Mein Ostergeschenk: Bundesrat stimmt neuen Regeln für Bestandsdatenauskunft zu

Bundesrat stimmt neuen Regeln für Bestandsdatenauskunft zu

Der Bundesrat hat am 26. März 2021 dem Gesetz zur Anpassung der Regelungen über die Bestandsdatenauskunft an die Vorgaben aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Mai 2020 zugestimmt, das der Bundestag aufgrund einer Empfehlung des Vermittlungsausschusses kurz nur wenige Stunden zuvor verabschiedet hatte.

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Hurra! Hurra! Besser kann dieser Tag nicht mehr werden. Ein vorzeitiges Ostergeschenk für mich. Geil, noch besser kann der Freitag und das bevorstehende Wochenende nicht mehr werden. Das Gesetz passt auch die Bestandsdatenauskunftsregelungen zweier weiterer Gesetze – des Gesetzes zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität….. Super Sache, da warte ich nämlich schon seit über 2 Jahren auf diese Gesetz. Ich mag den gläsernen Mensch bzw. Bürger und die Daten-Schnüffelei der Justiz. Ich bin ein Fan/Befürworter von Datenübermittlungen im Hintergrund, Behörden sollten mehr solches Handwerkzeug bekommen. Verbrecher jagen mit dem PC bzw. in der heutigen Digitalen Welt ist die Zukunft und vorfallen viel spannender als die Streifenfahrt der Schutzpolizei Hurra! Hurra! Wenn es nach mir gehn würde dürfte das BKA schnüffeln bis zu abwinken mit künstlicher Intelligenz und allem anderen tollen schnick schnack – 365 Tage im Jahr 24 Stunden.

Christian Dauck

Regelungen zu Bestandsdaten und Nutzungsdaten

Die manuelle Bestandsdatenauskunft ermöglicht es Sicherheitsbehörden, von Telekommunikationsunternehmen Auskunft insbesondere über den Anschlussinhaber eines Telefonanschlusses oder einer zu einem bestimmten Zeitpunkt zugewiesenen IP-Adresse zu erlangen. Bestandsdaten sind personenbezogene Daten der Kunden, die im Zusammenhang mit dem Abschluss oder der Durchführung von Verträgen stehen. Das Gesetz trifft aber auch Regelungen zu Nutzungsdaten, die Anbieter benötigen, um die Inanspruchnahme ihrer Dienste zu ermöglichen und abzurechnen.

Bisherige Vorgaben verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 27. Mai 2020 Paragraph 113 des Telekommunikationsgesetzes und mehrere Fachgesetze des Bundes, die die manuelle Bestandsdatenauskunft regeln, für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht stellte dabei fest, dass diese die Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung sowie auf Wahrung des Telekommunikationsgeheimnisses verletzen. Das am 28. Januar 2021 vom Bundestag beschlossene Gesetz sollte der Umsetzung des höchstrichterlichen Beschlusses dienen, der die Voraussetzungen der zulässigen Bestandsdatenauskunft präzisiert.

Rechtsgrundlage für Übermittlung und Abruf

Das Gesetz schafft entsprechend dem Beschluss des Verfassungsgerichts nach dem Bild einer Doppeltür sowohl für die Übermittlung der Bestandsdaten durch die Telekommunikationsanbieter als auch für den Abruf dieser Daten durch die Behörden jeweils verhältnismäßige Rechtsgrundlagen. Übermittlungs- und Abrufregelungen begrenzen die Verwendungszwecke der Daten, indem sie insbesondere tatbestandliche Eingriffsschwellen und einen hinreichend gewichtigen Rechtsgüterschutz vorsehen.

Zahlreiche Änderungen im Vermittlungsverfahren

Der Zustimmung der Länderkammer ging ein Vermittlungsverfahren voraus. Die Bundesregierung hatte den Vermittlungsausschuss angerufen, nachdem der Bundesrat dem ursprünglichen Gesetzesbeschluss am 5. März 2021 die Zustimmung versagt hatte. Nach kurzer Verhandlung fanden Bund und Länder einen Kompromiss, der am 26. März 2021 zunächst vom Bundestag und dann vom Bundesrat bestätigt wurde.

Der Vermittlungsausschuss hatte an vielen Stellen Änderungen des Bundestagsbeschlusses vorgeschlagen, die sowohl die Fachgesetze als auch das Telekommunikationsgesetz betreffen. So sind insbesondere Auskünfte zu Nutzungsdaten im repressiven Bereich nur für die Verfolgung von Straftaten, nicht jedoch für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten möglich. Außerdem wird klargestellt, dass nur bei Vorliegen einer bestimmten besonders schweren Straftat eine Passwortherausgabe in Betracht kommt. Darüber hinaus sollen Telemediendienstanbieter Auskunft zu den ihnen jeweils vorliegenden Bestandsdaten nicht zur Verfolgung jedweder Ordnungswidrigkeit, sondern lediglich zur Verfolgung besonders gewichtiger Ordnungswidrigkeiten erteilen dürfen.

Nachbesserungen für zwei weitere Gesetze

Das Gesetz passt auch die Bestandsdatenauskunftsregelungen zweier weiterer Gesetze – des Gesetzes zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität und des Gesetzes zur Neustrukturierung des Zollfahndungsdienstes – an die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts an. Diese Gesetze hatte der Bundespräsident zunächst nicht ausgefertigt, da sie Vorschriften enthielten, die mit den für verfassungswidrig erklärten gleichlautend waren.

Unterzeichnung – Verkündung – Inkrafttreten

Nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt kann das geänderte Gesetz zur Bestandsdatenauskunft am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Vermittlungsausschuss erzielt Kompromiss zur Bestandsdatenauskunft

Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern haben sich am 24. März 2021 im Vermittlungsausschuss auf zahlreiche Änderungen am „Gesetz zur Anpassung der Regelungen über die Bestandsdatenauskunft an die Vorgaben aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Mai 2020“ geeinigt.

Mit einer so schnellen Einigung noch heute hab ich nicht gerechnet, um so mehr freue ich mich darüber. Das rettet diesen politischen grauen Tag noch und stimmt mich froh.

Christian Dauck

Die Bundesregierung hatte am 24. Februar 2021 beschlossen, das Gremium anzurufen, nachdem der Bundestagsbeschluss am 12. Februar 2021 im Plenum des Bundesrates nicht die erforderliche absolute Mehrheit von 35 Stimmen erhalten hatte. Der Einigungsvorschlag sieht strengere Voraussetzungen für die Auskunft über Nutzungsdaten und die Herausgabe von Passwörtern an Strafverfolgungsbehörden vor und schafft mehr Übersichtlichkeit und Rechtsklarheit im Telemediengesetz.

Bisherige Vorgaben verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 27. Mai 2020 Paragraph 113 des Telekommunikationsgesetzes und mehrere Fachgesetze des Bundes, die die manuelle Bestandsdatenauskunft regeln, für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht stellte dabei fest, dass diese die Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung sowie auf Wahrung des Telekommunikationsgeheimnisses verletzen. Das am 28. Januar 2021 vom Bundestag beschlossene Gesetz sollte der Umsetzung des höchstrichterlichen Beschlusses dienen, der die Voraussetzungen der zulässigen Bestandsdatenauskunft präzisiert.

Regelungen zu Bestandsdaten und Nutzungsdaten

Die manuelle Bestandsdatenauskunft ermöglicht es Sicherheitsbehörden, von Telekommunikationsunternehmen Auskunft insbesondere über den Anschlussinhaber eines Telefonanschlusses oder einer zu einem bestimmten Zeitpunkt zugewiesenen IP-Adresse zu erlangen. Bestandsdaten sind personenbezogene Daten der Kunden, die im Zusammenhang mit dem Abschluss oder der Durchführung von Verträgen stehen. Das Gesetz trifft aber auch Regelungen zu Nutzungsdaten, die Anbieter benötigen, um die Inanspruchnahme ihrer Dienste zu ermöglichen und abzurechnen.

Rechtsgrundlage für Übermittlung und Abruf

Mit dem Gesetzesbeschluss wollte der Bundestag entsprechend dem Beschluss des Verfassungsgerichts nach dem Bild einer Doppeltür sowohl für die Übermittlung der Bestandsdaten durch die Telekommunikationsanbieter als auch für den Abruf dieser Daten durch die Behörden jeweils verhältnismäßige Rechtsgrundlagen schaffen. Übermittlungs- und Abrufregelungen sollten die Verwendungszwecke der Daten hinreichend begrenzen, indem sie insbesondere tatbestandliche Eingriffsschwellen und einen hinreichend gewichtigen Rechtsgüterschutz vorsehen. Ob der Gesetzesbeschluss die Vorgaben vollständig umgesetzt und damit zu einer verfassungsgemäßen Lösung geführt hätte, war allerdings umstritten.

Kompromiss im Vermittlungsverfahren

Der Vermittlungsausschuss schlägt nun an vielen Stellen Nachbesserungen vor, die sowohl die Fachgesetze als auch das Telekommunikationsgesetz betreffen. So sind insbesondere Auskünfte zu Nutzungsdaten im repressiven Bereich nur für die Verfolgung von Straftaten, nicht jedoch für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten möglich. Außerdem wird klargestellt, dass nur bei Vorliegen einer bestimmten besonders schweren Straftat eine Passwortherausgabe in Betracht kommt. Darüber hinaus sollen Telemediendienstanbieter Auskunft zu den ihnen jeweils vorliegenden Bestandsdaten nicht zur Verfolgung jedweder Ordnungswidrigkeit, sondern lediglich zur Verfolgung besonders gewichtiger Ordnungswidrigkeiten erteilen dürfen.

Ausfertigung weiterer Gesetze ausgesetzt

Mit Blick auf das Gesetzgebungsverfahren hat der Bundespräsident zwei Gesetze zunächst nicht ausgefertigt, die Bezug zur Bestandsdatenübermittlung haben. Das Gesetz zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität sieht ebenfalls eine Bestandsdatenauskunft vor. Anbieter müssen danach strafbare Inhalte direkt an das Bundeskriminalamt melden. Dieses soll die gemeldeten Inhalte prüfen und anhand der ebenfalls gemeldeten IP-Adresse Bestandsdaten erheben, mit denen der Nutzer identifiziert werden kann. So kann das Bundeskriminalamt auch anonyme Inhalte zuordnen. Es enthält damit, – wie auch das Gesetz zur Neustrukturierung des Zollfahndungsdienstes – Regelungen, die inhaltlich vollständig einzelnen Normen entsprechen, die das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt hat. Mit dem nun im Vermittlungsverfahren behandelten Gesetz sollen auch die Bestandsdatenauskunftsregelungen dieser beiden Gesetze an die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts angepasst werden.

Bestätigung in Bundestag und Bundesrat

Der Bundestag wird sich voraussichtlich noch in der laufenden Woche mit dem Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses befassen, der Bundesrat dann in der Plenarsitzung am 26. März 2021. Mit der Bestätigung beider Häuser wäre das parlamentarische Verfahren abgeschlossen und das Gesetz könnte dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt und danach im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Zum Beratungsvorgang:

Quelle: https://www.bundesrat.de/SharedDocs/pm/2021/009.html

Verschärfter Corona-Lockdown

Die Ministerpräsidenten stellen sich unisono hinter die Rückkehr in den härteren Lockdown. Manche verordnen ihrem Bundesland sogar einen strikteren Kurs. Andere lenken den Blick hoffnungsvoll auf die Zeit nach Ostern – mit mehr Freiheiten.

Wurde vor Kurzem noch über Öffnungen und Lockerungen der Corona-Maßnahmen diskutiert, kommt nun nach dem jüngsten Treffen von Bund und Länderchefs die Kehrtwende – zurück in den harten Lockdown. Vor allem über Ostern soll bundesweit sprichwörtlich Ruhe herrschen. Aus Sicht der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten ein notwendiger Schritt.

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Ich habe keine Probleme mit dem neuen Lockdown: hab das immer kommen sehen. Ich hab Essensvorräte bzw. Vorräte für 3 Wochen da. Damit könnte ich meine Pflegeeltern mit durchfüttern oder medikamentös Behandeln bei Grippe, Erkältung usw. ohne einen Arzt. Das sind Essensrationen die ich mir einteile und ich weiß genau wieviel ich brauche – Wie ein Soldat bei der Bundeswehr.

Die paar tage die man nicht einkaufen kann, lächerlich. Bevor ich in Bedrängnis komme müsste eher ein Asteroid auf der Erde einschlagen, Lieferketten zusammenbrechen, Wasser und Strom ausfallen usw. Ich würde auch nicht Verhungern wenn die Regierung 3 Wochen beschlossen hätte, ein Junge mit 50 % Behinderung, Förderschulabschluss, ohne Ausbildung und damals jahrelang ohne Pflegeeltern weiß wie man überlebt.

Und andere tunt so als würden sie Verhungern, wegen ein paar Tage. Das kann nicht euer ernst sein.

Dann sagen die Leute Autisten Träumen, Leben in einer anderen Welt. Ich hab um 3 Uhr morgens die Pressemitteilung verfolgt. Würde die Bundeswehr ausfallen und die Regierung Leute wie mich einziehen, verteilen Leute wie ich dann die Essensrationen und betreuen euch dann, damit ihr in einer Krise überlebt. So sieht das nämlich aus. Was hier gerade passiert ist für mich noch nicht Extrem.

Meinen Pflegeltern hab ich heute online beim Impftermin geholfen und Pflegepapa war sogar schon ein kaufen. Und für die anderen, ihr habt 8 Tage Zeit zum einkaufen, da müssen nicht alle an einem Tag gehen. Ich muss zum Beispiel gar nicht mehr ein kaufen gehen.

Christian Dauck
Verschärfte Corona-Maßnahmen über Ostern

Die „momentane Gefahr“ angesichts der „sprunghaft“ ansteigenden Infektionszahlen müsse abgewehrt werden, forderte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Daher pochte er auf eine strikte „Osterruhe“. In diesen Tagen solle „alles unterbleiben“ – das betreffe jedes Unternehmen, alle Produktionsbetriebe, jedes gesellschaftliche Leben einschließlich großer Veranstaltungen.

Ähnlich äußerten sich die rheinland-pfälzische Landeschefin Malu Dreyer und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Kontakte und Mobilität sollten mit den Schließungen von Handel und Betrieben über Ostern „drastisch reduziert“ werden, mahnte Dreyer. Weil appellierte an die Bürger, den harten Lockdown einzuhalten. „Bitte lassen Sie sich mit uns zusammen auf dieses Vorgehen ein“, sagte der SPD-Politiker. „Bitte halten Sie sich über Ostern mit direkten Begegnungen zurück, bitte verzichten Sie auf jede nicht unbedingt notwendige Mobilität.“

ARD Berlin, über Reaktionen auf die Bund-Länder-Beschlüsse

Ein arbeitsfreier Gründonnerstag?

Die strengen Regelungen sollen auch für Gründonnerstag gelten, eigentlich kein gesetzlicher Feiertag. Doch in diesem Jahr soll er zu einem „kompletten Ruhetag“ werden, forderte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Doch wie dieser Entschluss rechtlich umzusetzen ist, ist bislang fraglich. Eine Regelung über das Feiertagsgesetz hält Kretschmann für unwahrscheinlich. Eine solche Regelung müsste von allen Bundesländern umgesetzt werden und dafür ist die Zeit bis Ostern zu knapp. Eine Möglichkeit wäre laut Kretschmann für den Gründonnerstag über das Infektionsschutzgesetz eine Ausnahme zu schaffen und ihn in diesem Jahr zum Ruhetag zu erklären.

Auch Niedersachsens Landeschef Weil räumte ein, dass die rechtlichen Details gerade im Hinblick auf den Gründonnerstag noch offen seien. Er gehe von einer Rechtspflicht aus, so dass „wir insgesamt keine Menschen an diesem Tag im Arbeitsleben haben“. Ausgenommen sind den Plänen zufolge Mitarbeiter in besonders systemrelevanten Branchen. Unklar ist bisher laut Weil auch, ob bei der Ruhe am Gründonnerstag zwischen der Tätigkeit direkt in einem Unternehmen und Homeoffice unterschieden wird. „Ich gehe aber davon aus, dass ein allgemeiner Ruhetag dann auch für das Homeoffice gilt“, so Weil.

„Ruhetag“ – in keinem Gesetz definiert

Für alle Bürgerinnen und Bürger ist wichtig zu wissen: Der quasi über Nacht geborene Begriff des „Ruhetags“ ist in keinem Gesetz definiert. Das bedeutet, es folgen aus diesem Begriff im Beschlusspapier der vergangenen Nacht nicht automatisch bestimmte Regeln für den Alltag der Menschen, was arbeiten, einkaufen und vieles mehr an diesen geplanten Tagen angeht. Diese Regeln müssen die Bundesländer jetzt noch aufstellen und dann darüber informieren. Und sollte es an den „Ruhetagen“ über Ostern tatsächlich ein komplettes Versammlungsverbot geben, also auch für Demonstrationen mit ganz wenigen Menschen und viel Abstand unter freiem Himmel, würden die Gerichte das sicher sehr kritisch überprüfen. Frank Bräutigam, ARD-Rechtsredaktion

Scharfe Kritik an Mallorca-Reisen

Neben den rechtlichen Aspekten hadern einige Länderchefs aber auch mit Argumentationsschwierigkeiten, gerade beim Thema Reisen. Der härtere Lockdown schließt den Appell mit ein, auf nicht notwendige Reisen in und außerhalb Deutschlands zu verzichten. Gleichzeitig ist es aber seit rund einer Woche wieder erlaubt, den Urlaub auf Mallorca zu verbringen. Ein Gegensatz, der bei den Ministerpräsidenten auf Unverständnis stößt.

„Wieso ist es erlaubt, nach Mallorca zu fahren, aber ein Urlaub im bayerischen Wald ist nicht möglich?“, kritisierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Sein Kabinett sei von der Kommunikation des Bundes über den Entschluss, Mallorca von der Liste der Hochrisikogebeite zu streichen, „sehr enttäuscht“ gewesen. Kretschmann zeigte sich „außerordentlich unglücklich und besorgt“ über die Mallorca-Reisen und Ramelow betonte, sämtliche Ministerpräsidenten hätten gegen die Entscheidung des Bundes protestiert.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte Verständnis, dass viele Menschen über Ostern sicher mit mehr Reisemöglichkeiten gerechnet hätten. „Das gibt aber diese Zeit nicht her, dazu sind wir viel zu stark in der Pandemie gebunden“, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Er kündigte im Laufe des Tages weitere Beratungen zu den Bund-Länder-Beschlüssen zwischen den Chefs der Staatskanzleien der 16 Bundesländer an.

Hamburg und Berlin gehen strengeren Weg

Doch einigen Landeschefs geht der härtere Lockdown nicht weit genug. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher zum Beispiel. In der Hansestadt werde man „ein Stück strenger“ sein. Das soll etwa für die Kontaktbeschränkungen gelten. Bund und Länder hatten vereinbart, dass sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, Kinder unter 14 Jahren nicht mit eingerechnet. In Hamburg dürfen sich seit dem Inkrafttreten der sogenannten Notbremse am vergangenen Samstag nur noch Angehörige eines Haushalts mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen.

Und auch Berlin will einen eigenen Weg gehen, was die Dauer des Lockdowns betrifft. Bundesregierung und Länderchefs hatten sich geeinigt, dass vorerst bis zum 18. April wieder schärfere Auflagen gelten sollen. Der Berliner Senat beschloss jedoch, den Lockdown um eine Woche zu verlängern. Er soll bis zum 24. April in Kraft bleiben.

Nach Ostern wieder Kurs auf Öffnungen

Doch es gibt auch die Länderchefs, die bereits jetzt auf die Zeit nach Ostern blicken, verbunden mit der Hoffnung, dass dann wieder mehr möglich sein wird. In Bayern sollen die Zeichen nach den Osterferien wieder mehr auf Öffnungen stehen, kündigte Landeschef Söder an. Geplant sei, in drei oder vier Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche Modellversuche zu starten: Einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens sollten für zwei Wochen öffnen dürfen. Voraussetzung sind strenge Hygieneauflagen und ein Konzept für Corona-Tests. So solle untersucht werden, wie Öffnungen mit Schnelltests und Impfen sich in der Realität auswirken, so Söder.

Den gleichen Plan verfolgt auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer. Sie kündigte an, „unmittelbar nach der Oster-Ruhe in wenigen Modellregionen zu erproben, wie wir mit Testen, Impfen, Kontaktnachverfolgen und der Analyse von Infektionswegen Neuinfektionen vermeiden können, ohne alles zu schließen“.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-lockdown-ostern-101.html

SLS-Raketenantrieb für NASA-Mondmission erfolgreich getestet

Der Start des Space Launch System wurde für die kompletten acht Minuten simuliert. Die unbemannte Mondmission Artemis I könnte im November 2021 abheben.

Der Raketenantrieb des Space Launch System (SLS) ist im Rahmen der Vorbereitungen für die Artemis I Mondmission der NASA erneut getestet worden – und jetzt erfolgreich. Nachdem sich die vier RS-25 Raketenantriebe beim vorherigen Test im Januar vorzeitig abgeschaltet hatten, konnte nun der komplette Raketenstart von acht Minuten simuliert werden.

Die Triebwerke werden im nächsten Schritt aufgearbeitet und dann in Florida in die Mondrakete Artemis I eingebaut. Deren Start ist nach aktuellem Stand immer noch für November 2021 geplant.

Das Raketentriebwerk des SLS mit seinen vier RS-25 Antrieben wurde wieder im Stennis Space Center im US-Bundesstaat Mississippi getestet. Im als „Hot Fire“ bezeichneten Test feuerten alle vier Triebwerke für acht Minuten und 19 Sekunden. Das ist die Zeit für den Start des SLS und bis die Rakete das Weltall erreicht. Dabei wurden auch die Beweglichkeit der einzelnen Triebwerke zur Steuerung der Rakete sowie Schubänderungen simuliert.

Mitte Januar hat sich der Raketenantrieb für die neue NASA-Mondmission beim ersten Test noch vorzeitig abgeschaltet. Auch damals war der Test auf acht Minuten ausgelegt, aber die vier RS-25 Raketenantriebe schalteten nach nur etwas mehr als einer Minute ab. Kurz darauf eklärte die NASA, dass der SLS-Raketenantrieb aus Vorsicht abschaltete. Eine erste Analyse machte die Lenkung der Raketentriebwerke für den Abbruch verantwortlich.

Der erneute Hot-Fire-Test verlief dagegen erfolgreich und sogar länger als erforderlich. Zuvor hatte die NASA eine Mindestlaufzeit von vier Minuten genannt, um alle notwendigen Daten sammeln zu können. Jetzt stehen der NASA weitaus mehr Daten zur Analyse zur Verfügung. Der Antrieb des SLS ist nach eigenen Angaben das bislang größte Raketentriebwerk der NASA.

Das Raketentriebwerk wird als Nächstes aufgearbeitet und überholt, bevor es auf den Weg zum Kennedy Space Center in Florida gebracht wird. Dann wird es zusammen mit Feststoffraketen und anderen Teilen wie der wiederverwendbaren Raumkapsel Orion für die Mondmission Artemis I vorbereitet. Diese ist zunächst unbemannt, doch kann Orion auch Menschen transportieren.

Ob Artemis I wie ursprünglich geplant im November starten kann, soll laut NASA-Interimschef Steve Jurczyk in den nächsten Wochen entschieden werden, wie Spacepolicyonline.com berichtet. Eine Verschiebung sei möglich. Jurczyk zeigt sich optimistisch hinsichtlich Artemis II, dem ersten bemannten Raumflug mit dem SLS im Jahre 2023. 2024 sollte Artemis III Menschen auf den Mond bringen – zum ersten Mal seit 1972. Allerdings hat die NASA im Februar bestätigt, dass es 2024 keine Mondlandung geben wird. Aus Budgetgründen.

Quelle: https://www.heise.de/news/SLS-Raketenantrieb-fuer-NASA-Mondmission-erfolgreich-getestet-5992415.html

Corona-Pandemie: Dorfleben und Pflegeeltern

In den letzten Tagen hab ich den Impfstop und den Impfgipfel in den Nachrichten verfolgt. Endlich geht das Impfen weiter. Ich freue mich schon auf meine Impfung mit AstraZeneca. Einen Tag nach dem der AstraZeneca-Impfstopp aufgehopen wurde kam per E-Mail die aktualisierten Aufklärungsunterlagen . Auch sonst ist alles bereit für den Impftag und bin perfekt für die Zeit nach der Impfung vorbereitet.

Sehr geehrte/r Christian Dauck,

 die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca konnten nach einer eingehenden Untersuchung einzelner thrombotischer Vorfälle wiederaufgenommen werden. Diese Vorfälle hatten das Bundesgesundheitsministerium am 15.03.2021 zu einem vorübergehenden Impfstopp bewogen.

 Die EMA hat eine erneute Nutzen-Risiken-Bewertung vorgenommen. Nach dieser Bewertung überwiegt der Nutzen der Impfung weiterhin die mit einer Impfung verbundenen Risiken, sodass der Impfstoff weiter eingesetzt werden kann. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich dieser Bewertung angeschlossen.

 Anliegend erhalten Sie aktualisierte Aufklärungsunterlagen. Weitere Fragen sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin besprechen. Auch die Impfärzte stehen Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

Nach der ersten Impfung wäre dann auch Arbeit wieder eine Option, das wäre trotz Social Distancing ein tolles Gefühl.

Hoffentlich werden nach Ostern auch Pflegemama und Pflegepapa geimpft. Da mach mir sorgen das dieser Corona-Mist Sie erwischt oder an einer Impfung sterben, weil das nicht mehr die jüngsten sind und beide Vorerkrankungen haben. Man hat sich schließlich hier eingelebt und beide Lieb. Das die Pflegeltern geimpft werden ist mir wichtig.

Die leiblichen Eltern und der Stiefvater können dagegen ins Gras beißen und sterben – Das wäre total super und überhaut nicht traurig/schlimm!

Montag ist dann der nächste Corona-Gipfel, mal schauen wie der wird. Ein Lockdown würde mich nicht überraschen. Ob das erste treffen des Tauchvereins, wie geplant stattfinden wird, wird man dann sehen. Wäre sehr schade wenn der Termin ausfällt.

Echt toll hier bei den Pflegeeltern und das Dorfleben, auch wegen Corona. Wir haben einen tollen großen Garten indem man schön sitzen kann, mit den Tieren spielen kann, und an heißen tagen sich im Pool abkühlen kann.

Mann kann hier schön spazieren gehen, was ich gerne mache. Hoffentlich können wir bald wieder Urlaub machen, ich möchte mit meinen Pflegeltern gerne nach Ägypten – So ein Urlaub nach Corona hat doch was! Außerdem freue ich mich auf Muttertag und Vatertag, denn Pflegeeltern was schönes kaufen.

Jetzt schön das Wochenende genießen bis zum spannenden Corona-Gipfel am Montag. Ab Sommer wird das erst besser und wenn die Impfungen erstmal richtig an fahrt aufnehmen kommt man da auch wieder raus aus der Situation.

Mein persönliches Ziel: Dorfleben mit Pflegeltern und allem was ein Spaß macht ohne Corona – ein normales leben führen.

Perseverance: Vorbereitung des Probeentnahmesystem und suche nach einem Hubschrauberlandeplatz

Vorbereitung des Probeentnahmesystem: Abwurf der Schutzabdeckung

“ Ich bereite mich darauf vor, die Abdeckung zu Boden fallen zu lassen, die mein Probeentnahmesystem schützt  „, kündigte der Twitter-Account von Perseverance, dem NASA-Rover, an.


Eine große Herausforderung für einen kleinen Hubschrauber

Der Perseverance Rover der NASA hat begonnen, auf dem Mars zu rollen. Die NASA gab außerdem bekannt, dass die Suche nach einem Landeplatz für den Ingenuity-Hubschrauber, der unter dem Bauch festgeschnallt ist, begonnen hat.

Mit Ingenuity wird die Mission Mars 2020 versuchen, sich einer Herausforderung zu stellen: den ersten Flug zu einem anderen Planeten in der Geschichte der Weltraumforschung erfolgreich abzuschließen. Technologisch gesehen ist dies aufgrund der Einschränkungen der Marsumgebung eine große Herausforderung. Die Drohne muss den niedrigen Druck und die kalten Temperaturen auf dem Mars aushalten.

Über den Rotor hat das JPL ein Solarpanel installiert, mit dem der Akku ohne Unterstützung von Perseverance geladen werden kann (Akku benötigt mehrere Tage, um sich selbst aufzuladen). Auf diese Weise kann sich Ingenuity aufladen, Flüge von ungefähr 90 Sekunden in Höhen zwischen 3 und 5 Metern zu versuchen. Er soll dem Rover nach seinen Flügen Bilder schicken.

Die Mission von Ingenuity sollte ungefähr dreißig Tage dauern. Wenn der erste Flug erfolgreich ist, können andere berücksichtigt werden (bis zu 5 Flüge möglich). Wenn die Mission von Ingenuity beendet ist, bleibt der Hubschrauber an Ort und Stelle und Perseverance kann seinen Weg und seine eigene Mission fortsetzen.

Neue Technik für die Zukünftige Marserforschung und anderen Himmelskörper

Ingenuity könnte die zukünftige Marserkundung bzw. die zukünftige Erforschung von anderen Himmelskörper revolutionieren. Später könnten dann größere Fluggeräte auf den Mars zum Einsatz kommen. Die Technikdemonstration ist auch für die Mission Dragonfly (englisch für Libelle) (diese ist eine geplante Raumfahrtmission der NASA zum Saturnmond Titan) interessant. Die Testdaten und Erfahrungen mit Ingenuity werden bestimmt bei der Entwicklung dieser Mission mit einfließen.

Termin zur Corona-Impfung und Termin zum ersten treffen des Tauchverein

Zwischen-Bericht: Das Dorfleben bei den Pflegeeltern ist nach wie vor, Super! Fühle mich mit beiden hier sehr wohl.

Am 09.03 konnte ich Online meinen ersten und zweiten Impftermin vereinbaren. Und am 10.03 kahm ein Anruf vom Tauchverein, dass das erste treffen am 27.03 stattfindet. Bei mir praktisch um die Ecke, eines von vielen Nachbardörfern – schön habe es die dort. Und mit den öffentlichen Verkehrsmittel geht es noch.

Wie geil ist das denn bitte, super! Endlich, ich freue mich sehr darauf. Damit erfülle ich mir ein ganz großen Wunsch und durch die neue verbesserte Wohnsituation (ruhiges/stabiles Wohnumfeld) und Pflegeeltern kann ich das nun auch machen. Da passt es auch gut das der Impftermin am 28.03 ist. Ein Glück das ich nicht ein paar tage vorher ein Termin bekommen hab.

Mein Pflegepapa fährt mich Sonntag zum Impftermin. Und kann mich danach ausruhen. Gut das man nicht alleine ist falls es einem nach der Impfung nicht gut geht. Das werden echt spannende tage: erstes Treffen vom Tauchverein, danach der Impftermin und in der neuen Woche erholen vom Impfen.

Mars-Rover Perseverance: Beeindruckende Panoramen und der Blick auf das Delta

Perseverance soll auf dem Mars ein ehemaliges Flussdelta untersuchen. Dessen Ausläufer sieht er seit der Landung, verdeutlichen die immer besseren Fotos.

(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/heise online)

Der NASA-Rover Perseverance wird auf dem Mars weiter getestet, nun stehen auch die ersten kleinen Fahrten bevor. Das hat die US-Weltraumagentur unter anderem mit Videos der sich bewegenden Reifen angekündigt.

Noch wird das Gefährt aber geprüft, die NASA will am Freitagabend (europäischer Zeit) erläutern, welche Fortschritte dabei gemacht wurden.

Unterdessen fotografiert der Rover weiterhin seine direkte und die weiter entfernte Umgebung und sammelt auch Aufnahmen für größere Umgebungspanoramen. Besonders beeindruckend ist das in dem riesigen Bild zu sehen, das „Gigapixel“ aus der Discord-Community von heise online nach der aktuellen #heiseshow zusammengestellt hat.

Nachdem Perseverance bereits die neue Zoom-Funktion der hochauflösenden Mastcams ausprobiert und ein Panorama des Horizonts erstellt hat, ermöglichen die neuen Fotos einen noch besseren Überblick. Im Zusammenspiel mit den besten Satellitenaufnahmen der Region lässt sich der Standort des Rovers inzwischen sehr gut visualisieren.

So zeigen die Mastcam-Aufnahmen deutlich markante Landmarken, die sich auch auf den Satellitenbildern finden lassen. Nicht zu übersehen ist auf den Bildern beispielsweise jene Formation, die die Forscher für ein ehemaliges Flussdelta halten und in dem Perseverance bald nach Spuren von ehemaligen Leben suchen soll. Perseverance steht gewissermaßen vor dessen Ausläufern und dürfte sich bald in dessen Richtung aufmachen.

Einige markante Landmarken im Sichtfeld von Perseverance
(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/heise online)
Die gleichen Landmarken auf Satellitenaufnahmen des Mars Reconnaissance Orbiters
(Bild: NASA/heise online)
Perseverance und das Delta im Jezero-Krater
(Bild: NASA/heise online)

Perseverance war am 18. Februar auf dem Roten Planeten gelandet. Obwohl die Landung für die Ingenieure eine noch größere Herausforderung war als beim Vorgänger Curiosity, hat alles tadellos geklappt. Das zeigt besonders deutlich jenes Video, das die NASA wenige Tage später veröffentlicht hat. Es ist das Erste überhaupt, das eine Landung auf einem anderen Planeten zeigt.

Zuerst hatte ein Bremsfallschirm die enorme Geschwindigkeit des Gefährts abgebremst, knapp über dem Boden hatten die Bremsraketen der Abstiegsstufe den daran hängenden Rover dann auf Schrittgeschwindigkeit verlangsamt und an einer Stelle abgesetzt, die er autonom ausgewählt hatte. Die Abstiegsstufe hatte dann noch einmal beschleunigt, um in sicherer Entfernung abzustürzen. Alle vier Einzelteile wurden bereits auf Satellitenbildern entdeckt.

Quelle: https://www.heise.de/news/Mars-Rover-Perseverance-Beeindruckende-Panoramen-und-der-Blick-auf-das-Delta-5072857.html