Digitale-Kriminalitätsbekämpfung: Bundestag gibt Staatstrojaner für Geheimdienste und Bundespolizei frei

Bundestag genehmigt Staatstrojaner für alle. Die große Koalition erweitert die Befugnisse der Sicherheitsbehörden massiv. Alle Nachrichtendienste von Bund Ländern dürfen bei WhatsApp & Co. mitlesen.

Erneut hat Schwarz-Rot Warnungen von Sachverständigen vor einer unverhältnismäßigen und damit potenziell grundgesetzwidrigen Initiative in den Wind geschlagen und den Gesetzentwurf zur „Anpassung des Verfassungsschutzrechts“ durch den Bundestag geschleust. Mit dem Beschluss vom Donnerstag dürfen künftig das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND), der Militärische Abschirmdienst (MAD) und die Verfassungsschutzämter der Länder mithilfe von Staatstrojaner Messenger-Kommunikation etwa via WhatsApp, Signal oder Threema sowie Internet-Telefonate und Video-Calls überwachen.

Die Opposition stimmte geschlossen gegen das Vorhaben, mit dem der Gesetzgeber laut Juristen „sehenden Auges in die Verfassungswidrigkeit“ läuft. Insgesamt passierte der Entwurf mit 355 zu 280 Stimmen bei vier Enthaltungen das Plenum. Zulässig wird die sogenannte Quellen-TKÜ plus. So dürfen die Agenten nicht nur die laufende Kommunikation direkt am gehackten Endgerät abgreifen, bevor sie ver- oder nachdem sie entschlüsselt wurde. Dazu kommt die bereits im Entwurf der Bundesregierung vorgesehene Lizenz, wonach sie auch auf gespeicherte Chats und Mails zugreifen können.

Anbieter von Telekommunikationsdiensten müssen die „berechtigten Stellen“ dabei unterstützen, „technische Mittel“ wie Staatstrojaner zur Quellen-TKÜ „einzubringen“ und die Kommunikation an sie umzuleiten. Experten und Provider beklagten hier ein besonders großes Missbrauchspotenzial: Damit werde nicht nur eine Kopie der Kommunikation ausgeleitet, sondern gezielt die Manipulation der Daten durch die Geheimdienste ermöglicht.

Die große Koalition hat mit einem Änderungsantrag noch klargestellt, dass die Pflichten „ausschließlich diejenigen treffen, die eine Telekommunikationsanlage betreiben, mit der öffentlich zugängliche Dienste“ erbracht werden. Anbieter von App-Stores oder einzelner Anwendungen bleiben so außen vor. Zudem hat Schwarz-Rot eine besondere Berichtspflicht über Maßnahmen der Quellen-TKÜ eingeführt.

Ferner haben die Abgeordneten die Befugnisse zur Überwachung von Einzelpersonen – statt Gruppen – ausgeweitet und den Geheimdiensten dabei ein weites Ermessen eingeräumt. Dies begründen sie vor allem mit gefährlichen Aktivitäten von Individuen im Internet. Der Verein Digitale Gesellschaft befürchtet: „Mit einem derartigen Ermessen wird den Verfassungsschutzämtern eine noch weitergehende Deutungshoheit über die politische Meinungsäußerung im Netz zugesprochen. Statt präziser Regeln für Geheimdienste zu formulieren, wird ihnen weitgehend freie Hand gegeben.“

Im Polizeibereich sind Verfassungsbeschwerden gegen die bestehenden Möglichkeiten zum Staatstrojaner-Einsatz anhängig. Das Bundeskriminalamt und der Generalbundesanwalt verwendeten das Instrument in den vergangenen Jahren nicht. Trotzdem hat der Bundestag parallel den Entwurf zur Reform des Bundespolizeigesetzes verabschiedet und damit auch der für Bahnhöfe, Flughäfen und die Landesgrenzen zuständigen Sonderpolizei die Befugnis erteilt, mit Richtervorbehalt Bundestrojaner auf Geräte Verdächtiger zu spielen. Die Opposition stimmte dagegen.

Gestrichen haben CDU/CSU und SPD mit ihrem Änderungsantrag am bisherigen Entwurf für das Gesetz zur „Modernisierung der Rechtsgrundlagen der Bundespolizei“ die Möglichkeit des Zugriffs auf bereits gespeicherte Inhalte und Umstände der Kommunikation im Rahmen der Quellen-TKÜ. Es kommt aber eine allgemeine Erlaubnis, WhatsApp & Co. mit dem Werkzeug zu überwachen. Andrea Lindholz (CDU) hob hervor, dass die Klausel vor allem auf Menschenhandel und Schleusung eingeschränkt sei.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber warnte während des Gesetzgebungsverfahrens, dass der einstige Grenzschutz mit dem per Quellen-TKÜ erfassten Datenstrom auch Zugangsdaten für Online-Dienste wie Passwörter im Klartext sowie damit einen umfassenden Zugriff etwa auf E-Mail-Postfächer und Cloudspeicher erhalte. Selbst unbemerkte Manipulationen sowie Identitätsdiebstahl wären so möglich. Enthalten sei selbst eine „verfassungsrechtlich höchst problematische Erweiterung der Quellen-TKÜ“ auf noch weiter gehende heimliche Online-Durchsuchungen.

Fortan darf die Bundespolizei ferner die Telekommunikation der Bürger präventiv überwachen etwa „zur Abwehr einer dringenden Gefahr für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder für Leib, Leben oder Freiheit einer Person“. Dies betrifft sogar Fälle ohne konkreten Anfangsverdacht und gilt auch für die Quellen-TKÜ. Hier werde die Schwelle angesichts der Tiefe eines solchen Grundrechtseingriffs viel zu niedrig angesetzt, hatte Kelber kritisiert. So würden etwa die vom Bundesverfassungsgericht aufgestellten engen Bedingungen zum Erfassen von Kontaktpersonen unterlaufen.

Die Befugnis der Bundespolizei zu erkennungsdienstlichen Maßnahmen wie etwa dem Abnehmen von Fingerabdrücken wird ebenfalls auf Fälle noch gar nicht begangener Straftaten erweitert. Die Beamten dürfen zudem uneingeschränkt gegen „fernmanipulierte Geräte“ wie Drohnen vorgehen. Der Einsatzbereich der Bundespolizei wird generell deutlich erweitert. Sie kann künftig auf Ersuchen einer Staatsanwaltschaft etwa in länderübergreifenden komplexen Sachverhalten wie bei Tätergruppierungen tätig werden, die sich auf Aufbrüche von Fahrkarten- und Geldautomaten, Schleusungskriminalität, Kfz-Diebstahl, die Einfuhr von Drogen oder Wohnungseinbrüche konzentriert haben.

Eingeführt hat der Bundestag ferner eine Rechtsgrundlage für die Übermittlung von Bildaufzeichnungen, die die Bundespolizei in ihrem Zuständigkeitsbereich erstellt hat, an die Polizeien der Länder. Voraussetzung ist, dass die Weitergabe erforderlich ist und die Empfänger berechtigt wären, die Aufnahmen selbst zu erstellen. Gleiches gilt für die Nutzung selbsttätiger Bildaufzeichnungsgeräte der Bundespolizei wie Bodycams durch die Länderpolizeien.

Die „GroKo“ komme in den letzten Stunden der Legislaturperiode mit verheerenden, unausgegorenen und verfassungsrechtlich hoch problematischen Instrumenten um die Ecke, rügte der Grüne Konstantin von Notz: Alle vom Chaos Computer Club (CCC) bis zu den Tech-Giganten hätten gesagt: „Bitte machen Sie es nicht.“ Die für Trojaner benötigten Sicherheitslücken beträfen 82 Millionen Menschen und die Wirtschaft. Durch diese könnten andere Nachrichtendienste genauso gehen wie Kriminelle. Es sei daher nicht verwunderlich, dass Deutschland im Bereich der IT-Sicherheit „so maximal bescheiden aufgestellt ist“. Staatshacking hätte nicht einen einzigen Anschlag verhindert.

Stephan Thomae (FDP) erinnerte daran, dass Saskia Esken, Co-Vorsitzende der SPD, gerade noch Staatstrojaner als „fundamentalen Eingriff in unsere Freiheitsrechte“ bezeichnet habe. Die SPD gebe die Bürgerrechte trotzdem ohne Not preis und betreibe Sicherheitspolitik als Sicherheitsrisiko. „Heute ist ein schwarzer Tag für die Bürgerrechte“, ergänzte der Liberale Konstantin Kuhle. Der Linke André Hahn betonte: Die Verfassungsschutzreform sei „ganz offenkundig verfassungswidrig“.

Die Jusos hatten ihre „Genossen“ am Mittwoch in einem Brandbrief noch aufgefordert, die Lizenz für Staatstrojaner aus beiden Gesetzen zu streichen. Die SPD dürfe keine Initiative mittragen, in der die Quellen-TKÜ plus schon „unterhalb der Schwelle eines konkreten Tatverdachts“ möglich werde. Die Jugendorganisation erinnerte auch daran, „dass insbesondere die Arbeit der Verfassungsschutzämter in den letzten Jahren vor allem durch Skandale geprägt war“. Die Beschlüsse fügten der Partei „massiven Schaden und den Verlust von Glaubwürdigkeit“ zu.

Es gelte, den Rechtsterrorismus zu bekämpfen, verteidigte Uli Grötsch (SPD) das neue Verfassungsschutzrecht. Die Koalition habe aufgrund der zunehmenden Radikalisierung von Einzeltätern im Netz reagieren müssen. Es sei wichtig, mutig zu sein. Über Messenger kommunizierten die Feinde der freiheitlich-demokratischen Ordnung. Wer von Massenüberwachung der Bürger spreche, sage die Unwahrheit. Extremismus könne nicht mit Mitteln aus der Zeit der Wählscheibe bekämpft werden, unterstrich Michael Kuffer (CSU). Die Grünen arbeiteten Terroristen direkt in die Hände.

„Die Novelle des Verfassungsschutzgesetzes schießt mit völlig unverhältnismäßigen Maßnahmen weit über das Ziel einer effizienten Kriminalitätsbekämpfung hinaus“, monierte der IT-Verband Bitkom. Die neue Pflicht „zur Erteilung von Auskünften über die Strukturen von Netzen, Diensten und Anlagen an staatliche Stellen“ stehe „im diametralen Widerspruch zu den schützenswerten Sicherheitsanforderungen kritischer Infrastrukturen“. Die Medienorganisation Reporter ohne Grenzen kündigte an, gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Niko Härting „zügig Verfassungsbeschwerde einzulegen“. Mit dem ausgeweiteten staatlichen Hacking drohten gravierende Schäden für die Pressefreiheit und den digitalen Quellenschutz.

Quelle: https://www.heise.de/news/Bundestag-gibt-Staatstrojaner-fuer-Geheimdienste-und-Bundespolizei-frei-6067818.html


Bundestag genehmigt Staatstrojaner für alle. Einfach super Geil was die große Koalition da beschlossen hat – Staat und Politiker wie ich sie mag. Eine wahre Freude und ein Fest. Weil ich moderne Kriminalitätsbekämpfung mag und selber IT-Begeistert bin (Auf der Arbeit warte ich Computer sowie Netzwerke und richte sie ein). Toll wie die Polizei-Beamten/Beamtinnen und Sicherheitsbehörden immer mehr Digitales Handwergzeug bekommen und die Analoge-Kriminalitätsbekämpfung hinter sich lassen.
Kriminalitätsbekämpfung: Heute ist ein guter Tag für die Bürgerrechte und die IT-Sicherheit. Ich finde solche Gesetze super und total richtig – Ein Traum wird wahr. Wird ohne wenn und aber Befürwortet. Die Digitale- Kriminalitätsbekämpfung in den Sicherheitsbehörden ist die Zukunft sowie ein sehr wichtiger Fortschritt.

Der Bundestag billigte mit den Stimmen von Union und SPD ein entsprechendes Gesetz, damit Kriminelle, Extremisten und Terroristen besser verfolgt werden können. Internetprovider müssen bei der Installation des Staatstrojaners helfen.

Fortan darf die Bundespolizei ferner die Telekommunikation der Bürger präventiv überwachen etwa „zur Abwehr einer dringenden Gefahr für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder für Leib, Leben oder Freiheit einer Person“. Dies betrifft sogar Fälle ohne konkreten Anfangsverdacht und gilt auch für die Quellen-TKÜ.

Mit dem Beschluss vom dürfen künftig das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND), der Militärische Abschirmdienst (MAD) und die Verfassungsschutzämter der Länder mithilfe von Staatstrojaner Messenger-Kommunikation etwa via WhatsApp, Signal oder Threema sowie Internet-Telefonate und Video-Calls überwachen.

Christian Dauck

Verfassungsschutz erhält mehr Rechte

Stand: 10.06.2021

Der Bundestag hat die Befugnisse des Verfassungsschutzes ausgeweitet. Der Inlandsgeheimdienst soll künftig auch verschlüsselte Nachrichten überwachen dürfen. Das gilt zum Beispiel für WhatsApp-Mitteilungen.

Der Verfassungsschutz erhält neue Befugnisse. CDU/CSU und SPD stimmten für ein Gesetz, dass es dem Verfassungsschutz künftig erlaubt, verschlüsselte Nachrichten, die etwa über WhatsApp verschickt werden, zu überwachen – in streng geregelten Einzelfällen.

Mathias Middelberg aus der Unionsfraktion sagte in der Debatte im Bundestag, dem Verfassungsschutz werde immer wieder gesagt: „Ihr müsst diese terroristischen und diese extremistischen Netzwerke frühzeitig erkennen. Ihr müsst diese Netzwerke verfolgen und aufdecken.“ Extremisten und Terroristen würden heute aber kaum noch telefonieren oder sich SMS schicken. „Sondern die meisten und gerade die, die sich im extremistischen Spektrum bewegen, nutzen verschlüsselte Dienste.“

Bisherige Instrumente reichen angeblich nicht

Mit einer herkömmlichen Telekommunikationsüberwachung könne man auf solche Nachrichten allerdings nicht zugreifen, so Middelberg, sondern nur durch die Telekommunikationsüberwachung an der Quelle, die sogenannte Quellen-TKÜ.

Diese sei nötig, sagte auch Uli Grötsch von der SPD, denn damit könne digitale Kommunikation über Messenger-Dienste aufgeklärt werden. „Denn dort und nirgends anders, kommunizieren die Feinde der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, so Grötsch. Wer einen effektiven Verfassungsschutz wolle, der auf der Höhe der Zeit ist, „der muss ‚ja‘ sagen zur Anpassung von dessen Instrumentarien.“

Zugriff auf Mobiltelefon nötig

Dass die SPD-Bundestagsfraktion allerdings zustimmen würde, war lange Zeit alles andere als klar. Im Zusammenhang mit der Quellen-TKÜ wird häufig auch der Begriff Staatstrojaner verwendet. Denn damit die Sicherheitsbehörden die verschlüsselte Kommunikation lesen können, müssen sie Nachrichten abfangen, bevor sie verschlüsselt werden. Damit ist ein Zugriff beispielsweise auf das Mobiltelefon einer Person nötig, die überwacht werden soll, oder eine Art Hintertür.

„Staatliches Hacking“

Die Opposition im Bundestag griff das dankbar auf. Stephan Thomae von der FDP sagte: „Wo sie recht hat, hat sie recht.“ Dass man in einer Koalition Kompromisse eingehe, sei normal, aber dass die Bundesvorsitzende einer Partei sich 24 Stunden vor einer wichtigen Bundestagsabstimmung so ostentativ von ihrer eigenen Bundestagsfraktion distanziere, „das dürfte doch ziemlich einmalig sein“.

André Hahn von den Linken sagte in Bezug auf die neuen Überwachungsmöglichkeiten: „Das ist ganz offensichtlich verfassungswidrig.“ Er kritisierte insbesondere, dass die Anbieter von Internetdiensten verpflichtet werden sollen, bei der Überwachung behilflich zu sein. Das sei nicht anderes „als eine erzwungene Beihilfe zu staatlichem Hacking“.

Auch Konstantin von Notz von den Grünen kritisierte, dass der Staat für den Einsatz von Trojanern Sicherheitslücken brauche, und diese Sicherheitslücken beträfen „natürlich 82 Millionen Menschen in diesem Land“.

Auch Bundespolizei darf stärker überwachen

Direkt im Anschluss stimmte der Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD – nach einer sehr ähnlich klingenden Debatte – auch für erweiterte Befugnisse für die Bundespolizei. Auch die Bundespolizei soll künftig in gewissen Fallkonstellationen verschlüsselte Kommunikation überwachen dürfen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/verfassungsschutz-ueberwachung-verschluesselte-nachrichten-101.html

E3 2021: Halo Infinite, Kena Bridge of Spirits, A Plague Tale Requiem und Co.

Das Wochenende bzw. die E3-2021 war super. Die weltgrößte Spielemesse (jetzt wegen Corona Digital) ist ein muss, zu mal ich seit der E3-2020 viel in Nex-Gen Grafik investiert habe – TV und Konsole. Am interessanten sind die Shows von UBISOFT, XBOX+BETHESDA (Microsoft) und SQUARE ENIX.

Diese Spiele haben mir gefallen:

Kena: Bridge of Spirits

Rainbow Six Extraction: Cinematic Reveal -Trailer | Ubisoft [DE]
Avatar: Frontiers of Pandora – First Look Trailer

Microsoft hat auf der E32021 total gut geliefert – ein Fest für Gamer:

A Plague Tale Requiem: Ankündigung des Nachfolgers

Stalker 2: Heart of Chernobyl – Gameplay Trailer | E3 2021

HALO INFINITE Gameplay Demo NEW (2021)

Microsoft Flight Simulator Gameaply Trailer | Xbox + Bethesda E3 2021

Gamemesse-E3 2021: Zeitplan mit allen relevanten Streams, Startzeit und möglichen Spielen

Die Veranstalter der E3 2021 haben den Zeitplan des virtuellen Events vorgestellt. Zwischen dem 12. und 15. Juni dürfen sich Spieler auf zahlreiche Präsentationen der verschiedenen Publisher freuen, die Teil der E3 2021 sind. Die einzelnen Konferenzen finden in einer mehrstündigen Übertragung statt, die von Jacky Jing, Greg Miller und Alex „Goldenboy“ Mendez moderiert wird. Aber auch auf den Kanälen der einzelnen Publisher dürften die Präsentationen zu sehen sein.

Zeitplan der E3 2021 – Konferenzen der Publisher (+ offizieller Livestream)

Freitag, 11. Juni

Koch Prime Time 21 Uhr

Samstag, 12. Juni ab 17 Uhr

Guerilla Collective ab 17 Uhr

Wholesome Direct ab 19 Uhr

Ubisoft Forward (21 Uhr)

Halo Infinite wäre toll.

Sonntag, 13. Juni ab 19:00 Uhr

Xbox & Bethesda Games Showcase (19 Uhr)

  • Wo schauen: Twitch
  • Was gibt es zu sehen: Weltpremieren, sehr wahrscheinlich Halo Infinite und Forza, möglicherweise Starfield

Square Enix Presents (21:15 Uhr)

  • Wo schauen: Twitch
  • Was gibt es zu sehen: Life is Strange 3, eine Weltpremiere eines neuen Spiels von Eidos Montreal

Warner Bros. Games / Back 4 Blood (23 Uhr)

PC Gaming Show (23:30 Uhr)

  • Wo schauen: YouTubeund Twitch
  • Was gibt es zu sehen: unter anderem neue Inhalte zu Naraka Bladepoint und Gameplay zu Dying Light 2 Stay Human

Montag, 14. Juni ab 1 Uhr

Future Games Show (1 Uhr)

Intellivision (18:45 Uhr)

Take-Two Interactive (19:15 Uhr)

Mythische Spiele (20 Uhr)

Freiheitsspiele (21:30)

Capcom (23:30 Uhr)

  • Wo schauen: YouTube
  • Was gibt es zu sehen: Resident Evil Re:Verse, The Great Ace Attorney Chronicles, Monster Hunter Stories 2, Monster Hunter Rise, Resident Evil Village

Dienstag, 15. Juni

Razer (0 Uhr)

Nintendo Direct + Treehouse Live (18 Uhr)

Bandai Namco (23:20 Uhr)

  • Wo schauen: Twitch
  • Was gibt es zu sehen: Hoffentlich das viel erwartete Elden Ring

Quelle: https://www.pcgames.de/E3-Event-237008/News/E3-2021-Zeitplan-Streams-Events-und-Spiele-1373273/

Sehen Sie die ersten Bilder, die die Juno der NASA von Ganymed aufnahm, als sie vorbeiflog

JunoCam Ganymed - angepasst
Dieses Bild von Ganymed wurde vom JunoCam-Imager während des Vorbeiflugs von Juno am eisigen Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Die Raumsonde flog näher an Jupiters größtem Mond heran als jede andere seit mehr als zwei Jahrzehnten und bot dramatische Einblicke in die eisige Kugel.

Die ersten beiden Bilder von NASA Junos Vorbeiflug am 7. Juni 2021 an Jupiters Riesenmond Ganymed wurden auf der Erde empfangen. Die Fotos – eines vom JunoCam-Imager des Jupiter-Orbiters und das andere von seiner Sternkamera Stellar Reference Unit – zeigen die Oberfläche in bemerkenswerten Details, einschließlich Kratern, deutlich ausgeprägtem dunklem und hellem Gelände und langen Strukturmerkmalen, die möglicherweise mit tektonischen Verwerfungen verbunden sind.

Jupitermond Ganymed, aufgenommen von der Raumsonde Galileo am 26. Juni 1996

„Dies ist das nächste Raumfahrzeug, das diesem Mammutmond seit einer Generation am nächsten gekommen ist“, sagte Juno-Hauptprüfer Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. „Wir werden uns Zeit lassen, bevor wir irgendwelche wissenschaftlichen Schlussfolgerungen ziehen, aber bis dahin können wir dieses Himmelswunder einfach bestaunen – den einzigen Mond in unserem Sonnensystem, der größer ist als der Planet Merkur.“

Wow! Die neuen Bilder sind jetzt schon super und in Farbe folgt noch. Mit den neuen Bildern kann kann man noch besser arbeiten als mir dem unscharfen von 1996. Wenn die neuen Bilder schon so klar sind was müssen dann erst Ultraviolet Spectrograph (UVS) , Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) und das Microwave Radiometer (MWR) aufgezeichnet haben, da diese Geräte moderner sind als früher. Die neuen Wissenschaftlichen Schlussfolgerungen und Studien werden bestimmt interessant – Wissenschaft im 21. Jahrhundert! Bis auch andere Wissenschaftler die Daten für Studien nutzen können dauert es ein wenig da es da bestimmte regeln gibt. Neben Ganymed kommen später noch Europa und ganz viel Io, hoffentlich auch in dieser verbesserten Bildversion – Herrlich!

Christian Dauck

Mit seinem grünen Filter erfasste der JunoCam-Bildsensor für sichtbares Licht der Raumsonde fast eine ganze Seite des wassereisverkrusteten Mondes. Später, wenn Versionen desselben Bildes mit den Rot- und Blaufiltern der Kamera veröffentlicht werden, können Bildexperten ein Farbporträt von Ganymed liefern. Die Bildauflösung beträgt etwa 1 Kilometer pro Pixel.

Darüber hinaus lieferte Junos Stellar Reference Unit, eine Navigationskamera, die das Raumschiff auf Kurs hält, ein Schwarzweißbild von Ganymeds dunkler Seite (der Seite gegenüber der Sonne), die in schwaches Licht getaucht wird, das vom Jupiter gestreut wird. Die Bildauflösung liegt zwischen 600 und 900 Metern (0,37 bis 0,56 Meilen) pro Pixel.

PIA24682 Juno Ganymede SRU - dunkle Seite

Dieses Bild der dunklen Seite von Ganymed wurde von der Navigationskamera der Stellar Reference Unit von Juno während ihres Vorbeiflugs am Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI

„Die Bedingungen, unter denen wir das Dunkelseitenbild von Ganymed aufgenommen haben, waren ideal für eine Low-Light-Kamera wie unsere Stellar Reference Unit“, sagte Heidi Becker, Junos Leiterin Strahlenüberwachung am JPL. „Dies ist also ein anderer Teil der Oberfläche, als die JunoCam bei direkter Sonneneinstrahlung sieht. Es wird Spaß machen zu sehen, was die beiden Teams zusammensetzen können.“

Die Raumsonde wird in den kommenden Tagen weitere Bilder von ihrem Vorbeiflug an Ganymed senden, wobei die Rohbilder von JunoCam hier zur Verfügung gestellt werden .

Die Begegnung der solarbetriebenen Raumsonde mit dem Jupiter-Mond soll Einblicke in seine Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle liefern und gleichzeitig Messungen der Strahlungsumgebung liefern, die zukünftigen Missionen zum Jupiter-System zugutekommen werden .

Quelle: https://www.jpl.nasa.gov/news/see-the-first-images-nasas-juno-took-as-it-sailed-by-ganymede

Astrobiologie: Leben auf Enceladus?

NASA/JPL-Caltech

07.06.2021 Mikroben gelten als die wahrscheinlichste Ursache für Methan, das die Raumsonde Cassini auf dem Saturnmond aufspürte.

Auf dem Saturnmond Enceladus gibt es Fontänen aus Wasserdampf, die Methan enthalten. Auf Basis einer umfangreichen statistischen Analyse haben Forscher nun herausgefunden, dass Mikroben die wahrscheinlichste Ursache für das Methan sind. Am Boden des unter einer dicken Eisschicht verborgenen Ozeans gibt es vermutlich – ähnlich wie auf der Erde – heiße Quellen mit einer lebensfreundlichen Umgebung. Wenn dort kein Leben entstanden sei, müsse es für das Methan eine bislang unbekannte Quelle geben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

Zwischen den Jahren 2004 und 2017 umkreiste die Raumsonde Cassini den Planeten Saturn und erforschte dabei auch dessen Monde – unter anderem Enceladus. Mit einem Durchmesser von 500 Kilometern ist Enceladus der sechstgrößte Mond des Planeten. Bereits im Jahr 2005 zeigten Aufnahmen von Cassini, dass die südpolare Region des Saturnmondes geologisch aktiv ist und dort Fontänen aus Eispartikeln und Wasserdampf mehrere Tausend Kilometer weit ins All hinausschießen. Für genauere Analysen flog die Raumsonde daraufhin mehrfach durch die Fontänen hindurch.

Es zeigte sich, dass der Dampf auch molekularen Wasserstoff und Methan enthält. Seit Langem vermuten Planetenforscher daher, dass es am Boden des Ozeans von Enceladus hydrothermale Quellen gibt. Durch bestimmte chemische Prozesse könnten in solchen Quellen molekularer Wasserstoff und Methan entstehen. In der Umgebung etwa von sogenannten Schwarzen Rauchern am irdischen Meeresboden gibt es reichhaltige Ökosysteme, die nicht von Sonnenlicht, sondern von der vorhandenen chemischen Energie angetrieben werden. Möglicherweise haben diese heißen Quellen auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Leben auf der Erde gespielt.

Das wirft die Frage auf, ob es nicht auf Enceladus ganz ähnlich sein könnte. Um darauf eine Antwort zu finden, haben Antonin Affholder von der Universität PSL in Paris und seine Kollegen die von Cassini gesammelten Daten nun mit bekanntem Wissen über geophysikalische, geochemische und biologische Prozesse in einem komplexen statistischen Verfahren analysiert. „Die beobachtete Menge an Methan lässt sich nicht allein durch nichtbiologische Veränderungen des felsigen Untergrunds erklären“, fassen die Forscher ihre Ergebnisse zusammen.

Aus den Daten lasse sich jedoch ableiten, dass es am Ozeanboden von Enceladus hydrothermale Quellen mit lebensfreundlichen Bedingungen geben müsse. Bleibt die Frage, ob dort auch tatsächlich Leben entstanden ist. Geht man davon aus, dass die Entstehung von Leben auf der Erde kein unwahrscheinlicher Zufall ist, müsste man diese Frage bejahen – und dann seien Mikroben die wahrscheinlichste Quelle für das Methan auf Enceladus. Die Forscher schätzen, dass die lebensfreundlichen Bedingungen auf dem Saturnmond bereits seit mehreren Milliarden Jahren existieren, „ausreichend Zeit also für die Entstehung von Leben“.

Es könnte sich allerdings auch zeigen, dass Leben bei geeigneten Bedingungen nicht zwangsläufig entsteht und es sich damit um ein extrem unwahrscheinliches und seltenes Ereignis handelt. Dann deuten die Daten der Raumsonde Cassini zwar trotzdem auf lebensfreundliche Bedingungen am Boden des Ozeans von Enceladus hin – aber es würde dort kein Leben geben. In diesem Fall müsse es, so die Forscher, bislang unbekannte Vorgänge zum Erzeugen von Methan geben, die noch auf ihre Entdeckung warten.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/news/2021/leben-auf-enceladus/

TV-Doku: Leben unter dem Eis der Eismonde

Leben unter Eismonde? 14.06.2020 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem Lebensformen? Neben dem Mars sind für Astrobiologen inzwischen auch die Eismonde von Jupiter und Saturn zu interessanten Ziel geworden, denn auf Enceladus und Europa werden unter dem Eis große Reservoire von flüssigem Wasser vermutet. Sonden mit Eisbohrern könnten bald auf diesen winzigen Himmelskörpern landen, den Eispanzer durchstoßen und in diesen unterirdischen Gewässern vor Ort nach der Entstehung von Leben Ausschau halten. Die Suche auf fernen Exoplaneten ist mit Raumfahrt-Missionen derzeit nicht möglich, sie bleibt auf die astronomische Fernerkundung von Planeten beschränkt. Hier geht es um die Analyse der Atmosphären, die Aufschluss über die Existenz von Mikroorganismen geben können. Petra Rettberg gibt Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community.

23.04.2021 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem und dem Weltall Lebensformen? Das ist das Terrain der Astrobiologen, für die neben dem Mars inzwischen auch die Eismonde der Gasriesen Jupiter und Saturn zu interessanten Zielen geworden sind.

Warum, das erklärt Petra Rettberg in der Doku von HYPERRAUM.TV „Leben unter Eis – Astrobiologen suchen auf den Monden von Jupiter und Saturn nach Mikroorganismen“. Sie gibt Susanne Päch Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community, die interdisziplinär unterschiedliche Forschungsrichtungen vereint.

Vor allem unser Schwesterplanet Mars ist seit vielen Jahren im Visier der Astrobiologen, ein erfolgversprechender Kandidat für die Suche nach extraterrestrischen Lebensformen. Der rote Planet ist von zahlreichen Sonden besucht worden. Sogar  Rover mit chemischen Laboren an Bord fahren über seine Oberfläche, während stationäre Lander mit ihren Messsonden tief in sein Inneres lauschen. Höher entwickeltes Leben war in der öden, wasserlosen Steinwüste bisher nicht nachzuweisen. Doch das lässt für Astrobiologen längst noch nicht den Schluss zu, dass es auf dem Mars keine Lebensformen gibt oder zumindest einst gegeben hat. Die Suche auf dem roten Planeten geht weiter – inzwischen mit dem Rover-Labor Mars 2020 Perseverance der NASA.

Es war schon die Cassini-Mission, mit der der größte Jupiter-Mond Enceladus ebenfalls ins Blickfeld der Astrobiologen rückte. Die Sonde hat auf dem Eismond erstmals Geysire entdeckt, die Eiswasser aus dem Inneren des Mondes in Fontänen in den Raum sprühen. Dieser Kryo-Vulkanismus des Saturnmondes wird – so die derzeitige Theorie – von flüssigem Wasser großer Reservoire tief unter der Eisoberfläche, vielleicht sogar aus einem riesigen Salzwasserozean gespeist. Die Fontänen schießen aufgrund der geringen Anziehungskraft des Mondes bis zu einigen hundert in die Höhe, bevor sich die dabei schnell gefrierenden Eispartikel dann wieder auf der Oberfläche niederschlagen.

In diesen Fontänen wurde nicht nur Wasser nachgewiesen,  sondern es zeigten sich auch Moleküle, die für Mikroorganismen typisch sind. Das elektrisierte Astrobiologen. Aber es braucht einen Vor-Ort-Nachweis. Dafür entwickelt die DLR seit 2012 in einem langfristig angelegten Forschungsverbund den EnEx-IceMole –  EnEx für Enceladus Explorer und IceMole, weil die Sonde mit einem Bohrer wie ein Maulwurf in die Oberfläche eindringen und dank integriertem Radar unter dem Eis navigieren wird. Mit dieser für die Raumfahrt gänzlich neuen, kombinierten dreidimensionalen Ortungs- und Navigations-Technologie kann EnEx-IceMole im Vorfeld  Hohlräume oder eingeschlossenes Meteoritengestein bis zu etwa hundert Metern erkennen und diesen Hindernissen damit autonom weitgehend ausweichen. Die unter dem Eis gesammelten Wasserproben kann der Bohrer dank eines Lab-on-a-Chips sofort auf Mikroorganismen untersuchen. Die Messergebnisse werden anschließend über die auch für die Energieversorgung genutzte Kabelverbindung an die Basisstation an der Oberfläche und von dort weiter zur Erde übertragen.

Praxistests des auf der akustischen Triangulation basierenden Navigationssystems in den Gletschern der Alpen zeigten bereits die Funktionsfähigkeit dieser neu entwickelten Technologie. Und in der Antarktis konnte mit dem Bohrer bereits Flüssigwasser unter dem Eis erfolgreich entnommen werden. Im antarktischen EnEx-Demonstrationsfeldversuch bei den Blood Falls wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass die strengen Dekontaminations-Anforderungen der international geltenden Planetary Protection Rules eingehalten sind. Die Wasseranalyse darf einerseits nicht durch mitgeführte irdische Bakterien verunreinigt sein – und andererseits sollen auch keine irdischen Mikroorganismen auf fremde Himmelskörper eingeschleppt werden. Doch wann EnEx-IceMole startet– und mit welcher Mission er zu Enceladus gebracht wird –, das steht heute noch in den Sternen.

Neben den Eismonden der Gasplaneten blicken Astrobiologen verstärkt auch hinaus in den Weltraum, wo immer mehr Exoplaneten entdeckt werden. Auf diesen fernen Welten Leben zu finden, ist jedoch eine besonders schwierige Aufgabe. Denn Atmosphären sind nur unter ganz speziellen Verhältnissen messbar, bei sogenannten Transits: wenn der Planet von der Erde aus betrachtet vor den Mutterstern wandert. Dann ist die Gashülle für kurze Zeit im durchscheinenden Licht des Muttergestirns zu sehen. Doch die Signale sind extrem schwach. Bisher ist es zudem nur gelungen, die Atmosphäre von einigen Gasriesen zu analysieren, nicht aber Atmosphären bei erdähnlichen Planeten.

Bis heute wissen wir also nicht, ob es irgendwo auf den inzwischen zahlreich gewordenen Exoplaneten Leben geben könnte. Wie Leben im Kosmos entsteht, dafür hat die Astrologie bis auf Weiteres also nur ein Anschauungsmaterial: den Kohlenstoff-Chemismus auf der Erde.  Aber genauso gut könnte es sein, dass wir uns der Entstehung von Leben auf anderen Welten aufgrund dieses einzigen uns bekannten Referenzsystems mit einer zu engen, einer zu menschlich fokussierten Betrachtungsweise nähern. Wäre es nicht vorstellbar, dass sich an anderen Orten in den heterogenen evolutionären Prozessen Leben nicht auf Kohlenstoffbasis, sondern mit ganz anderem Chemismus bildet und das dann zu ganz anderen Lebensformen geführt haben könnte? Grundsätzlich weist das die Astrobiologin Rettberg nicht zurück, hebt jedoch hervor, dass Kohlenstoff wegen seiner Bindungseigenschaften schon ein „besonderer“ Stoff ist und daher für die Entstehung von Leben besonders gut geeignet sein könnte.

Auf welchen solcher Exoplaneten ist die Suche nach Biomarkern überhaupt vielversprechend? Das ist heute Gegenstand der astrobiologischen Debatten. Denn längst ist nicht eindeutig geklärt, welche Faktoren die sogenannte habitable Zone definieren, in der sich Leben tatsächlich herausbilden kann. Die Strahlungsintensität des Muttergestirns und eine Atmosphäre sind dabei zweifellos wichtige, aber sicher nicht die einzigen Aspekte, die eine Rolle spielen. Unsere Sonne schleudert beispielsweise immer wieder mächtige Protuberanzen energiereicher und lebensfeindlicher Materiestrahlung in den planetaren Raum – und auch aus dem Kosmos erreicht uns hochenergetische Strahlung. Zum Schutz davor ist die Erde mit einem starken Magnetfeld ausgestattet. Hätte sie dieses nicht, wäre die Bildung von organischen Zellen zumindest an Land unmöglich, da die starke Teilchenstrahlung diese Kohlenstoffmoleküle zerstören würde. Ob sich solche Magnetfelder jedoch auch auf erdähnlichen Exoplaneten entwickelt haben, ist  derzeit völlig offen. Andererseits scheint die Bildung planetarer Magnetfelder nichts ungewöhnliches, denn in unserem Sonnensystem haben auch andere Planeten einen derartigen Schutzschirm entwickelt.

Sind wir allein im Kosmos? Die Astrobiologin macht wenig Hoffnung, dass die Wissenschaft diese Frage bald beantworten kann. Aber wer weiß: Vielleicht endet die mühsame Suche nach Leben im Universum ganz anders. Vielleicht kommt es doch einmal zum close encounter auf der Erde, der von so vielen Regisseuren schon spektakulär in Szene gesetzt wurde. Allerdings: die meisten Wissenschaftler glauben heute nicht, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr groß ist!

Quelle: https://www.innovations-report.de/fachgebiete/kommunikation-medien/tv-doku-leben-unter-dem-eis-des-enceladus/

SpaceX: Starbase Bauarbeiten 06.06.2021

Es geht gut voran auf der Starbase von SpaceX. Auch die Nasa mit Ihren Space Launch System ist auf einem guten weg.

Wir sind auf einem guten weg in der Bemannten Raumfahrt und auch die Unbemannte Raumfahrt macht einen guten Job – alles ist in Arbeit.

Ingenuity Flight 7 Vorschau/NASAs Mars-Rover nach 100 Tagen

Schwarz-Weiß-Bild des Mars-Hubschraubers im Flug.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat dieses Bild am 22. Mai 2021 mit seiner Schwarz-Weiß-Navigationskamera aufgenommen. Diese Kamera wird im Rumpf des Helikopters montiert und direkt nach unten gerichtet, um den Boden während des Fluges zu verfolgen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Der nächste Flug des Ingenuity Mars Helicopter der NASA findet frühestens an diesem Sonntag, dem 6. Juni, statt. Unabhängig vom Flugdatum werden die Daten in den folgenden drei Tagen zur Erde zurückgesendet.

-Alle Kameras und Instrumente getestet
-Mehr als 75.000 Bilder zurückgeschickt
-Mars-Helikopter eingesetzt und seine Flüge eingefangen
-Geräusche auf dem Mars aufgenommen
-Sauerstoff aus der Atmosphäre extrahiert
-In Richtung Süden zur ersten Erforschungszone aufgebrochen

Das Flugprofil wird Ingenuity an einen Ort etwa 350 Fuß (106 Meter) südlich seines aktuellen Standorts senden, wo es an seiner neuen Operationsbasis aufsetzen wird. Damit landet der Helikopter zum zweiten Mal auf einem Flugplatz, den er bei einem früheren Flug nicht  aus der Luft vermessen hat.  Stattdessen verlässt sich das Ingenuity-Team auf Bilder, die von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der NASA gesammelt wurden, die darauf hindeuten, dass diese neue Operationsbasis relativ flach ist und nur wenige Oberflächenhindernisse aufweist.

Quelle: https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/306/ingenuity-flight-7-preview/

Spannend für die Astrobiologie: Nach über 20 Jahren wird es einen nahen Vorbeiflug bei dem Mond Ganymed geben

  • Nach über 20 Jahren wird es einen nahen Vorbeiflug bei dem Mond Ganymed geben

  • Neben beeindruckenden Bildern wird der Vorbeiflug der Sonde Einblicke in die Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle des Mondes liefern

  • Nach der Aussage von Juno-Prinzipalforscher Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio, verfügt Juno über eine Reihe empfindlicher Instrumente, mit denen Ganymed auf eine Art und Weise beobachtet wird, wie es bisher nicht möglich war. Indem Juno so nah vorbeifliegt, wird die Erforschung von Ganymed ins 21. Jahrhundert reichen

  • Neben dem Ultraviolett-Spektrographen (UVS) und dem Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) wird Junos Mikrowellen-Radiometer (MWR) in die Wassereis-Kruste des Ganymeds blicken und Daten über deren Zusammensetzung und Temperatur sammeln.

  • Das Juno-Wissenschaftsteam wird die Bilder durchforsten, sie mit denen früherer Missionen vergleichen und nach Veränderungen der Oberflächenmerkmale suchen, die über vier Jahrzehnte hinweg aufgetreten sein könnten.
Erste globale geologische Karte von Ganymed: Von links nach rechts: Die Mosaik- und geologischen Karten von Jupiters Mond Ganymed wurden zusammengestellt und enthalten die besten verfügbaren Bilder der NASA-Raumsonden Voyager 1 und 2 und der NASA-Raumsonde Galileo.
Bildnachweis: USGS Astrogeology Science Center/Wheaton/NASA/JPL-Caltech

Am Montag, den 7. Juni 2021, um 13:35 Uhr EDT (10:35 Uhr PDT) wird die Raumsonde Juno bis auf 1.038 Kilometer an die Oberfläche von Jupiters größtem Mond Ganymed herankommen. Der Vorbeiflug wird die größte Annäherung einer Raumsonde an den größten natürlichen Satelliten des Sonnensystems sein, seit die NASA-Raumsonde Galileo am 20. Mai 2000 ihre vorletzte Annäherung vollzog. Neben beeindruckenden Bildern wird der Vorbeiflug der Sonde Einblicke in die Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle des Mondes liefern. Die von Juno durchgeführten Messungen der Strahlungsumgebung in der Nähe des Mondes werden auch für zukünftige Missionen zum System von Jupiter von Nutzen sein.

Noch ein paar Tage – Es wird spannend! Nach über 20 Jahren wird es einen nahen Vorbeiflug bei dem Mond Ganymed geben. Juno verfügt über eine Reihe empfindlicher Instrumente, mit denen Ganymed auf eine Art und Weise beobachtet wird, wie es bisher nicht möglich war. Für Astrobiologen und Astrogeologen interessant und nach über 20 Jahren neuen Daten.


Ganymed ist größer als der Planet Merkur und ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer eigenen Magnetosphäre, einer blasenförmigen Region aus geladenen Teilchen, die den Himmelskörper umgibt.

Nach der Aussage von Juno-Prinzipalforscher Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio, verfügt Juno über eine Reihe empfindlicher Instrumente, mit denen Ganymed auf eine Art und Weise beobachtet wird, wie es bisher nicht möglich war.
Indem Juno so nah vorbeifliegt, wird die Erforschung von Ganymed ins 21. Jahrhundert reichen und sowohl zukünftige Missionen mit den einzigartigen Sensoren ergänzen als auch helfen, die nächste Generation von Missionen zum Jupiter-System vorzubereiten , wie die Europa Clipper Mission der NASA und die JUpiter ICy moons Explorer [JUICE] Mission der ESA. 

Die wissenschaftlichen Instrumente von Juno werden etwa drei Stunden vor der größten Annäherung der Raumsonde mit der Datenerfassung beginnen. Neben dem Ultraviolett-Spektrographen (UVS) und dem Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) wird Junos Mikrowellen-Radiometer (MWR) in die Wassereis-Kruste des Ganymeds blicken und Daten über deren Zusammensetzung und Temperatur sammeln.

Die Eishülle von Ganymed hat einige helle und dunkle Regionen, was darauf hindeutet, dass einige Bereiche reines Eis sein könnten, während andere Bereiche schmutziges Eis enthalten. MWR wird die erste eingehende Untersuchung darüber liefern, wie die Zusammensetzung und Struktur des Eises mit der Tiefe variiert, was zu einem besseren Verständnis darüber führt, wie sich die Eishülle bildet und welche Prozesse das Eis im Laufe der Zeit wieder auftauchen.
Die Ergebnisse werden die Ergebnisse der kommenden ESA-Mission JUICE ergänzen, die das Eis mit Radar bei verschiedenen Wellenlängen untersuchen wird, wenn sie 2032 als erste Raumsonde einen anderen Mond als den Erdmond umkreist. Signale von Junos X-Band- und Ka-Band-Radiowellenlängen werden verwendet, um ein Radio-Okkultationsexperiment durchzuführen, um die dünne Ionosphäre des Mondes zu untersuchen.

„Wenn Juno hinter Ganymed vorbeifliegt, werden Funksignale die Ionosphäre von Ganymed durchdringen und kleine Frequenzänderungen verursachen, die von zwei Antennen im Canberra-Komplex des Deep Space Network in Australien aufgefangen werden sollten“ sagte Dustin Buccino, ein Ingenieur für Signalanalyse für die Juno-Mission am JPL. „Wenn wir diese Veränderung messen können, können wir vielleicht die Verbindung zwischen der Ionosphäre des Ganymeds, seinem eigenen Magnetfeld und der Magnetosphäre des Jupiters verstehen.“


Quelle:
https://www.missionjuno.swri.edu/news/nasas-juno-to-get-a-close-look-at-jupiters-moon-ganymede

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14415.msg512224#msg512224

Die Mission Juno geht weiter und wird Jupiters Monde untersuchen/Beginnend mit Ganymed am 7. Juni 2021

Die Daten, die Juno sammelt, werden zu den Zielen der nächsten Generation von Missionen im Jupiter-System beitragen – dem Europa Clipper der NASA und der JUpiter ICy Moons Explorer (JUICE) -Mission der ESA (Europäische Weltraumorganisation). 
Junos Untersuchung von Jupiters Vulkanmond Io befasst sich mit vielen wissenschaftlichen Zielen, die von der Nationalen Akademie der Wissenschaften für eine zukünftige Io-Entdeckungsmission identifiziert wurden. Endlich rücken die Eis-Monde in den Fokus der Wissenschaft/Astrobiologie, dank der vielen Studien. Bis zum umdenken (Die Eis-Monde von Jupiter und Saturn sind vielversprechender auf der suche nach leben als auf den uns bekannten Planeten) der Wissenschaftler und Geldgeber für eine Sonde, war es ein langer weg. Die beiden oben genannten Sonden sind ein Novum.

Die Mission von Juno geht weiter.
Erforschung des Jupiters wurde verlängert. Der am weitesten entfernte planetare Orbiter wird nun seine Untersuchung des größten Planeten des Sonnensystems bis September 2025 oder bis zum Ende der Lebensdauer der Sonde verlängern. Diese Verlängerung stellt Juno vor die Aufgabe, das gesamte Jupitersystem, Jupiter und seine Ringe und Monde zu erforschen, wobei mehrere Rendezvous mit drei der faszinierendsten Galileischen Monde des Jupiters geplant sind: Ganymed, Europa und Io. Die Hauptmissionen werden im Juli 2021 abgeschlossen sein.


Die erweiterte Mission umfasst 42 zusätzliche Umlaufbahnen und erweitert die Entdeckungen, die Juno bereits über die innere Struktur des Jupiters, das innere Magnetfeld, die Atmosphäre (einschließlich polarer Wirbelstürme, tiefer Atmosphäre und Aurora) und die Magnetosphäre gemacht hat. Dazu gehören auch nahe Vorbeiflüge an Jupiters Nordpolarwirbelstürmen, die erste umfassende Erkundung der schwachen Ringe, die den Planeten umgeben, sowie Vorbeiflüge an den Monden Ganymed, Europa und Io.


Die NASA hat beschlossen, die Juno-Mission bis September 2025 auf Jupiter auszudehnen und die Untersuchung des Raumfahrzeugs über den Riesenplaneten um mehrere Vorbeiflüge von drei galiläischen Monden – Ganymed, Europa und Io – und seinen dunklen Ringen zu erweitern.

„Seit seiner ersten Umlaufbahn im Jahr 2016 hat Juno eine Offenbarung nach der anderen über das Innenleben dieses riesigen Gasriesen geliefert“, sagte der leitende Ermittler Scott Bolton. „Mit der erweiterten Mission werden wir grundlegende Fragen beantworten, die sich während Junos Hauptmission stellten, während wir über den Planeten hinausgingen, um Jupiters Ringsystem und galiläische Satelliten zu erkunden.“

Juno wird am 7.Juni 2021 um 16:56 UTC den ersten nahen Fly-by in 1042 km Abstand an Ganymed absolvieren und damit die hier bereits aufgelistete Serie der Erkundungen der Jupiter-Monde einleiten

Die 2011 gestartete solarbetriebene Juno-Mission erreichte ihr Ziel im Juli 2016 und bremste in eine elliptische polare Umlaufbahn, die wiederholte enge Vorbeiflüge ermöglichte. Die Hauptmission des Raumfahrzeugs wird im Juli abgeschlossen sein, aber am 13. Januar kündigte die NASA an, dass die Mission um weitere 42 Umlaufbahnen verlängert werden soll, um Jupiters Nordpolarzyklone, das schwache Ringsystem Ganymede (zwei Vorbeiflüge) und Europa (drei Vorbeiflüge) zu untersuchen. und Io (11 Vorbeiflüge).

Eine grafische Darstellung der zusätzlichen Umlaufbahnen, die für die Juno-Mission geplant sind, mit Pässen von drei ihrer galiläischen Monde: Ganymed, Europa und Io.  Die Satellitenbegegnungen beginnen mit einem Vorbeiflug in geringer Höhe von Ganymed am 7. Juni 2021 (PJ34), der die Umlaufzeit von etwa 53 Tagen auf 43 Tage verkürzt. 
Dieser Vorbeiflug führt am 29. September 2022 (PJ45) zu einem engen Vorbeiflug an Europa, wodurch die Umlaufzeit weiter auf 38 Tage verkürzt wird. Ein Paar enger Io-Vorbeiflüge am 30. Dezember 2023 (PJ57) und am 3. Februar 2024 (PJ58) verkürzt zusammen die Umlaufzeit auf 33 Tage.Bild: NASA / JPL-Caltech / SwRI

Das Raumschiff wird auch wiederholt ringförmige Wolken elektrisch geladener Ionen passieren, die mit Europa und Io assoziiert sind, um die Strahlungsumgebung in der Nähe beider Monde besser zu verstehen. Sechs der 42 zusätzlichen Vorbeiflüge konzentrieren sich auf Jupiters „Great Blue Spot“, eine Region mit intensiver magnetischer Aktivität in der Nähe des Äquators des Planeten.

„Mit dieser Erweiterung wird Juno zu einer eigenen Folgemission“, sagte Steve Levin, Juno-Projektwissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory der NASA. „Nahaufnahmen des Pols, Funkbedeckungen, Satelliten-Vorbeiflüge und fokussierte Magnetfeldstudien ergeben zusammen eine neue Mission, den nächsten logischen Schritt bei unserer Erforschung des Jupiter-Systems.“

Die während der erweiterten Mission von Juno gesammelten Daten fließen direkt in die Planung des Europa Clipper der NASA und des JUpiter ICy moons Explorer (JUICE) der Europäischen Weltraumorganisation ein.


Die vorgeschlagene erweiterte Mission soll bis September 2025 dauern.

In einer erweiterten Mission könnte Juno zusätzlich herausfinden, wie viel Wasser in Jupiters Atmosphäre gebunden ist und auch dessen Ringe näher untersuchen. Die Vorbeiflüge an den Monden würden Mitte 2021 mit Ganymed in einer Entfernung von etwa 1.000 Kilometern beginnen. Nach einigen weiter entfernten Vorbeiflügen soll es dann Ende 2022 einen Hochgeschwindigkeits-Vorbeiflug nur 320 km über Europa geben. 2024 sind zwei Vorbeiflüge an Io in ca. 1.500 km Entfernung vorgesehen.

Juno könnte die Oberflächenzusammensetzung von Ganymed abbilden und die 3D-Struktur der Magnetosphäre untersuchen.

Mit dem Mikrowellenradiometer könnte die Dicke der Eiskruste Europas untersucht werden, das Spektrometer würde die Konzentration von Wassereis, Kohlendioxid und organischen Molekülen auf 40 Prozent der Mondoberfläche bestimmen. Die JunoCam kann Bilder von Europa mit einer Auflösung von immerhin 1 – 2 km aufnehmen. Zusammen mit der Star-Tracker Kamera würde sie nach Hinweisen auf von der Oberfläche ausgehenden Wasserfontänen suchen. Die anderen Instrumente sollen nach Partikeln fahnden, die in den möglichen Fontänen aus Europa herausgeschleudert werden.

Während der Io- Vorbeiflüge könnte Juno nach Beweisen für einen globalen Magma-Ozean suchen und auch aktive Vulkane in den Polarregionen beobachten.

Die rätselhafte, faszinierende Oberfläche von Jupiters eisigem Mond Europa ragt in dieser neu aufbereiteten Farbansicht hervor, die aus Bildern stammt, die Ende der 90er Jahre vom Galileo-Raumschiff der NASA aufgenommen wurden. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / SETI Institute

Das Juno-Raumschiff der NASA könnte die ersten engen Vorbeiflüge seit Anfang der 2000er Jahre von drei der größten Monde Jupiters, einschließlich Europa, durchführen, wenn die Weltraumbehörde der Mission eine Verlängerung gewährt, sagte Junos führender Wissenschaftler kürzlich.

Seit dem Eintritt in die Umlaufbahn um Jupiter im Juli 2016 hat die Reihe wissenschaftlicher Instrumente des Juno-Raumschiffs die Atmosphäre und die innere Struktur des Riesenplaneten untersucht, neue Erkenntnisse über Jupiters Zyklonstürme gewonnen und Hinweise auf einen großen, möglicherweise gelösten Kern in seinem Zentrum gefunden.

„Wir gingen hinaus, um einen Kern zu entdecken, ob es einen kompakten Kern in Jupiter gab oder nicht“, sagte Scott Bolton, Junos Hauptforscher am Southwest Research Institute. „Wir waren überrascht, weil es ein großer, verdünnter Kern ist.“

Junos fünfjährige primäre Missionsphase endet im Juli 2021, und Missionsmanager haben eine Verlängerung vorgeschlagen, die den Betrieb bis September 2025 fortsetzen soll. Die zusätzlichen Umlaufbahnen des Raumfahrzeugs um Jupiter werden Juno näher an die Monde des Planeten bringen und eine breitere Palette wissenschaftlicher Erkenntnisse ermöglichen Ziele.

„Eines der aufregenden Dinge an der Mission (Erweiterung) ist, dass wir die Satelliten und Ringe besuchen“, sagte Bolton letzten Monat bei einem Treffen der NASA-Beratergruppe für äußere Planeten. „Es wird wirklich zu einem vollständigen Systemforscher, der nicht so fokussiert ist wie die Hauptaufgabe, und daher eine potenziell vielfältigere (wissenschaftliche) Community versorgt, da die Satellitengeologen und die Ringleute alle Daten erhalten, die ich für sehr interessant und einzigartig halte. ”

Das solarbetriebene Juno-Raumschiff startete im August 2011 und startete eine fünfjährige Kreuzfahrt zum Jupiter. Juno war das zweite Raumschiff, das Jupiter umkreiste, als es am 4. Juli 2016 eintraf.

Zu den neun wissenschaftlichen Instrumenten von Juno gehören ein Mikrowellenradiometer für atmosphärische Messungen, Ultraviolett- und Infrarotspektrometer, Partikeldetektoren, ein Magnetometer sowie ein Radio- und Plasmawellenexperiment. Der Jupiter-Orbiter verfügt auch über eine Farbkamera namens JunoCam, die Bilddaten zur Verarbeitung und Analyse durch eine Armee von Bürgerwissenschaftlern auf der ganzen Welt sammelt.

Das Wissenschaftsteam von Juno legte der NASA im vergangenen Monat einen Vorschlag für eine erweiterte Mission vor, die den Betrieb von Raumfahrzeugen noch vier Jahre bis 2025 fortsetzen soll. Bolton sagte, die erweiterte Mission würde es Juno ermöglichen, zusätzliche wissenschaftliche Ziele zu erreichen.

„Wir haben mehrere Vorbeiflüge von Io, Europa und Ganymed“, sagte Bolton.

Diese Abbildung zeigt das Juno-Raumschiff der NASA, das über Jupiters Südpol schwebt. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech

Es wird erwartet, dass die NASA-Beamten bis Ende des Jahres entscheiden, ob sie Mittel für den erweiterten Missionsvorschlag des Juno-Teams bereitstellen. Es ist Teil eines regulären Prozesses, der als Senior Review bezeichnet wird und bei dem unabhängige Wissenschaftler die Vorzüge einer weiteren Durchführung der Roboter-Wissenschaftsmissionen der NASA über ihre ursprünglich geplanten Lebensdauern hinaus bewerten.

Bei der Prüfung der Empfehlungen für die Überprüfung der Senioren gleicht die NASA die wissenschaftliche Produktivität älterer Missionen mit den Prioritäten für die Entwicklung und den Start neuer Raumfahrzeuge aus.

Die Vorbeiflüge von Jupiters Monden werden durch Junos wechselnde Umlaufbahn ermöglicht. Jupiters asymmetrisches Schwerefeld stört Junos Flugbahn allmählich und zieht laut Bolton im Laufe der Zeit den nächstgelegenen Punkt der elliptischen oder eiförmigen Umlaufbahn des Raumfahrzeugs nach Norden.

Die Nordwanderung von Junos Perijove oder die nächste Annäherung an Jupiter ermöglicht es dem Raumschiff, den Nordpol des Planeten genauer zu betrachten. Juno war die erste Mission, die Jupiters Pole erblickte, und jetzt konnte das Raumschiff den Nordpol und seine Zyklonstürme genauer sehen.

„Dies gibt uns die Nähe zu den nördlichen Teilen des Jupiter, der eine neue Grenze darstellt“, sagte Bolton. „Wir haben dort viel Aktivität gesehen, so dass wir es aus nächster Nähe erkunden können, während wir uns in der Hauptmission auf die unteren Breiten beschränkt haben.“

In einer erweiterten Mission wird das Raumschiff auch in der Lage sein zu quantifizieren, wie viel Wasser in Jupiters Atmosphäre gebunden ist, sagte Bolton.

Seit Juno vor mehr als vier Jahren in Jupiter angekommen ist, fliegt er in einer 53-tägigen elliptischen Umlaufbahn. Am Ende seiner Hauptmission im nächsten Jahr wird das Raumschiff 34 Runden um Jupiter gefahren sein.

Das von Lockheed Martin gebaute Raumschiff sollte ursprünglich Ende 2016 in eine engere 14-Tage-Umlaufbahn manövrieren, doch die Missionsmanager entschieden sich aufgrund eines Problems mit Junos Haupttriebwerk, die Raketenverbrennung nicht durchzuführen.

Diese Entscheidung bedeutete, dass Juno mehr Zeit benötigte, um die erforderlichen wissenschaftlichen Daten der Mission zu sammeln. Die Instrumente des Raumfahrzeugs sammeln die meisten ihrer Daten, während sie alle 53 Tage in der Nähe des Planeten vorbeifahren, nicht die ursprünglich geplante 14-Tage-Trittfrequenz.

Wissenschaftler planten, Juno 32 der 14-tägigen wissenschaftlichen Umlaufbahnen bis Februar 2018 fertigstellen zu lassen, als die Hauptmission beendet sein sollte. Zu dieser Zeit planten Bodenkontroller, das Raumschiff absichtlich in Jupiters Atmosphäre zu stürzen, um die Möglichkeit zu vermeiden, einen der potenziell bewohnbaren Monde Jupiters zu kontaminieren.

Die 53-tägige Umlaufbahn bedeutete, dass Juno mit einer langsameren wissenschaftlichen Trittfrequenz operierte, aber die längere Umlaufbahn ermöglicht es der Mission, sich in den 2020er Jahren in die Nähe von Jupiters Monden zu wagen, sagte Bolton. Ein weiterer Vorteil der längeren Umlaufbahn war, dass Juno weniger starker Strahlung um Jupiter ausgesetzt war, sodass die 1,1-Milliarden-Dollar-Mission länger als ursprünglich geplant betrieben werden konnte.

„Es ist eine rettende Gnade“, sagte Bolton. „Ich denke, die Lehre ist, dass wir flexibel waren, und das ist gut in Missionen. Wenn Sie also eine Mission entwerfen, versuchen Sie, flexibel zu sein, weil Sie nicht wissen, welchen Curveball Sie werfen werden. “

Dieses Bild der südlichen Hemisphäre von Jupiter wurde am 23. Mai 2018 von der Juno-Raumsonde der NASA auf dem ausgehenden Abschnitt eines Vorbeiflugs des Gasriesenplaneten aufgenommen. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / SWRI / MSSS / Kevin M. Gill

Junos sich natürlich entwickelnde Umlaufbahn ermöglicht es dem Raumschiff auch, in der Nähe von Jupiters Monden und Ringen vorbeizukommen.

Die Mondvorbeiflüge würden Mitte 2021 mit einer Begegnung mit Ganymed, Jupiters größtem Mond, in einer Entfernung von etwa 1.000 Kilometern beginnen, so Bolton.

Nach einer Reihe entfernter Pässe würde Juno Ende 2022 nur noch 320 Kilometer über Europa fliegen, um einen Hochgeschwindigkeits-Vorbeiflug zu unternehmen. Nur das Galileo-Raumschiff der NASA, das seine Mission 2003 beendete, ist Europa näher gekommen.

Es gibt zwei Begegnungen mit Jupiters Vulkanmond Io, die 2024 in Entfernungen von etwa 1.500 Kilometern geplant sind. Dies geht aus dem Flugplan hervor, den Bolton im letzten Monat vorgelegt hat.

Vorausgesetzt, die NASA genehmigt die Missionserweiterung, kann Juno nach Veränderungen auf den Oberflächen von Jupiters Monden suchen, seit sie zuletzt von den NASA-Sonden Voyager und Galileo aus der Nähe gesehen wurden.

In Ganymed konnte Juno die Oberflächenzusammensetzung des Mondes abbilden und die 3D-Struktur der Magnetosphäre von Ganymed untersuchen. Ganymed ist der einzige Mond im Sonnensystem, von dem bekannt ist, dass er ein eigenes Magnetfeld hat.

• Untersuchen Sie die 3-D-Struktur von Ganymed Magnetosphäre • Oberflächenzusammensetzung, Rolle radiolytischer Prozesse bei Oberflächenverwitterung • Untersuchen Sie Oberflächenveränderungen seit Voyager und Galileo

Das Mikrowellenradiometer von Juno könnte die Dicke der globalen Eisschale Europas untersuchen, die einen Ozean aus flüssigem Wasser bedeckt. „Wir werden sehen, wo das Eis dünn und wo es dick ist“, sagte Bolton.

Charakterisierung der Eisschale: – Identifizieren Sie Regionen, in denen Eis dick, dünn oder dünn ist unterirdische Flüssigkeit – Kartenoberfläche mit MWR ∼120-200 km Auflösung

Der Besuch in Europa würde Wissenschaftlern einen Vorgeschmack auf die künftige Mission Europa Clipper der NASA geben, die bereits 2024 starten könnte. Europa Clipper wird unter anderem ein leistungsfähigeres Radar tragen, um die Eisschale des Mondes durch eine Reihe von Instrumenten zu messen gezielte Vorbeiflüge.

Junos Spektrometer würden auch Konzentrationen von Wassereis, Kohlendioxid und organischen Molekülen auf 40 Prozent der europäischen Oberfläche abbilden, sagte Bolton.

– Karte Wassereis, CO2 und organische Stoffe (10 km res) – Ionen / Ionenzyklotronwellen schließen auf Chlor – F & P schränkt das Sputtern auf der Oberfläche ein – Junos Plasmainstrument ist von Bedeutung Fortschritt zur Einschränkung des Sputterns

Der JunoCam-Imager könnte Bilder von Europa mit einer Oberflächenauflösung von 1 bis 2 Kilometern aufnehmen, die weit hinter den Details zurückbleiben, die auf den Europa-Karten des Galileo-Raumfahrzeugs zu sehen sind. Aber JunoCam würde die schärfsten Ansichten von Europa seit mehr als 20 Jahren zurückgeben.


Federsuche: – Suche nach Oberflächenveränderungen (1-2 km Auflösung) – JunoCam, SRU (Hochphasen-Vorwärtsstreuung) – In-situ-F & P zur Charakterisierung des Magnetfelds und der Welle Emissionen, Elektronendichten und Staub Umgebung

Bilder von JunoCam und Junos Star-Tracker-Kameras würden nach Hinweisen auf Federn suchen, die von Europas Oberfläche ausbrechen. Die anderen Instrumente des Raumfahrzeugs würden so abgestimmt, dass sie nach Partikeln suchen, die in den möglichen Federn aus Europa geschleudert werden. Das Hubble-Weltraumteleskop erkannte Anzeichen wiederkehrender Ausbrüche aus Europa.

Während seiner Vorbeiflüge mit Io konnte Juno nach Beweisen für einen globalen Magma-Ozean suchen, der Ios Vulkane speist. Juno könnte auch aktive Vulkane in den Polarregionen von Io beobachten.

• Juno wird k2 einschränken, um zu helfen Klären Sie den physischen Ursprung von Ios Vulkanismus • Juno überwacht Io-Vulkane Aktivität, einschließlich der polaren Region. Globale Zuordnung Adressen wo intern Ableitung der Gezeitenerwärmung tritt ein.

Juno fotografierte auch Jupiters dünne Ringe während einer möglichen erweiterten Mission. Der Staubdetektor des Raumfahrzeugs könnte auch Stöße von Ringpartikeln registrieren, sagte Bolton.

„Wir werden wirklich in der Lage sein, die Ringe mit Fernerkundung und In-situ-Instrumenten viel besser zu betrachten“, sagte Bolton.

Quellen: https://www.jpl.nasa.gov/news/nasas-juno-mission-expands-into-the-future

https://astronomynow.com/2021/02/26/juno-mission-extended-will-now-study-jupiters-moons-and-rings/

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14415.250

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14415.275

https://spaceflightnow.com/2020/10/12/juno-team-planning-close-flybys-of-jupiters-moons/

https://www.lpi.usra.edu/opag/meetings/opag2020fall/presentations/Bolton_6011.pdf