Ende September: Naher Vorbeiflug (320km) von Juno am Eismond Europa

Der voraussichtliche Launch von Artemis 1 (SLS) am 29 August und der Einschlag der Asteroidenabwehr-Testsonde DART ende September sind nur ein paar Highlights in der Raumfahrt. Auch der Wissenschaftliche nahe Vorbeiflug mit 320 KM am Eismond Europa steht bevor. Nicht übersehen bei den anderen tollen und spannenden Sachen. Wow, wie schnell die Zeit doch vergangenen ist.

PJ 44 steht in den nächsten Tagen bevor, von da an ist es nur noch ein Katzensprung bis PJ 45

Über diesen Schmankerl freue ich mich besonders den der Start bzw. die Reise von „Juice“ der ESA und „Europa Clipper“ von der Nasa dauert Jahre. PJ 45 ist ein toller Vorgeschmack auf die Zukunft.


Eine sich entwickelnde Umlaufbahn

Die natürliche Entwicklung von Junos Umlaufbahn um den Gasriesen bietet eine Fülle neuer wissenschaftlicher Möglichkeiten, die die erweiterte Mission nutzt. Jeder Wissenschaftspass lässt das solarbetriebene Raumschiff tief über Jupiters Wolkenspitzen zoomen und Daten von einem einzigartigen Aussichtspunkt sammeln, den kein anderes Raumschiff hatte.

Der Punkt während jeder Umlaufbahn, an dem Juno dem Planeten am nächsten kommt, wird Perijove (oder PJ) genannt. Im Laufe der Mission sind Junos Perijoven nach Norden gewandert, wodurch die Auflösung über der Nordhalbkugel dramatisch verbessert wurde. Das Design der erweiterten Mission nutzt die anhaltende Wanderung dieser Perijoves nach Norden, um den Blick auf die zahlreichen Wirbelstürme zu schärfen, die den Nordpol umgeben, und berücksichtigt dabei Vorbeiflüge am Ring und am galiläischen Mond.

„Die Missionsdesigner haben großartige Arbeit geleistet, indem sie eine erweiterte Mission entworfen haben, die die wertvollste Ressource an Bord der Mission schont – Treibstoff“, sagte Ed Hirst, Juno-Projektmanager bei JPL. „Schwerkrafthilfen von mehreren Satelliten-Vorbeiflügen steuern unser Raumschiff durch das Jupiter-System und bieten gleichzeitig eine Fülle von wissenschaftlichen Möglichkeiten.“ Die Satellitenvorbeiflüge verkürzen auch die Umlaufzeit von Juno, was die Gesamtzahl der erreichbaren wissenschaftlichen Umlaufbahnen erhöht.“

Die Satellitenbegegnungen beginnen am 7. Juni 2021 mit einem Vorbeiflug an Ganymed in geringer Höhe (PJ34), der die Umlaufzeit von etwa 53 Tagen auf 43 Tage verkürzt. Dieser Vorbeiflug führt am 29. September 2022 (PJ45) zu einem nahen Vorbeiflug an Europa, wodurch die Umlaufzeit weiter auf 38 Tage verkürzt wird. Zwei nahe Io-Vorbeiflüge am 30. Dezember 2023 (PJ57) und am 3. Februar 2024 (PJ58) verkürzen zusammen die Umlaufzeit auf 33 Tage.

Quelle: https://www.jpl.nasa.gov/news/nasas-juno-mission-expands-into-the-future