Siebte Nation am Mond: Südkorea schickt die Sonde Danuri ins All

Die Gruppe der Mondfahr-Nationen wird größer. Diesmal ist Südkorea an der Reihe. Das Land will seine Sonde Danuri in eine Mond-Umlaufbahn schicken. Von dort aus soll sie nach seltenen Elementen und nach Eis auf der Oberfläche suchen.

Die undatierte Apollo 11-Aufnahme zeigt die von Kratern übersäte Mondoberfläche, die allesamt durch die Einschläge von kleinen Körpern im Sonnensystem herrühren. Kein Hinweis auf Wasser: Der Mond sieht staubtrocken aus. Aber in manchen Kratern lagert Wassereis.
Die von Kratern übersäte Mondoberfläche (picture alliance / dpa / Nasa)

Eine Falcon 9 der kalifornischen Firma SpaceX wird es sein, die den Korea Pathfinder Lunar Orbiter – abgekürzt KPLO – ins All schießt. Im Weltraum angekommen, schraubt sich die Sonde spiralförmig immer höher und weiter von der Erde weg – solange, bis sie in vier Monaten, also Mitte Dezember, von der Schwerkraft des Mondes eingefangen wird.

„Die Mission ist eine große Herausforderung. Denn in Korea haben wir damit noch keine Erfahrungen. Wir wollen aber nicht nur zum Mond, weil andere Länder es auch machen. Sondern wir erhoffen uns dadurch einen Technologieschub und eine Steigerung unseres nationalen Selbstwertgefühls.“

Kyeong Kim arbeitet am geologischen Forschungszentrum der Universität für Wissenschaft und Technologie in Daejeon. Deren Abteilung für geophysikalische Exploration hat Südkoreas erste Mondsonde in den vergangenen vier Jahren entwickelt.

Südkoreas Sonde soll den „Mond genießen“

Seit wenigen Wochen hat sie auch einen Namen: Danuri – ein Kunstwort, das die koreanischen Begriffe für „Mond“ und für „genießen“ zusammenbindet. Aus einer Umlaufbahn heraus soll Danuri auf die Mondoberfläche hinunterblicken.

„Flüchtige Elemente wie Sauerstoff und Spurenelemente wie Zink oder Zinn kommen auf dem Mond relativ selten vor. Sie wurden noch nie näher untersucht. Ich bin für das Gammastrahlenspektrometer an Bord der Sonde zuständig. Damit hoffen wir, die Ausbreitung solcher Elemente auf der Mondoberfläche bestimmen zu können – und das als erstes Land überhaupt.“  

Vergleicht man die Verteilung seltener Elemente auf dem Mond mit jener auf der Erde, könnte das die These bestärken – oder widerlegen –, dass der Mond einst aus der frühen Erde herausgeschlagen wurde. Denn dann müssten die Konzentrationen von Spurenelementen auf Erde und Mond ähnlich sein.

Licht ins Dunkel der Krater bringen

Alle zwei Stunden soll Südkoreas Sonde in etwa hundert Kilometern Höhe über einen der Pole des Mondes fliegen. Denn der Nord- und der Südpol bilden den zweiten Schwerpunkt der Mission.

„Die schattigen Regionen des Mondes sind höchst interessant. In diese Krater an den Polen fällt nie ein Sonnenstrahl. In ihnen ist es mit minus 170 Grad Celsius extrem kalt. Wassermoleküle, die dort hineingeraten, bleiben für immer dort. Gibt es genug davon, entsteht Eis.“

Die Planetologin Brett Denevi von der Johns Hopkins University in Laurel im US-Bundesstaat Maryland gehört zum Team der ShadowCam, die als Experiment auf dem KPLO mitfliegt.

„Normalerweise könnten sie mit einer optischen Kamera nichts sehen, wenn sie über dunkle Krater fliegen. Ihre Bilder wären alle schwarz. Aber wir haben die ShadowCam so konstruiert, dass sie 200 Mal lichtempfindlicher ist als alle bisherigen Kameras in der Raumfahrt. Ein winziger Bruchteil des Sonnenlichts, das die Krater von außen bescheint, wird in sie hinein reflektiert. Dieses Licht wird uns verraten, was sich in diesen Kratern befindet.“

Vermutlich Wassereis – so die Erwartungen von Planetenwissenschaftlern.

Eis auf dem Mond

Aus diesem Eis ließe sich womöglich Trinkwasser für Astronauten einer künftigen Mondbasis gewinnen – und Raketentreibstoff für die Rückreise zur Erde, betont Kyeong Kim.  

„Wir Menschen werden zum Mond zurückkehren und dort bis 2030 eine Station errichten. Unsere Mission soll zeigen, dass Südkorea künftig in der Lage ist, sich an derart anspruchsvollen internationalen Mondmissionen zu beteiligen.“

Gelingt der Flug in die Mondumlaufbahn, soll wenige Jahre später Südkoreas erster Mondrover landen und die Flagge des Landes hinunter auf die Mondoberfläche bringen.

Südkorea schickt die Sonde Danuri ins All

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/suedkorea-schickt-die-sonde-danuri-ins-all-100.html

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Der erfolgreiche Start von Südkoreas erste Mondsonde bedeutet spannende und interessante Wissenschaft am Mond! Freue mich auf die Ankunft im Dezember.

„Danuri“ Südkoreas erste Mondsonde ist erfolgreich gestartet. Kleiner Funfact: Mit dem Teststart von Artemis 1 (Launch voraussichtlich ende August) und „Capstone“ (bereits unterwegs) der die Umlaufbahn für eine zukünftige Mondstation testen soll, befinden sich dann drei von Menschen geschaffene Flugkörper auf den Flug Richtung Mond und damit drei Wegbereiter die Menschen zurück zum Mond bringen werden. Ohne jetzt die gesamte Raumfahrtgeschichte durch zu schauen: Sowas hatten wir bis jetzt noch nicht oder!? Und wenn: Dann sehr sehr selten!

Christian Dauck

Die NASA erklärt den Artemis 1-Mondmissionstest für erfolgreich und beginnt mit den Vorbereitungen für den Start

Artemis 1 muss keine weitere „nasse Generalprobe“ durchführen, bevor sie abhebt.

Die Mondrakete Artemis 1 der NASA nähert sich der Startrampe 39B im Kennedy Space Center der Agentur in Florida für eine entscheidende „nasse Generalprobe“. (Bildnachweis: NASA/Ben Smegelsky)

Die letzte „nasse Generalprobe“ von Artemis 1 war nicht perfekt, aber sie war gut genug, um die NASA-Mondmission in einigen Monaten auf Kurs zu halten.

Die Rakete des Artemis 1 Space Launch System (SLS) und die Orion-Kapsel hüllten am Montag (20. Juni) das nasse Kleid ein – eine etwa 50-stündige Reihe von Betankungstests und Countdown-Simulationen. Die Mitglieder des Missionsteams bemerkten während des Betankungsvorgangs ein Wasserstoffleck, aber sie haben jetzt entschieden, dass es nicht ernst genug war, um eine Überholung zu erfordern.

„Die NASA hat die Daten der Probe überprüft und festgestellt, dass die Testkampagne abgeschlossen ist. Die Agentur wird SLS und Orion nächste Woche zum Vehicle Assembly Building (VAB) in Kennedy zurückrollen, um die Rakete und das Raumschiff für den Start vorzubereiten und ein entdecktes Leck zu reparieren während der letzten Probe“, schrieben Beamte der Agentur heute in einem Update(öffnet in neuem Tab)(23. Juni). („Kennedy“ ist das Kennedy Space Center der NASA in Florida, kurz KSC.)

„Die NASA plant, SLS und Orion für den Start Ende August auf die Plattform zurückzubringen“, fügten sie hinzu. „Die NASA wird ein bestimmtes Startdatum festlegen, nachdem die mit dem Leck verbundene Hardware ersetzt wurde.“

Das kommende Rollback zum VAB wird das zweite für den Artemis 1 Stack sein. Die NASA rollte die SLS und die Orion Ende April zur Reparatur von KSCs Pad 39B, nachdem drei separate Betankungsversuche im Nassanzug Anfang des Monats durch technische Probleme versenkt worden waren. 

Eines dieser Probleme war ein Wasserstoffleck, aber es war an einer anderen Stelle als der, die während der letzten Operationen mit nassen Kleidern auftauchte. 

Die NASA wird morgen (24. Juni) um 11 Uhr EDT (1500 GMT) während einer Pressekonferenz die bevorstehenden Rollback-, Reparaturarbeiten und Startpläne erörtern, sagten Vertreter der Agentur in der heutigen Aktualisierung. Sie können diese Pressekonferenz hier auf Space.com ansehen, mit freundlicher Genehmigung der NASA.

Artemis 1 wird die erste Mission für die SLS und für das Artemis-Programm der NASA sein , das darauf abzielt, bis Ende der 2020er Jahre eine nachhaltige, langfristige menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Artemis 1 wird einen unbemannten Orion auf eine etwa einmonatige Reise um den Mond schicken und möglicherweise den Weg für einen ersten bemannten Artemis-Flug im Jahr 2024 und eine bemannte Mondlandung ein oder zwei Jahre später ebnen.

Quelle: https://www.space.com/artemis-1-moon-mission-wet-dress-rehearsal-success

NASA: Riesenrakete SLS bei „feuchter Generalprobe“ komplett betankt

Die NASA hat den bislang wichtigsten Test ihrer Mondrakete am Montag fast abgeschlossen. Der Countdown wurde aber 20 Sekunden früher abgebrochen als vorgesehen.

(Bild: NASA/Ben Smegelsky)

Die NASA hat den wichtigen Test der Mondrakete SLS am Montag 29 Sekunden vor dem Ende des Countdowns abgeschlossen – 20 Sekunden früher als geplant. Damit ist auch der insgesamt vierte Versuch nicht voll gelungen, aber erstmals ist die Rakete im Rahmen der „feuchten Generalprobe“ komplett vollgetankt worden.

Erreicht habe man immerhin den finalen Teil des Countdowns, bei dem in rascher Abfolge viele sicherheitsrelevante Aktivitäten ablaufen, erklärt die NASA. Als Nächstes müssen nun die dabei gesammelten Daten ausgewertet werden, um festzustellen, ob die Rakete bereit ist für einen richtigen Start Richtung Mond.

Bei der sogenannten „feuchten Generalprobe“ spielt die NASA das gesamte Prozedere durch, das vor einem echten Start einer Rakete nötig ist, hauptsächlich das Betanken mit Flüssigtreibstoff – daher der Name. Erst kurz vor dem nicht mehr umkehrbaren Zünden der Triebwerke wird abgebrochen. Ganz bis dahin kam die NASA jetzt nicht, trotzdem ist es deutlich besser gelaufen, als in den vorherigen Anläufen.

Gleich zu Beginn des bislang umfangreichsten Tests musste ein defektes Stickstoffventil an einer Ersatzleitung ausgewechselt werden. Diese wurde danach als Hauptleitung verwendet. Später entdeckten die Verantwortlichen ein Wasserstoffleck an einer Schnellkupplung, schreibt die NASA. Ein Erwärmen und Abkühlen des betroffenen Bauteils habe das Problem nicht gelöst.

Deshalb habe man die Datenverarbeitung angepasst, damit das Leck keinen Abbruch verursacht. So habe man so weit in den Countdown vordringen wollen wie möglich. Den habe man dann bei einer Restzeit von 10 Minuten wieder aufgenommen und mehrere sicherheitskritische Operationen ausführen können. Wie genau die NASA den Test bewertet, soll am heutigen Dienstag bekannt gegeben werden.

Das Space Launch System ist die Basis für die geplanten bemannten Flüge der NASA zum Mond – sie wird seit Jahren entwickelt. Lange wurde davon ausgegangen, dass sie bei ihrer Fertigstellung die stärkste Rakete der Geschichte sein würde. Der Platz könnte ihr aber streitig gemacht werden. SpaceX hat eine eigene Riesenrakete in einem Bruchteil der Zeit entwickelt und plant schon im Juli deren ersten Flug ins All.

Während ein Start der SLS mindestens 4,1 Milliarden US-Dollar kostet – was bei der NASA als „unhaltbar“ gilt –, dürften Starts des Starships deutlich günstiger werden. Bei ihrem ersten Start soll die SLS die unbemannte Raumkapsel Orion zum Mond schießen, den die Raumkapsel dann mehrere Tage umkreisen soll. Wann das so weit ist, könnte nun klarer werden.

Quelle: https://www.heise.de/news/NASA-Riesenrakete-SLS-bei-feuchter-Generalprobe-komplett-betankt-7146371.html

Mondprogramm „Artemis“: Neue NASA-Rakete vor Bewährungsprobe

Heute wird zum ersten Mal die neue Superrakete der NASA aus der Werkstatt an die Startrampe gerollt. Im Mai könnte die SLS dann zum Mond aufbrechen – allerdings unbemannt. Ihr Jungfernflug soll eine neue Ära einläuten.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

„Donnerstag wird ein Tag, an den wir uns alle erinnern werden“. Tom Whitmeyer wird ein bisschen pathetisch, wenn er über dieses Ereignis spricht – den „Roll Out“. Er ist bei der NASA zuständig für die Entwicklung von Forschungsprojekten und ist sichtlich stolz. Denn heute wird zum ersten Mal die neue Superrakete der NASA aus der Werkstatt an die Startrampe gerollt.

Ihr Ziel ist der Mond. Auch wenn das Mondprogramm „Artemis“ inzwischen zeitlich in Verzug geraten ist, geht es doch voran. Die neue, extra für solche Missionen zu weit von der Erde entfernten Zielen entwickelte Rakete heißt einfach nur SLS, abgekürzt für „Space Launch System“, also System für Weltraumstarts. „Artemis“ auf der anderen Seite ist der Name des gesamten, mehrstufigen neuen Mondprogramms der NASA, mit dem im Laufe der nächsten drei Jahre wieder Menschen auf den Mond gebracht werden sollen. 

NASA hält die SLS für startklar

Mit der „Artemis-1“-Mission geht die NASA jetzt einen ersten Schritt, denn beim Jungfernflug werden noch keine Menschen an Bord sein. Sehen wird man eine Rakete mit seitlichen Boostern, wie man sie noch von den Shuttleflügen kennt. In der oberen Sektion ist das eigentliche Raumschiff, das die Reise durchs All unternimmt. Diese Kapsel trägt den Namen „Orion“ und wurde von der europäischen Raumfahrtagentur ESA beigesteuert.

Frühestens im Mai wird die von Boeing und Lockheed Martin gebaute Rakete zeigen, was sie kann. Denn geflogen ist eine SLS noch nie, während der Entwicklung gab es immer wieder Rückschläge. Bei der NASA hält man die SLS aber jetzt für ausgereift und startklar.

„Raumfahrt weiterhin keine Routine“

Im „Orion-Raumschiff“ werden statt der Astronauten zwei Testpuppen an Bord sechs Tage lang den Mond umkreisen. Die haben vor allem die Aufgabe, einen neuen Schutzanzug gegen Strahlung zu testen. Für die NASA ist die gefährliche Strahlung im offenen Weltall eine der größten Sorgen für längere Reisen und Aufenthalte.

Die neue Rakete der NASA ist 98 Meter hoch und wird in der dritten Ausbaustufe einmal die größte und stärkste Rakete aller Zeiten sein. Jetzt ist sie noch gut zehn Meter kleiner als die Saturn V, mit der 1969 die ersten Menschen zum Mond flogen. „Sie ist eine ziemliche Herausforderung für uns. Das ist ein schwieriges Fahrzeug, einfach weil es so viel kann“, macht Tom Whitmeyer bei einer Pressekonferenz vorab deutlich, dass Raumfahrt weiterhin weit davon entfernt ist, Routine zu sein.

Generalprobe mit Treibstoff

Der erste Schritt zum Mond wird nun die langsame Fahrt an die Startrampe 39B sein – sie ist die Nachbarrampe der Apollo-Missionen. Die Rakete steht dabei aufrecht und braucht elf Stunden für die sieben Kilometer durch das Kennedy Space Center in Florida. Wenn das Wetter mitmacht, es nicht blitzt oder hagelt.

Aber die Wettervorhersage sei vielversprechend, meint „Artemis“-Flugdirektorin Charlie Blackwell-Thomson. Zusammengebaut wurde die Rakete schon vor ein paar Wochen, an der Rampe kommt in den nächsten Tagen das sogenannte „Wet Rehersal“ an die Reihe, eine Generalprobe mit Treibstoff.

Mondstationen sind geplant

Wenn alles gut geht, dann ist das für die NASA das Startsignal für ein Programm, das zu einem kommerziell genutzten Mond führen wird. Die Raumfahrtagentur spricht von einer regelrechten Mondwirtschaft, die zukünftig Hunderttausende neue Jobs auf der ganzen Welt bringen werde.

Bis dahin aber ist noch ein weiter Weg. Zuerst werden Astronauten wieder nur den Mond umkreisen. 2025 könnten vielleicht zum ersten Mal welche dort landen. Ziel sind dann zwei erste Mondstationen, eine auf dem Mond und eine, die den Erdtrabanten als eine Art Shuttle Bahnhof umkreist. All das ist in der Planung und soll in den nächsten 20 Jahren Realität werden, bevor es vom Mond aus weiter geht zum Mars.

Roll Out Day – NASA Artemis 1 geht an den Start

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-nasa-mondrakete-roll-out-101.html

Namen zum Mond schicken: An Bord der Nasa-Mission „Artemis 1“/Erster Rollout zur Startrampe zum testen Mitte März geplant

Namen zum Mond schicken: An Bord der Nasa-Mission „Artemis 1“ – wie funktioniert das?

Der Mond war noch nie so leicht zu erreichen: Wer möchte, kann sogar seinen eigenen Namen mit einer Nasa-Mission rund um den Mond schicken.

Washington D.C. – Seit im vergangenen Jahr die Milliardäre Jeff Bezos und Richard Branson selbst ins All geflogen sind und auch Elon Musk Privatleute mit seiner Rakete transportiert hat, ist Weltraumtourismus im Trend. Doch Flüge ins Weltall sind teuer, kaum jemand kann sich ein Ticket an Bord der „New Shepard“-Rakete von Blue Origin oder gar der „Crew Dragon“-Raumkapsel von SpaceX leisten. Doch 2022 gibt es auch eine günstigere Möglichkeit, ins Weltall zu kommen: mit der Mission „Artemis 1“ der US-Raumfahrtorganisation Nasa.

Diese Reise ins All kostet gar nichts – allerdings hebt man selbst auch nicht von der Erde ab. „Artemis 1“ nimmt nur einen Speicherstick mit auf die Reise, auf dem die Namen aller Interessenten gespeichert sind. Doch die Reise hat es in sich, denn das Ziel ist der Mond. „Artemis 1“ ist der unbemannte Flug der „Orion“-Kapsel der Nasa um den Mond und zurück zur Erde.

Jeder kann seinen Namen mit der Nasa-Mission „Artemis 1“ zum Mond schicken.
Jeder kann seinen Namen mit der Nasa-Mission „Artemis 1“ zum Mond schicken.

Eigenen Namen mit der Nasa zum Mond schicken – so geht‘s

Um beim Flug zum Mond dabei zu sein, müssen Interessenten nichts weiter tun, als ein Formular der Nasa auszufüllen. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erhält dann einen personalisierten „Boarding Pass“ und kann beim Start der Rakete mitfiebern. Wann genau der stattfindet, ist jedoch noch nicht klar. Frühestens im Mai 2022 soll es so weit sein, der Termin kann sich jedoch auch noch weiter verschieben.

Der Grund dafür ist einfach: Es handelt sich um den Jungfernflug der neuen Nasa-Schwerlastrakete SLS (Space Launch System), an der derzeit noch gearbeitet wird. Die Raumkapsel „Orion“, die von der Rakete SLS auf den Weg Richtung Mond befördert wird, ist dagegen bereits einmal geflogen: 2014 fand ihr Testflug mit einer anderen Rakete statt.

„Artemis 1“ ist der erste Schritt der Nasa zurück zum Mond

„Artemis 1“ ist nur eine von mehreren Missionen im „Artemis“-Programm der Nasa, dessen Höhepunkt die Landung von Menschen auf dem Mond sein soll. Ursprünglich war die Rückkehr auf den Mond bereits für das Jahr 2024 geplant, doch mittlerweile hat sich der Termin nach hinten verschoben – von 2025 oder 2026 ist nun die Rede. Die Nasa hat mit dem „Artemis“-Programm das Ziel, eine „nachhaltige menschliche Präsenz auf und um den Mond“ zu errichten – und zwar bis Ende der 2020er Jahre.

abei will man sich dem Ziel schrittweise nähern:

  • „Artemis 1“: unbemannter Jungfernflug um den Mond, geplant für frühestens Mai 2022.
  • „Artemis 2“: erster Flug mit Menschen an Bord um den Mond, geplant für 2024.
  • „Artemis 3“: Landung von Menschen auf dem Mond, derzeit geplant für 2025 oder 2026.

Nach der Landung von Menschen im Jahr 2025 oder 2026 sind jährliche Mondlandungen und bis 2028 ein Ausbau einer dauerhaften US-Präsenz auf dem Mond geplant. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Quelle: https://www.hna.de/wissen/nasa-mond-name-schicken-boarding-pass-raumfahrt-artemis-1-91386663.html


Fliegen Sie mit Ihrem Namen um den Mond!

Fügen Sie hier Ihren Namen hinzu, damit er auf einem Flash-Laufwerk enthalten ist, das an Bord von Artemis I fliegt

Artemis I wird der erste unbemannte Flugtest der Space Launch System-Rakete und des Orion-Raumfahrzeugs sein. Der Flug ebnet den Weg zur Landung der ersten Frau und der ersten farbigen Person auf dem Mond!

Fügen Sie hier Ihren Namen hinzu, damit er auf einem Flash-Laufwerk enthalten ist, das an Bord von Artemis I fliegt.

Quelle: https://www.nasa.gov/send-your-name-with-artemis/


Artemis I-Mission: Mitte März erfolgt der erste „große“ Raketentest

Die NASA plant, wieder Menschen zum Mond zu bringen. Das Artemis-Programm, benannt nach der griechischen Göttin, heißt so, da auch eine Frau die Mondoberfläche betreten soll. Noch ist es nicht soweit, ein erster Testflug wurde mehrfach verschoben. Bald folgt der nächste Versuch.Artemis I soll der erste Flug des Space Launch System (SLS) werden, die neue Trägerrakete wartet aber schon länger auf ihren Jungfernflug. Denn es gab schon schier unzählige Verschiebungen, die NASA gibt fast monatlich einen neuen Termin bekannt. Genau genommen war der erste Start bereits für 2016 geplant, seither hat es mindestens neun Änderungen gegeben.

Mittlerweile ist die gut hundert Meter hohe Rakete aber zusammengebaut und wartet mehr oder weniger fertig auf den Start. Nun hat die US-amerikanische Raumfahrtagentur einen neuerlichen Termin bekannt gegeben, laut den aktuellen Informationen soll SLS Ende Mai zu ihrem ersten unbemannten Flug abheben

Das Ganze ist mehr als nur ein erster Testflug der Rakete, das Space Launch System wird ein Raumschiff in Richtung Mondorbit bringen. Tom Whitmeyer, Deputy Associate Administrator for Exploration Systems Development bei der NASA, sagte, dass der bisher geplante April-Termin vom Tisch sei und man Ende Mai anvisiere.

Eine neuerliche Verschiebung und auch das Ausbleiben eines fixen Termins sind natürlich keine gute Nachricht, aber es gibt auch eine gute: Denn die entscheidenden Tests der SLS-Rakete, die im Vehicle Assembly Building (VAB) durchgeführt werden, sind nun abgeschlossen worden.

„Wet Dress Rehearsal“ Mitte März

Raumfahrtfans können sich aber auf den 17. März freuen: Denn an diesem Tag soll (so nichts dazwischenkommt) das so genannte „Wet Dress Rehearsal“ stattfinden. Dabei wird das SLS zur Startrampe geschoben, betankt und der Countdown nahezu vollständig durchgezogen – bei der Marke von zehn Sekunden wird dann aber abgebrochen. Wenn dieser erfolgreich ist, können die Verantwortlichen dann einem konkreten Startdatum näherkommen.

Quelle: https://winfuture.de/news,128277.html

CAPSTONE: Cubesat-Mission soll in diesem Frühjahr zum Mond starten – Umlaufbahntests für Artemis-Missionen sowie der Mondstation

CAPSTONE soll irgendwann in diesem Frühjahr auf einem Rocket Lab Electron starten und drei Monate später in der Mondumlaufbahn eintreffen, wobei es einer Flugbahn folgt, die darauf ausgelegt ist, den erforderlichen Treibstoff zu minimieren. 
Kredit: Advanced Space/Tyvak, ein terranisches Orbitalunternehmen

Eine Cubesat-Mission zum Testen einer Mondumlaufbahn, die für das Artemis-Programm der NASA von entscheidender Bedeutung ist, befindet sich in der Endphase der Vorbereitungen für einen Start in diesem Frühjahr.

Das Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment, oder CAPSTONE, ist eine CubeSat-Mission, die den Betrieb in der nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn (NRHO) um den Mond testen wird, die von Artemis-Missionen, einschließlich des Lunar Gateway, verwendet wird. Die NASA wählte Advanced Space mit Sitz in Colorado aus, um die Mission im Jahr 2019 zu entwickeln.

Das Raumschiff ist fast startbereit. „Wir befinden uns in einer wirklich kritischen Phase für die Mission. Die Hardware ist komplett und wird getestet“, sagte Brad Cheetham, Chief Executive von Advanced Space, während eines Panels auf der 24. jährlichen FAA Commercial Space Transportation Conference am 17. Februar.

Advanced Space gab am 18. Februar bekannt, dass es den vierten einer Reihe von Betriebsbereitschaftstests für CAPSTONE abgeschlossen hat, bei denen eine Woche Betrieb in der Mondumlaufbahn simuliert wurde. Dazu gehörten Tests eines Aspekts der Mission, Querverbindungen mit dem Raumschiff Lunar Reconnaissance Orbiter, um seine Position ohne die Unterstützung von Bodenstationen zu bestimmen. „Es ist im Grunde ein GPS-ähnliches Peer-to-Peer-System für den Mond“, sagte Cheetham.

Das von Tyvak Nano-Satellite Systems gebaute Raumschiff selbst nennt er einen „12U XL“-CubeSat, einen CubeSat mit 12 Einheiten und einem Funkturm auf der Spitze, der seine Größe erweitert. Es wird auf einer Rocket Lab Electron-Rakete gestartet, die eine Version des Photon-Satellitenbusses dieses Unternehmens verwendet, um die Bühne auf eine Mondbahn zu schicken.

CAPSTONE wird nicht direkt zum Mond fliegen, sondern einem „ballistischen Mondtransfer“ folgen, der ihn bis zu 1,5 Millionen Kilometer weit bringen wird, bevor er in die Mondumlaufbahn zurückkehrt. Dieser Transfer, der etwa drei Monate dauern wird, soll Treibstoff sparen und die Mission mit einem CubeSat, der von einer kleinen Rakete gestartet wird, durchführbar machen.

„Es ist eine Schlüsseltechnologie für CAPSTONE“, sagte Cheetham über diese Entwicklung. „Wir tauschen etwa drei Monate Transferzeit gegen eine deutliche Reduzierung der Kraftstoffmenge, die wir mitbringen müssen.“

Neben der Positionierungsdemonstration wird CAPSTONE dazu beitragen, den Betrieb in der nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn besser zu verstehen, die bisher nicht verwendet wurde. „Das bringt uns wirklich dazu, in diesem NRHO zu arbeiten“, sagte er, einschließlich der Dynamik einer Umlaufbahn, die sowohl von der Erde als auch vom Mond beeinflusst wird. „Es ist eine Fähigkeit, von der wir sehen, dass sie nicht nur für CAPSTONE und Gateway, sondern auch für viele zukünftige Mondmissionen erweitert wird.“

Während CAPSTONE eine von der NASA finanzierte Mission ist, gehört die Raumsonde selbst Advanced Space und wird von ihr betrieben. „Wir betreiben es und stellen die Datenprodukte bereit, die dazu beitragen, Gateway und andere Programme zu informieren“, sagte er. Dazu gehörte, sagte er, das Einholen einer Nutzlastgenehmigung vom Office of Commercial Space Transportation der FAA für einen kommerziellen Start von CAPSTONE.

Weder die NASA noch Advanced Space haben einen konkreten Starttermin für die Mission bekannt gegeben. Im Oktober gab die NASA bekannt, dass der Start der Mission im März 2022 geplant ist, nachdem sie zuvor für das vierte Quartal 2021 geplant war. Rocket Lab sagte damals, dass Sperren in Neuseeland, wo der Start von Electron stattfinden wird, zu der Verzögerung beigetragen haben.

Die NASA listet immer noch einen März-Start für CAPSTONE auf, aber die Mission wird wahrscheinlich später im Frühjahr starten. „Wir liefern in diesem Frühjahr die CAPSTONE-Mission der NASA“, sagte Lars Hoffman, Senior Vice President von Rocket Lab, während einer separaten Präsentation auf der Konferenz am 16. Februar. 

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Eine Mission auf die ich mich schon lange freue bzw. warte.

Eine Mission auf die ich mich schon lange freue bzw. warte. Start hoffentlich in diesem Frühjahr. Die Verschiebung auf März 2022 war echt hart.

Christian Dauck

Quelle: https://spacenews.com/capstone-lunar-cubesat-mission-to-launch-this-spring/


Startverzögerungen, die durch Coronavirus-Lockdowns in Neuseeland verursacht wurden, haben den Start der NASA-Mond-Cubesat-Mission CAPSTONE auf einer Elektronenrakete von Oktober bis März 2022 verzögert. Bildnachweis: NASA/Rocket Lab/Advanced Space/Tyvak Nano-Satellite Systems

Der Start einer NASA-Cubesat-Mission, die die vom Lunar Gateway zu verwendende Umlaufbahn testen wird, ist auf den nächsten März verschoben worden, was auf breitere Startverzögerungen zurückzuführen ist, unter denen Rocket Lab aufgrund der Pandemie gelitten hat.

Das Ames Research Center der NASA twitterte am 13. Oktober, dass es nun den März 2022 für den Start des Raumfahrzeugs Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment (CAPSTONE) anpeilt. CAPSTONE ist ein CubeSat mit 12 Einheiten, der von Advanced Space aus Colorado entwickelt wurde und die Stabilität der nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn testen wird, der Umlaufbahn, die die NASA für das Mond-Gateway verwenden will.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag nach Kommentaren von NASA-Vertretern beim Wernher-von-Braun-Memorial-Symposium der American Astronautical Society hier. Jim Reuter, stellvertretender NASA-Administrator für Weltraumtechnologie, sagte, die Mission werde nun voraussichtlich „Anfang des nächsten Kalenderjahres“ starten, während Andres Martinez, Programmleiter für Advanced Exploration Systems, den 19. März 2022 als Startdatum angab .

Keiner von beiden diskutierte, warum CAPSTONE verzögert wurde, aber Peter Beck, Chief Executive von Rocket Lab, sagte in einem Interview am 13. Oktober, dass der Zeitplanfehler Teil größerer Verzögerungen in den Startplänen des Unternehmens sei, die durch Coronavirus-Sperren in Neuseeland verursacht wurden, wo das Unternehmen tätig ist seine Starts.

„Das wurde von COVID vorangetrieben“, sagte er über die CAPSTONE-Verzögerung. „Es liegt außerhalb unserer Kontrolle.“

Rocket Lab führte zuletzt am 29. Juli einen Elektronenstart durch und flog eine Mission für die US Space Force. Zu dieser Zeit bereitete das Unternehmen zwischen Ende August und Ende September eine Reihe von drei aufeinanderfolgenden Electron-Satellitenstarts für den Geoinformationsanbieter BlackSky vor, die vom Startdienstunternehmen Spaceflight arrangiert wurden. Das Unternehmen sagte jedoch Anfang September, dass Sperrungen in Neuseeland, die durch eine neue Welle der Pandemie verursacht wurden, diese und andere Elektron-Starts auf Eis gelegt hätten .

Beck sagte, dass die neuseeländische Regierung von den sehr strengen Sperren, die sie verhängt hatte, zu „normaleren“ Sperren übergegangen sei, die die Wiederaufnahme der Weltraumstartaktivitäten ermöglichen. Rocket Lab gab am 11. Oktober bekannt, dass es sich auf aufeinanderfolgende Electron-Starts von BlackSky-Satelliten vorbereitet. Einer ist zwischen dem 11. und 24. November geplant, der zweite frühestens am 27. November.

Das Unternehmen hat den Zeitplan für weitere bevorstehende Electron-Starts nicht bekannt gegeben. Beck merkte an, dass das Unternehmen in einer Gewinnaufforderung im September sagte, es habe fünf Markteinführungen für das vierte Quartal auf dem Programm, aber seine offizielle Prognose als börsennotiertes Unternehmen sei, dass es aufgrund der Kundenbereitschaft und der Kundenbereitschaft nur zwei erwartete die Pandemiesituation in Neuseeland.

Quelle: https://spacenews.com/capstone-launch-delayed-to-march-2022/

Erdnaher Asteroid: Fragment des Mondes? Kamo’oalewa könnte aus lunarem Material bestehen/Mondrakete: Montage der Orion-Raumkapsel an die Raketenspitze

Erdtrabant der besonderen Art: Der Asteroid 2016 HO3, auch Kamo’oalewa genannt, ist nicht nur ein Quasi-Satellit der Erde – er könnte auch einen ungewöhnlichen Ursprung haben. Denn Spektraldaten legen nahe, dass der 40 bis 100 Meter große Brocken aus lunarem Material besteht. Er könnte demnach einst bei einem Einschlag von der Mondoberfläche ins All geschleudert worden sein. Der Quasi-Satellit wäre damit eine Art Miniatur-Mond unseres Planeten.

Der Asteroid 2016 HO3 (Kamo’oalewa) umkreist die Erde als eine Art Mini-Mond. Astronomen haben nun Indizien dafür gefunden, dass er aus lunarem Material besteht. © Addy Graham/ University of Arizona

Der Mond ist nicht der einzige Trabant der Erde. Es gibt gleich mehrere Asteroiden, die unseren Planeten als Quasi-Satelliten umkreisen oder in hufeisenförmigen Bahnen um uns herumpendeln. Meist stammen diese Brocken aus dem Asteroidengürtel und wurden durch Schwerkraftturbulenzen oder Kollisionen aus ihrer ursprünglichen Bahn gelenkt. Allerdings bleiben diese Mini-Monde nicht dauerhaft in Erdnähe gefangen, sondern verlassen Orbit und Erdbahn nach einigen Monaten oder Jahren wieder.

Quasi-Satellit in eirigem Orbit

Doch einer unserer aktuellen Mini-Monde könnte etwas ganz Besonderes sein, wie nun Benjamin Sharkey von der University of Arizona und seine Kollegen herausgefunden haben. Es handelt sich um den vor fünf Jahren entdeckten Asteroiden 2016 HO3, auch als (469219) Kamo’oalewa bekannt. Dieser 40 bis 100 Meter große Brocken umkreist die Erde in einem weiten, etwas eirigen Orbit gegen ihre Rotationsrichtung und begleitet sie so um die Sonne.

Um mehr über Zusammensetzung und Herkunft dieses Quasi-Satelliten zu erfahren, haben Sharkey und sein Team den kleinen Erdbegleiter mit dem Large Binocular Telescope in Arizona und dessen Spektroskop näher in Augenschein genommen. Dafür stand ihnen allerdings nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung: Der kleine Asteroid wird nur einmal im Jahr – im April – hell genug, um ihn von der Erde aus mit leistungsstarken Teleskopen beobachten zu können.

Rätselhafte Röte

Schon die erste Beobachtung im April 2017 ergab Überraschendes: Das Spektrum des von der Asteroidenoberfläche reflektierten Lichts unterschied sich von dem normaler erdnaher Asteroiden. „Ich habe jedes Spektrum solcher Asteroiden durchgeschaut, zu dem wir Zugang hatten, aber nichts passte“, sagt Sharkey. Vor allem der hohe Rotanteil des Lichtspektrums und damit die starke Reflexion im langwelligen Bereich war ungewöhnlich.

„Das Spektrum deutet auf eine silikatbasierte Zusammensetzung hin, aber der Rotanteil ist weit jenseits dessen, was für Asteroiden im inneren Sonnensystem typisch ist“, erklären die Astronomen. „Wir wussten nicht, was wir davon halten sollten“, sagt Sharkeys Kollege Vishnu Reddy. Nachdem die eigentlich geplante Nachbeobachtung im April 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, bekam das Team erst im April 2021 die Chance, mithilfe des Lowell Discovery Telescope (LDT) ergänzende Daten zu Kamo’oalewa zu sammeln.

Ähnlichkeit mit Mondgestein

Die neuen Beobachtungdaten bestätigten die auffällige „Rötung“ des Lichtspektrums: „Wir dachten: Wow, es ist wirklich wahr“, erzählt Sharkey. Die genaueren Spektraldaten lieferten zudem Hinweise darauf, dass die Rötung des Spektrums auf eine Weltraumverwitterung des silikatreichen Asteroidengesteins zurückgehen könnte – eine chemische Veränderung, wie sie unter anderem für die Mondoberfläche typisch ist.

Apollo 14
Das Spektrum von Kamo’oalewa ähnelt dem der Proben, die NASA-Astronaut Alan Shepard im Februar 1971 bei der Apollo-14-Mission auf dem Mond einsammelte.© NASA

Stammt der Asteroid 2016 HO3 womöglich vom Mond? Um das zu prüfen, verglichen Sharkey und sein Team das Lichtspektrum des Quasi-Satelliten mit den spektralen Daten von 19 Mondproben der Apollo-Missionen – und wurden fündig: „Die Körnchen aus der Mondprobe #14163 von Apollo 14 zeigen eine hohe Überstimmung mit unseren Daten von Kamo’oalewa“, berichten die Astronomen.

Weitere Indizien für einen lunaren Ursprung

Nach Ansicht von Sharkey und seinem Team könnte der kleine Erdbegleiter demnach aus lunarem Material bestehen, das einst durch einen Einschlag ins All hinaus geschleudert wurde. Für einen solchen lunaren Ursprung würde auch der Orbit des Asteroiden sprechen. Er ist retrograd und leicht gegen die Ekliptik geneigt. Modellsimulationen legen zudem nahe, dass Kamo’oalewa bis vor rund 100 Jahren einer hufeisenförmigen Bahn folgte, bevor er dann zum Quasi-Satelliten wurde.

„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein normaler erdnaher Asteroid spontan in einen Trabantenorbit wie dem von Kamo’oalewa wechseln würde“, sagt Sharkeys Kollegin Renu Malhotra. Ebenfalls für einen Ursprung im Erde-Mond-System spricht ihren Angaben zufolge die Geschwindigkeit des Asteroiden: Relativ zur Erde bewegt er sich nur mit zwei bis fünf Kilometern pro Sekunde, klassische erdnahe Asteroiden fliegen hingegen meist mit rund 20 Kilometern pro Sekunde.

Noch ist nicht eindeutig klar, ob der rätselhafte Erdbegleiter Kamo’oalewa tatsächlich vom Mond stammt. „Unsere Antworten sind bisher noch spekulativ“, räumen auch die Astronomen ein. Sie arbeiten aber bereits daran, mehr über die Herkunft des kleinen Quasi-Satelliten herauszufinden. (Communications Earth & Environment, 2021; doi: 10.1038/s43247-021-00303-7)

Quelle: University of Arizona

12. November 2021 / Quelle: https://www.scinexx.de/news/kosmos/ein-mondfragment-als-quasi-satellit/


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Erdumkreisender Asteroid Kamo’oalewa könnte aus lunarem Material bestehen, interessiert mich da schon mehr. Da bin ich absolut begeistert. Hoffentlich hält die chinesische Weltraumbehörde CNSA an ihren Plänen fest die Sonde ZhengHe nach (469219) Kamoʻoalewa zuschicken. Kamoʻoalewa unbedingt per Sonde erforschen und untersuchen Auch Artemis 1 ist auf einem guten weg und fertig gestapelt, eine echte Schönheit.

Deutscher Astronaut zur ISS gestartet, öde-langweilig! Zum Mond (Artemis 1) bin ich dabei aber doch nicht wenn die Menschheit quasi in der Erdumlaufbahn abhängt, während im All Geheimisse darauf warten gelüftet zu werden. Erdumkreisender Asteroid Kamo’oalewa könnte aus lunarem Material bestehen, interessiert mich da schon mehr. Da bin ich absolut begeistert. Hoffentlich hält die chinesische Weltraumbehörde CNSA an ihren Plänen fest die Sonde ZhengHe zu (469219) Kamoʻoalewa schicken.

Zwar sind bei Testflug von Artemis 1 keine Astronauten an Bord, aber eine tolle Auswahl an Cubesats (Wissenschaftliche Nutzlasten) die mitfliegt ist da ein tolles Trostpflaster. Testflug zum Mond und und Cubesats die den Mond erforschen, das ist doch was. Das begeistert mich.

Perseverance scheint an einer interessanten Stelle eine dritte Bohrung vorgenommen zu haben, leider im offiziellen Account sehr schwammig formuliert. Deshalb hab ich mit dem schreiben noch gewartet, aber eine offizielle Mitteilung und Bilder stehen immer noch aus, deshalb erstmal nur das neuste zum Mond und Artemis 1. Mit viel Glück kommt noch was offizielles in form eines Bildes oder Tweets am Wochenende (Samstag-Abend/Sonntag Nacht MEZ). Auf jeden fall Anfang nächster Woche was neues von den Rover-Verantwortlichen, was den der Rover die letzten tage so schönes gemacht hat.

Christian Dauck


Einer von nur einer Handvoll Asteroiden, die die Erde als sogenannte Quasisatelliten begleiten, ist womöglich der erste bekannte Himmelskörper, der seinen Ursprung auf dem Erdmond hat.

Das legen ausführliche Beobachtungen des erst 2016 entdeckten Objekts namens (469219) Kamoʻoalewa nahe, die nun vorgestellt wurden.

Der lediglich etwa 50 Meter durchmessende Asteroid umkreist die Sonne auf einer Bahn, die der Erde stark gleicht und ist äußerst schwierig zu beobachten. Lediglich für eine Woche im April ist er der Erde so nahe, dass er mit den stärksten Teleskopen untersucht werden kann. Bei den jetzt veröffentlichten Analysen kam demnach heraus, dass das Spektrum des von ihm reflektierten Lichts zu dem des bei den Apollo-Missionen eingesammelten Mondgesteins passt.

Gegenwärtig sind nur fünf sogenannte Quasisatelliten bekannt; sie begleiten die Erde auf äußerst instabilen Bahnen. (469219) Kamoʻoalewa ist der stabilste, aber darüber hinaus wurden bisher nur wenige Informationen über das Objekt gesammelt. Der von einem Team um Ben Sharkey von der Universität Arizona vorgestellten Studie zufolge passt das Spektrum des von ihm reflektierten Lichts unter allen erdnahen Asteroiden zu keinem anderen. Man habe die Verbindung zum Mond lange angezweifelt und konnte im April 2020 wegen der Corona-Pandemie keine Folgebeobachtungen vornehmen. Dieses Jahr habe man diese nachgeholt und bestätigt, dass das Spektrum mit dem Vergleich zum Mond viel einfacher zu erklären sei.

Zusätzlich zu dem Spektrum deute auch der ungewöhnliche Orbit auf eine Verbindung zum Mond hin, ergänzen sie. Der sei leicht geneigt. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass ein beliebiger erdnaher Asteroid spontan in solch einen Orbit einschwenkt. Die Forscher und Forscherinnen gehen davon aus, dass (469219) Kamoʻoalewa gerade einmal seit 500 Jahren in seiner aktuellen Umlaufbahn unterwegs ist und sie in 300 Jahren schon wieder verlässt. Eine Hypothese lautet, dass er bei einem Einschlag auf den Mond aus dessen Oberfläche geschleudert wurde.

Erst vor zwei Jahren hat die chinesische Weltraumbehörde CNSA angekündigt, in wenigen Jahren eine Sonde namens ZhengHe zu (469219) Kamoʻoalewa schicken zu wollen, die Material von dort zur Analyse auf die Erde bringen soll. Angesichts der im Fachmagazin Nature Communications Earth and Environment erläuterten Erkenntnis zum möglichen Ursprung, dürfte diese Mission nun noch sehnsüchtiger erwartet werden.

12.11.2021 / Quelle: https://www.heise.de/news/Kamo-oalewa-Erdnaher-Asteroid-und-Quasisatellit-stammt-womoeglich-vom-Mond-6265420.html


ARTEMIS 1:Fünf harte Tests bis zum neuen Starttermin der Mondmission

Die NASA hat das Orion-Raumschiff an die SLS-Mondrakete montiert. Der Start verschiebt sich um einen Monat und weitere Tests sind nötig.

Das Orion-Raumschiff in der Montagehalle der SLS-Mondrakete.

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und ihre Partner wollen zum Mond aufbrechen. Der Starttermin wurde aber erneut verschoben. Eigentlich sollte die Artemis 1 Mission noch Ende 2021 starten, dann wurde sie auf Januar 2022 verschoben und nun auf Februar desselben Jahres. Weitere Verschiebungen sind möglich, denn einen genauen Starttermin hat die Behörde noch nicht festgelegt. Nun sollen erst mal fünf weitere Tests erfolgen. Außerdem wurde das Orion-Raumschiff mit der Rakete verbunden. „Nach Abschluss der Stapelung liegt nun eine Reihe integrierter Tests zwischen der Mega-Mondrakete und dem für Februar 2022 geplanten Start in den tiefen Weltraum“heißt es bei der NASA.

Die Artemis 1 Mission sei dabei der Wegweiser „für einen künftigen Flugtest mit Besatzung“. Sie soll auf einen regelmäßigen Flugverkehr zwischen Erde und Mond vorbereiten, bei dem Astronautinnen und Astronauten zunächst zum Lunar Gateway gebracht werden und anschließend ab 2024 auf dem Mond landen sollen. Da der Start der ersten Artemis-Mission immer wieder stückweise verschoben wurde, kann es gut möglich sein, dass die nächste Mondlandung ebenfalls nach hinten rückt. Bei dem Lunar Gateway handelt es sich übrigens um eine Raumstation, ähnlich wie die der Internationalen Raumstation ISS. Nur dass sie kleiner sein und eine Umlaufbahn um den Mond haben wird.

Montage der Orion-Raumkapsel an die Raketenspitze

Am 23. Oktober veröffentlichte die NASA unter anderem auf Twitter ein Bild, auf dem die Montage des Orion-Raumschiffs an die SLS-Mondrakete („Space Launch System“) zu sehen ist. Mit diesem Raumschiff soll zunächst eine unbemannte Mission um den Mond geschickt werden, bevor die ersten Raumfahrenden ab der Artemis 2 Mission an Bord des Raumschiffs sein sollen.

Übrigens: Das „European Service Module“, kurz ESM (engl. europäisches Service-Modul), wurde mit der Hilfe von Airbus gebaut. In dem ESM sind die Antriebs-, Wärmekontroll-, Stromversorgungs- und kritischen Bordsysteme von Orion untergebracht. Das Modul soll sechs Raumfahrende bis zu sechs Monate lang beherbergen und versorgen können.

Noch fünf Tests bis zum Start

Bevor es aber gen Weltraum geht, folgen noch wichtige Tests, erklärt Mike Bolger. Er ist der „Exploration Ground Systems Program Manager“ (engl. Programm-Manager für Explorationsbodensysteme) bei der NASA und erklärt: „Auch wenn es bis zum Start noch einiges zu tun gibt, wie etwa die fortgesetzten integrierten Tests und die Generalprobe, so ist der Anblick des voll ausgestatteten SLS doch eine Belohnung für uns alle.“

„Umsatz und Wissenstransfer sind für studentische Projekte immer eine Herausforderung, und die Pandemie hat das nur noch verschärft“, schrieb er. Auch bei mehreren Komponenten der Mission hatte das Team laut Muhlberger „Pech“. Bei der Integration der CubeSats traten einige Probleme auf, die eine „umfangreiche Demontage zur Diagnose und Reparatur“ erforderten. Die anderen neun Mitfahrgelegenheiten, die mit Artemis 1 eingeführt werden, sind:

•  Lunar IceCube:  Diese von der Morehead State University in Kentucky geleitete Mission wird den Mond mit einem Infrarotspektrometer umkreisen, um das Vorhandensein von Wasser und organischen Molekülen auf der Mondoberfläche und in der Mondexosphäre zu untersuchen.

•  NEA Scout:  Die NEA Scout-Mission setzt ein Sonnensegel ein, um sich zu einem Vorbeiflug mit einem kleinen Asteroiden zu lenken. Das kleine Raumschiff wurde vom Jet Propulsion Laboratory der NASA und dem Marshall Space Flight Center entwickelt.

• LunaH-Map:  Der Lunar Polar Hydrogen Mapper, der an der Arizona State University entwickelt wurde, wird laut NASA den Wasserstoffgehalt des gesamten Südpols des Mondes, auch in permanent abgeschatteten Regionen, mit hoher Auflösung kartieren.

•  CuSP:  Der CubeSat zur Untersuchung von Solar Particles oder CuSP wird die Sonne im interplanetaren Raum umkreisen. CuSP wird Partikel und Magnetfelder beobachten, die von der Sonne wegströmen, bevor sie die Erde erreichen, wo sie geomagnetische Stürme und andere Weltraumwetterereignisse auslösen können.

• LunIR: Die  von Lockheed Martin entwickelte Lunar Infrared Imaging Mission wird einen Vorbeiflug am Mond durchführen, um Wärmebilder der Mondoberfläche zu sammeln. Die Mission wird auch CubeSat-Technologien im Weltraum demonstrieren.

•  Team Miles:  Dieser privat entwickelte CubeSat testet ein Miniatur-Plasmaantriebssystem im Weltraum. Die Team Miles-Mission ist eine Partnerschaft zwischen Miles Space und Fluid & Reason LLC, zwei in Florida ansässigen Unternehmen.

•  EQUULEUS:  Das Mond-Erde-Punkt 6U-Raumschiff EQUIlibriUm wird zum Erde-Mond-L2 Lagrange-Punkt jenseits der anderen Seite des Mondes reisen. Die von der Japan Aerospace Exploration Agency und der University of Tokyo entwickelte Mission wird die Plasmasphäre der Erde abbilden, Einschläge auf der Mondfernseite beobachten und energiearme Flugbahnkontrollmanöver in der Nähe des Mondes demonstrieren.

•  OMOTENASHI:  Die von der NAno Semi-Hard Impactor-Mission demonstrierten herausragenden MOon-Erkundungstechnologien, die ebenfalls von JAXA und der Universität Tokio entwickelt wurden, werden mit einem Feststoffraketenmotor eine „halbharte“ Landung auf der Mondoberfläche versuchen.

•  ArgoMoon:  Diese Mission wird einen kleinen Satelliten verwenden, um Näherungsmanöver um die SLS-Oberstufe nach der Bereitstellung vom Orion-Stufenadapter durchzuführen. ArgoMoon, bereitgestellt von der italienischen Raumfahrtbehörde in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Argotec, wird hochauflösende Bilder der oberen Bühne für die historische Dokumentation bereitstellen.

https://spaceflightnow.com/2021/10/12/adapter-structure-with-10-cubesats-installed-on-top-of-artemis-moon-rocket/

Zu den anstehenden Tests gehören ein simulierter Startcountdown-Test (Countdown Sequencing Testing) um die Software zu testen sowie ein End-to-End-Kommunikationstest, um die Funkfrequenzen von der Missionskontrolle zu SLS, ICPS (kryogenische Zwischenantriebsstufe) und Orion zu erproben.

Außerdem stehen noch programmspezifische technische Tests, um die Funktion verschiedener System zu kontrollieren, ein Be- und Enttankungstest von Treibstoff (Wet Dress Rehearsal Testing) und ein „Interface Verification Testing“, bei dem geprüft werden soll, ob die Funktionalität und Interoperabilität der Schnittstellen zwischen den Elementen und Systemen gegeben ist, an

Quelle: https://www.golem.de/news/artemis-1-fuenf-harte-tests-bis-zum-neuen-starttermin-der-mondmission-2110-160559.html

SLS-Raketenantrieb für NASA-Mondmission erfolgreich getestet

Der Start des Space Launch System wurde für die kompletten acht Minuten simuliert. Die unbemannte Mondmission Artemis I könnte im November 2021 abheben.

Der Raketenantrieb des Space Launch System (SLS) ist im Rahmen der Vorbereitungen für die Artemis I Mondmission der NASA erneut getestet worden – und jetzt erfolgreich. Nachdem sich die vier RS-25 Raketenantriebe beim vorherigen Test im Januar vorzeitig abgeschaltet hatten, konnte nun der komplette Raketenstart von acht Minuten simuliert werden.

Die Triebwerke werden im nächsten Schritt aufgearbeitet und dann in Florida in die Mondrakete Artemis I eingebaut. Deren Start ist nach aktuellem Stand immer noch für November 2021 geplant.

Das Raketentriebwerk des SLS mit seinen vier RS-25 Antrieben wurde wieder im Stennis Space Center im US-Bundesstaat Mississippi getestet. Im als „Hot Fire“ bezeichneten Test feuerten alle vier Triebwerke für acht Minuten und 19 Sekunden. Das ist die Zeit für den Start des SLS und bis die Rakete das Weltall erreicht. Dabei wurden auch die Beweglichkeit der einzelnen Triebwerke zur Steuerung der Rakete sowie Schubänderungen simuliert.

Mitte Januar hat sich der Raketenantrieb für die neue NASA-Mondmission beim ersten Test noch vorzeitig abgeschaltet. Auch damals war der Test auf acht Minuten ausgelegt, aber die vier RS-25 Raketenantriebe schalteten nach nur etwas mehr als einer Minute ab. Kurz darauf eklärte die NASA, dass der SLS-Raketenantrieb aus Vorsicht abschaltete. Eine erste Analyse machte die Lenkung der Raketentriebwerke für den Abbruch verantwortlich.

Der erneute Hot-Fire-Test verlief dagegen erfolgreich und sogar länger als erforderlich. Zuvor hatte die NASA eine Mindestlaufzeit von vier Minuten genannt, um alle notwendigen Daten sammeln zu können. Jetzt stehen der NASA weitaus mehr Daten zur Analyse zur Verfügung. Der Antrieb des SLS ist nach eigenen Angaben das bislang größte Raketentriebwerk der NASA.

Das Raketentriebwerk wird als Nächstes aufgearbeitet und überholt, bevor es auf den Weg zum Kennedy Space Center in Florida gebracht wird. Dann wird es zusammen mit Feststoffraketen und anderen Teilen wie der wiederverwendbaren Raumkapsel Orion für die Mondmission Artemis I vorbereitet. Diese ist zunächst unbemannt, doch kann Orion auch Menschen transportieren.

Ob Artemis I wie ursprünglich geplant im November starten kann, soll laut NASA-Interimschef Steve Jurczyk in den nächsten Wochen entschieden werden, wie Spacepolicyonline.com berichtet. Eine Verschiebung sei möglich. Jurczyk zeigt sich optimistisch hinsichtlich Artemis II, dem ersten bemannten Raumflug mit dem SLS im Jahre 2023. 2024 sollte Artemis III Menschen auf den Mond bringen – zum ersten Mal seit 1972. Allerdings hat die NASA im Februar bestätigt, dass es 2024 keine Mondlandung geben wird. Aus Budgetgründen.

Quelle: https://www.heise.de/news/SLS-Raketenantrieb-fuer-NASA-Mondmission-erfolgreich-getestet-5992415.html

Flie­gen­de Stern­war­te SO­FIA ent­deckt Was­ser­mo­le­kü­le auf dem Mond

Viel ist es nicht – als habe man eine 0,33-Liter-Getränkedose auf einem Fußballfeld verteilt. Dennoch ist der Fund der fliegenden Sternwarte „Sofia“ spannend: Auf der Mondoberfläche gibt es Wasser.

This illustration highlights the Moon’s Clavius Crater with an illustration depicting water trapped in the lunar soil there, along with an image of NASA’s Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA) that found sunlit lunar water.
Credits: NASA

Im Hangar von Lufthansa Technik am Hamburger Flughafen steht in diesen Tagen ein einzigartiges Flugzeug zur turnusmäßigen Durchsicht: Die fliegende Sternwarte „Sofia“, eine 43 Jahre Boeing 747SP, wird bis Anfang kommenden Jahres in Fuhlsbüttel gewartet.

Das Besondere an der Maschine ist, dass sie in ihrem Inneren ein Infrarotteleskop und andere wissenschaftliche Gerätschaften trägt. Mit ihnen lässt sich bei Forschungsflügen weit hinaus ins All schauen, jenseits des störenden Wasserdampfes in der Erdatmosphäre. Dazu wird eine große Tür an der Seite des Jets geöffnet, durch die das 2,7-Meter-Teleskop nach draußen sehen kann.

Die fliegende Sternwarte ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-Weltraumbehörde Nasa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit Jahren steht sie aber immer wieder in der Diskussion. Die Amerikaner haben mehrfach gedroht, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Aus ihrer Sicht war der wissenschaftliche Output in Form von Publikationen nicht überzeugend genug.

Am Montag verkündete die Nasa nun jedoch auf einer recht kurzfristig angesetzten Pressekonferenz eine – wie sie vorab warb – „aufregende neue Entdeckung“, die ohne „Sofia“ nicht ohne weiteres möglich gewesen wäre. Ein Team um Casey Honniball vom Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt (US-Bundesstaat Maryland) hat demnach bereits bei einem Messflug am 31. August 2018 molekulares Wasser auf der Oberfläche des Mondes nachgewiesen – und zwar auch in Bereichen des Erdtrabanten, die von der Sonne beschienen werden. Die „Sofia“-Messungen fanden damals am Krater Clavius im südlichen Hochland des Mondes statt. Er hat einen Durchmesser von etwa 225 Kilometer und ist damit der zweitgrößte Krater, den man von der Erde aus sehen kann.

Zukünftige Missionen könnten sich für das Wasser interessieren

Die Forscher berichten auch im Fachmagazin „Nature Astronomy“ über ihre Entdeckung. Dort hatte man das entsprechende Manuskript bereits im vergangenen November erhalten, aber erst jetzt veröffentlicht. Möglicherweise gab es Überarbeitungswünsche durch die wissenschaftlichen Gutachter der Zeitschrift. Der Artikel berichtet nun von Wassermolekülen, die in winzigen Glaskügelchen und zwischen den Körnern des Mondstaubs eingeschlossen sind. Die Konzentration der Moleküle ist niedrig – 100 bis 400 von ihnen kommen auf eine Million andere Moleküle auf der Oberfläche. Und doch: Das Wasser ist da, auch bei Temperaturen von bis zu 120 Grad Celsius.

„Die Menge an Wasser, die ‚Sofia‘ entdeckt hat, entspricht etwa dem Inhalt einer 0,33-Liter-Getränkedose, verteilt über die Oberfläche eines Fußballfeldes“, erklärt Alessandra Roy, „Sofia“-Projektwissenschaftlerin im DLR Raumfahrtmanagement, die nicht an Honniballs Forschungen beteiligt war. „Der Mond bleibt damit trockener als die Wüsten auf der Erde, aber die gefundene Wassermenge könnte immer noch wichtig für zukünftige astronautische Weltraumissionen werden.“

„Wir wissen noch nicht, ob wir es als Ressource nutzen können, aber das Wissen über das Wasser auf dem Mond ist der Schlüssel für unsere ‚Artemis‘-Erkundungspläne“, twitterte Nasa-Chef Jim Bridenstine zur Verkündung der Ergebnisse.

Die US-Weltraumbehörde hat angekündigt, bis zur Mitte des Jahrzehnts wieder mit Menschen auf den Mond zurückkehren zu wollen. Derzeit laufen zahlreiche Ausschreibungen für die nötige Technik, die auch von Privatfirmen eingekauft werden soll. Wie es mit dem entsprechenden „Artemis“-Programm weitergeht, wird auch der Ausgang der Präsidentschaftswahl entscheiden. Mit einem möglichen Regierungswechsel könnte – wie es in der Vergangenheit bereits mehrfach passiert ist – die Arbeit der Weltraumbehörde neu ausgerichtet werden.

Es ist nicht ganz klar, warum das Wasser noch da ist

Unabhängig davon zieht es aber zum Beispiel die Chinesen auf den Mond, auch Russland vermeldet langfristig entsprechende Pläne.

Und wer immer auf dem Erdtrabanten landet, wird sich darum bemühen, die dort existierenden Ressourcen für die Mission zu nutzen – weil der Frachttransport von der Erde extrem teuer ist. Wasser wäre nicht nur für Astronauten interessant, sondern auch als Raketentreibstoff, wenn man vom Mond weiter hinaus ins Sonnensystem fliegen will.

Bereits seit gut zehn Jahren gibt es Hinweise darauf, dass der Mond nicht so staubtrocken ist, wie man vermuten könnte. Entsprechende Beobachtungen haben die Raumsonden „Chandrayaan-1“, „Deep Impact“ und „Cassini“ gemacht. Allerdings war es in diesen Messungen nicht einfach möglich, zwischen Wassermolekülen – sie bestehen aus zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom – und sogenannten Hydroxylradikalen zu unterscheiden, bei denen nur ein Wasserstoff- und ein Sauerstoffatom verbunden sind. Das lag an der Wellenlänge der Infrarotstrahlung, die damals gemessen worden war. Diese war sowohl für Wassermoleküle als auch Hydroxylradikal charakteristisch. Die Messungen von Honniball und ihren Kollegen fanden nun bei einer anderen Wellenlänge statt, über die sich das Wasser nach Ansicht der Forscher zweifelsfrei als solches identifizieren lässt.

„Faszinierend und extrem spannend“ nennt Mondforscher Harald Hiesinger von der Universität Münster die Ergebnisse im Gespräch mit dem SPIEGEL. Die Studie sei „ziemlich clever gemacht“ und ergänze „die bisherigen Ergebnisse deutlich“.

Interessant ist die Frage, warum die Wassermoleküle eigentlich noch da sind – es wäre zu erwarten, dass sie durch die Sonneneinstrahlung längst verdunstet und auf Nimmerwiedersehen ins All entwichen sein müssten. Warum sie dennoch nachweisbar sind, dazu gibt es mehrere Theorien: Zum einen könnte es sein, dass Mikrometeoriten beständig geringe Mengen Wasser zum Mond bringen. Dieses könnte im Gestein abgelagert werden. Oder aber, durch größere Einschläge wird Wasser aus den tieferen Schichten des Mondbodens nach oben befördert. Eine andere Möglichkeit wiederum bestünde darin, dass durch den Sonnenwind Wasserstoffatome auf den Mond gebracht werden, die sich dort mit den vorhandenen Hydroxylradikalen zu einem Wassermolekül verbinden.

Und dann ist da noch das Eis an den Polen

Neben den fein verteilten Wassermolekülen im Boden gibt es auch größere Wasservorkommen auf dem Mond – und zwar in Form von Eis, das zum Beispiel im schattigen Inneren von Mondkratern überdauert hat. In einem weiteren Artikel in „Nature Astronomy“ berichtet eine Wissenschaftlergruppe um Paul Hayne von der University of Colorado in Boulder, dass weit größere Areale als bisher vermutet als sogenannte Kältefallen fungieren könnten.

Das heißt: An diesen Orten kommt so wenig Wärme von der Sonne an, dass Eis dort dauerhaft bestehen kann. Den Forschern zufolge ist es auf rund 40.000 Quadratkilometern der Mondoberfläche kalt genug. Das Team hatte mit Daten des „Lunar Reconnaissance Orbiter“ gearbeitet. Bei Modellierungen fanden die Forscher heraus, dass aus ihrer Sicht vor allem die Zahl der kleinen Kältefallen bisher unterschätzt wurde. Selbst in Bereichen mit nur einem Zentimeter Durchmesser könnten Eisstücke überleben. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das an den Mondpolen eingeschlossene Wasser als Ressource für künftige Missionen weiter verbreitet und zugänglich sein könnte als bisher angenommen“, lautet daher ihr Fazit.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/sofia-fliegende-sternwarte-von-nasa-und-dlr-findet-wasser-auf-dem-mond-a-3fc47690-ee4f-4fce-9183-53fca63345f6

NASA Selects Blue Origin, Dynetics, SpaceX for Artemis Human Landers

Das Starship von SpaceX hat mich nun nicht überrascht. Immerhin bringen sie voraussichtlich ende Mai, in einem Testflug wieder Astronauten zur ISS von Boden der USA, nach ca. 9 Jahren der Space Shuttle – Ära. Und erst vor wenigen Tagen hat das SpaceX-Starship erstmals einen Drucktest bei der Betankung überstanden. https://futurezone.at/science/neues-spacex-starship-besteht-wichtigen-test/400825451 bei den vorherigen 3 versuchen ist der Tank explodiert.

So ein Unternehmen schließt man doch nicht aus. War doch klar das SpaceX mit dabei ist.

Auch interessant das alle Teilnehmer das Lunar-Gateway (Mondstation im Mondorbit in ihren Konzepten für das Andocken unterstützen möchten. Außer Dynetics sind mir die anderen seit Jahren bekannt. Das wird super und ein spannender Wettbewerb zwischen den Teilnehmern. SpaceX – Fans sind schon jetzt aus dem Häuschen vor Freude.

Außer mit Raumfahrt News beschäftige ich mich auch mit den täglichen Nachrichten der Corona-Pandemie, da bin ich genauso so immer auf den aktuellen stand wie bei der Raumfahrt. Aber die meiste Zeit verbringe ich mit Serien, Anime, Filme schauen (Amazon Prime/Netflix/Wakanim) und an der Konsole Zocken.

NASA wählt Blue Art, Dynetics, SpaceX für Artemis Human Landers aus, eine Pressemitteilung der Nasa:

NASA Names Companies to Develop Human Landers for Artemis Moon Missions

Illustration of Artemis astronauts on the Moon.
Illustration of Artemis astronauts on the Moon.Credits: NASA

NASA has selected three U.S. companies to design and develop human landing systems (HLS) for the agency’s Artemis program, one of which will land the first woman and next man on the surface of the Moon by 2024. NASA is on track for sustainable human exploration of the Moon for the first time in history.

The human landing system awards under the Next Space Technologies for Exploration Partnerships (NextSTEP-2) Appendix H Broad Agency Announcement (BAA) are firm-fixed price, milestone-based contracts. The total combined value for all awarded contracts is $967 million for the 10-month base period. 

The following companies were selected to design and build human landing systems: 

  • Blue Origin of Kent, Washington, is developing the Integrated Lander Vehicle (ILV) – a three-stage lander to be launched on its own New Glenn Rocket System and ULA Vulcan launch system. 
  • Dynetics (a Leidos company) of Huntsville, Alabama, is developing the Dynetics Human Landing System (DHLS) – a single structure providing the ascent and descent capabilities that will launch on the ULA Vulcan launch system. 
  • SpaceX of Hawthorne, California, is developing the Starship – a fully integrated lander that will use the SpaceX Super Heavy rocket. 

“With these contract awards, America is moving forward with the final step needed to land astronauts on the Moon by 2024, including the incredible moment when we will see the first woman set foot on the lunar surface,” said NASA Administrator Jim Bridenstine. “This is the first time since the Apollo era that NASA has direct funding for a human landing system, and now we have companies on contract to do the work for the Artemis program.”   

NASA has selected three American companies – Blue Origin, Dynetics and SpaceX – to design and develop human landing systems for the Artemis program. With these awards, NASA is on track to land the next astronauts on the lunar surface by 2024, and establish sustainable human exploration of the Moon by the end of the decade.
Credits: NASA

Fifty years ago, NASA’s Apollo Program proved it is possible to land humans on the Moon and return them safely to Earth. When NASA returns to the Moon in four years with the Artemis program, it will go in a way that reflects the world today – with government, industry, and international partners in a global effort to build and test the systems needed for challenging missions to Mars and beyond. 

“We are on our way.” said Douglas Loverro, NASA’s associate administrator for Human Explorations and Operations Mission Directorate in Washington. “With these awards we begin an exciting partnership with the best of industry to accomplish the nation’s goals. We have much work ahead, especially over these next critical 10 months. I have high confidence that working with these teammates, we will succeed.”  

NASA’s commercial partners will refine their lander concepts through the contract base period ending in February 2021. During that time, the agency will evaluate which of the contractors will perform initial demonstration missions. NASA will later select firms for development and maturation of sustainable lander systems followed by sustainable demonstration missions. NASA intends to procure transportation to the lunar surface as commercial space transportation services after these demonstrations are complete. During each phase of development, NASA and its partners will use critical lessons from earlier phases to hone the final concepts that will be used for future lunar commercial services.

„I am confident in NASA’s partnership with these companies to help achieve the Artemis mission and develop the human landing system returning us to the Moon“ said Lisa Watson-Morgan, HLS program manager at NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama. „We have a history of proven lunar technical expertise and capabilities at Marshall and across NASA that will pave the way for our efforts to quickly and safely land humans on the Moon in 2024.” 

NASA experts will work closely with the commercial partners building the next human landing systems, leveraging decades of human spaceflight experience and the speed of the commercial sector to achieve a Moon landing in 2024.   

The HLS program manager will assign NASA personnel to support the work of each contractor, providing direct, in-line expertise to the companies as requested in their proposals (e.g., design support, analysis, testing). The HLS program will also perform advanced development and risk reduction activities, working in parallel to better inform the approach for the 2024 mission and the necessary maturation of systems for the future sustaining architecture. 

Charged with returning to the Moon in the next four years, NASA’s Artemis program will reveal new knowledge about the Moon, Earth, and our origins in the solar system. The human landing system is a vital part of NASA’s deep space exploration plans, along with the Space Launch System (SLS) rocket, Orion spacecraft, and Gateway. 

NASA is returning to the Moon for scientific discovery, economic benefits, and inspiration for a new generation. Working with its partners throughout the Artemis program, the agency will fine-tune precision landing technologies and develop new mobility capabilities that allow robots and crew to travel greater distances and explore new regions of the Moon. On the surface, the agency has proposed building a new habitat and rovers, testing new power systems and much more to get ready for human exploration of Mars. 

Learn more about each HLS concept:

NASA Selects Blue Origin, Dynetics, SpaceX for Artemis Human Landers

NASA announced that three U.S. companies will develop the human landers that will land astronauts on the Moon beginning in 2024 as part of the Artemis program. These human landers are the final piece of the transportation chain required for sustainable human exploration of the Moon, which includes the Space Launch System rocket, Orion spacecraft, and the Gateway outpost in lunar orbit. 

The awardees for NASA’s Human Landing System contracts are Blue Origin of Kent, Washington, Dynetics (a Leidos company) of Huntsville, Alabama, and SpaceX of Hawthorne, California. These teams offered three distinct lander and mission designs, which will drive a broader range of technology development and, ultimately, more sustainability for lunar surface access. 

The agency is planning crewed demonstration missions to the lunar surface beginning in 2024. The initial demonstration missions represent a return to the Moon for the first time since 1972, but with several key differences, including the use of 21st century technologies and access to more parts of the Moon. Later sustainable demonstration missions will make full use of the Gateway-enabled capabilities, including refueling and reuse of all or parts of the lander. This approach allows NASA and industry to combine their respective expertise and capabilities into tightly collaborative partnerships needed to meet this challenge before achieving a regular cadence of missions using commercial services contracts later in the decade.

“This is the model we’ve used for commercial cargo, commercial crew, and Commercial Lunar Payload Services,” said Marshall Smith, director of human lunar exploration programs at NASA Headquarters in Washington, referring to the precursor development and demonstration activities like COTSCCiCAP, and Lunar CATALYST, respectively. “We’ve proven that an early study and refinement phase, followed by demonstrations, then by services contracts is an effective approach to commercial development for space transportation services for which NASA hopes to be just one of several customers.”  

To start, the companies will begin work in an approximate 10-month base period outlined in the NextSTEP-2 Appendix H BAA. During the base period, NASA teams will be embedded with the companies to help streamline the review of required deliverables to NASA and to impart expertise that the agency has acquired over the last 60 years of human spaceflight systems development.  

“NASA has a proven track record for landing people and cargo on other planetary surfaces,” said Lisa Watson-Morgan, Human Landing System program manager at NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville. “It’s an amazing time to be with NASA partnering with U.S. Industry and our focused goals of landing humans on the Moon by 2024.” 

The concepts are outlined below in alphabetical order.  

Blue Origin 

Blue Origin is the prime contractor for the National Team that includes Lockheed Martin, Northrop Grumman, and Draper. Their Integrated Lander Vehicle (ILV) is a three-stage lander that harnesses the proven spaceflight heritage of each team.  

Artist concept of the Blue Origin National Team crewed lander on the surface of the Moon.
Artist concept of the Blue Origin National Team crewed lander on the surface of the Moon.Credits: Blue Origin

Blue Origin will build the descent element which is powered by BE-7 cryogenic engines three years in private development, with cryogenic technologies now under Tipping Point support. Lockheed will build the ascent element that includes the crew cabin, which will have significant commonality with Orion. Northrop Grumman will build the transfer element based largely on its Cygnus cargo module that services the International Space Station. Northrop Grumman is also leading development of a future refueling element for a sustainable lander demonstration. Draper will provide the guidance, navigation and control, avionics, and software systems that draw largely on similar systems the company has developed for NASA.  

In their proposal, the National Team outlines a plan in which the ILV can dock with either Orion or the Gateway to await crew arrival. The Blue Origin National Team’s elements for the Human Landing System can be launched individually on commercial rockets or combined to launch on NASA’s Space Launch System.

Dynetics 

Dynetics proposed a robust team with more than 25 subcontractors specializing in both the larger elements and the smaller system-level components of the Dynetics Human Landing System. The large team capitalizes on Dynetics’ experience as an integrator on military and defense contracts with large subcontractor teams.  

Artist concept of the Dynetics Human Landing System on the surface of the Moon.
Artist concept of the Dynetics Human Landing System on the surface of the Moon.Credits: Dynetics

The Dynetics Human Landing System concept includes a single element providing the ascent and descent capabilities, with multiple modular propellant vehicles prepositioned to fuel the engines at different points in the mission. The crew cabin sits low to the surface, enabling a short climb for astronauts entering, exiting, or transporting tools and samples. The DHLS systems supports both docking with Orion and with Gateway, and will get a fuel top-off before descending to the surface. After the surface expedition, the entire vehicle will return  for crew transfer back to Orion.  

The Dynetics Human Landing System is rocket-agnostic, capable of launching on a number of commercial rockets.  

SpaceX 

Starship is a fully reusable launch and landing system designed for travel to the Moon, Mars, and other destinations. The system leans on the company’s tested Raptor engines and flight heritage of the Falcon and Dragon vehicles. Starship includes a spacious cabin and two airlocks for astronaut moonwalks.  

Artist concept of the SpaceX Starship on the surface of the Moon.
Artist concept of the SpaceX Starship on the surface of the Moon.Credits: SpaceX

Several Starships serve distinct purposes in enabling human landing missions, each based on the common Starship design. A propellant storage Starship will park in low-Earth orbit to be supplied by tanker Starships. The human-rated Starship will launch to the storage unit in Earth orbit, fuel up, and continue to lunar orbit.   

SpaceX’s Super Heavy rocket booster, which is also powered by Raptor and fully reusable, will launch Starship from Earth. Starship is capable of transporting crew between Orion or Gateway and the lunar surface. 

Forward to the Moon

“We are thrilled to see the variety of approaches from these companies,” said Watson-Morgan. “Beyond our goal to return humans to the Moon by 2024, this accelerated development will boost advances in critical systems for all lander types, human and robotic.”  

NASA got a jump-start in some of those advanced systems through work completed under NextSTEP-2 Appendix E. Eleven U.S. companies provided studies, demonstrations and prototypes under Appendix E, revealing new concepts to address cryogenic fluid management, in-space propellant transfer, and precision landing and hazard avoidance systems.  

When NASA sends astronauts to the surface of the Moon in 2024, it will be the first time  generations of people will witness humans walking on another planetary body, outside of watching historical footage from Apollo. Building on these footsteps, future robotic and human explorers will put infrastructure in place for a long-term sustainable presence on the Moon. 

To learn more about NASA’s Moon to Mars campaign, visit:

www.nasa.gov/topics/moon-to-mars