten eingeschwenkt waren.

Landung auf dem Mars gilt als große Herausforderung

Die Landung von „Perseverance“ (auf Deutsch: Durchhaltevermögen) in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens „Jezero Crater“ ist aber schon gleich die erste große Herausforderung. „Lassen Sie sich von niemandem etwas anderes erzählen: Auf dem Mars landen ist schwer“, sagt Missionschef John McNamee. „Aber die Frauen und Männer in diesem Team sind die besten auf der Welt, bei dem, was sie machen. Wenn unser Raumschiff mit ungefähr dreieinhalb Meilen pro Sekunde (gut 20.000 Kilometer pro Stunde) die Mars-Atmosphäre erreicht, werden wir bereit sein.“

Der Rover hat die Möglichkeit, nicht nur unser Wissen über den Roten Planeten zu vergrößern, sondern auch eine der wichtigsten und aufregendsten Fragen der Menschheit über den Ursprung des Lebens auf der Erde und auf anderen Planeten zu untersuchen.

Thomas Zurbuchen, Nasa-Manager

Weniger als die Hälfte aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war etwa die Sonde „Schiaparelli“ der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt. Das von der Planeten-Konstellation her günstige Start-Datum im Sommer 2020 hatten auch die Vereinigten Arabischen Emirate und China für ihre Mars-Missionen genutzt. „Al-Amal“, die Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate, soll nicht landen, das Landegerät des chinesischen Raumschiffs „Tianwen 1“ soll in zwei bis drei Monaten aufsetzen.

„Perseverance“ wäre die fünfte Landung

Gelingt „Perseverance“ die Landung, dann wäre es bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt. 1997 landete der „Sojourner“, der nur rund drei Monate lang mit der Erde kommunizierte. 2004 folgten die Zwillingsrover „Spirit“ und „Opportunity“. Die Kommunikation zu „Spirit“ ging 2007 in einem riesigen Staubsturm verloren, „Opportunity“ erlag 2018 dem gleichen Schicksal. 2012 landete „Curiosity“, dessen Team seitdem auch über die sozialen Netzwerke Wissenschaftler und Fans mit Neuigkeiten und Fotos versorgt und den Roboter so zum Publikumsliebling werden ließ. Unter anderem schaffte es 2018 zudem der stationäre Nasa-Lander „InSight“ zum Mars, außerdem kreisen mehrere Sonden um den Roten Planeten.

„Aufregendste“ Frage: Gibt es Leben?

„Perseverance“ sei aus den gesammelten Erfahrungen und dem Wissensschatz all dieser Missionen entstanden, sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. „Der Rover hat die Möglichkeit, nicht nur unser Wissen über den Roten Planeten zu vergrößern, sondern auch eine der wichtigsten und aufregendsten Fragen der Menschheit über den Ursprung des Lebens auf der Erde und auf anderen Planeten zu untersuchen.“ Der Roboter soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen und Proben von Steinen und Staub nehmen.

Das Team kann es gar nicht mehr abwarten, endlich diese Räder auf dem Mars aufzusetzen.

Fernando Abilleira, Nasa-Manager

Rover mit zahlreichen Nasa-Premien auf

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teure Rover war rund acht Jahre lang unter dem Arbeitstitel „Mars 2020“ entworfen und gebaut worden – und ist nun eine Art „Curiosity 2.0“: An Bord hat das rund 1000 Kilogramm schwere und drei Meter lange Gefährt von der Größe eines Kleinwagens unter anderem 7 wissenschaftliche Instrumente, 23 Kameras, einen Laser – und zahlreiche Nasa-Premieren: Erstmals werden mit „Perseverance“ Mikrofone auf den Mars geschickt, erstmals ein kleiner Hubschrauber – und erstmals sollen in einer gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrt Agentur Esa entwickelten Mission Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht werden.

Helikopter „Ingenuity“ begeistert Experten

Der Hubschrauber namens „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) sorgte unter Wissenschaftlern, Weltraum- und Technik-Fans bereits für viel Vorfreude – denn damit soll zum ersten Mal versucht werden, auf einem anderen Planeten eine Art Helikopter zu starten. „‚Ingenuity‘ wiegt vielleicht nur 1,8 Kilogramm, aber er hat übergroßen Ehrgeiz“, heißt es von der Nasa.

Der kleine Helikopter soll beweisen, dass Fliegen auf dem Mars möglich ist. Seine vier Rotorblätter aus Kohlefasern rotieren deutlich schneller als die von Hubschraubern auf der Erde – unter anderem weil die Atmosphäre des Mars wesentlich dünner ist. Zudem muss der Hubschrauber eisige Temperaturen von bis zu -90 Grad aushalten können. Wenn alles klappt, soll er ein paar kurze Flüge alleine machen, denn fernsteuern lässt sich „Ingenuity“ von der Erde kaum, wenn sogar Licht selbst bei günstigster Konstellation mehr als drei Minuten von einem Planeten zum anderen braucht. Bis zu vier Flugversuche könnte „Ingenuity“ auf dem Roten Planeten starten.

Erste Geräusche auf dem Mars aufgenommen

Seine Mikrofone hat „Perseverance“ schon auf dem Flug zum Mars eingesetzt – und ein gleichförmiges, leicht metallenes Rauschen aufgenommen und veröffentlicht. Bei der Landung und beim Rollen über den Planeten soll noch mehr Sound aufgenommen werden. „Wieviel wissenschaftliche Daten wir alleine mit einem simplen Mikrofon bekommen können, ist erstaunlich“, sagt Nasa-Forscher Baptiste Chide. Wegen der dünneren Atmosphäre auf dem Mars, würden sich wohl aber auch die Geräusche anders anhören. „Es wird so sein, als ob man durch eine Mauer hindurch lauscht.“

Neben all der Technik hat „Perseverance“ auch noch die auf drei fingernagelgroße Chips gebrannten Namen von knapp elf Millionen Menschen dabei, die sie nach einem entsprechenden Aufruf eingesandt hatten, und sogar eine kleine Gedenkplakette für die Corona-Pandemie. Nach rund einem halben Jahr Flug freue sich das Team riesig auf die Landung des Rovers, sagt Nasa-Manager Fernando Abilleira. „Das Team kann es gar nicht mehr abwarten, endlich diese Räder auf dem Mars aufzusetzen.“

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/nasa-mars-rover-perseverance-soll-am-18-februar-landen-D6GCWQYB4SOFAM4WVE2AQH6QJI.html

Trump übersteht Impeachment-Verfahren

Der US-Senat hat den früheren Präsidenten Donald Trump im Impeachment-Prozess freigesprochen. Obwohl sieben republikanische Senatoren für eine Amtsenthebung gestimmt hatten, wurde die dafür nötige Mehrheit nicht erreicht.

Der frühere US-Präsident Donald Trump ist im Impeachment-Prozess freigesprochen worden. Zwar stimmte im Senat eine Mehrheit von 57 zu 43 Senatoren für einen Schuldspruch. Die für eine Verurteilung notwendige Zweidrittelmehrheit von 67 Stimmen wurde aber klar verfehlt.

Anhänger von Ex-Präsident Trump stürmen das US-Kapitol | dpa

Bei dem Angriff auf das Kapitol kamen am 6. Januar fünf Menschen ums Leben. Bild: dpa

Auch der republikanische Minderheitsführer Mitch McConnell stimmte für einen Freispruch. Er ging nach der Abstimmung aber hart mit Trump ins Gericht und sagte, der Ex-Präsident sei „praktisch und moralisch“ für die Kapitol-Erstürmung verantwortlich. Der Senat habe aber nicht die Befugnis, über einen früheren Präsidenten zu urteilen.

Trump war wegen Anstachelung zum Aufruhr angeklagt, weil er am 6. Januar in einer Rede seine Wahlniederlage geleugnet und Anhänger aufgerufen hatte, zum Kongress zu marschieren, wo das Wahlergebnis bestätigt werden sollte. Eine wütende Menge drang in das Gebäude ein und randalierte. Die Sitzung musste unterbrochen werden, es gab fünf Tote.

Der US-Senat stimmt über die Amtsenthebung ab.  | SENATE TELEVISION HANDOUT/EPA-EF

Die Mehrheit bei der namentlichen Abstimmung reichte nicht für die Amtsenthebung aus. Bild: SENATE TELEVISION HANDOUT/EPA-EF

Demokraten leiteten Verfahren ein

Die Demokraten hatten das Amtsenthebungsverfahren wegen Trumps Rolle bei der Erstürmung angestrengt. Sie wollten damit auch erreichen, dass der inzwischen aus dem Amt geschiedene Präsident für künftige politische Ämter auf Bundesebene gesperrt wird. Damit wäre es Trump unmöglich gewesen, sich bei der Wahl 2024 erneut um die Präsidentschaft zu bewerben.

Die Verteidigung argumentierte, das Verfahren sei verfassungswidrig, weil Trumps Amtszeit am 20. Januar zu Ende gegangen ist. Außerdem habe sich Trump im Rahmen der üblichen politischen Wortwahl bewegt, als er seine Anhänger aufrief, wie die Teufel zu kämpfen, weil sie sonst kein Land mehr hätten. Die Argumentation verwischte allerdings den Unterschied zwischen allgemeiner Ermutigung, für eine Sache zu kämpfen, und Trumps Aufruf zum Kampf gegen offiziell anerkannte Wahlergebnisse.

Trump: Habe gerade erst begonnen

Trump begrüßte seinen Freispruch im Amtsenthebungsverfahren. Seine politische Bewegung habe gerade erst begonnen, sagte er in einer ersten Reaktion. Er dankte seinen Anwälten dafür, dass diese „die Gerechtigkeit aufrechterhalten und die Wahrheit verteidigt“ haben. Trump erklärte sich zum Opfer der „größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes“. Die Demokraten hätten versucht, den Rechtsstaat zu untergraben.

Die Demokraten könnten nun noch versuchen, den 14. Verfassungszusatz anzuwenden, der einen Ausschluss von öffentlichen Ämtern für diejenigen vorsieht, der sich an einem „Aufstand oder eine Rebellion“ gegen die Regierung beteiligen. Allerdings haben die Republikaner entschiedenen Widerstand gegen einen solchen Vorstoß angekündigt.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/impeachment-trump-131.html


Der frühere Präsident Trump wurde in einem beispiellosen zweiten Amtsenthebungsverfahren unter dem Vorwurf freigesprochen , einen Aufstand für den Aufstand im Capitol am 6. Januar angestiftet zu haben. Damit war er der erste und einzige Präsident, der zweimal in der Geschichte angeklagt und freigesprochen wurde.

Eine Mehrheit der Senatoren befand Trump am Samstag bei einer Abstimmung zwischen 57 und 43 für schuldig, aber die Zahl blieb hinter der Supermajorität zurück, die zur Verurteilung des Präsidenten erforderlich war. Wäre Trump verurteilt worden, hätte der Senat den 45. Präsidenten daran gehindert, jemals wieder ein Bundesamt zu bekleiden.

Die sieben GOP-Senatoren, die gemeinsam mit allen Demokraten Trump für schuldig befanden, waren: Sens. Richard Burr aus North Carolina, Bill Cassidy aus Louisiana, Susan Collins aus Maine, Lisa Murkowski aus Alaska, Mitt Romney aus Utah, Ben Sasse aus Nebraska und Pat Toomey von Pennsylvania.

Senator Patrick Leahy, D-Vt., Der den Prozess leitete, kündigte an, dass die Abstimmung den Zweidrittelmehrheitsbedarf nicht erreicht habe und Trump daher „hiermit von der Anklage freigesprochen“ werde.

Der Freispruch bedeutet, dass Trump ab sofort die Tür für ein weiteres Angebot des Weißen Hauses im Jahr 2024 offen lassen kann, obwohl die Senatoren angedeutet haben, dass sie möglicherweise immer noch versuchen, ihn in einer separaten Maßnahme der 14. Änderung aus dem Amt auszuschließen. 

SCHUMER LÄSST DIE TÜR FÜR DIE 14. ÄNDERUNGSMASSNAHME GEÖFFNET, UM TRUMPF VOM BÜRO ZU BAREN

Trump lobte den Sieg, dankte seinen Anhängern und versprach, dass er bald mit einer „Vision für eine strahlende, strahlende und grenzenlose amerikanische Zukunft“ auftauchen würde. 

Der frühere Präsident, der seit seiner Amtsenthebung weitgehend geschwiegen hat, zielte auf seine Gegner.

TRUMP FEIERT IN SENATVERSUCH, ERKLÄRT POLITISCHE ZUKUNFT: „VIEL ZU TEILEN“

„Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes“, sagte Trump. „Kein Präsident hat jemals so etwas durchgemacht, und das geht weiter, weil unsere Gegner die fast 75 Millionen Menschen nicht vergessen können, die höchste Zahl, die jemals ein sitzender Präsident hatte, der vor wenigen Monaten für uns gestimmt hat.“

Trumps zweiter Amtsenthebungsprozess dauerte nur fünf Tage und war damit der kürzeste in der Geschichte des Präsidenten. Der vorherige Rekord wurde von Trump im Jahr 2020 gehalten, als sein Prozess im Zusammenhang mit der Einladung ausländischer Einmischung in die Wahlen  21 Tage dauerte . 

Der Prozess umfasste den Aufstand vom 6. Januar, als Pro-Trump-Anhänger das Kapitol stürmten, Polizisten schlugen, „Hang Mike Pence“ sangen und den Gesetzgeber zwangen, Schutz zu suchen. Das Chaos stoppte vorübergehend die Zertifizierung des Kongresses für den Sieg von Präsident Bidens Wahlkollegium. 

Die Amtsenthebungsmanager des Hauses beschuldigten Trump, den Aufstand angestiftet zu haben, indem sie eine „große Lüge“ verbreiteten, die ihm die Wahl gestohlen hatte. Er rief seine Anhänger am 6. Januar nach Washington, forderte sie auf, „höllisch zu kämpfen“ und weigerte sich dann, den Angriff einmal abzubrechen Der Mob übernahm gewaltsam das Kapitol.

Das Team von Trump Legal verurteilte das Verfahren als verfassungswidrige „Schein-Amtsenthebung“ gegen einen Privatmann, getrieben von dem „Hass“ der Demokraten auf Trump und dem Wunsch, einen politischen Gegner zum Schweigen zu bringen. 

Die Anwälte von Trump argumentierten auch, dass die politische Rede des ehemaligen Präsidenten durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt sei und seine Worte am 6. Januar an seine Anhänger, „wie die Hölle zu kämpfen“, nicht wörtlich gemeint seien. Um diesen Punkt während des Prozesses nach Hause zu bringen, spielte Trumps Verteidigung ein 11-minütiges Video von fast jedem Demokraten in der Kammer ab, in dem die Worte „Kampf“ in ihren früheren Reden und Interviews verwendet wurden.

Die Abstimmung krönte einen wilden Samstag in Washington mit zahlreichen Wendungen.

In diesem Bild aus dem Video spricht der Amtsenthebungsleiter des Repräsentantenhauses, Rep. Jamie Raskin, D-Md., Während des zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump im Senat des US-Kapitols in Washington am Donnerstag, den 11. Februar 2021. (Senat Fernsehen über AP)

In diesem Bild aus dem Video spricht der Amtsenthebungsleiter des Repräsentantenhauses, Rep. Jamie Raskin, D-Md., Während des zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump im Senat des US-Kapitols in Washington am Donnerstag, den 11. Februar 2021. (Senat Fernsehen über AP)

In einem Curveball-Schachzug stimmte der Senat am Samstagmorgen mit 55 zu 45 Stimmen ab, um Zeugen bei der Verhandlung zuzulassen, nachdem der leitende Amtsenthebungsmanager, Rep. Jamie Raskin, sagte, sie wollten während einer Zoom-Hinterlegung von GOP-Rep. Jaime Herrera Beutler hören. 

Raskin, D-Md., Zitierte über Nacht die „Breaking News“ über Details, die Beutler über einen hitzigen Anruf enthüllte, den Trump während des Capitol-Angriffs mit dem GOP-Führer des Hauses, Kevin McCarthy, hatte.

Beutler, eine von zehn Republikanern, die gegen Trump in House gestimmt hatten, veröffentlichte am späten Freitag ihren Bericht über den Anruf und bestätigte  einen CNN-Bericht,  wonach Trump McCarthys Bitten, den Aufstand abzubrechen, zurückwies und McCarthy stattdessen sagte, die Randalierer seien „verärgerter“ über die Wahl „als der Hausführer.

MCCONNELL WIRD STIMMEN, TRUMP IM ZWEITEN IMPEACHMENT-PROZESS ZU ERWERBEN, WIE FÜNFTER TAG UNTERWEGS

„Als McCarthy am 6. Januar endlich den Präsidenten erreichte und ihn aufforderte, den Aufstand öffentlich und gewaltsam abzubrechen, wiederholte der Präsident zunächst die Lüge, dass es Antifa war, die das Kapitol verletzt hatte“, sagte Beutler in ihrer Erklärung. „McCarthy hat das widerlegt und dem Präsidenten gesagt, dass dies Trump-Anhänger sind. Dann sagte der Präsident laut McCarthy: ‚Nun, Kevin, ich denke, diese Leute sind über die Wahlen mehr verärgert als Sie.'“

Quelle: https://www.foxnews.com/politics/trump-acquitted-in-second-impeachment-trial-for-inciting-jan-6-capitol-riot


Das Impechment-Verfahren war super, vor allem das Ende. Super!

Super, Trump übersteht Impeachment-Verfahren. Endlich ist diese billige Theater-Vorstellung vorbei.

Trumps Politik ist klasse und vor allem wird es ohne Ihn nicht langweilig in den USA und in den Medien. Mal schauen was Trump politisch für die Zukunft plant.

Allein schon der Wirbel heut Nachmittag: Erst Zeugen anhören und nach etlichen Stunden kneifen die Demokraten. Wie Peinlich ist das denn. Was haben sich die User auf Twitter nach der wende aufgeregt: Scheiß Show, Zeitverschwendung, Clownsshow… Die Twitter-User total schockiert, plötzlich hatten sie kein Spaß mehr an ihrem Kasperle-Theater und waren von den Politikern und Ihrer Demokratie enttäuscht.

Die Amerikaner mir Ihrem 2 Parteien-System können ein Leid tun, hier kann ich ja noch aus vielen Parteien auswählen was viel besser ist und auch die Debatten-Kultur ist anspruchsvoller weil unterschiedliche Parteien (alle wählerschichten haben ihr Sprachrohr- von links nach rechts ist ein breites Spektrum da) im Bundestag vertreten sind. Das macht es auch interessanter und spannender. In den USA ist das mehr ein Schwarz-Weiß wählen und Schwarz-Weiß-Debatte. Genauso bei den USA News: CNN und Fox-News, das eine Lager schaut diesen Sender das andere den anderen. Da sind mir hier unsere Nachrichtensender: Tagesschau, N-TV und Welt deutlich lieber. In den USA müsste ich dauernd zwischen CNN und Fox-News hin und her zappen.

Herrlich, ich habe mich köstlich amüsiert. Hab das ja den ganzen Tag auf Twitter und CNN verfolgt, neben TV schauen und an der Konsole Zocken. Der Freispruch hat denen dann endgültig den Rest gegeben. Köstlich, ich konnte nicht mehr vor lachen – da glauben wirklich das so ein Impeachment verfahren funktionieren würden. Da kannte nur noch den Kopfschütteln.

Mal schauen wie es weiter geht: Die Demokraten könnten nun noch versuchen, den 14. Verfassungszusatz anzuwenden, der einen Ausschluss von öffentlichen Ämtern für diejenigen vorsieht, der sich an einem „Aufstand oder eine Rebellion“ gegen die Regierung beteiligen. Allerdings haben die Republikaner entschiedenen Widerstand gegen einen solchen Vorstoß angekündigt.

Schön das auch dieses Impeachment nun geklärt ist und man sich kommende Woche neuen Nachrichten widmen kann. Sonntag erstmal ausruhen vom vielen lesen und ab Montag dann neu planen bzw. sehen was ansteht neben täglichen Corona News und Raumfahrt (Landung von Perseverance am 18.02). Vielleicht lässt sich ja ein Hinweis erspicken, wann die die Demokraten den 14. Verfassungszusatz anwenden wollen. Nebenbei werden sich bestimmt auch weitere interessante Nachrichten ereignen. Das Ende des Impeachment ist ein schöner Wochenabschluss und ein guter Start für die neuen Nachrichten-Woche.

Christian Dauck

Trump feiert Freispruch im Senatsprozess und lässt politische Zukunft ahnen: „Viel zu teilen“

„Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte“, sagte Trump

Der frühere Präsident Donald Trump dankte am Samstag seinen Anwälten und Senatoren, die gegen seine Amtsenthebungsverurteilung gestimmt und seine politische Zukunft in einer Erklärung nach der Abstimmung im Senat zwischen 57 und 43 angekündigt hatten, um ihn von der Aufstachelung zum Aufstand freizusprechen. 

„Ich möchte zunächst meinem Team engagierter Anwälte und anderer für ihre unermüdliche Arbeit für die Wahrung der Gerechtigkeit und die Verteidigung der Wahrheit danken“, sagte Trump. „Mein tiefster Dank gilt auch allen Senatoren und Kongressmitgliedern der Vereinigten Staaten, die stolz für die Verfassung standen, die wir alle verehren, und für die heiligen Rechtsgrundsätze im Herzen unseres Landes.“

Er fügte hinzu: „Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes. Kein Präsident hat jemals so etwas durchgemacht, und das geht weiter, weil unsere Gegner die fast 75 Millionen Menschen nicht vergessen können, die höchste Zahl aller Zeiten.“ für einen sitzenden Präsidenten, der vor wenigen Monaten für uns gestimmt hat. „

Trump hat während des Amtsenthebungsverfahrens keine Aussagen gemacht, und seine Aussage am Samstag ist seine erste in der ganzen Woche. 

Die Abstimmung am Samstag war deutlich mehr Stimmen als die 48-52-Abstimmung in seinem Prozess gegen den Senat im Jahr 2020, aber immer noch 10 weniger als nötig, um verurteilt zu werden. 

Trump ahnte auch seine politische Zukunft voraus. 

„Unsere historische, patriotische und schöne Bewegung, Amerika wieder großartig zu machen, hat gerade erst begonnen“, sagte er. „In den kommenden Monaten habe ich viel mit Ihnen zu teilen, und ich freue mich darauf, unsere unglaubliche gemeinsame Reise fortzusetzen, um amerikanische Größe für alle unsere Leute zu erreichen. Es gab noch nie so etwas!“

Quelle: https://www.foxnews.com/politics/trump-statement-impeachment-acquittal

Endspurt im Impeachment-Prozess/Abstimmung schon am Samstag?

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-US-Präsident Trump zeichnet sich ein Ende ab. Schon heute könnte es zur Abstimmung im Senat kommen. Trumps Anwälte wiesen die Vorwürfe gegen ihren Mandanten mit heftigen Gegenattacken zurück.

Im US-Senat zeichnet sich nach einem heftigen Schlagabtausch von Verteidigung und Anklage ein baldiger Abschluss des Amtsenthebungsverfahrens gegen Ex-Präsident Donald Trump ab. Die Ankläger forderten wegen der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger Trumps erneut die Verurteilung des Republikaners. „Es geht darum, unsere Republik zu beschützen und die Standards für das Verhalten von Präsidenten zu definieren“, mahnte der demokratische Chefankläger des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin.

Die Demokraten forderten mit Nachdruck, dass Trump, der keine Reue gezeigt habe, zur Rechenschaft gezogen werden müsse. „Donald Trump hat den Mob herbeigerufen, er hat den Mob versammelt und er hat das Feuer entfacht. Alles, was darauf folgte, war wegen seines Handelns“, sagte der Abgeordnete Joaquin Castro. Als das Kapitol erstürmt wurde und selbst Vizepräsident Mike Pence in Gefahr gewesen sei, habe Trump nichts getan, sagte Castro. Anstatt den Angriff zu verurteilen, habe Trump Verständnis für den Mob gezeigt.

Impeachment-Verfahren: Trump-Verteidiger greifen Demokraten an

Sehr gute Verteidigung von Trumps Anwälte. So ist es. Die Demokraten wollen doch nur Trump und seine Wähler*innenschaft zensieren. Die sind denen nur unbequem in ihrem anders denken, dann kann man ja nicht mehr in Ruhe Träumen und alles durch die Rosa-Rote Brille sehen. Das Nervt doch ungemein, Trump und seine Wähler*innenschaft müssen zensiert werden – denkt sich die dumme Demokraten Wähler*innenschaft und deren Politiker. So nicht, die Zeiten sind vorbei. Wir erleben das überall, auch hier und in Europa.

Die Demokratie muss sich auch mit andersdenkenden auseinandersetzen und den zuhören, und das ist gut so. Vor allem sind Trump Anhänger und AFD-Anhänger: Wähler. Wähler die Arbeiten gehen, Steuern bezahlen und vor allem nicht alles Kapitol und Bundestag erstürmter. Nur weil da eine Handvoll von Wählern mit den „Reden“ nicht umgehen kann, kann man nicht gleich Politiker die einem unbequem sind zensieren. Wäre ich einer dieser Wähler würde ich ein ruhiges Dorf leben führen – völlig unscheinbar ohne das man merkt ob ich Trump oder AFD mögen würde. Die anderen Wähler die sich nicht an recht und Gesetz halten sollte man bestrafen, was können die anderen Trump-Anhänger und Trump dafür wenn den anderen die Sicherung durchbrennt und mit den reden des Präsidenten nicht umgehen können. Von denen ich ja auch viele gehört habe.

Abstimmung schon am Samstag? Die Beratungen im Senat gehen am Samstag (Ortszeit) weiter. Sollten sich die Senatoren dabei wie erwartet gegen die Anhörung von Zeugen entscheiden, blieben Verteidigung und Anklage noch jeweils zwei Stunden für Schlussplädoyers. Im Anschluss könnte der Senat bereits über Trumps Amtsenthebung abstimmen. Ein Ende des Verfahrens nach nur fünf Tagen schon am Samstag ist aber nicht in Stein gemeisselt; ein Wunsch der Mehrheit nach einer Anhörung von Zeugen etwa oder andere Verfahrensfragen könnten das noch verhindern.

Ich freue mich sehr auf die Abstimmung, wenn es soweit ist.

Christian Dauck

„Gewöhnliche politische Rhetorik“

Trumps Verteidiger wiesen die Vorwürfe zurück, sprachen von „monströsen Lügen“ und bezeichneten das Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten erneut als „antiamerikanisch“, verfassungswidrig und politisch motiviert. Trump habe sich als Präsident stets für „Recht und Ordnung“ eingesetzt, sagte Trumps Anwalt Michael van der Veen. Der Hass gehe von anderen aus. „Bei dieser beispiellosen Anstrengung geht es nicht um Demokraten, die gegen politische Gewalt sind, sondern um Demokraten, die ihren politischen Gegner disqualifizieren wollen.“

Trumps Anwälte kritisierten den Auftritt der Gegenseite als substanzlos. Anstatt Ermittlungserkenntnisse vorzulegen, hätten die Ankläger brutale Schockbilder gezeigt, Trump-Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und „Mainstream-Medien“ nachgeplappert. Van der Veen appellierte an den Senat, Trump freizusprechen und das Recht auf Redefreiheit zu schützen. Die Anklage sei ein „Akt der politischen Rache“, sagte van der Veen. Die kritisierten Äußerungen in Trumps Rede seien „gewöhnliche politische Rhetorik, die praktisch nicht zu unterscheiden ist von der Sprache, die Menschen über das gesamte politische Spektrum hinweg seit Hunderten von Jahren verwendet haben“. Die Anwälte führten eine Montage aus Aufnahmen vor, auf denen Demokraten ebenfalls ihre Unterstützer aufriefen, zu „kämpfen“.

Verurteilung ist unwahrscheinlich

Am 6. Januar hatten Anhänger des abgewählten Präsidenten Trump gewaltsam das Kapitol in der Hauptstadt Washington D.C. gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps Nachfolger Joe Biden offiziell zu bestätigen. Bei den Krawallen kamen fünf Menschen ums Leben. Trump hatte seine Anhänger unmittelbar zuvor damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Er sagte unter anderem: „Wenn Ihr nicht wie der Teufel kämpft, werdet Ihr kein Land mehr haben.“ Die Demokraten werfen ihm daher „Anstiftung zum Aufruhr“ vor und hatten im Repräsentantenhaus das Amtsenthebungsverfahren eingeleitet.

Sie wollen damit auch erreichen, dass der Ex-Präsident für künftige politische Ämter auf Bundesebene gesperrt wird. Geführt und entschieden wird das Impeachment-Verfahren im Senat. Die Beratungen sollen am Vormittag Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) weitergehen. Sollten sich die Senatoren dabei wie erwartet gegen die Anhörung von Zeugen entscheiden, blieben Verteidigung und Anklage noch jeweils zwei Stunden für Schlussplädoyers. Im Anschluss könnte der Senat bereits – nach insgesamt nur fünf Tagen – über Trumps Amtsenthebung abstimmen. Bisher sieht es nach einem Freispruch für Trump aus. Für eine Verurteilung müssten sich den 50 Demokraten im Senat 17 Republikaner anschließen.

Es ist bereits das zweite Amtsenthebungsverfahren, dem sich Trump stellen muss. Im ersten musste er sich in der sogenannten Ukraine-Affäre wegen Machtmissbrauchs und der Behinderung von Kongressermittlungen verantworten. Im Februar 2020 wurde er am Ende jedoch vom Senat von allen Vorwürfen freigesprochen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/impeachment-trump-verteidigung-103.html

Bestandsdatenauskunft und Impeachment


Neeein! Nicht der Vermittlungsausschuss. Der Bundesrat ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt. Hahaha!

Nützt nichts jetzt Frust zu schieben, ich nehme es mit Humor auf. Ich bekomme das verschärfte NetzDg noch – ganz sicher!

Mal schauen wie es weitergeht. Da dies jetzt ein wenig dauern wird und die Marslandung der Nasa erst am 18 ist, ist es aber auch eine gute Gelegenheit mal auf das aktuelle Impeachment zu schwenken bzw. sich das genauer anzuschauen.

Es könnte diese Wochenende schon zu Ende gehen. Trump hat mir in seiner Außenpolitik sehr gut gefallen, vor allem mit den Iran. Auch seine Ausländerpolitik im eigenen Land und der Mauerbau finde ich sehr gut. Auch ich mag unsere Ausländerpolitik nicht und bin für eine Abschottungs-Politik (Grenzen-Dicht). Selbst den einen und anderen AFD-ler kann ich verstehen. Aber von einer Kapitol Erstürmung oder der Bundestag, halte ich nichts.

Auch schlimm der Mord an Walter Lübcke, furchtbar und total sinnlos. Bringt überhaupt nichts und vor allem es ändert nichts, da Wähle ich doch lieber – so erreicht man mehr. Schlimm das den Leuten die Sicherung durchbrennt, kann ich überhaupt nicht verstehen – was für Schwächlinge. Ich schaue viele Nachrichten, bei Krieg und Terrorismus sind da auch verstörende unzensierte Bilder/Videos dabei, da bekomme ich auch keine Psychische-Störung oder Kurzschluss von. Oder hier die Bestandsdatenauskunft und der Vermittlungsausschuss das ist halt Demokratie bzw. unser System, kein Grund einen Kurzschluss zu bekommen.

Dieses Impeachment-Verfahren finde ich total sinnlos, egal wie es ausgehen mag. Wir bekommen Donald Trump auf die eine oder andere weise zurück. Mit Trump, seiner Verwandtschaft und deren Anhänger/Wähler wird die Gesellschaft auch weiterhin vorlieb nehmen müssen. Ich bin für einen Freispruch von Donald Trump als leiser Trump-Fan. Das Impechment-Verfahren empfinde ich eher als gute Show und unterhaltsame Unterhaltung. Vor allem die Amerikaner und andere in den Sozialen-Netzwerken bewerten das Impaechment-Verfahren total über, sehen das durch eine Rosa-Rote Brille.

Hoffentlich kommt eine Entscheidung am Wochenende im Impeachmen-Verfahren. Den Ausgang und wie sich die Leute dann in den Sozialen-Netzwerken aufregen verfolge ich dann. Letztendlich können wir die Trump mögen, so oder so nicht verlierenauch hier kein Grund sich aufzuregen. Eher Chillen/sich zurück lehnen und die Show genießen.

Christian Dauck



+++ 7.30 Uhr: Die demokratischen Ankläger im zweiten Impeachment-Verfahren haben am dritten Tag die Senatoren eindringlich gebeten, Donald Trump zu verurteilen. „Glaubt irgendein Politiker in diesem Raum, dass Trump nicht mehr zur Gewalt anstiften würde, wenn der Senat ihm jemals eine Rückkehr ins Oval Office erlauben würde?“, fragte auch Anklageführer Jamie Raskin. „Würden Sie die Zukunft Ihrer Demokratie darauf verwetten?“ Sollten die Senatoren Trump nicht der Anstiftung zum Aufruhr schuldig sprechen, dann wäre das ein „furchtbarer neuer Maßstab für präsidentielles Fehlverhalten in den Vereinigten Staaten von Amerika“.

Die neun demokratischen Abgeordneten, die im Impeachment-Prozess die Anklage vertreten, hatten am Mittwoch und Donnerstag ihre Beweise gegen den früheren Präsidenten präsentiert. Sie zeigten dabei teilweise erschütterndes Videomaterial von der Gewalt vom 6. Januar.

Impeachment gegen Donald Trump: Beweisaufnahme beendet – Jetzt hat die Verteidigung das Wort

Update vom Freitag, 12.02.2021, 04.50 Uhr: Im Impeachment-Prozess gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump haben die Ankläger zum Abschluss ihrer Beweisführung auf eine Verurteilung des Ex-Staatschefs gedrungen. Die demokratischen Abgeordneten warnten dabei am Donnerstag im Senat eindringlich, ohne Schuldspruch drohe neue Gewalt wie bei der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar. Trump müsse verurteilt und von künftigen politischen Ämtern ausgeschlossen werden.

„Wir bitten Sie demütig, demütig, Donald Trump für das Verbrechen zu verurteilen, dessen er ganz eindeutig schuldig ist“, sagte der Abgeordnete Joe Neguse an die Senatoren gerichtet. „Denn wenn Sie es nicht tun, wenn wir so tun, als sei das nicht geschehen – oder schlimmer: wenn wir es unbeantwortet lassen – wer kann dann sagen, dass es nicht wieder geschehen wird?“

Impeachment-Prozess gegen Donald Trump: Die Verteidigung hat das Wort

Trumps Verteidiger werden vom heutigen Freitag (12.02.2021) an zwei Tage haben, ihre Argumente vorzutragen. Sie könnten allerdings deutlich weniger Zeit nutzen, als die maximal vorgesehenen 16 Stunden. Der Nachrichtensender CNN berichtete, ihr Vortrag könnte sich auf nur drei Stunden beschränken. Die Schlussabstimmung über Schuld- oder Freispruch könnte dann schon am Wochenende erfolgen.

Bislang haben nur wenige Republikaner zu erkennen gegeben, dass sie gegen den bei weiten Teilen der Partei und der Basis nach wie vor sehr populären Ex-Präsidenten stimmen könnten. Der neue Präsident Biden sagte am Donnerstag gleichwohl, der eindrucksvolle Vortrag der Ankläger könnte dazu führen, dass einige Republikaner „ihre Meinung ändern“.

Bundesratssitzung am 12.02: „Reparaturgesetz“ für das Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität

Bundesrat stimmt über Neuregelung der Bestandsdatenauskunft ab

Nur gut zwei Wochen nach dem Bundestag stimmt am 12. Februar 2021 auch der Bundesrat in verkürzter Frist über eine Neuregelung der so genannten Bestandsdatenauskunft ab. Das Gesetz beruht auf einem Entwurf der Regierungsfraktionen und bedarf der Zustimmung der Länderkammer, um in Kraft treten zu können.

Bisherige Vorgaben verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hat am 27. Mai 2020 Paragraf 113 Telekommunikationsgesetz und mehrere Fachgesetze des Bundes, die die manuelle Bestandsdatenauskunft regeln, für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht stellte dabei fest, dass diese die Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung sowie auf Wahrung des Telekommunikationsgeheimnisses verletzen. Das am 28. Januar 2021 vom Bundestag beschlossene Gesetz dient der Umsetzung des höchstrichterlichen Beschlusses, der die Voraussetzungen der zulässigen Bestandsdatenauskunft präzisiert.

Der einzige Behinderte hier im Kreis Herzogtum-Lauenburg der mit großer Vorfreude und Interesse auf dieses Gesetz wartet und beobachtet. Deshalb finde ich WfbMs (Werkstatt für Behinderte Menschen) auch so schrecklich langweilig.

Die anderen aus dem Kreis haben Geldprobleme, Suchtprobleme, oder sind mit Ihren Ängsten, Depressionen und der Justiz beschäftigt – die leben in einer ganz anderen Welt und sind mit sich selbst beschäftigt. Während ich meinen Hobbys und Interessen (Terminen) nachgehe.

Eine bevorstehende Bundesratssitzung und ein Beschluss zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität (Verschärfung des NetzDg) ist für die anderen Behinderten lebensfern, die haben andere sorgen.

Ich freue mich sehr auf das Gesetz und bin optimistisch das der Bundesrat diesem zustimmt. 2 Jahre warte ich nun schon auf diese Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität im Netz (Verschärfung des NetzDg). Denn nur eine Löschung oder Sperrung hat keine Wirkung in den Sozialen-Netzwerken bzw. im Internet.

Hoffentlich unterschreibt der Bundespräsident es diesmal.

Christian Dauck

Personenbezogene Daten für die Durchführung von Verträgen

Die manuelle Bestandsdatenauskunft ermöglicht es Sicherheitsbehörden, von Telekommunikationsunternehmen Auskunft insbesondere über den Anschlussinhaber eines Telefonanschlusses oder einer zu einem bestimmten Zeitpunkt zugewiesenen IP-Adresse zu erlangen. Bestandsdaten sind personenbezogene Daten der Kunden, die im Zusammenhang mit dem Abschluss oder der Durchführung von Verträgen stehen. Nicht mitgeteilt werden dagegen Daten, die sich auf die Nutzung von Telekommunikationsdiensten (sogenannte Verkehrsdaten) oder den Inhalt von Kommunikationsvorgängen beziehen.

Rechtsgrundlage für Übermittlung und Abruf

Mit dem Gesetz sollen entsprechend dem Beschluss des Verfassungsgerichts nach dem Bild einer Doppeltür sowohl für die Übermittlung der Bestandsdaten durch die Telekommunikationsanbieter als auch für den Abruf dieser Daten durch die Behörden jeweils verhältnismäßige Rechtsgrundlagen geschaffen werden. Übermittlungs- und Abrufregelungen sollen die Verwendungszwecke der Daten hinreichend begrenzen, indem sie insbesondere tatbestandliche Eingriffsschwellen und einen hinreichend gewichtigen Rechtsgüterschutz vorsehen.

Konkrete Gefahr als Voraussetzung

Die allgemeinen Befugnisse zur Übermittlung und zum Abruf von Bestandsdaten setzen jetzt für die Gefahrenabwehr und die Tätigkeit der Nachrichtendienste grundsätzlich eine im Einzelfall vorliegende konkrete Gefahr und für die Strafverfolgung einen Anfangsverdacht voraus. Eine Zuordnung dynamischer IP-Adressen ist nur möglich, wenn diese darüber hinaus auch dem Schutz oder der Bewehrung von Rechtsgütern von zumindest hervorgehobenem Gewicht dient.
Soweit die Eingriffsschwellen im Bereich der Gefahrenabwehr oder der nachrichtendienstlichen Tätigkeit hinter dem Erfordernis einer konkreten Gefahr zurückbleiben und nur eine drohende Gefahr vorausgesetzt wird, sind im Gegenzug erhöhte Anforderungen an das Gewicht der zu schützenden Rechtsgüter vorgesehen.

Fachausschüsse empfehlen Zustimmung

Der federführende Ausschuss für Innere Angelegenheiten und der mitberatende Wirtschaftsausschuss empfehlen dem Bundesrat, dem Gesetz zuzustimmen.