Weltraumteleskop: James Webb zog um, um Ariane 5 zu treffen/Auch Ariane 5 ist umgezogen

Transfert JWST (CU1) du S5B au BAF, le 07/12/2021. | JWST (CU1) transfer from S5B to BAF. 12/07/2021.

Das James Webb-Weltraumteleskop wurde am 7. Dezember 2021 in das Endmontagegebäude des europäischen Weltraumbahnhofs in Französisch-Guayana gebracht, um seine Trägerrakete Ariane 5 zu treffen.

In einem speziellen 23-Tonnen-Transportbehälter verstaut, wurde Webb während des gesamten Transfers geschützt und überwacht.

Die Ariane 5 wurde bereits am 29. November in das gleiche Gebäude verlegt. Hier ermöglichen verstellbare Plattformen den Ingenieuren den Zugang zur Trägerrakete und deren Nutzlast.

Die nächsten Schritte bestehen darin, Webb auf die obere Plattform zu heben, die so vorbereitet ist, dass Webb in die Oberbühne der Ariane 5 integriert und dann in die speziell angepasste Verkleidung der Ariane 5 eingekapselt werden kann .

Webb soll am 22. Dezember vom europäischen Weltraumbahnhof aus starten. Bodenteams haben den heiklen Vorgang des  Beladens des Raumfahrzeugs mit dem Treibstoff, mit dem es sich im Weltraum selbst steuern wird, bereits erfolgreich abgeschlossen .

Webb wird das größte und leistungsstärkste Teleskop sein, das jemals ins All geschossen wurde. Im Rahmen einer internationalen Kooperationsvereinbarung stellt die ESA den Startservice des Teleskops mit der Trägerrakete Ariane 5 bereit. Die ESA war in Zusammenarbeit mit Partnern für die Entwicklung und Qualifizierung von Ariane-5-Anpassungen für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes durch Arianespace verantwortlich.

Webb ist eine internationale Partnerschaft zwischen der NASA, der ESA und der Canadian Space Agency (CSA).

Quelle: https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2021/12/Webb_moved_to_meet_Ariane_5


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Webb wird das größte und leistungsstärkste Teleskop sein, das jemals ins All geschossen wurde.

Cool wen die ESA den Status zu James Webb aktualisiert, wo ich zu selben Zeit meinen Computer hochfahre um vor dem Wochenende 2 letzte Raumfahrt-Neuigkeiten zu veröffentlichen. War nämlich vor dem Computer-Hochfahren auch auf der Twitter Seite mit dem Smartphone und da war die oben genannte Nachricht noch nicht da. Perfektes Timing. Interessant wird dann nächste Woche – mit jedem Tag der vergeht.

Christian Dauck

Ariane 5 ist umgezogen, um James Webb zu treffen

Die  Trägerrakete Ariane 5  , die das James Webb-Weltraumteleskop starten wird,   wurde am 29. November 2021 in das Endmontagegebäude des europäischen Weltraumbahnhofs in Französisch-Guayana verlegt.

Ariane 5-Teile, die von Europa nach Französisch-Guayana verschifft wurden, wurden im Gebäude zur Integration der Trägerrakete zusammengeführt. 

Der untere Teil der Ariane 5 besteht aus der  kryogenen Hauptkernstufe  (mit Vulcain-Haupttriebwerk, Sauerstoff- und Wasserstofftanks), zwei Feststoffraketen-Boostern und dem  oberen Verbund , inklusive der kryogenen Oberstufe (mit dem HM7B-Triebwerk, Sauerstoff- und Wasserstofftanks ), die Fahrzeugausrüstungsbucht – das „Gehirn“ der Trägerrakete und alle unterstützenden Strukturen, die mit Webb auf seinem Adapter verbunden werden. 

Ein Starttisch wird verwendet, um das Ariane 5-Fahrzeug zwischen dem Trägerraketen-Integrationsgebäude, dem Endmontagegebäude und der Startrampe zu transportieren. 

Webb, jetzt betankt, wird demnächst in die Oberstufe der Ariane 5 integriert und dann in die speziell angepasste Verkleidung der Ariane 5 gekapselt  .

Quelle: https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Ariane_5_moved_to_meet_Webb

Auf der erdabgewandten Seite: Chinesen entdecken interessantes Gesteins-Objekt auf dem Mond

Gott schafft keine geraden Linien – eine alte Archäologen-Weisheit. Aber was ist das dann für ein rechtwinkliger Klotz auf der dunklen Seite des Mondes?

China ist im All aktiv: ein Rover auf dem Mars, einer auf dem Mond. Der auf dem Mond heißt „Jadehase 2“ und erkundet seit Längerem die sogenannte dunkle – also immer erd-abgewandte – Seite unseres kosmischen Begleiters.

Chinas Mondrover entdeckt Objekt:

Die Chinesische Raumfahrtbehörde CNSA nennt das Objekt „geheimnisvolle Hütte“. Denn wenn man es näher heranholt, sieht es so aus:

Auf dem Weg zum Klotz auf dem Mond: „Jadehase“ wird drei Monate brauchen

Klar: Jetzt wird spekuliert und gewitzelt. Ist das ein Kiosk von Außerirdischen? Ein Klo? Ein Tempel?

Fakt ist: Der Jadehase soll das Ding erforschen. Zwei bis drei Monate soll es dauern, bis er dort ist – dabei ist er nur rund 80 Meter von dem Klotz entfernt.

Warum braucht der Rover so lange für die 80 Meter zum Klotz?

Uwe kann auch erklären, warum die „Reise“ zu dem Klotz so lange dauert: „Der „Jadehase 2“ kann sich nun vorsichtig an den Gesteinsklotz ranpirschen. Nicht deshalb vorsichtig, weil von dem Klotz eine Gefahr ausgehen würde, sondern weil der Weg dahin durch mit Kratern übersähtes Gelände führt. Zwei bis drei Monate wird die Fahrt dauern und wir dürfen gespannt sein, wie sich dann, wenn man immer näher rankommt, nach und nach herausstellen wird, wie der Mondklotz tatsächlich ausschaut.“

Quelle: https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/mond-seltsamer-steinklotz-100.html


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Auf der erdabgewandten Seite: Chinesen entdecken Gesteins-Objekt auf dem Mond. Entfernt und unscharf – aber spannend

Theorien gibt es viele: Felsbrocken der beim Einschlag eines anderen Gesteinsbrockens auf dem Mond freigelegt wurde, Asteroid/Meteorit, oder durch früheren Vulkanismus auf dem Mond rausgeschleudertes Gestein.

Natürlich ist das ein Gesteinsblock, nur wie kommt er dahin. Wissenschaftlich es natürlich interessant und spannend. Zumal der klotz ja ziemlich Eindrucksvoll in der sonst recht flachen Mondlandschaft zu sehen ist bzw. am Mond-Horizont empor ragt.

Man wird dem Klotz immer näher kommen, so wir das Bild immer besser – man darf also gespannt sein wie Größe und Form dann sächlich sind. Für vielleicht erste Untersuchungen mit dem Spectrometern wird es aber Monate dauern, dafür ist der Rover viel zu weit weg – was brauchbares kommt da mit denn Spectrometern erst gar nicht raus wenn schon eine einfache Schwarz-Weiß Aufnahme verschwommen ist.

Christian Dauck

Auf der erdabgewandten Seite: Chinesen entdecken würfelförmiges Objekt auf dem Mond

Seit fast drei Jahren ist das chinesische Roboterauto »Jadehase 2« auf der Rückseite des Mondes unterwegs. Aktuelle Bilder zeigen nun ein bemerkenswertes Fundstück.

Entfernt und unscharf – aber spannend: Bisher unbekannte Struktur auf dem Mond Foto: Yutu 2

Vielleicht einmal vorab, damit keine Zweifel aufkommen: Nein, es wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit kein Zeugnis einer fernen Alien-Zivilisation sein, das der chinesische Mondrover »Jadehase 2« kürzlich aufgespürt hat – und das, obwohl es in den ersten Berichten als »geheimnisvolle Hütte« bezeichnet wird.

Und doch ist das – auf Fotos noch ziemlich undeutliche – Objekt faszinierend, über das der mit Pekings Weltraumbehörde CNSA verbundene Kanal »Our Space« im sozialen Netzwerk »WeChat« gerade berichtet: Im riesigen Von-Kármán-Krater des Südpol-Aitken-Beckens hat das Roboterfahrzeug etwas fotografiert, das die Form eines großen Würfels zu haben scheint.

Nach einer Einschätzung von »Space.com« könnte es sich um einen Felsbrocken handeln, der beim Einschlag eines anderen Gesteinsbrockens auf dem Mond freigelegt wurde. Journalist Andrew Jones, ein guter Kenner des chinesischen Raumfahrtprogramms, stellt außerdem klar, dass die Bezeichnung »geheimnisvolle Hütte« (shenmi xiaowu) als Platzhalter zu verstehen ist – und nicht als tatsächliche Beschreibung des Fundes.

Zwei bis drei Monate Anfahrt

Die beteiligten Wissenschaftler wollen sich das aktuell etwa 80 Meter vom Standpunkt des Rovers entfernte Objekt dem Bericht zufolge nun näher ansehen. Für die Fahrt seien zwei bis drei Monate angesetzt, vor allem gelte es dabei Hindernisse und Krater zu umfahren. »Jadehase 2« ist seit Anfang Januar 2019 auf dem Mond unterwegs. Das Fahrzeug gehört zur Mission »Chang’e 4«, bei der zum ersten Mal überhaupt eine Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes gelang.

Dass von der Erde aus stets nur eine Seite des Mondes zu sehen ist, liegt übrigens nicht daran, dass dieser sich nicht dreht. Er bewegt sich jedoch in einer sogenannten gebundenen Rotation – und das sorgt dafür, dass er unserem Planeten stets denselben Bereich zuwendet.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/mond-chinas-rover-jadehase-2-entdeckt-wuerfelfoermiges-objekt-a-5c4a83d8-f535-46ad-8976-b11d298125a3


Der Jadehase 2 ist mit einer Panoramakamera, einem Bodenradar (LPR: Lunar Penetrating Radar), einem Infrarot-Spektrometer (VNIS: Visible und Near-Infrared Imaging Spectrometer) und einem energetischen Analysator (ASAN: Advanced Small Analyzer for Neutrals) ausgerüstet.