Siebte Nation am Mond: Südkorea schickt die Sonde Danuri ins All

Die Gruppe der Mondfahr-Nationen wird größer. Diesmal ist Südkorea an der Reihe. Das Land will seine Sonde Danuri in eine Mond-Umlaufbahn schicken. Von dort aus soll sie nach seltenen Elementen und nach Eis auf der Oberfläche suchen.

Die undatierte Apollo 11-Aufnahme zeigt die von Kratern übersäte Mondoberfläche, die allesamt durch die Einschläge von kleinen Körpern im Sonnensystem herrühren. Kein Hinweis auf Wasser: Der Mond sieht staubtrocken aus. Aber in manchen Kratern lagert Wassereis.
Die von Kratern übersäte Mondoberfläche (picture alliance / dpa / Nasa)

Eine Falcon 9 der kalifornischen Firma SpaceX wird es sein, die den Korea Pathfinder Lunar Orbiter – abgekürzt KPLO – ins All schießt. Im Weltraum angekommen, schraubt sich die Sonde spiralförmig immer höher und weiter von der Erde weg – solange, bis sie in vier Monaten, also Mitte Dezember, von der Schwerkraft des Mondes eingefangen wird.

„Die Mission ist eine große Herausforderung. Denn in Korea haben wir damit noch keine Erfahrungen. Wir wollen aber nicht nur zum Mond, weil andere Länder es auch machen. Sondern wir erhoffen uns dadurch einen Technologieschub und eine Steigerung unseres nationalen Selbstwertgefühls.“

Kyeong Kim arbeitet am geologischen Forschungszentrum der Universität für Wissenschaft und Technologie in Daejeon. Deren Abteilung für geophysikalische Exploration hat Südkoreas erste Mondsonde in den vergangenen vier Jahren entwickelt.

Südkoreas Sonde soll den „Mond genießen“

Seit wenigen Wochen hat sie auch einen Namen: Danuri – ein Kunstwort, das die koreanischen Begriffe für „Mond“ und für „genießen“ zusammenbindet. Aus einer Umlaufbahn heraus soll Danuri auf die Mondoberfläche hinunterblicken.

„Flüchtige Elemente wie Sauerstoff und Spurenelemente wie Zink oder Zinn kommen auf dem Mond relativ selten vor. Sie wurden noch nie näher untersucht. Ich bin für das Gammastrahlenspektrometer an Bord der Sonde zuständig. Damit hoffen wir, die Ausbreitung solcher Elemente auf der Mondoberfläche bestimmen zu können – und das als erstes Land überhaupt.“  

Vergleicht man die Verteilung seltener Elemente auf dem Mond mit jener auf der Erde, könnte das die These bestärken – oder widerlegen –, dass der Mond einst aus der frühen Erde herausgeschlagen wurde. Denn dann müssten die Konzentrationen von Spurenelementen auf Erde und Mond ähnlich sein.

Licht ins Dunkel der Krater bringen

Alle zwei Stunden soll Südkoreas Sonde in etwa hundert Kilometern Höhe über einen der Pole des Mondes fliegen. Denn der Nord- und der Südpol bilden den zweiten Schwerpunkt der Mission.

„Die schattigen Regionen des Mondes sind höchst interessant. In diese Krater an den Polen fällt nie ein Sonnenstrahl. In ihnen ist es mit minus 170 Grad Celsius extrem kalt. Wassermoleküle, die dort hineingeraten, bleiben für immer dort. Gibt es genug davon, entsteht Eis.“

Die Planetologin Brett Denevi von der Johns Hopkins University in Laurel im US-Bundesstaat Maryland gehört zum Team der ShadowCam, die als Experiment auf dem KPLO mitfliegt.

„Normalerweise könnten sie mit einer optischen Kamera nichts sehen, wenn sie über dunkle Krater fliegen. Ihre Bilder wären alle schwarz. Aber wir haben die ShadowCam so konstruiert, dass sie 200 Mal lichtempfindlicher ist als alle bisherigen Kameras in der Raumfahrt. Ein winziger Bruchteil des Sonnenlichts, das die Krater von außen bescheint, wird in sie hinein reflektiert. Dieses Licht wird uns verraten, was sich in diesen Kratern befindet.“

Vermutlich Wassereis – so die Erwartungen von Planetenwissenschaftlern.

Eis auf dem Mond

Aus diesem Eis ließe sich womöglich Trinkwasser für Astronauten einer künftigen Mondbasis gewinnen – und Raketentreibstoff für die Rückreise zur Erde, betont Kyeong Kim.  

„Wir Menschen werden zum Mond zurückkehren und dort bis 2030 eine Station errichten. Unsere Mission soll zeigen, dass Südkorea künftig in der Lage ist, sich an derart anspruchsvollen internationalen Mondmissionen zu beteiligen.“

Gelingt der Flug in die Mondumlaufbahn, soll wenige Jahre später Südkoreas erster Mondrover landen und die Flagge des Landes hinunter auf die Mondoberfläche bringen.

Südkorea schickt die Sonde Danuri ins All

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/suedkorea-schickt-die-sonde-danuri-ins-all-100.html

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Der erfolgreiche Start von Südkoreas erste Mondsonde bedeutet spannende und interessante Wissenschaft am Mond! Freue mich auf die Ankunft im Dezember.

„Danuri“ Südkoreas erste Mondsonde ist erfolgreich gestartet. Kleiner Funfact: Mit dem Teststart von Artemis 1 (Launch voraussichtlich ende August) und „Capstone“ (bereits unterwegs) der die Umlaufbahn für eine zukünftige Mondstation testen soll, befinden sich dann drei von Menschen geschaffene Flugkörper auf den Flug Richtung Mond und damit drei Wegbereiter die Menschen zurück zum Mond bringen werden. Ohne jetzt die gesamte Raumfahrtgeschichte durch zu schauen: Sowas hatten wir bis jetzt noch nicht oder!? Und wenn: Dann sehr sehr selten!

Christian Dauck

Capstone – kleine Raumsonde, große Mondmission

Die Nasa schickt ihre Mini-Raumsonde Capstone zum Mond. Dort soll sie nicht nur die Umlaufbahn der zukünftigen Lunar-Gateway-Raumstation testen.

Capstone ist unterwegs. Um 11:55 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ist die Nasa-Sonde gestartet und auf den Weg zum Mond. Für die kleine Raumsonde Capstone ist es ein weiter Weg. Zwar sind die Erde und ihr Trabant im Mittel circa 384.400 Kilometer voneinander entfernt – dennoch wird Capstone etwa 1,5 Millionen Kilometer hinter sich legen, um den Mond zu erreichen. Gestartet wird sie mit einer nur 12,5 Tonnen schweren Electron, der kleinsten Rakete, die jemals für eine Mondmission verwendet wurde.

Was die großen Aufgaben für die kleine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa sind und warum die Mission ein Wegweiser ist, erzählt Elwood Agasid von der Nasa golem.de im Interview. Er ist der Programm-Manager für kleine Raumfahrzeug-Technologien (Small Spacecraft Technology Program) bei der Behörde und arbeitet mit seinem Team an Lösungen für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Wobei der Fokus bei Capstone auf den bevorstehenden Artemis-Mondmissionen liegt.

„Bei dieser speziellen Mission wird es sich mehr oder weniger um einen Wegweiser für das Lunar Gateway handeln“, erzählt Agasid. Die Raumsonde ist gerade einmal so groß wie ein Mikrowellenherd – ohne Solarmodule sind das knapp 23 mal 23 Zentimeter im Grundmaß und 34 Zentimeter in der Höhe.

Ein ganz besonderer Orbit für Capstone und das Gateway

Nach ihrer Ankunft am Mond soll sie den Near-Rectilinear Halo Orbit (eine nahezu rechtwinklige Halo-Umlaufbahn, kurz NRHO) einnehmen. Diese Umlaufbahn steht von der Erde aus gesehen senkrecht zum Mond und wird mittlerweile nur noch Halo-Orbit genannt.

Auf dem NRHO begegnet die Raumsonde dem mondnächsten Punkt ungefähr alle sieben Tage. Durch dessen Gravitation wird sie auf eine Flugbahn gelenkt, auf der sie sieben Tage später erneut dem mondnächsten Punkt begegnet und wieder durch die Gravitation genau zur richtigen Stelle gelenkt wird. Von oben betrachtet sieht die Flugbahn deshalb fast wie ein Rechteck aus, dessen Ecken auf der Ellipse der Mondumlaufbahn liegen.

Laut dem Nasa-Experten befindet sich diese Umlaufbahn „an einer Art Lagrange-Punkt und nutzt die Schwerkraft der Erde und des Mondes, um diese Umlaufbahn zu halten.“ Dadurch benötigen Missionen wie Capstone oder später auch die fliegende Mondraumstation Lunar Gateway weniger Treibstoff – weil kleine Änderungen der Geschwindigkeit in der Nähe der Gleichgewichtspunkte zwischen der Schwerkraft von Erde und Mond schon einen großen Effekt auf die Flugbahn haben können.

Gateway, Capstone und die Halo-Umlaufbahn

Der mondnächste Punkt befindet sich mit einem Abstand von knapp 1.600 Kilometern über der Mondoberfläche an dessen Nordpol. „Die geringere Höhe ist ein guter Ort, um die Stationsbesatzung auf die Mondoberfläche zu bringen. Jeder Ab- und Aufstieg muss zeitlich abgestimmt werden“, so Agasid. Nach ungefähr einer Woche wird das Gateway wieder am Nordpol vorbeifliegen. Wenn Capstone den Südpol des Mondes passiert, wird die Raumsonde ungefähr 70.000 Kilometer von dessen Oberfläche entfernt sein.

„Dies ist ein optimaler Orbit für die Station, da das Gateway dort eine kontinuierliche Sicht für Kommunikationszwecke zur Erde hat“, sagt der Programm-Manager und erklärt: „Es handelt sich um eine sehr stabile Umlaufbahn, der schon seit geraumer Zeit untersucht wird. Alleine schon wegen der Treibstoffersparnis und der Tatsache, dass das Gateway für einige Zeit dort betrieben werden kann, ist es eine optimale Umlaufbahn.“

Capstone, dessen Akronym für Betrieb und Navigationsexperiment des autonomen cislunaren Ortungssystems (Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment) steht, soll jedoch nicht nur diese stark-elliptische Umlaufbahn für das Gateway testen.

Capstone und der ballistische Mondtransfer

Um zur Halo-Umlaufbahn zu gelangen, wird Capstone circa vier bis fünf Monate benötigen. Im Gegensatz dazu wird das Orion-Raumschiff nur ungefähr fünf Tage brauchen. Jedoch soll Capstone einen ballistischen Mondtransfer durchführen und nicht auf dem direkten Weg zum Mond fliegen. „Es dauert zwar eine Weile, den Mond mit diesem ballistischen Mondtransfer zu erreichen. Dafür wird nicht so viel Treibstoff benötigt, weil das Raumfahrzeug die Schwerkraft der Sonne, der Erde und des Mondes nutzt.“

Beim ballistischen Einfangen handelt es sich um eine energiearme Methode für ein Raumfahrzeug, um eine Umlaufbahn um einen entfernten Planeten oder Mond zu erreichen. Statt direkt zum Mond zu fliegen, dort die Triebwerke zu zünden und schnell in den Mondorbit zu bremsen – ansonsten fliegt die Sonde vorbei -, müssen die Triebwerke von Capstone beim ballistischen Mondtransfer nur minimal beansprucht werden. Das Verfahren wurde 1991 erstmals von der japanischen Raumsonde Hiten demonstriert.

Viel Treibstoff kann Capstone mit einem Gesamtgewicht von circa 25 Kilogramm nicht mit sich führen. Nur ungefähr 20 Prozent davon, also ungefähr fünf Kilogramm, sind Treibstoff. In Zukunft sollen auch Frachter zum Lunar Gateway den ballistischen Mondtransfer nutzen, um mit wenig Treibstoffmengen in den Halo-Orbit zu gelangen.

Das Lunar Gateway: Der Wegweiser für Mondlandungen

Mit dem Lunar Gateway will die Nasa gemeinsam mit ihren Partnern, zu denen auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa gehört, eine Raumstation in der Mondumlaufbahn platzieren – quasi eine Internationale Raumstation nur wesentlich kleiner. Während die ISS die Ausmaße eines Fußballfeldes umfasst, soll das Gateway nur ungefähr ein Drittel der Größe einnehmen.

Eine Illustration des Lunar Gateway – einer zukünftigen Raumstation, die den Mond umkreisen soll.

Die ersten beiden Module der Mini-Raumstation Gateway sollen voraussichtlich Ende 2024 mit einer Falcon-Heavy-Trägerrakete vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX in die Mondumlaufbahn gebracht werden. Dort soll aus Wohn- und Logistik-Modul Halo (Habitation and Logistics Outpost) und das Energie- und Antriebselement PPE (Power and Propulsion Element) zur Raumstation Lunar Gateway verbunden werden.

In Zukunft sollen Astronautinnen und Astronauten mit dem Orion-Raumschiff an das Gateway andocken und einen Zwischenstopp einlegen. Sobald das Gateway auf seiner siebentägigen Reise den mondnächsten Punkt erreicht, kann beispielsweise das Starship HLS (Human Landing System) Menschen auf die Mondoberfläche bringen. Somit ist das Gateway eine Art bewohnbare Bushaltestelle für Crew-Missionen zum Mond oder darüber hinaus.

Das Missionsziel von Capstone

Zurück zu Capstone: Nach dem Einschwenken in den Halo-Orbit soll das Raumfahrzeug Kontakt mit der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) aufnehmen. Diese befindet sich bereits seit 2009 in der Mondumlaufbahn und hatte die Aufgabe, die gesamte Mondoberfläche zu kartieren.

Laut dem Nasa-Manager befindet sich an Bord von Capstone „einiges an Hardware und auch eine Software, die Cislunar Autonomous Positioning System genannt wird, und diese Technologie wird den bestehenden Lunar Reconnaissance Orbiter nutzen, um eine Querverbindung herzustellen.“ Um mit dieser Querverbindung die Entfernung zwischen den Raumsonden zu messen, soll ein Hochfrequenzsignal zwischen ihnen hin- und hergeschickt werden.

„Dann kann Capstone die Geschwindigkeit und das zurückgesendete Signal betrachten und damit seine Position relativ zum Lunar Reconnaissance Orbiter bestimmen.“ Das alles geschieht autonom und ohne eine Verbindung zur Erde. Momentan werden nämlich alle Missionen vom Boden aus gesteuert, sagt Agasid. Mit Capstone soll somit ein vom Boden unabhängiges Navigations- und Kommunikationsnetz getestet werden.

Die Hauptmission soll ungefähr sechs Monate andauern. Anschließend gibt es laut Agasid die Möglichkeit, die Raumsonde weitere zwölf Monate zu nutzen. „Wissenschaftler sagen gerne, je mehr Daten man erhält, desto besser sehen die Zahlen und Statistiken aus. Und das wäre unser zweites Ziel.“

Capstone steht zum Start bereit

Doch zunächst musste die Capstone-Mission vom neuseeländischen Raumhafen in Māhia Peninsula am Launch Complex 1 erfolgen. Das Startfenster öffnete sich am 13. Juni und hätte sich am 27. Juli wieder geschlossen. Das war auch nötig. Aber nach mehreren Verzögerungen gelang der Start der speziell für diese Mission modifizierten Elektron-Rakete.

„Sie verfügt über eine verlängerte Stufe namens Photon, die zusätzlichen Treibstoff mit sich führt“, so Agasid. Mit diesem zusätzlichen Treibstoff soll das Capstone-Raumschiff in eine Flugbahn gebracht werden, von der es zum Mond aufbrechen kann. „Etwa sechs bis sieben Tage nach dem Start wird die Capstone-Sonde von der Photon-Raketenstufe von Rocket Lab getrennt, um sein eigenes Antriebssystem zu zünden.“

Für das ballistische Einfangmanöver auf dem Weg zum Mond sollen die Triebwerke mehrmals zünden. Zuerst um die Geschwindigkeit der Raumsonde zu erhöhen und später, um leichte Korrekturmanöver durchzuführen.

Ob es nach dieser Mission weitere Capstone-Raumsonden geben wird, ist noch unklar. Das Lunar Gateway und die Frachtflüge zum Mond und der Raumstation sehen zumindest ähnlich aus. Und später soll am Mond und auch am Mars ein Kommunikations- und Navigationsnetzwerk errichtet werden. Die Frage ist nur: Wird zuerst ein amerikanisches oder chinesisches Satellitennetzwerk den Mond umkreisen? 

Quelle: https://www.golem.de/news/nasa-capstone-kleine-raumsonde-grosse-mondmission-2206-165924.html


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Lunar Gateway, SLS und Co: Endlich geht es mal voran und nicht nur immer Lippenbekenntnisse. Super!

Hurra! Der Start von Capstone und der erfolgreiche Test von SLS am Pad, endlich läuft es mal gut für das Mond Projekt Artemis. Endlich geht es mal voran und nicht nur immer Lippenbekenntnisse (leere Versprechungen). Super!

Christian Dauck

Die NASA erklärt den Artemis 1-Mondmissionstest für erfolgreich und beginnt mit den Vorbereitungen für den Start

Artemis 1 muss keine weitere „nasse Generalprobe“ durchführen, bevor sie abhebt.

Die Mondrakete Artemis 1 der NASA nähert sich der Startrampe 39B im Kennedy Space Center der Agentur in Florida für eine entscheidende „nasse Generalprobe“. (Bildnachweis: NASA/Ben Smegelsky)

Die letzte „nasse Generalprobe“ von Artemis 1 war nicht perfekt, aber sie war gut genug, um die NASA-Mondmission in einigen Monaten auf Kurs zu halten.

Die Rakete des Artemis 1 Space Launch System (SLS) und die Orion-Kapsel hüllten am Montag (20. Juni) das nasse Kleid ein – eine etwa 50-stündige Reihe von Betankungstests und Countdown-Simulationen. Die Mitglieder des Missionsteams bemerkten während des Betankungsvorgangs ein Wasserstoffleck, aber sie haben jetzt entschieden, dass es nicht ernst genug war, um eine Überholung zu erfordern.

„Die NASA hat die Daten der Probe überprüft und festgestellt, dass die Testkampagne abgeschlossen ist. Die Agentur wird SLS und Orion nächste Woche zum Vehicle Assembly Building (VAB) in Kennedy zurückrollen, um die Rakete und das Raumschiff für den Start vorzubereiten und ein entdecktes Leck zu reparieren während der letzten Probe“, schrieben Beamte der Agentur heute in einem Update(öffnet in neuem Tab)(23. Juni). („Kennedy“ ist das Kennedy Space Center der NASA in Florida, kurz KSC.)

„Die NASA plant, SLS und Orion für den Start Ende August auf die Plattform zurückzubringen“, fügten sie hinzu. „Die NASA wird ein bestimmtes Startdatum festlegen, nachdem die mit dem Leck verbundene Hardware ersetzt wurde.“

Das kommende Rollback zum VAB wird das zweite für den Artemis 1 Stack sein. Die NASA rollte die SLS und die Orion Ende April zur Reparatur von KSCs Pad 39B, nachdem drei separate Betankungsversuche im Nassanzug Anfang des Monats durch technische Probleme versenkt worden waren. 

Eines dieser Probleme war ein Wasserstoffleck, aber es war an einer anderen Stelle als der, die während der letzten Operationen mit nassen Kleidern auftauchte. 

Die NASA wird morgen (24. Juni) um 11 Uhr EDT (1500 GMT) während einer Pressekonferenz die bevorstehenden Rollback-, Reparaturarbeiten und Startpläne erörtern, sagten Vertreter der Agentur in der heutigen Aktualisierung. Sie können diese Pressekonferenz hier auf Space.com ansehen, mit freundlicher Genehmigung der NASA.

Artemis 1 wird die erste Mission für die SLS und für das Artemis-Programm der NASA sein , das darauf abzielt, bis Ende der 2020er Jahre eine nachhaltige, langfristige menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Artemis 1 wird einen unbemannten Orion auf eine etwa einmonatige Reise um den Mond schicken und möglicherweise den Weg für einen ersten bemannten Artemis-Flug im Jahr 2024 und eine bemannte Mondlandung ein oder zwei Jahre später ebnen.

Quelle: https://www.space.com/artemis-1-moon-mission-wet-dress-rehearsal-success

NASA: Riesenrakete SLS bei „feuchter Generalprobe“ komplett betankt

Die NASA hat den bislang wichtigsten Test ihrer Mondrakete am Montag fast abgeschlossen. Der Countdown wurde aber 20 Sekunden früher abgebrochen als vorgesehen.

(Bild: NASA/Ben Smegelsky)

Die NASA hat den wichtigen Test der Mondrakete SLS am Montag 29 Sekunden vor dem Ende des Countdowns abgeschlossen – 20 Sekunden früher als geplant. Damit ist auch der insgesamt vierte Versuch nicht voll gelungen, aber erstmals ist die Rakete im Rahmen der „feuchten Generalprobe“ komplett vollgetankt worden.

Erreicht habe man immerhin den finalen Teil des Countdowns, bei dem in rascher Abfolge viele sicherheitsrelevante Aktivitäten ablaufen, erklärt die NASA. Als Nächstes müssen nun die dabei gesammelten Daten ausgewertet werden, um festzustellen, ob die Rakete bereit ist für einen richtigen Start Richtung Mond.

Bei der sogenannten „feuchten Generalprobe“ spielt die NASA das gesamte Prozedere durch, das vor einem echten Start einer Rakete nötig ist, hauptsächlich das Betanken mit Flüssigtreibstoff – daher der Name. Erst kurz vor dem nicht mehr umkehrbaren Zünden der Triebwerke wird abgebrochen. Ganz bis dahin kam die NASA jetzt nicht, trotzdem ist es deutlich besser gelaufen, als in den vorherigen Anläufen.

Gleich zu Beginn des bislang umfangreichsten Tests musste ein defektes Stickstoffventil an einer Ersatzleitung ausgewechselt werden. Diese wurde danach als Hauptleitung verwendet. Später entdeckten die Verantwortlichen ein Wasserstoffleck an einer Schnellkupplung, schreibt die NASA. Ein Erwärmen und Abkühlen des betroffenen Bauteils habe das Problem nicht gelöst.

Deshalb habe man die Datenverarbeitung angepasst, damit das Leck keinen Abbruch verursacht. So habe man so weit in den Countdown vordringen wollen wie möglich. Den habe man dann bei einer Restzeit von 10 Minuten wieder aufgenommen und mehrere sicherheitskritische Operationen ausführen können. Wie genau die NASA den Test bewertet, soll am heutigen Dienstag bekannt gegeben werden.

Das Space Launch System ist die Basis für die geplanten bemannten Flüge der NASA zum Mond – sie wird seit Jahren entwickelt. Lange wurde davon ausgegangen, dass sie bei ihrer Fertigstellung die stärkste Rakete der Geschichte sein würde. Der Platz könnte ihr aber streitig gemacht werden. SpaceX hat eine eigene Riesenrakete in einem Bruchteil der Zeit entwickelt und plant schon im Juli deren ersten Flug ins All.

Während ein Start der SLS mindestens 4,1 Milliarden US-Dollar kostet – was bei der NASA als „unhaltbar“ gilt –, dürften Starts des Starships deutlich günstiger werden. Bei ihrem ersten Start soll die SLS die unbemannte Raumkapsel Orion zum Mond schießen, den die Raumkapsel dann mehrere Tage umkreisen soll. Wann das so weit ist, könnte nun klarer werden.

Quelle: https://www.heise.de/news/NASA-Riesenrakete-SLS-bei-feuchter-Generalprobe-komplett-betankt-7146371.html

Die Megarakete Artemis 1 der NASA steht dieses Wochenende vor einem großen Test für den Start um den Mond

Die NASA hat für den kommenden Test einige Dinge repariert und verbessert. Außerdem möchte man Transparenter sein. Mal schauen wie es diesmal wird.


Die „nasse Generalprobe“ von Artemis 1 soll am Samstag (18. Juni) beginnen.

Mit Wildblumen, die die Aussicht umgeben, kommt die Mondrakete Artemis 1 der NASA – die auf dem Raupentransporter 2 der Agentur getragen wird – am 6. Juni 2022 auf der Startrampe 39B im Kennedy Space Center der Agentur in Florida an.
Die Mondrakete Artemis 1 der NASA erreicht am 6. Juni 2022 die Startrampe 39B im Kennedy Space Center der Agentur in Florida. (Bildnachweis: NASA/Ben Smegelsky)

Die Space Launch System (SLS)-Rakete, die die Artemis 1-Mondmission der NASA fliegen wird, befindet sich an diesem Wochenende für eine wichtige Testreihe auf dem Pad.

NASA-Beamte telefonierten am Mittwoch (15. Juni) mit Reportern, um vor diesen Tests, die zusammen eine Startsimulation umfassen, die als „nasse Generalprobe“ bekannt ist, ein Update zu geben. 

Der Artemis-1 -Stack – die SLS und eine Orion-Crew-Kapsel – wurde am 6. Juni zum historischen Launch Complex 39B im Kennedy Space Center (KSC) der NASA in Florida ausgerollt , die am Samstag (18. Juni) beginnen soll.

Artemis 1 wird der erste Start für die SLS sein und einen unbemannten Orion um den Mond und zurück schicken. Dies ist das zweite Mal, dass Artemis 1 für eine nasse Generalprobe am Pad ist, eine Startsimulation, bei der die Rakete betankt und die Prozeduren eines tatsächlichen Countdowns durchlaufen werden, bis hin zu T-10 Sekunden. 

Die NASA versuchte Anfang April, das nasse Kleid aufzuführen, und versuchte, die SLS über mehrere Tage hinweg drei Mal zu tanken. Aber das Team von Artemis 1 beschloss, den Artemis-Stapel Ende April zurück in das Vehicle Assembly Building (VAB) von KSC zu rollen, nachdem ein Wasserstoffleck und andere Probleme das Betanken der Rakete verhinderten und letztendlich jeden Versuch schrubbten.

Im Laufe von etwa einem Monat konnten die Teams des Kennedy Space Center (KSC) der NASA in Florida die notwendigen Reparaturen am SLS-Fahrzeug und den zugehörigen Bodensystemen durchführen und einige Upgrades durchführen, die ursprünglich für später geplant waren die nasse Generalprobe.

„Wir haben einige Dinge in der Gegend repariert, in der wir das [Wasserstoff]-Leck gesehen haben“, sagte Jim Free, stellvertretender Administrator für Exploration Systems Development bei der NASA, während des Anrufs am Mittwoch. 

Die Zeit im VAB bot den Technikern auch die Chance, den Verladebetrieb für SLS zu verbessern. Unter Verwendung von „Know-how aus den [Space] Shuttle-Tagen“, sagte Free, konnten Teams im VAB bestimmte Verfahren zum Befüllen der kryogenen Treibstofftanks der Rakete aktualisieren und automatisieren. 

Free lobte die Teams von Exploration Ground Systems sowie andere NASA-Büros, die sich auf Artemis konzentrieren, für ihre hervorragende Planung, „so viel wie möglich von den Startzeiten [dieses Jahres] einzusparen, damit wir das Fahrzeug in Gang bringen und verstehen können, wie es funktioniert. “ Free betonte, dass SLS immer noch ein neues Fahrzeug ist, und während die Beamten auf einen Startversuch der Artemis 1 Ende August hoffen, muss dem Start eine erfolgreiche nasse Generalprobe vorausgehen. 

„Dies ist der erste Schritt, um uns zurück zum Mond zu bringen“, sagte Free. „Dieser Start hat sehr spezifische Ziele. Es ist ein Flugtest. Wir wollen den Hitzeschild bei Mondwiedereintrittsgeschwindigkeiten testen, wir wollen sicherstellen, dass wir das Fahrzeug bergen, und wir wollen sicherstellen, dass die Systeme im Orbit funktionieren, damit wann Wenn wir zu [Artemis] 2 kommen, sind wir zuversichtlich, die Crew auf [ Orion ] zu setzen.“

Der Artemis-1-Stack hat die vergangene Woche auf Pad 39B verbracht, um Validierungstests unterzogen zu werden, so Charlie Blackwell-Thompson, Artemis Launch Director beim Exploration Ground Systems Program bei KSC, der ebenfalls am Mittwoch teilnahm. Mehrere Tage nach der Rückkehr von Artemis 1 zum Pad arbeiteten die Teams daran, die Dienste und Konnektivität zwischen der mobilen SLS-Startplattform und den Befehls- und Kontrollsystemen im Startkontrollzentrum der NASA zu bestätigen. 

Am vergangenen Wochenende führten die Teams auch Booster-Wartungsverfahren durch und schlossen das hypergolische Betanken des hydraulischen Antriebsaggregats des Boosters ab, das die Schubvektorsteuerung der Rakete während des Fluges bereitstellt. Blackwell-Thompson sagte, dass das System „innerhalb der 30-Sekunden-Marke“ der kommenden nassen Generalprobe getestet werden soll. 

„Unser Pad-Flow ist im Wesentlichen abgeschlossen“, sagte Blackwell-Thompson, „abgesehen von unseren nassen Vorbereitungen für die Generalprobe, die jetzt in vollem Gange sind.“ Weitere Nasskleidungsvorbereitungen umfassten den Abschluss von Booster- und Triebwerksinspektionen, das Absenken der Triebwerkswartungsplattform von der Rakete weg und schließlich den Abschluss von Vorbereitungsarbeiten an den Flüssigsauerstoff- und Flüssigwasserstoffsystemen, die einer vollständigen Abschaltung des Starts vorausgingen Fahrzeug. 

„Das nächste Power-Up wird im Rahmen unserer nassen Generalprobe stattfinden“, sagte Blackwell-Thompson. Sie wies darauf hin, dass am Freitag (17. Juni) ein Pre-Test-Briefing für Bodenteams stattfinden wird, mit der Erwartung, dass das nasse Kleid am nächsten Tag beginnt. Die Probe selbst wird auf knapp 48 Stunden geschätzt und wird das Fahrzeug durch mehrere Start-Countdown-Simulationen, Halte- und Abbruchsituationen führen. 

NASA-Beamte hoffen, dass eine erfolgreiche nasse Generalprobe Artemis 1 für ein verfügbares Startfenster Ende August auf Kurs halten wird, betonten jedoch, dass sie sich darauf konzentrieren, zuerst das nasse Kleid fertigzustellen. Unter Berücksichtigung der Mondpositionierung hat die NASA einen Zeitplan möglicher Startfenster für die Mission Artemis 1 veröffentlicht, die sich bis 2023 erstreckt. 

Quelle: https://www.space.com/artemis-1-moon-rocket-wet-dress-rehearsal-preview


SLS auf Pad mit Moon
Die NASA sagt, es sei bereit für den vierten Übungs-Countdown des Space Launch System im Launch Complex 39B, der für den 20. Juni geplant ist. Bildnachweis: NASA/Ben Smegelsky

Die NASA bereitet sich auf einen vierten Versuch vor, einen Betankungstest durchzuführen und den Countdown ihres Weltraumstartsystems vor einem Start zu üben, frühestens in der zweiten Augusthälfte.

Während eines Anrufs mit Reportern am 15. Juni sagten Beamte der Agentur, sie seien bereit, mit einer nassen Generalprobe (WDR) der SLS im Launch Complex 39B fortzufahren. Der Test beginnt am 18. Juni um 17:00 Uhr Ostküstenzeit mit einem „Ruf an die Stationen“. ein T-0 um 14:40 Uhr Eastern an diesem Tag.

Das Gesamtvorgehen des WDR wird ähnlich aussehen wie drei Versuche, den Test im April zu absolvieren. Dazu gehört das Herunterzählen bis T-33 Sekunden, das Recycling und dann das Herunterzählen bis etwa T-10 Sekunden, das Anhalten kurz bevor die Triebwerke der Kernstufe zünden würden.

Die drei früheren Versuche erreichten nie das Endstadium des Countdowns und stießen auf eine Reihe technischer Probleme. Die NASA rollte die SLS zurück zum Vehicle Assembly Building (VAB), um Reparaturen durchzuführen , darunter den Austausch eines Helium-Rückschlagventils in der oberen Stufe der Rakete und die Behebung eines Wasserstofflecks in der Bodenausrüstung.

Die NASA verfeinerte auch Verfahren zum Laden von Treibmitteln in die Kernstufe, nachdem sie sowohl mit flüssigem Sauerstoff (LOX) als auch mit flüssigem Wasserstoff auf Probleme gestoßen war. „Wir haben beim Laden einige Dinge mit LOX und Wasserstoff gesehen“, sagte Jim Free, stellvertretender NASA-Administrator für die Entwicklung von Explorationssystemen. „Unser Team war in der Zeit, die wir damals im VAB hatten, in der Lage, diese Verfahren zu automatisieren, von denen wir wissen, dass sie uns helfen werden.“

Die Änderungen sollen Druckschwankungen verhindern, die bei früheren Versuchen beim Laden aufgetreten sind, sagte Charlie Blackwell-Thompson, Artemis-Startdirektor. „Einiges davon wurde auch beim letzten Mal demonstriert, aber wir konnten einiges davon automatisieren, und dann können wir uns auch andere Möglichkeiten ansehen, wie wir dies tun könnten“, sagte sie.

Die NASA versprach auch, mehr Echtzeitinformationen für den kommenden WDR bereitzustellen. Während der drei Versuche im April veröffentlichte die Agentur nur gelegentlich Blog-Posts und Tweets und sagte, sie könne aufgrund von Exportkontrollbedenken keine detaillierteren technischen Informationen bereitstellen, obwohl die Agentur solche Informationen während des Shuttle-Programms bereitstellte.

Für den bevorstehenden Test wird es während des Tankens und des Countdowns Kommentare geben, sagte Free, zusammen mit „fantastischen“ Grafiken, obwohl die Agentur immer noch nicht den gleichen Detaillierungsgrad wie während des Shuttle-Programms veröffentlichen wird. „Wir versuchen, transparenter zu sein“, sagte er.

Selbst wenn der bevorstehende WDR wie geplant verläuft, was bei den ersten drei Versuchen nicht der Fall war, sagte Free, dass ein Start im nächsten verfügbaren Fenster, das am 26. Juli öffnet und am 10. August endet, unwahrscheinlich ist. „Diese Startphase Ende Juli/Anfang August ist für uns sehr schwer zu erreichen“, sagte er angesichts der Arbeit, die nach dem WDR erforderlich war, um das Fahrzeug zum VAB zurückzugeben, letzte Vorbereitungen zu treffen und zum Pad zurückzukehren. „Ich denke, wir sehen uns wahrscheinlich die zweite Augusthälfte an.“ Dieses Fenster öffnet am 23. August und schließt am 6. September, obwohl es am 30. August, 31. August und am 1. September keine Startmöglichkeiten gibt.

Dieser Zeitplan geht auch davon aus, dass es während des bevorstehenden Tests keine größeren Probleme gibt. „Dies ist das erste Mal, dass wir dieses Fahrzeug fliegen, und ich denke, wir müssen alles verstehen, was wir können, bevor wir uns zum Start verpflichten“, sagte er, als er gefragt wurde, ob die NASA mit einem Start fortfahren würde, auch wenn nicht alle Teile abgeschlossen wären des WDR. „Wir werden verstehen, was jede Situation ist, und sie dem Erdboden gleichmachen, bevor wir darauf drängen, uns zum Start zu verpflichten.“

Quelle: https://spacenews.com/fourth-sls-countdown-test-set-for-june-20/

Raumfahrt: Boeing versucht noch einmal, die ISS zu erreichen/Es braucht Wettbewerb in der Bemannten Raumfahrt

Hoffentlich klappt es diesmal für den Starliner von Boeing. Das wäre auch gut für Boeing und belebt die Bemannte Raumfahrt. SpaceX mach seine Sache toll aber ohne Konkurrenz ist es langwellig. Es braucht Wettbewerb in der Bemannten Raumfahrt, das ist gut für den Raumfahrt-Markt und bringt Bewegung. Auch für die Erforschung neuer Technologien in diesem Bereich. Drücke ganz fest die Daumen für Boeing mit ihren Starliner und bin zuversichtlich das die Ventile diesmal nicht blockieren.

Der Konzern möchte endlich Astronauten zur Raumstation befördern. Der erste Testflug der „Starliner“-Kapsel hatte es nicht bis zur ISS geschafft – ganz anders schaut es da bei Konkurrent Space-X aus.

Der Boeing-Konzern hat seit Jahren erhebliche Probleme mit seinen Zivilflugzeugen, nun könnte dieser Donnerstag entscheidend für das weitere Vorankommen in der Raumfahrtsparte werden: Boeing unternimmt einen neuerlichen Versuch, mit seiner Starliner-Kapsel die Raumstation zu erreichen, bevor mit ihr die ersten Nasa-Astronauten zur ISS fliegen dürfen. Ein erster Test dieser Art war im Dezember 2019 gescheitert, die Kapsel konnte im Erdorbit wegen Problemen mit Bord-Uhr, Software und Kommunikation nicht mehr in Richtung ISS geschossen werden und landete zwei Tage später in New Mexico. Es folgten weitere Probleme, zuletzt mit korrodierten Antriebsdüsen.

Sollte es wieder nicht klappen mit dem Flug zur ISS, stellt sich die Frage, wie lange die Raumfahrtbehörde Nasa da noch bei ihrer Suche nach privaten ISS-Zubringern mitspielt. Bislang ist das der Fall: „Es klingt wie ein Klischee, aber die bemannte Raumfahrt ist hart“, sagte Nasa-Managerin Kathy Lueders vorige Woche. Umso wichtiger sei es, vor dem ersten Flug mit Astronauten „sicherzustellen, dass wir die Risiken reduzieren und das System gründlich testen“. Konkurrent Space-X hat Boeing jedenfalls schon weit hinter sich gelassen und mit seiner Dragon-Kapsel gerade die vierte reguläre Crew zur ISS geflogen sowie zuletzt private Astronauten für eine Mission der texanischen Firma Axiom Space.

Raumfahrt: Nicht bestanden: Die "Starliner"-Kapsel von Boeing kurz nach ihrem missglückten Testflug im Dezember2019 in White Sands/New Mexico.
Nicht bestanden: Die „Starliner“-Kapsel von Boeing kurz nach ihrem missglückten Testflug im Dezember2019 in White Sands/New Mexico. (Foto: Bill Ingalls/dpa)

Nun also der zweite unbemannte Testflug für Boeing. Am Mittwoch ist die Kapsel samt Rakete aus dem Fertigungsgebäude in Cape Canaveral/Florida per Transportplattform zur Startrampe 41 gerollt. Die Starliner-Kapsel soll dort um 18.54 Uhr Ostküstenzeit auf einer Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance (Boeing/Lockheed Martin) starten. Die Kapsel ist für vier Astronauten ausgelegt, hat aber bei diesem Testflug neben einem Dummy namens „Rosie the Rocketeer“ nur etwa 230 Kilogramm an Verpflegung und Ausrüstung für die derzeit sieben ISS-Astronauten an Bord. Wenn es diesmal klappt, dockt die leere Astronautenkapsel etwa 24 Stunden später an die ISS an.

Das ist zwar ist schön bring die Bemannte Raumfahrt aber auch nicht weiter. Mit nur einem Anbieter stagniert die Bemannte Raumfahrt. Ich finde SpaceX auch toll, aber ein Anbieter der den Takt vorgibt bringt nichts – ohne Kongruenz ist kein Zug-Zwang da, so muss sich nur ein Anbieter nie wirklich beeilen mit seinen Vorhaben und der Forschung neuer Technologien.

Bei dem Flug sollen unter anderem die Navigation beim Rendezvous mit der Raumstation und die Sensoren für das Andocken getestet werden. Die Kapsel soll dann der Nasa zufolge nach fünf bis sieben Tagen zur Erde zurückkehren und dabei rund 270 Kilogramm Last inklusive dreier leerer Tanks für die Sauerstoffversorgung transportieren. Als Landeplatz ist White Sands Space Harbor in New Mexico vorgesehen, früher eine Ausweich-Landebahn für das Space-Shuttle.

65 Millionen Dollar soll ein Flug mit der „Crew Dragon“ inzwischen kosten

Erstmals wären mit dem Starliner und einer Crew Dragon von Space-X zwei verschiedene US-Crew-Kapseln gleichzeitig an die ISS angedockt. Erst Ende April war Crew-4 mit der Dragon-Kapsel angekommen, unter den vier Raumfahrern auch Esa-Astronautin Samantha Cristoforetti. „Es ist sehr wichtig für das kommerzielle Crew-Programm, zwei Raumtransportsysteme zu haben“, betont Nasa-Manager Steve Stich immer wieder. Dies gilt mittlerweile umso mehr, weil die Nasa keine Astronautenplätze mehr auf der russischen Sojus-Rakete buchen kann, falls die Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wegen des Ukraine-Krieges abgebrochen werden sollte. Trotz aller verrückter Drohgebärden von Roskosmos, dessen Chef sogar mal angedeutet hatte, dass die ISS im Notfall auch abstürzen könnte, verfolgt die Nasa aber weiterhin Pläne für ein Tauschprogramm, bei dem Astronauten mit der Sojus und Kosmonauten mit der Dragon fliegen. Man bereite sich immer noch darauf vor, im September einen Kosmonauten mit der Crew-5 zu fliegen, sagte Stich am Dienstag.

Nach dem Ende des Space Shuttle 2011 flogen Nasa-Astronauten mehr als ein Jahrzehnt in der Sojus mit. Um wieder unabhängig von den Russen zu werden, hatte die Nasa 8,5 Milliarden Dollar in das Commercial Crew Program investiert, aus dem letztlich Space-X und Boeing als private Zubringer zur ISS hervorgingen. Bislang hat die Nasa neun reguläre Crew-Flüge mit einem Gesamtwert von 3,5 Milliarden Dollar an Space-X vergeben, drei davon erst im Februar. Dem Branchenmagazin Space News zufolge kostet ein Sitzplatz in der Crew Dragon mittlerweile etwa 65 Millionen Dollar. Früheren Nasa-Angaben zufolge lag der Preis bisher bei 55 Millionen Dollar, ein Platz in der Boeing-Kapsel bei 90 Millionen Dollar. Für Sojus-Flüge musste die Raumfahrtbehörde zuletzt bis zu 86 Millionen Dollar hinblättern. Bei einem erfolgreichen Testflug könnte Boeing womöglich noch in diesem Jahr die ersten Astronauten starten, wie Boeing-Manager Mark Nappi versichert.

Boeing versucht seit Jahren, seine Kapsel zu qualifizieren. Nach dem gescheiterten Testflug 2019 hatte eine Untersuchungskommission etwa 80 Punkte aufgelistet, die Boeing nachbessern musste. Reuters zufolge hatten Nasa-Manager damals eingestanden, dass sie Boeing zu viel Vertrauen geschenkt hatten, als sie beschlossen, das junge Unternehmen Space-X stärker zu beaufsichtigen als den Konzern, der immerhin schon andere Raumfahrtprojekte bewältigt hatte.

Und die Schwierigkeiten rissen für Boeing nicht ab. Erst musste die Nasa den Start der modifizierten Kapsel Ende Juli vergangenen Jahres verschieben, weil es beim Andocken eines neuen russischen Forschungsmoduls an der ISS dort zu Fehlzündungen gekommen war. Wenig später entdeckten Boeing-Ingenieure Korrosionsprobleme an 13 Ventilen im Antriebssystem der Starliner-Kapsel. Mittlerweile streitet Boeing mit dem Zulieferer über die Schuldfrage. Ende des Jahres zog Boeing dann die Reißleine, um den Testflug nicht noch weiter zu verzögern. Der Konzern entschied, das wieder verwendbare Crewmodul mit einem neuen Versorgungsmodul auszustatten, bei dem die Ventilprobleme modifiziert worden sind. „Das Team ist bereit“, sagte Boeing-Manager Nappi am Dienstag. Und zumindest die Wetteraussichten sagen eine 70-prozentige Startwahrscheinlichkeit voraus.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/raumfahrt-boeing-spacex-nasa-iss-starliner-dragon-1.5587261


Mit mehr als zwei Jahren Verspätung soll in der Nacht zum 20. Mai 2022 das „Starliner“-Raumschiff von Boeing zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. Bei dem Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral handelt es sich um einen unbemannten Test. Quelle: https://www.swr.de/swr2/wissen/boeings-starliner-raumschiff-soll-endlich-zur-iss-starten-100.html

Blockierte Ventile am Starliner: Boeing hält Subunternehmer für verantwortlich

Boeing und die NASA meinen, herausgefunden zu haben, was den Start im August verhinderten. Dem widerspricht der Subunternehmer, der schuld sein soll.

Startvorbereitungen für den Starliner (Bild: NASA/Frank Michaux)

Kurz vor dem wichtigen zweiten Start des Raumschiffs Starliner streiten der Hersteller Boeing und ein Subunternehmer darüber, wer für die jüngsten technischen Probleme verantwortlich ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und macht damit erstmals öffentlich, dass hinter den Kulissen keinesfalls Einigkeit über die Aufarbeitung besteht. Boeing und die NASA sind sich demnach einig, dass die betroffenen Ventile aufgrund einer chemischen Reaktion zwischen dem Treibstoff, dem Aluminium und der Luftfeuchtigkeit vor Ort in Florida blockiert wurden. Dem widerspreche Aerojet: Für den Hersteller der Ventile ist eine zur Reinigung verwendete Chemikalie von Boeing Ursache der Probleme.

Die Auseinandersetzung kommt für Boeing zu keinem guten Zeitpunkt: Kommende Woche soll der Starliner erneut starten und zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Geht das gut, könnten dann erstmals Menschen mit dem zweiten privatwirtschaftlich entwickelten Raumschiff abheben. Dafür müssen die technischen Probleme aber sicher behoben werden. Wie Reuters zitiert, waren im vergangenen August 13 Treibstoffventile an dem Raumschiff blockiert, was letztlich zur Absage des angesetzten Starts geführt hatte. Später hatte sich herausgestellt, dass Teile davon korrodiert waren, weswegen die nicht mehr bewegt werden konnten. Boeing hatte später die hohe Luftfeuchtigkeit vor Ort in Florida verantwortlich gemacht, der Hersteller der betroffenen Ventile sieht das aber anders.

Subunternehmer Aerojet will dem Artikel zufolge nicht an den technischen Problemen schuld sein und verweist deshalb auf die Boeing-Chemikalie. Dort habe man die Analyse aber abgeschlossen und die angemerkten Probleme nicht bestätigt. Das sieht auch die NASA so. Für den anstehenden Start ist das demnach nicht von Bedeutung, weil das Antriebssystem ausgetauscht worden sei und das neue durch eine temporäre Methode vor der Feuchtigkeit geschützt ist. Das sei aber keine dauerhafte Lösung; bis die gefunden ist, müssen sich Boeing, die NASA und Aerojet aber erst einmal einigen. Daran hängt auch, wer letztlich für die Kosten des zusätzlichen Starts aufkommt, denn Boeing beschuldigt Aerojet jetzt, den Vertragsverpflichtungen nicht nachgekommen zu sein.

Der Starliner hatte seinen unbemannten Jungfernflug Ende Dezember 2019. Der war damals zwar nicht ganz gescheitert, aber bis zur ISS war der Starliner nach einer Fehlsteuerung nicht gekommen. Die Raumkapsel konnte danach sicher wieder gelandet werden, der Flug soll deswegen aber wiederholt werden. Nach einigen Verzögerungen – unter anderem aufgrund des missglückten ISS-Andockmanövers des russischen Forschungsmoduls Nauka – war dieser Start dann für den 3. August 2021 angesetzt worden. Wegen der Ventilprobleme war der dann abgesagt und verschoben worden. Für den kriselnden Luftfahrtkonzern kam das angesichts der Krise um die Boeing 737 Max zur Unzeit. Eigentlich sollte der Starliner längst Menschen von und zur ISS bringen, aber noch muss das Raumschiff weiter darauf warten, es endlich der Konkurrenz von SpaceX gleichzutun.

Quelle: https://www.heise.de/news/Blockierte-Ventile-am-Starliner-Boeing-haelt-Subunternehmer-fuer-verantwortlich-7089077.html

Die NASA ist bereit SLS einzuführen

Die NASA ist bereit, diese Woche die erste Space Launch System-Rakete für eine Countdown-Probe vor einem Start im Laufe dieses Jahres auszurollen.

Arbeiter entfernen Plattformen im Vehicle Assembly Building im Kennedy Space Center und enthüllen den SLS vor seiner Einführung am 17. März. 
Bildnachweis: NASA

Beamte der Agentur sagten bei einem Briefing am 14. März, dass sie die Überprüfungen für den geplanten Rollout des SLS am 17. März vom Vehicle Assembly Building (VAB) im Kennedy Space Center zum mehrere Kilometer entfernten Launch Complex 39B abgeschlossen hätten. Der Rollout soll ungefähr um 17 Uhr Eastern beginnen und 11 Stunden dauern, um das Pad zu erreichen.

Die SLS mit dem darauf montierten Orion-Raumschiff wird einige Wochen auf dem Pad für Tests verbringen, die in einem Übungs-Countdown gipfeln, der als nasse Generalprobe bezeichnet wird, bei der die Kernstufe der Rakete mit flüssigem Wasserstoff und flüssigen Sauerstofftreibstoffen gefüllt wird und durchläuft einen Countdown, der stoppt, kurz bevor die vier RS-25-Motoren der Kernstufe zünden würden.

„Wir sind in sehr guter Verfassung und bereit, am Donnerstagabend mit dieser Rolle fortzufahren“, sagte Charlie Blackwell-Thompson, Artemis-Startdirektor bei der NASA, bei der Besprechung. Wettervorhersagen prognostizieren akzeptable Bedingungen für den Rollout.

Unter der Annahme, dass der Rollout und andere Tests auf dem Pad planmäßig bleiben, wird die formelle Countdown-Probe am 1. April mit einem „Ruf an die Stationen“ für das NASA-Personal beginnen, sagte sie. Das Auftanken der Kernphase und der Trainingscountdown finden am 3. April statt.

Der Ladevorgang des Treibstoffs, der beim Shuttle etwa zweieinhalb Stunden dauerte, wird beim SLS trotz der Verwendung von Shuttle-Heritage-Hardware acht Stunden dauern. „Das hat mehrere Gründe. Erstens ist es eine große alte Bühne“, sagte Blackwell-Thompson. Ein zweiter Grund ist, dass die SLS über eine Oberstufe verfügt, die ebenfalls betankt werden muss, sodass Personal die Beladung der beiden Stufen zeitlich versetzt durchführen muss.

Die nasse Generalprobe wird der letzte große Test vor dem ersten SLS-Start auf der Mission Artemis 1 sein. Die NASA hat kein Datum für den Start festgelegt, stellte jedoch bei einem Briefing am 24. Februar fest, dass sie noch eine Option für das „Ende“ eines Mai-Startfensters offen hält, das vom 7. bis 21. Mai läuft. Ein Start im Juni oder Juli ist wahrscheinlicher.

Nach der Generalprobe rechnet die NASA damit, acht bis neun Tage damit zu verbringen, an dem Fahrzeug für den Betrieb nach dem Test und die Wartung zu arbeiten, bevor es für die endgültigen Startvorbereitungen zum VAB zurückgebracht wird. Dieser Zeitplan kann sich jedoch ändern, je nachdem, was während des Tests passiert, sagte Tom Whitmeyer, stellvertretender stellvertretender Administrator für die Entwicklung von Explorationssystemen.

Die NASA sollte dann in der Lage sein, ein genaueres Startdatum für Artemis 1 festzulegen. „Das ist der Punkt, an dem wir als Agentur in einer guten Position sein werden, um ein Startdatum festzulegen“, sagte er. „Wir sind wirklich nah dran, das zu können.“

Quelle: https://spacenews.com/nasa-ready-to-roll-out-sls/

SpaceX: Starship und Starbase – Bau macht schnelle Fortschritte/Jeff Bezos blitzt mit Klage ab

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Bild: Simulation des Flugs einer vollständigen Starship-Rakete (SpaceX)

Warum die Eile? Elon Musk lässt hunderte SpaceX-Beschäftigte nach Texas einfliegen

Mehrere hundert Beschäftigte von SpaceX werden laut Berichten derzeit vom Hauptquartier im kalifornischen Hawthorne und von Präsenzen in Florida abgezogen und nach Boca Chica in Texas gebracht. In der dort neu entstehenden „Starbase City“ rund um das Starship-Testgelände sollen sie vorübergehend die Teams vor Ort verstärken. Denn SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk will offenbar die Vorbereitungen für den ersten Flug von Starship bis in eine Erdumlaufbahn beschleunigen. Auch sein Privatjet, eine Gulfstream G650, scheint seit Tagen Personal dafür nach Texas zu holen.

Starship-Booster mit 29 Triebwerken

Starship, das Raketensystem, das einst Menschen zum Mond und Mars befördern soll und seit vielen Jahren Elon Musks Lieblingsprojekt ist, besteht aus Unter- und Oberstufe. Die Oberstufe wurde bereits einige Male mit Flügen bis in gut 10 km Höhe getestet, wobei nach ersten Fehlschlägen in diesem Mai mit dem Prototypen SN15 estmals alles inklusive Landung klappte. Seither fand kein Testflug mehr statt.

Die Oberstufe soll einst auf anderen Himmelskörpern landen und von dort wieder zurückfliegen. Die Unterstufe, genannt Super Heavy Booster, wird gebraucht, um die Erdanziehung bis zum Orbit zu überwinden. Sie hat erste Bodentests hinter sich, zuletzt Mitte Juli ein „static fire“ mit drei Raptor-Triebwerken. Für einen Orbitalflug soll der Booster zunächst 29 Triebwerke haben – das macht ihn zur stärksten Rakete aller Zeiten. Nach dem letzten Testflug einer Starship-Komponente im Mai kündigte Musk den ersten Orbitalflug vielleicht schon im Juni an. Jetzt scheint seine Geduld am Ende zu sein.

SpaceX könnte Anfang August starten

Bis zum 5. August sollen dank der zusätzlichen Manpower alle Vorbereitungen für den ersten Starship-Orbitalflug abgeschlossen sein. Mit Unter- und Oberstufe ist die Rakete dann gut 120 Meter hoch. Für sie baut SpaceX seit Monaten eine neue Start- und Landeplattform mit gut 140 Meter hohem Turm. Dabei kommt auch immer wieder der deutsche Liebherr-Kran „Frankencrane“ zum Einsatz. Das letzte Segment des Turms wurde vor wenigen Tagen aufgesetzt – SpaceX-CEO Musk gratulierte. Später veröffentlichte er außerdem ein interessantes Luft-Foto von der Schubplatte mit den Treibstoff-Leitungen, auf der die Riesenrakete bald stehen wird. 23 Personen sind bei der Arbeit an der mächtigen Konstruktion zu erkennen und sehen ziemlich klein darauf aus.

Quelle: https://teslamag.de/news/warum-eile-musk-hunderte-spacex-beschaeftigte-texas-einfliegen-39612




Blue Origin versus SpaceX: Jeff Bezos blitzt mit Klage wegen Nasa-Auftrag ab

Blue Origin versus SpaceX: Jeff Bezos blitzt mit Klage wegen Nasa-Auftrag ab
Die Starship-Prototypen SN10 und SN9. (Foto: SpaceX)

SpaceX bleibt im Besitz des Nasa-Auftrags für den Bau der ersten kommerziellen Mondlandefähre. Eine Beschwerde von Jeff Bezos im Namen seiner Firma Blue Origin wurde abgelehnt.

Es geht um sehr viel Geld und um sehr viel Prestige. Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX hatte sich bei einer Ausschreibung der Nasa, bei der es um den Bau der ersten kommerziellen Mondlandefähre geht, unter anderem gegen den Rivalen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos durchgesetzt. Bezos hatte daraufhin einen Widerspruch beim US-Rechnungshof GOA (Government Accountability Office) gegen die Entscheidung eingereicht. Der GOA hat diese Beschwerde jetzt abgelehnt.

GOA: Nasa-Entscheidung pro SpaceX war korrekt

Bei der Entscheidung habe die Nasa keinerlei Regularien verletzt, befand der GOA. Vielmehr habe sich SpaceX mit dem mit Abstand günstigsten und zugleich umfangreichsten Angebot durchgesetzt. Weil die Angebote der Konkurrenz von Blue Origin und der Firma Dynetics die Nasa deutlich mehr gekostet hätten, habe sich die US-Raumfahrtbehörde, anders als zuvor angekündigt, dagegen entschieden, ein weiteres Unternehmen ins Boot zu holen. Dafür seien aber lediglich die fehlenden Mittel verantwortlich gewesen, so der GOA – und damit gehe die Entscheidung in Ordnung.

Blue-Origin-Chef Bezos hatte zuletzt sogar versucht, die Nasa mit einem lukrativen Deal umzustimmen. Sein Unternehmen werde in den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden Dollar übernehmen, was die Entwicklung und Herstellung des Mondelandegeräts angehe. Dafür solle Blue Origin die Gelegenheit erhalten, noch einmal gegen SpaceX antreten zu dürfen, wie Golem schreibt. Bezos hatte Nasa-Chef Bill Nelson dies per offenem Brief angeboten, zumindest öffentlich aber keine Antwort darauf erhalten.

SpaceX baut Mondlandefähre für 3 Milliarden

Der Auftrag der Nasa ist lukrativ. SpaceX erhält für den Bau der Mondlandefähre im Rahmen der Nasa-Mission Artemis laut GOA 2,94 Milliarden US-Dollar. Der von Blue Origin eingereichte Vorschlag soll das doppelte Volumen gehabt haben. Bei der für frühestens 2024 geplanten Mondlandung sollen vier Astronauten per Orion-Raumschiff in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden. Zwei von ihnen sollen dann für die Landung auf dem Erdtrabanten in die Mondlandefähre von SpaceX umsteigen. SpaceX dürfte dabei auf eine Starship-Rakete mit Landefunktion setzen – einer der Hauptgründe, warum dessen Angebot deutlich günstiger war als jene der Konkurrenz.

Quelle: https://t3n.de/news/blue-origin-spacex-bezos-klage-1395191/


Statischer Start des massiven Segments der Starship-Rakete. Wann ist das Orbitaldebüt?

In der zweiten Julihälfte dieses Jahres. ein spezielles Raketensegment wurde in der expandierenden Texas-Anlage von SpaceX statistisch getestet. Die Prototyp-Hauptstufe der Falcon Super Heavy-Rakete, genannt BN3, wurde auf den Prüfstand gestellt, die in ihrer Größe beeindruckend war. Beim Start wurden drei Raptor-Motoren überprüft.

Das Unternehmen von Elon Musk lässt trotz der aktuellen Einstellung von Testflügen im Starship-Programm nicht nach, die nächsten damit verbundenen Meilensteine ​​​​zu erreichen. Die Aufmerksamkeit wurde unter anderem fokussiert über den Bau des gigantischen ersten Startplatzes, von dem aus eine integrierte Zwei-Segment-Rakete ihr Debüt geben soll. All diese Aktivitäten finden vor dem Hintergrund eines kürzlich (von Bundesinstitutionen) abgelehnten Protests von Wettbewerbern statt, um einen Auftrag für den Bau eines neuen amerikanischen Mondlanders (das Artemis-Programm) zu erhalten.

Die schwere Prototyp-Hauptstufe des Starship-Fahrzeugs, der 70 Meter lange Falcon Super Heavy mit der Bezeichnung BN3 gleich zu Beginn (12. Juli dieses Jahres), wurde einem Drucktest unterzogen, der darin bestand, die Tanks zu befüllen, um die Dichtheit und Haltbarkeit der Anlage zu überprüfen . Auf den eigentlichen Test mussten wir genau eine Woche warten – das erste statische Feuer) wurde am 19. Juli um 19:05 Uhr MESZ (20. Juli 02:05 Uhr MESZ) in einer Testeinrichtung in Boca Chica, Texas, durchgeführt. Es basierte auf dem wenige Sekunden dauernden Betrieb von drei Raptor-Triebwerken, die für den Einsatz in der Erdatmosphäre entwickelt wurden. Es war ein voller Erfolg, danach wurden die Raptors demontiert und das Segment selbst höchstwahrscheinlich zur Entsorgung bestimmt, trotz ursprünglicher Spekulationen, die von einem erwarteten Flug ins All ausgingen.

Der eigentliche Durchbruch soll die vierte Iteration des Super Heavy-Prototyps BN4 bringen. Zusammen mit Ship 20 (ehemals SN20) wird es die erste Anlage dieser Art sein, die zunächst das gesamte aus zwei Segmenten bestehende Starship-System beschleunigen und die zweite Stufe über dichte Schichten der Atmosphäre heben soll. Letztendlich wird dieses Hauptsegment in den Gewässern des Golfs von Mexiko in der Nähe der Strände von Boca Chica ruhen und den richtigen Landeanflug simulieren. Ähnlich verhält es sich mit der oberen Stufe, die nach einer Erdumrundung in der Nähe von Hawaii die Umlaufbahn verlassen wird. In diesem Fall wird versucht, die dichten Schichten der Atmosphäre vor dem vermeintlichen Start im Pazifik zu durchbrechen.

Die Fertigstellung des Prototypen des Starship-Systems, das aus den Schritten Super Heavy und Ship besteht, neigt sich langsam dem Ende zu. Nur noch die Verschmelzung der „Hälften“ des ersten und zweiten Segments, der Transport zur Startplattform und die Integration an der Position selbst, die der Präsentation der höchsten Rakete seit den Tagen von Saturn V vorausgeht, müssen noch abgeschlossen werden.

Um einen Orbitalflug durchführen zu können, ist es jedoch notwendig, die richtige Infrastruktur vorzubereiten. Hier laufen noch der Bau des Orbital Launch Tower und der Orbital Launch Station – vom letzten Flug des SN15-Prototyps ging der Großteil der Kräfte in die Vorbereitung der Anlage für den Orbitaltest, beginnend mit der Produktion von Wasser und Treibstofftanks und endet mit dem oben erwähnten Startplatz und über 130 Meter hohen Anleihen.

Trotz der erstaunlichen Fortschritte auf der Sternenbasis (der Name der Einrichtung in Boca Chica) scheint der Flug jedoch viel später als ursprünglich geplant zu sein. Ganz am Anfang, vor vielen Monaten, hieß es Juli, jetzt ist es wahrscheinlicher, dass August und September um die Ecke kommen.

Ausländische Beobachter berichten jedoch, dass ein solcher Flug sogar im Oktober stattfinden könnte, also noch später als nach dem ersten touristischen bemannten Flug der Dragon 2-Kapsel im Rahmen der Inspiration4-Mission, deren mehrtägige Präsenz im Weltraum frühestens erwartet wird im September dieses Jahres.
Die Versetzung von Hunderten von SpaceX-Mitarbeitern von Zentren wie Cape Canaveral zur Sternenbasis wurde nur bemerkt, um den ersten Weltraumflug des Raumschiffs abzuwickeln. 
Beobachter hoffen, dass wir, da Fluglotsen nach Boca Chica kommen, bald das seit vielen Monaten erwartete Ereignis tatsächlich sehen können.

Die letzten Tage brachten auch andere wichtige Informationen für das Starship-Programm, und wie sich herausstellte – nicht nur. Das Government Accountability Office, also der Oberste Rechnungshof der USA, wies die Klage zweier SpaceX-Konkurrenten – Blue Origin und Dynetics – zurück, die eingereicht wurde, nachdem Elon Muska als einziges Unternehmen einen Auftrag im Wert von weniger als 3 Milliarden US-Dollar zum Bau einer Mondlandefähre für die Artemis-Programm (Human Landing System). 

In der Begründung hieß es, das Geld sei fair gemäß den Regeln der NASA vergeben worden.
Darüber hinaus sagte GAO, die Agentur habe volle Flexibilität bei der Auswahl eines Auftragnehmers, insbesondere angesichts des geringen Budgets, das im Wesentlichen nur ein Landerdesign beibehalten würde. 
Zusammenfassend bedeutet dies für das Starship-Programm, dass sie die Mondversion der Rakete ohne Einschränkungen implementieren können, was zur Wiederlandung eines Mannes auf dem Silver Globe führen wird.

Quelle (Automatische Übersetzung): https://www.space24.pl/statyczny-rozruch-masywnego-segmentu-rakiety-starship-kiedy-orbitalny-debiut


Richard Branson und Jeff Bezos: Weltraum-Egotrip der Superreichen

Erster im All! Das möchte Milliardär Richard Branson am Sonntag nach dem Flug im eigenen Raketenraumschiff verkünden. Rivale Jeff Bezos wäre um wenige Tage geschlagen. Doch was bringt der Egotrip der Superreichen dem Weltraumtourismus?

Das Raumfahrt-Rennen der Männer mit dem dicken Ego und dem noch dickeren Geldbeutel steht vor der Entscheidung – und der Sieger heißt sehr wahrscheinlich Richard Branson, nicht Jeff Bezos. Am Sonntag, 11. Juli 2021, will Branson, britischer Unternehmer und Milliardär, als Erster mit seinem eigenen Raumfahrzeug in den Weltraum vordringen. Er möchte für ein paar Minuten Schwerelosigkeit genießen, er möchte sicher wieder landen, und er möchte sich feiern lassen. Vor allem aber will er seinem Rivalen Bezos eins auswischen. Denn der hat sich das Ticket für seinen eigenen Raumflug erst für den 20. Juli 2021 ausgestellt.

Beide, Branson und Bezos, haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Milliarden Dollar in ihren Traum vom Raumflug gesteckt. Sie hoffen, endlich regelmäßige Touristenflüge ins All zu ermöglichen, auch um künftig Geld mit ihren Raumfahrtunternehmen zu verdienen. Vorerst geht es aber um die Frage, wer Erster wird beim Milliardärsrennen ins All. Derzeit liegt Branson vorn.

Klappt alles wie geplant, wird der 70-Jährige am Sonntag, gegen 15 Uhr deutscher Zeit, in ein kleines Raketenflugzeug namens SpaceShipTwo Unity klettern. Unity wird unter einem Mutterflugzeug hängen, das das Raumfahrzeug auf etwa 15 Kilometer Höhe transportiert. Dort klinkt es sich aus, zündet eine Minute lang sein Raketentriebwerk und schlägt eine parabelförmige Flugbahn ein, die es auf gut 80 Kilometer Höhe bringen soll. Nur wenige Minuten dauert der Ausflug in die Schwerelosigkeit, dann werden die Passagiere schon wieder mit dem Fünffachen ihres Körpergewichts in die Sitze gepresst. Zehn Minuten später wird Unity wie ein Flugzeug am Startplatz in New Mexico landen. Auftrag erfüllt. Hoffentlich.

Elf Minuten Flugzeit für Bezos‘ New Shepard

Amazon-Gründer Jeff Bezos setzt hingegen auf eine einfachere und robustere Technik, wenn er neun Tage später nachziehen will: Eine klassische Rakete, New Shepard getauft, wird eine Raumkapsel in die Höhe katapultieren. Die Kapsel soll sich abtrennen, ebenfalls eine Parabelbahn einschlagen, gut drei Minuten Schwerelosigkeit ermöglichen und schließlich unter Fallschirmen in der Wüste von Westtexas landen. Gesamte Flugzeit: etwa elf Minuten. Es ist ein bewährtes, ein sicheres Konzept. Denn wann immer Probleme mit der Rakete auftauchen sollten, könnte sich die Kapsel mit Rettungstriebwerken in Sicherheit bringen und dank ihrer Fallschirme landen. 15 Testflüge – noch ohne Menschen an Bord – hat New Shepard bislang erfolgreich absolviert.

Weniger Proben hat das SpaceShipTwo von Virgin Galactic zu bieten, wie Branson seine im Jahr 2004 gegründete Raumfluglinie genannt hat. Gerade einmal drei Abstecher ins Weltall konnte Unity zwischen Dezember 2018 und Mai 2021 hinter sich bringen, wobei einmal schwere strukturelle Schäden auftraten, die beinahe zu einer Katastrophe geführt hätten. Bei einem weiteren Versuch zündete das Raketentriebwerk nicht richtig. Und das Vorgängermodell, die Enterprise, war 2014 sogar abgestürzt. Der Kopilot starb.

Bransons Problem: SpaceShipTwo ist ein komplexes Fluggerät, das von zwei Piloten weitgehend manuell gesteuert werden muss und kaum Fehler zulässt. Es geht zurück auf den Ingenieur Burt Rutan, eine Legende in der Luftfahrt. Rutan ist allerdings auch dafür bekannt, die Grenzen des technisch Machbaren auszureizen. Das war bereits beim ursprünglichen Modell so, dem SpaceShipOne, das im Jahr 2004 den Ansari X-Prize gewann für den ersten All-Flug eines privat entwickelten Raumfahrzeugs. Mindestens 100 Kilometer Höhe musste das Raketenflugzeug damals erreichen – eine Marke, die weltweit, insbesondere aber bei der für Luftfahrtrekorde zuständigen Fédération Aéronautique Internationale als Grenze zum Weltall angesehen wird.

Wo beginnt der Weltraum?

Unity, mit zwei Piloten und bis zu sechs Passagieren, erreicht solche Höhen nicht. Richard Branson, der ursprünglich erst bei einem späteren Testflug an Bord hätte sein sollen, orientiert sich bei seinem Astronautentraum daher an der in den USA üblichen Definition des Weltraums. Dort beginnt das All bereits in einer Höhe von 50 Meilen, gut 80 Kilometern – ein Unterschied, der dem ehrgeizigen Branson vor seinem Flug aus dem Lager von Jeff Bezos genüsslich vorgehalten wurde. Schließlich will der Amazon-Gründer am 20. Juli 2021, dem Jahrestag der ersten Mondlandung, auf mehr als 100 Kilometer Höhe steigen und damit – ganz ohne Frage – in den Weltraum vordringen.

Auch bei der Ankündigung seines Vorhabens hat Bezos eine bessere Figur gemacht. Am selben Tag, an dem Richard Branson bekannt gab, als »Astronaut 001« zur »Erforschung des Kundenerlebnisses« vorzeitig in sein Raumfahrzeug zu steigen, überraschte Bezos mit einer besonderen Geste: Neben seinem Bruder und einem zahlungskräftigen Passagier, der bei einer Auktion umgerechnet rund 28 Millionen Dollar für einen Sitzplatz geboten hatte, lud er als Ehrengast Wally Funk zum Mitflug ein. Die 82-jährige Pilotin, in den USA eine Berühmtheit, gehörte in den 1960er Jahren zu den Mercury 13, einer Gruppe von Frauen, die inoffiziell als mögliche Astronautinnen ausgewählt worden waren. Im damals männlich dominierten US-Raumfahrtprogramm hatten sie aber nie eine Chance.

Ein weiterer Versuch, ins All zu gelangen, war ebenfalls misslungen: Bereits 2010 hatte sich Wally Funk für umgerechnet rund 170 000 Dollar ein Ticket für einen Raumflug gekauft, wurde vom Reiseanbieter jedoch immer wieder versetzt. Das Ticket stammt von Virgin Galactic.

Quelle: https://www.spektrum.de/news/richard-branson-und-jeff-bezos-weltraumtourismus-der-superreichen/1893007

Nach dem Erfolg von Starship SN15 bewertet SpaceX die nächsten Schritte in Richtung Orbitalziele

SpaceX erwägt zahlreiche Optionen für den bevorstehenden Starship-Testplan, da das Ziel, bis zum Sommer die Umlaufbahn zu erreichen, immer realistischer wird.

Nach dem erfolgreichen Test von Starship SN15 können Sie das Fahrzeug erneut einsetzen, um die wichtigsten Wiederverwendbarkeitsziele zu erreichen, den SN16 in eine höhere Höhe zu bringen oder direkt zum Orbital-Test auf Super Heavy vorzudringen.

Raumschiff SN15:

Starship SN15 testete zahlreiche Änderungen am Fahrzeug und validierte die Verbesserungen durch eine reibungslose Startkampagne, ohne dass nach den statischen Brandtests ein Raptor-Motor ausgetauscht werden musste.

Sobald SN15 in den Countdown gedrückt wurde, was durch das sichtbare Zeichen des Einschaltens des CH4-Kondensators (flüssiges Methan) gekennzeichnet ist, verlief die Zählung reibungslos, ohne dass bei früheren Starts offensichtliche Mini-Holds beobachtet wurden.

Das Aufsteigen in eine dicke Wolkenschicht unter der Kraft der Raptors SN54, SN61 und SN66 – zusammen mit einigen intermittierenden Ansichten an Bord als wahrscheinliches Ergebnis der dicken Wolken – war der größte Teil des angetriebenen Aufstiegs nicht sichtbar.https://www.youtube.com/embed/BYSGlc6THJ8?feature=oembed

Das Fahrzeug führte den Schwebeflug erneut durch, bevor es zum Übergang für die „Bellyflop“ -Rückkehr zum Startort überging, mit einem weiteren stabilen Abstieg mit guter Kontrolle über seine Aero-Oberflächen. Dieses Flugelement war einer der wichtigsten Erfolge bei den ersten Testzielen von Starship.

Laut Jon Inspruckers Kommentar vor dem Start von SpaceX sollte SN15 einen dreimotorigen Flip durchführen, gefolgt von einer einmotorigen Landung. Die Ansichten an Bord zeigten jedoch, dass zwei Motoren für den Flip gezündet wurden und bis zum Aufsetzen eingeschaltet blieben.

Es wurde kein offizieller Grund angegeben, obwohl der Flugcomputer von Starship die Möglichkeit bietet, die Zündsequenz des Triebwerks zu ändern. Darüber hinaus wurde vermutet, dass ein Motor während des Aufstiegs möglicherweise ein Problem hatte, was dazu führte, dass SN15 sich entschied, diesen Motor vor der Landung nicht für das Relight auszuwählen.

Der Chefdesigner von SpaceX, Elon Musk, hatte zuvor auf ein optionsbasiertes Auswahlverfahren hingewiesen, insbesondere im Hinblick auf Redundanz. Zum Beispiel kann Starship alle drei Motoren wieder anzünden und dann den Motor mit dem Arm mit dem geringsten Hebel sofort abwählen, um sicherzustellen, dass das Manöver abgeschlossen ist .

In Erwartung offizieller Informationen wird das Endergebnis als Bonus betrachtet, der auf SN15 basiert und letztendlich mit dem Flip und der Landung über die beiden ausgewählten Motoren erfolgreich ist.

Obwohl es auch ein kleines Feuer in der Nähe des Hecks des Fahrzeugs nach der Landung gab, löschten Pad-Feuerlöschschläuche erfolgreich die Flammen, als das Fahrzeug Sicherungsarbeiten durchführte, wie dies über die bekannte Doppelentlüftungsöffnung beobachtet wurde.

Mit SN15 auf dem Landeplatz können die SpaceX-Ingenieure nun ein geflogenes Raumschiff vollständig untersuchen, das wertvolle Daten für das Testprogramm liefert.https://www.youtube.com/embed/0vq0qF3bwbg?feature=oembed

Aufgrund der zahlreichen in den Flügeln wartenden Raumschiffe wurde es als wahrscheinlich angesehen, dass SN15 in den Ruhestand versetzt wurde, um ein Rasenschmuck bei SpaceX Starbase zu werden, oder sogar verschrottet wurde, wie dies bei den 150-Meter- Hopfenzwillingen SN5 und SN6 der Fall war .

Dann twitterte Musk einen möglichen Plan, um SN15 abzulehnen. Seine Verwendung von „Macht“ lieferte auch Hinweise auf die oft fließenden Pläne von SpaceX, die Starship-Tests beinhalteten.

Wenn die Option gewählt wird, erreicht die erneute Beantwortung von SN15 einen weiteren erforderlichen Meilenstein für die Prüfung von Raumschiffen, da dies eines der Alleinstellungsmerkmale des Fahrzeugs ist. Schließlich wird Starship schnell wiederverwendbar und kann am selben Tag wie die Landung neu gestartet werden.

Auch bei SpaceX der Pre-Launch – Abdeckung von Falcon 9 B1051-10 der Starlink- Mission , ein Überblick über SN15 Flucht wurde zusammen mit den Worten zur Verfügung gestellt „Stay tuned für weitere Testflüge in den kommenden Tagen“ – so viel wie , dass nur ein Fall sein könnte der allgemeinen Formulierung.

Raumschiff SN16 und SN17:

Drüben am Produktionsstandort wurde Starship SN16 weiterhin in der High Bay vorbereitet.

Nach der Paarung des Bugkegels wurden nun alle Aero-Oberflächen installiert, die technisch bereit sind, den Highway 4 zum Startort hinunterzurollen.

Aktuelle Übersicht über @_brendan_lewis über den Status des Raumschiffs / Super Heavy Section.

Zahlreiche Optionen stehen auf dem Tisch, angefangen von der Verzögerung der Kampagne von SN16 bis nach dem Rückflug von SN15 über die Beauftragung von SN16 mit einem Ziel in höherer Höhe von 20 km bis hin zum einfachen Nichtfliegen des Fahrzeugs aufgrund einer möglichen Beschleunigung des Wechsels zu Fahrzeugen der Orbitalklasse.
Insbesondere wurde SN16 am Samstag tiefer in die High Bay verlegt, um Platz für die Stapeloperationen des nächsten Super Heavy-Prototyps zu schaffen, der für die Orbital-Tests benötigt wird.

Die letztere Option würde sich auch auf SN17 auswirken , dessen Abschnitte derzeit für Stapelvorgänge vorbereitet sind. Der Abschnitt SN17 Mid-LOX wurde kürzlich außerhalb der Mid Bay nach Vorstapelarbeiten bereitgestellt.

Obwohl es einigen Beobachtern unangenehm erscheint, mindestens ein paar weitere Raumschiff-Sprünge zu fliegen, bevor Orbitalversuche unangenehm erscheinen, gibt es Hinweise darauf, dass SpaceX sich stark darauf konzentriert, in die Umlaufbahn zu gelangen.

Orbital Raumschiff:

Wie bereits von NASASpaceflight.com berichtet – und von Musk auf Twitter als „Das ist unser Ziel“ bestätigt – wurde der erste Orbitalflug in der Dokumentation als Start „mit dem Ziel, bis zum 1. Juli in die Umlaufbahn zu gelangen“ bezeichnet.

In dieser Dokumentation wurde darauf hingewiesen, dass es sich um Starship SN20 auf Super Heavy BN3 handeln würde .

Das Raumschiff SN20 wird bereits zusammengebaut. Es wird ein wichtiger Beobachtungsgegenstand sein, um zu sehen, wie viele TPS-Kacheln (Thermal Protection System) sie erhalten – wie es auf der Luvseite des Fahrzeugs erforderlich ist, um mit der Hitze des Wiedereintritts fertig zu werden.
Wie bei Super Heavy BN3 könnte jedoch die oben erwähnte fließende Natur der Raumschiffplanung von SpaceX ändern, welches Fahrzeug den Sprung in die Umlaufbahn macht.

BN3-Abschnitte wurden bereits von Mary (@bocachicagal) entdeckt , zusammen mit BN2- und sogar BN2.1-Abschnitten, bei denen es sich wahrscheinlich um einen Super Heavy – und / oder einen Testtank – für Bodentests handelt, um den Weg für den Start von BN3 zu ebnen.https://www.youtube.com/embed/ADOYBEC2DXw?feature=oembed

Orbital Launch Site:

Während die Fahrzeughardware am Produktionsstandort inszeniert wird, zeigt die sich ständig ändernde Skyline auf dem Highway 4 am Startort visuell die Orbitalbestrebungen von SpaceX.

Neben Starships derzeitigem Zuhause wird weiterhin viel gearbeitet. Die Orbital Launch Site (OLS) arbeitet an der Installation von GSE (Ground Support Equipment) und dem riesigen Launch Integration Tower.

Der Turm wird nach Fertigstellung das höchste Bauwerk in der Region sein. Der Sockel und der Öffnungsabschnitt sind bereits gebaut, während zusätzliche Abschnitte hergestellt werden, bevor sie zur Installation zum OLS gerollt werden.https://www.youtube.com/embed/mN3X-pHRTmk?feature=oembed

Es wurde spekuliert, dass ein möglicher Sprung von SN15 zum Orbitalversuch zusätzliche Vorteile bei der Minderung von Störungen bei den OLS-Bauanstrengungen hätte.

Zahlreiche Teile des Super Heavy-Pads müssen noch vor Ort zusammengebaut werden. Der Starttisch befindet sich derzeit am Produktionsstandort, zusammen mit zusätzlichem GSE, das für den durstigen Super Heavy-Booster erforderlich ist.

Der Startturm wird auch einen Kran zur Paarung des Raumschiffs auf Super Heavy und schließlich große mechanische Arme haben, die den Booster „fangen“, wenn er zum Startort zurückkehrt.

Raptor Supply:

Ein Hauptbonus für die sichere Landung von SN15 war die Wiederherstellung der drei Raptors, mit denen es geflogen war . Sie werden unbezahlbare Daten zur Leistung nach dem Flug zusammen mit den Informationen liefern, die zurückgesendet werden, um die Steuerung über Live-Telemetrie zu starten.

Es ist jedoch nicht zu unterschätzen, wie wertvoll die praktische Prüfung der Triebwerke für das Testprogramm sein wird, zusammen mit der Möglichkeit, sie möglicherweise auf zukünftigen Flügen wiederzuverwenden.

Unabhängig davon wird das Starship-Programm von SpaceX eine große Menge an Motoren erfordern, nicht zuletzt die Super Heavy-Booster , für die jeweils 28 Motoren pro Booster erforderlich sind.

Obwohl der Produktionsstatus bei Hawthorne in Kalifornien unbekannt ist, werden die Testmöglichkeiten bei SpaceX McGregor erweitert .

SpaceX testet Raptoren in zwei horizontalen Testfeldern, während der umgebaute Stativständer für vertikale Testfeuerungen geeignet ist . Darüber hinaus hat McGregor kürzlich mit dem Bau eines neuen Prüfstands neben dem horizontalen Stand begonnen. In typischer SpaceX-Manier wurde dieser neue Stand mit zwei Schächten in wenigen Wochen so gut wie fertiggestellt.

Über Gary Blair von NSF in der L2 McGregor-Sektion , einen Einheimischen, der mit einer AGL von etwa 3.000 Fuß am Testgelände vorbeifliegt, wurde bereits ein Raptor in einer der Buchten des neuen Standes gesehen, wahrscheinlich für Passungsprüfungen.
Auf dem aktuellen horizontalen Stand wurden bereits mindestens zwei vakuumoptimierte Raptoren getestet. Dies zeigt auch, wie weit SpaceX sich im Voraus bewegt hat, um den Weg für die Übernahme von Starship auf Orbitalmissionen zu ebnen.

Die Frage ist nur die Zeitplanplanung, die sich fast von Tag zu Tag ändern kann. Da SN15 jedoch den neuesten Meilenstein erreicht hat, funktioniert der SpaceX-Ansatz „Test, Fly, Fail, Fix, Fly“ eindeutig und ist weiterhin faszinierend zu verfolgen.

Quelle (Googel-Übersetzung): https://www.nasaspaceflight.com/2021/05/sn15s-success-spacex-next-steps-orbital-goals/