BKA: TikTok will keine Daten weitergeben/ Rotzfrech: Meldestelle für Strafbare Inhalte wird torpediert

Vor dem Verwaltungsgericht Köln klagt TikTok gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts bestätigte den Vorgang gegenüber dem Spiegel. Konkret klagt das Unternehmen gegen die Verpflichtung von Unternehmen, Nutzerdaten an das Bundeskriminalamt (BKA) weiterzuleiten, wenn die Nutzer strafbare Inhalte posten. Das Unternehmen werde auch künftig zwar weiterhin auf Anfrage Daten herausgeben, wehrt sich aber gegen die proaktive Meldung entsprechender Inhalte.

Nach Spiegel-Informationen gehe das BKA aber unabhängig von der jetzt eingereichten Klage ohnehin nicht davon aus, dass TikTok problematische Inhalte an die neu eingerichtete Zentralstelle des Amts melden werde. Diese startet ihre Arbeit am 1. Februar. Man hatte ursprünglich mit mehreren zehntausend Meldungen monatlich von sozialen Netzwerken gerechnet. Schon im Juli vergangenen Jahres hatten aber Facebook und YouTube im Eilverfahren gegen die Meldeverpflichtung geklagt.

TikTok geht einen Schritt weiter

Neben der Verpflichtung zur Meldung gefährlicher Inhalte klagt TikTok auch gegen das sogenannte Gegenvorstellungsverfahren, das es ermöglicht, Beschwerde gegen Löschentscheidungen einzulegen. Dagegen hatte auch YouTube geklagt. TikTok will aber noch einen Schritt weitergehen: Laut NetzDG sind Unternehmen verpflichtet, offensichtlich strafbare Inhalte nach spätestens 24 Stunden zu löschen, wenn sie von Nutzern gemeldet wurden. Von den sozialen Netzwerken wird diese Regelung bislang nicht angefochten. TikTok will jedoch auch dagegen klagen.

BKA-Taskforce gegen Telegram

Neben der neuen Zentralstelle für NetzDG-Meldungen setzt das BKA auch eine neue Taskforce ein. Diese richtet sich konkret gegen Telegram. Nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden entwickle sich der Messengerdienst zunehmen zu einem Medium der Radikalisierung. „Insbesondere die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, dass sich Menschen auf Telegram radikalisieren, andere bedrohen oder sogar Mordaufrufe veröffentlichen“, so BKA-Präsident Holger Münch. Dieser Entwicklung müsse man „entschlossen begegnen“.

Dabei strebe man auch eine Zusammenarbeit mit Telegram an, werde aber auch Maßnahmen treffen, wenn das Unternehmen die Zusammenarbeit verweigert. Die neue Taskforce soll Tatverdächtige identifizieren und strafrechtlich verfolgen. Zusätzlich werde man das Kooperationsverhalten von Telegram bei Löschungsanregungen und Bestandsdatenabfragen im Auge behalten. „Ziel ist die Verbesserung der Kooperation, insbesondere bei der Aufklärung von Aufrufen über Telegram zu Tötungsdelikten und weiteren schweren Straftaten“, heißt es vom BKA.

Quelle: https://www.onlinehaendler-news.de/digital-tech/cyberkriminalitaet/135924-bka-tiktok-keine-daten-weitergeben-telegram-fokus

Himouto Umaru-Chan Reaction S GIF - Find & Share on GIPHY
Diese freche Bande regt mich sowas von auf. Und noch kein Termin vom Verwaltungsgericht Köln. Nicht auszumalen wenn Sie dieses Kriminelle treiben der Sozialmedia-Konzerne unterstützt. Die Digitale Welt darf kein Rechtsfreier raum sein, hoffentlich sind die Richter/rinnen sich ihrer Verantwortung bewusst.

Diese Kriminelle Bande mit Ihren Sozialmedia-Plattformen. Den User dabei helfen Straftaten im Netz zu veröffentlichen und zu verbreiten ist in Ordnung Sozialmedia-Plattformen aber keines falls dem Bundeskriminalamt helfen. Eine richtige Kriminelle und rotfreche Bande diese Sozialmedia-Plattformen. Ich sage es ja diese „Banditen“ haben es faustdick hinter den Ohren.

Die neue Meldestelle für Strafbare Inhalte im Netz des BKA ist eine supertolle Sache, die brauchen wir und vor allem die Justiz (Strafverfolgung)- Die Digitale Welt darf kein Rechtsfreier raum sein.

Soziale Netzwerke, die illegale Inhalte nicht ans BKA weiterleiten, verstoßen ab kommender Woche gegen das NetzDG, das sagt schon viel über diese Kriminelle-Vereinigung der Sozial-Media Plattformen aus (Sich weigern bei der Aufklärung von Straftaten und die Gründung einer Kriminellen-Vereinigung um zu klagen).

Ich finde es absolut unmöglich und rotzfrech wie hier die neue neue „Meldestelle für Strafbare Inhalte“ von den Sozialmedia-Plattformen topediert wird. Die Sozialen Netzwerke die kommende Woche gegen das NetzDg verstoßen müssen bestraft werden, schließlich hat die Klage keine aufschiebende Wirkung auf den Start des Gesetzes, die Sozialmedia-Plattformen kündigen also demnach schon vorher einen Rechtsbruch an bzw. gegen ein Gesetz zu verstoßen, das darf nicht sein – Was für die Offline Welt gilt muss auch für die Digitale Welt gelten, man stelle sich mal vor die Bürger und Bürgerinnen gehen zu Polizeiwache und kündigen an einen Rechtspruch zu begehen.

Christian Dauck

Der MRO der NASA findet heraus, dass Wasser länger auf dem Mars floss als bisher angenommen

Der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA nutzte seine Kontextkamera, um dieses Bild von Bosporos Planum, einem Ort auf dem Mars, aufzunehmen. 
Die weißen Flecken sind Salzablagerungen, die in einem trockenen Kanal gefunden wurden. 
Der größte Einschlagskrater in der Szene hat einen Durchmesser von fast 1,5 Kilometern.
Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/MSSS

Caltech-Forscher verwendeten den Mars Reconnaissance Orbiter, um festzustellen, dass Oberflächenwasser erst vor 2 Milliarden Jahren Salzminerale zurückließ.

Vor der heutigen Wüste floss flüssiges Wasser viel länger auf der Marsoberfläche als bisher angenommen – um etwa eine Milliarde Jahre!

Der Mars war einst vor Milliarden von Jahren von Flüssen und Teichen durchzogen, die einen potenziellen Lebensraum für mikrobielles Leben boten. Als die Atmosphäre des Planeten im Laufe der Zeit dünner wurde, verdunstete dieses Wasser und hinterließ die gefrorene Wüstenwelt, die der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der NASA heute untersucht.

Es wird allgemein angenommen, dass das Wasser des Mars vor etwa 3 Milliarden Jahren verdunstet ist. Aber zwei Wissenschaftler, die Daten untersuchen, die MRO in den letzten 15 Jahren auf dem Mars gesammelt hat, haben Beweise gefunden, die diese Zeitachse erheblich verkürzen: Ihre Forschung zeigt Anzeichen von flüssigem Wasser auf dem Roten Planeten, das erst vor 2 Milliarden bis 2,5 Milliarden Jahren vorhanden war, was bedeutet, dass Wasser floss dort etwa eine Milliarde Jahre länger als bisherige Schätzungen.

Wasser floss länger auf dem Mars als bisher angenommen … um eine Milliarde Jahre! Die Ergebnisse stammen aus Daten des Mars Reconnaissance Orbiter, die darauf hindeuten, dass das Oberflächenwasser des Mars erst vor 2 Milliarden Jahren Salzmineralien hinterlassen hat.

Die Ergebnisse, die am 27. Dezember 2021 in AGU Advances veröffentlicht wurden, konzentrieren sich auf die Chloridsalzablagerungen, die zurückgelassen wurden, als eisiges Schmelzwasser, das über die Landschaft floss, verdunstete.

Während die Form bestimmter Talnetzwerke darauf hindeutete, dass vor kurzem Wasser auf dem Mars geflossen sein könnte, liefern die Salzablagerungen die ersten mineralischen Beweise, die das Vorhandensein von flüssigem Wasser bestätigen. Die Entdeckung wirft neue Fragen darüber auf, wie lange mikrobielles Leben auf dem Mars hätte überleben können, falls es sich überhaupt jemals gebildet hat. Zumindest auf der Erde, wo es Wasser gibt, gibt es Leben.

Die Hauptautorin der Studie, Ellen Leask, führte einen Großteil der Forschung im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Caltech in Pasadena durch. Sie und Caltech-Professorin Bethany Ehlmann verwendeten Daten des MRO-Instruments namens Compact Reconnaissance Imaging Spectrometer for Mars ( CRISM ), um die Chloridsalze im tonreichen Hochland der südlichen Hemisphäre des Mars zu kartieren – einem von Einschlagskratern übersäten Gelände. Diese Krater waren ein Schlüssel zur Datierung der Salze: Je weniger Krater ein Terrain hat, desto jünger ist es. Indem die Anzahl der Krater auf einem Bereich der Oberfläche gezählt wird, können Wissenschaftler sein Alter schätzen.

MRO hat zwei Kameras, die sich perfekt für diesen Zweck eignen. Die Context Camera mit ihrem Schwarz-Weiß-Weitwinkelobjektiv hilft Wissenschaftlern, das Ausmaß der Chloride zu kartieren. Um hineinzuzoomen, wenden sich die Wissenschaftler der Farbkamera des High-Resolution Imaging Science Experiment ( HiRISE ) zu, mit der sie Details sehen können, die so klein sind wie ein Mars-Rover aus dem Weltraum.

Leask und Ehlmann verwendeten beide Kameras zur Erstellung digitaler Höhenkarten und fanden heraus, dass sich viele der Salze in Senken befanden – einst die Heimat flacher Teiche – auf sanft abfallenden Vulkanebenen. Die Wissenschaftler fanden auch in der Nähe gewundene, trockene Kanäle – ehemalige Bäche, die einst Oberflächenabfluss (von gelegentlichem Schmelzen von Eis oder Permafrost) in diese Teiche geleitet haben. Die Kraterzählung und der Nachweis von Salzen auf vulkanischem Gelände ermöglichten es ihnen, die Ablagerungen zu datieren.

„Erstaunlich ist, dass MRO nach mehr als einem Jahrzehnt der Bereitstellung von hochauflösenden Bild-, Stereo- und Infrarotdaten neue Entdeckungen über die Natur und den zeitlichen Verlauf dieser mit Flüssen verbundenen alten Salzbecken vorangetrieben hat“, sagte Ehlmann, stellvertretender Direktor von CRISM Ermittler. Ihr Co-Autor Leask ist jetzt Postdoktorand am Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University, das CRISM leitet .

Die Salzmineralien wurden erstmals vor 14 Jahren vom Mars Odyssey Orbiter der NASA entdeckt, der 2001 gestartet wurde. MRO, das über Instrumente mit höherer Auflösung als Odyssey verfügt, wurde 2005 gestartet und untersucht seitdem neben vielen anderen Merkmalen des Mars die Salze . Beide werden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien verwaltet.

„Ein Teil des Wertes von MRO besteht darin, dass unsere Sicht auf den Planeten im Laufe der Zeit immer detaillierter wird“, sagte Leslie Tamppari, stellvertretende Projektwissenschaftlerin der Mission am JPL. „Je mehr von dem Planeten wir mit unseren Instrumenten kartieren, desto besser können wir seine Geschichte verstehen.“

Quelle: https://www.nasa.gov/feature/jpl/nasa-s-mro-finds-water-flowed-on-mars-longer-than-previously-thought


Wasser auf dem Mars: Forscherinnen schreiben Geschichte des roten Planeten neu

Der rote Planet, teilweise von Wolken bedeckt. Auf dem Mars gab es offenbar länger Wasser als bisher gedacht, zeigt eine neue Studie mithilfe eines Nasa-Orbiters. (Archivbild)
Der rote Planet, teilweise von Wolken bedeckt. Auf dem Mars gab es offenbar länger Wasser als bisher gedacht, zeigt eine neue Studie mithilfe eines Nasa-Orbiters. (Archivbild)
© Nasa/JPL

inst gab es Wasser auf dem Mars – doch wie lange? Zwei Forscherinnen beantworten diese Frage neu – und werfen weitere Fragen rund um Leben auf dem roten Planeten auf.

Pasadena – Dass es einst Wasser auf dem Mars gab, da ist sich die Forschung relativ einig. Gängige Theorien gehen davon aus, dass das Wasser, das Teile der Mars-Oberfläche bedeckte, vor etwa drei Milliarden Jahren verdunstete. Doch nun zeichnen Daten, die eine alte Raumsonde der US-Raumfahrtorganisation Nasa in ihrer Umlaufbahn um den Mars gesammelt hat, ein anderes Bild: Offenbar gab es an der Oberfläche des roten Planeten vor zwei bis 2,6 Milliarden Jahren noch flüssiges Wasser – bis zu einer Milliarde Jahre länger als bisher gedacht.

Herausgefunden haben das zwei Forscherinnen, die Daten der Nasa-Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) analysiert haben. MRO umkreist den Mars seit 2005, mithilfe seiner Instrumente kartierten Ellen Leask und Bethany Ehlmann Chlorsalz-Vorkommen in den lehmhaltigen Hochländern in der südlichen Hemisphäre des roten Planeten. Die Salzablagerungen interpretieren die Forscherinnen als Überbleibsel eisigen Schmelzwassers, das durch die Landschaft floss: Als es verdunstete, blieben die Chlorsalze zurück. Ihre Studie, in der die Forscherinnen ihre Erkenntnisse zu Wasser auf dem Mars detailliert schildern, wurde im Fachjournal AGU Advances veröffentlicht.

Wasser auf dem Mars? Forscherinnen kartieren Überbleibsel auf der Oberfläche des Planeten

Bei den Salzablagerungen handele es sich um den ersten mineralischen Beweis, der die Anwesenheit von flüssigem Wasser bestätige, heißt es bei der Nasa. Das Alter der Salzablagerungen bestimmten die Forscherinnen, indem sie die Krater in deren Umgebung zählten. Je weniger Krater eine Oberfläche auf dem Mars hat, desto jünger ist sie. Mithilfe zweier Kameras an Bord des Mars-Orbiters MRO stellten Hauptautorin Leask und Co-Autorin Ehlmann fest, dass sich viele der Salzablagerungen in Senken auf sanft abfallenden vulkanischen Ebenen befanden – frühere flache Teiche. In der Nähe entdeckten die Forscherinnen gewundene, trockene Kanäle – ehemalige Bäche, die Wasser, das durch das Schmelzen von Eis oder Permafrost entstand, in diese Teiche leitete.

„Es ist unglaublich, dass MRO nach mehr als einem Jahrzehnt neue Entdeckungen über die Art und den zeitlichen Ablauf dieser mit Flüssen verbundenen alten Salzteiche ermöglicht hat“, freut sich Ehlmann, die das CRISM-Instrument an Bord des Orbiters mitbetreut.

Gab es einst Leben auf dem Mars? Suche nach Wasser und Leben hängt zusammen

Wenn es um Wasser auf dem Mars geht, stellt sich den Forschenden auch immer die Frage, ob es Leben auf dem roten Planeten gab. Die Entdeckung, dass es auf dem Mars wohl länger Wasser gab als gedacht, werfe neue Fragen auf, heißt es deshalb auch bei der Nasa. Wie lange konnte mikrobielles Leben auf dem Mars überleben? Wenn es je welches gegeben hat – schließlich weiß man noch nicht, ob es überhaupt jemals Leben auf dem roten Planeten gab.

Die Aufnahme der Context Camera des Mars Reconnaissance Orbiters (MRO) der Nasa zeigt die Region Bosporos Planum auf dem Mars. Die weißen Flecken sind Salzablagerungen in einem trockenen Bachlauf. Größenvergleich: Der größte Krater im Bild hat einen Durchmesser von etwa 1,5 Kilometern.
Die Aufnahme der Context Camera des Mars Reconnaissance Orbiters (MRO) der Nasa zeigt die Region Bosporos Planum auf dem Mars. Die weißen Flecken sind Salzablagerungen in einem trockenen Bachlauf. Größenvergleich: Der größte Krater im Bild hat einen Durchmesser von etwa 1,5 Kilometern.
© Nasa/JPL-Caltech/MSSS

In der Mars-Forschung geht es häufig um Fragen rund um Wasser und früheres Leben. Zuletzt hatte eine Studie gezeigt, dass es offenbar doch kein flüssiges Wasser unter dem Eis am Südpol des Mars gibt. Zwei ältere Studien hatten das vermutet, doch offenbar steckt ein anderes Phänomen dahinter. Eine Esa-Raumsonde ließ Forschende dagegen an einer unerwarteten Stelle Unmengen von Wasser finden: Unter dem „Grand Canyon“ des Mars.

Perseverance: „Ohne irgendwohin zu fahren hat der Rover eines der größten Rätsel gelöst“

Der Nasa-Rover „Perseverance“ ist dagegen in einem früheren See auf dem Mars gelandet, der von einem Fluss gespeist wurde. „Ohne irgendwohin zu fahren hat der Rover eines der größten Rätsel gelöst“, freuten sich die Verantwortlichen nach der Entdeckung. Auch der Rover „Curiosity“ machte kürzlich einen für die Wissenschaft spannenden Fund auf dem Mars – auf der Erde würde er auf Leben hindeuten.

Quelle: https://www.hna.de/wissen/mars-wasser-nasa-mission-orbiter-mro-wichtige-frage-leben-roter-planet-tn-neue-antwort-studie-91263484.html