Sehen Sie die ersten Bilder, die die Juno der NASA von Ganymed aufnahm, als sie vorbeiflog

JunoCam Ganymed - angepasst
Dieses Bild von Ganymed wurde vom JunoCam-Imager während des Vorbeiflugs von Juno am eisigen Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Die Raumsonde flog näher an Jupiters größtem Mond heran als jede andere seit mehr als zwei Jahrzehnten und bot dramatische Einblicke in die eisige Kugel.

Die ersten beiden Bilder von NASA Junos Vorbeiflug am 7. Juni 2021 an Jupiters Riesenmond Ganymed wurden auf der Erde empfangen. Die Fotos – eines vom JunoCam-Imager des Jupiter-Orbiters und das andere von seiner Sternkamera Stellar Reference Unit – zeigen die Oberfläche in bemerkenswerten Details, einschließlich Kratern, deutlich ausgeprägtem dunklem und hellem Gelände und langen Strukturmerkmalen, die möglicherweise mit tektonischen Verwerfungen verbunden sind.

Jupitermond Ganymed, aufgenommen von der Raumsonde Galileo am 26. Juni 1996

„Dies ist das nächste Raumfahrzeug, das diesem Mammutmond seit einer Generation am nächsten gekommen ist“, sagte Juno-Hauptprüfer Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. „Wir werden uns Zeit lassen, bevor wir irgendwelche wissenschaftlichen Schlussfolgerungen ziehen, aber bis dahin können wir dieses Himmelswunder einfach bestaunen – den einzigen Mond in unserem Sonnensystem, der größer ist als der Planet Merkur.“

Wow! Die neuen Bilder sind jetzt schon super und in Farbe folgt noch. Mit den neuen Bildern kann kann man noch besser arbeiten als mir dem unscharfen von 1996. Wenn die neuen Bilder schon so klar sind was müssen dann erst Ultraviolet Spectrograph (UVS) , Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) und das Microwave Radiometer (MWR) aufgezeichnet haben, da diese Geräte moderner sind als früher. Die neuen Wissenschaftlichen Schlussfolgerungen und Studien werden bestimmt interessant – Wissenschaft im 21. Jahrhundert! Bis auch andere Wissenschaftler die Daten für Studien nutzen können dauert es ein wenig da es da bestimmte regeln gibt. Neben Ganymed kommen später noch Europa und ganz viel Io, hoffentlich auch in dieser verbesserten Bildversion – Herrlich!

Christian Dauck

Mit seinem grünen Filter erfasste der JunoCam-Bildsensor für sichtbares Licht der Raumsonde fast eine ganze Seite des wassereisverkrusteten Mondes. Später, wenn Versionen desselben Bildes mit den Rot- und Blaufiltern der Kamera veröffentlicht werden, können Bildexperten ein Farbporträt von Ganymed liefern. Die Bildauflösung beträgt etwa 1 Kilometer pro Pixel.

Darüber hinaus lieferte Junos Stellar Reference Unit, eine Navigationskamera, die das Raumschiff auf Kurs hält, ein Schwarzweißbild von Ganymeds dunkler Seite (der Seite gegenüber der Sonne), die in schwaches Licht getaucht wird, das vom Jupiter gestreut wird. Die Bildauflösung liegt zwischen 600 und 900 Metern (0,37 bis 0,56 Meilen) pro Pixel.

PIA24682 Juno Ganymede SRU - dunkle Seite

Dieses Bild der dunklen Seite von Ganymed wurde von der Navigationskamera der Stellar Reference Unit von Juno während ihres Vorbeiflugs am Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI

„Die Bedingungen, unter denen wir das Dunkelseitenbild von Ganymed aufgenommen haben, waren ideal für eine Low-Light-Kamera wie unsere Stellar Reference Unit“, sagte Heidi Becker, Junos Leiterin Strahlenüberwachung am JPL. „Dies ist also ein anderer Teil der Oberfläche, als die JunoCam bei direkter Sonneneinstrahlung sieht. Es wird Spaß machen zu sehen, was die beiden Teams zusammensetzen können.“

Die Raumsonde wird in den kommenden Tagen weitere Bilder von ihrem Vorbeiflug an Ganymed senden, wobei die Rohbilder von JunoCam hier zur Verfügung gestellt werden .

Die Begegnung der solarbetriebenen Raumsonde mit dem Jupiter-Mond soll Einblicke in seine Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle liefern und gleichzeitig Messungen der Strahlungsumgebung liefern, die zukünftigen Missionen zum Jupiter-System zugutekommen werden .

Quelle: https://www.jpl.nasa.gov/news/see-the-first-images-nasas-juno-took-as-it-sailed-by-ganymede

Astrobiologie: Leben auf Enceladus?

NASA/JPL-Caltech

07.06.2021 Mikroben gelten als die wahrscheinlichste Ursache für Methan, das die Raumsonde Cassini auf dem Saturnmond aufspürte.

Auf dem Saturnmond Enceladus gibt es Fontänen aus Wasserdampf, die Methan enthalten. Auf Basis einer umfangreichen statistischen Analyse haben Forscher nun herausgefunden, dass Mikroben die wahrscheinlichste Ursache für das Methan sind. Am Boden des unter einer dicken Eisschicht verborgenen Ozeans gibt es vermutlich – ähnlich wie auf der Erde – heiße Quellen mit einer lebensfreundlichen Umgebung. Wenn dort kein Leben entstanden sei, müsse es für das Methan eine bislang unbekannte Quelle geben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

Zwischen den Jahren 2004 und 2017 umkreiste die Raumsonde Cassini den Planeten Saturn und erforschte dabei auch dessen Monde – unter anderem Enceladus. Mit einem Durchmesser von 500 Kilometern ist Enceladus der sechstgrößte Mond des Planeten. Bereits im Jahr 2005 zeigten Aufnahmen von Cassini, dass die südpolare Region des Saturnmondes geologisch aktiv ist und dort Fontänen aus Eispartikeln und Wasserdampf mehrere Tausend Kilometer weit ins All hinausschießen. Für genauere Analysen flog die Raumsonde daraufhin mehrfach durch die Fontänen hindurch.

Es zeigte sich, dass der Dampf auch molekularen Wasserstoff und Methan enthält. Seit Langem vermuten Planetenforscher daher, dass es am Boden des Ozeans von Enceladus hydrothermale Quellen gibt. Durch bestimmte chemische Prozesse könnten in solchen Quellen molekularer Wasserstoff und Methan entstehen. In der Umgebung etwa von sogenannten Schwarzen Rauchern am irdischen Meeresboden gibt es reichhaltige Ökosysteme, die nicht von Sonnenlicht, sondern von der vorhandenen chemischen Energie angetrieben werden. Möglicherweise haben diese heißen Quellen auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Leben auf der Erde gespielt.

Das wirft die Frage auf, ob es nicht auf Enceladus ganz ähnlich sein könnte. Um darauf eine Antwort zu finden, haben Antonin Affholder von der Universität PSL in Paris und seine Kollegen die von Cassini gesammelten Daten nun mit bekanntem Wissen über geophysikalische, geochemische und biologische Prozesse in einem komplexen statistischen Verfahren analysiert. „Die beobachtete Menge an Methan lässt sich nicht allein durch nichtbiologische Veränderungen des felsigen Untergrunds erklären“, fassen die Forscher ihre Ergebnisse zusammen.

Aus den Daten lasse sich jedoch ableiten, dass es am Ozeanboden von Enceladus hydrothermale Quellen mit lebensfreundlichen Bedingungen geben müsse. Bleibt die Frage, ob dort auch tatsächlich Leben entstanden ist. Geht man davon aus, dass die Entstehung von Leben auf der Erde kein unwahrscheinlicher Zufall ist, müsste man diese Frage bejahen – und dann seien Mikroben die wahrscheinlichste Quelle für das Methan auf Enceladus. Die Forscher schätzen, dass die lebensfreundlichen Bedingungen auf dem Saturnmond bereits seit mehreren Milliarden Jahren existieren, „ausreichend Zeit also für die Entstehung von Leben“.

Es könnte sich allerdings auch zeigen, dass Leben bei geeigneten Bedingungen nicht zwangsläufig entsteht und es sich damit um ein extrem unwahrscheinliches und seltenes Ereignis handelt. Dann deuten die Daten der Raumsonde Cassini zwar trotzdem auf lebensfreundliche Bedingungen am Boden des Ozeans von Enceladus hin – aber es würde dort kein Leben geben. In diesem Fall müsse es, so die Forscher, bislang unbekannte Vorgänge zum Erzeugen von Methan geben, die noch auf ihre Entdeckung warten.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/news/2021/leben-auf-enceladus/

TV-Doku: Leben unter dem Eis der Eismonde

Leben unter Eismonde? 14.06.2020 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem Lebensformen? Neben dem Mars sind für Astrobiologen inzwischen auch die Eismonde von Jupiter und Saturn zu interessanten Ziel geworden, denn auf Enceladus und Europa werden unter dem Eis große Reservoire von flüssigem Wasser vermutet. Sonden mit Eisbohrern könnten bald auf diesen winzigen Himmelskörpern landen, den Eispanzer durchstoßen und in diesen unterirdischen Gewässern vor Ort nach der Entstehung von Leben Ausschau halten. Die Suche auf fernen Exoplaneten ist mit Raumfahrt-Missionen derzeit nicht möglich, sie bleibt auf die astronomische Fernerkundung von Planeten beschränkt. Hier geht es um die Analyse der Atmosphären, die Aufschluss über die Existenz von Mikroorganismen geben können. Petra Rettberg gibt Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community.

23.04.2021 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem und dem Weltall Lebensformen? Das ist das Terrain der Astrobiologen, für die neben dem Mars inzwischen auch die Eismonde der Gasriesen Jupiter und Saturn zu interessanten Zielen geworden sind.

Warum, das erklärt Petra Rettberg in der Doku von HYPERRAUM.TV „Leben unter Eis – Astrobiologen suchen auf den Monden von Jupiter und Saturn nach Mikroorganismen“. Sie gibt Susanne Päch Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community, die interdisziplinär unterschiedliche Forschungsrichtungen vereint.

Vor allem unser Schwesterplanet Mars ist seit vielen Jahren im Visier der Astrobiologen, ein erfolgversprechender Kandidat für die Suche nach extraterrestrischen Lebensformen. Der rote Planet ist von zahlreichen Sonden besucht worden. Sogar  Rover mit chemischen Laboren an Bord fahren über seine Oberfläche, während stationäre Lander mit ihren Messsonden tief in sein Inneres lauschen. Höher entwickeltes Leben war in der öden, wasserlosen Steinwüste bisher nicht nachzuweisen. Doch das lässt für Astrobiologen längst noch nicht den Schluss zu, dass es auf dem Mars keine Lebensformen gibt oder zumindest einst gegeben hat. Die Suche auf dem roten Planeten geht weiter – inzwischen mit dem Rover-Labor Mars 2020 Perseverance der NASA.

Es war schon die Cassini-Mission, mit der der größte Jupiter-Mond Enceladus ebenfalls ins Blickfeld der Astrobiologen rückte. Die Sonde hat auf dem Eismond erstmals Geysire entdeckt, die Eiswasser aus dem Inneren des Mondes in Fontänen in den Raum sprühen. Dieser Kryo-Vulkanismus des Saturnmondes wird – so die derzeitige Theorie – von flüssigem Wasser großer Reservoire tief unter der Eisoberfläche, vielleicht sogar aus einem riesigen Salzwasserozean gespeist. Die Fontänen schießen aufgrund der geringen Anziehungskraft des Mondes bis zu einigen hundert in die Höhe, bevor sich die dabei schnell gefrierenden Eispartikel dann wieder auf der Oberfläche niederschlagen.

In diesen Fontänen wurde nicht nur Wasser nachgewiesen,  sondern es zeigten sich auch Moleküle, die für Mikroorganismen typisch sind. Das elektrisierte Astrobiologen. Aber es braucht einen Vor-Ort-Nachweis. Dafür entwickelt die DLR seit 2012 in einem langfristig angelegten Forschungsverbund den EnEx-IceMole –  EnEx für Enceladus Explorer und IceMole, weil die Sonde mit einem Bohrer wie ein Maulwurf in die Oberfläche eindringen und dank integriertem Radar unter dem Eis navigieren wird. Mit dieser für die Raumfahrt gänzlich neuen, kombinierten dreidimensionalen Ortungs- und Navigations-Technologie kann EnEx-IceMole im Vorfeld  Hohlräume oder eingeschlossenes Meteoritengestein bis zu etwa hundert Metern erkennen und diesen Hindernissen damit autonom weitgehend ausweichen. Die unter dem Eis gesammelten Wasserproben kann der Bohrer dank eines Lab-on-a-Chips sofort auf Mikroorganismen untersuchen. Die Messergebnisse werden anschließend über die auch für die Energieversorgung genutzte Kabelverbindung an die Basisstation an der Oberfläche und von dort weiter zur Erde übertragen.

Praxistests des auf der akustischen Triangulation basierenden Navigationssystems in den Gletschern der Alpen zeigten bereits die Funktionsfähigkeit dieser neu entwickelten Technologie. Und in der Antarktis konnte mit dem Bohrer bereits Flüssigwasser unter dem Eis erfolgreich entnommen werden. Im antarktischen EnEx-Demonstrationsfeldversuch bei den Blood Falls wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass die strengen Dekontaminations-Anforderungen der international geltenden Planetary Protection Rules eingehalten sind. Die Wasseranalyse darf einerseits nicht durch mitgeführte irdische Bakterien verunreinigt sein – und andererseits sollen auch keine irdischen Mikroorganismen auf fremde Himmelskörper eingeschleppt werden. Doch wann EnEx-IceMole startet– und mit welcher Mission er zu Enceladus gebracht wird –, das steht heute noch in den Sternen.

Neben den Eismonden der Gasplaneten blicken Astrobiologen verstärkt auch hinaus in den Weltraum, wo immer mehr Exoplaneten entdeckt werden. Auf diesen fernen Welten Leben zu finden, ist jedoch eine besonders schwierige Aufgabe. Denn Atmosphären sind nur unter ganz speziellen Verhältnissen messbar, bei sogenannten Transits: wenn der Planet von der Erde aus betrachtet vor den Mutterstern wandert. Dann ist die Gashülle für kurze Zeit im durchscheinenden Licht des Muttergestirns zu sehen. Doch die Signale sind extrem schwach. Bisher ist es zudem nur gelungen, die Atmosphäre von einigen Gasriesen zu analysieren, nicht aber Atmosphären bei erdähnlichen Planeten.

Bis heute wissen wir also nicht, ob es irgendwo auf den inzwischen zahlreich gewordenen Exoplaneten Leben geben könnte. Wie Leben im Kosmos entsteht, dafür hat die Astrologie bis auf Weiteres also nur ein Anschauungsmaterial: den Kohlenstoff-Chemismus auf der Erde.  Aber genauso gut könnte es sein, dass wir uns der Entstehung von Leben auf anderen Welten aufgrund dieses einzigen uns bekannten Referenzsystems mit einer zu engen, einer zu menschlich fokussierten Betrachtungsweise nähern. Wäre es nicht vorstellbar, dass sich an anderen Orten in den heterogenen evolutionären Prozessen Leben nicht auf Kohlenstoffbasis, sondern mit ganz anderem Chemismus bildet und das dann zu ganz anderen Lebensformen geführt haben könnte? Grundsätzlich weist das die Astrobiologin Rettberg nicht zurück, hebt jedoch hervor, dass Kohlenstoff wegen seiner Bindungseigenschaften schon ein „besonderer“ Stoff ist und daher für die Entstehung von Leben besonders gut geeignet sein könnte.

Auf welchen solcher Exoplaneten ist die Suche nach Biomarkern überhaupt vielversprechend? Das ist heute Gegenstand der astrobiologischen Debatten. Denn längst ist nicht eindeutig geklärt, welche Faktoren die sogenannte habitable Zone definieren, in der sich Leben tatsächlich herausbilden kann. Die Strahlungsintensität des Muttergestirns und eine Atmosphäre sind dabei zweifellos wichtige, aber sicher nicht die einzigen Aspekte, die eine Rolle spielen. Unsere Sonne schleudert beispielsweise immer wieder mächtige Protuberanzen energiereicher und lebensfeindlicher Materiestrahlung in den planetaren Raum – und auch aus dem Kosmos erreicht uns hochenergetische Strahlung. Zum Schutz davor ist die Erde mit einem starken Magnetfeld ausgestattet. Hätte sie dieses nicht, wäre die Bildung von organischen Zellen zumindest an Land unmöglich, da die starke Teilchenstrahlung diese Kohlenstoffmoleküle zerstören würde. Ob sich solche Magnetfelder jedoch auch auf erdähnlichen Exoplaneten entwickelt haben, ist  derzeit völlig offen. Andererseits scheint die Bildung planetarer Magnetfelder nichts ungewöhnliches, denn in unserem Sonnensystem haben auch andere Planeten einen derartigen Schutzschirm entwickelt.

Sind wir allein im Kosmos? Die Astrobiologin macht wenig Hoffnung, dass die Wissenschaft diese Frage bald beantworten kann. Aber wer weiß: Vielleicht endet die mühsame Suche nach Leben im Universum ganz anders. Vielleicht kommt es doch einmal zum close encounter auf der Erde, der von so vielen Regisseuren schon spektakulär in Szene gesetzt wurde. Allerdings: die meisten Wissenschaftler glauben heute nicht, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr groß ist!

Quelle: https://www.innovations-report.de/fachgebiete/kommunikation-medien/tv-doku-leben-unter-dem-eis-des-enceladus/

Spannend für die Astrobiologie: Nach über 20 Jahren wird es einen nahen Vorbeiflug bei dem Mond Ganymed geben

  • Nach über 20 Jahren wird es einen nahen Vorbeiflug bei dem Mond Ganymed geben

  • Neben beeindruckenden Bildern wird der Vorbeiflug der Sonde Einblicke in die Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle des Mondes liefern

  • Nach der Aussage von Juno-Prinzipalforscher Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio, verfügt Juno über eine Reihe empfindlicher Instrumente, mit denen Ganymed auf eine Art und Weise beobachtet wird, wie es bisher nicht möglich war. Indem Juno so nah vorbeifliegt, wird die Erforschung von Ganymed ins 21. Jahrhundert reichen

  • Neben dem Ultraviolett-Spektrographen (UVS) und dem Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) wird Junos Mikrowellen-Radiometer (MWR) in die Wassereis-Kruste des Ganymeds blicken und Daten über deren Zusammensetzung und Temperatur sammeln.

  • Das Juno-Wissenschaftsteam wird die Bilder durchforsten, sie mit denen früherer Missionen vergleichen und nach Veränderungen der Oberflächenmerkmale suchen, die über vier Jahrzehnte hinweg aufgetreten sein könnten.
Erste globale geologische Karte von Ganymed: Von links nach rechts: Die Mosaik- und geologischen Karten von Jupiters Mond Ganymed wurden zusammengestellt und enthalten die besten verfügbaren Bilder der NASA-Raumsonden Voyager 1 und 2 und der NASA-Raumsonde Galileo.
Bildnachweis: USGS Astrogeology Science Center/Wheaton/NASA/JPL-Caltech

Am Montag, den 7. Juni 2021, um 13:35 Uhr EDT (10:35 Uhr PDT) wird die Raumsonde Juno bis auf 1.038 Kilometer an die Oberfläche von Jupiters größtem Mond Ganymed herankommen. Der Vorbeiflug wird die größte Annäherung einer Raumsonde an den größten natürlichen Satelliten des Sonnensystems sein, seit die NASA-Raumsonde Galileo am 20. Mai 2000 ihre vorletzte Annäherung vollzog. Neben beeindruckenden Bildern wird der Vorbeiflug der Sonde Einblicke in die Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle des Mondes liefern. Die von Juno durchgeführten Messungen der Strahlungsumgebung in der Nähe des Mondes werden auch für zukünftige Missionen zum System von Jupiter von Nutzen sein.

Noch ein paar Tage – Es wird spannend! Nach über 20 Jahren wird es einen nahen Vorbeiflug bei dem Mond Ganymed geben. Juno verfügt über eine Reihe empfindlicher Instrumente, mit denen Ganymed auf eine Art und Weise beobachtet wird, wie es bisher nicht möglich war. Für Astrobiologen und Astrogeologen interessant und nach über 20 Jahren neuen Daten.


Ganymed ist größer als der Planet Merkur und ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer eigenen Magnetosphäre, einer blasenförmigen Region aus geladenen Teilchen, die den Himmelskörper umgibt.

Nach der Aussage von Juno-Prinzipalforscher Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio, verfügt Juno über eine Reihe empfindlicher Instrumente, mit denen Ganymed auf eine Art und Weise beobachtet wird, wie es bisher nicht möglich war.
Indem Juno so nah vorbeifliegt, wird die Erforschung von Ganymed ins 21. Jahrhundert reichen und sowohl zukünftige Missionen mit den einzigartigen Sensoren ergänzen als auch helfen, die nächste Generation von Missionen zum Jupiter-System vorzubereiten , wie die Europa Clipper Mission der NASA und die JUpiter ICy moons Explorer [JUICE] Mission der ESA. 

Die wissenschaftlichen Instrumente von Juno werden etwa drei Stunden vor der größten Annäherung der Raumsonde mit der Datenerfassung beginnen. Neben dem Ultraviolett-Spektrographen (UVS) und dem Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) wird Junos Mikrowellen-Radiometer (MWR) in die Wassereis-Kruste des Ganymeds blicken und Daten über deren Zusammensetzung und Temperatur sammeln.

Die Eishülle von Ganymed hat einige helle und dunkle Regionen, was darauf hindeutet, dass einige Bereiche reines Eis sein könnten, während andere Bereiche schmutziges Eis enthalten. MWR wird die erste eingehende Untersuchung darüber liefern, wie die Zusammensetzung und Struktur des Eises mit der Tiefe variiert, was zu einem besseren Verständnis darüber führt, wie sich die Eishülle bildet und welche Prozesse das Eis im Laufe der Zeit wieder auftauchen.
Die Ergebnisse werden die Ergebnisse der kommenden ESA-Mission JUICE ergänzen, die das Eis mit Radar bei verschiedenen Wellenlängen untersuchen wird, wenn sie 2032 als erste Raumsonde einen anderen Mond als den Erdmond umkreist. Signale von Junos X-Band- und Ka-Band-Radiowellenlängen werden verwendet, um ein Radio-Okkultationsexperiment durchzuführen, um die dünne Ionosphäre des Mondes zu untersuchen.

„Wenn Juno hinter Ganymed vorbeifliegt, werden Funksignale die Ionosphäre von Ganymed durchdringen und kleine Frequenzänderungen verursachen, die von zwei Antennen im Canberra-Komplex des Deep Space Network in Australien aufgefangen werden sollten“ sagte Dustin Buccino, ein Ingenieur für Signalanalyse für die Juno-Mission am JPL. „Wenn wir diese Veränderung messen können, können wir vielleicht die Verbindung zwischen der Ionosphäre des Ganymeds, seinem eigenen Magnetfeld und der Magnetosphäre des Jupiters verstehen.“


Quelle:
https://www.missionjuno.swri.edu/news/nasas-juno-to-get-a-close-look-at-jupiters-moon-ganymede

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14415.msg512224#msg512224

Die Mission Juno geht weiter und wird Jupiters Monde untersuchen/Beginnend mit Ganymed am 7. Juni 2021

Die Daten, die Juno sammelt, werden zu den Zielen der nächsten Generation von Missionen im Jupiter-System beitragen – dem Europa Clipper der NASA und der JUpiter ICy Moons Explorer (JUICE) -Mission der ESA (Europäische Weltraumorganisation). 
Junos Untersuchung von Jupiters Vulkanmond Io befasst sich mit vielen wissenschaftlichen Zielen, die von der Nationalen Akademie der Wissenschaften für eine zukünftige Io-Entdeckungsmission identifiziert wurden. Endlich rücken die Eis-Monde in den Fokus der Wissenschaft/Astrobiologie, dank der vielen Studien. Bis zum umdenken (Die Eis-Monde von Jupiter und Saturn sind vielversprechender auf der suche nach leben als auf den uns bekannten Planeten) der Wissenschaftler und Geldgeber für eine Sonde, war es ein langer weg. Die beiden oben genannten Sonden sind ein Novum.

Die Mission von Juno geht weiter.
Erforschung des Jupiters wurde verlängert. Der am weitesten entfernte planetare Orbiter wird nun seine Untersuchung des größten Planeten des Sonnensystems bis September 2025 oder bis zum Ende der Lebensdauer der Sonde verlängern. Diese Verlängerung stellt Juno vor die Aufgabe, das gesamte Jupitersystem, Jupiter und seine Ringe und Monde zu erforschen, wobei mehrere Rendezvous mit drei der faszinierendsten Galileischen Monde des Jupiters geplant sind: Ganymed, Europa und Io. Die Hauptmissionen werden im Juli 2021 abgeschlossen sein.


Die erweiterte Mission umfasst 42 zusätzliche Umlaufbahnen und erweitert die Entdeckungen, die Juno bereits über die innere Struktur des Jupiters, das innere Magnetfeld, die Atmosphäre (einschließlich polarer Wirbelstürme, tiefer Atmosphäre und Aurora) und die Magnetosphäre gemacht hat. Dazu gehören auch nahe Vorbeiflüge an Jupiters Nordpolarwirbelstürmen, die erste umfassende Erkundung der schwachen Ringe, die den Planeten umgeben, sowie Vorbeiflüge an den Monden Ganymed, Europa und Io.


Die NASA hat beschlossen, die Juno-Mission bis September 2025 auf Jupiter auszudehnen und die Untersuchung des Raumfahrzeugs über den Riesenplaneten um mehrere Vorbeiflüge von drei galiläischen Monden – Ganymed, Europa und Io – und seinen dunklen Ringen zu erweitern.

„Seit seiner ersten Umlaufbahn im Jahr 2016 hat Juno eine Offenbarung nach der anderen über das Innenleben dieses riesigen Gasriesen geliefert“, sagte der leitende Ermittler Scott Bolton. „Mit der erweiterten Mission werden wir grundlegende Fragen beantworten, die sich während Junos Hauptmission stellten, während wir über den Planeten hinausgingen, um Jupiters Ringsystem und galiläische Satelliten zu erkunden.“

Juno wird am 7.Juni 2021 um 16:56 UTC den ersten nahen Fly-by in 1042 km Abstand an Ganymed absolvieren und damit die hier bereits aufgelistete Serie der Erkundungen der Jupiter-Monde einleiten

Die 2011 gestartete solarbetriebene Juno-Mission erreichte ihr Ziel im Juli 2016 und bremste in eine elliptische polare Umlaufbahn, die wiederholte enge Vorbeiflüge ermöglichte. Die Hauptmission des Raumfahrzeugs wird im Juli abgeschlossen sein, aber am 13. Januar kündigte die NASA an, dass die Mission um weitere 42 Umlaufbahnen verlängert werden soll, um Jupiters Nordpolarzyklone, das schwache Ringsystem Ganymede (zwei Vorbeiflüge) und Europa (drei Vorbeiflüge) zu untersuchen. und Io (11 Vorbeiflüge).

Eine grafische Darstellung der zusätzlichen Umlaufbahnen, die für die Juno-Mission geplant sind, mit Pässen von drei ihrer galiläischen Monde: Ganymed, Europa und Io.  Die Satellitenbegegnungen beginnen mit einem Vorbeiflug in geringer Höhe von Ganymed am 7. Juni 2021 (PJ34), der die Umlaufzeit von etwa 53 Tagen auf 43 Tage verkürzt. 
Dieser Vorbeiflug führt am 29. September 2022 (PJ45) zu einem engen Vorbeiflug an Europa, wodurch die Umlaufzeit weiter auf 38 Tage verkürzt wird. Ein Paar enger Io-Vorbeiflüge am 30. Dezember 2023 (PJ57) und am 3. Februar 2024 (PJ58) verkürzt zusammen die Umlaufzeit auf 33 Tage.Bild: NASA / JPL-Caltech / SwRI

Das Raumschiff wird auch wiederholt ringförmige Wolken elektrisch geladener Ionen passieren, die mit Europa und Io assoziiert sind, um die Strahlungsumgebung in der Nähe beider Monde besser zu verstehen. Sechs der 42 zusätzlichen Vorbeiflüge konzentrieren sich auf Jupiters „Great Blue Spot“, eine Region mit intensiver magnetischer Aktivität in der Nähe des Äquators des Planeten.

„Mit dieser Erweiterung wird Juno zu einer eigenen Folgemission“, sagte Steve Levin, Juno-Projektwissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory der NASA. „Nahaufnahmen des Pols, Funkbedeckungen, Satelliten-Vorbeiflüge und fokussierte Magnetfeldstudien ergeben zusammen eine neue Mission, den nächsten logischen Schritt bei unserer Erforschung des Jupiter-Systems.“

Die während der erweiterten Mission von Juno gesammelten Daten fließen direkt in die Planung des Europa Clipper der NASA und des JUpiter ICy moons Explorer (JUICE) der Europäischen Weltraumorganisation ein.


Die vorgeschlagene erweiterte Mission soll bis September 2025 dauern.

In einer erweiterten Mission könnte Juno zusätzlich herausfinden, wie viel Wasser in Jupiters Atmosphäre gebunden ist und auch dessen Ringe näher untersuchen. Die Vorbeiflüge an den Monden würden Mitte 2021 mit Ganymed in einer Entfernung von etwa 1.000 Kilometern beginnen. Nach einigen weiter entfernten Vorbeiflügen soll es dann Ende 2022 einen Hochgeschwindigkeits-Vorbeiflug nur 320 km über Europa geben. 2024 sind zwei Vorbeiflüge an Io in ca. 1.500 km Entfernung vorgesehen.

Juno könnte die Oberflächenzusammensetzung von Ganymed abbilden und die 3D-Struktur der Magnetosphäre untersuchen.

Mit dem Mikrowellenradiometer könnte die Dicke der Eiskruste Europas untersucht werden, das Spektrometer würde die Konzentration von Wassereis, Kohlendioxid und organischen Molekülen auf 40 Prozent der Mondoberfläche bestimmen. Die JunoCam kann Bilder von Europa mit einer Auflösung von immerhin 1 – 2 km aufnehmen. Zusammen mit der Star-Tracker Kamera würde sie nach Hinweisen auf von der Oberfläche ausgehenden Wasserfontänen suchen. Die anderen Instrumente sollen nach Partikeln fahnden, die in den möglichen Fontänen aus Europa herausgeschleudert werden.

Während der Io- Vorbeiflüge könnte Juno nach Beweisen für einen globalen Magma-Ozean suchen und auch aktive Vulkane in den Polarregionen beobachten.

Die rätselhafte, faszinierende Oberfläche von Jupiters eisigem Mond Europa ragt in dieser neu aufbereiteten Farbansicht hervor, die aus Bildern stammt, die Ende der 90er Jahre vom Galileo-Raumschiff der NASA aufgenommen wurden. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / SETI Institute

Das Juno-Raumschiff der NASA könnte die ersten engen Vorbeiflüge seit Anfang der 2000er Jahre von drei der größten Monde Jupiters, einschließlich Europa, durchführen, wenn die Weltraumbehörde der Mission eine Verlängerung gewährt, sagte Junos führender Wissenschaftler kürzlich.

Seit dem Eintritt in die Umlaufbahn um Jupiter im Juli 2016 hat die Reihe wissenschaftlicher Instrumente des Juno-Raumschiffs die Atmosphäre und die innere Struktur des Riesenplaneten untersucht, neue Erkenntnisse über Jupiters Zyklonstürme gewonnen und Hinweise auf einen großen, möglicherweise gelösten Kern in seinem Zentrum gefunden.

„Wir gingen hinaus, um einen Kern zu entdecken, ob es einen kompakten Kern in Jupiter gab oder nicht“, sagte Scott Bolton, Junos Hauptforscher am Southwest Research Institute. „Wir waren überrascht, weil es ein großer, verdünnter Kern ist.“

Junos fünfjährige primäre Missionsphase endet im Juli 2021, und Missionsmanager haben eine Verlängerung vorgeschlagen, die den Betrieb bis September 2025 fortsetzen soll. Die zusätzlichen Umlaufbahnen des Raumfahrzeugs um Jupiter werden Juno näher an die Monde des Planeten bringen und eine breitere Palette wissenschaftlicher Erkenntnisse ermöglichen Ziele.

„Eines der aufregenden Dinge an der Mission (Erweiterung) ist, dass wir die Satelliten und Ringe besuchen“, sagte Bolton letzten Monat bei einem Treffen der NASA-Beratergruppe für äußere Planeten. „Es wird wirklich zu einem vollständigen Systemforscher, der nicht so fokussiert ist wie die Hauptaufgabe, und daher eine potenziell vielfältigere (wissenschaftliche) Community versorgt, da die Satellitengeologen und die Ringleute alle Daten erhalten, die ich für sehr interessant und einzigartig halte. ”

Das solarbetriebene Juno-Raumschiff startete im August 2011 und startete eine fünfjährige Kreuzfahrt zum Jupiter. Juno war das zweite Raumschiff, das Jupiter umkreiste, als es am 4. Juli 2016 eintraf.

Zu den neun wissenschaftlichen Instrumenten von Juno gehören ein Mikrowellenradiometer für atmosphärische Messungen, Ultraviolett- und Infrarotspektrometer, Partikeldetektoren, ein Magnetometer sowie ein Radio- und Plasmawellenexperiment. Der Jupiter-Orbiter verfügt auch über eine Farbkamera namens JunoCam, die Bilddaten zur Verarbeitung und Analyse durch eine Armee von Bürgerwissenschaftlern auf der ganzen Welt sammelt.

Das Wissenschaftsteam von Juno legte der NASA im vergangenen Monat einen Vorschlag für eine erweiterte Mission vor, die den Betrieb von Raumfahrzeugen noch vier Jahre bis 2025 fortsetzen soll. Bolton sagte, die erweiterte Mission würde es Juno ermöglichen, zusätzliche wissenschaftliche Ziele zu erreichen.

„Wir haben mehrere Vorbeiflüge von Io, Europa und Ganymed“, sagte Bolton.

Diese Abbildung zeigt das Juno-Raumschiff der NASA, das über Jupiters Südpol schwebt. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech

Es wird erwartet, dass die NASA-Beamten bis Ende des Jahres entscheiden, ob sie Mittel für den erweiterten Missionsvorschlag des Juno-Teams bereitstellen. Es ist Teil eines regulären Prozesses, der als Senior Review bezeichnet wird und bei dem unabhängige Wissenschaftler die Vorzüge einer weiteren Durchführung der Roboter-Wissenschaftsmissionen der NASA über ihre ursprünglich geplanten Lebensdauern hinaus bewerten.

Bei der Prüfung der Empfehlungen für die Überprüfung der Senioren gleicht die NASA die wissenschaftliche Produktivität älterer Missionen mit den Prioritäten für die Entwicklung und den Start neuer Raumfahrzeuge aus.

Die Vorbeiflüge von Jupiters Monden werden durch Junos wechselnde Umlaufbahn ermöglicht. Jupiters asymmetrisches Schwerefeld stört Junos Flugbahn allmählich und zieht laut Bolton im Laufe der Zeit den nächstgelegenen Punkt der elliptischen oder eiförmigen Umlaufbahn des Raumfahrzeugs nach Norden.

Die Nordwanderung von Junos Perijove oder die nächste Annäherung an Jupiter ermöglicht es dem Raumschiff, den Nordpol des Planeten genauer zu betrachten. Juno war die erste Mission, die Jupiters Pole erblickte, und jetzt konnte das Raumschiff den Nordpol und seine Zyklonstürme genauer sehen.

„Dies gibt uns die Nähe zu den nördlichen Teilen des Jupiter, der eine neue Grenze darstellt“, sagte Bolton. „Wir haben dort viel Aktivität gesehen, so dass wir es aus nächster Nähe erkunden können, während wir uns in der Hauptmission auf die unteren Breiten beschränkt haben.“

In einer erweiterten Mission wird das Raumschiff auch in der Lage sein zu quantifizieren, wie viel Wasser in Jupiters Atmosphäre gebunden ist, sagte Bolton.

Seit Juno vor mehr als vier Jahren in Jupiter angekommen ist, fliegt er in einer 53-tägigen elliptischen Umlaufbahn. Am Ende seiner Hauptmission im nächsten Jahr wird das Raumschiff 34 Runden um Jupiter gefahren sein.

Das von Lockheed Martin gebaute Raumschiff sollte ursprünglich Ende 2016 in eine engere 14-Tage-Umlaufbahn manövrieren, doch die Missionsmanager entschieden sich aufgrund eines Problems mit Junos Haupttriebwerk, die Raketenverbrennung nicht durchzuführen.

Diese Entscheidung bedeutete, dass Juno mehr Zeit benötigte, um die erforderlichen wissenschaftlichen Daten der Mission zu sammeln. Die Instrumente des Raumfahrzeugs sammeln die meisten ihrer Daten, während sie alle 53 Tage in der Nähe des Planeten vorbeifahren, nicht die ursprünglich geplante 14-Tage-Trittfrequenz.

Wissenschaftler planten, Juno 32 der 14-tägigen wissenschaftlichen Umlaufbahnen bis Februar 2018 fertigstellen zu lassen, als die Hauptmission beendet sein sollte. Zu dieser Zeit planten Bodenkontroller, das Raumschiff absichtlich in Jupiters Atmosphäre zu stürzen, um die Möglichkeit zu vermeiden, einen der potenziell bewohnbaren Monde Jupiters zu kontaminieren.

Die 53-tägige Umlaufbahn bedeutete, dass Juno mit einer langsameren wissenschaftlichen Trittfrequenz operierte, aber die längere Umlaufbahn ermöglicht es der Mission, sich in den 2020er Jahren in die Nähe von Jupiters Monden zu wagen, sagte Bolton. Ein weiterer Vorteil der längeren Umlaufbahn war, dass Juno weniger starker Strahlung um Jupiter ausgesetzt war, sodass die 1,1-Milliarden-Dollar-Mission länger als ursprünglich geplant betrieben werden konnte.

„Es ist eine rettende Gnade“, sagte Bolton. „Ich denke, die Lehre ist, dass wir flexibel waren, und das ist gut in Missionen. Wenn Sie also eine Mission entwerfen, versuchen Sie, flexibel zu sein, weil Sie nicht wissen, welchen Curveball Sie werfen werden. “

Dieses Bild der südlichen Hemisphäre von Jupiter wurde am 23. Mai 2018 von der Juno-Raumsonde der NASA auf dem ausgehenden Abschnitt eines Vorbeiflugs des Gasriesenplaneten aufgenommen. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech / SWRI / MSSS / Kevin M. Gill

Junos sich natürlich entwickelnde Umlaufbahn ermöglicht es dem Raumschiff auch, in der Nähe von Jupiters Monden und Ringen vorbeizukommen.

Die Mondvorbeiflüge würden Mitte 2021 mit einer Begegnung mit Ganymed, Jupiters größtem Mond, in einer Entfernung von etwa 1.000 Kilometern beginnen, so Bolton.

Nach einer Reihe entfernter Pässe würde Juno Ende 2022 nur noch 320 Kilometer über Europa fliegen, um einen Hochgeschwindigkeits-Vorbeiflug zu unternehmen. Nur das Galileo-Raumschiff der NASA, das seine Mission 2003 beendete, ist Europa näher gekommen.

Es gibt zwei Begegnungen mit Jupiters Vulkanmond Io, die 2024 in Entfernungen von etwa 1.500 Kilometern geplant sind. Dies geht aus dem Flugplan hervor, den Bolton im letzten Monat vorgelegt hat.

Vorausgesetzt, die NASA genehmigt die Missionserweiterung, kann Juno nach Veränderungen auf den Oberflächen von Jupiters Monden suchen, seit sie zuletzt von den NASA-Sonden Voyager und Galileo aus der Nähe gesehen wurden.

In Ganymed konnte Juno die Oberflächenzusammensetzung des Mondes abbilden und die 3D-Struktur der Magnetosphäre von Ganymed untersuchen. Ganymed ist der einzige Mond im Sonnensystem, von dem bekannt ist, dass er ein eigenes Magnetfeld hat.

• Untersuchen Sie die 3-D-Struktur von Ganymed Magnetosphäre • Oberflächenzusammensetzung, Rolle radiolytischer Prozesse bei Oberflächenverwitterung • Untersuchen Sie Oberflächenveränderungen seit Voyager und Galileo

Das Mikrowellenradiometer von Juno könnte die Dicke der globalen Eisschale Europas untersuchen, die einen Ozean aus flüssigem Wasser bedeckt. „Wir werden sehen, wo das Eis dünn und wo es dick ist“, sagte Bolton.

Charakterisierung der Eisschale: – Identifizieren Sie Regionen, in denen Eis dick, dünn oder dünn ist unterirdische Flüssigkeit – Kartenoberfläche mit MWR ∼120-200 km Auflösung

Der Besuch in Europa würde Wissenschaftlern einen Vorgeschmack auf die künftige Mission Europa Clipper der NASA geben, die bereits 2024 starten könnte. Europa Clipper wird unter anderem ein leistungsfähigeres Radar tragen, um die Eisschale des Mondes durch eine Reihe von Instrumenten zu messen gezielte Vorbeiflüge.

Junos Spektrometer würden auch Konzentrationen von Wassereis, Kohlendioxid und organischen Molekülen auf 40 Prozent der europäischen Oberfläche abbilden, sagte Bolton.

– Karte Wassereis, CO2 und organische Stoffe (10 km res) – Ionen / Ionenzyklotronwellen schließen auf Chlor – F & P schränkt das Sputtern auf der Oberfläche ein – Junos Plasmainstrument ist von Bedeutung Fortschritt zur Einschränkung des Sputterns

Der JunoCam-Imager könnte Bilder von Europa mit einer Oberflächenauflösung von 1 bis 2 Kilometern aufnehmen, die weit hinter den Details zurückbleiben, die auf den Europa-Karten des Galileo-Raumfahrzeugs zu sehen sind. Aber JunoCam würde die schärfsten Ansichten von Europa seit mehr als 20 Jahren zurückgeben.


Federsuche: – Suche nach Oberflächenveränderungen (1-2 km Auflösung) – JunoCam, SRU (Hochphasen-Vorwärtsstreuung) – In-situ-F & P zur Charakterisierung des Magnetfelds und der Welle Emissionen, Elektronendichten und Staub Umgebung

Bilder von JunoCam und Junos Star-Tracker-Kameras würden nach Hinweisen auf Federn suchen, die von Europas Oberfläche ausbrechen. Die anderen Instrumente des Raumfahrzeugs würden so abgestimmt, dass sie nach Partikeln suchen, die in den möglichen Federn aus Europa geschleudert werden. Das Hubble-Weltraumteleskop erkannte Anzeichen wiederkehrender Ausbrüche aus Europa.

Während seiner Vorbeiflüge mit Io konnte Juno nach Beweisen für einen globalen Magma-Ozean suchen, der Ios Vulkane speist. Juno könnte auch aktive Vulkane in den Polarregionen von Io beobachten.

• Juno wird k2 einschränken, um zu helfen Klären Sie den physischen Ursprung von Ios Vulkanismus • Juno überwacht Io-Vulkane Aktivität, einschließlich der polaren Region. Globale Zuordnung Adressen wo intern Ableitung der Gezeitenerwärmung tritt ein.

Juno fotografierte auch Jupiters dünne Ringe während einer möglichen erweiterten Mission. Der Staubdetektor des Raumfahrzeugs könnte auch Stöße von Ringpartikeln registrieren, sagte Bolton.

„Wir werden wirklich in der Lage sein, die Ringe mit Fernerkundung und In-situ-Instrumenten viel besser zu betrachten“, sagte Bolton.

Quellen: https://www.jpl.nasa.gov/news/nasas-juno-mission-expands-into-the-future

https://astronomynow.com/2021/02/26/juno-mission-extended-will-now-study-jupiters-moons-and-rings/

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14415.250

https://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=14415.275

https://spaceflightnow.com/2020/10/12/juno-team-planning-close-flybys-of-jupiters-moons/

https://www.lpi.usra.edu/opag/meetings/opag2020fall/presentations/Bolton_6011.pdf

Das Innere Europas ist möglicherweise heiß genug, um Meeresbodenvulkane zu befeuern/Was ist Astrobiologie

Künstlerkonzept des NASA Europa Clipper

Diese Abbildung, die ab Dezember 2020 aktualisiert wurde, zeigt das Raumschiff Europa Clipper der NASA. Die Mission, die auf einen Start im Jahr 2024 abzielt, wird untersuchen, ob Jupiters Mond Europa und sein innerer Ozean lebensfähige Bedingungen haben.Credits: NASA / JPL-Caltech

Jupiters Mond Europa hat eine eisige Kruste, die einen riesigen globalen Ozean bedeckt. Die darunter liegende Felsschicht kann heiß genug sein, um zu schmelzen, was zu Unterwasservulkanen führt.

Neue Forschungen und Computermodelle zeigen, dass in der jüngeren Vergangenheit möglicherweise vulkanische Aktivitäten auf dem Meeresboden von Jupiters Mond Europa stattgefunden haben – und möglicherweise immer noch stattfinden. Die bevorstehende Europa Clipper- Mission der NASA , die auf den Start im Jahr 2024 abzielt, wird sich dem eisigen Mond nähern und Messungen sammeln, die Aufschluss über die jüngsten Ergebnisse geben könnten.

Wissenschaftler haben starke Beweise dafür, dass Europa einen riesigen Ozean zwischen seiner eisigen Kruste und dem felsigen Inneren beherbergt. Die neue Arbeit zeigt, wie der Mond möglicherweise genug innere Wärme hat, um diese felsige Schicht teilweise zu schmelzen, ein Prozess, der Vulkane auf dem Meeresboden speisen könnte. Die jüngste 3D-Modellierung, wie diese innere Wärme erzeugt und übertragen wird, ist die bislang detaillierteste und gründlichste Untersuchung der Auswirkungen dieser Innenheizung auf den Mond.

Der Schlüssel zu Europas felsigem Mantel, der heiß genug ist, um zu schmelzen, liegt in der massiven Anziehungskraft, die Jupiter auf seine Monde hat. Während sich Europa um den Gasriesen dreht, biegt sich das Innere des eisigen Mondes. Durch das Biegen wird Energie in das Innere des Mondes gedrückt, die dann als Wärme austritt (denken Sie daran, wie durch wiederholtes Biegen einer Büroklammer Wärme erzeugt wird). Je mehr sich das Innere des Mondes biegt, desto mehr Wärme wird erzeugt.

Die kürzlich in Geophysical Research Letters veröffentlichte Studie modelliert detailliert, wie sich der felsige Teil Europas unter der Schwerkraft des Jupiter biegen und erwärmen kann. Es zeigt, wo Wärme abgeführt wird und wie sie diesen felsigen Mantel schmilzt, was die Wahrscheinlichkeit von Vulkanen auf dem Meeresboden erhöht.

Die vulkanische Aktivität auf Europa ist seit Jahrzehnten ein Thema der Spekulation. Zum Vergleich: Jupiters Mond  Io  ist offensichtlich vulkanisch. Hunderte von Vulkanen brechen dort Lavafontänen aus und stoßen Vulkangas und Staub mit einer Höhe von bis zu 400 Kilometern aus – eine Aktivität, die auf die gleiche Art der inneren Erwärmung zurückzuführen ist, die durch Jupiters Zug verursacht wird. Da Europa jedoch weiter entfernt ist als Io von seinem Wirtsplaneten, haben sich Wissenschaftler gefragt, ob der Effekt unter der eisigen Oberfläche ähnlich wäre.

Illustration von Jupiters Mond Europa, der einen Eisenkern zeigt, umgeben von einem felsigen Mantel in direktem Kontakt mit einem Ozean unter der eisigen Kruste

Die Ergebnisse der Wissenschaftler legen nahe, dass das Innere von Jupiters Mond Europa aus einem Eisenkern bestehen könnte, der von einem felsigen Mantel umgeben ist, der in direktem Kontakt mit einem Ozean unter der eisigen Kruste steht. Neue Forschungsmodelle, wie innere Wärme Vulkane auf dem Meeresboden befeuern kann.Credits: NASA / JPL-Caltech / Michael Carroll

Unter der Leitung von Marie Běhounková von der Karlsuniversität in der Tschechischen Republik sagten die Autoren ferner voraus, dass die vulkanische Aktivität am wahrscheinlichsten in der Nähe der Pole Europas auftritt – den Breiten, in denen die meiste Wärme erzeugt wird. Sie untersuchten auch, wie sich die vulkanische Aktivität im Laufe der Zeit entwickelt haben könnte. Langlebige Energiequellen bieten mehr Möglichkeiten für die Entwicklung eines potenziellen Lebens.

Unterwasservulkane könnten, falls vorhanden, hydrothermale Systeme antreiben, wie sie das Leben am Boden der Ozeane der Erde befeuern. Wenn Meerwasser auf der Erde mit heißem Magma in Kontakt kommt, führt die Wechselwirkung zu chemischer Energie. Und es ist chemische Energie aus diesen hydrothermalen Systemen und nicht aus Sonnenlicht, die dazu beiträgt, das Leben tief in unseren eigenen Ozeanen zu unterstützen. Vulkanische Aktivitäten auf dem Meeresboden Europas wären eine Möglichkeit, eine potenzielle bewohnbare Umgebung im Ozean dieses Mondes zu unterstützen.

„Unsere Ergebnisse liefern zusätzliche Beweise dafür, dass der unterirdische Ozean Europas eine Umgebung sein kann, die für die Entstehung von Leben geeignet ist“, sagte Běhounková. „Europa ist einer der seltenen Planetenkörper, die möglicherweise über Milliarden von Jahren hinweg vulkanische Aktivität aufrechterhalten haben, und möglicherweise der einzige jenseits der Erde, der über große Wasserreservoirs und eine langlebige Energiequelle verfügt.“

Direkte Beobachtungen

Wissenschaftler der NASA werden die Möglichkeit haben, die neuen Vorhersagen zu testen, wenn Europa Clipper 2030 sein Ziel erreicht. Das Raumschiff wird den Jupiter umkreisen und Dutzende von Vorbeiflügen an Europa durchführen, um den Mond zu kartieren und seine Zusammensetzung zu untersuchen. Unter den wissenschaftlichen Daten, die es sammelt, wird das Raumschiff die Oberfläche im Detail untersuchen und die dünne Atmosphäre des Mondes untersuchen.

Die Oberflächen- und Atmosphärenbeobachtungen geben Wissenschaftlern die Möglichkeit, mehr über den inneren Ozean des Mondes zu erfahren, wenn das Wasser durch die eisige Kruste sickert. Wissenschaftler glauben, dass der Materialaustausch zwischen dem Ozean und der Kruste Spuren von Meerwasser an der Oberfläche hinterlassen würde. Sie glauben auch, dass der Austausch Gas und möglicherweise sogar Wasserdampfwolken mit ausgestoßenen Partikeln abgeben kann, die Materialien enthalten könnten, die vom Meeresboden kommen.

Da Europa Clipper die Schwerkraft und das Magnetfeld des Mondes misst, könnten Anomalien in diesen Gebieten, insbesondere in Richtung der Pole, dazu beitragen, die von der neuen Forschung vorhergesagte vulkanische Aktivität zu bestätigen.

„Die Aussicht auf ein heißes, felsiges Inneres und Vulkane auf dem Meeresboden Europas erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Ozean Europas eine bewohnbare Umgebung sein könnte“, sagte der Wissenschaftler des Europa Clipper-Projekts, Robert Pappalardo, vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Wir können dies möglicherweise mit den geplanten Schwerkraft- und Zusammensetzungsmessungen von Europa Clipper testen, was eine aufregende Aussicht ist.“

Mehr über die Mission

Missionen wie Europa Clipper tragen zum Bereich der Astrobiologie bei , der interdisziplinären Erforschung der Variablen und Bedingungen ferner Welten, die das Leben beherbergen könnten, wie wir es kennen. Während Europa Clipper keine Lebenserkennungsmission ist, wird es eine detaillierte Aufklärung Europas durchführen und untersuchen, ob der eisige Mond mit seinem unterirdischen Ozean die Fähigkeit hat, das Leben zu unterstützen. Das Verständnis der Bewohnbarkeit Europas wird Wissenschaftlern helfen, besser zu verstehen, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat und welches Potenzial besteht, Leben jenseits unseres Planeten zu finden.

JPL wird von Caltech in Pasadena, Kalifornien, verwaltet und leitet die Entwicklung der Europa Clipper-Mission in Zusammenarbeit mit dem Johns Hopkins Applied Physics Lab (APL) in Maryland für das Science Mission Directorate der Agentur in Washington. Das Programmbüro für Planetenmissionen im Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, führt das Programmmanagement der Europa Clipper-Mission durch. 

Quelle: https://www.nasa.gov/feature/jpl/europa-s-interior-may-be-hot-enough-to-fuel-seafloor-volcanoes


Astrobiologe / Astrobiologin

Astrobiologen/Astrobiologinnen erforschen Formen möglichen Lebens außerhalb des Planeten Erde. Zu diesem Zweck studieren sie die Entstehung und Entwicklung von Organismen (Bakterien, Pilze usw.) auf der Erde, die unter extremen Bedingungen, wie z. B. in der Wüste, im Meer/Tiefsee oder in der Antarktis, lebensfähig sind. Diese Organismen werden in der Fachsprache „Extremophile“ genannt. Die sich extremen Umweltbedingungen angepasst haben, die im Allgemeinen als lebensfeindlich betrachtet werden.

Astrobiologen/Astrobiologinnen studieren den Ursprung, die Entwicklung, Funktion und Verbreitung vor allem von extremophilen Lebensformen auf der Erde und im Weltall.

Sie befassen sich mit astrobiologischen Fragestellungen und führen Feldstudien in Wüsten, Hydrothermale Tiefseequellen im Hochgebirge und an den Erdpolen (Arktis, Antarktis) durch. Sie werten ihre Ergebnisse aus und publizieren sie in Fachjournalen. Ihre Ergebnisse sind für andere naturwissenschaftlichen Forschungsbereiche, wie z. B. Chemie oder Astrophysik von großer Bedeutung.


Astrobiologen/Astrobiologinnen arbeiten in der Natur sowie in Laboratorien von Universitäten und wissenschaftlichen Instituten. Sie arbeiten im Team mit Forschungskolleginnen und -kollegen, mit Expertinnen und Experten aus verwandten Fachbereichen und Forschungsassistentinnen und -assistenten.

Der Begriff „Astrobiologie“ wurde in den frühen 1960er-Jahren von Otto Struve (1897–1963), einem damals sehr bekannten russisch-amerikanischen Astronomen, geprägt, um auf interdisziplinäre Weise alle Forschungsgebiete begrifflich zusammenzufassen, die sich irgendwie mit der Frage nach der Existenz extraterrestrischen Lebens beschäftigen. Richtig durchsetzen konnte sich dieser Begriff in seiner Zeit jedoch noch nicht. Man sprach vielmehr von „Exobiologie“ oder „Xenobiologie“, die zum einen den Begriff „außen“ und zum anderen den Begriff „fremd“ in ihrem Wortstamm tragen. Damit wurde ihr Fachgebiet bereits begrifflich auf das (mögliche und wahrscheinliche) Leben außerhalb der Erde eingeengt.

Da man bis heute keine Anzeichen für extraterrestrische Lebensformen gefunden hat, handelt es sich bei der Exo- bzw. Xenobiologie quasi um eine Wissenschaft, die noch auf der Suche nach ihrem eigentlichen Gegenstand, dem außerirdischen Leben, ist. Deshalb wurde sie irgendwann auch nicht mehr richtig ernst genommen.

China: Rover Zhurong absolviert erste Mars-Fahrt

Zwei Vehikel aus einem metallähnlichen Material stehen hintereinander auf einer rötlichen, strukturierten Oberfläche, auf der ihre jeweiligen Schatten zu sehen sind. (Imago /JinxLiwang)Simulation des chinesischen Raumfahrtcenters zum Manöver des Rovers „Zhurong“ auf der Marsoberfläche (Imago /JinxLiwang)

Auf dem Mars hat der chinesische Rover Zhurong seine erste Fahrt absolviert.

Bilder davon sind auf dem Social-Media-Account des Rovers verbreitet worden. Das ferngesteuerte Gefährt fuhr die Rampe der Ladekapsel hinunter und rollte auf die Marsoberfläche.

Der Rover ist 240 Kilogramm schwer und wird mit Solarenergie betrieben. Er war vor einer Woche mit dem Landemodul des Raumschiffes „Tianwen-1“ auf dem Mars gelandet. Er soll Boden und Atmosphäre des Planeten insbesondere auf Spuren von Wasser und möglichem früheren Leben untersuchen.

Für Chinas Raumfahrtprogramm ist das ein großer Erfolg, denn vorher hatte es noch kein Land geschafft, gleich bei seiner ersten Mars-Mission auch einen Rover zu landen und losfahren zu lassen. Ein Video zeigt, wie er funktioniert.

Zhurong ist nach einem chinesischen Feuergott benannt und soll mindestens drei Monate lang den Mars erkunden. Vom US-Rover Perseverance bzw. der Nasa kamen schon Glückwünsche. Begegnen werden sich die beiden Rover auf dem Mars aber nicht, sie sind mehr als 2.000 Kilometer voneinander entfernt unterwegs – Zhurong in der Utopia-Planitia-Tiefebene und Perseverance im Jezero-Krater. Außerdem ist seit 2012 auch der Nasa-Rover Curiosity auf dem Mars. Er ist aber noch weiter weg, im Gale-Krater.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/china-rover-zhurong-absolviert-erste-mars-fahrt.2850.de.html?drn:news_id=1262356

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA soll diese Woche seinen sechsten Flug auf dem Roten Planeten absolvieren

STATUS-UPDATES | 19. Mai 2021

Der Mars-Hubschrauber machte ein Farbbild der Marsoberfläche in einer Höhe von 10 Metern.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat dieses Farbbild während seines fünften Fluges am 7. Mai 2021 aus einer Höhe von 10 Metern aufgenommen. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA soll diese Woche seinen sechsten Flug auf dem Roten Planeten absolvieren. Der Flug ist der erste, der während der Demonstrationsphase des Hubschrauberbetriebs durchgeführt wird. Er   umfasst das Aufspüren mehrerer Oberflächenmerkmale aus der Luft und die Landung auf einem anderen Flugplatz. In dieser neuen Phase werden Daten und Bilder vom Flug in den Tagen nach dem Flug zur Erde zurückgebracht. Der Perseverance-Rover zeichnet keine Bilder des Hubschraubers im Flug auf, da er sich auf den Beginn der wissenschaftlichen Operationen der Mission vorbereitet.

Der Flugplan von Ingenuity beginnt damit, dass der Hubschrauber auf 10 Meter aufsteigt und dann 150 Meter nach Südwesten fliegt. Wenn diese Entfernung erreicht ist, beginnt das Drehflügler mit der Erfassung von Farbbildern eines interessierenden Gebiets, wenn es nach Süden etwa 15 bis 20 Meter (50 bis 66 Fuß) übersetzt. Stereobilder der Sandwellen und Aufschlüsse heller Felsen am Standort werden dazu beitragen, den Wert einer Luftperspektive für zukünftige Missionen zu demonstrieren. Nach Abschluss der Bildersammlung wird Ingenuity etwa 50 Meter nordöstlich fliegen und dort an der neuen Einsatzbasis (bekannt als „Feld C“) landen.

Ingenuity plant, seinen Leistungsumfang während des sechsten Fluges weiter auszubauen. Die höchste Geschwindigkeit, die Ingenuity auf diesem Flug erreichen wird, beträgt 4 Meter pro Sekunde und die Zeit in der Luft beträgt etwa 140 Sekunden. Es ist auch das erste Mal, dass der Hubschrauber auf einem Flugplatz landet, den er während einer früheren Mission nicht  aus der Luft überwacht hat . Stattdessen stützt sich das Ingenuity-Team auf Bilder, die von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der NASA gesammelt wurden, was darauf hindeutet, dass diese neue Operationsbasis relativ flach ist und nur wenige Oberflächenhindernisse aufweist.

Quelle: https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/302/plans-underway-for-ingenuitys-sixth-flight/

Chinas Rover Zhurong: Erste Fotos von der Mars-Oberfläche-Bald soll er losfahren

Mehr als vier Tage nach der Landung hat der chinesische Mars-Rover Zhurong Fotos seiner Umgebung zur Erde geschickt. Bald soll er losfahren.

Chinas Weltraumagentur hat die ersten Fotos veröffentlicht, die der am Wochenende auf dem Mars gelandete Rover Zhurong gemacht hat. Eines in Schwarz-Weiß zeigt die flache Landschaft der Tiefebene Utopia Planitia, wie wir sie so ähnlich bereits von zahllosen Fotos der NASA-Gefährte kennen. Ein weiteres in Farbe zeigt Teile des Rovers selbst, darunter die Antenne, über die er mit der Erde kommuniziert. Zu sehen ist auch die Rampe, über die Zhurong bald den Boden erreichen soll. Veröffentlicht wurden außerdem zwei kurze Videoclips, die einen Teil des Landemanövers zeigen – die Trennung vom Orbiter Tianwen-1. Die Übertragung der Bilder zur Erde hatte vorher vergleichsweise lange gedauert.

22. Mai 2021: Chinas Marsrover Zhurong rollt vom Abstiegsmodul auf den Marsboden (Sol 7).

27. Mai 2021: China mag Selfies. Wie die Fotosessions von Yutu-1 & 2 mit den Chang’e-3 & 4- Landern auf dem Mond wird auch Zhurong eine Fotosession zwischen Rover und dem Abstiegsmodul durchführen (Sol 13).

28. Mai 2021: Das Wissenschaftsprogramm beginnt am 28. Mai an der Oberfläche (Sol 14). Zhurong wird 90 Tage Wissenschaft auf dem Mars durchführen. Nach 90 Tagen werden sie die Mission des Marsrovers verlangsamen oder stoppen. Der Tianwen-1- Orbiter ändert seine Umlaufbahn erneut. Der Orbiter betritt eine Wissenschafts- und Kartierungsbahn, um den Planeten Mars zu inspizieren und zu kartieren.

https://www.shymkent.info/space/chinese-spaceflight/tianwen-1-1st-flagship-mission-to-mars/

Der 240 Kilogramm schwere Zhurong (祝融) war in der Nacht zum Samstag als erster chinesischer Rover auf dem Mars gelandet. Vorher hatte es nur die US-Weltraumagentur NASA geschafft, Erkundungsfahrzeuge auf dem Mars zum Einsatz zu bringen. Der Sowjetunion war in den 70er-Jahren zwar eine Landung gelungen, der Kontakt zu der Sonde war aber sofort danach verlorengegangen. Außerdem hat China mit der geglückten Landung gleich mehrere Zwischenschritte übersprungen, mit denen sich etwa die NASA an die Erfolge auf dem Mars herangetastet hatte: So ist die Sonde Tianwen-1 gleichzeitig auch Chinas erster Orbiter um den Roten Planeten.

Vor der Veröffentlichung der ersten Bilder und Videoclips hatten chinesischen Staatsmedien bereits berichtet, dass Zhurong Daten zur Erde sendet, Tianwen-1 dient dabei als Relais. Inzwischen hat der die dafür günstigste Position erreicht. „Alle Systeme arbeiten normal“, hieß es demnach, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Seit der Landung ist Zhurong demnach damit beschäftigt, „wie geplant“ zunächste seine Umgebung zu erfassen. Bald soll er sich dann auf den Weg machen und für mindestens drei Monate auch Untersuchungen vornehmen. Aus technischer Sicht könnte er aber auch viel länger durchhalten.

Quelle: https://www.heise.de/news/Chinas-Rover-Zhurong-Erste-Fotos-von-der-Mars-Oberflaeche-6049662.html