SpaceX schickt Südkoreas erste Mondmission ins Weltall

Eine Illustration der ersten südkoreanischen Mondmission Danuri, ehemals Korean Parthfinder Lunar Orbiter. Die Raumsonde soll die Mondoberfläche genau untersuchen, nach Wassereis und einem geeigneten Landeplatz suchen.
kplo-shadowcam-imaging-psr.jpeg © KARI

In der Nacht zum 5. August soll die erste südkoreanische Raumfahrtmission in den tiefen Weltraum aufbrechen. Die Raumsonde Danuri soll die Mondoberfläche untersuchen. Ins Weltall wird die Sonde mit einer Falcon 9 Rakete von SpaceX geschossen.

Cape Canaveral (Florida) – Der Mond erwartet im August eine regelrechte Besucherwelle. Am 5. August 2022 um 1:08 Uhr (MESZ) soll die erste Mondmission vom demokratischen Südkorea ins Weltall aufbrechen.

Damit fliegt Südkorea noch vor den USA und ihrer Artemis-I-Mission zum Mond. Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und ihre internationalen Partner, zu denen auch die europäische Raumfahrtagentur ESA gehört, werden frühestens am 29. August zum Erdtrabanten aufbrechen. 

Dennoch brechen auch die Amerikaner zu Monatsbeginn zum Mond auf. Denn die Danuri-Mission ist eine Kooperation zwischen der NASA und dem koreanischen Raumfahrt-Forschungsinstitut Kari (Korean Aerospace Research Institute). Außerdem wird die Mission von Florida aus am Weltraumhafen Cape Canaveral an der Atlantikküste ins Weltall aufbrechen. Die Raumsonde wird sich an Bord einer Falcon-9-Trägerrakete vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX befinden. 

SpaceX: Koreas lange Reise zum Mond

In die Mondumlaufbahn wird die Raumsonde, die mithilfe von SpaceX ihre Reise antritt, voraussichtlich erst am 16. Dezember einschwenken. Zwar liegen zwischen Mond- und Erdmitte nur knapp 384.400 Kilometer, jedoch wird Danuri eine treibstoffsparende translunare Umlaufbahn wählen. Diese wird ballistischer Mondtransfer genannt. 

Um den Trabanten zu erreichen, wird die Sonde ungefähr 1,6 Millionen Kilometer reisen müssen. Dabei nutzt sie die Anziehungskräfte von Erde, Sonne und Mond. Von den Gravitationskräften des Mondes soll Danuri schließlich eingefangen werden. Beim erfolgreichen Einschwenken in den Mondorbit, wird Südkorea das siebte Land sein, dem dies gelungen ist. 

Diese Länder sind erfolgreich in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt

Bisher haben sechs Länder ein erfolgreichen Einschwenkmanöver in die Mondumlaufbahn absolviert. Vor Südkorea haben es die damalige Sowjetunion (1959 mit der Luna-Mission), die USA (1964 mit Rangers 7), Japan (1990 mit Hiten), Europa (2003 mit Smart-1), Indien (2008 mit Chandrayaan-1) und China (2010 mit Chang’e-2) geschafft.

Der Trabant soll zunächst in einer Höhe von 70 bis 130 Kilometern umrundet werden, bevor die Raumsonde eine konstante, kreisförmige Umlaufbahn erreicht. Auf dieser soll sie den Trabanten in einer Höhe von 100 Kilometern umrunden. Die wissenschaftliche Mission wird voraussichtlich Ende Dezember 2022 eingeleitet. Während der anschließenden Missionsverlängerung soll die Raumsonde seinen Abstand zur Mondoberfläche verringern, sodass zwischen Mond und Danuri nur noch 70 Kilometer liegen.

Mondmission: NASA hilft Südkorea bei der Kommunikation im Weltall

Damit der Kontakt zum Raumfahrzeug nicht verloren geht, wird die NASA sein Deep Space Network DSN bereitstellen. Dabei handelt sich um einen Zusammenschluss von großen Weltraumantennen, die sich in Goldstone (Kalifornien), Canberra (Australien) und Madrid (Spanien) befinden. Eine weitere Antenne aus dem südkoreanischen Yeoju (Gyeonggi) soll ebenfalls hinzugeschaltet werden.

Darüber hinaus wird sich an Bord der Raumsonde, die ehemals Korean Parthfinder Lunar Orbiter KPLO (engl. Koreas wegweisende Mondraumsonde) hieß, noch eine Kamera der NASA befinden. Die amerikanische ShadowCam (engl. Schatten-Kamera) soll hochauflösende optische Bilder von den im ewigen Schatten liegenden Regionen an den Mondpolen aufgenommen. In den polaren Mondkratern konnte bereits Wassereis nachgewiesen werden. Doch um wie viel Wassereis es sich handelt, ist unbekannt. 

Das bedeutet der Name der koreanischen Raumsonde Danuri

Ursprünglich hieß die südkoreanische Raumsonde Korean Parthfinder Lunar Orbiter (KPLO). Nach einer nationalen Abstimmung wurde sie jedoch umbenannt. Danuri bedeutet so viel wie „Genieße den Mond“ und wird aus den Worten „Dal“, für Mond, und „Nuri“, für Genießen, zusammengesetzt.

Das Wassereis wird für zukünftige bemannte Missionen wichtig werden – nicht nur weil daraus Trinkwasser gewonnen werden kann. Wasser lässt sich in Sauerstoff und Wasserstoff spalten und kann somit als Treibstoffgemisch dienen. Und der Sauerstoff kann zudem als Atemluft verwendet werden. Die ShadowCam soll auch die jahreszeitlichen Veränderungen und das Terrain innerhalb der Krater beobachten.

Weitere Instrumente an Bord der koreanischen Mondmission

An Bord der Raumsonde befinden sich zudem zwei weitere Kameras. Der Lunar Terrain Imager (LUTI) soll hochauflösende Bilder von der Mondoberfläche machen, damit geeignete Landestellen für spätere Mondmissionen gefunden werden. Südkorea möchte nämlich auch ein Landefahrzeug auf der Mondoberfläche absetzen – aber nicht während dieser Mission. 

Dann gibt es noch die polarimetrische Weitwinkelkamera (PolCam). Mit ihren Bildern können die detaillierten Eigenschaften des Mondregoliths untersucht werden. Dies soll dem Forschungsteam dabei helfen, die mineralische Zusammensetzung des Mondes besser zu verstehen. Auch das an Bord befindliche Gammastrahlen-Spektrometer soll die elementare Zusammensetzung bestimmter Mondmaterialien bestimmen. Die Energieniveaus dieser Strahlen sind mit den Elementen verknüpft, die sie erzeugen. So können die Forschenden Rückschlüsse auf die Mineralien schließen, die sich auf dem Mond befinden. 

Und der Magnetometer soll das sehr schwache Magnetfeld des Mondes untersuchen. Dieses weißt lokale magnetische Merkmale wie „Wirbel“ auf. Die Untersuchung kann dabei helfen, herauszufinden, wie gefährlich die galaktisch-kosmische Strahlung auf der Mondoberfläche ist. Auf der Erde sind wir durch unser Erdmagnetfeld vor ihr geschützt. Im freien Weltraum kann sie das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen.

Südkoreas Mondmission: Musik-Streaming aus dem Weltraum

Das letzte Instrument ist ein verzögerungstolerantes Netzwerk (DTN). Diese werden in Regionen eingesetzt, die kein kontinuierliches oder stabiles Signal gewährleisten können. Das Missionsteam wird mit dem Song Dynamite von der südkoreanischen Boyband BTS (den Bangtan Boys) den ersten Internet-Live-Stream aus dem tiefen Weltraum testen.

Quelle:  https://www.kreiszeitung.de/deutschland/korea-schickt-seine-erste-raumsonde-mit-spacex-zum-mond-91699338.html

Mars: Perseverance entnimmt elfte und zwölfte Probe

Perseverance hat seine elfte und zwölfte Probe entnommen, eine interessante stelle von der das Team annimmt das Sie mögliches oder früheres leben enthält. Offensichtlich hat Perseverance der Standort sehr gut gefallen und ihn ausgiebig untersucht.

Gut möglich das dass Team bald den ersten Cache an Proben auf den Mars ablegt, für einen spätere Rückführung zur Erde.

Quelle: https://fosstodon.org/@65dBnoise/108757870155124990 und https://fosstodon.org/@65dBnoise

Quelle: https://fosstodon.org/@65dBnoise/108757870155124990 und https://fosstodon.org/@65dBnoise

Auch in einem Nature Artikel wurde schon erwähnt, das man schon bald einen ersten Cache bzw. mit ein ablegen der ersten Proben beginnen möchte.

Missionswissenschaftler überlegen bereits, wo sie die ersten Proben für ein zukünftiges Raumschiff absetzen sollen. Sobald der Rover seinen Weg zurück nach unten gefunden hat, könnte er einige Röhren an der Basis des Deltas in einer großen flachen Region zwischen Enchanted Lake und Hawksbill Gap platzieren. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir den ersten Cache ablegen“, wenn der Rover dort ankommt, sagt Kenneth Farley, Projektwissenschaftler der Mission und Geochemiker am California Institute of Technology in Pasadena. „Da wird es erst richtig.“

Die Missionsplaner hatten nicht damit gerechnet, so bald Proben abzulegen, aber die Lage ist ausgezeichnet – flach und mit wenigen Steinen, die einem zukünftigen Raumschiff zur Probenrückgabe im Weg stehen könnten. „Es ist einfach ein großartiger Ort, um auf dem Mars zu landen“, sagt Trosper.

Die NASA plant, im September ein Gemeinschaftstreffen für Planetenwissenschaftler zu organisieren, um zu beurteilen, ob ihre bisherige Sammlung „wissenschaftlich wertvoll“ genug ist, um aufgenommen zu werden. Das ist eine Schlüsselfrage wegen des Zeit- und Kostenaufwands für die Rücksendung der Röhren. Die NASA möchte, dass die breitere Gemeinschaft die Ansicht des Missionsteams bewertet, dass „wir den wertvollsten Cache zusammengestellt haben, von dem wir glauben, dass dieser Standort uns zur Verfügung steht“, sagt Farley.

https://www.nature.com/articles/d41586-022-01543-z

Schauen wir mal wie es weiter geht.