Marssonde »Hope« sendet erstes Bild vom Roten Planeten

Es ist die erste Raumfahrtmission eines arabischen Staates: Die Sonde »Hope« hat eine Aufnahme des Mars zur Erde geschickt. Nun soll sie wichtige Wetterdaten sammeln.

A view shows Mars in this handout picture taken after UAE’s Hope Probe entered orbit in the first Arab Mars mission February 10, 2021. Picture taken February 10, 2021. United Arab Emirates Space Agency/Mohammed bin Rashid Space Centre / LASP / EMM-EXI/Handout via REUTERS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVES

»Hope« hat ihr erstes Bild vom Roten Planeten zur Erde geschickt. Die Marssonde der Vereinigten Arabischen Emirate hatte die Aufnahme bereits am vergangenen Mittwoch gemacht. Auf ihr zu sehen sei »der größte Vulkan im Sonnensystem, Olympus Mons, wie er im frühmorgendlichen Sonnenlicht erscheint«, teilte die Weltraumbehörde der Emirate mit.

Aufgenommen worden sei das Bild in einer Höhe von 24.700 Kilometern über der Marsoberfläche, hieß es weiter. Am Dienstag, einen Tag vor der Aufnahme, hatte »Hope« die Umlaufbahn des Planeten erreicht.

Der emiratische Regierungschef, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, verbreitete das Marsbild über Twitter. Dazu schrieb er: »Das erste Bild des Mars, aufgenommen von der ersten arabischen Mission in der Geschichte.«

Die Marssonde war am 20. Juli 2020 vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima gestartet. Fast sieben Monate brauchte die 1350 Kilogramm schwere »Hope« für die 493 Millionen Kilometer zum Mars.

Ziel der Mission ist es vor allem, mehr über das Wetter auf dem Roten Planeten zu erfahren. Drei Hightech-Messinstrumente an Bord von »Hope« sollen ein Marsjahr lang – also 687 Tage – die Atmosphäre des Planeten erforschen. Es wird erwartet, dass die Sonde im September weitere Daten zurück zur Erde schickt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind neben China und den USA eines von drei Ländern, die im vergangenen Jahr Marsmissionen starteten. Anders als bei der chinesischen sowie der US-Mission ist bei der arabischen Marsmission aber keine Landung auf dem Roten Planeten vorgesehen.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/mars-sonde-hope-sendet-erstes-bild-mission-der-emirate-a-853c9a65-f7bd-4439-bb86-b0f8a268f9fc

Mars-Sonde: Tianwen 1 – mögliche Umlaufbahnkorrektur am 15.02

Tianwen – 1:Wie der Orbit in den nächsten Wochen angepasst wird

Es wird für Tianwen-1 morgen ein Manöver für die Änderung der Inklination des Orbits erwartet. Es soll dann mit 86.9⁰ Grad ein nahezu polare Orbit werden.

Quelle:https://twitter.com/PRCMarsRover/status/1360998041184993282

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=13897.175

„Pffftttuuuiiihhh“ – Die Geräusche vom Mars/Nasa schickt Rover der Superlative auf den Mars

Der NASA-Rover „Perseverance“ soll am 18. Februar auf dem Mars aufsetzen

Zum ersten Mal sollen echte Geräusche vom Mars übertragen werden. Der Rover „Perseverance“ hat zwei Mikrofone dabei und wird bald in einem Krater landen. Was es Spannendes zu hören gibt, erfahren Sie hier.

Raumfahrt mal nicht so ernst genommen: „Pffftttuuuiiihhh“ – Die Geräusche vom Mars. Aber so in etwa könnte es sich anhören. Wobei die Nasa wohl keinen kontakt zum Mars aufnimmt.

Im Prinzip muss der geneigte Hörer sich das so vorstellen. Im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien nehmen die Mitarbeiter Kontakt mit der fremden Welt auf. „Erde an Mars, Erde an Mars, wir hören, kommen.“

„Kkchchchrrrrrr.“

„Erde an Mars, wir hören super, ein klares Signal.“

„Pffffttttuuuuuiiiihhhh.“

„Erde an Mars, oh, wie interessant, das klingt noch besser.“

„Brrrrrrrrlllllllffff.“

„Erde an Mars, da hinten hören wir etwas anderes, das wird doch nicht …?“

„Chchcchsssshhh.“

„Erde an Mars, wir haben uns getäuscht.“

Vom Mars sollen erstmals echte Töne übertragen werden: Aufnahmen eines anderen Planeten. Die Mission „Mars 20“ wurde Ende Juli 2020 in Florida gestartet, bald sind 480 Millionen Kilometer zurückgelegt. Am 18. Februar soll die Raumsonde und der Rover mit dem Namen „Perseverance“, Beharrlichkeit, in einem Flussdelta des Jezero-Krater landen.

Zwei Mikrofone sollen bei Ankunft und Landung in Betrieb sein und später, wenn der Rover umherfährt und Staubpartikel und Gestein untersucht, die hoffentlich coolen Mars-Sounds in heimische Wohnzimmer bringen. Es ist nicht zu viel vorhergesagt, wenn wir das vorsichtig umschreiben mit:

„Dssssddddsssssffffff.“

Interessierte Freunde der Forschung wissen natürlich, dass bereits Windaufnahmen vom Mars vorliegen. Der Mars-Lander InSight hatte 2018 mithilfe von Sensoren die Vibrationen von Wind und Boden aufgezeichnet. Die Nasa, stets um PR-Aktionen bemüht, machte daraus ein Geräusch, halb Pfeifen, halb Pluckern, das „außerirdisch“ klingen sollte. Tatsächlich kommt es normalem Windpfeifen recht nahe, es könnte an einem Januarmorgen auf dem brach liegenden Acker hinter Kleinkleckersdorf angenommen worden sein. Oder auf dem Pfad zum Eaton Canyon gleich hinter Pasadena, merkt doch keiner.

„Gggrrrrmmmmmmgghh.“

Wenn man ehrlich ist, entsprechen die mutmaßlichen Marsgeräusche in ihrer Übersichtlichkeit den Bildern, die uns bisher von der Marsoberfläche vorliegen. Sehr viel Gegend, wenig Abwechslung, dabei ziemlich weit weg.

Dass es mit den wirklichen Tönen klappt, steht zudem in den Sternen. Zwei Mal war es nämlich fast so weit. Beim Mars Polar Lander scheiterte 1999 die Landung, die Sonde zerschellte samt Schallwandler. Bei der Raumsonde Phoenix wurde 2008 das Mikrofon nicht aktiviert. Das Ergebnis war in beiden Fällen:

„… –…–…“

Also nichts.

Bis zum 18. Februar oder solange wir es nicht hören, dürfen Weltraumverehrer sich vorstellen, was an geräuschvollen Überraschungen auf uns zukommen könnte. Vielleicht unbekannte Töne und nie gehörte Sounds, die sich der Beschreibung entziehen – Rauschen, das anders klingt als unser Meer.

Ein Brummen vielleicht? Brodeln? Immerhin beruht unsere Vorstellung außerirdischer Klänge großenteils auf den Ideen von Hollywood-Komponisten. Wenn die 480 Millionen Kilometer entfernte Realität anders sein könnte als im Science-Fiction-Kino, hätten wir Erkenntnis und Trost.

„Ssssszztttchchch.“

Jede Form von Mars-Piepen, Fiepen, Quietschen wäre fein. Die Obertöne eines Planeten sind in jedem Fall vieldeutig. Linguisten könnten Strukturen analysieren und daraus auf Sprachhinweise schließen. Womöglich ruft der Mars uns via Perseverance-Mikro zu „Wir schaffen das!“ oder „1,5 Meter Abstand halten!“ oder „Ich habe Besseres zu tun!“

Recht gewiss dürfen wir sein, dass es auf dem Mars keinen Jodel-Gesang geben wird. Filmfreunde wissen aus dem streng dokumentarischen Werk „Mars Attacks!“ von 1996, wie es den kleinen grünen Männchen ergeht, die die Erde überfallen. Auf ganz herzige Weise zerplatzen die Köpfe, wenn Country-Legende Slim Whitman in hohen Tönen zu jodeln anfängt. O Freunde, nicht diese Töne!

Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article225830889/Mars-Mission-So-werden-die-ersten-Geraeusche-vom-Mars-klingen.html


Nasa schickt Rover der Superlative auf den Mars

  • Es ist einiges los im Weltraum: Schon die dritte Raumfahrt-Mission binnen Tagen soll den Mars erreichen.
  • Der Nasa-Rover „Perseverance“ will die heikle Landung auf dem Roten Planeten am 18. Februar meistern.
  • Der Rover hat sogar einen Mini-Hubschrauber im Gepäck – und auch sonst haben die Amerikaner nicht gespart.

Mikrofone, Hubschrauber und Superlative: „Perseverance“ sei der „größte, schwerste, sauberste und technisch ausgefeilteste sechsrädrige Geologe, der je in den Weltraum befördert wurde“, heißt es von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Rund sechs Monate nach dem Start des Roboters vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Juli 2020 soll „Perseverance“ am Donnerstag (18. Februar) auf dem Mars ankommen – nur rund eine Woche, nachdem kurz hintereinander Raumsonden erst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dann aus China in die Umlaufbahn des Planeten eingeschwenkt waren.

Landung auf dem Mars gilt als große Herausforderung

Die Landung von „Perseverance“ (auf Deutsch: Durchhaltevermögen) in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens „Jezero Crater“ ist aber schon gleich die erste große Herausforderung. „Lassen Sie sich von niemandem etwas anderes erzählen: Auf dem Mars landen ist schwer“, sagt Missionschef John McNamee. „Aber die Frauen und Männer in diesem Team sind die besten auf der Welt, bei dem, was sie machen. Wenn unser Raumschiff mit ungefähr dreieinhalb Meilen pro Sekunde (gut 20.000 Kilometer pro Stunde) die Mars-Atmosphäre erreicht, werden wir bereit sein.“

Der Rover hat die Möglichkeit, nicht nur unser Wissen über den Roten Planeten zu vergrößern, sondern auch eine der wichtigsten und aufregendsten Fragen der Menschheit über den Ursprung des Lebens auf der Erde und auf anderen Planeten zu untersuchen.

Thomas Zurbuchen, Nasa-Manager

Weniger als die Hälfte aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war etwa die Sonde „Schiaparelli“ der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt. Das von der Planeten-Konstellation her günstige Start-Datum im Sommer 2020 hatten auch die Vereinigten Arabischen Emirate und China für ihre Mars-Missionen genutzt. „Al-Amal“, die Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate, soll nicht landen, das Landegerät des chinesischen Raumschiffs „Tianwen 1“ soll in zwei bis drei Monaten aufsetzen.

„Perseverance“ wäre die fünfte Landung

Gelingt „Perseverance“ die Landung, dann wäre es bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt. 1997 landete der „Sojourner“, der nur rund drei Monate lang mit der Erde kommunizierte. 2004 folgten die Zwillingsrover „Spirit“ und „Opportunity“. Die Kommunikation zu „Spirit“ ging 2007 in einem riesigen Staubsturm verloren, „Opportunity“ erlag 2018 dem gleichen Schicksal. 2012 landete „Curiosity“, dessen Team seitdem auch über die sozialen Netzwerke Wissenschaftler und Fans mit Neuigkeiten und Fotos versorgt und den Roboter so zum Publikumsliebling werden ließ. Unter anderem schaffte es 2018 zudem der stationäre Nasa-Lander „InSight“ zum Mars, außerdem kreisen mehrere Sonden um den Roten Planeten.

„Aufregendste“ Frage: Gibt es Leben?

„Perseverance“ sei aus den gesammelten Erfahrungen und dem Wissensschatz all dieser Missionen entstanden, sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. „Der Rover hat die Möglichkeit, nicht nur unser Wissen über den Roten Planeten zu vergrößern, sondern auch eine der wichtigsten und aufregendsten Fragen der Menschheit über den Ursprung des Lebens auf der Erde und auf anderen Planeten zu untersuchen.“ Der Roboter soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen und Proben von Steinen und Staub nehmen.

Das Team kann es gar nicht mehr abwarten, endlich diese Räder auf dem Mars aufzusetzen.

Fernando Abilleira, Nasa-Manager

Rover mit zahlreichen Nasa-Premien auf

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teure Rover war rund acht Jahre lang unter dem Arbeitstitel „Mars 2020“ entworfen und gebaut worden – und ist nun eine Art „Curiosity 2.0“: An Bord hat das rund 1000 Kilogramm schwere und drei Meter lange Gefährt von der Größe eines Kleinwagens unter anderem 7 wissenschaftliche Instrumente, 23 Kameras, einen Laser – und zahlreiche Nasa-Premieren: Erstmals werden mit „Perseverance“ Mikrofone auf den Mars geschickt, erstmals ein kleiner Hubschrauber – und erstmals sollen in einer gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrt Agentur Esa entwickelten Mission Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht werden.

Helikopter „Ingenuity“ begeistert Experten

Der Hubschrauber namens „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) sorgte unter Wissenschaftlern, Weltraum- und Technik-Fans bereits für viel Vorfreude – denn damit soll zum ersten Mal versucht werden, auf einem anderen Planeten eine Art Helikopter zu starten. „‚Ingenuity‘ wiegt vielleicht nur 1,8 Kilogramm, aber er hat übergroßen Ehrgeiz“, heißt es von der Nasa.

Der kleine Helikopter soll beweisen, dass Fliegen auf dem Mars möglich ist. Seine vier Rotorblätter aus Kohlefasern rotieren deutlich schneller als die von Hubschraubern auf der Erde – unter anderem weil die Atmosphäre des Mars wesentlich dünner ist. Zudem muss der Hubschrauber eisige Temperaturen von bis zu -90 Grad aushalten können. Wenn alles klappt, soll er ein paar kurze Flüge alleine machen, denn fernsteuern lässt sich „Ingenuity“ von der Erde kaum, wenn sogar Licht selbst bei günstigster Konstellation mehr als drei Minuten von einem Planeten zum anderen braucht. Bis zu vier Flugversuche könnte „Ingenuity“ auf dem Roten Planeten starten.

Erste Geräusche auf dem Mars aufgenommen

Seine Mikrofone hat „Perseverance“ schon auf dem Flug zum Mars eingesetzt – und ein gleichförmiges, leicht metallenes Rauschen aufgenommen und veröffentlicht. Bei der Landung und beim Rollen über den Planeten soll noch mehr Sound aufgenommen werden. „Wieviel wissenschaftliche Daten wir alleine mit einem simplen Mikrofon bekommen können, ist erstaunlich“, sagt Nasa-Forscher Baptiste Chide. Wegen der dünneren Atmosphäre auf dem Mars, würden sich wohl aber auch die Geräusche anders anhören. „Es wird so sein, als ob man durch eine Mauer hindurch lauscht.“

Neben all der Technik hat „Perseverance“ auch noch die auf drei fingernagelgroße Chips gebrannten Namen von knapp elf Millionen Menschen dabei, die sie nach einem entsprechenden Aufruf eingesandt hatten, und sogar eine kleine Gedenkplakette für die Corona-Pandemie. Nach rund einem halben Jahr Flug freue sich das Team riesig auf die Landung des Rovers, sagt Nasa-Manager Fernando Abilleira. „Das Team kann es gar nicht mehr abwarten, endlich diese Räder auf dem Mars aufzusetzen.“

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/nasa-mars-rover-perseverance-soll-am-18-februar-landen-D6GCWQYB4SOFAM4WVE2AQH6QJI.html

Trump übersteht Impeachment-Verfahren

Der US-Senat hat den früheren Präsidenten Donald Trump im Impeachment-Prozess freigesprochen. Obwohl sieben republikanische Senatoren für eine Amtsenthebung gestimmt hatten, wurde die dafür nötige Mehrheit nicht erreicht.

Der frühere US-Präsident Donald Trump ist im Impeachment-Prozess freigesprochen worden. Zwar stimmte im Senat eine Mehrheit von 57 zu 43 Senatoren für einen Schuldspruch. Die für eine Verurteilung notwendige Zweidrittelmehrheit von 67 Stimmen wurde aber klar verfehlt.

Anhänger von Ex-Präsident Trump stürmen das US-Kapitol | dpa

Bei dem Angriff auf das Kapitol kamen am 6. Januar fünf Menschen ums Leben. Bild: dpa

Auch der republikanische Minderheitsführer Mitch McConnell stimmte für einen Freispruch. Er ging nach der Abstimmung aber hart mit Trump ins Gericht und sagte, der Ex-Präsident sei „praktisch und moralisch“ für die Kapitol-Erstürmung verantwortlich. Der Senat habe aber nicht die Befugnis, über einen früheren Präsidenten zu urteilen.

Trump war wegen Anstachelung zum Aufruhr angeklagt, weil er am 6. Januar in einer Rede seine Wahlniederlage geleugnet und Anhänger aufgerufen hatte, zum Kongress zu marschieren, wo das Wahlergebnis bestätigt werden sollte. Eine wütende Menge drang in das Gebäude ein und randalierte. Die Sitzung musste unterbrochen werden, es gab fünf Tote.

Der US-Senat stimmt über die Amtsenthebung ab.  | SENATE TELEVISION HANDOUT/EPA-EF

Die Mehrheit bei der namentlichen Abstimmung reichte nicht für die Amtsenthebung aus. Bild: SENATE TELEVISION HANDOUT/EPA-EF

Demokraten leiteten Verfahren ein

Die Demokraten hatten das Amtsenthebungsverfahren wegen Trumps Rolle bei der Erstürmung angestrengt. Sie wollten damit auch erreichen, dass der inzwischen aus dem Amt geschiedene Präsident für künftige politische Ämter auf Bundesebene gesperrt wird. Damit wäre es Trump unmöglich gewesen, sich bei der Wahl 2024 erneut um die Präsidentschaft zu bewerben.

Die Verteidigung argumentierte, das Verfahren sei verfassungswidrig, weil Trumps Amtszeit am 20. Januar zu Ende gegangen ist. Außerdem habe sich Trump im Rahmen der üblichen politischen Wortwahl bewegt, als er seine Anhänger aufrief, wie die Teufel zu kämpfen, weil sie sonst kein Land mehr hätten. Die Argumentation verwischte allerdings den Unterschied zwischen allgemeiner Ermutigung, für eine Sache zu kämpfen, und Trumps Aufruf zum Kampf gegen offiziell anerkannte Wahlergebnisse.

Trump: Habe gerade erst begonnen

Trump begrüßte seinen Freispruch im Amtsenthebungsverfahren. Seine politische Bewegung habe gerade erst begonnen, sagte er in einer ersten Reaktion. Er dankte seinen Anwälten dafür, dass diese „die Gerechtigkeit aufrechterhalten und die Wahrheit verteidigt“ haben. Trump erklärte sich zum Opfer der „größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes“. Die Demokraten hätten versucht, den Rechtsstaat zu untergraben.

Die Demokraten könnten nun noch versuchen, den 14. Verfassungszusatz anzuwenden, der einen Ausschluss von öffentlichen Ämtern für diejenigen vorsieht, der sich an einem „Aufstand oder eine Rebellion“ gegen die Regierung beteiligen. Allerdings haben die Republikaner entschiedenen Widerstand gegen einen solchen Vorstoß angekündigt.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/impeachment-trump-131.html


Der frühere Präsident Trump wurde in einem beispiellosen zweiten Amtsenthebungsverfahren unter dem Vorwurf freigesprochen , einen Aufstand für den Aufstand im Capitol am 6. Januar angestiftet zu haben. Damit war er der erste und einzige Präsident, der zweimal in der Geschichte angeklagt und freigesprochen wurde.

Eine Mehrheit der Senatoren befand Trump am Samstag bei einer Abstimmung zwischen 57 und 43 für schuldig, aber die Zahl blieb hinter der Supermajorität zurück, die zur Verurteilung des Präsidenten erforderlich war. Wäre Trump verurteilt worden, hätte der Senat den 45. Präsidenten daran gehindert, jemals wieder ein Bundesamt zu bekleiden.

Die sieben GOP-Senatoren, die gemeinsam mit allen Demokraten Trump für schuldig befanden, waren: Sens. Richard Burr aus North Carolina, Bill Cassidy aus Louisiana, Susan Collins aus Maine, Lisa Murkowski aus Alaska, Mitt Romney aus Utah, Ben Sasse aus Nebraska und Pat Toomey von Pennsylvania.

Senator Patrick Leahy, D-Vt., Der den Prozess leitete, kündigte an, dass die Abstimmung den Zweidrittelmehrheitsbedarf nicht erreicht habe und Trump daher „hiermit von der Anklage freigesprochen“ werde.

Der Freispruch bedeutet, dass Trump ab sofort die Tür für ein weiteres Angebot des Weißen Hauses im Jahr 2024 offen lassen kann, obwohl die Senatoren angedeutet haben, dass sie möglicherweise immer noch versuchen, ihn in einer separaten Maßnahme der 14. Änderung aus dem Amt auszuschließen. 

SCHUMER LÄSST DIE TÜR FÜR DIE 14. ÄNDERUNGSMASSNAHME GEÖFFNET, UM TRUMPF VOM BÜRO ZU BAREN

Trump lobte den Sieg, dankte seinen Anhängern und versprach, dass er bald mit einer „Vision für eine strahlende, strahlende und grenzenlose amerikanische Zukunft“ auftauchen würde. 

Der frühere Präsident, der seit seiner Amtsenthebung weitgehend geschwiegen hat, zielte auf seine Gegner.

TRUMP FEIERT IN SENATVERSUCH, ERKLÄRT POLITISCHE ZUKUNFT: „VIEL ZU TEILEN“

„Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes“, sagte Trump. „Kein Präsident hat jemals so etwas durchgemacht, und das geht weiter, weil unsere Gegner die fast 75 Millionen Menschen nicht vergessen können, die höchste Zahl, die jemals ein sitzender Präsident hatte, der vor wenigen Monaten für uns gestimmt hat.“

Trumps zweiter Amtsenthebungsprozess dauerte nur fünf Tage und war damit der kürzeste in der Geschichte des Präsidenten. Der vorherige Rekord wurde von Trump im Jahr 2020 gehalten, als sein Prozess im Zusammenhang mit der Einladung ausländischer Einmischung in die Wahlen  21 Tage dauerte . 

Der Prozess umfasste den Aufstand vom 6. Januar, als Pro-Trump-Anhänger das Kapitol stürmten, Polizisten schlugen, „Hang Mike Pence“ sangen und den Gesetzgeber zwangen, Schutz zu suchen. Das Chaos stoppte vorübergehend die Zertifizierung des Kongresses für den Sieg von Präsident Bidens Wahlkollegium. 

Die Amtsenthebungsmanager des Hauses beschuldigten Trump, den Aufstand angestiftet zu haben, indem sie eine „große Lüge“ verbreiteten, die ihm die Wahl gestohlen hatte. Er rief seine Anhänger am 6. Januar nach Washington, forderte sie auf, „höllisch zu kämpfen“ und weigerte sich dann, den Angriff einmal abzubrechen Der Mob übernahm gewaltsam das Kapitol.

Das Team von Trump Legal verurteilte das Verfahren als verfassungswidrige „Schein-Amtsenthebung“ gegen einen Privatmann, getrieben von dem „Hass“ der Demokraten auf Trump und dem Wunsch, einen politischen Gegner zum Schweigen zu bringen. 

Die Anwälte von Trump argumentierten auch, dass die politische Rede des ehemaligen Präsidenten durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt sei und seine Worte am 6. Januar an seine Anhänger, „wie die Hölle zu kämpfen“, nicht wörtlich gemeint seien. Um diesen Punkt während des Prozesses nach Hause zu bringen, spielte Trumps Verteidigung ein 11-minütiges Video von fast jedem Demokraten in der Kammer ab, in dem die Worte „Kampf“ in ihren früheren Reden und Interviews verwendet wurden.

Die Abstimmung krönte einen wilden Samstag in Washington mit zahlreichen Wendungen.

In diesem Bild aus dem Video spricht der Amtsenthebungsleiter des Repräsentantenhauses, Rep. Jamie Raskin, D-Md., Während des zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump im Senat des US-Kapitols in Washington am Donnerstag, den 11. Februar 2021. (Senat Fernsehen über AP)

In diesem Bild aus dem Video spricht der Amtsenthebungsleiter des Repräsentantenhauses, Rep. Jamie Raskin, D-Md., Während des zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump im Senat des US-Kapitols in Washington am Donnerstag, den 11. Februar 2021. (Senat Fernsehen über AP)

In einem Curveball-Schachzug stimmte der Senat am Samstagmorgen mit 55 zu 45 Stimmen ab, um Zeugen bei der Verhandlung zuzulassen, nachdem der leitende Amtsenthebungsmanager, Rep. Jamie Raskin, sagte, sie wollten während einer Zoom-Hinterlegung von GOP-Rep. Jaime Herrera Beutler hören. 

Raskin, D-Md., Zitierte über Nacht die „Breaking News“ über Details, die Beutler über einen hitzigen Anruf enthüllte, den Trump während des Capitol-Angriffs mit dem GOP-Führer des Hauses, Kevin McCarthy, hatte.

Beutler, eine von zehn Republikanern, die gegen Trump in House gestimmt hatten, veröffentlichte am späten Freitag ihren Bericht über den Anruf und bestätigte  einen CNN-Bericht,  wonach Trump McCarthys Bitten, den Aufstand abzubrechen, zurückwies und McCarthy stattdessen sagte, die Randalierer seien „verärgerter“ über die Wahl „als der Hausführer.

MCCONNELL WIRD STIMMEN, TRUMP IM ZWEITEN IMPEACHMENT-PROZESS ZU ERWERBEN, WIE FÜNFTER TAG UNTERWEGS

„Als McCarthy am 6. Januar endlich den Präsidenten erreichte und ihn aufforderte, den Aufstand öffentlich und gewaltsam abzubrechen, wiederholte der Präsident zunächst die Lüge, dass es Antifa war, die das Kapitol verletzt hatte“, sagte Beutler in ihrer Erklärung. „McCarthy hat das widerlegt und dem Präsidenten gesagt, dass dies Trump-Anhänger sind. Dann sagte der Präsident laut McCarthy: ‚Nun, Kevin, ich denke, diese Leute sind über die Wahlen mehr verärgert als Sie.'“

Quelle: https://www.foxnews.com/politics/trump-acquitted-in-second-impeachment-trial-for-inciting-jan-6-capitol-riot


Das Impechment-Verfahren war super, vor allem das Ende. Super!

Super, Trump übersteht Impeachment-Verfahren. Endlich ist diese billige Theater-Vorstellung vorbei.

Trumps Politik ist klasse und vor allem wird es ohne Ihn nicht langweilig in den USA und in den Medien. Mal schauen was Trump politisch für die Zukunft plant.

Allein schon der Wirbel heut Nachmittag: Erst Zeugen anhören und nach etlichen Stunden kneifen die Demokraten. Wie Peinlich ist das denn. Was haben sich die User auf Twitter nach der wende aufgeregt: Scheiß Show, Zeitverschwendung, Clownsshow… Die Twitter-User total schockiert, plötzlich hatten sie kein Spaß mehr an ihrem Kasperle-Theater und waren von den Politikern und Ihrer Demokratie enttäuscht.

Die Amerikaner mir Ihrem 2 Parteien-System können ein Leid tun, hier kann ich ja noch aus vielen Parteien auswählen was viel besser ist und auch die Debatten-Kultur ist anspruchsvoller weil unterschiedliche Parteien (alle wählerschichten haben ihr Sprachrohr- von links nach rechts ist ein breites Spektrum da) im Bundestag vertreten sind. Das macht es auch interessanter und spannender. In den USA ist das mehr ein Schwarz-Weiß wählen und Schwarz-Weiß-Debatte. Genauso bei den USA News: CNN und Fox-News, das eine Lager schaut diesen Sender das andere den anderen. Da sind mir hier unsere Nachrichtensender: Tagesschau, N-TV und Welt deutlich lieber. In den USA müsste ich dauernd zwischen CNN und Fox-News hin und her zappen.

Herrlich, ich habe mich köstlich amüsiert. Hab das ja den ganzen Tag auf Twitter und CNN verfolgt, neben TV schauen und an der Konsole Zocken. Der Freispruch hat denen dann endgültig den Rest gegeben. Köstlich, ich konnte nicht mehr vor lachen – da glauben wirklich das so ein Impeachment verfahren funktionieren würden. Da kannte nur noch den Kopfschütteln.

Mal schauen wie es weiter geht: Die Demokraten könnten nun noch versuchen, den 14. Verfassungszusatz anzuwenden, der einen Ausschluss von öffentlichen Ämtern für diejenigen vorsieht, der sich an einem „Aufstand oder eine Rebellion“ gegen die Regierung beteiligen. Allerdings haben die Republikaner entschiedenen Widerstand gegen einen solchen Vorstoß angekündigt.

Schön das auch dieses Impeachment nun geklärt ist und man sich kommende Woche neuen Nachrichten widmen kann. Sonntag erstmal ausruhen vom vielen lesen und ab Montag dann neu planen bzw. sehen was ansteht neben täglichen Corona News und Raumfahrt (Landung von Perseverance am 18.02). Vielleicht lässt sich ja ein Hinweis erspicken, wann die die Demokraten den 14. Verfassungszusatz anwenden wollen. Nebenbei werden sich bestimmt auch weitere interessante Nachrichten ereignen. Das Ende des Impeachment ist ein schöner Wochenabschluss und ein guter Start für die neuen Nachrichten-Woche.

Christian Dauck

Trump feiert Freispruch im Senatsprozess und lässt politische Zukunft ahnen: „Viel zu teilen“

„Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte“, sagte Trump

Der frühere Präsident Donald Trump dankte am Samstag seinen Anwälten und Senatoren, die gegen seine Amtsenthebungsverurteilung gestimmt und seine politische Zukunft in einer Erklärung nach der Abstimmung im Senat zwischen 57 und 43 angekündigt hatten, um ihn von der Aufstachelung zum Aufstand freizusprechen. 

„Ich möchte zunächst meinem Team engagierter Anwälte und anderer für ihre unermüdliche Arbeit für die Wahrung der Gerechtigkeit und die Verteidigung der Wahrheit danken“, sagte Trump. „Mein tiefster Dank gilt auch allen Senatoren und Kongressmitgliedern der Vereinigten Staaten, die stolz für die Verfassung standen, die wir alle verehren, und für die heiligen Rechtsgrundsätze im Herzen unseres Landes.“

Er fügte hinzu: „Dies war eine weitere Phase der größten Hexenjagd in der Geschichte unseres Landes. Kein Präsident hat jemals so etwas durchgemacht, und das geht weiter, weil unsere Gegner die fast 75 Millionen Menschen nicht vergessen können, die höchste Zahl aller Zeiten.“ für einen sitzenden Präsidenten, der vor wenigen Monaten für uns gestimmt hat. „

Trump hat während des Amtsenthebungsverfahrens keine Aussagen gemacht, und seine Aussage am Samstag ist seine erste in der ganzen Woche. 

Die Abstimmung am Samstag war deutlich mehr Stimmen als die 48-52-Abstimmung in seinem Prozess gegen den Senat im Jahr 2020, aber immer noch 10 weniger als nötig, um verurteilt zu werden. 

Trump ahnte auch seine politische Zukunft voraus. 

„Unsere historische, patriotische und schöne Bewegung, Amerika wieder großartig zu machen, hat gerade erst begonnen“, sagte er. „In den kommenden Monaten habe ich viel mit Ihnen zu teilen, und ich freue mich darauf, unsere unglaubliche gemeinsame Reise fortzusetzen, um amerikanische Größe für alle unsere Leute zu erreichen. Es gab noch nie so etwas!“

Quelle: https://www.foxnews.com/politics/trump-statement-impeachment-acquittal