Mars-Mission: Hubschrauber „Ingenuity“muss noch schneller drehen / Mars in Konjunktion: Kommunikation bricht ab

  • Der Hubschrauber „Ingenuity“ landete im April auf dem Mars.
  • Nun muss er seine Rotorblätter noch schneller drehen lernen.
  • Sonst könne sich das Fluggerät nicht in der Luft halten, teilte die Nasa mit.
Das Foto zeigt den Hubschrauber „Ingenuity“ am 7. April auf dem Mars. © Quelle: NASA/JPL-Caltech/dpa

Der Mars-Hubschrauber „Ingenuity“ muss seine Rotorblätter künftig noch schneller drehen. Weil die Atmosphäre des roten Planeten saisonal bedingt in den kommenden Wochen noch dünner werde, werde der Mini-Hubschrauber seine Rotorblätter noch schneller drehen müssen, um zu starten und sich in der Luft zu halten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Weil die Mission von „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) ursprünglich nur auf rund 30 Tage angelegt war, sei so etwas nie auf der Erde getestet worden. Bei den kommenden Mars-Flügen des Hubschraubers würde nun deswegen erstmal vorsichtig das schnellere Drehen der Rotorblätter ausprobiert.

„Ingenuity“: Riskantes Manöver auf dem Mars

Während seines 13. Fluges habe der Hubschrauber ein dreidimensionales Foto von einem Hügel auf dem Mars mit einem Durchmesser von rund 10 Metern aufgenommen, teilte die Nasa außerdem am Freitag mit.

„Ingenuity“ war Ende Februar an Bord des Rovers „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) mit einem riskanten Manöver auf dem Mars gelandet. Mitte April hatte er zum ersten Mal abgehoben – und damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Inzwischen ist die Mission des Helikopters auf unbestimmte Zeit verlängert worden.

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/mars-mission-hubschrauber-ingenuity-muss-noch-schneller-drehen-O27E3YSVXSEOMHKC6JNXN57MXA.html



Mars-Flotte ist auf sich allein gestellt – Nasa bricht Kontakt zu Rovern und Orbitern ab

Die Mars-Flotte der Nasa wird für einige Zeit auf sich gestellt sein: Ein astronomisches Phänomen sorgt dafür, dass der Kontakt für zwei Wochen nicht möglich ist.

Der Mars* ist der wohl am besten erforschte Planet jenseits der Erde, er ist eines der wichtigsten Ziele großer Raumfahrt*-Missionen. Seit mehr als 20 Jahren hat die US-Raumfahrtorganisation Nasa* dort Forschungsmissionen stationiert, deren Ziel es ist, den roten Planeten besser zu verstehen und herauszufinden, ob er einst in der Lage war, Leben zu beherbergen – oder ob es gar heute noch Leben dort gibt.

Die Weltraumforschung* auf dem Mars ist oft schwierig: Zu den schwierigen Bedingungen auf der Oberfläche des Planeten (extreme Temperaturen, für Menschen tödliche Strahlung) kommt eine Verzögerung in der Kommunikation, die für die einfache Strecke Mars-Erde bei zwischen etwa drei bis 20 Minuten liegt und dafür sorgt, dass sämtliche Fahrzeuge auf der Mars-Oberfläche und Orbiter in der Mars-Umlaufbahn tagtäglich autonom agieren müssen.

Doch etwa alle 26 Monate unterbricht ein astronomisches Phänomen die Kommunikation zwischen der Erde und den fleißigen Forschungsgeräten auf und rund um den Mars. Der rote Planet befindet sich dann in Konjunktion mit der Sonne – das bedeutet, dass der Mars von der Erde aus gesehen „hinter“ der Sonne steht und für etwa zwei Wochen nicht sichtbar ist. Zwar könnte man trotzdem Kommandos zu den Mars-Rovern und Orbitern schicken, doch es kann passieren, dass durch die Sonne Daten verloren gehen oder teilweise zerstört werden. Um zu verhindern, dass die Mars-Flotte durch fehlerhafte Befehle gefährdet wird, stoppt die Nasa deshalb die gesamte Kommunikation mit dem Mars für zwei Wochen.

Funkstille zwischen Nasa und Mars: Roter Planet verschwindet hinter der Sonne

Im Jahr 2021 gilt diese Funkstille zwischen Mars und Erde bei der Nasa für die Zeit vom 2. Oktober bis 14. Oktober. In der Zeit davor kommt es jedoch noch mal zu hektischer Betriebsamkeit: Da werden erneut Daten heruntergeladen und die Rover und Orbiter auf die zweiwöchige Kommunikationspause mit den Bodenstationen vorbereitet. Einige Instrumente werden für diese Zeit abgeschaltet, die Rover „Perseverance“ und „Curiosity“ werden geparkt und auch der Helikopter „Ingenuity“ wird wohl auf dem Boden bleiben müssen.

Nasa-Mitarbeitende müssen zwei Wochen auf Signale vom Mars warten

Doch ganz arbeitsfrei hat die Mars-Flotte der Nasa in diesen zwei Wochen nicht: Die Nasa-Mitarbeitenden schicken auch Befehle für die Zeit des „Blackouts“ zum Mars, die die Rover und Orbiter in dieser Zeit abarbeiten sollen. Dann gilt: Zwei Wochen lang warten, bis die Kommunikation wieder möglich ist. Das klinge riskant, doch die „Ingenieure sind mittlerweile geübt darin, ihre Raumsonden auf sich alleine gestellt zu lassen“, heißt es bei der Nasa. Tatsächlich sei es so, dass viele Mitglieder der Mars-Teams der Nasa die ruhige Zeit selbst für ein paar Urlaubstage nutzen würden, so die Raumfahrtorganisation weiter.

Kommt der Mars nach etwa zwei Wochen wieder zum Vorschein, schickt die Mars-Flotte zwischengespeicherte Forschungsdaten zur Erde. Große Daten – etwa Fotos oder Videos – werden während der Kommunikationspause meist nicht aufgenommen, da sie kaum zwischengespeichert werden können.

Die Kommunikations-Pause zwischen Erde und Mars gilt im Übrigen nicht nur für die US-Raumfahrtorganisation Nasa. Auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa, Indien, China und die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit mehreren Orbitern und einem Rover betroffen.

Quelle: https://www.fr.de/panorama/mars-nasa-erde-rover-orbiter-curiosity-perseverance-kein-kontakt-funkstille-sonne-konjunktion-raumfahrt-news-zr-90980129.html

Mars-Gesteinsproben weisen auf frühere habitable Bedingungen hin – Perseverance findet Hinweise auf Wasser

Die NASA ist nach erster Analyse der ersten Gesteinsproben nun gewisser, dass es lange Zeit Wasser auf dem Mars gegeben hat.

Auf dem Felsen in der Mitte sind zwei Löcher erkennbar, die Perserverance gebohrt hat. 
(Bild: NASA)

Nachdem der Mars-Rover Perseverance dieser Tage erfolgreich erste Gesteinsproben gesammelt hat, ergeben sich für NASA-Forscher nach ersten Analysen Hinweise dafür, dass es lange Zeit Wasser auf dem Mars gab. „Es sieht so aus, als ob unsere ersten Gesteine eine potenziell nachhaltig bewohnbare Umgebung offenbaren“, sagte der an der Mission beteiligte Geochemiker Ken Farley.

Perserverance hatte am 6. und am 8. September Proben gesammelt und in einem Behälter verschlossen. Zusammen mit späteren Gesteinsproben sollen die Proben in wenigen Jahren von einer weiteren Sonde abgeholt und zur Erde gebracht werden, dann können sie genauer analysiert werden, um beispielsweise vulkanische Aktivitäten und Wasservorkommen zu rekonstruieren.

Das Perseverance-Wissenschaftsteam wusste bereits, dass einst Wasser den Aufprallkrater Jezeros gefüllt hatte, aus dem die Gesteinsproben stammen; unklar war bisher, wie lange. Eine denkbare Möglichkeit war bisher, dass Jezeros See durch Überschwemmungen entstand und innerhalb von 50 Jahren ausgetrocknet ist.

Nun meinen die Forschenden aus den Veränderungen in dem Gestein deuten zu können, dass lange Zeit Grundwasser vorhanden war. Dieses Grundwasser könnte mit dem See im Krater im Zusammenhang stehen oder es war lange nach dem Austrocknen des Sees durch die Felsen gesickert. Die NASA-Forschenden können zwar immer noch nicht sagen, ob das Wasser, das diese Gesteine verändert hat, Zehntausende oder Millionen von Jahren vorhanden war, sie sind aber nun gewisser, dass es lange genug vorhanden war, um Kleinstleben zu ermöglichen.

Das Gestein der Proben ist basaltisch und kann aus Lavaströmen stammen. Kristalline Mineralien darin könnten helfen zu datieren, wann es sich gebildet hat. „Jede Probe kann Teil eines größeren historischen Puzzles sein“, schreibt die NASA. In die richtige Reihenfolge gebracht, ergebe sich möglicherweise eine Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des Kraters, zum Beispiel wann er gebildet wurde, wann der See entstand und verschwand und wie sich das Marsklima änderte.

In den Felsen seien auch Salze enthalten. Diese können sich gebildet haben, als das Grundwasser durch die ursprünglichen Mineralien im Gestein geflossen und verändert wurde. Als wahrscheinlicher sehen die NASA-Forscher an, dass flüssiges Wasser verdampfte und die Salze zurückließ. Die Salzmineralien in den Gesteinsproben haben möglicherweise auch winzige Blasen aus altem Marswasser eingeschlossen. Sie könnten – so wie auch Salze auf der Erde – als „mikroskopische Zeitkapseln“ dienen und ebenfalls Hinweise auf die Klimageschichte und die Bewohnbarkeit des Mars geben.

Quelle: https://www.heise.de/news/Rover-Perserverance-Gesteinsproben-weisen-auf-potenziell-bewohnbaren-Mars-hin-6189784.html


Gesteinsprobe mit Salzmineralien: Mars-Rover findet Hinweise auf Wasser

Gab es jemals Leben auf dem Mars? Seit Februar ist der Rover „Perseverance“ auf dem Roten Planeten unterwegs. Erstmals gelang es ihm, einen Bohrkern zu entnehmen. Das sensationelle: Die entnommenen Gesteinsproben deuten ersten Erkenntnissen zufolge auf Kontakt mit Wasser hin.

Der Rover „Perseverance“ hat eine zweite Probe aus Mars-Gestein entnommen – und auch schon erste Untersuchungen an den beiden Proben durchgeführt. Das Gestein bestehe aus Basalt und könne bei Lava-Ergüssen entstanden sein, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Außerdem seien darin Salzmineralien entdeckt worden, was darauf hindeuten könne, dass möglicherweise über einen längeren Zeitraum Wasser in diesem Bereich des Planeten vorhanden war – und somit potenziell auch Leben möglich gewesen sein könnte.

Am vergangenen Wochenende hatte die NASA mitgeteilt, dass der Rover eine erste Probe aus Mars-Gestein entnommen und sicher verstaut habe. Die zweite Bohrung erfolgte einige Tage später. Ein erster Bohrversuch war im August gescheitert, weil das Gestein nicht fest genug war und so nicht in das Probenröhrchen gefüllt werden konnte. Die nun erfolgreich entnommene und verstaute Probe, die nur etwas dicker als ein Bleistift ist, soll zur Erde geschickt und untersucht werden – wie und wann genau wird derzeit noch geplant.

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er Jahren plant die NASA gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen. Dort sollen sie auf ihre chemische und mineralische Zusammensetzung hin untersucht werden um herauszufinden, ob das Gestein wirklich vulkanischen Ursprungs ist oder es sich um Sedimentgestein handelt.

Der etwa Geländewagen-große Rover „Perseverance“ war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot.

Quelle: https://www.n-tv.de/wissen/Mars-Rover-findet-Hinweise-auf-Wasser-article22797569.html

NASA-Rover Perseverance: Zweite Bohrung auf dem Mars wohl erfolgreich verlaufen

Perseverance hat es im zweiten Versuch offenbar geschafft, eine Gesteinsprobe auf dem Mars zu entnehmen. Die Verantwortlichen wollen aber ganz sicher gehen.

Das Bohrloch 
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Im zweiten Anlauf ist es dem NASA-Rover Perseverance offenbar gelungen, erfolgreich eine erste Bodenprobe auf dem Mars zu entnehmen. Das jedenfalls legen erste Fotos nahe, während spätere Aufnahmen nicht so eindeutig waren, wie die Verantwortlichen nun erläutern. Deswegen soll der Inhalt des Probenbehälters am heutigen Freitag erneut fotografiert werden, um auf Nummer sicher zu gehen.

Die zusätzlichen Schritte wurden eingeführt, nachdem Perseverance beim ersten Versuch unerwartet einen leeren Behälter vor sich hatte, obwohl alles nach Plan verlaufen war. Insgesamt sei man aber zuversichtlich, dass diesmal alles geklappt hat.

Eine erste Aufnahme zeigte eine Bohrprobe(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS)

Perseverance hatte Anfang August zum ersten Mal ein Loch in den Boden gebohrt, um eine Materialprobe zu entnehmen. Zur Überraschung des Teams auf der Erde hatte sich der Behälter der Probe dann aber als leer herausgestellt und eine Weile wurde fieberhaft nach der verschollenen Probe gesucht. Später hieß es, der Rover sei offenbar auf einen besonders ungewöhnlich beschaffenen Untergrund gestoßen. Statt einen stabilen Bohrkern habe Perseverance nur poröses Material aus dem Boden geholt. Das sei dann wohl teilweise auf den Boden des Bohrlochs gefallen, zu Teilen aber an dessen Rand gelandet.

Auf der zweiten Aufnahme war nichts zu sehen, womöglich war sie hineingerutscht.(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS)

Sollte sich nun durch Fotos bei besseren Lichtverhältnissen bestätigen, dass der zweite Versuch geklappt hat, werde der Rover den Behälter verschließen und für die Aufbewahrung vorbereiten. Sollten die Bilder aber keine eindeutige Antwort liefern, blieben noch eine Reihe von Optionen, erläutert die NASA. Ziel ist es, die so gesammelten Bodenproben am Ende auf dem Marsboden abzulegen. Im Rahmen einer künftigen Mission der US-amerikanischen und europäischen Weltraumagentur sollen die Proben dann aufgenommen und zur Erde transportiert werden. Hier können sie mit deutlich besserer Technik analysiert werden. Damit sollen unter anderem auch bemannte Missionen zum Roten Planeten vorbereitet werden.

Quelle: https://www.heise.de/news/NASA-Rover-Perseverance-Zweite-Bohrung-wohl-erfolgreich-verlaufen-6181008.html


»Perseverance« gelingt Probenentnahme im zweiten Anlauf – vielleicht

Mit dem Rover »Perseverance« Proben einzusammeln, scheiterte beim ersten Anlauf im August. Diesmal soll es geklappt haben. Ganz sicher ist die US-Raumfahrtbehörde aber noch nicht.

Anfang August hat der kleine Marsrover »Perseverance« den Roten Planeten angebohrt. Doch Gestein konnte das Gerät der Nasa damals noch nicht bergen – der Versuch, eine Probe zu nehmen, scheiterte. Nun, im zweiten Versuch, ist das wahrscheinlich gelungen, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Darauf deuten jedenfalls in dieser Woche auf der Erde eingegangene Daten hin. Die Bilder des Manövers seien wegen ungünstiger Lichtverhältnisse allerdings nicht eindeutig. Bessere würden voraussichtlich bis Samstag von »Perseverance« auf die Erde übertragen.

Nasa-Projektleiterin Jennifer Trosper erklärte, sie sei aber zuversichtlich, »dass eine Probe in der Röhre ist«. Im August hatte die Nasa zwar das Bohrloch präsentiert. Aber in einem Tweet hieß es zu der fehlgeschlagenen Mission: »Proben zu nehmen und sie zu lagern, ist eine große und komplexe Aufgabe, das ist ein großer Schritt.«

Ziel der »Perseverance«-Mission ist es, nach Spuren von uraltem mikrobischem Leben zu suchen, das möglicherweise in alten Seeablagerungen erhalten geblieben sind. Die Wissenschaftler erhoffen sich außerdem ein besseres Verständnis der geologischen Verhältnisse auf dem Mars. Geplant ist, im Verlauf mehrerer Jahre insgesamt etwa 30 Proben zu sammeln.

Der etwa Geländewagen-große Rover war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot. Im April war es dem Rover erstmals gelungen, aus der Atmosphäre des Mars, die überwiegend aus Kohlendioxid besteht, Sauerstoff zu extrahieren. Auch das war ein bedeutender erster Schritt – nie zuvor hat das ein Kundschafter von der Erde bewerkstelligen können.

Dieses Bild zeigt eine Gesteinsprobe im Inneren der Röhre. Später werden der Bohrer und das Röhrchen in Schwingungen versetzt, um den Rand des Rohrs von Materialresten zu befreien
 Foto: NASA / JPL-Caltech / ASU / MSSS

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er-Jahren plant die Nasa gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen. Dort sollen sie auf ihre chemische und mineralische Zusammensetzung hin untersucht werden, um herauszufinden, ob das Gestein vulkanischen Ursprungs ist oder es sich um Sedimentgestein handelt.

Auch China tüftelt an Missionen auf dem Roten Planeten

Auch die aufstrebende Weltraumnation China plant ähnlich komplexe Missionen. Nach der historischen Landung eines Rovers auf dem Roten Planeten vor einigen Monaten hat das Land einen Prototyp eines Miniaturhubschraubers für Überwachungsaufgaben bei künftigen Marsmissionen entwickelt, wie die chinesische Raumfahrtbehörde mitteilte. Der Prototyp ähnelt dem Roboterhubschrauber »Ingenuity«, der von der Nasa für die »Perseverance«-Mission entwickelt wurde. Dies geht aus einem Foto hervor, das am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/mars-mission-perseverance-gelingt-probenentnahme-im-zweiten-anlauf-vielleicht-a-09177b2d-f271-4fea-871f-3a9321a447c1

Weltraumforschung: Neue Supererde entdeckt/Wir brauchen endlich das James Webb Teleskop

Neue Supererde entdeckt – Forschende finden „außergewöhnliches“ Objekt durch Zufall

04.08.2021

Bei der Auswertung von Daten des Weltraumteleskops Cheops hat ein ESA-Forschungsteam einen neuen Exoplaneten gesichtet: eine sogenannte Supererde.

Genf/Darmstadt – Etwas weniger als 50 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt, mit einem Radius 2,5 Mal so groß wie die Erde und reich an Wasservorkommen: Die Sichtung des Exoplaneten „Nu2 Lupi d“ gehört zu den größten Errungenschaften der Weltraumforschung dieses Jahres. Dabei war das Auftauchen der Supererde auf den Aufnahmen des Weltraumteleskops Cheops ein echter Zufallsfund.

Das Forschungsteam um Astrophysikerin Laetitia Delrez (Universität Lüttich in Belgien) wollte sich eigentlich zwei anderen Exoplaneten des Sternensystems widmen, als plötzlich der Planet auf den Aufzeichnungen auftauchte.

Supererde ist Zufallsfund „von höchster Relevanz“ – Forschende der ESA entdecken Exoplaneten

Der Planet sei sowohl ein Zufallsfund als auch etwas ganz Besonderes, sagen die Fachleute, die die Entdeckung festgehalten und ausgewertet haben. Der Planet zeige seltene Eigenschaften und sei laut Bekanntgabe der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit „keinem bislang entdeckten Equivalent zu vergleichen“.

Transit-Systeme wie „Nu2 Lupi“ seien „von höchster Relevanz, wenn es darum geht, zu verstehen wie Planeten entstehen und sich weiterentwickeln“, erklärt Delrez, die die Studie geleitet hat. Denn mit ihrer Hilfe könne man mehrere Planeten in derselben Umlaufbahn detailliert vergleichen.

Ein Forschungsteam hat durch Zufall eine Supererde entdeckt. (Symbolbild)

ESA findet Supererde: „Nu2 Lupi d“ ist ein Zufallsfund im Weltall

Das Vorbeiziehen von Planeten an einem Stern – sogenannte „Transits“ – seien eine exzellente Möglichkeit, viele Eigenschaften eines Planeten auszuwerten. Darunter fielen seine Atmosphäre und Größe, der Orbit sowie seine Beschaffenheit, erläutert die ESA in einer Mitteilung. Die Umlaufbahn des von Delrez und ihrem Team beobachteten Exoplaneten dauere 107 Tage, die Masse des Planeten entspreche dem 8,8-fachen des Vergleichswerts der Erde, sein Radius sei etwa 2,5 Mal so groß.

Die Sichtung der Supererde ist für die Wissenschaft eine kleine Sensation. So berichtet die ESA, die das Teleskop Cheops betreibt, dass damit zum ersten Mal ein Exoplanet mit einer Umlaufbahn von über 100 Tagen um einen mit dem bloßen Auge sichtbaren Stern festgestellt worden sei. Der sonnenähnliche Stern „Nu2 Lupi“ mit seinen Exoplaneten b, c und d befindet sich im Sternbild Lupus (Wolf). Zuerst entdeckt worden waren die drei Exoplaneten, die den Stern umkreisen, im Jahr 2019.

Supererde „Nu2 Lupi d“: Vergleichsweise geringe Strahlung und reich an Wasser

„Die Strahlungsmenge auf dem Planeten d ist im Vergleich zu zahlreichen anderen entdeckten Exoplaneten relativ gering“, erläutert Co-Autor der Studie David Ehrenreich von der Universität Genf: „In unserem Sonnensystem läge der Planet mit seiner Umlaufbahn zwischen den Planeten Merkur und Venus.“

Der Exoplanet „Nu2 Lupi d“ umkreist den Stern „Nu2 Lupi“. (künstlerische Darstellung)
© Esa

Seiner Ansicht nach ist die Sichtung des Planeten ein spannender Ansatz für weitere Forschung, der Planet sei insgesamt ein „außergewöhnliches Objekt“. Während viele Exoplaneten in Sternensystemen sind, die zu dunkel seien für detaillierte Untersuchungen mithilfe von aktuell technischen Mitteln, biete „Nu2 Lupi“ den Forschenden exzellente Bedingungen für weitere Untersuchungen.

Forschende der ESA entdecken neue Exoplaneten – keiner ist bewohnbar

Auch zur Beschaffenheit der Planeten um „Nu2 Lupi“ konnte das Team um Delrez erste Angaben machen: Planet „b“ sei vorrangig felsig, die Planeten „c“ und „d“ seien weit reicher an Wasser als die Erde. Das Wasser auf den Planeten sei jedoch nicht flüssig, sondern nehme die Form von hochkonzentriertem Eis beziehungsweise heißem Dampf an.

  • Cheops untersucht die Nu2 Lupi Exoplaneten:
  • Nu2 Lupi b: Dauer eines Orbits beträgt 11,6 Tage, größtenteils Gestein
  • Nu2 Lupi c: Dauer eines Orbits beträgt 27,6 Tage, große Wassermenge
  • Nu2 Lupi d: Dauer eines Orbits beträgt 107,6 Tage, große Wassermenge
  • Quelle: Esa

„Auch wenn keiner dieser Planeten bewohnbar ist, macht die Vielseitigkeit der festgestellten Eigenschaften die Untersuchung doch extrem spannend“, erläuterte ESA-Projektmitarbeiterin Kate Isaak. Zu den weiteren Forschungsfragen könnte so die Untersuchung gehören, wie die Planeten sich mit der Zeit entwickeln, oder die Suche nach Ringen oder Monden mithilfe des Cheops-Teleskops.

Quelle: https://www.hna.de/welt/weltall-weltraum-esa-supererde-nu2-lupi-d-entdeckt-forschung-aussergewoehnlich-objekt-hna-zr-90895512.html


Interessante Eismonde, Exoplaneten, Super-Erden, die es zu erkunden gilt – wir brauchen endlich das James Webb Teleskop auf den Markt bzw. im All!

Wir brauchen endlich das James Webb Teleskop auf dem Markt bzw. im All! Immer diese Meldungen über neue Exoplaneten, Super-Erden und interessante Eis-Monden aber keine Möglichkeit sie genauer zu untersuchen. Ich möchte endlich das James Webb Teleskop haben, auf das wir Raumfahrt-Fans schon seit Jahren warten.

Ich hoffe ja das Sie bei den Transportvorbereitungen und dem Transport die Fans nicht im Dunkeln lassen, wenn sich die verantwortlichen solche sorgen machen muss halt ein Marine Schiff den Transport begleiten.

Wegen seiner größe/gewicht könne sie es nicht per Flugzeug (was der Standard für Satelliten und Raumsonden beim Transport ist) transportieren.

Christian Dauck

NASA hat Sorgen, dass das James Webb Teleskop entführt wird

Das mehrere Milliarden teure Gerät könnte beim Transport Piraten in die Hände fallen, fürchten Verantwortliche.

Das James Webb Teleskop ist eines der aktuell wichtigsten Projekte der NASA. Der Hubble-Nachfolger wird jedoch von zahlreichen Problemen geplagt, die das Projekt massiv verzögern. So hätte es ursprünglich bereits im Jahr 2011 ins All gebracht werden sollen.

Nun kommen noch Sorgen rund um eine mögliche Entführung des mehrere Milliarden teuren Gerätes hinzu. Wie The Atlantic berichtet, gibt es ernsthafte Bedenken, dass das Teleskop Piraten in die Hände fallen könnte. Nachdem das Gerät zu groß für ein Flugzeug ist, wird es per Schiff zum Startgelände in Französisch-Guayana gebracht und passiert dabei unter anderem den Panamakanal.

Aus diesem Grund wird das genaue Datum des Transports geheim gehalten. Ein NASA-Sprecher gab lediglich an, dass es im späten Juli bis Mitte August irgendwann so weit sein soll.

Meeting

Das Szenario einer möglichen Entführung wurde bei einem Meeting der Verantwortlichen im Februar erstmals angesprochen. Christopher Conselice, ein Astrophysiker an der Universität von Manchester, der an dem Treffen teilnahm, erklärte gegenüber The Atlantic, dass er zuerst erstaunt über die Besorgnis war, dann wurde ihm allerdings die Problematik bewusst. „Würden Sie ankündigen, dass Sie an einem bestimmten Tag etwas im Wert von über 10 Milliarden US-Dollar verschiffen, das man leicht mit einem Boot stehlen und abtransportieren könnte?“, so der Wissenschaftler.

Auch abseits von Piraten ist ein pünktlicher Start alles andere als gesichert. So müssen erst die kommenden Tests erfolgreich abgeschlossen werden. Getestet wird unter anderem das Ausfahren des Sonnenschilds, mit dem das Teleskop vor Hitze geschützt wird.

Quelle: https://futurezone.at/science/nasa-hat-sorgen-dass-das-james-webb-teleskop-entfuehrt-wird/401218380

SpaceX: Starship und Starbase – Bau macht schnelle Fortschritte/Jeff Bezos blitzt mit Klage ab

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Bild: Simulation des Flugs einer vollständigen Starship-Rakete (SpaceX)

Warum die Eile? Elon Musk lässt hunderte SpaceX-Beschäftigte nach Texas einfliegen

Mehrere hundert Beschäftigte von SpaceX werden laut Berichten derzeit vom Hauptquartier im kalifornischen Hawthorne und von Präsenzen in Florida abgezogen und nach Boca Chica in Texas gebracht. In der dort neu entstehenden „Starbase City“ rund um das Starship-Testgelände sollen sie vorübergehend die Teams vor Ort verstärken. Denn SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk will offenbar die Vorbereitungen für den ersten Flug von Starship bis in eine Erdumlaufbahn beschleunigen. Auch sein Privatjet, eine Gulfstream G650, scheint seit Tagen Personal dafür nach Texas zu holen.

Starship-Booster mit 29 Triebwerken

Starship, das Raketensystem, das einst Menschen zum Mond und Mars befördern soll und seit vielen Jahren Elon Musks Lieblingsprojekt ist, besteht aus Unter- und Oberstufe. Die Oberstufe wurde bereits einige Male mit Flügen bis in gut 10 km Höhe getestet, wobei nach ersten Fehlschlägen in diesem Mai mit dem Prototypen SN15 estmals alles inklusive Landung klappte. Seither fand kein Testflug mehr statt.

Die Oberstufe soll einst auf anderen Himmelskörpern landen und von dort wieder zurückfliegen. Die Unterstufe, genannt Super Heavy Booster, wird gebraucht, um die Erdanziehung bis zum Orbit zu überwinden. Sie hat erste Bodentests hinter sich, zuletzt Mitte Juli ein „static fire“ mit drei Raptor-Triebwerken. Für einen Orbitalflug soll der Booster zunächst 29 Triebwerke haben – das macht ihn zur stärksten Rakete aller Zeiten. Nach dem letzten Testflug einer Starship-Komponente im Mai kündigte Musk den ersten Orbitalflug vielleicht schon im Juni an. Jetzt scheint seine Geduld am Ende zu sein.

SpaceX könnte Anfang August starten

Bis zum 5. August sollen dank der zusätzlichen Manpower alle Vorbereitungen für den ersten Starship-Orbitalflug abgeschlossen sein. Mit Unter- und Oberstufe ist die Rakete dann gut 120 Meter hoch. Für sie baut SpaceX seit Monaten eine neue Start- und Landeplattform mit gut 140 Meter hohem Turm. Dabei kommt auch immer wieder der deutsche Liebherr-Kran „Frankencrane“ zum Einsatz. Das letzte Segment des Turms wurde vor wenigen Tagen aufgesetzt – SpaceX-CEO Musk gratulierte. Später veröffentlichte er außerdem ein interessantes Luft-Foto von der Schubplatte mit den Treibstoff-Leitungen, auf der die Riesenrakete bald stehen wird. 23 Personen sind bei der Arbeit an der mächtigen Konstruktion zu erkennen und sehen ziemlich klein darauf aus.

Quelle: https://teslamag.de/news/warum-eile-musk-hunderte-spacex-beschaeftigte-texas-einfliegen-39612




Blue Origin versus SpaceX: Jeff Bezos blitzt mit Klage wegen Nasa-Auftrag ab

Blue Origin versus SpaceX: Jeff Bezos blitzt mit Klage wegen Nasa-Auftrag ab
Die Starship-Prototypen SN10 und SN9. (Foto: SpaceX)

SpaceX bleibt im Besitz des Nasa-Auftrags für den Bau der ersten kommerziellen Mondlandefähre. Eine Beschwerde von Jeff Bezos im Namen seiner Firma Blue Origin wurde abgelehnt.

Es geht um sehr viel Geld und um sehr viel Prestige. Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX hatte sich bei einer Ausschreibung der Nasa, bei der es um den Bau der ersten kommerziellen Mondlandefähre geht, unter anderem gegen den Rivalen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos durchgesetzt. Bezos hatte daraufhin einen Widerspruch beim US-Rechnungshof GOA (Government Accountability Office) gegen die Entscheidung eingereicht. Der GOA hat diese Beschwerde jetzt abgelehnt.

GOA: Nasa-Entscheidung pro SpaceX war korrekt

Bei der Entscheidung habe die Nasa keinerlei Regularien verletzt, befand der GOA. Vielmehr habe sich SpaceX mit dem mit Abstand günstigsten und zugleich umfangreichsten Angebot durchgesetzt. Weil die Angebote der Konkurrenz von Blue Origin und der Firma Dynetics die Nasa deutlich mehr gekostet hätten, habe sich die US-Raumfahrtbehörde, anders als zuvor angekündigt, dagegen entschieden, ein weiteres Unternehmen ins Boot zu holen. Dafür seien aber lediglich die fehlenden Mittel verantwortlich gewesen, so der GOA – und damit gehe die Entscheidung in Ordnung.

Blue-Origin-Chef Bezos hatte zuletzt sogar versucht, die Nasa mit einem lukrativen Deal umzustimmen. Sein Unternehmen werde in den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden Dollar übernehmen, was die Entwicklung und Herstellung des Mondelandegeräts angehe. Dafür solle Blue Origin die Gelegenheit erhalten, noch einmal gegen SpaceX antreten zu dürfen, wie Golem schreibt. Bezos hatte Nasa-Chef Bill Nelson dies per offenem Brief angeboten, zumindest öffentlich aber keine Antwort darauf erhalten.

SpaceX baut Mondlandefähre für 3 Milliarden

Der Auftrag der Nasa ist lukrativ. SpaceX erhält für den Bau der Mondlandefähre im Rahmen der Nasa-Mission Artemis laut GOA 2,94 Milliarden US-Dollar. Der von Blue Origin eingereichte Vorschlag soll das doppelte Volumen gehabt haben. Bei der für frühestens 2024 geplanten Mondlandung sollen vier Astronauten per Orion-Raumschiff in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden. Zwei von ihnen sollen dann für die Landung auf dem Erdtrabanten in die Mondlandefähre von SpaceX umsteigen. SpaceX dürfte dabei auf eine Starship-Rakete mit Landefunktion setzen – einer der Hauptgründe, warum dessen Angebot deutlich günstiger war als jene der Konkurrenz.

Quelle: https://t3n.de/news/blue-origin-spacex-bezos-klage-1395191/


Statischer Start des massiven Segments der Starship-Rakete. Wann ist das Orbitaldebüt?

In der zweiten Julihälfte dieses Jahres. ein spezielles Raketensegment wurde in der expandierenden Texas-Anlage von SpaceX statistisch getestet. Die Prototyp-Hauptstufe der Falcon Super Heavy-Rakete, genannt BN3, wurde auf den Prüfstand gestellt, die in ihrer Größe beeindruckend war. Beim Start wurden drei Raptor-Motoren überprüft.

Das Unternehmen von Elon Musk lässt trotz der aktuellen Einstellung von Testflügen im Starship-Programm nicht nach, die nächsten damit verbundenen Meilensteine ​​​​zu erreichen. Die Aufmerksamkeit wurde unter anderem fokussiert über den Bau des gigantischen ersten Startplatzes, von dem aus eine integrierte Zwei-Segment-Rakete ihr Debüt geben soll. All diese Aktivitäten finden vor dem Hintergrund eines kürzlich (von Bundesinstitutionen) abgelehnten Protests von Wettbewerbern statt, um einen Auftrag für den Bau eines neuen amerikanischen Mondlanders (das Artemis-Programm) zu erhalten.

Die schwere Prototyp-Hauptstufe des Starship-Fahrzeugs, der 70 Meter lange Falcon Super Heavy mit der Bezeichnung BN3 gleich zu Beginn (12. Juli dieses Jahres), wurde einem Drucktest unterzogen, der darin bestand, die Tanks zu befüllen, um die Dichtheit und Haltbarkeit der Anlage zu überprüfen . Auf den eigentlichen Test mussten wir genau eine Woche warten – das erste statische Feuer) wurde am 19. Juli um 19:05 Uhr MESZ (20. Juli 02:05 Uhr MESZ) in einer Testeinrichtung in Boca Chica, Texas, durchgeführt. Es basierte auf dem wenige Sekunden dauernden Betrieb von drei Raptor-Triebwerken, die für den Einsatz in der Erdatmosphäre entwickelt wurden. Es war ein voller Erfolg, danach wurden die Raptors demontiert und das Segment selbst höchstwahrscheinlich zur Entsorgung bestimmt, trotz ursprünglicher Spekulationen, die von einem erwarteten Flug ins All ausgingen.

Der eigentliche Durchbruch soll die vierte Iteration des Super Heavy-Prototyps BN4 bringen. Zusammen mit Ship 20 (ehemals SN20) wird es die erste Anlage dieser Art sein, die zunächst das gesamte aus zwei Segmenten bestehende Starship-System beschleunigen und die zweite Stufe über dichte Schichten der Atmosphäre heben soll. Letztendlich wird dieses Hauptsegment in den Gewässern des Golfs von Mexiko in der Nähe der Strände von Boca Chica ruhen und den richtigen Landeanflug simulieren. Ähnlich verhält es sich mit der oberen Stufe, die nach einer Erdumrundung in der Nähe von Hawaii die Umlaufbahn verlassen wird. In diesem Fall wird versucht, die dichten Schichten der Atmosphäre vor dem vermeintlichen Start im Pazifik zu durchbrechen.

Die Fertigstellung des Prototypen des Starship-Systems, das aus den Schritten Super Heavy und Ship besteht, neigt sich langsam dem Ende zu. Nur noch die Verschmelzung der „Hälften“ des ersten und zweiten Segments, der Transport zur Startplattform und die Integration an der Position selbst, die der Präsentation der höchsten Rakete seit den Tagen von Saturn V vorausgeht, müssen noch abgeschlossen werden.

Um einen Orbitalflug durchführen zu können, ist es jedoch notwendig, die richtige Infrastruktur vorzubereiten. Hier laufen noch der Bau des Orbital Launch Tower und der Orbital Launch Station – vom letzten Flug des SN15-Prototyps ging der Großteil der Kräfte in die Vorbereitung der Anlage für den Orbitaltest, beginnend mit der Produktion von Wasser und Treibstofftanks und endet mit dem oben erwähnten Startplatz und über 130 Meter hohen Anleihen.

Trotz der erstaunlichen Fortschritte auf der Sternenbasis (der Name der Einrichtung in Boca Chica) scheint der Flug jedoch viel später als ursprünglich geplant zu sein. Ganz am Anfang, vor vielen Monaten, hieß es Juli, jetzt ist es wahrscheinlicher, dass August und September um die Ecke kommen.

Ausländische Beobachter berichten jedoch, dass ein solcher Flug sogar im Oktober stattfinden könnte, also noch später als nach dem ersten touristischen bemannten Flug der Dragon 2-Kapsel im Rahmen der Inspiration4-Mission, deren mehrtägige Präsenz im Weltraum frühestens erwartet wird im September dieses Jahres.
Die Versetzung von Hunderten von SpaceX-Mitarbeitern von Zentren wie Cape Canaveral zur Sternenbasis wurde nur bemerkt, um den ersten Weltraumflug des Raumschiffs abzuwickeln. 
Beobachter hoffen, dass wir, da Fluglotsen nach Boca Chica kommen, bald das seit vielen Monaten erwartete Ereignis tatsächlich sehen können.

Die letzten Tage brachten auch andere wichtige Informationen für das Starship-Programm, und wie sich herausstellte – nicht nur. Das Government Accountability Office, also der Oberste Rechnungshof der USA, wies die Klage zweier SpaceX-Konkurrenten – Blue Origin und Dynetics – zurück, die eingereicht wurde, nachdem Elon Muska als einziges Unternehmen einen Auftrag im Wert von weniger als 3 Milliarden US-Dollar zum Bau einer Mondlandefähre für die Artemis-Programm (Human Landing System). 

In der Begründung hieß es, das Geld sei fair gemäß den Regeln der NASA vergeben worden.
Darüber hinaus sagte GAO, die Agentur habe volle Flexibilität bei der Auswahl eines Auftragnehmers, insbesondere angesichts des geringen Budgets, das im Wesentlichen nur ein Landerdesign beibehalten würde. 
Zusammenfassend bedeutet dies für das Starship-Programm, dass sie die Mondversion der Rakete ohne Einschränkungen implementieren können, was zur Wiederlandung eines Mannes auf dem Silver Globe führen wird.

Quelle (Automatische Übersetzung): https://www.space24.pl/statyczny-rozruch-masywnego-segmentu-rakiety-starship-kiedy-orbitalny-debiut


Richard Branson und Jeff Bezos: Weltraum-Egotrip der Superreichen

Erster im All! Das möchte Milliardär Richard Branson am Sonntag nach dem Flug im eigenen Raketenraumschiff verkünden. Rivale Jeff Bezos wäre um wenige Tage geschlagen. Doch was bringt der Egotrip der Superreichen dem Weltraumtourismus?

Das Raumfahrt-Rennen der Männer mit dem dicken Ego und dem noch dickeren Geldbeutel steht vor der Entscheidung – und der Sieger heißt sehr wahrscheinlich Richard Branson, nicht Jeff Bezos. Am Sonntag, 11. Juli 2021, will Branson, britischer Unternehmer und Milliardär, als Erster mit seinem eigenen Raumfahrzeug in den Weltraum vordringen. Er möchte für ein paar Minuten Schwerelosigkeit genießen, er möchte sicher wieder landen, und er möchte sich feiern lassen. Vor allem aber will er seinem Rivalen Bezos eins auswischen. Denn der hat sich das Ticket für seinen eigenen Raumflug erst für den 20. Juli 2021 ausgestellt.

Beide, Branson und Bezos, haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Milliarden Dollar in ihren Traum vom Raumflug gesteckt. Sie hoffen, endlich regelmäßige Touristenflüge ins All zu ermöglichen, auch um künftig Geld mit ihren Raumfahrtunternehmen zu verdienen. Vorerst geht es aber um die Frage, wer Erster wird beim Milliardärsrennen ins All. Derzeit liegt Branson vorn.

Klappt alles wie geplant, wird der 70-Jährige am Sonntag, gegen 15 Uhr deutscher Zeit, in ein kleines Raketenflugzeug namens SpaceShipTwo Unity klettern. Unity wird unter einem Mutterflugzeug hängen, das das Raumfahrzeug auf etwa 15 Kilometer Höhe transportiert. Dort klinkt es sich aus, zündet eine Minute lang sein Raketentriebwerk und schlägt eine parabelförmige Flugbahn ein, die es auf gut 80 Kilometer Höhe bringen soll. Nur wenige Minuten dauert der Ausflug in die Schwerelosigkeit, dann werden die Passagiere schon wieder mit dem Fünffachen ihres Körpergewichts in die Sitze gepresst. Zehn Minuten später wird Unity wie ein Flugzeug am Startplatz in New Mexico landen. Auftrag erfüllt. Hoffentlich.

Elf Minuten Flugzeit für Bezos‘ New Shepard

Amazon-Gründer Jeff Bezos setzt hingegen auf eine einfachere und robustere Technik, wenn er neun Tage später nachziehen will: Eine klassische Rakete, New Shepard getauft, wird eine Raumkapsel in die Höhe katapultieren. Die Kapsel soll sich abtrennen, ebenfalls eine Parabelbahn einschlagen, gut drei Minuten Schwerelosigkeit ermöglichen und schließlich unter Fallschirmen in der Wüste von Westtexas landen. Gesamte Flugzeit: etwa elf Minuten. Es ist ein bewährtes, ein sicheres Konzept. Denn wann immer Probleme mit der Rakete auftauchen sollten, könnte sich die Kapsel mit Rettungstriebwerken in Sicherheit bringen und dank ihrer Fallschirme landen. 15 Testflüge – noch ohne Menschen an Bord – hat New Shepard bislang erfolgreich absolviert.

Weniger Proben hat das SpaceShipTwo von Virgin Galactic zu bieten, wie Branson seine im Jahr 2004 gegründete Raumfluglinie genannt hat. Gerade einmal drei Abstecher ins Weltall konnte Unity zwischen Dezember 2018 und Mai 2021 hinter sich bringen, wobei einmal schwere strukturelle Schäden auftraten, die beinahe zu einer Katastrophe geführt hätten. Bei einem weiteren Versuch zündete das Raketentriebwerk nicht richtig. Und das Vorgängermodell, die Enterprise, war 2014 sogar abgestürzt. Der Kopilot starb.

Bransons Problem: SpaceShipTwo ist ein komplexes Fluggerät, das von zwei Piloten weitgehend manuell gesteuert werden muss und kaum Fehler zulässt. Es geht zurück auf den Ingenieur Burt Rutan, eine Legende in der Luftfahrt. Rutan ist allerdings auch dafür bekannt, die Grenzen des technisch Machbaren auszureizen. Das war bereits beim ursprünglichen Modell so, dem SpaceShipOne, das im Jahr 2004 den Ansari X-Prize gewann für den ersten All-Flug eines privat entwickelten Raumfahrzeugs. Mindestens 100 Kilometer Höhe musste das Raketenflugzeug damals erreichen – eine Marke, die weltweit, insbesondere aber bei der für Luftfahrtrekorde zuständigen Fédération Aéronautique Internationale als Grenze zum Weltall angesehen wird.

Wo beginnt der Weltraum?

Unity, mit zwei Piloten und bis zu sechs Passagieren, erreicht solche Höhen nicht. Richard Branson, der ursprünglich erst bei einem späteren Testflug an Bord hätte sein sollen, orientiert sich bei seinem Astronautentraum daher an der in den USA üblichen Definition des Weltraums. Dort beginnt das All bereits in einer Höhe von 50 Meilen, gut 80 Kilometern – ein Unterschied, der dem ehrgeizigen Branson vor seinem Flug aus dem Lager von Jeff Bezos genüsslich vorgehalten wurde. Schließlich will der Amazon-Gründer am 20. Juli 2021, dem Jahrestag der ersten Mondlandung, auf mehr als 100 Kilometer Höhe steigen und damit – ganz ohne Frage – in den Weltraum vordringen.

Auch bei der Ankündigung seines Vorhabens hat Bezos eine bessere Figur gemacht. Am selben Tag, an dem Richard Branson bekannt gab, als »Astronaut 001« zur »Erforschung des Kundenerlebnisses« vorzeitig in sein Raumfahrzeug zu steigen, überraschte Bezos mit einer besonderen Geste: Neben seinem Bruder und einem zahlungskräftigen Passagier, der bei einer Auktion umgerechnet rund 28 Millionen Dollar für einen Sitzplatz geboten hatte, lud er als Ehrengast Wally Funk zum Mitflug ein. Die 82-jährige Pilotin, in den USA eine Berühmtheit, gehörte in den 1960er Jahren zu den Mercury 13, einer Gruppe von Frauen, die inoffiziell als mögliche Astronautinnen ausgewählt worden waren. Im damals männlich dominierten US-Raumfahrtprogramm hatten sie aber nie eine Chance.

Ein weiterer Versuch, ins All zu gelangen, war ebenfalls misslungen: Bereits 2010 hatte sich Wally Funk für umgerechnet rund 170 000 Dollar ein Ticket für einen Raumflug gekauft, wurde vom Reiseanbieter jedoch immer wieder versetzt. Das Ticket stammt von Virgin Galactic.

Quelle: https://www.spektrum.de/news/richard-branson-und-jeff-bezos-weltraumtourismus-der-superreichen/1893007

Sehen Sie die ersten Bilder, die die Juno der NASA von Ganymed aufnahm, als sie vorbeiflog

JunoCam Ganymed - angepasst
Dieses Bild von Ganymed wurde vom JunoCam-Imager während des Vorbeiflugs von Juno am eisigen Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Die Raumsonde flog näher an Jupiters größtem Mond heran als jede andere seit mehr als zwei Jahrzehnten und bot dramatische Einblicke in die eisige Kugel.

Die ersten beiden Bilder von NASA Junos Vorbeiflug am 7. Juni 2021 an Jupiters Riesenmond Ganymed wurden auf der Erde empfangen. Die Fotos – eines vom JunoCam-Imager des Jupiter-Orbiters und das andere von seiner Sternkamera Stellar Reference Unit – zeigen die Oberfläche in bemerkenswerten Details, einschließlich Kratern, deutlich ausgeprägtem dunklem und hellem Gelände und langen Strukturmerkmalen, die möglicherweise mit tektonischen Verwerfungen verbunden sind.

Jupitermond Ganymed, aufgenommen von der Raumsonde Galileo am 26. Juni 1996

„Dies ist das nächste Raumfahrzeug, das diesem Mammutmond seit einer Generation am nächsten gekommen ist“, sagte Juno-Hauptprüfer Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. „Wir werden uns Zeit lassen, bevor wir irgendwelche wissenschaftlichen Schlussfolgerungen ziehen, aber bis dahin können wir dieses Himmelswunder einfach bestaunen – den einzigen Mond in unserem Sonnensystem, der größer ist als der Planet Merkur.“

Wow! Die neuen Bilder sind jetzt schon super und in Farbe folgt noch. Mit den neuen Bildern kann kann man noch besser arbeiten als mir dem unscharfen von 1996. Wenn die neuen Bilder schon so klar sind was müssen dann erst Ultraviolet Spectrograph (UVS) , Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) und das Microwave Radiometer (MWR) aufgezeichnet haben, da diese Geräte moderner sind als früher. Die neuen Wissenschaftlichen Schlussfolgerungen und Studien werden bestimmt interessant – Wissenschaft im 21. Jahrhundert! Bis auch andere Wissenschaftler die Daten für Studien nutzen können dauert es ein wenig da es da bestimmte regeln gibt. Neben Ganymed kommen später noch Europa und ganz viel Io, hoffentlich auch in dieser verbesserten Bildversion – Herrlich!

Christian Dauck

Mit seinem grünen Filter erfasste der JunoCam-Bildsensor für sichtbares Licht der Raumsonde fast eine ganze Seite des wassereisverkrusteten Mondes. Später, wenn Versionen desselben Bildes mit den Rot- und Blaufiltern der Kamera veröffentlicht werden, können Bildexperten ein Farbporträt von Ganymed liefern. Die Bildauflösung beträgt etwa 1 Kilometer pro Pixel.

Darüber hinaus lieferte Junos Stellar Reference Unit, eine Navigationskamera, die das Raumschiff auf Kurs hält, ein Schwarzweißbild von Ganymeds dunkler Seite (der Seite gegenüber der Sonne), die in schwaches Licht getaucht wird, das vom Jupiter gestreut wird. Die Bildauflösung liegt zwischen 600 und 900 Metern (0,37 bis 0,56 Meilen) pro Pixel.

PIA24682 Juno Ganymede SRU - dunkle Seite

Dieses Bild der dunklen Seite von Ganymed wurde von der Navigationskamera der Stellar Reference Unit von Juno während ihres Vorbeiflugs am Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI

„Die Bedingungen, unter denen wir das Dunkelseitenbild von Ganymed aufgenommen haben, waren ideal für eine Low-Light-Kamera wie unsere Stellar Reference Unit“, sagte Heidi Becker, Junos Leiterin Strahlenüberwachung am JPL. „Dies ist also ein anderer Teil der Oberfläche, als die JunoCam bei direkter Sonneneinstrahlung sieht. Es wird Spaß machen zu sehen, was die beiden Teams zusammensetzen können.“

Die Raumsonde wird in den kommenden Tagen weitere Bilder von ihrem Vorbeiflug an Ganymed senden, wobei die Rohbilder von JunoCam hier zur Verfügung gestellt werden .

Die Begegnung der solarbetriebenen Raumsonde mit dem Jupiter-Mond soll Einblicke in seine Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle liefern und gleichzeitig Messungen der Strahlungsumgebung liefern, die zukünftigen Missionen zum Jupiter-System zugutekommen werden .

Quelle: https://www.jpl.nasa.gov/news/see-the-first-images-nasas-juno-took-as-it-sailed-by-ganymede

Astrobiologie: Leben auf Enceladus?

NASA/JPL-Caltech

07.06.2021 Mikroben gelten als die wahrscheinlichste Ursache für Methan, das die Raumsonde Cassini auf dem Saturnmond aufspürte.

Auf dem Saturnmond Enceladus gibt es Fontänen aus Wasserdampf, die Methan enthalten. Auf Basis einer umfangreichen statistischen Analyse haben Forscher nun herausgefunden, dass Mikroben die wahrscheinlichste Ursache für das Methan sind. Am Boden des unter einer dicken Eisschicht verborgenen Ozeans gibt es vermutlich – ähnlich wie auf der Erde – heiße Quellen mit einer lebensfreundlichen Umgebung. Wenn dort kein Leben entstanden sei, müsse es für das Methan eine bislang unbekannte Quelle geben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

Zwischen den Jahren 2004 und 2017 umkreiste die Raumsonde Cassini den Planeten Saturn und erforschte dabei auch dessen Monde – unter anderem Enceladus. Mit einem Durchmesser von 500 Kilometern ist Enceladus der sechstgrößte Mond des Planeten. Bereits im Jahr 2005 zeigten Aufnahmen von Cassini, dass die südpolare Region des Saturnmondes geologisch aktiv ist und dort Fontänen aus Eispartikeln und Wasserdampf mehrere Tausend Kilometer weit ins All hinausschießen. Für genauere Analysen flog die Raumsonde daraufhin mehrfach durch die Fontänen hindurch.

Es zeigte sich, dass der Dampf auch molekularen Wasserstoff und Methan enthält. Seit Langem vermuten Planetenforscher daher, dass es am Boden des Ozeans von Enceladus hydrothermale Quellen gibt. Durch bestimmte chemische Prozesse könnten in solchen Quellen molekularer Wasserstoff und Methan entstehen. In der Umgebung etwa von sogenannten Schwarzen Rauchern am irdischen Meeresboden gibt es reichhaltige Ökosysteme, die nicht von Sonnenlicht, sondern von der vorhandenen chemischen Energie angetrieben werden. Möglicherweise haben diese heißen Quellen auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Leben auf der Erde gespielt.

Das wirft die Frage auf, ob es nicht auf Enceladus ganz ähnlich sein könnte. Um darauf eine Antwort zu finden, haben Antonin Affholder von der Universität PSL in Paris und seine Kollegen die von Cassini gesammelten Daten nun mit bekanntem Wissen über geophysikalische, geochemische und biologische Prozesse in einem komplexen statistischen Verfahren analysiert. „Die beobachtete Menge an Methan lässt sich nicht allein durch nichtbiologische Veränderungen des felsigen Untergrunds erklären“, fassen die Forscher ihre Ergebnisse zusammen.

Aus den Daten lasse sich jedoch ableiten, dass es am Ozeanboden von Enceladus hydrothermale Quellen mit lebensfreundlichen Bedingungen geben müsse. Bleibt die Frage, ob dort auch tatsächlich Leben entstanden ist. Geht man davon aus, dass die Entstehung von Leben auf der Erde kein unwahrscheinlicher Zufall ist, müsste man diese Frage bejahen – und dann seien Mikroben die wahrscheinlichste Quelle für das Methan auf Enceladus. Die Forscher schätzen, dass die lebensfreundlichen Bedingungen auf dem Saturnmond bereits seit mehreren Milliarden Jahren existieren, „ausreichend Zeit also für die Entstehung von Leben“.

Es könnte sich allerdings auch zeigen, dass Leben bei geeigneten Bedingungen nicht zwangsläufig entsteht und es sich damit um ein extrem unwahrscheinliches und seltenes Ereignis handelt. Dann deuten die Daten der Raumsonde Cassini zwar trotzdem auf lebensfreundliche Bedingungen am Boden des Ozeans von Enceladus hin – aber es würde dort kein Leben geben. In diesem Fall müsse es, so die Forscher, bislang unbekannte Vorgänge zum Erzeugen von Methan geben, die noch auf ihre Entdeckung warten.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/news/2021/leben-auf-enceladus/

TV-Doku: Leben unter dem Eis der Eismonde

Leben unter Eismonde? 14.06.2020 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem Lebensformen? Neben dem Mars sind für Astrobiologen inzwischen auch die Eismonde von Jupiter und Saturn zu interessanten Ziel geworden, denn auf Enceladus und Europa werden unter dem Eis große Reservoire von flüssigem Wasser vermutet. Sonden mit Eisbohrern könnten bald auf diesen winzigen Himmelskörpern landen, den Eispanzer durchstoßen und in diesen unterirdischen Gewässern vor Ort nach der Entstehung von Leben Ausschau halten. Die Suche auf fernen Exoplaneten ist mit Raumfahrt-Missionen derzeit nicht möglich, sie bleibt auf die astronomische Fernerkundung von Planeten beschränkt. Hier geht es um die Analyse der Atmosphären, die Aufschluss über die Existenz von Mikroorganismen geben können. Petra Rettberg gibt Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community.

23.04.2021 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem und dem Weltall Lebensformen? Das ist das Terrain der Astrobiologen, für die neben dem Mars inzwischen auch die Eismonde der Gasriesen Jupiter und Saturn zu interessanten Zielen geworden sind.

Warum, das erklärt Petra Rettberg in der Doku von HYPERRAUM.TV „Leben unter Eis – Astrobiologen suchen auf den Monden von Jupiter und Saturn nach Mikroorganismen“. Sie gibt Susanne Päch Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community, die interdisziplinär unterschiedliche Forschungsrichtungen vereint.

Vor allem unser Schwesterplanet Mars ist seit vielen Jahren im Visier der Astrobiologen, ein erfolgversprechender Kandidat für die Suche nach extraterrestrischen Lebensformen. Der rote Planet ist von zahlreichen Sonden besucht worden. Sogar  Rover mit chemischen Laboren an Bord fahren über seine Oberfläche, während stationäre Lander mit ihren Messsonden tief in sein Inneres lauschen. Höher entwickeltes Leben war in der öden, wasserlosen Steinwüste bisher nicht nachzuweisen. Doch das lässt für Astrobiologen längst noch nicht den Schluss zu, dass es auf dem Mars keine Lebensformen gibt oder zumindest einst gegeben hat. Die Suche auf dem roten Planeten geht weiter – inzwischen mit dem Rover-Labor Mars 2020 Perseverance der NASA.

Es war schon die Cassini-Mission, mit der der größte Jupiter-Mond Enceladus ebenfalls ins Blickfeld der Astrobiologen rückte. Die Sonde hat auf dem Eismond erstmals Geysire entdeckt, die Eiswasser aus dem Inneren des Mondes in Fontänen in den Raum sprühen. Dieser Kryo-Vulkanismus des Saturnmondes wird – so die derzeitige Theorie – von flüssigem Wasser großer Reservoire tief unter der Eisoberfläche, vielleicht sogar aus einem riesigen Salzwasserozean gespeist. Die Fontänen schießen aufgrund der geringen Anziehungskraft des Mondes bis zu einigen hundert in die Höhe, bevor sich die dabei schnell gefrierenden Eispartikel dann wieder auf der Oberfläche niederschlagen.

In diesen Fontänen wurde nicht nur Wasser nachgewiesen,  sondern es zeigten sich auch Moleküle, die für Mikroorganismen typisch sind. Das elektrisierte Astrobiologen. Aber es braucht einen Vor-Ort-Nachweis. Dafür entwickelt die DLR seit 2012 in einem langfristig angelegten Forschungsverbund den EnEx-IceMole –  EnEx für Enceladus Explorer und IceMole, weil die Sonde mit einem Bohrer wie ein Maulwurf in die Oberfläche eindringen und dank integriertem Radar unter dem Eis navigieren wird. Mit dieser für die Raumfahrt gänzlich neuen, kombinierten dreidimensionalen Ortungs- und Navigations-Technologie kann EnEx-IceMole im Vorfeld  Hohlräume oder eingeschlossenes Meteoritengestein bis zu etwa hundert Metern erkennen und diesen Hindernissen damit autonom weitgehend ausweichen. Die unter dem Eis gesammelten Wasserproben kann der Bohrer dank eines Lab-on-a-Chips sofort auf Mikroorganismen untersuchen. Die Messergebnisse werden anschließend über die auch für die Energieversorgung genutzte Kabelverbindung an die Basisstation an der Oberfläche und von dort weiter zur Erde übertragen.

Praxistests des auf der akustischen Triangulation basierenden Navigationssystems in den Gletschern der Alpen zeigten bereits die Funktionsfähigkeit dieser neu entwickelten Technologie. Und in der Antarktis konnte mit dem Bohrer bereits Flüssigwasser unter dem Eis erfolgreich entnommen werden. Im antarktischen EnEx-Demonstrationsfeldversuch bei den Blood Falls wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass die strengen Dekontaminations-Anforderungen der international geltenden Planetary Protection Rules eingehalten sind. Die Wasseranalyse darf einerseits nicht durch mitgeführte irdische Bakterien verunreinigt sein – und andererseits sollen auch keine irdischen Mikroorganismen auf fremde Himmelskörper eingeschleppt werden. Doch wann EnEx-IceMole startet– und mit welcher Mission er zu Enceladus gebracht wird –, das steht heute noch in den Sternen.

Neben den Eismonden der Gasplaneten blicken Astrobiologen verstärkt auch hinaus in den Weltraum, wo immer mehr Exoplaneten entdeckt werden. Auf diesen fernen Welten Leben zu finden, ist jedoch eine besonders schwierige Aufgabe. Denn Atmosphären sind nur unter ganz speziellen Verhältnissen messbar, bei sogenannten Transits: wenn der Planet von der Erde aus betrachtet vor den Mutterstern wandert. Dann ist die Gashülle für kurze Zeit im durchscheinenden Licht des Muttergestirns zu sehen. Doch die Signale sind extrem schwach. Bisher ist es zudem nur gelungen, die Atmosphäre von einigen Gasriesen zu analysieren, nicht aber Atmosphären bei erdähnlichen Planeten.

Bis heute wissen wir also nicht, ob es irgendwo auf den inzwischen zahlreich gewordenen Exoplaneten Leben geben könnte. Wie Leben im Kosmos entsteht, dafür hat die Astrologie bis auf Weiteres also nur ein Anschauungsmaterial: den Kohlenstoff-Chemismus auf der Erde.  Aber genauso gut könnte es sein, dass wir uns der Entstehung von Leben auf anderen Welten aufgrund dieses einzigen uns bekannten Referenzsystems mit einer zu engen, einer zu menschlich fokussierten Betrachtungsweise nähern. Wäre es nicht vorstellbar, dass sich an anderen Orten in den heterogenen evolutionären Prozessen Leben nicht auf Kohlenstoffbasis, sondern mit ganz anderem Chemismus bildet und das dann zu ganz anderen Lebensformen geführt haben könnte? Grundsätzlich weist das die Astrobiologin Rettberg nicht zurück, hebt jedoch hervor, dass Kohlenstoff wegen seiner Bindungseigenschaften schon ein „besonderer“ Stoff ist und daher für die Entstehung von Leben besonders gut geeignet sein könnte.

Auf welchen solcher Exoplaneten ist die Suche nach Biomarkern überhaupt vielversprechend? Das ist heute Gegenstand der astrobiologischen Debatten. Denn längst ist nicht eindeutig geklärt, welche Faktoren die sogenannte habitable Zone definieren, in der sich Leben tatsächlich herausbilden kann. Die Strahlungsintensität des Muttergestirns und eine Atmosphäre sind dabei zweifellos wichtige, aber sicher nicht die einzigen Aspekte, die eine Rolle spielen. Unsere Sonne schleudert beispielsweise immer wieder mächtige Protuberanzen energiereicher und lebensfeindlicher Materiestrahlung in den planetaren Raum – und auch aus dem Kosmos erreicht uns hochenergetische Strahlung. Zum Schutz davor ist die Erde mit einem starken Magnetfeld ausgestattet. Hätte sie dieses nicht, wäre die Bildung von organischen Zellen zumindest an Land unmöglich, da die starke Teilchenstrahlung diese Kohlenstoffmoleküle zerstören würde. Ob sich solche Magnetfelder jedoch auch auf erdähnlichen Exoplaneten entwickelt haben, ist  derzeit völlig offen. Andererseits scheint die Bildung planetarer Magnetfelder nichts ungewöhnliches, denn in unserem Sonnensystem haben auch andere Planeten einen derartigen Schutzschirm entwickelt.

Sind wir allein im Kosmos? Die Astrobiologin macht wenig Hoffnung, dass die Wissenschaft diese Frage bald beantworten kann. Aber wer weiß: Vielleicht endet die mühsame Suche nach Leben im Universum ganz anders. Vielleicht kommt es doch einmal zum close encounter auf der Erde, der von so vielen Regisseuren schon spektakulär in Szene gesetzt wurde. Allerdings: die meisten Wissenschaftler glauben heute nicht, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr groß ist!

Quelle: https://www.innovations-report.de/fachgebiete/kommunikation-medien/tv-doku-leben-unter-dem-eis-des-enceladus/

SpaceX: Starbase Bauarbeiten 06.06.2021

Es geht gut voran auf der Starbase von SpaceX. Auch die Nasa mit Ihren Space Launch System ist auf einem guten weg.

Wir sind auf einem guten weg in der Bemannten Raumfahrt und auch die Unbemannte Raumfahrt macht einen guten Job – alles ist in Arbeit.