Habeck zur Gaskrise: Neues Maßnahmenpaket für den Winter

Habeck zur Gaskrise

Stand: 21.07.2022 15:52 Uhr

Der Gasverbrauch muss runter, die Speicher müssen voll werden: Angesichts der Gaskrise hat Bundeswirtschaftsminister Habeck ein Maßnahmenpaket für den Winter vorgestellt. Darin enthalten sind auch Vorschriften für Privathaushalte.

Die Bundesregierung will Deutschland in der Gaskrise mit einem weiteren Maßnahmenpaket für eine größere Energiesicherheit rüsten. Die verschiedenen Punkte hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin vorgestellt. Es beinhaltet höhere Füllstände der Gasspeicher und Sparmaßnahmen sowohl für private Verbraucher als auch für Unternehmen.

Der Hintergrund ist die anhaltende Unsicherheit bei der Gasversorgung aus Russland, so Habeck. Er warf Moskau Erpressung vor. „Wir brauchen einen langen Atem“, sagte Habeck. Der Winter komme erst noch und auch der folgende Winter werde Herausforderungen bringen.

tagesschau live: Habeck und Müller zur aktuellen Gaslage
21.07.2022 14:34

Speicherstände erhöhen

Als einen Teil seiner Maßnahmen will Habeck die Speicherstände der Gasspeicher gegenüber den bisherigen Vorgaben um fünf Prozentpunkte erhöhen – zum 1. September auf 75 Prozent, zum 1. Oktober auf 85 Prozent und zum 1. November auf 95 Prozent. Damit solle verhindert werden, dass aus den 23 Speichern in Deutschland Gas verkauft werde.

Per Verordnung will Habeck Unternehmen zum Energiesparen verpflichten. So sollen etwa Räume, in denen sich Menschen nicht länger aufhalten wie Flure oder Eingangsfoyers, im Winter nicht geheizt werden. 

Habeck sprach zudem von einer Gaseinsparverordnung, um wenn möglich Gas aus dem Markt herauszunehmen. Zusammen mit dem Verkehrsministerium solle es eine Verordnung geben, die Kohle und Öl im Schienenverkehr den Vorzug gebe.

Keine Mindesttemperatur in Privatwohnungen

In privaten Haushalten sollen Mieterinnen und Mieter von der Pflicht entbunden werden, ihre Wohnung auf eine Mindesttemperatur zu heizen. Wenn diese etwa verreist sind oder die Temperatur für zu hoch halten, sollen sie selbst die Temperatur niedriger einstellen können als bisher vorgeschrieben. 

Zudem soll untersagt werden, dass Hausbesitzer „über diesen Winter“ private Pools mit Gas beheizen. Gleichzeitig widersprach Habeck der Befürchtung von staatlichen Heizkontrollen in Privathaushalten. „Ich denke jetzt nicht, dass die Polizei alle Poolbesitzer aufsuchen wird und guckt, ob die Pools warm sind“, betonte der Minister.

Heizungscheck und Braunkohle-Kraftwerke

Habeck kündigte außerdem einen verbindlichen Heizungscheck an. Eigentümer von Gasheizungen sollen dazu verpflichtet werden. Wer solch einen Check mache, könne seine Heizung optimiert einstellen. In Mehrfamilienhäusern solle es einen hydraulischen Abgleich geben, damit das Heizwasser optimal verteilt wird.

Zur Sicherung der Versorgung will der Wirtschaftsminister auch Braunkohle-Kraftwerke wieder ans Netz holen. Ab dem 1. Oktober werde neben der Steinkohle auch die Braunkohlereserve aktiviert, kündigte der Grünen-Politiker an. Die betreffenden Braunkohlekraftwerke könnten dann an den Strommarkt zurückkehren und Erdgaskraftwerke ersetzen.

Mehr Homeoffice

Der Einsatz von Homeoffice-Arbeit solle im Konsens mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgedehnt werden. „Die Lage bleibt angespannt, deshalb verstärken wir noch mal die Anstrengungen. Daran sollten wir mit vereinten Kräften arbeiten“, sagte Habeck.

Nach zehntägiger Wartung fließt seit heute wieder Gas durch die zentrale Pipeline Nord Stream 1 – aber nur auf dem stark reduzierten Niveau von vor der Wartung. „Die 40 Prozent können uns nicht in Sicherheit wiegen“, warnte Habeck. „Deswegen ist es wichtig, immer wieder die politischen Instrumente nachzuschärfen.“

Habecks Ministerium verwies darauf, dass sich das Vorgehen bei den Energieeinsparungen in das Bestreben der EU-Kommission einreihe, den Energieverbrauch zu reduzieren. Nach den Brüsseler Plänen sollen die Mitgliedstaaten ihre Gasnachfrage bis März freiwillig um 15 Prozent senken.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/habeck-massnahmenpaket-101.html


Kein Grund zur Erleichterung

Stand: 21.07.2022 14:57 Uhr

Russland hat den Gashahn wieder aufgedreht. Trotzdem bleibt Gassparen das Gebot der Stunde. Politik und Bevölkerung dürfen nicht nachlassen – und Kanzler Scholz muss das Thema zur Chefsache machen.

Ein Kommentar von Daniel Pokraka, ARD-Hauptstadtstudio

Es ist gut, dass wieder Gas durch Nord Stream 1 strömt, aber vielleicht ist es das falsche Zeichen. Dann nämlich, wenn ein Großteil der Bevölkerung diesen Tag als Entwarnung versteht: „Na guck, waren ja nur zehn Tage, kommt ja doch wieder Gas, kann ich wieder länger duschen.“

Putin kann den Gasfluss jederzeit wieder stoppen

Das Gegenteil ist richtig. Jederzeit kann Russland den Gashahn zudrehen. Das einzige Kriterium dafür ist, ob das für Staatschef Wladimir Putin opportun ist oder nicht. Egal, ob der Gasfluss noch bis morgen, nächste Woche, August oder noch länger auf heutigem Niveau bleibt oder sogar steigt – die Versorgung im Winter wackelt.

Am Gassparen führt also weiterhin kein Weg vorbei. Von der Politik sollten schnell neue Anreize kommen: Gas-Auktionen, also Versteigerungen von Verbrauchsrechten an Unternehmen zum Beispiel, und notfalls auch Bonuszahlungen für Haushalte, wenn sie weniger verbrauchen als im zurückliegenden Jahr.

Klar: Das kostet Geld, aber eine Gasmangellage dürfte deutlich teurer werden. Allerdings stoßen Anreize und Verbote beim Thema Gasverbrauch an ihre Grenzen. Es kommt ja hoffentlich niemand auf die Idee, das Ordnungsamt an Wohnungstüren klingeln zu lassen und die Temperatur im Wohnzimmer zu messen. Also sind auch Appelle nötig.

Wirtschaftsminister Robert Habeck wirbt seit Monaten fürs Gassparen, am liebsten zurückhaltend, aber ab und zu dann doch etwas konkreter. Allerdings nutzt sich das mit der Zeit ab, und vielleicht wäre es ganz gut, wenn das Thema zur Chefsache würde.

Wo ist eigentlich Olaf Scholz in der Gaskrise?

Leider ziert sich Olaf Scholz bisher. Verzicht predigen – das sollen mal schön die Grünen machen. Als er während des G7-Gipfels in der Sendung „Farbe bekennen“ im Ersten gefragt wurde, ob er denn auch ein paar Tipps zum Gassparen im Alltag habe, sagte der Kanzler „Nö“. Man hatte den Eindruck, Olaf Scholz finde die Frage ziemlich albern. Aber das ist sie nicht.

Politische Führung besteht nicht darin, die Bürger möglichst in Ruhe zu lassen. Die Frage nach persönlichem Verzicht der Bevölkerung, die Bitte darum, ist ein Teil dessen, was Scholz in einer Art „Rede zur Nation“ zum Thema Energiesicherheit ansprechen sollte.

Eine unsichere Energieversorgung mit all ihren möglichen Konsequenzen ist für das Industrieland Deutschland im Ernstfall ähnlich schwerwiegend wie die Corona-Pandemie. Damals wandte sich selbst Kanzlerin Angela Merkel, die die Bevölkerung jahrelang am liebsten mit Politik und Problemen in Ruhe gelassen hatte, per Fernsehansprache an ihre Landsleute. „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.“

So war die Lage zu Beginn der Pandemie, und so ist sie auch jetzt, wenn es um die Energieversorgung geht. Dass heute nach zehn Tagen Wartung wieder Gas durch Nord Stream 1 strömt, ändert daran gar nichts.

Quelle: https://www.tagesschau.de/kommentar/nordstream-141.html

ExoMars-Rover: Zusammenarbeit mit Russland offiziell beendet/Neue Erkenntnisse über das weitere Vorgehen werden am 20. Juli bei einem Medienbriefing bekannt gegeben

Am 12. Juli gab der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, bekannt , dass der Rat der Europäischen Weltraumorganisation offiziell beschlossen hat, die Zusammenarbeit mit Russland für die ExoMars -Mission einzustellen .

Die Zusammenarbeit mit Russland war bereits im März während des Treffens des ESA-Rates ausgesetzt worden, bei dem die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Programme der Agentur bewertet wurden. 

„Die Umstände, die zur Einstellung der Zusammenarbeit mit Roskosmos geführt haben – erklärte  Aschbacher  – der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen bestehen fort.“

Unmittelbar nach dem Rat im März prüfte die ESA umgehend die verschiedenen verfügbaren Optionen für die Fortsetzung der Mission, deren Ziel die Suche nach gegenwärtigem oder vergangenem Leben auf dem Roten Planeten ist. Die Vereinbarung sah vor, dass Russland den Proton-Träger für den Start vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan, dem Landeplatz Kazachok für den Rover Rosalind Franklin und andere Bordinstrumente bereitstellen müsste. Zu den bisher in Betracht gezogenen Möglichkeiten gehören die Zusammenarbeit mit der NASA oder Initiativen auf europäischer Ebene.

In diesem Zusammenhang hat die ESA am 20. Juli auf der Farnborough International Airshow ein Briefing über die Zukunft der Erforschung des Mars organisiert . An dem Treffen werden auch die NASA und die britische Weltraumbehörde teilnehmen.

Nach der Ankündigung der ESA erklärte Roscomos‘ Nummer eins, Dmitry Rogozin , dass Russland um die Rückgabe der Kazachok-Plattform bitten wird, die bereits für die letzten Vorbereitungen des Starts nach Europa transportiert worden war. Rogosin erklärte auch, dass die russischen Kosmonauten auf der ISS den vor etwa einem Jahr gestarteten und sich noch in der Inbetriebnahmephase befindenden europäischen Arm Era (European Robotic Arm) des Nauka-Moduls nicht mehr verwenden werden. 

Auf der anderen Seite des Ozeans wiederholte der NASA-Administrator Bill Nelson , dass die Beziehungen auf der Raumstation zwischen Europäern, Amerikanern und Russen sehr professionell fortgeführt werden und dass die ISS das Ergebnis einer internationalen Anstrengung für Wissenschaft, Technologie und Forschung   ist und weitergeführt werden muss .

Nelson fügte hinzu, dass die Verhandlungen zwischen der NASA und Roscosmos über Flüge mit gemischter Besatzung bei Sojus- und  Crew-Dragon -Missionen weitergehen . Die Vereinbarungen hätten in diesem Frühjahr fertig sein sollen, aber es gibt noch kein sicheres Datum für die Unterzeichnung. 

Bildnachweis: Esa

Quelle: https://www.globalscience.it/37038/exomars-termina-ufficialmente-la-cooperazione-con-la-russia/


In anderer Hinsicht sprach der Rat heute @ESA
die ExoMars-Rover- und Oberflächenplattform-Mission und erkannte an, dass die Umstände, die zur Aussetzung der Zusammenarbeit mit Roskosmos geführt haben – der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen – weiterhin bestehen.

Infolgedessen hat mich der Rat beauftragt, die derzeit ausgesetzte Zusammenarbeit mit Roscosmos bei der Mission ExoMars Rover und Lande-Platform offiziell zu beenden.

Neue Erkenntnisse über das weitere Vorgehen mit anderen Partnern werden am 20. Juli bei einem Medienbriefing bekannt gegeben, Einzelheiten folgen.

Russland bedroht europäischen Roboterarm der ISS nach ExoMars-Abbruch

Der ExoMars-Rover Rosalind Franklin.
Die ESA sagte, sie habe die seit März ausgesetzte Zusammenarbeit mit Russland bei ExoMars offiziell beendet und werde mit „neuen Partnern“ bei der Mission zusammenarbeiten. Bildnachweis: ESA

WASHINGTON – Die Europäische Weltraumorganisation hat die Zusammenarbeit mit Russland bei der ExoMars-Mission offiziell beendet, was zu einer russischen Drohung führte, den Einsatz eines europäischen Roboterarms auf der Internationalen Raumstation einzustellen.

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher gab am 12. Juli bekannt, dass der ESA-Rat offiziell beschlossen habe, die Zusammenarbeit auf ExoMars zu beenden, wo Russland einen europäischen Rover namens Rosalind Franklin zur Marsoberfläche gebracht hätte. Diese Zusammenarbeit liegt seit März auf Eis .

Während die ESA die Zusammenarbeit bisher nur ausgesetzt hatte, schien es höchst unwahrscheinlich, dass die Zusammenarbeit mit Russland jemals wieder aufgenommen würde. Aschbacher sagte, die Entscheidung sei gefallen, weil „die Umstände, die zur Einstellung der Zusammenarbeit mit Roskosmos geführt haben – der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen – fortbestehen“.

Seit der Entscheidung der ESA, die Arbeit mit Russland an ExoMars auszusetzen, prüft sie, wie die Beiträge Russlands ersetzt werden können. Dazu gehörte nicht nur der Protonenstart des Raumfahrzeugs, sondern auch die Kazachok-Landeplattform und einige Instrumente und Radioisotopen-Heizeinheiten auf dem Rover. Möglich sind Kooperationen mit der NASA sowie komplett europäische Alternativen.

Aschbacher sagte, dass die ESA bei einem Medienbriefing am 20. Juli „neue Einblicke in die Zukunft mit anderen Partnern“ geben werde, Einzelheiten folgen. Eine Medienmitteilung der ESA vom 13. Juli, die ihre Präsenz auf der bevorstehenden Farnborough International Airshow skizzierte, sagte, dass es am 20. Juli in London ein Briefing „über die Zukunft der Marserkundung“ geben werde, an dem ESA, NASA und die britische Weltraumbehörde teilnehmen würden.

Während die Entscheidung der ESA, die Zusammenarbeit mit Russland auf ExoMars offiziell zu beenden, nicht überraschend war, löste sie eine scharfe Reaktion von Dmitry Rogosin, dem Leiter von Roscosmos, aus. In einem Post auf dem Social-Media-Netzwerk Telegram kurz nach der ESA-Ankündigung warf Rogozin Aschbacher vor, die gemeinsame ExoMars-Mission „sabotiert“ zu haben. Er sagte, Roscosmos werde die Rückgabe der Kazachok-Plattform anstreben, die sich in Europa für Startvorbereitungen befand, als die ESA die Zusammenarbeit bei der Mission einstellte.

Rogosin sagte auch, er habe den russischen Kosmonauten auf der Station befohlen, dort keinen europäischen Roboterarm mehr einzusetzen. Dieser Arm ist Teil des Nauka-Moduls, das vor einem Jahr gestartet wurde und immer noch in Betrieb ist.

Es war nicht sofort klar, ob dieser Befehl ausgeführt werden würde und wenn ja, welche Auswirkungen er auf den ISS-Betrieb haben würde. Es war auch unklar, ob dies einen für den 21. Juli geplanten Weltraumspaziergang des Roskosmos-Kosmonauten Oleg Artemyev und der ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti vom russischen Segment der Station verschieben würde. Ein Hauptzweck dieses Weltraumspaziergangs ist die Arbeit an diesem Roboterarm.

Die ISS-Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Partnern wurden zunehmend belastet, insbesondere nachdem Roscosmos am 4. Juli Fotos von russischen Kosmonauten veröffentlichte, die Flaggen von zwei von russischen Streitkräften besetzten Regionen der Ukraine halten. Die NASA kritisierte Russland in einer Erklärung vom 7. Juli scharf für diesen Fototermin , eine Ansicht, die von Aschbacher von der ESA geteilt wird.

„Auf der Internationalen Raumstation ist kein Platz für Politik“, sagte NASA-Administrator Bill Nelson gegenüber Reportern nach einer Veranstaltung am 12. Juli im Goddard Space Flight Center anlässlich der Veröffentlichung von Beobachtungen des James-Webb-Weltraumteleskops.

Er wiederholte jedoch, dass eine „sehr professionelle Beziehung“ zwischen der ISS-Besatzung sowie zwischen den Missionskontrollzentren in Houston und Moskau fortbesteht, und glaubte, dass alle Partner, einschließlich Russland, bis zum Ende des Jahrzehnts beteiligt bleiben würden. „Dies ist ein internationales Wissenschafts-, Technologie- und Forschungsvorhaben, das fortgesetzt werden wird.“

Nelson fügte hinzu, dass die Verhandlungen zwischen der NASA und Roscosmos über ein Sitztauschabkommen fortgesetzt werden, um es russischen Kosmonauten zu ermöglichen, in kommerziellen Besatzungsfahrzeugen zu fliegen, im Austausch für amerikanische Astronauten, die auf Sojus-Raumschiffen fliegen. Die ISS-Manager der NASA sagten im Frühjahr, dass bis Juni ein Deal abgeschlossen werden müsse, um den Austausch der Besatzung für Missionen zu ermöglichen, die im September starten.

„Das Drop-Dead-Datum ist noch nicht abgelaufen“, sagte er, gab aber nicht an, wann ein Geschäft abgeschlossen werden musste.

Quelle: https://spacenews.com/russia-threatens-iss-european-robotic-arm-after-exomars-termination/

Roskosmos: Putin entlässt Dmitri Rogosin

Für leitende Position in besetzten Gebieten: Putin beruft Roskosmos-Chef Rogosin ab

Roskosmos-Chef Rogosin und Präsident Putin
Vertraute: Dmitri Rogosin (li.), bisher Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, und Russlands Präsident Wladimir Putin

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos Dmitri Rogosin von seinen Aufgaben entbunden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Dekret aus dem Kreml.

Oppositionellen Medien zufolge soll Rogosin neue Aufgaben erhalten und für die besetzten Gebiete in der Ukraine zuständig werden. Das berichtet unter anderem das unabhängige Portal „Meduza“.

Demnach  soll Rogosin derzeit der einzige Kandidat für die Leitung Präsidialverwaltung der besetzten Gebiete sein. 

Neuer Roskosmos-Chef wird dem Dekret zufolge Vize-Ministerpräsident Juri Borisow. Er war bisher für den „militärisch-industriellen Komplex“ zuständig. Zu diesem gehört in Russland auch die Raumfahrt.

Quelle: https://www.stern.de/politik/ausland/ukraine-news–putin-beruft-roskosmos-chef-rogosin-ab—position-in-besetzenden-gebieten-32542576.html

15:22 Uhr

Putin besetzt Schlüsselpositionen neu

Knapp fünf Monate nach Kriegsbeginn sind wichtige Positionen innerhalb der russischen Führungsebene neu besetzt worden. Präsident Wladimir Putin hat Industrieminister Denis Manturow zum Vizeregierungschef ernannt und den bisher für die Rüstungsindustrie zuständigen Vizeregierungschef Juri Borissow per Erlass zum neuen Generaldirektor der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos gemacht.

Borissow hatte in den vergangenen Wochen die Umstellung der Wirtschaft auf die Bedürfnisse der Kriegsführung in die Wege geleitet. So können nun Betriebe zur Erfüllung von Staatsaufträgen verpflichtet und deren Angestellte zu Überstunden und Urlaubsverzicht gezwungen werden. Manturow soll nach seiner Ernennung die staatliche Rüstungskommission leiten.

Quelle: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-freitag-153.html#Putin-besetzt-Schluesselpositionen-neu



Nach immer schrilleren Attacken wackelt Stuhl des Roskosmos-Chefs

Dmitri Rogosin, der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, ist seit dem Ausbruchs des Krieges immer wieder durch aggressive Aussagen gegen den Westen aufgefallen. Doch offenbar ist das seinen Vorgesetzten selbst in Zeiten einer aufgeheizten Stimmung zu viel.Rogosin gilt als treuer Soldat des russischen Despoten Wladimir Putin, entsprechend hat er auch kein Hehl daraus gemacht, was er vom Krieg gegen die Ukraine und den Sanktionen des Westens hält. Allerdings waren die Aussagen Rogosins immer wieder irritierend und verstörend, vor allem deshalb, weil dem Westen und Russland in der Raumfahrt und dem Betrieb der Internationalen Raumstation nichts anderes übrigbleibt als zusammenzuarbeiten.

Immer wieder Provokationen

Der Roskosmos-Chef hat aber seit dem Ausbruch des Krieges unter anderem darüber fantasiert, dass die ISS über westlichem Territorium abstürzen könnte. Diese regelrecht groteske Aussage hat für viel Irritation gesorgt, denn eigentlich bemühten sich die Verantwortlichen auf beiden Seiten um die Erhaltung von Normalität im All und auf der ISS.Infografik: Die Raumstation ISS in ZahlenDie Raumstation ISS in ZahlenDoch zuletzt gab es erneute Provokationen, so hatten die drei ISS-Kosmonauten einen bizarren Propaganda-Auftritt mit den Flaggen der nicht anerkannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk im Osten der Ukraine. Es ist bis heute nicht klar, wer das angeordnet hat, es ist aber denkbar, dass Rogosin dafür verantwortlich war, möglicherweise sogar im Alleingang.

Doch auch danach wurden die Aktionen von Rogosin immer unberechenbarer. So wollte er angeblich nicht einen Anruf seines NASA-Amtskollegen Bill Nelson annehmen, der mit ihm über den Propaganda-Auftritt sprechen wollte und gemeint: „Es gibt nichts zu besprechen. Zuerst sollten die Sanktionen aufgehoben werden.“ Vorgestern verspottete Rogosin dann via Telegram US-Präsident Joe Biden bei der Präsentation des ersten Bildes des James-Webb-Teleskops.

Wie Ars Technica berichtet, werden derzeit die Gerüchte lauter, dass Rogosin abgelöst werden könnte. Die russische Nachrichtenagentur Interfax schreibt etwa, dass der stellvertretende Ministerpräsident Juri Borissow, der für die russische Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie zuständig ist, die Leitung von Roskosmos übernehmen könnte.

Quelle: https://winfuture.de/news,130774.html

James Webb Teleskop/WASP-96b: Der wolkenlose Exoplanet – Nicht ganz!

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Es werden tolle Zeiten in der Exoplaneten-Erforschung kommen.

WASP-96b: Der wolkenlose Exoplanet – Nicht ganz! Wow, ich hatte echt tränen in den Augen. Die Leistung des Teleskop ist unbeschreiblich. Es werden tolle Zeiten in der Exoplaneten-Erforschung kommen. Hier und da wird man die Bücher noch umschreiben müssen.

Christian Dauck
#Webb zeigt die dampfende Atmosphäre des Exoplaneten WASP-96 b und erfasst die deutliche Signatur von Wasser zusammen mit Beweisen für Wolken und Dunst – die bisher detailliertesten Messungen dieser Art. Lesen Sie hier mehr: https://esawebb.org/news/weic2206/ oder unten #WebbSeesFarther
Das Ergebnis: eine Lichtkurve, die das gesamte Sternenlicht zeigt, das während des Transits schwächer wird, wenn der Planet etwas Sternenlicht blockiert, und ein Transmissionsspektrum, das durch den Vergleich von durch die Atmosphäre eines Planeten gefiltertem Sternenlicht mit ungefiltertem Sternenlicht entsteht, wenn sich der Planet neben dem Stern befindet. Die Lichtkurve bestätigt bereits bestimmte Planeteneigenschaften – Existenz, Größe und Umlaufbahn. Das Transmissionsspektrum enthüllt zuvor verborgene Details der Atmosphäre: die eindeutige Signatur von Wasser, Hinweise auf Dunst & Hinweise auf Wolken.
Das außerordentlich detaillierte Spektrum gibt einen Hinweis darauf, was #Webb für die Exoplanetenforschung bereithält. Im kommenden Jahr werden Forscher die Oberflächen und Atmosphären von mehreren Dutzend Exoplaneten analysieren, von kleinen Gesteinsplaneten bis hin zu gas- und eisreichen Riesen. #WebbSeesFarther


Wolkenfreie Atmosphäre von WASP 96bExoplanet mit Schönwetter-Garantie

Artikel vom 03.08.2018

Der Planet WASP-69b (Schreibfehler) umrundet einen sonnenähnlichen Stern im Sternbild Phönix. Für einen Umlauf benötigt er knapp dreieinhalb Tage. Daraus leitet sich ein recht geringer Abstand von nur knapp sieben Millionen Kilometern zu seinem Zentralstern ab.

Beim Transit eines Exoplaneten lässt sich auch dessen Atmosphäre untersuchen
Beim Transit eines Exoplaneten lässt sich auch dessen Atmosphäre untersuchen (NASA)

Entdeckt wurde er vor etwa fünf Jahren, weil er von der Erde aus gesehen regelmäßig vor seinem Zentralstern entlang zieht und dabei dessen Licht vorübergehend geringfügig abschwächt.

Aus der Dauer und der Stärke dieser Abschwächung lässt sich die Größe des Planeten zu etwas mehr als Jupitergröße abschätzen. Andere Messungen erlauben die Ermittlung der Planetenmasse, die bei etwa halber Jupitermasse liegt.

Jetzt ist es einem Team um Nikolay Nikolov von der Universität Exeter mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte gelungen, ein Spektrum der Planetenatmosphäre aufzunehmen.

Aus den darin enthaltenen Spektrallinien wird deutlich, dass die Atmosphäre offenbar völlig wolkenfrei ist – sonst könnte das Muster der Natriumlinien im Spektrum nicht vollständig zu finden sein.

Damit bietet WASP-69b (Schreibfehler) eine einzigartige Schönwetter-Garantie und böte sich entsprechend als Top-Ziel für zukünftige interstellare Reiseveranstalter an – wäre da nicht der Haken mit der Temperatur auf diesem Planeten:

Aus dem Abstand zwischen Stern und Planet und der Oberflächentemperatur des Sterns lässt sich errechnen, dass die Oberfläche des Planeten und seine Atmosphäre rund 1.000 Grad Celsius heiß sind – dieser Exoplanet ist nicht wirklich einladend.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/wolkenfreie-atmosphaere-von-wasp-96b-exoplanet-mit-100.html


WASP-96b: Der wolkenlose Exoplanet

Natrium, das normalerweise von dunstigen Atmosphären verdeckt wird, leuchtet hell im Spektrum dieses Exoplaneten.Von 

Amber Jorgenson  | Veröffentlicht: Dienstag, 8. Mai 2018

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Diese Abbildung zeigt WASP-96b, einen Exoplaneten, der etwa 980 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Forscher haben kürzlich eine große Menge Natrium beobachtet, das normalerweise von Wolken verschleiert wird und das Spektrum des Exoplaneten ausstrahlt. Die Entdeckung dieses Elements weist auf eine klare, wolkenfreie Atmosphäre hin.

Seit geraumer Zeit vermuten Astronomen, dass heiße Gasriesen außerhalb unseres Sonnensystems reich an Natrium sind – dem siebthäufigsten Element im Universum. Dieses schwer fassbare Element blieb jedoch in früheren exoplanetaren Studien größtenteils unentdeckt, da seine Signaturen zu schwach sind, um durch wolkige Atmosphären zu dringen. Aber jetzt hat ein internationales Team von Astronomen Spekulationen zerschlagen und den ersten starken Natrium-Fingerabdruck entdeckt, der von einem „heißen Saturn“ ausstrahlt, was darauf hindeutet, dass der Planet eine klare, wolkenfreie Atmosphäre hat. Die Forschung wurde am 7. Mai in der Zeitschrift Nature veröffentlicht .

Unter Verwendung des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile entdeckten die Forscher deutliche Natriumsignaturen in der Atmosphäre von WASP-96b, einem Exoplaneten, der sich fast 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. WASP-96b ist etwa 20 Prozent größer als Jupiter und hat ungefähr die gleiche Masse wie Saturn, aber da er seinem Mutterstern viel näher steht als Saturn der Sonne, fällt er aufgrund seiner glühenden Temperatur in die Kategorie „heißer Saturn“.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Nikolay Nikolov von der University of Exeter verwendete das Very Large Telescope, um detaillierte Spektren vieler heißer Gasriesen zu sammeln. Durch die Erfassung des Spektrums eines Planeten können Forscher das Licht in seine verschiedenen Wellenlängen zerlegen und die chemische Zusammensetzung des Planeten bestimmen. Bei der Untersuchung der Zusammensetzung von WASP-96b fanden sie Spektrallinien, die auf das Vorhandensein von Natrium hinweisen. Die Zeichen dieses Elements, die typischerweise von bewölktem Himmel verdeckt werden, erschienen im Spektrum des Exoplaneten als zeltförmige Silhouette, was bedeutet, dass der Planet eine klare, wolkenlose Atmosphäre hat.

„Wir haben uns mehr als zwanzig Transitspektren von Exoplaneten angesehen. WASP-96b ist der einzige Exoplanet, der völlig wolkenfrei zu sein scheint und eine so klare Natriumsignatur zeigt, was den Planeten zu einem Maßstab für die Charakterisierung macht“, sagte Nikolov in a Pressemitteilung . „Bisher wurde Natrium entweder als sehr schmaler Peak angezeigt oder als vollständig fehlend befunden. Dies liegt daran, dass das charakteristische „zeltförmige“ Profil nur tief in der Atmosphäre des Planeten und für die meisten Planeten erzeugt werden kann

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Beim Betrachten des Spektrums von WASP-96b stellten Astronomen fest, dass das spektrale Signal für Natrium wie ein Zelt geformt war (links). Das bedeutet, dass der Planet wolkenfrei ist, da eine Wolkendecke die spektrale Signatur teilweise abschneiden würde (rechts).N. Nikolow/E. de MooijBewölkte Atmosphären wurden sowohl um extrem heiße als auch extrem kalte Exoplaneten herum beobachtet, aber vor WASP-96b wurden nur dunstige Atmosphären gesehen, die heiße Gasriesen einhüllten. Nachdem nun eine wolkenlose Atmosphäre identifiziert wurde, können Forscher den Ausreißer mit seinen wolkenreichen Gegenstücken vergleichen. Die Untersuchung ihrer Unterschiede wird dem Forschungsteam helfen zu verstehen, warum Wolken die meisten Heißgasriesen bevorzugen und WASP-96b ignorieren. Der Natriumreichtum auf WASP-96b hat zweifellos dazu beigetragen, seine klare Atmosphäre zu identifizieren, aber seine Anwesenheit könnte auch auf planetare Bedingungen hinweisen. Die Menge an gefundenem Natrium ist ähnlich wie in unserem eigenen Sonnensystem, und auf der Erde reguliert Natrium den Stoffwechsel bei Menschen und Tieren, ist ein reichlich vorhandener Bestandteil unserer Ozeane und macht etwa 2,6 Prozent unserer Kruste aus. Mit vergleichbaren Natriummengen wie Planeten in unserem Sonnensystem könnten auch seine Bedingungen ziemlich ähnlich sein. Die Entdeckung geht auch über Natrium hinaus. Die wolkenfreie Atmosphäre wird es den Forschern ermöglichen, Elemente zu untersuchen, die normalerweise von dicken Wolken verdeckt werden, wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Wasser. Sie planen, das Hubble-Weltraumteleskop der NASA und das kommende James-Webb-Weltraumteleskop zu verwenden, um WASP-96b und seine weit geöffneten Planetenmerkmale weiter zu untersuchen. Und ohne lästige Wolken im Weg, wer weiß, was sie sonst noch finden können.

Quelle: https://astronomy.com/news/2018/05/the-cloudless-exoplanet

Welt fiebert ersten „Webb“-Bildern entgegen/Vorgeschmack Montagnacht – Große Veröffentlichung an Dienstag

Webb wurde darauf abgestimmt, uns mit den tiefsten Bildern unseres Universums zu begeistern, die jemals aufgenommen wurden. 
(Foto: NASA)

Am Dienstag soll der vollständige Satz der ersten Bilder des Weltraumteleskops „James Webb“ veröffentlicht werden. Das Teleskop verspricht einen Blick in die Urzeiten des Universums, als die ersten Sterne erhellten und Galaxien geboren wurden.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Bilder wird es schon am Montagabend geben: US-Präsident Joe Biden wird um 23:00 Uhr MESZ im Weissen Haus eines der ersten Bilder von „Webb“ enthüllen, wie die europäischen Raumfahrtagentur Esa am Montag mitteilte.

Bereits Anfang Jahr hatte das Teleskop erste Testbilder zur Erde geschickt – darunter Fotos von einem Stern und ein Selfie. Die für Dienstag geplante Veröffentlichung der Bilder soll nun „die vollen wissenschaftlichen Fähigkeiten von Webb demonstrieren“. Auf diesen Aufnahmen sind demnach unter anderem der Carinanebel zu sehen, wo sich bizarr anmutende Staub- und Gasstrukturen türmen, die Galaxiengruppe „Stephans Quintett“ sowie der Riesen-Exoplanet „Wasp-96 b“.

„Was wir am 12. Juli um 16.30 Uhr MESZ sehen werden, ist nicht nur ein Bild“, twitterte der Schweizer Nasa-Forschungsdirektor Thomas Zurbuchen kürzlich. Es sei eine neue Weltsicht auf die Natur. Seit Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden verborgen Geheimnisse würden preisgegeben.

Das leistungsstärkste Teleskop

„Webb“ ist das bislang leistungsstärkste – und teuerste – je gebaute Teleskop. Es soll die Frühzeit des Universums vor 13 Milliarden Jahren erkunden und damit nur wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall zurückblicken. Astronominnen und Astronomen versprechen sich Rückschlüsse auf die Bildung der ersten Sterne und Galaxien. Webb-Aufnahmen sollen aber auch zeigen, ob es bewohnbare Planeten mit Wasservorkommen gibt.

Nachdem das James Webb-Teleskop im Dezember letzten Jahres seine 1,5 Millionen Kilometer lange Reise ins All hinter sich gebracht hatte, galt es, den riesigen Sonnenschutzschild auszufahren, den Spiegel auszurichten und die Instrumente zu kalibrieren und zu testen. Nun, sechs Monate später, kann die wissenschaftliche Mission beginnen.

Schweiz forscht mit

Auch mehrere Teams von Schweizer Hochschulen konnten sich begehrte Beobachtungszeit mit dem James Webb-Weltraumteleskop sichern. Darunter der ETH-Astrophysiker Adrian Glauser und sein Team: Weil sie massgeblich an der Entwicklung an einem der Instrumente an Bord beteiligt waren, profitieren sie gar vom Privileg einer garantierten Beobachtungszeit, die sie für die Charakterisierung von Exoplaneten nutzen werden.

Das von ihnen entwickelte Instrument MIRI (Mid Infrared Instrument) arbeitet bei noch kälteren Temperaturen als die anderen drei Instrumente an Board von „Webb“. Deshalb bauten die Forschenden ein ausgeklügeltes Kühlsystem. Im April erreichte das Instrument seine endgültige Betriebstemperatur: minus 266 Grad Celsius.

Blick durch Staubwolken hindurch

Die extrem kalten Temperaturen der Instrumente sind nötig, damit die Beobachtungen im infraroten Bereich durchgeführt werden können. Dieses Lichtspektrum erlaubt unter anderen, extrem weit zurück in die Vergangenheit zu blicken sowie durch kosmische Staubwolken hindurchzuspähen.

Unvorstellbar weit zurück möchten denn auch die Astrophysiker Robert Feldmann von der Universität Zürich und Pascal Oesch von der Universität Genf blicken: Als Teil des internationalen Programms „Uncover“ wollen sie die ersten Galaxien im Universum aufzuspüren, die 300 bis 400 Millionen Jahre nach dem Urknall geboren wurden.

Kostenexplosion

Die „Webb“-Mission ist eine Zusammenarbeit zwischen den Raumfahrtagenturen Esa, Nasa und der kanadischen Weltraumbehörde CSA. Das 1989 gestartete Projekt sollte ursprünglich Anfang der 2000er Jahre in Betrieb gehen. Immer neue Probleme verzögerten das Vorhaben jedoch jahrelang, die Kosten verdreifachten sich auf fast zehn Milliarden Dollar. Auch der Start musste mehrfach verschoben werden.

Quelle: https://herisau24.ch/articles/141929-welt-fiebert-ersten-webb-bildern-entgegen

Bundesrat billigt: Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes, EEG-Novelle 2023, Ersatzkraftwerke bei Gasmangel und Wind-an-Land-Gesetz

Bundesrat billigt Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes

Nur einen Tag nach dem Bundestag haben auch die Länder die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes gebilligt – sie ist Teil des so genannten Osterpakets der Bundesregierung. Das Gesetz kann nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt und anschließend im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll unmittelbar am Tag darauf in Kraft treten.

Mehr Windenergie an Land

Ziel der Novelle ist, den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien und vor allem der Windenergie an Land bis 2045 zu beschleunigen und damit die Energiesicherheit zu gewährleisten – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Krise.

Dazu wird im Bundesnaturschutzgesetz der Grundsatz verankert, dass Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen im überragenden öffentlichen Interesse liegen und der öffentlichen Sicherheit dienen. So dürfen künftig auch Landschaftsschutzgebiete in die Suche nach Flächen für den Windenergieausbau einbezogen werden.

Bundeseinheitliche Prüfstandards

Bundeseinheitliche Standards sollen die Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen – vor allem bei der artenschutzrechtlichen Prüfung. Hier liegt der Fokus auf der Signifikanzprüfung beim Tötungs- und Verletzungsverbot für Vögel und auf der artenschutzrechtlichen Ausnahmeerteilung.

Zusätzliche artenschutzbezogene Erleichterungen sieht das Gesetz für das sogenannte Repowering von Windanlagen vor, das ältere Windräder durch leistungsfähigere neue ersetzt.

Ausgleich zwischen Natur- und Klimaschutz

Das Bundesamt für Naturschutz ist künftig dafür zuständig, zum dauerhaften Schutz besonders betroffener Arten – zum Beispiel bestimmte Brutvögel und Fledermäuse – nationale Artenhilfsprogramme aufzustellen und umzusetzen. Zur Finanzierung sollen auch Anlagenbetreiber beitragen.


Bundesrat macht Weg frei für EEG-Novelle 2023

Der Bundesrat hat am 8. Juli 2022 das vom Bundestag am 7. Juli 2022 verabschiedete Gesetz zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und weiteren Maßnahmen im Stromsektor gebilligt. Es kann daher – ebenso wie die anderen Teile des so genannten Osterpakets der Bundesregierung – dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden.

Grundlegende Überarbeitung des EEG

Die Novelle richtet die Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik auf den 1,5-Grad-Klimaschutz-Pfad aus und überarbeitet dazu das gesamte Erneuerbare-Energien-Gesetz grundlegend und umfassend, ändert flankierend zahlreiche andere Gesetze. Ziel ist es, im Jahr 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen.

Ausbauziele 2030

Die Novelle definiert ambitioniertere Ausbauziele für die erneuerbaren Energien: Im Jahr 2030 sollen 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Höhere Ausbaupfade und Ausschreibungsmengen

Um dieses Ziel zu erreichen, legt das Gesetz Ausbaupfade und Ausschreibungsmengen für die einzelnen Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien fest. So erhöht es die aktuellen Ausbauraten bei der Windenergie an Land auf 10 Gigawatt pro Jahr, so dass im Jahr 2030 insgesamt rund 115 Gigawatt Leistung aus Windkraft stammt. Den Ausbau von Solarenergie schreibt das Gesetz auf 22 Gigawatt pro Jahr vor – im Jahr 2030 sollen insgesamt rund 215 Gigawatt Solar-Leistung in Deutschland erreicht sein.

Endgültiges Aus für EEG-Umlage

Das Gesetz schafft die EEG-Umlage dauerhaft ab, nachdem sie durch eine kürzliche Änderung bereits auf Null abgesenkt worden war.

Beschleunigte Genehmigungsverfahren

Gesetzlich wird klargestellt, dass alle erneuerbaren Energien – auch die Wasserkraft – im überragenden öffentlichen Interesse stehen. Dies ist für Planungs- und Genehmigungsabwägungen relevant und soll zur Beschleunigung der Verfahren beitragen.

Gesplittetes Inkrafttreten

Nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten kann die Novelle im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Einige Passagen treten direkt am Tag darauf bzw. in einigen Wochen bzw. Monaten in Kraft, das Gesetz im Übrigen am 1. Januar 2023.


Ersatzkraftwerke bei Gasmangel – Bundesrat stimmt zu

Nur einen Tag nach der Beschlussfassung des Bundestages hat der Bundesrat am 8. Juli 2022 einem Gesetz zugestimmt, das die Bereithaltung von Ersatzkraftwerken zur Reduzierung des Gasverbrauchs im Stromsektor im Fall einer drohenden Gasmangellage vorsieht. In einer begleitenden Entschließung fordern die Länder insbesondere Maßnahmen zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern und zur Sicherung der Versorgungssicherheit.

Nutzung von Reservekraftwerken

Das Gesetz ermöglicht es, dem Strommarkt durch Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz befristet zusätzliche Kapazitäten zur Stromerzeugung mit Stein- und Braunkohle sowie Mineralöl zur Verfügung zu stellen.

Dazu können Kraftwerke genutzt werden, die derzeit nur eingeschränkt verfügbar sind, demnächst stillgelegt würden oder sich in einer Reserve befinden. Dies soll die Gasverstromung soweit wie möglich ersetzen, um Erdgas einzusparen.

Außerdem schafft das Gesetz eine Verordnungsermächtigung, um im Falle einer Gefährdung des Gasversorgungssystems sehr schnell den Einsatz von Gaskraftwerken beschränken und dadurch den Gasverbrauch in der Stromerzeugung noch weiter senken zu können.

Hilfen für Gasunternehmen

Änderungen am Energiesicherungsgesetz aus Mai 2022 ermöglichen bereits eine Treuhandverwaltung oder Enteignung von Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Das nunmehr verabschiedete Gesetz erleichtert nun auch den Einstieg des Bundes bei strauchelnden Gasimporteuren.

Es ermöglicht zudem, die steigenden Kosten der Gasbeschaffung durch ein Umlagesystem auf alle Gasverbraucherinnen und -verbraucher zu verteilen.

Die Bundesregierung wird insofern ermächtigt, ohne Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung einen durch eine saldierte Preisanpassung finanzierten finanziellen Ausgleich vorzusehen. Voraussetzung ist, dass eine erhebliche Reduzierung der Gasimportmengen nach Deutschland unmittelbar bevorsteht oder von der Bundesnetzagentur festgestellt worden ist.

Eine vergleichbare Regelung hat die Bundesregierung für die der Gasebene nachgeordnete Marktebene der Fernwärme bereits getroffen. Dieser Verordnung hat der Bundesrat am 8. Juli 2022 ebenfalls zugestimmt.

Schutzschirm für energiewirtschaftliche Lieferkette

In der Entschließung bringt der Bundesrat seine Sorge über die sich verschärfende Gasmarktkrise zum Ausdruck. Er bittet die Bundesregierung, kurzfristig alle notwendigen Schritte zur Stabilisierung der Versorgungssicherheit zu unternehmen und insbesondere die Einführung eines Schutzschirms für die komplette energiewirtschaftliche Lieferkette zu prüfen. Um Härten für Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeiden, solle zudem ein befristetes Moratorium für Strom- und Gaspreise geprüft werden.

Unterzeichnung, Verkündung und Inkrafttreten

Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Es wird größtenteils am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten, in Teilen am zweiten Tag nach der Verkündung und in Teilen erst nach der beihilfenrechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission. Die die Ersatzkraftwerke betreffenden Regelungen treten mit Ablauf des 31. März 2024 außer Kraft.

Die Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, wann sie sich mit den Anliegen des Bundesrates befasst. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.


Bundesrat billigt Wind-an-Land-Gesetz

Der Bundesrat hat am 8. Juli 2022 das Gesetz zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land gebilligt, das der Bundestag einen Tag zuvor verabschiedet hatte. Es flankiert die erhöhten Ausbauziele für Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien der EEG-Novelle 2023, die ebenfalls erfolgreich Bundestag und Bundesrat passierte. Damit können alle Teile des „Osterpakets“ der Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden.

2 Prozent Landesflächen für Windenergie

Bis spätestens 31. Dezember 2032 müssen 2 Prozent der Landesflächen für Windenergie an Land zur Verfügung stehen – dies bedeutet mehr als eine Verdoppelung der derzeit ausgewiesenen Fläche, die aktuell 0,8 Prozent der Bundesfläche beträgt. Tatsächlich verfügbar sind nach Angaben der Bundesregierung lediglich 0,5 Prozent.

Verbindliche Flächenziele für die Bundesländer

Das neue Windenergieflächenbedarfsgesetz gibt den Ländern in zwei Etappen verbindliche Flächenziele vor – sogenannte Flächenbeitragswerte: Ein Verteilungsschlüssel legt für jedes Bundesland konkrete Quoten bis 2027 bzw. 2032 fest. Er berücksichtigt die bereits vorhandenen Flächenpotenziale für den Ausbau der Windkraftanlagen in den einzelnen Ländern. Die Staffelung reicht von 0,5 Prozent für Stadtstaaten bis zu 2,2 Prozent für einige Flächenländer.

Einschränkung der Länderöffnungsklausel

Die bisherige Länderöffnungsklausel, die es den Ländern bislang erlaubt, Mindestabstände der Windräder von bis zu einem Kilometer zu Wohngebieten festzulegen, bleibt zwar bestehen. Die Landesregeln greifen jedoch nur dann, wenn die im Verteilerschlüssel festgelegten Flächenziele in den jeweiligen Ländern erreicht sind.

Privileg für Repowering bestehender Standorte

Das Gesetz erleichtert das so genannte Repowering von älteren Windkraftanlagen, bei denen neue, leistungsstärkere Elemente am alten Standort eingesetzt werden können.

Weiteres Ziel des Gesetzes ist es, die Planungsmethodik und ihre gerichtliche Kontrolle zu vereinfachen, die Planung zu beschleunigen und die Rechtssicherheit zu erhöhen, heißt es in der Gesetzesbegründung. Hierzu erfolgen Änderungen unter anderem im Baugesetzbuch.

Inkrafttreten in einigen Monaten

Das Gesetz kann nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll im siebten Monat nach der Verkündung in Kraft treten.

Quelle: https://www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/22/1023/1023-pk.html

Bundestag: Laufzeit von Atomkraftwerken abgelehnt/Bundesrat: Gesetzesentwurf von Bayern zur Ausschusszuweisung/Debatte um AKW-Laufzeitverlängerung ist Zeitverschwendung

Kernkraftwerk Stadersand

Der Bundestag stimmt dazu, vorübergehend mehr Kohlekraftwerke einzusetzen – um Gas einzusparen. Keine Mehrheit findet sich dagegen über den Antrag der Union, Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Hilfen für angeschlagene Energieunternehmen wie Uniper sollen erleichtert werden.

Wegen der Gaskrise hat der Bundestag den Weg dafür frei gemacht, vorübergehend mehr Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung heranzuziehen. Gleichzeitig beschlossen die Abgeordneten am späten Donnerstagabend, staatliche Hilfen für angeschlagene Energieunternehmen wie Uniper zu erleichtern. Als Option kann zudem ein Umlagesystem geschaffen werden, damit Preissprünge beim Gas für Energieversorger gleichmäßiger an Kunden weitergeben werden können. Die Bundesregierung will aber verhindern, dass dieses Instrument zum Einsatz kommen muss.

Die vom Bundestag beschlossenen Gesetzesänderungen sollen am Freitag noch durch den Bundesrat. Sie sind eine Reaktion auf die starke Drosselung russischer Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1. Um Gas einzusparen, soll nun weniger Gas zur Stromproduktion genutzt werden. Stattdessen sollen für einen Übergangszeitraum Kohlekraftwerke zum Einsatz kommen, die gegenwärtig nur eingeschränkt verfügbar sind, vor der Stilllegung stehen oder sich in der Reserve befinden. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte bereits angekündigt, parallel die notwendige Ministerverordnung vorzubereiten, um die sogenannte Gasersatzreserve in Gang zu setzen.

Abgelehnt wurde vom Bundestag ein Änderungsantrag der Unionsfraktion, der eine längere Laufzeit von Atomkraftwerken zum Ziel hatte. CDU und CSU hatten vorgeschlagen, dass die Bundesregierung per Rechtsverordnung neben Kohlekraftwerken auch die drei verbliebenen deutschen Kernkraftwerke weiterlaufen lassen kann. Dafür hatte sich zuletzt auch die FDP stark gemacht – allerdings konnten sich die Freidemokraten damit in der Koalition nicht gegen SPD und Grüne durchsetzen.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article239798581/Bundestag-Gruenes-Licht-fuer-mehr-Kohlekraftwerke-AKW-Laufzeitverlaengerung-abgelehnt.html


CSU fordert: Kernkraftwerke bis 2025 weiterbetreiben

„Wir müssen alle möglichen Potenziale nutzen – und zwar ohne ideologische Scheuklappen. Dazu gehört auch eine befristete Verlängerung der Laufzeiten der drei noch betriebenen Kernkraftwerke bis Ende 2025“, sagte Herrmann der Mediengruppe Bayern (Freitag).

Bayern bringt am Freitag einen eigenen Gesetzesentwurf zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in den Bundesrat ein. Die drei Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2, die nach geltendem Recht spätestens am 31. Dezember 2022 abgeschaltet werden müssen, sollen am Netz bleiben, fordert die CSU. Mit der Laufzeitverlängerung werde ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung einer verlässlichen, bezahlbaren und klimagerechten Energieversorgung in Deutschland geleistet, heißt es in dem bayerischen Gesetzesantrag im Bundesrat.

Der Mediengruppe Bayern sagte Herrmann, die verbliebenen Kraftwerke würden Strom für zehn Millionen Haushalte erzeugen. „Als Ersatz für diese Kraftwerke müssten in kürzester Zeit 3000 Windenergieanlagen gebaut werden.“ Herrmann erklärte weiter: „Jetzt ist nicht die Zeit für den ideologischen Rigorismus einer Anti-Kernkraft-Bewegung, über den die Zeit hinweggegangen ist. Jetzt ist pragmatisches Handeln der Bundesregierung gefragt, sonst drohen uns echte wirtschaftliche Nöte und soziale Verwerfungen.“

Quelle: https://www.idowa.de/inhalt.energieversorgung-csu-fordert-kernkraftwerke-bis-2025-weiterbetreiben.62b766b9-cd2c-4aa5-8fa1-c2595648b875.html


Grüne: Debatte um AKW-Laufzeitverlängerung ist Zeitverschwendung

Die CSU hat im Bundesrat einen Gesetzesentwurf zur Laufzeitverlängerung der verbliebenen Atomkraftwerke eingebracht. Angesichts der Energiekrise dürfe es keine ideologischen Scheuklappen geben. Die Grünen halten die Debatte für Zeitverschwendung.

Passau, München (epd). Die Opposition in Bayern hält wenig von den Plänen der CSU, die verbliebenen Atomkraftwerke wegen der Energiekrise befristet weiterlaufen zu lassen. „Wir haben Gasknappheit, keinen Strommangel“, sagte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann, am Freitag. Atomkraft produziere nur Strom und sei kein Ersatz für Gas – „weder beim Heizen unserer Wohnungen noch für industrielle Prozesse“. Die Kernenergie decke außerdem nur 1,3 Prozent des Endenergiebedarfs. Die Debatte um die AKW-Laufzeitverlängerung sei daher Zeitverschwendung.

Der bayerische Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) hat am Freitag einen befristeten Weiterbetrieb der bundesweit noch drei laufenden Atomkraftwerke bis 2025 gefordert. „Wir müssen alle möglichen Potenziale nutzen – und zwar ohne ideologische Scheuklappen“, sagte Herrmann der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgabe). Bayern wollte am Freitag in der Bundesratssitzung einen eigenen Gesetzesentwurf zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken einbringen.

Die verbliebenen Kraftwerke würden Strom für zehn Millionen Haushalte erzeugen, sagte Herrmann weiter. „Als Ersatz für diese Kraftwerke müssten in kürzester Zeit 3.000 Windenergieanlagen gebaut werden.“ Jetzt sei pragmatisches Handeln der Bundesregierung gefragt, sonst drohten echte wirtschaftliche Nöte und soziale Verwerfungen. Es sei nicht Zeit für den ideologischen Rigorismus einer Anti-Kernkraft-Bewegung.

In Deutschland sind noch drei Atomkraftwerke in Betrieb: Isar II in Bayern, Neckarwestheim II in Baden-Württemberg und Emsland in Niedersachsen. Sie sollen bis Ende des Jahres abgeschaltet werden. Angesichts des Gasmangels und der steigenden Energiepreise fordern mehrere Seiten, die drei Kernkraftwerke übergangsweise länger laufen zu lassen. In der Ampelkoalition herrscht Uneinigkeit: SPD und Grüne sind dagegen, die FDP zeigt sich offen für Diskussionen.

Zur Mediengruppe Bayern gehören die Zeitungen „Passauer Neue Presse“, „Donaukurier“ (Ingolstadt) und „Mittelbayerische Zeitung“ (Regensburg). Die Mediengruppe betreibt unter anderem in Berlin ein gemeinsames Hauptstadtbüro.

Quelle: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/epd/gruene-debatte-um-akw-laufzeitverlaengerung-ist-zeitverschwendung

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Keine Laufzeitverlängerung der letzten AKWs trotz der Energiekrise, Augen zu und durchhalten.

Soweit so gut erstmal. Die Debatte um AKW-Laufzeitverlängerung ist Zeitverschwendung, wir schaffen die Energiekrise auch ohne die Letzen AKWs.

Wer jetzt kurz vor dem Ziel über Laufzeitverlängerung von AKWs debattieren möchte hat ja nicht mehr alle Latten am Zaun, zumal die uns in der Krise ja überhaupt nichts nützen. Absoluter Schwachsinn und Bayern ist der Austiegs-Fahrplan ja auch nichts erst seit gestern bekannt. Jetzt tun die so als wären ihre AKWs die Lösung. Was man da in Bayern versucht abzuziehen halte ich für rotzfrech und ziemlich dreist, deren AKWs brauchen wir nicht.

Wenn die so erblicht auf Atomstrom sind sollte auch der Standort für ein Atom-Endlager in Bayern sein, das ist nur Sozial und Fair.

Christian Dauck

South Korea: Nation First Lunar Orbiter Begins Trip to US for Launch





Photo : YONHAP News

South Korea began transporting the nation’s first lunar orbiter to the United States ahead of its launch via a SpaceX rocket next month.

According to the Ministry of Science and ICT on Tuesday, the Korea Pathfinder Lunar Orbiter also known as Danuri departed from the Korea Aerospace Research Institute at around 10 a.m., bound for Incheon International Airport in a specially designed container.

Once it is flown to Orlando International Airport, Danuri will be transported overland to Florida’s Cape Canaveral Space Force Station on Thursday.

After a month of maintenance, assembly and other preparations, the lunar orbiter is set to launch aboard the SpaceX Falcon 9 rocket at 8:24 a.m. on August 3, Korea time.

Expected to reach the Moon’s orbit by December, Danuri’s year-long mission will include observing lunar activity, looking for potential landing sites for future missions and verifying space-based internet technology.

Quelle: http://world.kbs.co.kr/service/news_view.htm?lang=e&Seq_Code=170792

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Super! Ein wichtiger Meilenstein.

KPLO „Danuri“ hat seinen Transport in die USA begonnen.

Ablauf des Transport:
Dienstagfrüh Transport vom Korea Aerospace Research Institute zum Flughafen Incheon (Südkorea).

Dann Flug Richtung Orlando International Airport (Florida).
Und von da an über Land zu Cape Canaveral, was so ca. Donnerstag sein wird.

In Cape Canaveral beginnen dann die Arbeiten zur Vorbereitung auf den Start der für den 03.08.2022 geplant ist.

Christian Dauck

Webb-Teleskop: Forscher zeigen sich von ersten Bildern tief berührt

Die große Zitterpartie ist nun bereits ein halbes Jahr her: Ende Dezember letzten Jahres konnte das neue James Webb-Weltraumteleskop erfolgreich gestartet werden. Und nun trifft man bei der NASA auf fast schon kindlich begeisterte Wissenschaftler.Denn das Teleskop hat seine wissenschaftliche Arbeit aufgenommen und die ersten Aufnahmen zur Erde geliefert. Allerdings sind diese noch unter Verschluss. Da die Aufnahmen in erster Linie wissenschaftliche Daten darstellen, bekommen jene Forscher zuerst einen Einblick, deren Organisationen zur Finanzierung und zum Bau des milliardenschweren Projekts teilgenommen haben.

Allerdings läuft der Countdown: Am 12. Juli wird die NASA die ersten Bilder des neuen Teleskops der Öffentlichkeit präsentieren. Zwei Wochen zuvor äußerten sich beteiligte Forscher nun vorab zu ihren Eindrücken – natürlich auch, um das Interesse der Öffentlichkeit weiter anzufachen. Und sie vermitteln in jeder Hinsicht den Eindruck, dass die bereits gezeigten Bilder aus den Kalibrierungs-Tests von den ersten wissenschaftlichen Aufnahmen noch deutlich übertroffen werden.

„Wir haben bereits einige erstaunliche wissenschaftliche Aufnahmen im Kasten, und einige andere werden noch gemacht. Wir sind gerade dabei, geschichtsträchtige Daten zu sammeln“, sagte Thomas Zurbuchen, der Leiter der wissenschaftlichen Programme der NASA. Bereits jetzt soll der tiefste Blick ins Universum, der von Menschen je gemacht werden konnte, zum Portfolio gehören.

Fast geweint

Wenn in zwei Wochen die so genannten „First Light“-Aufnahmen öffentlich gemacht werden, sollen aber auch noch einige andere Bilder dabei sein, die die Leistungsfähigkeit des neuen Instruments demonstrieren. So wird man auch das Spektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten vorweisen können. Das bedeutet, dass es mit dem Teleskop gelang, genau das Licht aufzufangen, das ein Stern durch die Gasschicht um einen seiner Planeten schickte. Die spektrale Analyse ermöglicht es dann zu ermitteln, aus welchen Stoffen sich die Atmosphäre des weit entfernten Planeten zusammensetzt.

„Was ich gesehen habe, hat mich bewegt, als Wissenschaftlerin, als Ingenieurin und als Mensch“, sagte die stellvertretende NASA-Administratorin Pam Melroy. „Es ist ein emotionaler Moment, wenn man sieht, wie die Natur plötzlich einige ihrer Geheimnisse preisgibt. Und ich möchte, dass Sie sich das vorstellen und sich darauf freuen“, ergänzte Zurbuchen. Er habe fast geweint, als er die ersten Aufnahmen zu Gesicht bekam. Das dürfte so manchen Weltraum-Interessierten an den Moment erinnern, als Hubble die ersten Bilder von Nebeln und Galaxien lieferte.

Quelle: https://winfuture.de/news,130501.html

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Es müsste sogar das erste Spektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten sein. Freue mich auf die ersten Bilder. Diese und Zukünftige Bilder werden Raumfahrt-Geschichte schreiben.

Super! Es müsste sogar das erste Spektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten sein. Das James Webb Teleskop wird die Erforschung von Exoplaneten und Monde, Planeten und Co. grundlegend verändern. Das wird ganze Bücher umschreiben und Geschichte schreiben

Christian Dauck

Capstone – kleine Raumsonde, große Mondmission

Die Nasa schickt ihre Mini-Raumsonde Capstone zum Mond. Dort soll sie nicht nur die Umlaufbahn der zukünftigen Lunar-Gateway-Raumstation testen.

Capstone ist unterwegs. Um 11:55 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ist die Nasa-Sonde gestartet und auf den Weg zum Mond. Für die kleine Raumsonde Capstone ist es ein weiter Weg. Zwar sind die Erde und ihr Trabant im Mittel circa 384.400 Kilometer voneinander entfernt – dennoch wird Capstone etwa 1,5 Millionen Kilometer hinter sich legen, um den Mond zu erreichen. Gestartet wird sie mit einer nur 12,5 Tonnen schweren Electron, der kleinsten Rakete, die jemals für eine Mondmission verwendet wurde.

Was die großen Aufgaben für die kleine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa sind und warum die Mission ein Wegweiser ist, erzählt Elwood Agasid von der Nasa golem.de im Interview. Er ist der Programm-Manager für kleine Raumfahrzeug-Technologien (Small Spacecraft Technology Program) bei der Behörde und arbeitet mit seinem Team an Lösungen für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Wobei der Fokus bei Capstone auf den bevorstehenden Artemis-Mondmissionen liegt.

„Bei dieser speziellen Mission wird es sich mehr oder weniger um einen Wegweiser für das Lunar Gateway handeln“, erzählt Agasid. Die Raumsonde ist gerade einmal so groß wie ein Mikrowellenherd – ohne Solarmodule sind das knapp 23 mal 23 Zentimeter im Grundmaß und 34 Zentimeter in der Höhe.

Ein ganz besonderer Orbit für Capstone und das Gateway

Nach ihrer Ankunft am Mond soll sie den Near-Rectilinear Halo Orbit (eine nahezu rechtwinklige Halo-Umlaufbahn, kurz NRHO) einnehmen. Diese Umlaufbahn steht von der Erde aus gesehen senkrecht zum Mond und wird mittlerweile nur noch Halo-Orbit genannt.

Auf dem NRHO begegnet die Raumsonde dem mondnächsten Punkt ungefähr alle sieben Tage. Durch dessen Gravitation wird sie auf eine Flugbahn gelenkt, auf der sie sieben Tage später erneut dem mondnächsten Punkt begegnet und wieder durch die Gravitation genau zur richtigen Stelle gelenkt wird. Von oben betrachtet sieht die Flugbahn deshalb fast wie ein Rechteck aus, dessen Ecken auf der Ellipse der Mondumlaufbahn liegen.

Laut dem Nasa-Experten befindet sich diese Umlaufbahn „an einer Art Lagrange-Punkt und nutzt die Schwerkraft der Erde und des Mondes, um diese Umlaufbahn zu halten.“ Dadurch benötigen Missionen wie Capstone oder später auch die fliegende Mondraumstation Lunar Gateway weniger Treibstoff – weil kleine Änderungen der Geschwindigkeit in der Nähe der Gleichgewichtspunkte zwischen der Schwerkraft von Erde und Mond schon einen großen Effekt auf die Flugbahn haben können.

Gateway, Capstone und die Halo-Umlaufbahn

Der mondnächste Punkt befindet sich mit einem Abstand von knapp 1.600 Kilometern über der Mondoberfläche an dessen Nordpol. „Die geringere Höhe ist ein guter Ort, um die Stationsbesatzung auf die Mondoberfläche zu bringen. Jeder Ab- und Aufstieg muss zeitlich abgestimmt werden“, so Agasid. Nach ungefähr einer Woche wird das Gateway wieder am Nordpol vorbeifliegen. Wenn Capstone den Südpol des Mondes passiert, wird die Raumsonde ungefähr 70.000 Kilometer von dessen Oberfläche entfernt sein.

„Dies ist ein optimaler Orbit für die Station, da das Gateway dort eine kontinuierliche Sicht für Kommunikationszwecke zur Erde hat“, sagt der Programm-Manager und erklärt: „Es handelt sich um eine sehr stabile Umlaufbahn, der schon seit geraumer Zeit untersucht wird. Alleine schon wegen der Treibstoffersparnis und der Tatsache, dass das Gateway für einige Zeit dort betrieben werden kann, ist es eine optimale Umlaufbahn.“

Capstone, dessen Akronym für Betrieb und Navigationsexperiment des autonomen cislunaren Ortungssystems (Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment) steht, soll jedoch nicht nur diese stark-elliptische Umlaufbahn für das Gateway testen.

Capstone und der ballistische Mondtransfer

Um zur Halo-Umlaufbahn zu gelangen, wird Capstone circa vier bis fünf Monate benötigen. Im Gegensatz dazu wird das Orion-Raumschiff nur ungefähr fünf Tage brauchen. Jedoch soll Capstone einen ballistischen Mondtransfer durchführen und nicht auf dem direkten Weg zum Mond fliegen. „Es dauert zwar eine Weile, den Mond mit diesem ballistischen Mondtransfer zu erreichen. Dafür wird nicht so viel Treibstoff benötigt, weil das Raumfahrzeug die Schwerkraft der Sonne, der Erde und des Mondes nutzt.“

Beim ballistischen Einfangen handelt es sich um eine energiearme Methode für ein Raumfahrzeug, um eine Umlaufbahn um einen entfernten Planeten oder Mond zu erreichen. Statt direkt zum Mond zu fliegen, dort die Triebwerke zu zünden und schnell in den Mondorbit zu bremsen – ansonsten fliegt die Sonde vorbei -, müssen die Triebwerke von Capstone beim ballistischen Mondtransfer nur minimal beansprucht werden. Das Verfahren wurde 1991 erstmals von der japanischen Raumsonde Hiten demonstriert.

Viel Treibstoff kann Capstone mit einem Gesamtgewicht von circa 25 Kilogramm nicht mit sich führen. Nur ungefähr 20 Prozent davon, also ungefähr fünf Kilogramm, sind Treibstoff. In Zukunft sollen auch Frachter zum Lunar Gateway den ballistischen Mondtransfer nutzen, um mit wenig Treibstoffmengen in den Halo-Orbit zu gelangen.

Das Lunar Gateway: Der Wegweiser für Mondlandungen

Mit dem Lunar Gateway will die Nasa gemeinsam mit ihren Partnern, zu denen auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa gehört, eine Raumstation in der Mondumlaufbahn platzieren – quasi eine Internationale Raumstation nur wesentlich kleiner. Während die ISS die Ausmaße eines Fußballfeldes umfasst, soll das Gateway nur ungefähr ein Drittel der Größe einnehmen.

Eine Illustration des Lunar Gateway – einer zukünftigen Raumstation, die den Mond umkreisen soll.

Die ersten beiden Module der Mini-Raumstation Gateway sollen voraussichtlich Ende 2024 mit einer Falcon-Heavy-Trägerrakete vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX in die Mondumlaufbahn gebracht werden. Dort soll aus Wohn- und Logistik-Modul Halo (Habitation and Logistics Outpost) und das Energie- und Antriebselement PPE (Power and Propulsion Element) zur Raumstation Lunar Gateway verbunden werden.

In Zukunft sollen Astronautinnen und Astronauten mit dem Orion-Raumschiff an das Gateway andocken und einen Zwischenstopp einlegen. Sobald das Gateway auf seiner siebentägigen Reise den mondnächsten Punkt erreicht, kann beispielsweise das Starship HLS (Human Landing System) Menschen auf die Mondoberfläche bringen. Somit ist das Gateway eine Art bewohnbare Bushaltestelle für Crew-Missionen zum Mond oder darüber hinaus.

Das Missionsziel von Capstone

Zurück zu Capstone: Nach dem Einschwenken in den Halo-Orbit soll das Raumfahrzeug Kontakt mit der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) aufnehmen. Diese befindet sich bereits seit 2009 in der Mondumlaufbahn und hatte die Aufgabe, die gesamte Mondoberfläche zu kartieren.

Laut dem Nasa-Manager befindet sich an Bord von Capstone „einiges an Hardware und auch eine Software, die Cislunar Autonomous Positioning System genannt wird, und diese Technologie wird den bestehenden Lunar Reconnaissance Orbiter nutzen, um eine Querverbindung herzustellen.“ Um mit dieser Querverbindung die Entfernung zwischen den Raumsonden zu messen, soll ein Hochfrequenzsignal zwischen ihnen hin- und hergeschickt werden.

„Dann kann Capstone die Geschwindigkeit und das zurückgesendete Signal betrachten und damit seine Position relativ zum Lunar Reconnaissance Orbiter bestimmen.“ Das alles geschieht autonom und ohne eine Verbindung zur Erde. Momentan werden nämlich alle Missionen vom Boden aus gesteuert, sagt Agasid. Mit Capstone soll somit ein vom Boden unabhängiges Navigations- und Kommunikationsnetz getestet werden.

Die Hauptmission soll ungefähr sechs Monate andauern. Anschließend gibt es laut Agasid die Möglichkeit, die Raumsonde weitere zwölf Monate zu nutzen. „Wissenschaftler sagen gerne, je mehr Daten man erhält, desto besser sehen die Zahlen und Statistiken aus. Und das wäre unser zweites Ziel.“

Capstone steht zum Start bereit

Doch zunächst musste die Capstone-Mission vom neuseeländischen Raumhafen in Māhia Peninsula am Launch Complex 1 erfolgen. Das Startfenster öffnete sich am 13. Juni und hätte sich am 27. Juli wieder geschlossen. Das war auch nötig. Aber nach mehreren Verzögerungen gelang der Start der speziell für diese Mission modifizierten Elektron-Rakete.

„Sie verfügt über eine verlängerte Stufe namens Photon, die zusätzlichen Treibstoff mit sich führt“, so Agasid. Mit diesem zusätzlichen Treibstoff soll das Capstone-Raumschiff in eine Flugbahn gebracht werden, von der es zum Mond aufbrechen kann. „Etwa sechs bis sieben Tage nach dem Start wird die Capstone-Sonde von der Photon-Raketenstufe von Rocket Lab getrennt, um sein eigenes Antriebssystem zu zünden.“

Für das ballistische Einfangmanöver auf dem Weg zum Mond sollen die Triebwerke mehrmals zünden. Zuerst um die Geschwindigkeit der Raumsonde zu erhöhen und später, um leichte Korrekturmanöver durchzuführen.

Ob es nach dieser Mission weitere Capstone-Raumsonden geben wird, ist noch unklar. Das Lunar Gateway und die Frachtflüge zum Mond und der Raumstation sehen zumindest ähnlich aus. Und später soll am Mond und auch am Mars ein Kommunikations- und Navigationsnetzwerk errichtet werden. Die Frage ist nur: Wird zuerst ein amerikanisches oder chinesisches Satellitennetzwerk den Mond umkreisen? 

Quelle: https://www.golem.de/news/nasa-capstone-kleine-raumsonde-grosse-mondmission-2206-165924.html


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Lunar Gateway, SLS und Co: Endlich geht es mal voran und nicht nur immer Lippenbekenntnisse. Super!

Hurra! Der Start von Capstone und der erfolgreiche Test von SLS am Pad, endlich läuft es mal gut für das Mond Projekt Artemis. Endlich geht es mal voran und nicht nur immer Lippenbekenntnisse (leere Versprechungen). Super!

Christian Dauck