Erste Aufnahmen von Solar Orbiter der ESA werden veröffentlicht

Erste Aufnahmen von Solar Orbiter der ESA werden am 16. Juli veröffentlicht: Noch nie zuvor wurden Aufnahmen von der Sonne aus einer so geringen Entfernung gemacht.

Die ersten Aufnahmen von Solar Orbiter, der neuen ESA-Raumsonde zur Beobachtung der Sonne, werden am 16. Juli 2020 für die Öffentlichkeit freigegeben. Medienvertreter sind eingeladen, eine Online-Pressekonferenz zu verfolgen, die um 14.00 Uhr MESZ (13.00 Uhr BST) stattfinden wird, und mit den Wissenschaftlern hinter der Mission zu sprechen.

Die am 10. Februar gestartete Mission Solar Orbiter schloss Mitte Juni ihre Inbetriebnahmephase ab und führte eine erste Annäherung an die Sonne durch. Kurz darauf konnten die europäischen und amerikanischen Wissenschaftsteams, die für die 10 Instrumente der Mission verantwortlich sind, zum ersten Mal die gesamte Instrumenten-Suite konzertiert testen.

– Besser als erwartet

Trotz der Rückschläge, mit denen die Teams bei der Inbetriebnahme der Raumsonde und ihrer Instrumente inmitten der COVID-19-Pandemie konfrontiert waren, war die erste Abbildungskampagne ein großer Erfolg.

„Die ersten Bilder übertreffen unsere Erwartungen“, erklärt Daniel Müller, ESA-Projektwissenschaftler für Solar Orbiter. „Wir sehen bereits Hinweise auf sehr interessante Phänomene, die wir bisher noch nicht im Detail beobachten konnten. Die 10 Instrumente an Bord von Solar Orbiter funktionieren wunderbar und bieten zusammen eine ganzheitliche Sicht auf die Sonne und den Sonnenwind. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass Solar Orbiter dazu beitragen wird, dass wir tiefgehende offene Fragen über die Sonne beantworten können.“

– Aufnahmen aus bisher unerreichter Nähe

Noch nie zuvor wurden Aufnahmen von der Sonne aus einer so geringen Entfernung gemacht. Während des ersten Perihels, dem sonnennächsten Punkt auf der elliptischen Umlaufbahn von Solar Orbiter, trennten nur etwa 77 Millionen Kilometer die Sonde von unserem Zentralgestirn, das entspricht etwa der Hälfte des Abstands zwischen Sonne und Erde. Die Raumsonde wird der Sonne noch viel näherkommen. Aktuell befindet sie sich in der Cruise-Phase und kreist in zunehmend engeren Ellipsen um die Sonne. In der wissenschaftlichen Phase, die Ende 2021 beginnt, wird sich die Raumsonde auf 42 Millionen Kilometer an die Sonnenoberfläche annähern, das ist näher als der Planet Merkur. Die Betreiber der Sonde werden die Umlaufbahn von Solar Orbiter schrittweise neigen, damit die Instrumente zum ersten Mal richtig auf die Pole der Sonne schauen können.

 Eine internationale Mission

Solar Orbiter ist eine Weltraummission in internationaler Zusammenarbeit zwischen ESA und NASA. Zwölf ESA-Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Frankreich und das Vereinigte Königreich) sowie die NASA trugen zur wissenschaftlichen Nutzlast bei. Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Portugal leisteten einen Beitrag zum Bau der Sonde, aber nicht zur wissenschaftlichen Nutzlast.

Deutschland beteiligte sich an der Entwicklung von sechs der zehn Instrumente an Bord der Mission Solar Orbiter. Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) leitet das Team um das Doppelteleskop PHI (Polarimetric and Helioseismic Imager), das hochauflösende Messungen des Magnetfeldes der Sonne für die volle Sonnenscheibe liefern wird. Das MPS spielt eine wichtige Rolle bei drei weiteren Fernerkundungsinstrumenten: dem Extreme Ultraviolet Imager (EUI), dem Metis Coronagraph und dem Extreme Ultraviolet Imaging Spectroscope SPICE. Die Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU) ist stark am Energetic Particle Detector (EPD) beteiligt. Das Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS) stellte ein wichtiges System für das PHI zur Verfügung. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) ist maßgeblich am Röntgenteleskop STIX (Spectrometer/Telescope for Imaging X-rays) beteiligt und hat auch zum Energetic Particle Detector (EPD) beigetragen. Die deutschen Unternehmen Airbus Deutschland, RCD, IABG, ETS, CERANOVIS, CAU, MTA und MTSP waren ebenfalls an der Bereitstellung von Komponenten für die Raumsonde beteiligt.

Ansprechpartner Medien in Deutschland:
Birgit Krummheuer – krummheuer@mps.mpg.

Österreich beteiligte sich an drei der zehn Instrumente sowie am Solar Orbiter selbst. Die Universität Graz leitete die wissenschaftliche Softwareentwicklung des Weltraumteleskops STIX, das Einblicke in die Beschleunigung hochenergetischer Teilchen in Sonneneruptionen liefert. Das Institut für Weltraumforschung Graz der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IWF/ÖAW) entwickelte den Bordcomputer für das Radio- und Plasmawellen-Instrument (RPW) und trug zum Magnetometer (MAG) bei. Die österreichischen Unternehmen RUAG und Siemens waren ebenfalls an der Lieferung von Komponenten für die Raumsonde beteiligt.

Ansprechpartner Medien in Österreich:
Gerhild Leljak – University of Graz: gerhild.leljak@uni-graz.at
Alexandra Scherr – Space Research Institute, Austrian Academy of Sciences: alexandra.scherr@oeaw.ac.at

Die Schweiz ist an drei Instrumenten an Bord des Solar Orbiter beteiligt: dem Röntgenspektrometer/Teleskop STIX, mit Principal Investigator Säm Krucker vom Institut für Data Science FHNW, und den Instrumenten EUI (Extreme Ultraviolet Imager) und SPICE (Spectral Imaging of the Coronal Environment), mit Louise Harra, Direktorin des World Radiation Center Davos PMOD/WRC, als Co-Principal Investigator für EUI und Co-Investigator für SPICE. Die Schweizer Unternehmen RUAG und Almatech waren ebenfalls an der Lieferung von Komponenten für die Raumsonde beteiligt.

Ansprechpartner Medien in der Schweiz:
FHNW sandro.nydegger@fhnw.ch
PMOD/WRD sara.niedermann@dinatum.ch

Veranstaltungsprogramm

Die Öffentlichkeit kann eine Online-Pressekonferenz am Donnerstag, den 16. Juli, um 14.00 Uhr MESZ (13.00 Uhr BST) unter https://www.esa.int/esawebtv verfolgen.

Zu den Referenten gehören:

Daniel Müller – ESA-Projektwissenschaftler für Solar Orbiter

Holly R. Gilbert – NASA-Projektwissenschaftlerin für Solar Orbiter

David Berghmans – Königliches Observatorium von Belgien, Leitender Wissenschaftler des Extreme Ultraviolet Imager (EUI)

Sami Solanki – Direktor des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung, Leitender Wissenschaftler des Polarimetric and Helioseismic Imager (PHI)

Christopher J. Owen – Mullard Space Science Laboratory, University College London, Leitender Wissenschaftler des Solar Wind Analyser (SWA)

Jose-Luis Pellon-Bailon – Deputy Spacecraft Operations Manager für Solar Orbiter.

Medienvertreter mit gültigem Presseausweis können sich über https://www.esa.int/Contact/mediaregistration bis Mittwoch, 15. Juli, 12:00 Uhr MESZ anmelden. Fragen an die Referenten können über media@esa.int eingereicht werden.

Quelle:https://www.esa.int/Newsroom/Press_Releases/Einladung_an_die_Medien_ESA_zeigt_erste_Bilder_von_Solar_Orbiter


NASA, ESA to Release First Images from Solar Orbiter Mission

ESA/NASA's Solar Orbiter is returning its first science data, including images of the Sun taken from closer than any spacecraft

ESA/NASA’s Solar Orbiter is returning its first science data, including images of the Sun taken from closer than any spacecraft in history.Credits: ESA/ATG Medialab

Scientists from NASA and ESA (European Space Agency) will release the first data captured by Solar Orbiter, the joint ESA/NASA mission to study the Sun, during an online news briefing at 8 a.m. EDT Thursday, July 16. The briefing will stream live on NASA’s website.

In mid-June, Solar Orbiter made its first close pass of the Sun following its Feb. 9 launch, turning on all 10 of its instruments together for the first time. This flyby captured the closest images ever taken of the Sun. During the briefing, mission experts will discuss what these closeup images reveal about our star, including what we can learn from Solar Orbiter’s new measurements of particles and magnetic fields flowing from the Sun.

Participants in the briefing include:

  • Daniel Müller – Solar Orbiter Project Scientist at ESA
  • Holly R. Gilbert – Solar Orbiter Project Scientist at NASA
  • José Luis Pellón Bailón – Solar Orbiter Deputy Spacecraft Operations Manager at ESA
  • David Berghmans – Principal investigator of the Extreme Ultraviolet Imager (EUI) at the Royal Observatory of Belgium
  • Sami Solanki – Principal investigator of the Polarimetric and Helioseismic Imager (PHI) and director of the Max Planck Institute for Solar System Research
  • Christopher J. Owen – Principal investigator of the Solar Wind Analyser (SWA) at Mullard Space Science Laboratory, University College London

Members of the media interested in participating should register at https://www.esa.int/Contact/mediaregistration by 6 a.m. EDT Wednesday, July 15, to be able to ask questions during the briefing. For further questions please contact: media@esa.int

For more information on the Solar Orbiter mission, visit:

https://sci.esa.int/web/solar-orbiter/home

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Quelle: https://www.nasa.gov/press-release/nasa-esa-to-release-first-images-from-solar-orbiter-mission

Vor der Mission der VAE zum Mars laufen die letzten Kontrollen

Emiratische Ingenieure mit der Hope-Sonde im Reinraum des Hauptquartiers des Mohammed bin Rashid Space Center. 
Mit freundlicher Genehmigung von MBRSC

Beamte sagen, dass alle Systeme für den erwarteten Start am 15. Juli „go“ sind.

Die VAE sind der ersten arabischen Nation, die den Roten Planeten erreicht, einen Schritt näher gekommen.

Ingenieure sagten, die Hope-Sonde werde an ihrem Startort auf Tanegashima Island, Japan, einer Endkontrolle unterzogen, aber alle Systeme seien „in Betrieb“.

Sarah Al Amiri, Präsidentin der UAE Space Agency und stellvertretende Projektmanagerin der Emirates Mars Mission, sagte, der 15. Juli sei weiterhin der erwartete Starttermin.

Das wird wieder super, der Mars wieder im Mittelpunkt. Klar kann es im letzen Moment noch Probleme mit dem Wetter und der Technik geben aber letztendlich heben sie immer ab. Die VAE ist momentan der pünktlichste der drei Teilnehmer.

Da haben die USA und VAE ihre Raumsonden (Taggleich kann man schon sagen) auf die Rakete montiert und die USA brauchen ab da 23 Tage bis zum Start, unmöglich und total übertrieben. Japan nur 8 Tage ab dem Zeitpunkt bis zum Start.

Toll, was da die Vereinigten Arabischen Emirate leisten, da sollten sich alle Arabischen Länder, mal ein Beispiel dran nehmen was man sinnvolles machen könnte und in dem man investieren sollte.

Hoffentlich schaffen die VAE und China ihre Mars-Missionen, nur ESA, NASA, Roscosmos ist doch langweilig. Mehr Länder – Mehr Spannung, Spaß und noch mehr Raumfahrtprojekte. Um so schneller sind wir mit beiden beinen auf dem Mond und Mars.

Christian Dauck

„Das Raumschiff ist startbereit und alle Systeme befinden sich jetzt auf einem Niveau, das startbereit ist“, sagte sie in einer Pressekonferenz.

„Wir haben auch das Bodensegment und die Operationen in der Missionskontrolle überprüft und sie sind bereit, das Raumschiff nach dem Start zu akzeptieren.

„Derzeit werden die Endkontrollen sowohl für die Trägerrakete als auch für die Missionskontrolle durchgeführt. Wir sind bereit, wie geplant am 15. Juli früh am Morgen zu starten. “

Die Hope-Sonde dient zur Untersuchung der oberen und unteren Marsatmosphäre und benötigt sieben bis neun Monate, um den Roten Planeten zu erreichen.

Es wurde von einem Team von 150 Ingenieuren, Wissenschaftlern und Forschern aus den Emiraten gebaut, die an drei US-amerikanischen Universitäten arbeiten.

Die Sonde wird von einem in Japan gebauten Raketensystem namens H-IIA in den Weltraum befördert, das Geschwindigkeiten von mehr als 34.000 km / h erreichen kann. Das Raumschiff wird sich ungefähr eine Stunde nach dem Abheben von der Rakete trennen.

obald Hope die Schwerkraft der Erde verlassen hat, wird sie ihre Reise zum Mars unternehmen und 493,5 Millionen Kilometer zurücklegen. Wenn es die Umlaufbahn des Mars erreicht, wird es von etwa 121.000 km / h auf 18.000 km / h langsamer.

Von dort aus beginnt das Infrarotspektrometer, die Verteilung von Staub, Eiswolken und Wasserdampf zu messen, während eine hochentwickelte Bordkamera hochauflösende Bilder des Planeten aufnimmt.

Ein Ultraviolett-Spektrometer wird auch die obere Atmosphäre untersuchen und Spuren von Sauerstoff und Wasserstoff aufzeichnen.

Weitere Raumschiffe, die in den letzten Jahren zur Erforschung des Mars gestartet wurden, sind der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA im Jahr 2005 und der Trace Gas Orbiter, ein Gemeinschaftsprojekt der russischen Weltraumagentur und der Europäischen Weltraumorganisation, das 2016 gestartet wurde.

Die Hope-Sonde der VAE wird sich jedoch in einer viel höheren Umlaufbahn als das vorherige Fahrzeug befinden, sodass breitere Bilder aufgenommen werden können. Wissenschaftler rechnen damit, dass alle 55 Stunden ein vollständiger Mars-Kreis gebildet werden kann.

Trotz des jüngsten nassen Wetters in Japan in den letzten Wochen sind die Ingenieure des Projekts weiterhin zuversichtlich, dass der Start planmäßig erfolgen wird.

https://www.thenational.ae/uae/science/final-checks-under-way-ahead-of-uae-s-mission-to-mars-1.1046595#3

Mondentstehung: Zwei Studien – Alter und Metallgehalt

Mond ist metallreicher als gedacht

Verborgene Ressourcen: Unter der Oberfläche des Mondes könnten sich mehr metallreiche Minerale verbergen als bislang angenommen. Indizien dafür liefern Messdaten, nach denen der Regolith in größeren und tieferen Mondkratern metallhaltiger ist als in kleineren. Das spricht dafür, dass der Metallgehalt des Mondgesteins mit zunehmender Tiefe steigt. Sollte sich dies bestätigen, wirft dies auch ein neues Licht auf die Entstehung des Mondes.

Die 2 Studien sind mal wieder ein ein gutes Beispiel, wie interessant und spanned die Raumfahrt ist. Kein Wissenschaftler, kein Lehrer und kein Buch auf der Welt kann uns sagen bzw. beantworten, wie unser Mond entstanden ist. Das ist schon krass.

Den Himmelskörper der uns am nächsten ist bzw, den wir direkt vor der Nase haben und Nachts sowie manchmal auch Tagsüber dutzende male gesehen haben. Der all gegenwärtig ist und auch Einfluss auf die Erde hat (Ebbe und Flut). Und das 2020 (21. Jahrhundert) noch andauert bei all der ganzen Modernen Technologie die wir auf den Mond, Asteroiden, Planeten schicken. Faszinierend und frustrierend zu gleich.

Immer nur ein vielleicht, könnte, dann wieder eine neue Theorie und wieder, könnte, vielleicht…. wie bei einem feißen Fleck auf der Landkarte. Obwohl das noch die einfachste Frage wäre, als die: Woher kommt das Leben auf der Erde/ gibt es Leben auf anderen Planeten.

Es bleibt weiterhin spannend und interessant.

Christian Dauck

Gängiger Theorie nach entstand der Mond durch eine katastrophale Kollision der jungen Erde mit dem marsgroßen Protoplanet Theia. Aus den verdampften Trümmern des ausgeschleuderten Materials bildete sich dann der Mond. Möglicherweise ist er der Erde deshalb geochemisch so ähnlich – er könnte vorwiegend aus irdischem Mantel- und Krustenmaterial bestehen. Wo allerdings dann die Überreste von Theia geblieben sind, ist bislang strittig.

Rätsel um Metallgehalt des Regoliths

Und noch ein Aspekt passt nicht ins Bild: Im lunaren Hochland enthält der Regolith weniger metallhaltige Minerale als vergleichbares irdisches Gestein – wie es bei einem Ursprung aus primär silikatreichem Mantelgestein der Erde zu erwarten wäre. Doch in den großen Maria des Mondes ist es genau anders herum: Dort enthalten einige Gesteine offenbar sogar mehr Metalle als ihre irdischen Gegenparts.

Wo aber kommt dieses Metall her? Eine mögliche Antwort könnten nun Forscher um Essam Heggy von der University of Southern California in Los Angeles gefunden haben. Denn ihre Studie liefert neue Hinweise auf die Beschaffenheit des lunaren Tiefgesteins. Dafür haben die Forscher Daten der NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ausgewertet. Deren „Miniature Radio Frequency“-Instrument kann die dielektrische Leitfähigkeit des lunaren Regoliths messen und erlaubt damit Rückschlüsse darauf, wie viel Metall dieses Material enthält.

Überraschender Fund in lunaren Kratern

Die Analysen ergaben einen auffallenden Zusammenhang: Bei Mondkratern bis zu fünf Kilometer Durchmesser stieg die dielektrische Konstante des Regoliths mit der Kratergröße stetig an. Je größer der Krater, desto metallhaltiger wurde der Mondstaub am Kratergrund. Ab einem Durchmesser von fünf Kilometern jedoch scheint eine Art Plateau erreicht: Der Metallgehalt erhöhte sich auch bei zunehmender Kratergröße nicht mehr weiter.

„Dieser Verlauf war überraschend – wir hatten vorher keinen Grund anzunehmen, dass es diesen Zusammenhang gibt“, sagt Heggy. Doch was steckt dahinter? Die Forscher vermuten, dass dies mit der Wucht der Einschläge zu tun hat: Größere Brocken hinterlassen größere Krater, dringen aber auch tiefer in die Mondoberfläche ein. Ab einer bestimmten Größe wird dabei sogar Material aus dem lunaren Mantel ausgeschleudert, wie kürzlich Messungen eines chinesischen Mondrovers bestätigten.

Metallreicher in der Tiefe?

Das aber bedeutet: Am Grund der größeren Mondkrater findet sich Gestein aus den tieferen Schichten des Mondes – und dieses enthält offenbar mehr Eisen, Titan und andere Metalle als das meiste Oberflächengestein. „Die plausibelste Erklärung für die beobachtete Variabilität ist ein Anstieg des Metallgehalts mit der Tiefe, das heißt innerhalb der oberen Kilometer der Mondkruste“, sagen Heggy und seine Kollegen.

Die scheinbare Metallarmut des lunaren Regolith täuscht demnach: Unter seiner Oberfläche könnte der Erdtrabant deutlich metallreicher sein als bislang angenommen. An die Oberfläche gelangt dieses Material aber nur dort, wo entweder große Einschläge bis in diese Tiefen vorgedrungen ist oder aber wenn Lava aus dem Mondinneren metallhaltige Schmelzen ans Tageslicht brachte, wie in den Mondmaren.

Neue Sicht auf Mondentstehung

Sollte sich dies bestätigen, wirft dies auch ein neues Licht auf die Entstehung des Mondes. Denn dann bekam unser Trabant bei der katastrophalen Kollision vielleicht doch mehr als nur Mantel- und Krustentrümmer von der Erde mit. „Unsere Ergebnisse werfen die Frage auf, was dies für die gängigen Hypothesen zur Mondbildung bedeutet“, sagt Heggy. Tatsächlich könnten diese Funde eine Hypothese stützen, nach der die Erde bei der Kollision mit Theia sogar komplett verdampfte. Aus den Trümmern bildet sich dann erst die Erde neu, dann der Mond.

„Wenn wir herausfinden, wie viel Metall sich tatsächlich unter der Oberfläche des Mondes verbirgt, dann könnte dies helfen, die vielen Widersprüche zu klären und herauszufinden, wie sich der Mond gebildet und entwickelt hat“, so Heggy. Er und sein Team haben nun begonnen, noch weitere Krater auf dem Mond auf ihre Leitfähigkeit und ihren Metallgehalt zu untersuchen.

In jedem Fall unterstreichen diese Ergebnisse aufs Neue, dass der Mond noch lange nicht vollständig erforscht und verstanden ist. „Dieses aufregende Ergebnis zeigt, dass wir auch heute noch immer wieder neue Entdeckungen über die Vergangenheit unseres nächsten Nachbarn machen“, sagt Koautor Noah Petro vom Goddard Space Flight Center der NASA. (Earth and Planetary Science Letters, 2020; doi: 10.1016/j.epsl.2020.116274)

Quelle: NASA/ Goddard Space Flight Center, University of Southern California

Quelle: https://www.scinexx.de/news/kosmos/ist-der-mond-metallreicher-als-gedacht/

Der etwas jüngere Mond

Trabant der Erde fast 100 Millionen Jahre jünger als bisher angenommen

  • Der Trabant der Erde entstand aus den Trümmern, die bei der Kollision mit einem Protoplaneten aus der jungen Erde geschlagen wurden.
  • Dabei heizte sich der Mond so stark auf, dass er einen über tausend Kilometer tiefen Magmaozean bekam, der in 200 Millionen Jahren auskristallisierte.
  • Mit neuen Modellrechnungen konnten DLR-Planetologen und von der Universität Münster diese Ereignisse mit der Zeit der Mondentstehung in Verbindung setzen.
  • Sie fanden heraus, dass der Mond vor 4,425 Milliarden Jahren entstand, fast 100 Millionen Jahre später, als bisher angenommen.
  • Schwerpunkte: Planetenforschung, Planetengeophysik, Modellierung, Raumfahrt
Die Geburtsstunde des Mondes
Kaum dass das Sonnensystem vor 4,57 Milliarden Jahren entstanden war, hatten sich innerhalb weniger Zehnermillionen Jahre die Planeten entwickelt. Gleichzeitig vagabundierten noch viele Protoplaneten durch das junge Sonnensystem, die in manchen Fällen auf Kollisionskurs mit den jungen Planeten gerieten. Auch die Erde wurde vor 4,425 Milliarden Jahren von einem dieser Protoplaneten getroffen. Es war die Geburtsstunde des Mondes, die Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster nun mit Modellrechnungen ermitteln konnten. Damit ist der Mond etwas jünger, als bisher angenommen. Der einschlagende Protoplanet könnte die Größe des Planeten Mars gehabt haben und schleuderte enorme Mengen an Gestein des Erdmantels, das teilweise sogar verdampfte, ins All. Aus diesen Bestandteilen entstand in wenigen Tausend Jahren der Mond.

Die Geburtsstunde des Mondes schlug etwas später, als bisher vermutet. Sie ereignete sich, als ein marsgroßer Protoplanet bei der Kollision mit der jungen Erde zwar zerstört wurde, aber aus den Trümmern dieser Katastrophe ein neuer Körper entstand – der Mond. Planetengeophysiker um Maxime Maurice vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben nun mit einem neuen numerischen Modell rekonstruiert, wann dies geschah: vor 4,425 Milliarden Jahren. Die bisherigen Annahmen für die Entstehung des Mondes gingen von 4,51 Milliarden Jahren aus, also 85 Millionen Jahre früher als jetzt berechnet. Der Mond ist also fast 100 Millionen Jahre jünger, als bisher angenommen. Davon berichten die Wissenschaftler heute im Wissenschaftsmagazin Science Advances.

Das Sonnensystem war vor viereinhalb Milliarden Jahren noch eine ziemlich chaotische Welt. Die Erde wuchs gerade zu ihrer heutigen Größe heran: Der Planet, auf dem wir heute leben, sammelte noch immer Materie in Form von so genannten ‚Planetesimalen‘ auf, die sich zuvor in der die junge Sonne umkreisenden Scheibe aus Staub und Gas gebildet hatten. Die junge Erde konsolidierte, dabei wurde sie in ihrem Inneren ständig heißer. Immer größere Anteile des Gesteinsmantels schmolzen auf und bildeten einen Magmaozean. Zu jener Zeit bekam die Erde auch ihren Trabanten, der sie bis heute umkreist. Er ist das Ergebnis einer gewaltigen kosmischen Kollision der Erde mit einem Protoplaneten, bei dem Gestein aus der jungen Erde herausgeschleudert wurde und sich zu einem neuen planetaren Körper zusammenballte, dem Mond.

Über die Entstehungsgeschichte sind sich die meisten Wissenschaftler im Prinzip zwar einig, nicht aber über den Vorgang im Einzelnen und vor allem nicht über den Zeitpunkt. „Das Ergebnis unserer Modellierungen legt nahe, dass die junge Erde rund 140 Millionen Jahre nach der Geburt des Sonnensystems vor 4,567 Milliarden Jahren von einem Protoplaneten getroffen wurde. Das geschah nach unseren Berechnungen vor 4,425 Milliarden Jahren – mit einer Unsicherheit von 25 Millionen Jahren,“ fasst Maxime Maurice vom Berliner DLR-Institut für Planetenforschung und Erstautor der Studie die Untersuchungen zusammen. „Das war die Geburtsstunde des Mondes.“

Die Entwicklung der Erde zu einem Planeten war zu diesem Zeitpunkt gerade abgeschlossen. In deren Verlauf sanken im Inneren der Erde die schweren, metallischen Bestandteile ins Zentrum und bildeten einen Kern aus Eisen und Nickel, der nun von einem mächtigen Mantel aus silikatischen Gesteinen umgeben war. Die Mantelgesteine wurden durch die ‚Akkretion‘, dem Zusammenballen der Materie, und der Wärme aus dem Zerfall radioaktiver Elemente immer heißer, so dass eine Trennung von Metall und Silikat im Inneren der Erde innerhalb von einigen Zehnermillionen Jahren stattfinden konnte.

Ein planetarer Volltreffer als Geburtsstunde des Mondes

In diesem Stadium wurde die Erde von einem vielleicht marsgroßen Protoplaneten getroffen, der unter dem Namen Theia in der Sonnensystemforschung kursiert; Theia ist in der griechischen Mythologie eine der Titaninnen und die Mutter der Mondgöttin Selene. In der Frühzeit des Sonnensystems dürften zahlreiche Körper dieser Art existiert haben: Zum Teil wurden sie aus dem Sonnensystem hinausgeschleudert, oder aber sie wurden durch Kollisionen mit anderen Körpern zerstört. Theia indes traf die Erde mit voller Wucht und schleuderte so viel Material aus dem Erdmantel, dass sich daraus der Mond formen konnte. Bei diesem heftigen Aufprall bildete sich auf der frühen Erde ein Magmaozean aus glühend heißem, geschmolzenen Gestein von mehreren tausend Kilometern Tiefe. Von Theia gibt es nach dieser gewaltigen Kollision heute keine Spuren mehr, die man nachweisen könnte.

Magmaozean und erste Gesteinskruste auf dem Mond
Während sich der Mond vor 4,425 Milliarden Jahren zu einer Kugel von etwa 1700 Kilometer Durchmesser formte, heizte sich sein Inneres durch die Energie, die beim Zusammenballen frei wurde stark auf. Das Gestein schmolz und es bildete sich ein möglicherweise mehr als tausend Kilometer tiefer Ozean aus Magma. Später bildeten sich leichte Gesteine, die an die Oberfläche aufschwammen und eine erste Kruste auf dem Mond bildeten. Diese Kruste isolierte den Mond gegenüber dem Weltall ab, so dass der Magmaozean darunter nur langsam abkühlte. Erst nach etwa 200 Millionen Jahren war der Mond vollständig erstarrt.

Um die bei diesem Ereignis ausgelöste Entstehung des Mondes nachvollziehen zu können, erfordert es einiges an Vorstellungsvermögen und Phantasie: Die Kollision der beiden Körper verdampfte mit ihrer gewaltigen Energie auch eine riesige Menge an Gestein aus dem frühen Erdmantel. Es wurde herausgeschleudert und sammelte sich in einem Ring aus Staub um die Erde, ehe es sich dort wieder zu Gestein zusammenballte. „Daraus entstand in kurzer Zeit, in vermutlich nur wenigen Tausend Jahren, der Mond“, erklärt Professorin Doris Breuer vom DLR und Co-Autorin der Studie.

Das älteste Mondgestein ist nicht alt genug

Über die Entstehungsgeschichte des Mondes herrscht unter Wissenschaftlern weitgehend Einigkeit. Allerdings konnten sie bis jetzt die Entstehung des Mondes nicht genau datieren, da es keine von den Astronauten der sechs Apollo-Missionen und den drei robotischen sowjetischen Luna-Missionen zur Erde gebrachten Mondgesteine gibt, die das Entstehungsalter des Erdtrabanten direkt konservieren. Mithilfe einer neuen, indirekten Methode haben die Forscher vom DLR und der WWU rekonstruiert, wann der Mond entstanden ist. „Unsere Berechnungen zeigen, dass dies höchstwahrscheinlich ganz am Ende der Erdentstehung geschah“, schildert Sabrina Schwinger, eine weitere Co-Autorin der Studie den zeitlichen Ablauf.

Nicht nur die Erde hatte in ihrer frühen Jugend einen Magmaozean. Auch im jungen Mond konnte sich durch Akkretionsenergie ein Magmaozean entwickeln. Der Mond schmolz fast vollständig auf und wurde, wie auch die Erde, von einem möglicherweise über tausend Kilometer tiefen Magmaozean bedeckt. Dieser Magmaozean begann zwar schnell zu kristallisieren und bildete an der Oberfläche, der ‚Schnittstelle‘ zum kalten Weltall, eine Mondkruste aus aufschwimmenden leichten Kristallen. Aber unter dieser isolierenden Kruste, die das weitere Abkühlen und Auskristallisieren des Magmaozeans bremste, blieb der Mond noch lange geschmolzen. Bisher konnten Wissenschaftler nicht feststellen, wie lange es dauerte, bis der Magmaozean vollständig kristallisiert war – weshalb sie auch nicht ausmachen konnten, wann sich der Mond ursprünglich bildete.

Für die Berechnung der Lebensdauer des Magmaozeans des Mondes verwendeten die Wissenschaftler in ihrer aktuellen Studie ein neues Computermodell, das erstmals die Vorgänge bei der Kristallisation des Magmaozeans umfassend berücksichtigte. „Die Ergebnisse des Modells zeigen, dass der Magmaozean des Mondes langlebig war und es fast 200 Millionen Jahre dauerte, bis er vollständig zu Mantelgestein auskristallisierte“, betont Maxime Maurice. „Die Zeitskala ist viel länger als in früheren Studien berechnet“, ergänzt DLR-Kollege Dr. Nicola Tosi, zweiter Autor der Studie und Betreuer der Doktorarbeit von Maxime Maurice, deren Ergebnis in dieser Studie zusammengefasst ist. „Ältere Modelle gingen von einer Kristallisationsdauer von nur 35 Millionen Jahre aus.“

Kristallisationsmodelle zeigten das Alter des Mondes – und der Erde

Um auch das Alter des Mondes zu bestimmen, mussten die Wissenschaftler noch einen Schritt weitergehen. Sie berechneten, wie sich die Zusammensetzung der magnesium- und eisenreichen Silikatmineralien, die sich während der Kristallisation des Magmaozeans bildeten, mit der Zeit veränderte. Das Ergebnis: Die Forscher stellten eine kontinuierliche Veränderung der Beschaffenheit des verbleibenden Magmaozeans im Laufe der fortschreitenden Kristallisation fest. Diese Erkenntnis ist von Bedeutung, da die Autoren so die Bildung verschiedener Gesteine vom Mond mit einem bestimmten Stadium in der Entwicklung seines Magmaozeans in Verbindung bringen konnten. „Durch den Vergleich der gemessenen Zusammensetzung der Mondgesteine mit der vorhergesagten Zusammensetzung des Magmaozean aus unserem Modell konnten wir die Entwicklung des Ozeans bis zu seinem Ausgangspunkt, dem Entstehungsalter des Mondes, zurückverfolgen“, erklärt DLR-Planetenforscherin Sabrina Schwinger.

Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen, dass der Mond vor 4,425±0,025 Milliarden Jahren entstanden ist. Dieses genaue Alter des Mondes stimmt bemerkenswert gut mit einem zuvor aus dem Verhältnis von irdischen Uran- und Bleiisotopen bestimmten Alter für die Bildung des metallischen Erdkerns überein, mit dem die Entstehung des Planeten Erde ihren Abschluss fand. „Es ist das erste Mal, dass das Alter des Mondes direkt mit einem Ereignis in Verbindung gebracht werden kann, das ganz am Ende der Erdentstehung passierte, nämlich der Entstehung des Kerns der Erde“, betont Prof. Dr. Thorsten Kleine vom Institut für Planetologie in Münster.

Förderung:
Die Arbeiten wurden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 170 „Späte Akkretion auf terrestrischen Planeten“ und der Helmholtz-Nachwuchsgruppe „Early Dynamics of the terrestrial planets“ durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert.


Originalpublikation:
M. Maurice, N. Tosi, S. Schwinger, D. Breuer, T. Kleine (2020). A long-lived magma ocean on a young MoonScience Advances; DOI: 10.1126/sciadv.aba8949

Quelle: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/03/20200710_der-etwas-juengere-mond.html

WIE KOMMT DAS GANZE METALL AUF DEN MOND?

Eine neue Studie zeigt: der Mond ist voller Metall. Damit stellt die Untersuchung die bisherigen Erkenntnisse über die Mondentstehung in Frage. Bisher wurde angenommen, dass der Mond aus einer Kollision mit der Erde entstand. Doch die lief vermutlich anders ab, so die Forscher. Denn sonst gäbe es keine Erklärung für das ganze Metall.

Der Mond und die Erde sind ein seltsames Paar. Die Menschen verehren ihn und ohne ihn würde es die Menschheit wohl nicht geben. Denn er hält die Erde in einer stabilen Neigung. Wie der Erdtrabant aber entstanden ist, darüber scheiden sich die Geister. Eine neue Studie zeigt: Es war alles wohl ganz anders als gedacht. Zumindest muss das Mondmetall irgendwoher kommen. 

Eine weitverbreitete These besagt, dass der Mond durch eine Kollision entstanden sei. Der marsgroßer Protoplanet Theia sei mit der jungen Erde zusammengestoßen. Dabei gelangte ein großer Teil der Erdkruste ins Weltall. Aus dieser Schicht, die nun in der Umlaufbahn umherschwirrte, bildete sich allmählich der Mond.  

Einen großen Haken hat diese Hypothese jedoch: Die neusten Untersuchungen des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zeigen, dass der Staub am Boden der Mondkrater metallhaltig ist. Dieses Material kann aber nicht von der Erde stammen. Denn auf unserem Heimatplaneten befinden sich solche Metalle erst in den tieferen Erdschichten. Bei der Kollision mit Theia wäre aber nur die obere Erdkruste ins Weltall gelangt.  

MOND: MEHR EISENOXID ALS AUF DER ERDE?

Auf dem Mond gibt es aber sehr viel Eisenoxide. Die Konzentration ist sogar höher als auf der Erde. Diese Erkenntnis ist für Wissenschaftler nicht neu. Doch wie kommt das ganze Metall auf den Mond? Dieser Frage hat sich das Team um Nasaforscher Essam Heggy gestellt. Gemeinsam haben sie die Ergebnisse des Miniatur-Radiofrequenz-Instrumentes an Bord des Mond-Orbiters LRO untersucht. 

Es ist möglich, dass die Diskrepanz zwischen der Eisenmenge auf der Erdkruste und dem Mond noch größer sein könnte, als von Wissenschaftlern angenommen, was das derzeitige Verständnis der Entstehung des Mondes in Frage stellt.University of Southern California

Die Kraterlandschaft des Mondes können wir mit dem bloßen Auge von der Erde aus erkennen. Diese Krater entstanden durch Meteoriteneinschläge. Je nach Größe und Geschwindigkeit der Meteoriten sind einige Krater größer und tiefer als andere. Dennoch haben die Einschläge eines gemeinsam: sie dringen in die Mondoberfläche ein. Dabei werden Materialien aus den unteren Mondschichten nach oben gedrückt.Aufgehende Erde – fotografiert vor der Landung aus dem Mondorbit der Apollo 11-Mission, 1969.Bildrechte: NASA / Apollo 11 Mission

„Beim Vergleich des Metallgehalts am Boden größerer und tieferer Krater mit dem der kleineren und flacheren Krater stellte das Team höhere Metallkonzentrationen in den tieferen Kratern fest.University of Southern California“

DREI MÖGLICHE ERKLÄRUNGEN ZUM MONDMETALL

Die Forscher haben drei mögliche Erklärungen parat, denen sie auf den Grund gehen wollen. Zum einen kann es sein, dass die die Kollision mit Theia für unsere frühe Erde verheerender war als angenommen. Durch den Zusammenstoß wären viel tiefere Abschnitte aus der Erdoberfläche in die Umlaufbahn gelangt. Theia hätte nicht nur an der Erdkruste gekratzt.

Zum anderen könnte es sein, dass die Kollision zwischen Theia und der Erde viel früher stattgefunden hat. Die Erde müsste zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung gewesen sein. So jung, dass sie von einem Magma-Ozean bedeckt war. Dadurch könnte flüssiges Metall in den Weltraum gelangt sein. Dieses hätte sich dann gemeinsam mit anderen Materialien zum heutigen Mond geformt.

Ebenso wäre es möglich, das die noch heiße Mondoberfläche anders abgekühlt sei, als angenommen. Das viele Metall deutet zumindest auf einen komplizierten Abkühlungsprozess der geschmolzene Mondoberfläche hin.

WEITERE UNTERSUCHUNGEN FOLGEN
Für den Hauptforscher am Miniatur-Radiofrequenz-Instrumentes des Lunar Orbiter sind die neuen Erkenntnisse großartige Neuigkeiten. Wes Patterson ist froh darüber, dass „die LRO-Mission uns immer wieder mit neuen Einsichten in die Ursprünge und die Komplexität unseres nächsten Nachbarn überrasche.“

Somit war dies nicht der letzte Einsatz des Miniatur-Radiofrequenz-Instruments. Die Kraterböden des Mondes sollen auch in Zukunft mit weiteren Radarmessungen beobachtet werden. Dadurch könnten die ersten Ergebnisse der Studie um Heggys Team überprüft werden und man würde neue Erkenntnisse über den Erdtrabanten erhalten.

Die Studie ist unter dem Titel „Bulk composition of regolith fines on lunar crater floors: Initial investigation by LRO/Mini-RF“ in Earth and Planetary Science Letters erschienen.

Quelle: https://www.mdr.de/wissen/umwelt/woher-kommt-das-ganze-metall-auf-dem-mond-100.html

Corona-Expedition: WHO-Experten wollen in China den Ursprung des Virus ermitteln

WHO – Weltgesundheitsorganisation

+++ Dienstag 07.07.2020: WHO-Experten reisen nach China zur Ursprungsforschung +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt am Wochenende Experten nach China, um die Herkunft des Coronavirus zu untersuchen. Die geplante Studie soll insbesondere klären, wie das Virus von Tieren auf den Menschen übergesprungen sei. WHO-Experte Mike Ryan sagt in Genf vor der Presse, die Untersuchung solle in der zentralchinesischen Stadt Wuhan beginnen, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt. Zuvor hatte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärt, der Coronavirus-Ausbruch beschleunige sich. Der Höhepunkt der Pandemie sei noch nicht erreicht. Die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi teilte mit, es gebe eine wachsende Wahrscheinlichkeit, dass das Virus durch die Luft übertragen werde.


Mit sehr viel Interesse lese ich jeden Abend den Corona News-Blog:

Ich freue mich sehr darüber das die WHO ein internationales Team von Experten nach China reisen lässt. Um die tierische Quelle von COVID-19-Infektionen zu identifizieren. Bislang existieren zum Ursprung der Pandemie lediglich Hypothesen.

Nur schade das es so lange gedauert hat, hoffentlich geht es nun auch ohne Verzögerungen los.

Wünsche dem internationalen WHO-Experten Team viel Glück und Erfolg bei der Spurensuche. Und bin sehr gespannt auf die interessanten und spannenden Forschungsergebnisse in ein paar Jahren, dieser Corona-Expedition.

Damit die Länder und deren Politiker weltweit auch hoffentlich lehren und Konsequenzen aus der Corona-Pandemie ziehen, besonders im Hinblick auf Klima, Umwelt und Tierschutz sowie Wildtiermärkte/Wildtierhandel.

Christian Dauck


WHO: Ausmaß von Luftübertragung von Coronaviren noch unklar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sehr zurückhaltend auf einen Vorstoß von Experten reagiert, die das Übertragungsrisiko des Coronavirus in der Luft für unterschätzt halten. Die WHO sei aufgeschlossen gegenüber neuen Datenlagen in diesem Feld, müsse aber sehr behutsam vorgehen, bevor sie Schlüsse ziehe, sagte die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi. Es gebe nichts zu rütteln an den bestehenden Empfehlungen, die Abstand vorsehen sowie das Tragen von Masken. Rund 240 Wissenschaftler hatten zuvor Gesundheitsbehörden vorgeworfen, in ihren Empfehlungen das Ansteckungsrisiko durch kleinste Teilchen in der Luft, sogenannte Aerosole, zu vernachlässigen.


WHO-Experten wollen in China den Ursprung des Virus ermitteln

Experten der WHO reisen an diesem Wochenende nach China, um sich auf eine internationale Mission zur Identifizierung der tierischen Quelle von COVID-19-Infektionen vorzubereiten, sagte der Leiter der Weltgesundheitsorganisation am Dienstag.

Nach Angaben des WHO-Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus seien alle Vorbereitungen abgeschlossen. „WHO-Experten reisen dieses Wochenende nach China, um mit der chinesischen Seite wissenschaftliche Pläne auszuarbeiten, damit die zoonotische Quelle der Krankheit identifiziert werden kann“, sagte er.

Tedros führte näher aus, dass die Experten den Umfang und die Bedingungen einer WHO-geführten internationalen Mission entwickeln werden, dessen Ziel es ist, das Verständnis für tierische Wirte von COVID-19 zu identifizieren und zu ermitteln, wie diese Krankheit von Tieren auf Menschen übertragen wird.

„Die Ermittlung des Ursprungs für diese Viruserkrankung hat sich bei früheren Epidemien in verschiedenen Ländern als komplex herausgestellt. Eine gut geplante Serie von wissenschaftlichen Forschungen wird das Verständnis von tierischen Virusreservoirs sowie den Übertragungsweg zum Menschen vertiefen“, schrieb Tedros nach dem Medienbriefing auf Twitter. „Dieser Prozess ist ein sich entwickelndes Unterfangen, das zu weiterer internationaler Forschung und Kooperation führen könnte“, so Tedros weiter.

Michael Ryan, Exekutivdirektor des WHO-Gesundheitsnotfallprogramms, sagte auf dem Pressebriefing, das Antworten auf die Suche nach der zoonotischen Quelle einer Krankheit manchmal trügerisch sein könnten, beispielsweise bei Ebola, MERS oder SARS, bei denen es recht lange gedauert und es einen akribischen und multisektoralen Ansatz erfordert habe.

Im Falle von COVID-19 könnte die Suche nach dem tierischen Ursprung die wildlebenden Tiere, domestizierte Tiere und die Interaktion zwischen diesen Tieren und den Menschen umfassen.

„Es ist extrem wichtig, zu verstehen, wie das Virus in die menschliche Population gelangt ist, doch die Suche nach den Antworten ist nicht immer ein geradliniger Prozess“, sagte er.

Orginalmeldung: http://german.china.org.cn/txt/2020-07/08/content_76250546.htm


Chinas Außenamt: WHO-Experten werden an Identifizierung der COVID-19-Quelle in Beijing teilnehmen

Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian hat am Mittwoch bestätigt, dass die chinesische Regierung nach Konsultation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) WHO-Experten erlauben werde, nach Beijing zu reisen und mit den chinesischen Wissenschaftlern und medizinischen Experten bei der Identifizierung der zoonotischen Quelle des neuartigen Coronavirus zusammenzuarbeiten.

China und die WHO hätten einen Grundkonsens, die Identifizierung der Quelle des Virus sei eine ernsthafte und komplizierte wissenschaftliche Frage, so Zhao weiter. Die Wissenschaftler sollten die Erforschung und Zusammenarbeit in der ganzen Welt durchführen. Die WHO sei auch der Ansicht, dass die Identifizierung ein kontinuierlicher Prozess sei und mehrere Länder und Regionen betreffen könne. Die Organisation werde je nach Bedarf ähnliche Besuche in anderen Ländern und Regionen durchführen.

Der Sprecher sagte weiter, wie Staatspräsident Xi Jinping auf der Eröffnung der 73. WHO-Konferenz betonte, werde die chinesische Seite die Wissenschaftler aller Länder weiter unterstützen, den Ursprung und die Verbreitungswege des Virus zu erforschen.

Seit dem Ausbruch der COVID-19-Epidemie hätte China sich mit der WHO ständig ausgetauscht und zusammengearbeitet. Die WHO hatte angekündigt, dass ihre Experten nach China kommen und mit den chinesischen Experten zusammenarbeiten werden. Beide Seiten würden den Arbeitsbereich und die Arbeitsaufgaben eines von der WHO geleiteten internationalen Expertenteams festlegen, so der chinesische Sprecher.


Ursprung der Pandemie

Woher kommt das neuartige Coronavirus? Bislang gibt es nur Hypothesen zum Ursprung der Pandemie. Das soll sich nun ändern – was aber dauern könnte.

Die Weltgesundheitsorganisation will den Ursprung der Corona-Pandemie wissenschaftlich erforschen lassen. Am Wochenende sollen Experten aus der Genfer WHO-Zentrale nach China reisen, um dort mit Kollegen des chinesischen WHO-Teams und chinesischen Wissenschaftlern eine Studie zu konzipieren, die herausfinden soll, wie das Virus von Tieren auf Menschen übergesprungen ist. Das gab WHO-Exekutivdirektor Michael Ryan am Dienstagabend in Genf bekannt.

Beginnen soll die Untersuchung in der zentralchinesischen Stadt Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt. Nach Angaben der chinesischen Behörden trat das Virus dort im vergangenen Winter erstmals bei Menschen auf und verursachte teils schwere Lungenentzündungen. Es handele sich um „Detektivarbeit“, sagte Ryan, die Jahre, möglicherweise Jahrzehnte in Anspruch nehmen werde.

Das Ziel sei, den Pfad, den das Virus vom Tier zum Menschen genommen habe, möglichst genau zurückzuverfolgen und inklusive aller Zwischenwirte nachzuzeichnen. Man hoffe, auf diese Weise die Übertragungswege besser verstehen und sich gegen künftige Erreger und Risiken wappnen zu können. Bislang existieren zum Ursprung der Pandemie lediglich Hypothesen.

Er sei sicher, dass „unsere wissenschaftlichen Kollegen in China bestrebt sind“, das Rätsel um die Herkunft des Virus gemeinsam zu knacken. Tatsächlich ist die WHO auf die Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft, aber auch mit den Behörden in China angewiesen. Ihr eigenes Expertenteam, präzisierte eine WHO-Sprecherin gegenüber der taz, bestehe aus insgesamt lediglich zwei Personen aus der WHO-Zentrale: einem Epidemiologen und einem Experten für Tiergesundheit.

Unterstützt würden die beiden Wissenschaftler vor Ort vom WHO-Team in China. Die Frage, ob die chinesische Regierung Mitsprache hatte bei der Auswahl der Wissenschaftler, die die WHO nun nach China entsendet, ließ die Sprecherin unbeantwortet. Ebenfalls keine Angaben machte die WHO, welche Unterlagen ihre Forscher überhaupt werden einsehen und zu welchen Instituten und Laboren in China sie Zugang haben werden.

Bisherige Untersuchungen deuten auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Darauf verweisen wissenschaftliche Institutionen wie das Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, und das Forschungsnetz Zoonotische Infektionskrankheiten, ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der sich mit Infektionskrankheiten beschäftigt, die von Bakterien, Parasiten, Pilzen oder Viren verursacht und wechselseitig zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können.

Unklar ist jedoch, ob das Virus direkt von den Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde oder ob eine weitere Tierart, etwa Marderhunde oder Malaysische Schuppentiere, dem Virus als Zwischenwirt diente.

Virus wohl von Fledermäusen

Daneben gibt es Mutmaßungen, geäußert unter anderem Anfang Mai von US-Außenminister Mike Pompeo, dass die Pandemie in einem Hochsicherheitslabor in der Stadt Wuhan ihren Anfang genommen haben könnte. Dieser Hypothese haben sowohl die chinesische Regierung als auch der US-Regierungsberater und Immunologe Anthony Fauci widersprochen.

Fauci sagte unlängst gegenüber dem Magazin National Geographic, es sei unwahrscheinlich, dass das Virus aus dem Labor entwichen sei. Der Forschungsstand deute vielmehr darauf hin, dass das Virus durch natürliche Evolutionsprozesse entstanden sei und die Artengrenze überwunden habe.

Diese These vertritt auch die chinesische Wissenschaftlerin Shi Zhengli, Leiterin des Zentrums für neu auftretende Infektionskrankheiten am Institut für Virologie Wuhan der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Shi forscht seit Jahren zu Coronaviren aus Fledermäusen; 2017 hatten sie und ihr Team entdeckt, dass das SARS-Coronavirus, das – vereinfacht gesagt – verwandt ist mit dem aktuell zirkulierenden SARS-Cov-2, mit großer Wahrscheinlichkeit aus einer Fledermauspopulation in der chinesischen Provinz Yunnan stammt. Nach bisherigen Erkenntnissen, so Shi, weise das Genom von Sars-Cov-2 auch keine Spuren menschlicher Manipulation auf.

Originalmeldung: https://taz.de/WHO-schickt-Corona-Experten-nach-China/!5694252/

Starlink-Internet: Beta-Tests sollen bald starten

40 Starlink-Satelliten hat SpaceX schon im All. Im Sommer sollen erste öffentliche Beta-Tests starten. Auch Nutzer in Europa können sich registrieren.

Starlink von SpaceX: ein interessantes uns spannendes Projekt.

Bin mal gespannt wie es sich wirtschaftlich und preislich gegen Breitband, LTE, G5 usw. behaupten und entwickeln kann. Das wird interessant und spannend mit anzusehen auch die ersten tests und Nutzererfahrungen der Internet-User. Starlink würde ich auch gerne hier in Europa nutzen wollen und vor allem mal testen.

Und ein Telekommunikationsunternehmen das in der Raumfahrt aktiv ist zu unterstützen (für Internet von Starlink zu bezahlen), reizt natürlich auch. Da weiß bzw. sehe ich was mit meinen Geld gemacht wird und wo für es investiert wird.

Christian Dauck
MIt den Starlink-Satelliten will SpaceX schnelle Internetzugänge an jedem Punkt der Erde  möglich machen. Foto (Symbolbild): chivas1689@gmail.com
MIt den Starlink-Satelliten will SpaceX schnelle Internetzugänge an jedem Punkt der Erde möglich machen.

SpaceX will Beta-Tests noch im Sommer starten

In nördlichen Breitengraden soll es erste Beta-Tests geben, wie SpaceX verlautbart. Gemeint sind wohl nördliche US-Bundesstaaten, immerhin will das Unternehmen laut grobem Fahrplan den Internetdienst zuerst in den USA anbieten. Laut SpaceX-Chef Elon Musk ist das schon mit 500 Satelliten möglich. Mit etwa 1.200 Satelliten wäre dann eine weltweite Abdeckung denkbar. Je mehr Satelliten sich im Orbit befinden, desto schneller wird die Internetverbindung, so die Idee. Langftristig will SpaceX 10.00 bis möglicherweise sogar 42.000 Satelliten in die Umlaufbahn schicken.

Ob es das Starlink-Internet schon in diesem Jahr auch in Europa geben wird, ist fraglich. Elon Musk hatte via Twitter schon im April zumindest angedeutet, dass auch in Deutschland Beta-Zugänge zum SpaceX-Internetprojekt denkbar sind. Über die Webseite von Starlink können interessierte Nutzer ihre E-Mail angeben und sich Updates dazu liefern lassen, ab wann in ihrer Heimatregion der Starlink-Dienst verfügbar ist.

Wörtlich heißt es in einer Antowrt-Mail von SpaceX: „Vielen Dank für Ihr Interesse an Starlink! Starlink wurde entwickelt, um Hochgeschwindigkeitsbreitband-Internet an Orten bereitzustellen, an denen der Zugang unzuverlässig, teuer oder überhaupt nicht verfügbar ist. Private Beta-Tests werden voraussichtlich noch in diesem Sommer beginnen, gefolgt von öffentlichen Beta-Tests, beginnend in nördlichen Breitengraden. Wenn Sie uns Ihre Postleitzahl mitgeteilt haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt, wenn in Ihrer Region Beta-Testmöglichkeiten verfügbar sind.“

Orginalmeldung auf Deutsch: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/raumfahrt/starlink-internet-beta-tests-sollen-bald-starten/

Elon Musk: Nutzer sollen noch diesen Sommer Starlink-Internet testen können – auch in Deutschland

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Elon Musk: Nutzer sollen noch diesen Sommer Starlink-Internet testen können – auch in Deutschland
Aktuelle Aufenthaltsorte der SpaceX-Satelliten.

Nachdem SpaceX vor wenigen Tagen die neunte Ladung Starlink-Satelliten im All platziert hat, ist offenbar die Zeit gekommen, erste Beta-Tester zuzulassen. Das können laut Elon Musk auch Nutzer aus Deutschland sein.

Mittlerweile umkreisen 540 Starlink-Satelliten in ihren niedrigen Umlaufbahnen den Erdball. Zwischen 500 und 800 Satelliten hatte SpaceX-Chef Elon Musk in der Vergangenheit immer wieder für ausreichend erklärt, um erste Regionen mit funktionierenden Internetzugängen zu versorgen. Dabei sollte mit der nördlichen Hemisphäre gestartet werden.

Starlink öffnet Registrierung für interessierte Nutzer

Starlink öffnet Registrierungsformular für Interessenten.

An dieser Aussage will sich Musk nun offenbar messen lassen. Besucher der Starlink-Website bekommen ab sofort ein Formular zu sehen, über das sie sich über die Verfügbarkeit in ihrer Region unterrichten lassen können. Einmal abgesendet, antwortet SpaceX mit einer E-Mail, in der es heißt, dass die geschlossene Beta-Phase noch im Sommer starten soll. Öffentliche Beta-Tests sollen danach folgen. Zuerst würden Nutzer, die in höheren Breiten leben, bedient werden. Konkretere Informationen gibt es bislang nicht.

Elon Musk hatte bereits im April und Mai des Jahres auf Twitter klargestellt, dass mit höheren Breiten der nördlichen Hemisphäre Örtlichkeiten wie Seattle, aber auch Deutschland gemeint sein könnten.

Regulatorische Voraussetzungen noch unklar

Zu den regulatorischen Voraussetzungen hinsichtlich Umfang und Erreichungsgrad hierzulande liegen bislang keine Informationen vor. Realistisch betrachtet dürften deutsche Nutzer eher nicht in der vordersten Testreihe Berücksichtigung finden. Experten gehen von einem Start der Tests zunächst in den nördlichen US-Staaten aus.

Was indes bereits bekannt ist, ist der voraussichtliche Preis des Starlink-Zugangs: Rund 80 US-Dollar müssen Interessenten laut Musk einplanen. Dafür erhalten sie neben dem Internetzugang auch das erforderliche Nutzer-Terminal. Dabei handelt es sich um eine Antenne in Scheibenform, die einen Durchmesser von ungefähr einem halben Meter aufweist und von Musk als „kleines UFO auf einem Stock“ beschrieben worden war.

Orginalmeldung auf Deutsch: https://t3n.de/news/elon-musk-nutzer-noch-diesen-1295061/

Marsmission der Vereinigten Arabischen Emirate vor ihrem Start

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Die Hope-Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate soll ein ganzjähriges Bild der Marsatmosphäre vermitteln.

Die Hope Mars Mission der Vereinigten Arabischen Emirate ist aus vielen Gründen eine Premiere. Wenn der Satellit 2021 die Umlaufbahn des roten Planeten erreicht , ist er die erste Sonde, die ein vollständiges Bild der Marsatmosphäre liefert und einen ganzheitlichen Blick auf die Veränderung des Marsklimas im Laufe des Jahres bietet. Es ist auch die erste interplanetare Mission, die von einem arabischen Land mit muslimischer Mehrheit geleitet wird.

Die VAE-Vereinigten Arabischen Emirate machen wahrscheinlich den Anfang und Leuten somit den Start der Mars-Missionen im Juli 2020 zum roten Planeten ein.

„Die Raumsonde heißt Hoffnung, auf Arabisch: „al-Amal“, und soll als erste Mission eines arabischen Landes den Mars erreichen. Am 14. Juli soll sie von einer japanischen H-IIA-Rakete ins All geschossen werden – und damit eine Botschaft an alle Nachbarstaaten der Emirate schicken“

Gefolgt von China und der USA die später, im Juli 2020 starten.

Wenn die Missionen der VAE-Vereinigten Arabischen Emirate und China erfolgreich sind werden sie neben der Wissenschaftlichen Forschung außerdem der Liste der Elite-Nationen beitreten, die erfolgreich Raumsonden in die Umlaufbahn um den „Roten Planeten“ gebracht haben. Bisher konnten nur die USA, die ehemalige Sowjetunion, die Europäische Weltraumorganisation und Indien solche Missionen starten.

Christian Dauck

„Die Absicht war nicht, der Welt eine Botschaft oder Erklärung zu übermitteln“, sagte Sarah Al Amiri, Vorsitzende des Wissenschaftsrates der VAE und stellvertretende Projektmanagerin der Emirates Mars Mission, im März gegenüber CNET . „Für uns war es eher eine interne Verstärkung dessen, worum es in den VAE geht.“  

Der Satellit wird die Verbindungen zwischen der unteren und oberen Marsatmosphäre untersuchen und untersuchen, was den Verlust von Wasserstoff und Sauerstoff in den Weltraum verursacht. Es wird zwei Jahre lang Daten sammeln, nachdem es im Februar 2021 seine Umlaufbahn um den Mars erreicht hat. Es besteht die Möglichkeit, die Mission bis 2025 zu verlängern.

An Bord von Hope befinden sich drei Instrumente, mit denen die Sonde die Marsatmosphäre intensiver untersuchen kann. Es gibt eine hochauflösende Kamera, die als Emirates eXploration Imager (EXI) bekannt ist, einen UV-Imager, der als Emirates Mars Ultraviolett-Spektrometer (EMUS) bekannt ist, und einen Scan-Infrarot-Imager, der als Emirates Mars InfraRed Spectrometer (EMIRS) bezeichnet wird.

Orginalmeldung auf Englisch: https://www.cnet.com/how-to/the-hope-mars-mission-how-to-watch-the-uaes-historic-launch-live/

Marsmission in den VAE: Ingenieure aus den Emiraten erwarten, dass Japans Regenzeit rechtzeitig zum Start endet

Zusammenbau der Rakete

Die Ingenieure aus den Emiraten sind zuversichtlich, dass die Regenzeit Japans rechtzeitig zum Start des Mars-Raumfahrzeugs der VAE endet, das nun acht Tage entfernt ist.

Eine Rekordmenge an Regen, Überschwemmungen und Erdrutschen traf letzte Woche die Präfektur Kagoshima, zu der auch die Inselstadt Tanegashima gehört.

Tanegashima Island, der Startort der Sonde, ist normalerweise feucht, hat aber in letzter Zeit viel Regen, starken Wind und bewölktes Wetter gesehen.

Raketenstarts werden bei instabilem Wetter häufig verschoben, da starke Winde, Blitze oder Regen den Start stören können.

„Wir gehen davon aus, dass die Regenzeit in wenigen Tagen endet“, sagte Suhail Al Dhafri, stellvertretender Projektmanager der Emirates Mars Mission, während eines virtuellen Medienbriefings am Montag.

Herr Dhafri sagte, dass mehrere Wetterkontrollen Tage vor dem Start und eine stündliche Kontrolle am großen Tag durchgeführt werden, die den Status des Abhebens bestimmen wird.

Die Regenzeit dauert normalerweise von Mai bis Mitte Juli auf der Insel Tanegashim.

Der Start ist für den 15. Juli, 12.51 Uhr (VAE-Zeit) geplant und fällt in ein Startfenster, das bis zum 3. August dauert. Wenn dies verpasst wird, ist eine weitere Gelegenheit zwei Jahre lang nicht verfügbar, da dann Erde und Mars das nächste Mal ausgerichtet werden .

In der Vergangenheit wurden mehrere Raketenstarts von der Insel Tanegashima wegen schlechten Wetters verschoben. Der letzte war im September 2018, als sich eine Frachtmission zur Internationalen Raumstation wegen eines Taifuns verzögerte.

Neben dem Wetter ist die Covid-19-Pandemie seit mehreren Monaten eine Herausforderung, die dem Team Transportprobleme bereitet.

Der ursprüngliche Plan war, 13 Ingenieure zum Startort zu schicken, die Anzahl wurde jedoch aufgrund von Reisebeschränkungen auf acht reduziert. Die Verantwortlichkeiten wurden auf das kleine Team am Startort aufgeteilt. Die verbleibenden Ingenieure bleiben in den VAE, um an anderen Aspekten der Mission zu arbeiten.

Das Raumschiff und das Team reisten vorsorglich im April zum Tanegashima Space Center. Die Ingenieure wurden 15 Tage lang unter Quarantäne gestellt und führen seit ihrer Freilassung Tests an der Sonde durch.

Es gibt Sicherheitsmaßnahmen, um das Team, das sich täglichen Gesundheitskontrollen unterzieht, vor dem Virus zu schützen.

„Die Insel ist sehr isoliert und es gibt hier nur sehr begrenzte Transportmöglichkeiten“, sagte Al Dhafri.

„Trotzdem geben uns die Gesundheitsexperten regelmäßige Gesundheitschecks.

„Coronavirus ist kein Hindernis für uns“, sagte er.

Das Raumschiff wurde auch dekontaminiert, bevor es nach Japan verschifft wurde. Dies beinhaltete ein „Ausheizen“, bei dem das Fahrzeug extremen Temperaturen ausgesetzt wird, um unerwünschte Materialien zu entfernen.

Hope wurde mit 800 kg Wasserstoff betrieben und der nächste Schritt besteht darin, ihn an der Rakete zu befestigen.

Es wird mit der H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries gestartet, die eine Erfolgsquote von 97,6 Prozent aufweist.

Die H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries wird Hoffnung in den Weltraum bringen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate nutzten diese Rakete 2018, um ihren ersten zu 100 Prozent in den Emiraten gebauten Satelliten KhalifaSat zu starten.

Orginalmeldung auf Englisch: https://www.thenational.ae/uae/science/uae-mars-mission-emirati-engineers-expect-japan-s-rain-season-to-end-in-time-for-launch-1.1044896

Das Projekt befindet sich in der Phase der Startkampagne

Die Mission hat die letzte Phase vor dem Start erreicht, in der das Raumschiff und die Trägerrakete auf den großen Tag vorbereitet sind.

Hope ist bereits betankt und bereit, in die Verkleidung eingesetzt zu werden – eine externe Struktur, die das Raumschiff auf der Rakete schützt – und wird diese Woche auf der H-IIA-Rakete montiert.

Orginalmeldung auf Englisch: https://www.thenational.ae/uae/science/uae-mars-mission-here-s-what-launch-day-will-look-like-1.1043174#12

Laut einem NASA-Wissenschaftler soll die Mars-Sonde der VAE wichtige Daten über getrockneten Flussbetten erfassen

Die Hope-Sonde der VAE-Vereinigten Arabischen Emirate

Das Raumschiff Hope der VAE könnte bahnbrechende Daten darüber liefern, warum die alten Flusssysteme des Mars ausgetrocknet sind, hat ein führender Nasa-Wissenschaftler behauptet.

Dr. Jim Rice sagte, die Höhenpositionierung der Emirates Mars Mission-Sonde könne dazu beitragen, viele der wichtigsten Rätsel des Roten Planeten zu lösen.

Derzeit gibt es sechs relativ niedrig umlaufende Raumschiffe aus Europa, Indien und den USA, die den Mars umkreisen.

Wenn Hope im Juli dieses Jahres startet, wird es sich in einer elliptischen Umlaufbahn zwischen 22.000 km und 44.000 km von der Oberfläche des Planeten befinden.

Wissenschaftler hoffen, dass die Sonde durch die zusätzliche Höhe wichtige Daten zur Mars-Temperatur sowie zu anderen Wetterbedingungen abrufen kann.

„Die anderen [Sonden], wie der Mars Reconnaissance Orbiter, der European Trace Gas Orbiter, die Nasa MAVEN-Mission und alle früheren Missionen aus den 1970er Jahren, waren Missionen mit niedriger Umlaufbahn“, sagte Dr. Rice, Leiter des Geologieteams des Mars Exploration Rover-Projekt an der Nasa.

„Sie haben hauptsächlich versucht, hochauflösende Bilder der Oberfläche zu erhalten. Für Wettersatelliten ist es am besten, viel höher platziert zu sein, was das Ziel der Hope-Mission ist. “

Die Hope-Sonde der VAE wird voraussichtlich Mitte Juli vom japanischen Tanegashima Space Center auf einer kleinen Insel im äußersten Süden des Landes aus starten.

Sobald es sich in der Umlaufbahn befindet, bildet es alle 55 Stunden einen vollständigen Mars-Kreis, viel länger als vorhandene Raumschiffe.

Der Mars Reconnaissance Orbiter benötigt derzeit 112 Minuten, um die Schleife abzuschließen, während der Trace Gas Orbiter 120 Minuten und der MAVEN viereinhalb Stunden benötigt. Dies liegt daran, dass sich beide weit näher an der Oberfläche des Roten Planeten befinden.

In einem Gespräch mit The National in der vergangenen Woche sagte Dr. Rice, die Wissenschaftler hätten gehofft, dass neue, detaillierte atmosphärische Daten Aufschluss darüber geben könnten, was den trostlosen Zustand des Mars verursacht hat.

Experten glauben, dass einst flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche existierte, was durch den Nachweis spezifischer Mineralien sowie herausragender geologischer Merkmale belegt wird.

„Die Hoffnung wird den gesamten Planeten sehen und die gesamte Atmosphäre zu verschiedenen Tageszeiten beobachten und studieren können“, sagte Dr. Rice.

„Geologie war schon immer der Hauptschwerpunkt aller früheren Missionen, aber der Mars hatte nicht viele Missionen mit dem Schwerpunkt Wetter. Die Hope-Mission bietet das. “

„Wir sehen alle getrockneten Flussbetten, wir wissen, dass es auf dem Mars Seen gab, vielleicht sogar Ozeane.

„Diese Dinge können heute nicht existieren, weil der atmosphärische Druck zu gering ist. Die Atmosphäre muss [in der Vergangenheit] dicker gewesen sein, damit flüssiges Wasser auf der Oberfläche vorhanden sein kann.

„Das Klima des Mars zu verstehen, ist eine der großen Fragen, und wann und was diese Veränderung verursacht hat.

„Alle Informationen, die wir erhalten können, können uns helfen, die Lücken in unserer Wissensbasis zu schließen.“

Wenn Hope seine Umlaufbahn erreicht, werden drei Bordinstrumente – ein Infrarot- und Ultraviolett-Spektrometer sowie eine Kamera – den Planeten untersuchen.

Das Gerät wird sich insbesondere darauf konzentrieren, wie große Staubstürme auf seiner Oberfläche dazu führen, dass Wasserstoffgas in höhere Bereiche seiner Atmosphäre gelangt.

Es ist diese Bewegung von Wasserstoff, von der Experten glauben, dass sie zur Ausdünnung der Marsatmosphäre beitragen und dazu führen könnte, dass die Flussbetten austrocknen.

Bevor Hope jedoch mit der Datenerfassung beginnen kann, müssen Wissenschaftler die Sonde zunächst in die richtige Umlaufbahn bringen.

Dr. Rice beschrieb diese Aufgabe als „sehr schwierig“, da etwa 45 Prozent der Mars-Missionen, unabhängig davon, ob es sich um Landungsboote oder Orbiter handelt, zum Scheitern führen.

Heute ist Indien bislang das einzige Land, das bei seinem ersten Versuch erfolgreich eine Sonde in die Umlaufbahn um den Planeten gebracht hat.

„Es wird eine große Leistung sein, wenn die Mission erfolgreich ist“, sagte Dr. Rice. „Selbst das Fliegen im Orbit war schwierig.

Orginalmeldung auf Englisch: https://www.thenational.ae/uae/science/uae-mars-probe-to-capture-vital-data-on-dried-riverbeds-nasa-scientist-says-1.984699

Arabische Weltraummission: Emirate schicken die Raumsonde „al-Amal“ zum Mars

Die Raumsonde heißt Hoffnung, auf Arabisch: „al-Amal“, und soll als erste Mission eines arabischen Landes den Mars erreichen. Am 14. Juli soll sie von einer japanischen H-IIA-Rakete ins All geschossen werden – und damit eine Botschaft an alle Nachbarstaaten der Emirate schicken:

„Wenn die Vereinigten Arabischen Emirate es schaffen, den Mars zu erreichen, könnt ihr noch viel mehr. In der arabischen Geschichte hatte diese Region einen großen Anteil daran, Wissen zu generieren. Wir haben aber damit aufgehört; die Region hat sich zurückentwickelt und ist ins Chaos gestürzt.“

Omran Sharaf und sein Team möchten nicht weniger als eine Kehrtwende einleiten, zumindest für die Emirate. Der Luft- und Raumfahrtingenieur leitet die Marsmission.

Mit „al-Amal“ soll der Verlust der Mars-Atmosphäre untersucht werden

Das Vorhaben ist ehrgeizig: Eine 1,3 Tonnen schwere Marssonde, die sogar massereicher ist als die erste ESA-Mission zum Roten Planeten.

Die arabische Raumsonde soll mit drei Instrumenten an Bord die anderen acht derzeit aktiven Missionen am Mars ergänzen. Und sie soll vor allem eine bislang unbeantwortete Frage klären, erläutert Sarah Al Amiri, die stellvertretende Projektmanagerin der Mission und gleichzeitig Wissenschaftsministerin des Landes:

„Zum ersten Mal überhaupt wollen wir überprüfen, ob sich Änderungen in den tiefen Atmosphärenschichten des Mars darauf auswirken, wie viel Wasserstoff und Sauerstoff der Planet ins All verliert.“

Auf den ersten Blick scheint „al-Amal“ der Raumsonde Maven stark zu ähneln, der NASA-Mission, die seit sechs Jahren um den Mars kreist. Auch sie untersucht die Atmosphäre. Und tatsächlich ließen die Emirate alle drei wissenschaftlichen Instrumente in den USA bauen, sie mieteten Reinräume und Testanlagen rund um Boulder in Colorado, wo die Universität auch maßgeblich für die NASA-Mission Maven zuständig ist.

Dennoch sei die arabische Raumsonde nicht einfach die Kopie einer US-Mission, sagt Omran Sharaf: „Die Regierung wollte nicht, dass wir von Null anfangen. Wir sollten auf dem Wissen von anderen aufbauen. Wir sollten einen emiratischen Weg finden, solche Missionen in einer sehr kurzen Zeit umzusetzen.“

Ziel ist ein globales Bild der Wetterlage auf dem Mars

Wissenschaftlich wagt Al-amal tatsächlich etwas Neues, sagt auch Håkan Svedhem. Er ist Projektwissenschaftler des ExoMars Trace Gas Orbiters der ESA, der ebenfalls die Marsatmosphäre untersucht.

„Ich denke, sie ist eine sehr interessante Ergänzung. Der Orbit der Sonde unterscheidet sich stark von allen anderen Missionen, die bisher am Mars arbeiten. Maven verwendet ein recht ähnliches UV-Spektrometer und ist auch auf einem elliptischen Orbit. Aber die emiratische Sonde wird viel weiter entfernt kreisen. Sie wird der Oberfläche nie wirklich nah kommen und wird dadurch den Planeten beobachten können, wie er sich unter ihr hinwegbewegt.“

Mit seinen drei Instrumenten soll Al-amal ab Mai 2021 alle neun Tage jeden Ort auf dem Mars überfliegen und dabei erstmals ein globales Bild der Wetterlage auf dem Roten Planeten ermöglichen. Die arabischen Wissenschaftler können die Daten kaum alleine auswerten – und wollen sie deshalb spätestens drei Monate später für Forscher weltweit veröffentlichen. Vorausgesetzt, dass der Start am 14. Juli gelingt – und dass die erste arabische Marsmission den Planeten auch wirklich erreicht.

Orginalmeldung auf deutsch: https://www.deutschlandfunk.de/arabische-weltraummission-emirate-schicken-die-raumsonde-al.676.de.html?dram:article_id=479780

Astrobiologie-Exoplaneten: Felswelten auf neu entdeckten Super-Erden könnten Leben beherbergen

Astronomen haben schon Dutzende Exoplaneten um Rote Zwergsterne entdeckt – auch in unserer kosmischen Nachbarschaft gibt es einige davon. Jetzt ist ein Planetensystem um den knapp elf Lichtjahre entfernten Roten Zwerg Gliese 887 dazugekommen. Er ist der hellste am Himmel sichtbare Stern dieser Klasse.

Wie die Astronomen herausfanden, wird er von zwei, vielleicht sogar drei Supererden umkreist. Die beiden inneren Planeten sind zwar etwas zu warm für die habitable Zone. Weil ihr Stern aber für einen Roten Zwerg ungewöhnlich ruhig und inaktiv ist, schließen die Forscher nicht aus, dass zumindest der zweitinnerste Planet, GJ 887c, eine Atmosphäre und vielleicht sogar Leben aufweisen könnte.

Von diesen Exoplaneten werden wir in Zukunft noch mehr hören.

Christian Dauck

Rund drei Viertel der Sterne in unserer Milchstraße sind Rote Zwerge – kleinere, kühlere Verwandte unserer Sonne. Die meisten der sogenannten Klasse-M-Sterne haben nur rund ein Zehntel der Sonnenmasse und wegen der langsamer ablaufenden Wasserstofffusion in ihrem Kern haben sie nur bis zu fünf Prozent ihrer Leuchtkraft. Aber auch um diese Zwerge gibt es Planeten – und das sogar reichlich. Astronomen schätzen, dass in der Milchstraße mehrere zehn Milliarden potenziell lebensfreundlicher Gesteinsplaneten im Orbit um Rote Zwerge existieren. Rund 40 Prozent davon könnten in der habitablen Zone kreisen – dem Abstand vom Stern, der ein mildes Klima mit flüssigem Wasser ermöglicht. Allein in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft wurden bereits Dutzende solcher Exoplaneten entdeckt, darunter die sieben „Erdzwillinge“ um den 40 Lichtjahre entfernten Stern Trappist-1, zwei Planeten um unseren nächsten Nachbarn Proxima Centauri und zwei erdähnliche Planeten in der habitablen Zone des zwölf Lichtjahre entfernten Teegardens Stern.

Ein Roter Zwerg nur elf Lichtjahre entfernt

Allerdings gibt es bei Planeten um Rote Zwerge einen Haken: Weil diese Sterne so leuchtschwach sind, liegt ihre habitable Zone ziemlich nah am Stern. Das macht es für die Astronomen zwar einfacher, dort Planeten zu entdecken – beispielsweise über ihren Schwerkrafteffekt auf den Stern oder durch die Abschattung des Sternenlichts, wenn sie vor ihm vorüberziehen. Gleichzeitig aber setzt dies solche Planeten einer erhöhten Gefahr aus. Denn Rote Zwerge sind sehr aktiv und erleben regelmäßig starke Strahlenausbrüche. Unser Nachbarstern Proxima Centauri beispielsweise erzeugt pro Tag gut 60 schwache Flares und bis zu achtmal pro Jahr besonders heftige Ausbrüche. Seine Planeten sind daher immer wieder starken Schüben von energiereicher UV- und Röntgenstrahlung ausgesetzt. Deshalb ist bisher strittig, ob sich auf Planeten in der habitablen Zone solcher Sterne überhaupt Leben entwickeln kann.

Doch wie das jetzt aktuelle Beispiel Gliese 887 (GJ 887) zeigt, gibt es auch Rote Zwerge, die ihren Trabanten eine sehr viel ruhigere und freundlichere Umgebung bieten. Dieser Rote Zwerg liegt nur knapp elf Lichtjahre von uns entfernt und ist damit der zwölftnächste Stern in unserer Nachbarschaft. Mit optischen Teleskopen betrachtet leuchtet GJ 887 als hellster Roter Zwerg am Himmel, obwohl er nicht einmal halb so groß ist wie unsere Sonne. Um nach möglichen Planeten um diesen Stern zu suchen, haben Astronomen um Sandra Jeffers von der Universität Göttingen ihn mit dem HARPS-Spektrografen am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile ins Visier genommen. Dieses Instrument erlaubt es, die leichten Verschiebungen im Lichtspektrum zu erkennen, die durch die Schwerkraftwirkung eines oder mehrerer Planeten auf die Sternenbewegung verursacht werden. Zusätzlich werteten die Forscher gut 200 weitere Beobachtungsdaten aus den letzten 20 Jahren aus.

Zwei Supererden, vielleicht sogar drei

Dabei wurden sie fündig: „Wir haben Signale mit einer Periode von 9,3 Tagen, 21,8 Tagen und 50,7 Tagen entdeckt“, berichten Jeffers und ihr Team. Nähere Analysen bestätigten, dass die ersten beiden dieser Signale höchstwahrscheinlich von Planeten stammen. Bei GJ 887b und GJ 887c handelt es sich um Supererden mit 4,2 und 7,6 Erdmassen, sie sind demnach nur wenig größer als die Erde. Beim dritten Signal sind sich die Astronomen dagegen nicht sicher. Die zusätzlichen Statistiktests waren uneindeutig, so dass sie bisher nicht ausschließen können, dass es sich bei dem 50-Tages-Signal doch nur um einen Störeffekt handelt. Der innerste Planet, GJ 887b, bewegt sich in einer Umlaufbahn, die nur 0,07 astronomische Einheiten (AE) von seinem Stern entfernt liegt. Damit ist diese Supererde mit einer Temperatur von knapp 200 Grad wahrscheinlich zu heiß für Leben. Der zweite Planet, GJ 887c, könnte dagegen schon eher Hoffnung machen. Denn mit einem Orbit von 0,12 astronomischen Einheiten bewegt er sich nur knapp innerhalb der habitablen Zone, die bei 0,19 astronomischen Einheiten beginnt. Die Astronomen schätzen, dass die Temperaturen auf GJ 887c bei rund 75 Grad liegen.

Doch sollte es den dritten Planeten um Gliese 887 geben, dann würde er sogar mitten in der habitablen Zone liegen – er wäre dann ein guter Kandidat für die Suche nach Leben. Positiv auch: Im Gegensatz zu den meisten anderen Roten Zwergen scheint GJ 887 ein besonders ruhiges Exemplar seiner Sternenklasse zu sein, wie die Forscher mithilfe von Daten des TESS-Weltraumteleskops der NASA feststellten. Demnach schwankt die Strahlungsintensität dieses Sterns nur minimal, möglicherweise hat er sogar nur eine kleinere Gruppe von Sonnenflecken. Die Planeten in diesem System wären demnach nur wenig harter Strahlung ausgesetzt und könnten wegen des nur schwachen Sternenwinds eine dicke, schützende Atmosphäre besitzen. Ob das der Fall ist, könnten die Astronomen schon bald mit dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA überprüfen, das Anfang 2021 starten soll.

„Sollten weitere Beobachtungen dann noch die Existenz des dritten Planeten in der habitablen Zone bestätigen, dann könnte GJ 887 zu einem der am intensivsten erforschten Systeme in der solaren Nachbarschaft werden“, schreibt Melvyn Davies von der schwedischen Lund Universität in einem ergänzenden Kommentar.

Quelle: Sandra Jeffers (Universität Göttingen) et al., Science, doi: 10.1126/science.aaz0795

https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/naher-roter-zwerg-hat-zwei-supererden-mindestens/

Presseinformation: Felswelten auf neu entdeckten Super-Erden könnten Leben beherbergen

Forschungsteam unter Göttinger Leitung findet Mehrplanetensystem im Orbit von Gliese 887

Künstlerische Darstellung des multiplanetaren Systems der Super-Erden, das Gliese 887 umkreist.

Foto: Mark Garlick

(pug) Die uns am nächsten gelegenen Exoplaneten bieten die besten Möglichkeiten, um nach Beweisen für Leben außerhalb des Sonnensystems zu suchen. Forscherinnen und Forscher unter Leitung der Universität Göttingen haben ein System von Super-Erde-Planeten entdeckt, die den nahen Stern Gliese 887, den hellsten1 roten Zwergstern am Himmel, umkreisen. Super-Erden sind Planeten mit einer Masse, die höher ist als die der Erde, aber wesentlich geringer als die der Eisriesen Uranus und Neptun. Die neu entdeckten Super-Erden liegen nahe der bewohnbaren Zone des Roten Zwergs, wo Wasser in flüssiger Form existieren kann, und könnten Felswelten sein. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Science erschienen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des RedDots-Astronomenteams beobachteten den Roten Zwerg mit Hilfe des HARPS-Spektrografen an der Europäischen Südsternwarte in Chile. Sie verwendeten eine als „Doppler-Wobble“ bekannte Technik, mit der sie die winzigen Bewegungen des Sterns messen konnten, die durch die Gravitationskraft der Planeten verursacht werden. Die regelmäßigen Signale entsprechen Umlaufbahnen von nur 9,3 und 21,8 Tagen, was auf zwei Super-Erden – Gliese 887b und Gliese 887c – hinweist. Diese sind größer als die Erde, bewegen sich dennoch sehr schnell, viel schneller sogar als der Merkur. Wissenschaftler schätzen die Temperatur von Gliese 887c auf etwa 70 Grad Celsius.

Gliese 887 ist einer der sonnennächsten Sterne, der etwa elf Lichtjahre von der Sonne entfernt ist. Er ist viel dunkler und etwa halb so groß wie unsere Sonne. Das bedeutet, dass die bewohnbare Zone näher an Gliese 887 liegt als die Entfernung der Erde von der Sonne. Die Forscherinnen und Forscher entdeckten zwei weitere interessante Fakten über Gliese 887: Zum einen hat der Rote Zwerg im Gegensatz zu unserer Sonne nur sehr wenige Sternflecken. Wäre Gliese 887 so aktiv wie unsere Sonne, würde wahrscheinlich ein starker Sternwind – ausströmendes Material, das die Atmosphäre eines Planeten erodieren kann – die Atmosphäre der neu entdeckten Super-Erden einfach hinwegfegen. Das bedeutet, dass die Planeten ihre Atmosphäre behalten oder eine dickere Atmosphäre als die Erde haben und möglicherweise Leben beherbergen könnten. Zum anderen ist die Helligkeit von Gliese 887 nahezu konstant. Daher wird es relativ einfach sein, die Atmosphären des Super-Erden-Systems zu erkennen, was es zu einem Hauptziel für das James Webb Space-Teleskop, einem Nachfolger des Hubble-Teleskops, macht.

Dr. Sandra Jeffers
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Astrophysik Foto: Klaus Reinsch

Dr. Sandra Jeffers von der Universität Göttingen, Hauptautorin der Studie, sagt: „Diese Planeten werden die besten Möglichkeiten für detailliertere Studien bieten, einschließlich der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems.“

2016 fand das RedDots-Astronomieteam den der Sonne nächstgelegenen Exoplaneten, der ungefähr der Erdmasse entspricht und Proxima Centauri umkreist. Darauf folgte 2018 die Ankündigung eines super-erdnahen Sterns, der Barnards Stern umkreist, den zweitnächsten Stern zur Sonne. Ein System von drei Planeten, die den Roten Zwergstern GJ 1061 umkreisen, der nur etwas weiter von uns entfernt ist als GJ 887, wurde ebenfalls 2019 vom Team angekündigt.

Originalveröffentlichung: Jeffers et al. (2020), A multiple planet system of super-Earths orbiting the brightest red dwarf star GJ887. Science. Doi: https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.aaz0795

1recons.org (Research Consortium on Nearby Stars)

https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=5913

Photos: NASA’s Perseverance rover buttoned up for launch

The Perseverance rover is enclosed within its aeroshell for launch. Credit: NASA/Christian Mangano

NASA’s Perseverance rover has been closed up inside its protective aeroshell, the structure that will protect the spacecraft when it plunges into the Martian atmosphere, in preparation for launch no earlier than July 20 from Cape Canaveral.

The six-wheeled Mars rover was connected with its descent stage earlier this year inside a clean room at the Kennedy Space Center in Florida. Technicians and engineers working amid the coronavirus pandemic affixed the rover and descent system inside the spacecraft’s backshell, then mounted the atmospheric entry vehicle onto the cruise stage, which will shepherd the spacecraft from Earth to Mars.

Some of the final pieces to be added to the rover were the super-clean sample collection tubes that the Perseverance rover will use to gather core samples on Mars for eventual return to Earth.

With the tubes installed, ground crews at the Kennedy Space Center added the rover’s heat 15-foot-diameter (4.5-meter) heat shield to close up the rover inside the cocoon that will protect it during its scorching hot entry into the atmosphere of Mars.

The next step to prepare the Perseverance rover for launch was mounting the spacecraft on the adapter structure that will connect the payload to its United Launch Alliance Atlas 5 rocket. Those connections are scheduled for completion this week, followed by encapsulation inside the Atlas 5’s bulbous white payload fairing, made by RUAG Space in Switzerland.

Once that is complete, teams will transfer the spacecraft inside the fairing to ULA’s Vertical Integration Facility at Cape Canaveral Air Force Station, where it will be hoisted by crane atop the Atlas 5 rocket around June 26.

In early July, technicians will install the rover’s plutonium power source, which will generate electricity throughout Perseverance’s mission.

Liftoff is scheduled for no earlier than July 20 during a two-hour window opening at 9:15 a.m. EDT (1315 GMT). The mission’s launch period extends through at least Aug. 11, and could potentially extended to Aug. 15, according to Omar Baez, NASA’s launch director for the mission.

The rover must launch in July or August in order

The Perseverance rover is a follow-up to NASA’s Curiosity rover, which landed on Mars in 2012. But Perseverance carries a different set of scientific instruments and sports several key technological upgrades, including improved landing navigation to better target a pinpoint touchdown on Mars on Feb. 18, 2021.

Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano

Ab Donnerstag werden die Mitarbeiter der Payload Hazardous Servicing Facility damit beginnen, das Raumschiff in der Payload-Verkleidung der Atlas 5-Rakete zu kapseln, mit der der Rover gestartet wird.

Wenn alles nach Plan verläuft, sollte das Raumschiff bis zum kommenden Montag, dem 22. Juni, in der bauchigen weißen Nutzlastabdeckung des Atlas 5 geschlossen sein. Der Rover wird am 26. Juni von der Payload Hazardous Servicing Facility im Kennedy Space Center zu United Launch Alliance transportiert Laut Mary MacLaughlin, einer NASA-Sprecherin, befindet sich die nahe gelegene vertikale Integrationsanlage an der Cape Canaveral Air Force Station.

Beim VIF werden das Raumschiff und seine schützende Startverkleidung auf einer ULA Atlas 5-Rakete angehoben.

Bevor der Rover bereit ist, die Rakete zu treffen, planen die ULA-Crews, die fast vollständige Atlas 5-Rakete für eine Countdown-Probe am 22. Juni von ihrem vertikalen Hangar auf Pad 41 zu rollen. Während der Übungsstunde wird ULA den Atlas 5 mit Kerosin füllen. flüssige Wasserstoff- und flüssige Sauerstoff-Treibmittel, um die Rakete vor dem Starttag einer vollständigen Prüfung zu unterziehen.

Credit: NASA/Christian Mangano

Mars-InSight: Free-Mole Test

Since NASA’s Insight Lander plopped down on Mars’s surface in 2018, it has revealed new insight—pun intended—into the inner workings of the red planet. The lander has captured evidence of seismic activity and exposed strange sounds that the planet makes. It even recorded the first „Marsquake“ in April 2019.

One instrument, though, has had a difficult time breaking through the surface. The lander’s temperature-sensing „mole,“ as it’s known, was designed to take thermal readings just below Mars’s surface, but it has struggled to stay inserted in the ground. It keeps pushing out.

The German Aerospace Center (DLR), which is in charge of operating the instrument, has been toiling away at a solution. For months, the DLR team has been pushing down on the thin probe with the back of the lander’s scoop. Finally, after spending more than a year of tinkering with the troublesome instrument, DLR has inserted the mole.

Researchers previously wondered if there was a rock that might be blocking the mole’s path. That doesn’t seem to be the problem, DLR Instrument Lead Tilman Spohn reported June 3 in a blog post. It’s likely a case of the probe not having enough friction to adequately dig on its own.

Next, DLR will conduct another round of hammering and then see if the mole is able to dig on its own in a „free-Mole“ test. If that test doesn’t work and the mole isn’t able to dig deeper by itself, the scientists plan to either fill the hole with more Martian dirt to increase friction or again push on the mole with the tip of the scoop.

As if that weren’t enough, DLR is also battling the approach of dust storm season on Mars. Any actions the team takes could be hampered by dusty solar panels, Spohn wrote.

Das wichtigste in Kürze:

-Als nächstes führt das DLR eine weitere Hammerrunde (Samstag den 06.06.2020 wenn ich das richtig herausgelesen hab) durch und prüft dann, ob der Maulwurf in einem „Free-Mole“ -Test selbstständig graben kann. Wenn dieser Test nicht funktioniert und der Maulwurf nicht in der Lage ist, selbst tiefer zu graben, planen die Wissenschaftler, entweder das Loch mit mehr Marsschmutz zu füllen, um die Reibung zu erhöhen, oder den Maulwurf erneut mit der Spitze der Schaufel zu drücken.

-Als ob das nicht genug wäre, kämpft das DLR auch gegen die bevorstehende Staubsturmsaison auf dem Mars. Alle Maßnahmen, die das Team ergreift, könnten durch staubige Sonnenkollektoren behindert werden, schrieb Spohn.

Logbuch-Eintrag vom 3. Juni 2020

Mehr als drei Monate sind seit meinem letzten Blog-Eintrag vergangen. Im Februar musste ich hier berichten, dass sich der Maulwurf leider erneut im „Rückwärtsgang“ bewegte und schließlich etwa sieben Zentimeter aus seinem Loch herausragte (die Gründe für die Aufwärtsbewegung sind im Logbucheintrag vom 23. Februarerläutert).

Als Konsequenz des mangelnden Erfolgs beim letzten „Pinning“-Versuch beschloss das InSight-Team, das erhöhte Risiko einer Beschädigung der Sonde einzugehen und einen sogenannten „Back-Cap Push“ zu versuchen. Dabei haben wir die Schaufel des Roboterarms am Lander über der Hinterkappe des Maulwurfs platziert und langsam abgesenkt, bis sie diese berührte. Danach haben wir den Arm weiter abgesenkt und so mit der Schaufel eine Kraft von circa 50 Newton auf den Maulwurf aufgebaut, um ihn bei seiner Abwärtsbewegung zu unterstützen. Allerdings nahm die mechanische Spannung im Arm mit dem Vorarbeiten des Maulwurfs in den Marsboden immer weiter ab und war nach circa anderthalb Zentimetern weitgehend abgebaut. Der Arm musste dann neu angesetzt und weiter abgesenkt werden, um erneut Druck aufzubauen.

Quelle: DLR

Wegen der Schräglage des Maulwurfs in seiner Grube und der begrenzten Manövrierfähigkeit des Roboterarms des InSight-Landers berührte die Schaufel die hintere Kappe nur am Rand, also nur an einem einzigen Punkt. Das Bild zeigt die Situation, wie sie in einem DLR-Labor in Berlin simuliert wurde. Diese Simulation war nötig, um zu beurteilen, wie kritisch die Platzierung für das empfindliche Messkabel war. Das Bild zeigt deutlich: Ein Fehler in der Positionierung der Schaufel von nur wenigen Millimetern hätte zu einem Abrutschen von der hinteren Kappe oder zur Beschädigung des Kabels führen können. Ein weiteres Risiko für das Messkabel: Wenn sich der Maulwurf in den Untergrund vorarbeitet, bewegt sich die Schaufel relativ zur Sonde nach links und in Richtung Kabel!

Deshalb ging das Team sehr vorsichtig vor. Jedes Mal, wenn die Schaufel in Position war, prüften wir die Situation anhand der Bilder der am Roboterarm befestigten Kamera und der Daten des Armmotors. Erst danach konnte das Kommando für eine Reihe von Hammerschlägen freigegeben werden. Wir begannen vorsichtig mit nur 25 Hammerschlägen. Erst nachdem das Team ein gewisses Vertrauen in die sorgfältige Platzierung der Schaufel gewonnen hatte, erhöhten wir die Anzahl der Hammerschläge auf schließlich 150 Schläge pro Sitzung.

Wie ich bereits früher berichtet habe, erlaubt die gegenwärtige Arbeitsweise der InSight-Mission nur eine Operation pro Woche. Wir befinden uns in einer Phase der Mission, in der die Instrumente Daten liefern und lediglich überwacht werden sollten. Daher ist das Team heute kleiner als vor einem Jahr, als die Instrumente auf der Marsoberfläche abgesetzt wurden. Einige haben inzwischen auch andere Projekte zu betreuen. Und so konnte die Positionierung der Schaufel nur jede zweite Woche erfolgen – meistens samstags. Es folgte, was Raumfahrtingenieure als „Ground-in-the-Loop“ bezeichnen, das heißt eine Überprüfung der Schaufelposition am Montag danach, bevor der Startschuss für die nächste „Hämmersession“ gegeben wurde, meistens für den darauffolgenden Samstag.

Wir haben an Sol 458, dem 11. März 2020 Erdzeit, etwa sieben Zentimeter über der Oberfläche begonnen und sind an Sol 536 (30. Mai) nach sechs Hämmerzyklen beziehungsweise elf Wochen mit der Schaufel wieder auf Höhe der Oberfläche. Die Animation zeigt das Eindringen bis Sol 536:

Quelle: NASA/JPL-Caltech

Wahrscheinlich haben wir mit dem letzten Hammerschlag mit der linken Kante der Schaufel die Oberfläche erreicht. Vielleicht sind wir aber auch noch etwa einen Millimeter darüber. Offensichtlich haben wir es mit einem schrägen Winkel der Schaufel zur Oberfläche zu tun, sodass die rechte Kante der Schaufel noch etwa einen Zentimeter über der Oberfläche liegt. Und wir wissen, dass die Oberfläche an vielen Stellen mit etwa einem Zentimeter relativ lockerem Sand bedeckt ist, den die Schaufel komprimieren kann.

Als nächstes werden wir daher ein weiteres Hämmern mit 100 Schlägen kommandieren, nachdem die Schaufel wieder so positioniert wurde, dass sie auf die hintere Kappe der HP3-Sonde drückt. Dabei hoffen wir, dass die Schaufel nach einigen Schlägen vom Boden aufgehalten wird. Der Maulwurf könnte sich dann von selbst vorwärts bewegen können.

Jetzt wissen wir: Der Maulwurf wurde nicht durch einen Stein gestoppt

Erinnern Sie sich an unsere Theorie, dass der Maulwurf nicht in den Marsboden eindrang, weil das Regolith ihm nicht genug Reibung bot, um die Rückstoßkraft beim Hämmern des Maulwurfs auszugleichen? Obwohl der Rückstoß viel geringer als die Kraft ist, die den Maulwurf vorwärts treibt – fünf bis sieben Newton im Vergleich zu 900 Newton – muss der Rückstoß dennoch aufgefangen werden. Berechnungen, die ich bereits früher in diesem Blog diskutiert hatte, legen nahe, dass die Reibungskraft ausreichen wird, wenn der Maulwurf vollständig begraben ist. Etwas zusätzliche Reibung kann erzeugt werden, wenn wir den Arm des InSight-Landers benutzen, um die Oberfläche zu belasten. Das werden wir tun.

Sollte der Maulwurf von sich aus in den Boden vordringen (mit zusätzlichem „Regolith-Schub“ durch die Belastung des Bodens mit der Schaufel), wird die Reibung immer weiter zunehmen und die Aufgabe einfacher. Wenn die Rückenkappe des Maulwurfs etwa 20 Zentimeter tief ist, wird der Druck auf die Oberfläche wirkungslos und die Unterstützung der Schaufel nicht mehr erforderlich sein. Dann können wir mit dem beginnen, was wir vor mehr als einem Jahr geplant haben: dem Maulwurf befehlen, in die Tiefe zu hämmern.

Sie sehen also, der nächste Schritt, der „Free Mole Test“, wird sehr aufregend und entscheidend sein. Darum bleibt mein Apell wie immer: Bleiben Sie dran und drücken Sie uns und dem Maulwurf die Daumen!

Es wäre gut, wenn der Maulwurf den Test bestünde. Denn bald wird es Winter auf der Nordhalbkugel des Mars und die Staubsturm-Saison wird beginnen. Schon jetzt wird die Atmosphäre trüber und die Leistung der Solarpaneele nimmt ab. Das wird unserer Möglichkeiten mit dem robotischen Arm zu arbeiten, leider etwas einschränken.

Und erlauben Sie mir zum Abschluss dieses Posts in der augenblicklichen Situation auf der Erde eine Ergänzung: Es ist wunderbar, wie Menschen über große Entfernungen auf der Erde, von zu Hause aus und bis zum Mars zusammenarbeiten können. Vielen Dank, liebes InSight-Team!

https://www.dlr.de/blogs/alle-blogs/das-logbuch-zu-insight.aspx

„Perseverance“-Rover der NASA soll am 17. Juli zum Mars

Der nächste Mars-Rover der US-Raumfahrtbehörde NASA soll Mitte Juli starten. Der Roboter mit dem Namen „Perseverance“ (auf Deutsch: Durchhaltevermögen) solle am 17. Juli um 15.15 Uhr MESZ mit einer „Atlas V“-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida abheben, teilte die NASA am diesen Mittwoch mit.

Falls es mit dem Start an diesem Tag nicht klappen sollte, bliebe dem rund 1.000 Kilogramm schweren Rover von der Größe eines Kleinwagens ein Fenster von etwa drei Wochen für weitere Versuche, damit er dann wie geplant im Februar 2021 auf dem Mars landen kann. Beobachter hatten zuvor befürchtet, dass die Coronakrise den Zeitplan für die „Perseverance“-Mission durcheinanderbringen könnte.

Der unbemannte Rover soll nach der Landung über den roten Planeten rollen und nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen. Außerdem soll er das Klima und die Geologie des Planeten erforschen sowie Proben von Steinen und Staub nehmen. Wissenschafter erhoffen sich von der Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums.