Asteroid liefert erstmaligen Fund – Tolle und spannende Zeiten für die Astrobiologie

Ein internationales Forscherteam, zu dem auch die Bayreuther Professorin Audrey Bouvier zählt, hat Proben des Asteroiden „Ryogu 20“ untersucht. Die Entdeckungen im Laufe der Analyse könnten einen Hinweis auf die Entstehung von Leben geben.

Der Asteroid Ryugu liefert wichtige Hinweise auf die Entstehung von Leben.

Das Weltall birgt die größten Geheimnisse: Zahlreiche Forscherinnen und Forscher haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, den Weltraum und seine Bestandteile besser zu verstehen. Das war auch die Idee hinter der Mission der Raumsonde Hayabusa2, die von der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA im Jahr 2019 den Asteroiden Ryugu 20 ansteuerte.

Die Sonde sammelte mehrere Proben des Asteroiden, der einen Durchmesser von 0,9 Kilometern hat, und schickte sie in einer Kapsel zur Erde zurück. Die Bayreuther Kosmo-Chemikerin Audrey Bouvier ist Mitglied des internationalen Forschungsteams. Dieses Team war an den ersten in Japan durchgeführten chemischen Analysen der Ryugu-Gesteinsproben beteiligt.

Asteroid Ryugu: Untersuchung liefert wichtige Erkenntnisse

Anders als Meteoriten, die gelegentlich ihren Weg auf die Erde finden, kann bei den Asteroiden davon ausgegangen werden, dass diese nicht durch den Eintritt in die Erdatmosphäre oder den Aufenthalt auf der Erde chemisch verändert wurden. Das macht die Untersuchung der Proben für die Forschenden so spannend.

Die Proben von Hayabusa2 wogen insgesamt etwas mehr als 5,4 Gramm. „Als die Probenbehälter in Japan geöffnet wurden, war die Überraschung groß. Es war weitaus mehr Material, das aussah wie dunkle Kieselsteine, als wir ursprünglich erwartet hatten“, erklärte Bouvier. „Die meisten Proben waren lediglich wenige Millimeter groß. Einzelne Ausnahmen waren bis zu einem Zentimeter groß. Das ist die maximale Größe, die man bei den Probeentnahmen an Asteroid-Oberflächen erhalten kann“, sagte sie.

Bei der Untersuchung der Proben von Ryugu 20 entdeckten die Forschenden, dass die Mineralien in Kontakt mit einer wässrigen Flüssigkeit bei einer Temperatur von etwa 37 Grad Celsius verändert wurden. Außerdem waren sie nie Temperaturen von über 100 Grad Celsius ausgesetzt. Laut Ansicht der Forschenden gebe es Hinweise darauf, dass diese Veränderungen etwa fünf Millionen Jahre nach der Entstehung der ersten Mineralien im Sonnensystem stattgefunden haben.

Wasser auch auf anderen Planeten möglich

Diese Veränderungen lassen Rückschlüsse darauf zu, dass sie in einem der Kleinstplaneten stattgefunden haben, aus denen später Planeten des Sonnensystems geworden sind. Auf dem Vorläufer eines Planeten, einem sogenannten Planetesimal, aus dem Ryugu herausgesprengt wurde, könnte es reichlich Wasser gegeben haben. Das wiederum wäre eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben.

Eine weitere Besonderheit von der Gesteinsproben von Ryugu 20 sind die darin enthaltenen chemischen Elemente. Ryugu ähnelt kohlenstoffhaltigen CI-Chondriten des Meteoriten Ivuna. Besonders stark ist die Ähnlichkeit der Zusammensetzung mit der Fotosphäre der Sonne. Bei der Fotosphäre handelt es sich um die äußere Hülle eines Sterns. Von dieser wird Licht in den Weltraum abgestrahlt, sodass daraus die chemische Zusammensetzung abgeleitet werden kann. Bei der Analyse Asteroiden Ryugu gab es Indizien, dass er von einem Planetesimal abstammt, welches sich am äußersten Rand des Sonnensystems gebildet hat.

Ryugu soll in das Innere des Sonnensystems gewandert sein und gelangte so auf seine heutige erdnahe Umlaufbahn um die Sonne. Laut aktuellen Forschungen wird vermutet, dass Materialien, die am äußersten Rand des Sonnensystems entstanden sind, zur Entstehung der Erde beigetragen haben könnten. Materialien, die Kohlenstoff enthalten, könnten eine wichtige Quelle für die solche „flüchtigen Elemente“ der Erde gewesen sein. Flüchtige Elemente sind etwa Wasserstoff, Sauerstoff oder Kohlenstoff. Sie sind wesentliche Bestandteile der Erdatmosphäre sowie der Ozeane und haben einen entscheidenden Anteil an der Entstehung des Lebens.

Analyse des Asteroids: neue Infos zum Ursprung des Lebens?

Im Vorfeld der Veröffentlichung des „Science“-Artikels gab ein Team internationaler Wissenschaftler*innen bekannt, dass in den Gesteinsproben von Ryugu 20 verschiedene Aminosäuren nachgewiesen wurden. Aminosäuren sind die Bausteine des Lebens auf der Erde. „Es ist das erste Mal, dass Aminosäuren entdeckt wurden, die eindeutig nicht auf der Erde entstanden sind oder verändert wurden. Auch vor diesem Hintergrund ist der Asteroid Ryugu ein spannendes Forschungsobjekt, das aufschlussreiche Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens verspricht. Deshalb möchten wir uns an der Universität Bayreuth in Zukunft verstärkt in die Analyse von extraterrestrischen Gesteinsproben einbringen“, erklärte Bouvier.

Marsgestein soll untersucht werden

Zusammen mit Nobuyoshi Miyajima, Mineraloge am Bayerischen Geoinstitut, möchte Bouvier bei der japanischen Raumfahrtbehörde beantragen, dass Ryugu-Proben für weitere mineralogische und chemische Analysen an das BGI ausgeliehen werden. Das BGI plant zudem, Proben von Marsgestein zu untersuchen. Die „National Aeronautics and Space Administration“ (NASA) sowie die European Space Agency (ESA) bestätigten Bouvier als Mitglied der „Mars Sample Return Campaign Science Group“. Das Gremium plant derzeit die Rückführung von Gesteinsproben vom Mars.

Die Raumsonde Hayabusa2 startete am 3. Dezember 2014 und erforschte den Asteroiden Ryugu 17 Monate lang zwischen Juni 2018 und November 2019. Die Mission umfasste zwei Landungen, um Proben des Asteroiden zu sammeln. Bei der zweiten Landung wurde ein Krater erzeugt, damit nicht nur Oberflächenmaterial, sondern auch Gesteinsproben aus tieferen Schichten gesammelt werden konnten. Die Probenkapsel wurde am 6. Dezember 2020 in Australien geborgen und unter strengen Quarantänebedingungen während der Corona-Pandemie nach Japan gebracht.

Das internationale Team, das die Ryugu-Proben bisher analysiert hat, besteht aus insgesamt sechs Forschergruppen, die von Wissenschaftler*innen in Japan geleitet werden. Audrey Bouvier ist Mitglied der Arbeitsgruppe, welche die in den Proben enthaltenen chemischen Elemente und ihre Isotope untersucht. Die Raumsonde Hayabusa2 ist bereits auf dem Weg zu einem anderen Asteroiden.

Quelle: https://www.infranken.de/ratgeber/wissenschaft-forschung/asteroid-ryugu-20-liefert-erstmaligen-fund-team-um-fraenkische-forscherin-untersucht-ursprung-des-lebens-art-5476258


Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 091/2022 vom 10.06.2022

Neue Erkenntnisse zum Asteroiden Ryugu – Universität Bayreuth an der Erforschung von Weltraumgestein beteiligt

Ein internationales Forscherteam mit Prof. Dr. Audrey Bouvier, Kosmochemikerin am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth, berichtet in „Science“ über mineralogische und chemische Analysen von Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu.

Die Raumsonde Hayabusa2 der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA hat 2019 Proben von dem Asteroiden, der einen Durchmesser von 0,9 Kilometern hat, gesammelt und in einer Kapsel zur Erde zurückgeschickt. Die Forschungsergebnisse werden zu neuen Erkenntnissen über die Entstehung des Sonnensystems und die chemische Zusammensetzung der terrestrischen Planeten beitragen. Unter Bouviers Leitung wird die Erforschung von Weltraumgestein am BGI weiter intensiviert. Neben Asteroiden werden hier in den kommenden Jahren auch Gesteinsproben von Mars und Mond untersucht.

Prof. Dr. Audrey Bouvier
Prof. Dr. Audrey Bouvier, Bayerisches Geoinstitut (BGI), Universität Bayreuth. Foto: UBT / Chr. Wißler.

Prof. Dr. Audrey Bouvier ist Mitglied des internationalen Forschungsteams, das an den ersten, in Japan durchgeführten chemischen Analysen der Ryugu-Gesteinsproben beteiligt war. Im Gegensatz zu den zahlreichen Meteoriten, die auf der Erdoberfläche eingeschlagen sind, haben die vom Asteroiden entnommenen Proben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind garantiert nicht durch den Eintritt in die Erdatmosphäre oder den Aufenthalt auf der Erde chemisch verändert worden. Sie sind so entstanden, wie sie sind: im Weltraum. Die von Hayabusa2 zur Erde gesandten Gesteinsproben hatten ein Gesamtgewicht von etwas mehr als 5,4 Gramm. „Als die Probenbehälter schließlich in Japan geöffnet wurden, war die Überraschung groß, denn es handelte sich um weitaus mehr Material, als wir ursprünglich erwartet hatten“, sagt Bouvier. „Die Proben in den Behältern sahen aus wie dunkle Kieselsteine. Die meisten waren nur wenige Millimeter groß, einige wenige waren größer – bis zu einem Zentimeter, was nahe an der maximalen Größe liegt, die man bei der Probeentnahme an der Asteroid-Oberfläche erhalten kann.”

Ryugu zeigt Spuren der Geschichte des Sonnensystems

Bei ihrer Untersuchung von Ryugu entdeckten die Forscher, dass die Mineralien in Kontakt mit einer wässrigen Flüssigkeit bei einer Temperatur von etwa 37 Grad Celsius verändert wurden, aber nie Temperaturen von über 100 Grad Celsius ausgesetzt waren. Chronologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Veränderungen etwa fünf Millionen Jahre nach der Entstehung der ersten Mineralien im Sonnensystem stattgefunden haben. Diese Veränderungen fanden in einem der unzähligen Kleinstplaneten (Planetesimale) statt, aus denen sich später die Planeten des Sonnensystems durch Akkretion entwickelten. Auf dem Planetesimal, aus dem Ryugu herausgesprengt wurde, könnte es reichlich Wasser gegeben haben, was eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben gewesen wäre.

Ein weiteres auffälliges Merkmal ist die Häufigkeit der in den Gesteinsproben enthaltenen chemischen Elemente: Ryugu ähnelt den kohlenstoffhaltigen CI-Chondriten des Meteoriten Ivuna, aber besonders stark ist die Ähnlichkeit mit der Zusammensetzung der Photosphäre der Sonne. Die Photosphäre ist die äußere Hülle eines Sterns, von der Licht in den Weltraum abgestrahlt wird, so dass man daraus seine chemische Zusammensetzung ableiten kann.

Die Analysen der Ryugu-Proben deuten außerdem darauf hin, dass der Asteroid von einem Planetesimal abstammt, das sich am äußersten Rand des Sonnensystems gebildet hat. Später wanderte Ryugu in das Innere des Sonnensystems und gelangte auf seine heutige erdnahe Umlaufbahn um die Sonne. In der aktuellen Forschung wird vermutet, dass Materialien, die am äußersten Rand des Sonnensystems entstanden sind, zur Entstehung der Erde beigetragen haben könnten. Kohlenstoffhaltige Materialien könnten eine wichtige Quelle für die so genannten flüchtigen Elemente auf der Erde gewesen sein. Flüchtige Elemente wie Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff sind wesentliche Bestandteile der Erdatmosphäre und der Ozeane und haben daher einen entscheidenden Anteil an der Entstehung des Lebens.

Das Bayerische Geoinstitut (BGI) auf dem Campus der Universität Bayreuth.

Das Bayerische Geoinstitut (BGI) auf dem Campus der Universität Bayreuth. Foto: UBT.

Auf der Suche nach Leben im Weltraum: in Zukunft auch an der Universität Bayreuth

Wenige Tage vor der Veröffentlichung des neuen „Science“-Artikels gab ein anderes internationales Forscherteam bekannt, dass in Gesteinsproben von Ryugu 20 verschiedene Aminosäuren nachgewiesen wurden. Aminosäuren sind die Bausteine des Lebens auf der Erde. „Es ist das erste Mal, dass Aminosäuren entdeckt wurden, die eindeutig nicht auf der Erde entstanden sind oder verändert wurden. Auch vor diesem Hintergrund ist der Asteroid Ryugu ein spannendes Forschungsobjekt, das aufschlussreiche Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens verspricht. Deshalb wollen wir uns an der Universität Bayreuth in Zukunft verstärkt in die Analyse von extraterrestrischen Gesteinsproben einbringen“, sagt Prof. Dr. Audrey Bouvier. Gemeinsam mit Dr. Nobuyoshi Miyajima, Mineraloge am Bayerischen Geoinstitut, wird sie bei der japanischen Raumfahrtbehörde beantragen, dass Ryugu-Proben für weitere mineralogische und chemische Analysen an das BGI ausgeliehen werden. Im September 2022 werden am BGI neue Labore für Isotopengeochemie und Kosmochemie eröffnet. Hier sollen hochpräzise Isotopenstudien von Spurenmetallen in Ryugu- und anderen Planetenproben durchgeführt werden.

Voraussichtlich werden auch Proben von Marsgestein an der Universität Bayreuth untersucht werden, sei es in Form von Meteoriten oder von Proben, die von laufenden und zukünftigen Missionen zurückgebracht werden. Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und die European Space Agency (ESA) haben Prof. Dr. Audrey Bouvier kürzlich als Mitglied der Mars Sample Return Campaign Science Group ausgewählt. Dieses internationale Gremium plant derzeit die Rückführung von Gesteinsproben vom Mars. Es definiert die wissenschaftlichen Ziele der laufenden Probensammlung durch den Perseverance-Rover und entscheidet über die Konservierung und Verteilung der Proben für wissenschaftliche Analysen.

Über die Hayabusa2-Mission

Die Raumsonde Hayabusa2 startete am 3. Dezember 2014 und erforschte den Asteroiden Ryugu 17 Monate lang (Juni 2018 bis November 2019). Die Mission umfasste zwei Landeoperationen, um Proben des Asteroiden zu sammeln. Bei der zweiten Landung wurde durch den Abschuss eines 5-Gramm-Tantal-Projektils ein Krater erzeugt, so dass nicht nur Oberflächenmaterial, sondern auch Gesteinsproben aus tieferen Schichten gesammelt werden konnten. Die Probenkapsel wurde am 6. Dezember 2020 in Australien geborgen und unter strengen Quarantänebedingungen während der COVID-19-Pandemie nach Japan gebracht. Das internationale Team, das die Ryugu-Proben bisher analysiert hat, besteht aus insgesamt sechs Forschergruppen, die von Wissenschaftler*innen in Japan geleitet werden. Prof. Dr. Audrey Bouvier ist Mitglied der Arbeitsgruppe, die die in den Proben enthaltenen chemischen Elemente und ihre Isotope untersucht. Die Raumsonde Hayabusa2 ist unterdessen auf dem Weg zu einem anderen Asteroiden.

Veröffentlichung:
Tetsuya Yokoyama et al: Samples returned from the asteroid Ryugu are similar to Ivuna-type carbonaceous meteorites. Science 2022, DOI: https://dx.doi.org/10.1126/science.abn7850

Quelle: https://www.uni-bayreuth.de/pressemitteilung/Hayabusu2


Ist Astrobiologie als Wissenschaft ernst zu nehmen?

Anfangs hatte dieser Wissenschaftsbereich, in denen Aspekte aus der Physik, der Astronomie, der Biologie, der Chemie und auch der Geologie einfließen, einen nicht immer leichten Stand. Einige durchaus renommierte Forscher merkten beispielsweise an, dass die Astrobiologie eine Wissenschaft sei, die erst noch zeigen muss, dass ihr Forschungsobjekt überhaupt existiert. Die Astrobiologie beschäftigt sich nämlich mit der Frage des Lebens im Universum, mit seiner Entstehung und Verteilung.

Da man bis heute aber noch kein Leben auf anderen Planeten oder Monden entdeckt hat, bleibt vieles Spekulation. Auf der anderen Seite ist in den vergangenen Jahren deutlich geworden, dass es um unzählige Sterne Planeten gibt. Und auch auf der Erde hat man Leben an Orten entdeckt, von denen man vor wenigen Jahren nie vermutet hätte, dass es dort irgendeine Form von Leben geben kann.

Am Beispiel der Erde lässt sich auch erforschen, wie Leben entstanden sein könnte, welche Nachweismethoden es gibt und wie man am besten nach Leben auf anderen Welten sucht.

Inzwischen werden an angesehenen Hochschulen Astrobiologie-Vorlesungen angeboten und auch die NASA unterhält ein eigenes Institut für Astrobiologie. Entscheidend für die Beurteilung eines Wissenschaftsfeldes sollte zudem immer sein, ob es sich einer Fragestellung mit wissenschaftlicher Methodik widmet und die Forschungen nach den akzeptierten Standards betreibt oder ob es sich eher mit windigen Untersuchungen und Theorien beschäftigt. Die Astrobiologie – zumindest in der Form wie sie an Universitäten betrieben wird – gehört da zweifellos zur ersten Gruppe. (ds/25. Februar 2013)

Quelle: https://www.astronews.com/frag/antworten/3/frage3361.html


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Ich freue mich für alle Astrobiologen und Menschen die sich dafür interessieren.

Toll diese grandiose Entdeckung. Ich freue mich für alle Astrobiologen und Menschen die sich dafür interessieren. Um so sehnsüchtiger wartet man auf die nächsten Proben von OsirisRex, nicht auszumalen wenn das noch ein zweites mal gelingt. Die Erwartungen sind jetzt noch grösser als ohne hin schon, schade das der momentane Rückflug von OsirisRex noch so lange dauert.

Hoffentlich wird Ryugu nicht der einzige Asteroid sein mit dieser grandiosen und spannenden Entdeckung, wenn kommende Proben von Asteroiden untersucht werden. Das James-Webb Teleskop nimmt in wenigen Wochen den Wissenschaftlichen Betrieb auf. Es wird eine tolle und spannende Zeit für die Astrobiologe.

Den Menschen schein die Tragweite dieser neuen Entdeckung noch nicht bewusst zu sein.

Christian Dauck

Auf der Spur des Lebens: Japanische Forscher finden erstmals Aminosäuren in Asteroiden

Ursprung frühen Lebens/Woher kommt das Leben? An dieser Frage wird auch im Weltraum geforscht. Japanische Wissenschaftler tragen ein Puzzelteil zur Antwort bei. Japanische Forscher haben erstmals in Proben eines Asteroiden Aminosäuren, die fundamentale Bausteine des Lebens sind, nachgewiesen.

Eiweißbausteine sind die Voraussetzung für die Entwicklung von Leben. Die Wissenschaftler konnten diese nun in Proben eines Asteroiden nachweisen. Diese hatte die japanische Raumsonde „Hayabusa 2″ nach sechs Jahren im All zur Erde gebracht.

Japanische Forscher haben erstmals in Proben eines Asteroiden Aminosäuren, die fundamentale Bausteine des Lebens sind, nachgewiesen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf das Wissenschaftsministerium in Tokio berichtete, konnten in Proben des Asteroiden Ryugu mehr als 20 Arten von Aminosäuren nachgewiesen werden. Die japanische Raumsonde „Hayabusa 2“ hatte die Proben nach sechs Jahren im Weltall und mehr als fünf Milliarden zurückgelegten Kilometern im Dezember 2020 in einer Kapsel zur Erde zurückgebracht. Ziel der Mission ist es, den Ursprüngen des Sonnensystems und des Lebens auf der Erde genauer auf die Spur zu kommen.

„Hayabusa 2“ war im Dezember 2014 in Japan gestartet und erreichte nach fast vier Jahren sein rund 300 Millionen Kilometer entferntes Ziel. Die Sonde landete später auf Ryugu und sammelte Proben von der Oberfläche sowie erstmals auch aus einem Bereich unter der Oberfläche eines solchen Asteroiden. Ryugu gehört zu den stark kohlenstoffhaltigen Asteroiden und stammt ursprünglich aus dem äußeren Teil des Asteroidengürtels, der zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist. Die Vorgänger-Sonde „Hayabusa“ (Wanderfalke) hatte im Jahr 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht.

Material aus Frühzeit des Sonnensystems

An der „Hayabusa 2“-Mission hatte sich auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem gemeinsam mit der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelten Lander „Mascot“ beteiligt. Der war im Oktober 2018 auf Ryugu gelandet und hatte den aus hochporösem Material bestehenden Asteroiden erkundet, bis die Batterie ausging.

In Japan wurden die einzelnen Bestandteile der Proben vom Asteroiden Ryugu zunächst kuratiert und beschrieben. Das 4,6 Milliarden Jahre alte Material stammt aus der Frühzeit des Sonnensystems. Vergangenes Jahr wurde mit mikroskopischen, mineralogischen und geochemischen Untersuchungen begonnen. Einen Teil der Proben stellt die japanische Raumfahrtagentur Jaxa auch Forschern anderer Länder zur Verfügung.

Beschleunigten außerirdische Lebensbausteine Entwicklung auf Erde?

Bereits vor 3,9 Milliarden Jahren gab es vermutlich einfaches, einzelliges Leben auf der Erde – also quasi sofort, als die Erde kühl genug für flüssiges Wasser auf der Oberfläche war. Wie konnte Leben so schnell entstehen? Diese Frage beschäftigt Forscher schon lange. Erst kürzlich wurde mitgeteilt, dass ein Forscherteam aus Japan und den USA in drei Meteoriten sogenannte Nukleobasen nachweisen konnte – wichtige Bausteine für die Erbsubstanz DNA. Vermutlich seien diese komplexen Moleküle bereits vor der Entstehung des Sonnensystem im Weltall entstanden, erläutern die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Communications“.

Seit langem ist bekannt, dass viele organische Stoffe im Weltall entstehen können. Aminosäuren und Zucker-Moleküle wurden etwa in Gaswolken und in zur Erde gefallenen Meteoriten nachgewiesen. Dadurch gewann die Hypothese an Gewicht, dass die schnelle Entstehung des Lebens auf der Erde durch einen Zustrom von Lebensbausteinen aus dem All angeschoben wurde.

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/aminosaeuren-in-asteroiden-proben-japanische-forscher-finden-ursprung-fruehen-lebens-UFWGRESNW24LKHYPXP5TWIRKTY.html


Amino acids found in asteroid samples collected by Japan’s Hayabusa2 probe

More than 20 types of amino acids have been detected in samples Japan’s Hayabusa2 space probe brought to Earth from an asteroid in late 2020, a government official said Monday, showing for the first time the organic compounds exist on asteroids in space.

With amino acids essential for all living things to make proteins, the discovery could hold clues to understanding the origins of life, the education ministry said.

In December 2020, a capsule that had been carried on a six-year mission by Hayabusa2 delivered more than 5.4 grams of surface material to Earth from the Ryugu asteroid, located over 300 million kilometers away.

File photo shows the Ryugu asteroid pictured by Hayabusa2 in November 2019. (Photo courtesy of JAXA)(Kyodo)

The probe of Ryugu was aimed at unraveling the mysteries of the origin of the solar system and life. Previous analysis of the samples had suggested the presence of water and organic matter.

The full-fledged investigation of the sample was launched in 2021 by the Japan Aerospace Exploration Agency and research institutions nationwide including the University of Tokyo and Hiroshima University.

Although it is not known how amino acids arrived on ancient Earth, one theory says they were brought by meteorites, with amino acids being detected in a meteorite found on Earth. But there is also a possibility that they were attached on the ground.

Meteors that reach Earth burn up when they hit the atmosphere, and quickly become contaminated with terrestrial microorganisms.

File photo shows samples brought to Earth by the Hayabusa2 space probe from the Ryugu asteroid. (Photo courtesy of JAXA)(Kyodo)

Hayabusa2 was groundbreaking in that it collected subsurface materials not weathered by sunlight or cosmic rays, and delivered them to Earth unexposed to outside air.

Kensei Kobayashi, professor emeritus of astrobiology at Yokohama National University, said the unprecedented discovery of multiple types of amino acids on an extraterrestrial body could even hint at the existence of life outside of Earth.

A capsule used to send asteroid samples to Earth from the Japan Aerospace Exploration Agency’s Hayabusa2 space probe is displayed to the public at Sagamihara City Museum in Kanagawa Prefecture on March 12, 2021. (Kyodo)

„Proving amino acids exist in the subsurface of asteroids increases the likelihood that the compounds arrived on Earth from space,“ he said.

It also means amino acids can likely be found on other planets and natural satellites, hinting that „life could have been born in more places in the universe than previously thought,“ Kobayashi added.

Hayabusa2 left Earth in 2014 and reached its stationary position above Ryugu in June 2018 after traveling 3.2 billion km on an elliptical orbit around the Sun for more than three years.

The probe touched down on the asteroid twice the following year, collecting the first-ever subsurface samples from an asteroid.

Quelle: https://english.kyodonews.net/news/2022/06/9a7dbced6c3a-amino-acids-found-in-asteroid-samples-collected-by-hayabusa2-probe.html


JAXA to announce „major discovery“ about asteroids next spring

Dec 6, 2021 – 20:12 | AllJapan

Japan’s space agency said Monday it plans to release a paper on a „major discovery“ in the field of asteroids as early as next spring based on soil samples from an asteroid that the Hayabusa2 probe brought back to Earth in December last year.

A capsule from the probe, containing more than 5.4 grams of soil samples from the Ryugu asteroid located over 300 million kilometers from Earth, returned exactly a year ago.

The Japan Aerospace Exploration Agency plans to submit the paper on the findings to a major scientific journal, possibly within this year, Tomohiro Usui, manager of the Astromaterials Science Research Group who is leading the analysis, said at a press conference.

Photo shows soil samples from the Ryugu asteroid that the Hayabusa2 space probe brought back to Earth. (Photo courtesy of JAXA) (Kyodo)

Usui said that „unlike meteorites that are contaminated after entering Earth’s atmosphere,“ the samples could provide „information about the exact conditions in space.“

Currently, six teams in Japan are analyzing the samples based on criteria such as organic material.

Japan has handed over some of the soil samples to the U.S. National Aeronautics and Space Administration, in line with a prior agreement reached between the countries.

Quelle: https://english.kyodonews.net/news/2021/12/4a190f47d3c1-jaxa-to-announce-major-discovery-about-asteroids-next-spring.html

Raumsonde DART: Mehr als die hälfte der Reisezeit geschafft

Ca. 1 Jahr Reisezeit, Asteroiden-Abwehrtest-Sonde hat mehr als die hälfte der Reisezeit zum Ziel geschafft. Bilder mit dem Hauptinstrument gibt es ca. 30 Tage vor dem Einschlag/Ankunft. Ankunft/Einschlag Ende September oder in der ersten Oktoberwoche 2022.


Raumsonde DART

NASA testet Asteroiden-Abwehr im All

Stand: 24.11.2021 07:39 Uhr

Es ist ein spektakuläres Experiment zur Asteroiden-Abwehr: In Kalifornien ist eine Rakete mit der Raumsonde DART gestartet, die auf einem Asteroiden einschlagen soll.

Was würde die Menschheit tun, wenn ein riesiger Asteroid auf die Erde zurast? Darauf fand bislang nur Hollywood eine Antwort. US-Schauspieler Bruce Willis machte sich vor gut 20 Jahren in dem Katastrophenfilm „Armageddon“ todesgewiss auf den Weg ins All, um einen Asteroiden zu sprengen. Nun versucht die Wissenschaft zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt, die Flugbahn eines Asteroiden zu verändern.

Dazu ist die kühlschrankgroße Sonde DART (Double Asteroid Redirection Test) von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien zu ihrer Mission gestartet. Ziel der Sonde ist der Doppelasteroid Didymos – griechisch für „Zwilling“. Er besteht aus einem größeren Asteroiden, der der Namensgeber ist, und einem kleineren Asteroiden. Der heißt Dimorphos, hat einen Durchmesser von 160 Metern und kreist in einer Entfernung von 1,1 Kilometer als Mond um den größeren. Auf dem kleineren Asteroiden soll die DART-Sonde einschlagen.

Bild: picture alliance/dpa/NASA/AP

Aus der Umlaufbahn schubsen?

„Nächstes Jahr werden wir Ende September oder in der ersten Oktoberwoche den Asteroiden erreichen und direkt hineinfliegen, um zu erforschen, wie stark wir ihn so verschieben können“, erklärt Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA. „Anschließend wird die ESA mit einer Sonde starten und sich den Krater ansehen, um zusätzliche Informationen über das Experiment zu erlangen.“

Gelingt es, mit solch einem Einschlag die Umlaufbahn von Asteroiden zu verändern? Kann man sie einfach wegschubsen? Und könnte man zukünftig so auch Asteroiden ablenken, die Kurs auf die Erde nehmen? Das wollen die Wissenschaftler herausfinden.

Auf der Erde muss sich wegen des Doppel-Asteroiden niemand Sorgen machen: Er dient als „Testobjekt“ und fliegt im kommenden Jahr in zehn Millionen Kilometer Entfernung an der Erde vorbei.

ESA-Sonde HERA folgt 2024

Nach dem erfolgten Einschlag der NASA-Sonde soll im Oktober 2024 die ESA-Sonde HERA – benannt nach der griechischen Göttin – in einer Folgemission zu dem Doppelasteroiden fliegen.

Michael Küppers, ESA-Projektwissenschaftler für HERA, erklärt: „Mit dem NASA-Experiment und den Beobachtungen des Doppelasteroiden von der Erde aus würde man schon sehen, wie sich die Umlaufperiode des kleinen Asteroiden um den großen ändert. Allerdings: Um dann daraus auch die Effizienz des Impulsübertrags von der Sonde auf den Asteroiden zu bestimmen, muss man die Masse des Monds kennen.“

Dazu wird die ESA-Sonde den Asteroiden mit wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras genau untersuchen. Auch zwei sogenannte CubeSats – schuhkartongroße Satelliten – sollen auf dem Asteroiden landen. „HERA misst dann die Masse von dem Asteroiden, um zu sehen, wie effizient die Bahnänderung wirklich ist. HERA wird sich auch genau den Einschlagkrater anschauen. Außerdem wollen wir die Eigenschaften von Dimorphos studieren, um die Ergebnisse des Einschlags skalieren zu können“, erklärt Küppers.

Die Wissenschaftler wollen also herausfinden, wie übertragbar die Ergebnisse wären, wenn wirklich ein Asteroid auf die Erde zurast.

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So soll der Aufprall der DART-Sonde auf Dimorphos aussehen. Bild: picture alliance/dpa/NASA/Johns Hopkins Applied Physics Lab | Gribbsp1

Asteroiden ablenken oder sprengen

Zurzeit sind etwa 27.000 sogenannte NEOs (Near-Earth-Objects) bekannt, also erdnahe Asteroiden und Kometen. Auch Didymos gehört dazu. Allerdings besteht laut ESA-Wissenschaftler Küppers bei weniger als zehn Prozent die Gefahr, dass sie auf der Erde einschlagen. Viele von ihnen stellten zudem keine größere Gefahr dar, da sie nur ein paar Meter groß seien.

„Wenn es ein kleiner Asteroid wäre, sagen wir von der Größe eines Fußballstadions, der mit einer moderaten Geschwindigkeit fliegt, wäre Ablenkung die einfachste Idee“, sagt NASA-Wissenschaftsdirektor Zurbuchen. „Um einen großen Asteroiden abzuwehren, gibt es viele Ideen. Eine wäre, den Asteroiden zu spalten, etwa durch eine Explosion mit einer Bombe. Aber das hat noch nie jemand praktisch versucht.“

Früh auf Risiken vorbereitet sein

Welche gravierenden Folgen es haben kann, wenn ein großer Gesteinsbrocken auf der Erde einschlägt, erklärt Klimawissenschaftler Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: „Vor 66 Millionen Jahren löste ein gewaltiger Asteroiden-Einschlag ein großes Massenaussterben aus, dem vor allem auch die Dinosaurier zum Opfer fielen.“

Je besser man Risiken kenne, desto besser könne man sich vor ihnen schützen – das lehrten nicht zuletzt Klimakrise und Corona-Pandemie.

Sollte die Asteroidenabwehrmission von NASA und ESA Erfolg haben, hätte man ein Instrument an der Hand, um den Planeten Erde im Ernstfall gegen Asteroiden zu verteidigen.

NASA DART Mission soll Asteroiden aus der Bahn schießen
Arthur Landwehr, ARD Washington, 24.11.2021 · 05:26 Uhr

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/nasa-asteroiden-abwehr-dart-101.html

DART-MISSION: Testlauf für die Verteidigung der Erde gegen Asteroidenbeschuss

In wenigen Tagen soll eine Sonde losgeschickt werden, die im Oktober 2022 in einen Brocken namens Dimorphos krachen soll.

Im Vergleich zur turbulenten Jugend unseres Sonnensystems leben wir heute in relativ ruhige Zeiten, was die Asteroidengefahr aus dem All betrifft – für die Zukunft muss das aber nichts heißen: Derzeit kennt man zwar keinen Felsen, der in absehbarer Zeit direkt auf die Erde zurast, trotzdem kann immer noch ein bisher unentdeckter Asteroid oder Komet aus dem toten Winkel auf uns zusteuern.

An unterschiedlichen Gegenmaßnahmen wird bereits seit Jahren geforscht. Eine Möglichkeit, die Katastrophe abzuwenden, wird demnächst im Rahmen der Nasa-Mission Dart getestet: Beim Double Asteroid Redirection Test kommt ein etwa kühlschrankgroßer Raumflugkörper zum Einsatz, der von Wissenschaftern des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory entwickelt wurde.

Erhoffte Ablenkung

Die Sonde soll als Impaktor dienen und einen herannahenden Asteroiden durch seinen Aufprall frühzeitig ablenken. Selbst kleinste Kursänderungen könnten dabei den entscheidenden Unterschied machen. Am 24. November soll der Flugkörper an Bord einer Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von der Vandenberg-Luftwaffenbasis (Kalifornien) starten. Die Nasa wird über die Vorbereitungen und den Start live berichten.

Überblick über die Dart-Mission.

Ziel der rund 330 Millionen Dollar (rund 290 Millionen Euro) teure Mission ist der Asteroid Dimorphos, den die Dart-Sonde im Oktober nächsten Jahres erreichen soll. Das 160 Meter durchmessende Objekt ist eigentlich der kleinere Begleiter von Didymos, einem 800 Meter großen Asteroiden. Der Dart ist vergleichsweise einfach aufgebaut und besitzt an technischem Gerät bloß eine Kamera, einen Sonnen- sowie einen Sternsensorfür die Navigation an Bord. Nach dem Aufprall soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um Didymos mindestens 73 Sekunden, möglicherweise aber bis zu zehn Minuten kürzer dauern.

Aus der Nähe beobachtet wird das Ereignis von LICIACube (Light Italian CubeSat for Imaging of Asteroids), einer von der italienischen Weltraumorganisation (ASI) beigesteuerte sekundäre Raumsonde, die auf Dart mitreist und sich zehn Tage vor dem Aufprall abtrennt, um Bilder zu schießen.

Hera soll die Folgen begutachten

Das etwa einen Kilometer von einander entfernte Paar ist jedoch nah genug an der Erde, um all das auch mit wissenschaftlichen Instrumenten von unserem Planeten und vom nahen Weltraum aus gut untersuchen und messen zu können. Die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde keine Gefahr darstellen sollte. 2024 soll die ESA-Mission Hera starten, um die Auswirkungen des Aufpralls genauer zu untersuchen.

„Asteroiden sind kompliziert“, sagte die an der Dart-Mission beteiligte Astronomin Nancy Chabot. „Sie sehen unterschiedlich aus, sie haben große Steine, sie haben felsige Stellen, sie haben glatte Stellen, sie haben merkwürdige Formen – all diese Sachen. Diesen echten Test an einem echten Asteroiden zu machen, dafür brauchen wir Dart.“ (red, APA, 20.11.2021)

Quelle: https://www.derstandard.de/story/2000131225784/testlauf-fuer-die-verteidigung-der-erde-gegen-asteroidenbeschuss


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Wenn Wetter und Rakete mitspielen sind es noch wenige Tage bis zum Start.

Denn Start schaue ich mir nicht Live an weil mir das zu früh ist. Trotzdem freue ich mich über die Starvorbereitungen und ganz wichtig über denn beginn der Mission bzw. Forschung. Der Start ist ein wichtiger Meilenstein hin zu interessanter und spannende Forschung die mich mehr interessiert. Endlich wieder eine Sonde mit angemessener Reisezeit von einem Jahr.

Christian Dauck


NASA TV to Air DART Prelaunch Activities, Launch

Illustration of NASA’s DART spacecraft and the Italian Space Agency’s (ASI) LICIACube prior to impact at the Didymos binary system.

Illustration of NASA’s DART spacecraft and the Italian Space Agency’s (ASI) LICIACube prior to impact at the Didymos binary system.Credits: NASA/Johns Hopkins, APL/Steve Gribben

Editor’s Note: This advisory was updated on Nov. 16 to add that the briefings on Nov. 21 and Nov. 22 will air live on NASA Television.

NASA will provide coverage of the upcoming prelaunch and launch activities for the agency’s first planetary defense test mission, the Double Asteroid Redirection Test (DART). The mission will help determine if intentionally crashing a spacecraft into an asteroid is an effective way to change its course. DART’s target asteroid is not a threat to Earth.

DART is scheduled to launch no earlier than 1:20 a.m. EST Wednesday, Nov. 24 (10:20 p.m. PST Tuesday, Nov. 23) on a SpaceX Falcon 9 rocket from Vandenberg Space Force Base in California.

Live launch coverage on NASA Television will begin at 12:30 a.m. EST Wednesday, Nov. 24, 2021 (9:30 p.m. PST Tuesday, Nov. 23, 2021), on NASA Television, the NASA app, and the agency’s website, with prelaunch and science briefings beginning Sunday, Nov. 21.

The spacecraft is designed to direct itself to impact an asteroid while traveling at a speed of roughly 15,000 miles per hour (24,000 kilometers per hour). Its target is the asteroid moonlet Dimorphos (Greek for “two forms”), which orbits a larger asteroid named Didymos (Greek for “twin”). In fall 2022, DART will impact Dimorphos to change its orbit within the Didymos binary asteroid system. The Didymos system is the ideal candidate for DART because it poses no actual impact threat to Earth, and scientists can measure the change in Dimorphos’ orbit with ground-based telescopes.

Due to the coronavirus (COVID-19) pandemic, all media participation in news conferences will be remote. Please refer to NASA’s media accreditation policy for teleconferences and onsite activities. A phone bridge will be provided for each briefing. Media and the public also may refer to the DART press kit for more information on the mission.

Full mission coverage is as follows (all times Eastern):

Sunday, Nov. 21

4 p.m. – DART investigation and engineering briefing on NASA TV with the following participants:

  • Lori Glaze, director of NASA’s Science Mission Directorate’s Planetary Science Division at NASA Headquarters in Washington
  • Tom Statler, DART program scientist, NASA’s Science Mission Directorate’s Planetary Science Division, NASA Headquarters
  • Andy Rivkin, DART investigation team lead, Johns Hopkins Applied Physics Laboratory
  • Betsy Congdon, DART mechanical systems engineer, Johns Hopkins Applied Physics Laboratory
  • Simone Pirrotta, Light Italian Cubesat for Imaging of Asteroids (LICIACube) project manager, Italian Space Agency

This event is open to media with valid credentials. Media who would like to ask questions during the investigation briefing must provide their name and affiliation by 4 p.m. EST (1 p.m. PST) Friday, Nov. 19, to the newsroom at the Kennedy Space Center in Florida at: ksc-newsroom@mail.nasa.gov. Media and the public also may ask questions on social media using #AskNASA.

Monday, Nov. 22

7 p.m. – DART prelaunch news conference on NASA TV with the following participants:

  • Thomas Zurbuchen, associate administrator, NASA’s Science Mission Directorate, NASA Headquarters
  • Lindley Johnson, planetary defense officer, NASA’s Planetary Defense Coordination Office, NASA Headquarters
  • Ed Reynolds, DART project manager, Johns Hopkins Applied Physics Laboratory
  • Omar Baez, senior launch director, Launch Services Program, NASA’s Kennedy Space Center in Florida
  • Julianna Scheiman, director for civil satellite missions, SpaceX
  • Capt. Maximillian Rush, weather officer, Space Launch Delta 30, Vandenberg Space Force Base

This event is open to media with valid credentials. Media who would like to ask questions during the prelaunch briefing must provide their name and affiliation by 1 p.m. EST (10 a.m. PST) Monday, Nov. 22, to the Kennedy newsroom at: ksc-newsroom@mail.nasa.gov. Media may also ask questions on social media using #AskNASA.

Tuesday, Nov. 23

4 p.m. – NASA Science Live, with the following participants:

  • Lori Glaze, director of NASA’s Science Mission Directorate’s Planetary Science Division at NASA Headquarters
  • Nancy Chabot, DART coordination lead, John Hopkins University Applied Physics Laboratory
  • Joshua Ramirez Rodriguez, telecommunications subsystem integration and test lead engineer, Johns Hopkins Applied Physics Laboratory

This event will stream live on the agency’s FacebookTwitter and YouTube channels. Members of the public can participate live by submitting questions in the comment section of the streams, or by using #AskNASA.

Wednesday, Nov. 24

12:30 a.m. – NASA TV live launch coverage begins.

Audio only of the news conferences and launch coverage will be carried on the NASA “V” circuits, which may be accessed by dialing 321-867-1220, -1240, -1260 or -7135. On launch day, „mission audio,“ the launch conductor’s countdown activities without NASA TV launch commentary, will be carried on 321-867-7135.

Quelle: https://www.nasa.gov/press-release/nasa-tv-to-air-dart-prelaunch-activities-launch-0

Spannend und interessant DART-Asteroiden-Mission: Erste planetarische Verteidigungs-Raumsonde/Start hoffentlich ende November 2021

DART-Asteroiden-Mission: Erstes planetarisches Verteidigungs-Raumschiff der NASA

Bei der Mission Double Asteroid Redirection Test (DART) wird ein Raumschiff absichtlich gegen einen Asteroiden prallen.

Die DART-Mission der NASA wird Asteroiden-Abwehrtechniken testen, indem sie einen Asteroiden-Umleitungstest durchführt. (Bildnachweis: NASA/Johns Hopkins, APL/Steve Gribben)

Die Double Asteroid Redirection Test-Mission der NASA, kurz DART, ist ein ehrgeiziges Projekt, mit dem eine Methode zur Ablenkung eines Asteroiden zum Zwecke der Planetenverteidigung unter Verwendung der „kinetischen Impaktor“-Technik getestet werden soll. 

Die DART-Mission soll laut einer NASA-Erklärung zwischen dem 24. November 2021 und dem 12. Februar 2022 an Bord einer SpaceX Falcon 9 starten . Das verzögerte Startfenster wird sich laut NASA-Beamten jedoch nicht auf die ursprünglich geplante Ankunftszeit des Raumfahrzeugs am Ziel Ende September 2022 auswirken . 

Das Ziel von DART ist ein binärer erdnaher Asteroid (65803) Didymos und sein Mondstück Dimorphos. Die DART-Mission ist die erste planetare Verteidigungsmission, die laut The Planetary Society Methoden zur Ablenkung von Asteroiden testet . 

DART wird absichtlich mit einer Geschwindigkeit von 4,1 Meilen pro Sekunde (6,6 km/s) auf den Mondschein Dimorphos treffen. Das sind atemberaubende 14.760 mph (23.760 km/h). Der Einschlag soll laut NASA dazu führen, dass sich die Umlaufgeschwindigkeit des Mondes um einen Bruchteil eines Prozents ändert . Diese leichte Verschiebung sollte ausreichen, um seine Umlaufzeit um einige Minuten zu ändern. Nach Angaben der NASA wird die Änderung der Umlaufbahn von Dimorphos um Didymos von Teleskopen auf der Erde beobachtet und gemessen, um zu sehen, ob die Mission erfolgreich war.  

DART-MISSIONSZIEL

DART wird mit Dimorphos zusammenstoßen und seine Umlaufbahn um Didymos ändern. 
Ob dies erfolgreich war, wird durch erdgestützte Beobachtungen beurteilt.  (Bildnachweis: NASA/Johns Hopkins APL)

Obwohl die Bedrohung durch Asteroideneinschläge gering ist, ist sie laut The Planetary Society dennoch eine Bedrohung, auf die wir vorbereitet sein sollten. Wir müssen uns nur vergangene Einschlagsereignisse wie den massiven Chicxulub- Asteroideneinschlag ansehen , dem das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren zugeschrieben wird, um die katastrophalen Auswirkungen zu erkennen, die ein Einfluss auf das Leben auf der Erde haben kann. 

Die Früherkennung erdnaher Asteroiden ist der erste Schritt zur planetaren Verteidigung. Ungefähr 30 neue Entdeckungen von erdnahen Asteroiden werden jede Woche gemacht und Anfang 2019 wurden laut NASA mehr als 19.000 erdnahe Asteroiden entdeckt. DART wird die erste Mission sein, um eine Asteroidenablenkungstechnik zu testen. 

Die DART-Mission der NASA wird vom Applied Physics Laboratory (JHUAPL) der John Hopkins University geleitet. Das Ziel der Mission ist das binäre Asteroidensystem Didymos, was auf Griechisch „Zwilling“ bedeutet. Das System besteht aus einem erdnahen Asteroiden (65803) mit einem Durchmesser von 0,48 Meilen (780 Meter) und seinem Mondstück Dimorphos mit einem Durchmesser von 525 Fuß (160 Meter). 

Obwohl das Paar keine Bedrohung für die Erde darstellt, sind sie perfekte Kandidaten für die DART-Mission, da Dimorphos ungefähr die gleiche Größe wie ein Asteroid hat, der die wahrscheinlichste Bedrohung für die Erde darstellen könnte (wenn einer auf Kollisionskurs mit dem Planeten wäre). zur Nasa. Ihre Umlaufbahn um die Sonne ist auch nahe genug an der Erde, damit bodengestützte Teleskope alle Unterschiede nach der Kollision beobachten und messen können.

Größenvergleiche zwischen DART-Raumfahrzeugen, Didymos, Dimorphos und Erdobjekten. (Bildnachweis: NASA/Johns Hopkins APL)

DART ist ein einfaches Raumschiff. Laut JHUAPL misst das kastenförmige Hauptfahrzeug etwa 1,2 x 1,3 x 1,3 Meter – etwa so groß wie ein Kühlschrank. Jede der beiden großen Solar-Arrays ist bei voller Entfaltung 8,5 Meter lang. Die DART-Sonde enthält nur ein Instrument – ​​Didymos Reconnaissance and Asteroid Camera for Optical Navigation (DRACO). (Es stellt sich heraus, dass Sie nicht viel mitnehmen müssen, wenn Ihr Hauptziel darin besteht, in einen Asteroiden zu zerschmettern). 

Sobald das DART-Raumschiff auf seinem SpaceX Falcon 9 startet, wird es seine Roll-Out Solar Arrays (ROSA) einsetzen, um sich für die Reise nach Didymos selbst mit Strom zu versorgen. Wissenschaftler testeten die ROSA-Arrays an Bord der Internationalen Raumstation im Juni 2017 und wurden laut NASA als geeignet erachtet, die zur Unterstützung des elektrischen Antriebssystems von DART erforderliche Energie bereitzustellen. (Tatsächlich hat die NASA größere Versionen der ROSA-Arrays zum eigenen Stromnetz der Raumstation hinzugefügt .) Die DART-Raumsonde wird auch den treibstoffeffizienten solarelektrischen Antrieb NASA Evolutional Xenon Thruster-Commercial (NEXT-C) der nächsten Generation verwenden als Teil seines Antriebes im Weltraum. 

Laut JHUAPL wird DART von einer hochentwickelten autonomen Navigationssoftware zu seinem Ziel Dimorphos geführt . Es ist keine leichte Aufgabe, ein Ziel mit einem Durchmesser von 160 Metern und einer Entfernung von 11 Millionen Kilometern von der Erde zu lokalisieren. Laut JHUAPL soll die Navigationssoftware sowohl Didymos als auch Dimorphos identifizieren und zwischen den beiden unterscheiden, sodass das DART-Raumschiff zum kleineren Körper – Dimorphos – geleitet werden kann. 

Während sich das Raumfahrzeug seinem Ziel nähert, wird eine hochauflösende Kamera an Bord – DRACO – helfen, das DART-Raumschiff zu navigieren und Messungen des Zielasteroiden vorzunehmen, einschließlich der Größe und Form von Dimorphos. DRACO basiert auf der LORRI-Kamera der NASA- Raumsonde New Horizons . 

DARTS BEGLEITER: LICIACUBE

LICIACube wird Zeuge des Einflusses von DART auf Dimorphos. 
In diesem Bild inspiziert ein Team von Ingenieuren den LICIACube im John Hopkins Applied Physics Laboratory.(Bildnachweis: NASA/Johns Hopkins APL/Ed Whitman).

Laut NASA wird die DART-Raumsonde ihre Reise zum erdnahen Asteroiden-Binärsystem nicht allein antreten, stattdessen wird die Raumsonde von LICIACube (Light Italian Cubesat for Imaging Asteroids) unterstützt. LICIACube ist ein CubeSat, der von der italienischen Raumfahrtbehörde beigesteuert und vom italienischen Luftfahrtunternehmen Argotec gebaut wurde . 

Laut NASA wiegt der LICIRACube nur 14 Kilogramm und misst ungefähr die Länge der Hand und des Unterarms eines Erwachsenen. Der kleine CubeSat hat eine sehr wichtige Aufgabe und wird etwa 10 Tage vor dem Einschlag der Raumsonde auf Dimosphos von DART eingesetzt. Laut Argotec wird sich LICIACube dann zurückhalten und den Aufprall beobachten und Bilder der Kollision aufnehmen, um die Wirksamkeit des Aufpralls zu überprüfen. 

UNTERSUCHUNGEN NACH DEM AUFPRALL: HERA-MISSION

Die Hera-Mission der ESA wird laut JHUAPL Untersuchungen der Auswirkungen von DART auf Dimorphos durchführen. Die Raumsonde soll 2024 starten und 2026 das Didymos-Binärsystem erreichen. 

Zur Raumsonde Hera der ESA kommen zwei CubeSats. Gemeinsam werden sie Vermessungen von Didymos und Dimorphos durchführen und dabei besonderes Augenmerk auf den Krater richten, der durch die Kollision von DART mit Dimorphos hinterlassen wurde. Die Hera-Mission zielt laut JHUAPL auch darauf ab, eine genaue Masse von Dimosphos zu bestimmen. 

Obwohl die beiden Missionen DART und Hera unabhängig voneinander konzipiert und betrieben werden, werden sie gemeinsam unser Verständnis der planetaren Verteidigungstechnologien verbessern. Teammitglieder beider Missionen sind Teil einer internationalen Zusammenarbeit namens AIDA – Asteroid Impact and Deflection Assessment. Laut ESA ist AIDA eine große internationale Zusammenarbeit zwischen der ESA, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Observatoire de la Côte d´Azur (OCA), der NASA und dem John Hopkins University Applied Physics Laboratory (JHUAPL). 

Quelle: https://www.space.com/dart-asteroid-mission


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Super spannend und interessant: Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den Orbit eines Asteroiden verändern – erstes planetarisches Verteidigungs-Raumschiff (Raumsonde) der Menschheit. Hoffentlich können Sie diesmal das Startfenster der Dart-Mission für ende November 2021 halten. Endlich mal wieder ein interessanter Raketen-Start mit einer tollen Nutzlast wäre super.

Die DART-Mission sollte im Juli starten, aber die NASA kündigte Anfang dieses Jahres an, dass der Start aufgrund von Verzögerungen bei der Lieferung des Hauptinstruments und der Solarzellen des Raumfahrzeugs auf November verschoben werden würde.

Die NASA sagte, die Verzögerung sei durch „technische Herausforderungen“ im Zusammenhang mit dem Bildgebungssystem Didymos Reconnaissance and Asteroid Camera for Optical Navigation (DRACO) der Raumsonde verursacht worden, das verstärkt werden musste, um sicherzustellen, dass es den Belastungen eines Raketenstarts standhält.

Die DRACO-Kamera wird kurz vor dem Einschlag Bilder der Asteroiden Didymos und Dimorphos aufnehmen.

Die Lieferung der Roll-Out Solar Arrays der Raumsonde, bekannt als ROSA, verzögerte sich aufgrund von Lieferkettenproblemen, die teilweise auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen sind.

Aber diese Probleme scheinen hinter DART zu stehen.

Congdon sagte am Freitag, dass die letzten Aktivitäten zur Vorbereitung des DART-Raumschiffs für die Hydrazin-Betankung die Installation von Wärmeschutzdecken und -geschirren umfassten. Der Start ist für Ende November geplant.

„Wir haben viele Tage Spielraum“, sagte sie. „Alles sieht wirklich gut aus.“ Quelle: https://spaceflightnow.com/2021/10/20/spacecraft-for-asteroid-deflection-experiment-ready-for-fueling-at-vandenberg/

—-Hoffentlich können Sie diesmal das Startfenster für die Dart-Mission ende November halten. Nach den Marslandungen gab es keine interessanten Raketen-Starts mehr, seit Corona begonnen hatte Mit DART ist mal wieder eine interessante Nutzlast an Bord.

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den Orbit eines Asteroiden verändern – erstes planetarisches Verteidigungs-Raumschiff der Menschheit, wenn auch erst nur ein Test aber trotzdem Spannend und interessant. Anders als die Dinosaurier haben wir Weltraumprogramme.—-

—-Christian Dauck—-

Sie brachten möglicherweise das Wasser und damit die Grundlage allen Lebens auf die Erde, doch sie können auch den Tod bringen. Die Gefahr von Asteroideneinschlägen ist allgegenwärtig und die Raumfahrtbehörden richten zunehmend ihr Augenmerk auf die Brocken aus den Weiten unseres Sonnensystems.

Auch die Abwehr dieser Überreste der Planetenentstehung ist längst keine Science-Fiction mehr. Der Beschuss von Asteroiden ist nicht nur Gegenstand von Katastrophenfilmen, sondern ist in den Köpfen von Forschern und soll in Kürze erstmals Realität werden.

Doch akute Angst vor Unheil aus dem All muss man Experten zufolge nicht haben. Richtig große Brocken sind nicht auf Kollisionskurs mit unserem Heimatplaneten. „Es gibt keinen Grund zur Panik“, sagt der Asteroidenexperte der europäischen Raumfahrtagentur Esa, Detlef Koschny, aus Anlass des Asteroidentages am 30. Juni. Überraschungen kann es aber immer geben. „Es gibt viele Objekte da draußen, die wir noch gar nicht kennen.“

Welche zerstörerische Kraft Asteroiden haben können, zeigt der Einschlag eines rund zwölf Kilometer großen Brockens vor rund 66 Millionen Jahren in Mexiko. Er gilt weithin als Ursache für das Aussterben der Dinosaurier. Nach einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums Frankfurt waren globale Finsternis, starke Abkühlung, Waldbrände und eine Versauerung der Ozeane die Folgen des Einschlags.

Vorbereitet auf etwaige Gefahren aus dem All möchten die Raumfahrtbehörden dennoch sein. Schon heute wird der Himmel gescannt und nun starten Esa und Nasa ein gemeinsames Projekt, um erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den Orbit eines Asteroiden verändern. Die US-Sonde „Dart“ soll 2022 in 150 Millionen Kilometer Entfernung in den kleineren Brocken eines Doppelasteroiden einschlagen. Quelle: https://web.de/magazine/wissen/weltraum/gefaehrliche-brocken-all-beschuss-asteroid-geplant-35933476


Die DART-Raumsonde der NASA, die erste Asteroiden-Abwehrmission der Menschheit, weniger als einen Monat vor dem Start

Die Double Asteroid Redirection Test Raumsonde startet am 23. November.

Eine künstlerische Darstellung der DART-Mission der NASA. (Bildnachweis: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory)

Die NASA ist weniger als einen Monat vom Start der ersten Asteroiden-Ablenkmission der Menschheit entfernt, bekannt als DART, kurz für „Double Asteroid Redirection Test“.

DART ist eine Raumsonde, die Ende November starten soll, um einen Asteroiden abzulenken. Das Raumschiff wird einen Asteroiden frontal treffen, um ihn auf einen etwas anderen Weg zu bringen. Obwohl das Asteroidenziel kein Risiko darstellt, die Erde zu treffen, wird dies ein wichtiger und erster Test dieser Art von Technologie sein.

„Die DART-Mission ist eine Demonstration der Fähigkeit, auf eine potenzielle Bedrohung durch einen Asteroideneinschlag zu reagieren, falls eine entdeckt werden sollte“, schrieb das Team hinter DART in einer Missionszusammenfassung .

Vor seinem Flug kam DART am 2. Oktober an seiner letzten Station auf der Erde an: der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. DART wird am 23. November um 1:20 Uhr EST (0620 GMT) von Vandenbergs Space Launch Complex 4 East (SLC-4E) auf einer SpaceX Falcon 9-Rakete starten.

DART verließ sein bisheriges Zuhause im Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Maryland und machte sich, angeschnallt auf die Ladefläche eines Sattelschleppers, auf den Weg durch das Land.

„Obwohl es nur ein paar Reisetage waren, hat diese Reise lange auf sich warten lassen“, sagte Elena Adams, DART-Missionssystemingenieurin von APL, in einer NASA-Erklärung . „Wir sind alle aufgeregt und erleichtert, dass der Truck sicher in Vandenberg ankommt und DART mit den letzten Vorbereitungen für den Start beginnt.“

Nach der Ankunft in Kalifornien hat DART laut Aussage letzte Tests und Kontrollen vor dem Start sowie die Betankung für den Flug durchlaufen. 

Die Asteroidenablenkungsmission zielt auf ein binäres Asteroidensystem namens Didymos (was auf Griechisch „Zwilling“ bedeutet) ab. Das System umfasst zwei Asteroiden: den 2.559 Fuß breiten (780 Meter) Didymos und Dimorphos, der einen 525 Fuß (160 m) Durchmesser hat. Dimorphos umkreist Didymos als kleiner „Mondlett“-Asteroid im System.

DART wird Dimorphos fast frontal treffen, was den kleineren Asteroiden näher an Didymos schiebt und seine Umlaufbahn laut Aussage um mehrere Minuten verkürzt. 

„Wir haben die letzten anderthalb Jahre damit verbracht, DART vor Ort zu testen und für den bisher am meisten erwarteten Teil zu üben: seinen Flug nach Dimorphos“, fügte Adams in derselben Erklärung hinzu. „Wir haben noch ein paar Missionsproben zu erledigen, bei denen das Team die Startoperationen von Raumfahrzeugen von Vandenberg in Kalifornien und dem APL Mission Operations Center in Maryland aus übt. Sobald dies abgeschlossen ist, werden wir für den Start und den Betrieb bereit sein.“

Während das Asteroidensystem derzeit 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, können Wissenschaftler es immer noch mit erdbasierten Teleskopen untersuchen. Nach der Testmission von DART und der Kollision mit Weltraumgestein werden Forscher auf der Erde mit Teleskopen sehen, wie sehr sich die Umlaufbahn von Dimorphos um Didymos durch den Einschlag wirklich verändert hat. 

Und in einigen Jahren plant Europa, eine Mission namens Hera zum Didymos-System zu starten , um die Ergebnisse der Arbeit von DART aus der Nähe zu betrachten.

Quelle: https://www.space.com/nasa-dart-asteroid-mission-launch-one-month

Hayabusa-2 bringt wertvolle Fracht aus dem All

Die japanische Sonde Hayabusa-2 hat Asteroid Ryugu besucht und kehrt nun zurück. An Bord: eine Kapsel mit kostbaren Gesteinsproben. Am Wochenende sollen sie in der australischen Wüste landen.

Am 6. Dezember 2020 Ortszeit soll eine helle Feuerkugel den Nachthimmel über Australien erleuchten. Nicht etwa eine Sternschnuppe wird dann ihr feuriges Ende in der Erdatmosphäre finden, sondern die Rückkehrkapsel der japanischen Asteroidensonde Hayabusa-2 für ihre Landung mit rasender Geschwindigkeit in die Lufthülle eintreten. An Bord befinden sich wenige Gramm eines kostbaren Materials, nämlich Gestein des kleinen Asteroiden Ryugu. Auf dieses warten Wissenschaftler weltweit seit Jahren mit großer Spannung, auch in Deutschland wollen Teams das Gestein im Detail erforschen.

Schöner Artikel von Tilmann Althaus – Tilmann Althaus ist Redakteur bei »Sterne und Weltraum. Nicht nur wissenswert sondern auch mit eine Portion Spannung. So das man auch denn nicht sachkundigen Erwachsenen, Jugendliche und Kinder, mitreißen kann.

Ich bin Optimistisch das wir diesmal mehr Material von Hayabusa 2 bekommen. Die Forscher können sich freuen: „Weihnachtsgeschenke für alle ist dabei“. Die Ausbeute von Hayabusa 1 war nüchtern, das machte es schwierig damit zu arbeiten und Analysieren. Es wird bei Hayabusa 2 hoffentlich besser. Mit schnellen Ergebnissen ist aber nicht zurechen auch nicht das alle Forscher sofort was abbekommen. Japan der den größten teil der Mission trägt, hat erstmal exclusiv rechte an den Proben. Diese Abmachung ist in der Raumfahrtforschung aber normal. Wissenschaftliche Arbeiten brauchen auch ihre Zeit bis zur Veröffentlichung.

Die Proberückgabe von Hayabusa 2 und Change 5 bei den Pflegeeltern zu erleben ist viel schöner und ganz anders als ,alleine Zuhause und bei den leiblichen Eltern, wo man sich nicht wohl gefühlt hat. Man kann diese dinge erstmals auch genießen.

Christian Dauck

Die Ankunft der Gesteinsproben ist der vorläufige krönende Abschluss der Mission Hayabusa-2, die in den Jahren 2018 und 2019 für rund 500 Tage den nur etwa 950 Meter großen Himmelskörper aus unmittelbarer Nähe erkundete. Aber die Sonde, deren japanischer Name Wanderfalke bedeutet, beschränkte sich nicht nur auf passive Beobachtung, im Gegenteil: Sie setzte mehrere kleine Landesonden ab, darunter MASCOT, einen Lander, der in Deutschland und Frankreich entwickelt und gebaut wurde. Das Gerät erkundete rund 17 Stunden lang das Gestein von Ryugu direkt auf der Oberfläche und lieferte erste Informationen über dessen Zusammensetzung – sie haben neugierig gemacht. Regelrecht rabiat wurde Hayabusa-2, als sie Ryugu mit einem rund 2,5 Kilogramm schweren Projektil aus Kupfer beschoss. Es riss einen Krater von rund 17 Meter Durchmesser in den Asteroiden, verstreute Gestein in alle Richtungen und legte dabei frisches Oberflächenmaterial frei.

Vor dem Flug von Hayabusa-2 hatten die Planetenforscher angenommen, dass das Gestein von Ryugu einem bestimmten Meteoritentyp sehr ähnlich sei, nämlich den »kohligen Chondriten«. Der Asteroid war von der Erde mit Teleskopen als ein kohlenstoffhaltiger Himmelskörper vom C-Typ ermittelt worden. Doch schon jetzt ist bekannt, dass sein Gestein keinem der vielen tausend Meteoriten in den bisherigen Sammlungen gleicht. Es ist ausgesprochen fragil und brüchig, hat eine sehr geringe Dichte und würde keinesfalls einen Eintritt als Meteorit in unserer Atmosphäre überstehen. Somit wächst die Spannung, woraus es nun wirklich besteht und wie seine Feinstruktur beschaffen ist. Insgesamt zweimal entnahm Hayabusa-2 Gesteinsmaterial vor Ryugu, darunter auch in dem künstlich gesprengten Krater. Es ist deswegen so interessant, weil es weitgehend aus unveränderter Urmaterie aus der Urzeit unseres Sonnensystems vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren besteht. Aus ihm lassen sich Rückschlüsse auf die Entstehung der Planeten und der Sonne ziehen. Diese Informationen sind auf der Erde durch die geologische Aktivität längst verwischt.

Asteroid (162173) Ryugu
© JAXA, UNIVERSITY OF TOKYO, KOCHI UNIVERSITY, RIKKYO UNIVERSITY, NAGOYA UNIVERSITY, CHIBA INSTITUTE OF TECHNOLOGY, MEIJI UNIVERSITY, UNIVERSITY OF AIZU AND AIST (AUSSCHNITT)Asteroid (162173) Ryugu | Der Asteroid (162173) Ryugu erhielt Ende Juni 2018 Gesellschaft von der Sonde Hayabusa-2 der japanischen Weltraumbehörde JAXA. Von Juni 2018 bis November 2019 sammelte sie mit ihren Instrumenten Daten und Bilder. Diese Aufnahme entstand am 30. Juni 2018 mit ONC-T, der »Optical Navigation Camera – Telescopic«, aus einer Distanz von 20 Kilometern.

Die Untersuchung von Ryugu geschieht aber nicht nur aus rein wissenschaftlicher Neugier. Vielmehr gehört der Himmelskörper zu den erdnahen Asteroiden und ist als potenziell gefährliches Objekt eingestuft, das heißt, er könnte eines fernen Tages auf der Erde einschlagen. Für die berechenbare Zukunft ist dies aber ausgeschlossen. Die Untersuchungen von Hayabusa-2 zeigen jedoch, dass Ryugu nicht wie ursprünglich erwartet ein kompakter Felsbrocken, sondern eine sehr lockere Ansammlung von Gesteinsbrocken aller Größen ist – also eine fliegende Geröllhalde. So ein Gebilde lässt sich nicht einfach mit einigen Atombomben von seinem Kollisionskurs abbringen. Da müssen andere, noch zu entwickelnde Verfahren her, falls sich einmal die Notwendigkeit ergeben sollte.

Wie der Faden durch ein Nadelöhr

Damit die Probenkapsel überhaupt wieder die Erde erreichen kann, müssen die Missionskontrolleure der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA ein wahres Bravourstück der Weltraumnavigation hinlegen. Es ist nämlich sehr schwierig, von Ryugu aus nach einem Flug von mehr als einer Milliarde Kilometer und einer Flugzeit von rund einem Jahr durch das Sonnensystem zu unserem Planeten zurückzufinden und die Kapsel punktgenau über Australien in die Erdatmosphäre zu bugsieren. Die Aufgabe ähnelt der Anstrengung, mit Boxhandschuhen einen Faden in eine Nähnadel einzufädeln.

Die Rückkehrkapsel von Hayabusa in Australien
© JAXA / ISIS (AUSSCHNITT)Die Rückkehrkapsel von Hayabusa-1 in Australien | Etwa so groß wie eine Langspielplatte war die Rückkehrkapsel der japanischen Raumsonde Hayabusa-1, die im Juni 2010 in der australischen Wüste weich am Fallschirm landete. An Bord befanden sich winzige Staubpartikel des Asteroiden Itokawa. Die Kapsel von Hayabusa-2 ist baugleich und enthält Material vom Asteroiden Ryugu.

Um nach Australien zu gelangen, wird Hayabusa-2 auf Kollisionskurs gehen müssen. Rund zwölf Stunden vor dem Aufschlag soll die Sonde die Rückkehrkapsel abwerfen, um sich selbst kurze Zeit später mit einem Schubmanöver der Bordtriebwerke vor dem Verglühen in der Atmosphäre zu retten. So soll die Sonde unseren Planeten in etwa 200 Kilometer Abstand passieren und dabei versuchen, mit ihren Kameras die Landekapsel als glühende Sternschnuppe in der Atmosphäre zu fotografieren. Die Landung der Kapsel am Fallschirm auf dem Luftwaffenstützpunkt Woomera im Outback Australiens ist wiederum am 5. Dezember zwischen 18 und 19 Uhr unserer Zeit vorgesehen, dann herrscht dort noch Nacht. Eine Landung in Australien ist sehr viel einfacher als im gebirgigen und dicht besiedelten Japan, so dass die JAXA schon im Jahr 2010 die Kapsel der Vorgängersonde Hayabusa-1 mit der freundlichen Erlaubnis der australischen Regierung dort niedergehen ließ.

Mit der Ablieferung ihrer Fracht wird der Flug von Hayabusa-2 jedoch noch lange nicht vorbei sein. Derzeit plant die JAXA, die Raumsonde noch bis zum Jahr 2031 zu betreiben und zwei weitere Asteroiden aus der Nähe zu erkunden. Der Wanderfalke wird seine scharfen Augen also auch weiterhin im Sonnensystem offen halten.

Quelle: https://www.spektrum.de/news/hayabusa-2-bringt-asteroidengestein-aus-dem-all/1799360

Hayabusa 2: Kap­sel mit As­te­roi­den­pro­ben lan­det am Wo­chen­en­de in Aus­tra­li­en

Großes Finale der japanischen Mission Hayabusa 2. Danach geht die Reise für die Sonde noch weiter.

  • Mit großer Spannung werden das Abtrennen der Kapsel, ihr Flug durch die Atmosphäre, die Landung in der australischen Wüste und ihre Bergung dort erwartet.
  • Erstmalige Analyse von Material des erdbahnkreuzenden Asteroiden Ryugu.
  • Hayabusa2 ist eine der komplexesten Missionen der Raumfahrtgeschichte – und setzt ihre Reise fort zu einem weiteren erdnahen Asteroiden.
  • Die Ereignisse können bei der japanischen Raumfahrtagentur JAXA bei einer Pressekonferenz am 4. Dezember ab 8 Uhr MEZ, in einem Livestream zur Abtrennung der Landekapsel am 5. Dezember ab 5:30 Uhr MEZ, in einem Livestream zur Landung am 5. Dezember ab 18 Uhr MEZ sowie bei einer Pressekonferenz nach der Landung am 6. Dezember ab 8:30 Uhr MEZ verfolgt werden.
  • Das DLR berichtet unter #AsteroidLanding in den Sozialen Medien.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Exploration des Sonnensystems, Asteroiden

Erstmals werden am Abend des 5. Dezember 2020 (MEZ) Proben von einem erdbahnkreuzenden Asteroiden zurück auf der Erde erwartet. Bereits im Februar und Juli 2019 hatte die Sonde Hayabusa2 der japanischen Raumfahrtagentur JAXA in zwei außergewöhnlichen Touchdown-Manövern Material des Asteroiden Ryugu eingesammelt: viereinhalb Milliarden Jahre alte Fragmente aus der frühesten Zeit des Sonnensystems. Nun wird sie diese Proben, sicher verstaut in einer Landekapsel, nach insgesamt 5,25 Milliarden zurückgelegten Reisekilometern, im Vorbeiflug an der Erde abstoßen. Das Landegebiet liegt in der Nähe von Woomera in Südaustralien. Als Teil der Mission erkundete im Oktober 2018 der deutsch-französische Lander MASCOT Ryugus Oberfläche und zeigte einen fragilen kosmischen ‚Schutthaufen‘ mit viel Geröll, Steinen, aber fast ohne Staub. Nach dem Abtrennen des Probencontainers setzt die Sonde Hayabusa2 ihre Forschungsreise fort und steuert 2031 einen weiteren erdnahen Asteroiden an. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird voraussichtlich ab 2022 an der Analyse der Ryugu-Proben mitwirken.

„Dies ist ein historischer Moment für die Weltraumforschung. Ich wünsche JAXA viel Glück für dieses außergewöhnliche Landemanöver!“, sagt Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „JAXA ist seit langem einer der wichtigsten internationalen Partner des DLR. Nirgendwo wurde dies deutlicher, als im Oktober 2018 der vom DLR und den französischen Kollegen der CNES entwickelte Lander MASCOT im Rahmen der JAXA-Mission Hayabusa2 auf dem Asteroiden Ryugu landete. Ich bin mir sicher, dass nun mit der Analyse der Proben von Ryugu dank JAXA ein weiteres erkenntnisreiches Kapitel der internationalen Asteroidenforschung beginnen wird.“

Rückkehr der ersten Hayabusa-Probenkapsel
Rückkehr der ersten Hayabusa-Probenkapsel
Am 14. Juni 2010 kehrte die erste Hayabusa-Mission mit Proben vom Asteroiden Itokawa zur Erde zurück. Beim Durchqueren der Erdatmosphäre erhitzt sich die Ummantelung der Probe so stark, dass sie zu glühen beginnt und im Luftkanal Gasmoleküle ionisiert werden und in der Nacht über Südaustralien leuchten. Die Rückkehrkapsel konnte anschließend sicher im Woomera-Testgelände geborgen werden.
Credit: NASA/Ed Shilling

Auf Kollisionskurs mit der Erde

Die Abtrennung der Landekapsel von der Raumsonde Hayabusa2 wird am 5. Dezember 2020 um 6:30 Uhr (MEZ) in etwa 220.000 Kilometer Entfernung von der Erde erfolgen – das ist etwas mehr als die halbe Entfernung Erde-Mond. Kurz danach, zwischen 7:30 und 10 Uhr (MEZ), führt die Sonde ein weiteres Manöver durch, um vom Kollisionskurs mit der Erde weg und auf eine Flugbahn an ihr vorbei zu gelangen. Sobald die Probenkapsel, langsam um die eigene Achse rotierend, mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometer pro Sekunde in 120 Kilometer Höhe in die Erdatmosphäre eintritt, wird sie durch die Lufthülle bei großer Hitzeentwicklung abgebremst. Sieben bis elf Kilometer über Australien wird zwischen 18:30 Uhr und 18:33 Uhr (MEZ) ein für Radar ‚sichtbarer‘ Fallschirm ausgelöst, der vordere Hitzeschild abgesprengt und die 40 Zentimeter lange Kapsel schließlich zwischen 18:47 und 18:57 Uhr (MEZ) im Woomera-Testgelände für Luft- und Raumfahrt aufsetzen. Während des Flugs am Fallschirm werden bereits Signale zur Ortung der 16 Kilogramm schweren Kapsel gesendet. Ein Bergungsteam wird dann in einem Hubschrauber über das Landegebiet fliegen, um die Kapsel anhand der Ortungssignale aufzufinden und in einem aufwendigen Ablauf zu bergen. In Australien ist es zu dieser Zeit bereits früher Morgen rund um den Sonnenaufgang.

Von der Wüste ins Labor

Nach der Bergung in der australischen Wüste, wird die Kapsel zunächst auf ihren Zustand untersucht. Anschließend werden die Proben in der noch verschlossenen Landekapsel im Flugzeug nach Japan gebracht, wo sie vom Flughafen Tokio-Haneda in ein Labor des JAXA-Forschungszentrums ISAS (Institute of Space and Astronautical Science) im nahe Tokio gelegenen Sagamihara überführt werden. Erst dort wird nach einem über Jahre entwickelten Plan an die Kapsel ein Mechanismus angebracht, ohne den die Kapsel zuvor nicht geöffnet werden kann. Die Öffnung erfolgt robotisch in einem Reinraum-Labor in einer Vakuum-Kammer, in der die Asteroidenproben in spezielle Probenbehälter umgebettet werden. Zunächst werden die einzelnen Bestandteile der auf die Erde gebrachten Asteroidenproben kuratiert und ein erstes Mal beschrieben, ehe ab Mitte 2021 mikroskopische, mineralogische und geochemische Untersuchungen stattfinden. Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof schafft momentan in einem neuen Labor Untersuchungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt auf spektroskopischen Analysen und plant, ab 2022 an der Untersuchung von Proben mitzuwirken.

Relikt aus der Frühzeit des Sonnensystems

Der knapp einen Kilometer große Asteroid Ryugu gehört zu den ‚Near-Earth Objects‘ (NEOs), also Asteroiden oder Kometen, die der Erdbahn nahe kommen oder diese schneiden, wobei Ryugu dabei nie in unmittelbare Nähe der Erde gelangt und deshalb keine Gefahr darstellt. Bisherige Ergebnisse zeigten, dass Ryugu als Bindeglied der Planetenbildung ein Relikt aus der Frühzeit des Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren ist. Der kohlenstoffreiche C-Typ-Asteroid besteht durch und durch aus hochporösem Material und hat sich wahrscheinlich größtenteils aus den Bruchstücken eines durch Einschläge zertrümmerten Mutterkörpers gebildet. Die hohe Porosität und der damit verbundene geringe innere Zusammenhalt der Gesteinsbrocken sorgen dafür, dass solche Körper beim Eintritt in die Erdatmosphäre vermutlich in zahlreiche Fragmente auseinanderbrechen. Deshalb lassen sich von dieser Klasse kohlenstoffreicher Asteroiden nur sehr selten Meteoriten auf der Erde finden und analysieren, weil die Atmosphäre tendenziell einen höheren Schutz vor ihnen bietet. Doch gerade deshalb ist die Untersuchung der Ryugu-Proben auf der Erde wissenschaftlich besonders bedeutend: Die Forschenden erhoffen sich von den Untersuchungen wichtige Hinweise, wie Asteroiden dieses Typs, über deren Eigenschaften und Zusammensetzung wenig bekannt ist, im Falle einer drohenden Kollision in Zukunft abgelenkt werden könnten.

„Am Ende dieser ganz außergewöhnlichen Mission Proben von einem 4,5 Milliarden Jahre alten Asteroiden auf der Erde zu haben und sie vielleicht sogar bald in unseren DLR-Laboren untersuchen zu können, ist für uns alle ein Höhepunkt in unserem Forscherleben“, drückt Prof. Heike Rauer, Leiterin des DLR-Instituts für Planetenforschung, ihre Begeisterung für die bevorstehende Ankunft der Ryugu-Proben auf der Erde aus. „Es ist schon herausragend, was wir mit Raumsonden und Landemodulen an den Körpern des Sonnensystems herausfinden können, aber es macht einen Riesenunterschied, wenn wir Proben hier auf der Erde haben und in vielen großen Laboren untersuchen können, und zwar auch noch in ein paar Jahrzehnten, wenn die Analytik viel weiter entwickelt sein wird.

Dicht am Asteroiden Ryugu
Dicht am Asteroiden Ryugu
Am 20. Juli 2018 nahm die optische Teleobjektivkamera (ONC-T) der japanischen Hayabusa2-Sonde den Asteroiden Ryugu aus sechs Kilometern Entfernung auf. Gut erkennbar sind die zahlreichen großen Felsbrocken auf der Asteroidenoberfläche sowie der große Krater in der Bildmitte. Ein Pixel entspricht etwa 60 Zentimetern.
Credit: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu and AIST.University of Aizu, Kobe University, Auburn University, JAXA.

Hayabusa2 fliegt weiter zu einem schnell rotierenden Asteroiden

Die Reise von Hayabusa2 geht weiter
Nach dem Abtrennen des Probenbehälters wird Hayabusa2 auf einen neuen Kurs, an der Erde vorbei gebracht. Während die Kapsel Kurs auf Australien genommen hat (im Hintergrund) wird die japanische Asteroidensonde auf Kurs zu dem 40 Meter kleinen Asteroiden 1998 KY26 gesteuert, den sie voraussichtlich 2031 erreichen und untersuchen wird.
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Da zum Zeitpunkt des Vorbeiflugs von Hayabusa2 an der Erde noch etwa die Hälfte des Treibstoffs, das Edelgas Xenon, für das Ionentriebwerk vorhanden sein ist, kann Hayabusa2 weiter auf einer Umlaufbahn um die Sonne verbleiben und 2031 noch einen weiteren Asteroiden besuchen, den nur 40 Meter großen und extrem schnell rotierenden erdnahen Asteroiden 1998 KY26. Ein Objekt mit diesen Eigenschaften wurde bisher noch nie von einer Raumsonde besucht. Die Forschenden erwarten, dass diese vergleichenden Beobachtungen die bereits gewonnenen Erkenntnisse aus der Hayabusa2-Mission vertiefen werden. Bis 2031 soll die Raumsonde mit zwischenzeitlich zwei weiteren Erdvorbeiflügen zur Bahnanpassung ihr Ziel erreichen.

Hayabusa2 startete am 3. Dezember 2014 vom japanischen Tanegashima Space Center und erreichte im Sommer 2018 den Asteroiden Ryugu. Am 3. Oktober 2018 erkundete der deutsch-französische Lander MASCOT mit drei Hüpfern in drei Asteroidentagen Ryugus Oberfläche. Mit zwei Touchdown-Manövern sammelte die Muttersonde anschließend Proben, die nun auf der Erde landen. Die Vorgängermission Hayabusa brachte bereits 2010 insgesamt 1500 Partikel des Asteroiden Itokawa zurück zur Erde.

Quelle: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/04/20201203_kapsel-mit-asteroidenproben-landet-am-wochenende-in-australien.html

Asteroidenforschung: Raumsonde Hayabusa-2 auf dem Heimflug zur Erde

Noch 14 Tage bis zur Ankunft bei der Erde.

Ein Päckchen mit Asteroidenmaterial zu Nikolaus: Am 6. Dezember 2020 soll die Kapsel mit Proben des Asteroiden Ryugu auf der Erde ankommen.

Nachdem die japanische Raumsonde Hayabusa 2 im Jahr 2019 den Asteroiden Ryugu besucht und Proben genommen hat, ist sie auf dem Weg zurück zur Erde. Im Dezember soll sie ankommen und im Vorbeiflug an der Erde eine Rückkehrkapsel mit Hitzeschutzschild und Fallschirm über Australien abwerfen.

Die Wissenschaftler erhoffen sich von dem Material Erkenntnisse über die Frühzeit unseres Sonnensystems: Der Asteroid Ryugu ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt, also fast so alt wie das Sonnensystem, und besteht aus wenig verändertem Material. 

Aber der Wanderfalke, so die deutsche Übersetzung des Namens, hat noch Treibstoff in den Tanks der Ionentriebwerke, um weitere Asteroiden zu besuchen. Bis 2031 soll die Sonde zwei weitere Asteroiden untersuchen. 

NASA’s OSIRIS-REx Spacecraft Collects Significant Amount of Asteroid Bennu

wo days after touching down on asteroid Bennu, NASA’s OSIRIS-REx mission team received on Thursday, Oct. 22, images that confirm the spacecraft has collected more than enough material to meet one of its main mission requirements – acquiring at least 2 ounces (60 grams) of the asteroid’s surface material.

Captured on Oct. 22, this series of three images shows that the Touch-and-Go Sample Acquisition Mechanism (TAGSAM) head on NASA’s OSIRIS-REx spacecraft is full of rocks and dust collected from asteroid Bennu. The image series also shows that some of these particles are slowly escaping the sampler head. Analysis by the OSIRIS-REx team suggests that bits of material are passing through small gaps where the head’s mylar flap is slightly wedged open. The mylar flap (the black bulge visible in the 9 o’clock position inside the ring) is designed to keep the collected material locked inside, and these unsealed areas appear to be caused by larger rocks that didn’t fully pass through the flap. Based on available imagery, the team suspects there is plentiful sample inside the head, and is on a path to stow the sample as quickly as possible.
The images were taken by the spacecraft’s SamCam camera as part of the sample verification procedure following the spacecraft’s Oct. 20 sample collection attempt.The TAGSAM system was developed by Lockheed Martin Space to acquire a sample of asteroid material in a low-gravity environment.
Credit: NASA/Goddard/University of Arizona

The spacecraft captured images of the sample collector head as it moved through several different positions. In reviewing these images, the OSIRIS-REx team noticed both that the head appeared to be full of asteroid particles, and that some of these particles appeared to be escaping slowly from the sample collector, called the Touch-And-Go Sample Acquisition Mechanism (TAGSAM) head. They suspect bits of material are passing through small gaps where a mylar flap – the collector’s “lid” – is slightly wedged open by larger rocks.

The team believes it has collected a sufficient sample and is on a path to stow the sample as quickly as possible. They came to this conclusion after comparing images of the empty collector head with Oct. 22 images of the TAGSAM head after the sample collection event.

“Bennu continues to surprise us with great science and also throwing a few curveballs,” said Thomas Zurbuchen, NASA’s associate administrator for science at the agency’s headquarters in Washington. “And although we may have to move more quickly to stow the sample, it’s not a bad problem to have. We are so excited to see what appears to be an abundant sample that will inspire science for decades beyond this historic moment.”

The images also show that any movement to the spacecraft and the TAGSAM instrument may lead to further sample loss. To preserve the remaining material, the mission team decided to forego the Sample Mass Measurement activity originally scheduled for Saturday, Oct. 24, and canceled a braking burn scheduled for Friday to minimize any acceleration to the spacecraft.

From here, the OSIRIS-Rex team will focus on stowing the sample in the Sample Return Capsule (SRC), where any loose material will be kept safe during the spacecraft’s journey back to Earth.

“We are working to keep up with our own success here, and my job is to safely return as large a sample of Bennu as possible,” said Dante Lauretta, OSIRIS-REx principal investigator at the University of Arizona in Tucson, who leads the science team and the mission’s science observation planning and data processing. “The loss of mass is of concern to me, so I’m strongly encouraging the team to stow this precious sample as quickly as possible.”

The TAGSAM head performed the sampling event in optimal conditions. Newly available analyses show that the collector head was flush with Bennu’s surface when it made contact and when the nitrogen gas bottle was fired to stir surface material. It also penetrated several centimeters into the asteroid’s surface material. All data so far suggest that the collector head is holding much more than 2 ounces of regolith.

OSIRIS-REx remains in good health, and the mission team is finalizing a timeline for sample storage. An update will be provided once a decision is made on the sample storage timing and procedures.

NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, provides overall mission management, systems engineering and the safety and mission assurance for OSIRIS-REx. Lockheed Martin Space in Denver built the spacecraft and is providing flight operations. Goddard and KinetX Aerospace are responsible for navigating the OSIRIS-REx spacecraft. OSIRIS-REx is the third mission in NASA’s New Frontiers Program, which is managed by NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, for the agency’s Science Mission Directorate in Washington.

Quelle: https://www.asteroidmission.org/?latest-news=nasas-osiris-rex-spacecraft-collects-significant-amount-of-asteroid-bennu

Astrobiologie: NASA-Raumsonde OsirisRex setzt auf Asteroid auf

Die NASA-Raumsonde Osiris-Rex hat erfolgreich auf dem Asteroiden „Bennu“ aufgesetzt. Der wahrscheinlich aufgesammelte Staub soll nach der Rückkehr in zwei Jahren Antworten auf die großen Fragen liefern.

OsirisRex: Probeentnahme (Animatiom)

Großer Applaus bei der NASA. Ihr Raumschiff Osiris-Rex hat erfolgreich auf dem Asteroiden „Bennu“ aufgesetzt und wahrscheinlich Staub und kleine Steine eingesammelt. Rund 330 Millionen Kilometer entfernt kreist der Felsbrocken mit einem Durchmesser von nur 500 Metern um die Sonne.

NASA-Raumsonde „Osiris-Rex“ sammelt erfolgreich Proben
tagesschau 09:00 Uhr, 21.10.2020

„Alles läuft nach Plan, sieht wirklich gut aus.“ Über vier Jahre hat der Chefwissenschaftler dieser Mission, Dante Lauretta, auf diesen Moment gewartet. Zwei Jahre war das Raumschiff unterwegs, zwei Jahre hat es den Asteroiden umkreist, Fotos gemacht, untersucht, was man aus der Entfernung untersuchen kann. Und die meiste Zeit musste der die Kontrolle abgeben.

„Es kalkuliert selbst, wo der richtige Weg ist und entscheidet selbständig.“

Nachsteuern unmöglich

Die Entfernung von der Erde ist so groß, dass das Signal mehr als seine Viertelstunde benötigt, um anzukommen, spontan nachzusteuern ist also praktisch unmöglich. Wenn Nachrichten und Bilder auf der Erde ankommen, stammen sie aus der Vergangenheit. Aber Osiris-Rex hat schon so viel an Information geliefert, dass das Wissen über Asteroiden neu geschrieben werden muss, sagt Dante Lauretta.

Und dies scheint passiert zu sein: Osiris-Rex, was übrigens die Anfangsbuchstaben für verschiedene wissenschaftliche Aufgaben der Sonde sind, ist langsam auf den Asteroiden hinabgeflogen. Ein ausgestreckter Arm hat für einige Sekunden aufgesetzt und mit gepresstem Stickstoff Sand und kleine Steine aufgewirbelt, die dann mit einer Art Korb aufgefangen wurden. Dann zündeten die Raketen und brachten das Raumschiff wieder in sichere Entfernung.

„Wir wissen jetzt nicht genau, wie es weitergeht. Wir wissen nur, dass wir Kontakt mit der Oberfläche hatten.“

Proben in zwei Jahren auf der Erde

Die offene Frage: Wurde genug Material eingesammelt? 60 Gramm sollten es mindestens sein, bis zwei Kilogramm könnten transportiert werden. Das wird in den nächsten Tagen geklärt und entschieden, ob man noch einmal hinabfliegen muss. In zwei Jahren jedenfalls sollen die Proben auf der Erde landen und untersucht werden.

„Warum sind wir hier? Warum kann man auf der Erde leben? Wie ist Leben entstanden?“

Große Fragen an ein wenig Sand. Aber: Bennu stammt aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Was immer die Sonde zurückbringt, soll helfen, zu entschlüsseln, wie unser Lebensraum entstanden ist. Und: Tragen Asteroiden wie Bennu Wasser oder Kohlenstoff in sich, das bei Einschlägen auf die Erde transportiert worden sein könnte und damit half, Leben entstehen zu lassen? Was Bennu auch auszeichnet: Er ist auf möglichem Kollisionskurs mit der Erde. In 150 Jahren kommen sich beide zumindest extrem nah.

Erfolgreiche Mission: „Osiris-Rex“ auf Asteroiden aufgesetzt
Arthur Landwehr, ARD Washington (Audio)
21.10.2020 06:55 Uhr

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/nasa-mission-asteroid-101.html

Toll, das alles so gut geklappt hat. Am 21.10 sollen Bilder der Probeentnahme veröffentlicht werden. Vielleicht hat man auch schon ein Video, in den kommende tagen wird sowas meistens dann aber nachgereicht.

Wenn die Erfolgsmeldungen nach solchen Aktionen in den Medien erscheinen weiß das Missions-Team eigentlich nur das die Programmierten Befehle ausgeführt wurden. Mit Spannung werden die Daten der Raumsonde erwartet

Spannend auch die Frage ob man nun tatsächlich was hat und wie viel, dazu soll in den nächsten Tagen (am Samstag/Sonntag) ein Spin-Manöver ausgeführt werden um das veränderte Trägheitsmoment zu messen. Vielleicht geben die Bilder ja schon einen kleinen hinweiß. Außerdem kann man sehen wie sich das Geröll bei de Probeentnahme verhält.

Mal schauen ob man nochmal eine Probeentnahme macht oder sich auf den Heimflug vorbereitet, in ein paar tagen weiß man das.

Mit den Asteroiden Bennu haben wir einem echten „heißen“ Kandidaten der uns ein paar Astrobiologie-Fragen beantworten könnte auf die wir Astrobiologie-Fans und Wissenschafter seit so vielen Jahren warten. Und uns wahrscheinlich auch neue fragen stellen wird.

Das ist die erste Asteroiden-Probeentnahmen für die Nasa, damit das aller erste mal und Neuland für die Raumfahrtagentur.

Christian Dauck