Capstone – kleine Raumsonde, große Mondmission

Die Nasa schickt ihre Mini-Raumsonde Capstone zum Mond. Dort soll sie nicht nur die Umlaufbahn der zukünftigen Lunar-Gateway-Raumstation testen.

Capstone ist unterwegs. Um 11:55 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ist die Nasa-Sonde gestartet und auf den Weg zum Mond. Für die kleine Raumsonde Capstone ist es ein weiter Weg. Zwar sind die Erde und ihr Trabant im Mittel circa 384.400 Kilometer voneinander entfernt – dennoch wird Capstone etwa 1,5 Millionen Kilometer hinter sich legen, um den Mond zu erreichen. Gestartet wird sie mit einer nur 12,5 Tonnen schweren Electron, der kleinsten Rakete, die jemals für eine Mondmission verwendet wurde.

Was die großen Aufgaben für die kleine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa sind und warum die Mission ein Wegweiser ist, erzählt Elwood Agasid von der Nasa golem.de im Interview. Er ist der Programm-Manager für kleine Raumfahrzeug-Technologien (Small Spacecraft Technology Program) bei der Behörde und arbeitet mit seinem Team an Lösungen für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Wobei der Fokus bei Capstone auf den bevorstehenden Artemis-Mondmissionen liegt.

„Bei dieser speziellen Mission wird es sich mehr oder weniger um einen Wegweiser für das Lunar Gateway handeln“, erzählt Agasid. Die Raumsonde ist gerade einmal so groß wie ein Mikrowellenherd – ohne Solarmodule sind das knapp 23 mal 23 Zentimeter im Grundmaß und 34 Zentimeter in der Höhe.

Ein ganz besonderer Orbit für Capstone und das Gateway

Nach ihrer Ankunft am Mond soll sie den Near-Rectilinear Halo Orbit (eine nahezu rechtwinklige Halo-Umlaufbahn, kurz NRHO) einnehmen. Diese Umlaufbahn steht von der Erde aus gesehen senkrecht zum Mond und wird mittlerweile nur noch Halo-Orbit genannt.

Auf dem NRHO begegnet die Raumsonde dem mondnächsten Punkt ungefähr alle sieben Tage. Durch dessen Gravitation wird sie auf eine Flugbahn gelenkt, auf der sie sieben Tage später erneut dem mondnächsten Punkt begegnet und wieder durch die Gravitation genau zur richtigen Stelle gelenkt wird. Von oben betrachtet sieht die Flugbahn deshalb fast wie ein Rechteck aus, dessen Ecken auf der Ellipse der Mondumlaufbahn liegen.

Laut dem Nasa-Experten befindet sich diese Umlaufbahn „an einer Art Lagrange-Punkt und nutzt die Schwerkraft der Erde und des Mondes, um diese Umlaufbahn zu halten.“ Dadurch benötigen Missionen wie Capstone oder später auch die fliegende Mondraumstation Lunar Gateway weniger Treibstoff – weil kleine Änderungen der Geschwindigkeit in der Nähe der Gleichgewichtspunkte zwischen der Schwerkraft von Erde und Mond schon einen großen Effekt auf die Flugbahn haben können.

Gateway, Capstone und die Halo-Umlaufbahn

Der mondnächste Punkt befindet sich mit einem Abstand von knapp 1.600 Kilometern über der Mondoberfläche an dessen Nordpol. „Die geringere Höhe ist ein guter Ort, um die Stationsbesatzung auf die Mondoberfläche zu bringen. Jeder Ab- und Aufstieg muss zeitlich abgestimmt werden“, so Agasid. Nach ungefähr einer Woche wird das Gateway wieder am Nordpol vorbeifliegen. Wenn Capstone den Südpol des Mondes passiert, wird die Raumsonde ungefähr 70.000 Kilometer von dessen Oberfläche entfernt sein.

„Dies ist ein optimaler Orbit für die Station, da das Gateway dort eine kontinuierliche Sicht für Kommunikationszwecke zur Erde hat“, sagt der Programm-Manager und erklärt: „Es handelt sich um eine sehr stabile Umlaufbahn, der schon seit geraumer Zeit untersucht wird. Alleine schon wegen der Treibstoffersparnis und der Tatsache, dass das Gateway für einige Zeit dort betrieben werden kann, ist es eine optimale Umlaufbahn.“

Capstone, dessen Akronym für Betrieb und Navigationsexperiment des autonomen cislunaren Ortungssystems (Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment) steht, soll jedoch nicht nur diese stark-elliptische Umlaufbahn für das Gateway testen.

Capstone und der ballistische Mondtransfer

Um zur Halo-Umlaufbahn zu gelangen, wird Capstone circa vier bis fünf Monate benötigen. Im Gegensatz dazu wird das Orion-Raumschiff nur ungefähr fünf Tage brauchen. Jedoch soll Capstone einen ballistischen Mondtransfer durchführen und nicht auf dem direkten Weg zum Mond fliegen. „Es dauert zwar eine Weile, den Mond mit diesem ballistischen Mondtransfer zu erreichen. Dafür wird nicht so viel Treibstoff benötigt, weil das Raumfahrzeug die Schwerkraft der Sonne, der Erde und des Mondes nutzt.“

Beim ballistischen Einfangen handelt es sich um eine energiearme Methode für ein Raumfahrzeug, um eine Umlaufbahn um einen entfernten Planeten oder Mond zu erreichen. Statt direkt zum Mond zu fliegen, dort die Triebwerke zu zünden und schnell in den Mondorbit zu bremsen – ansonsten fliegt die Sonde vorbei -, müssen die Triebwerke von Capstone beim ballistischen Mondtransfer nur minimal beansprucht werden. Das Verfahren wurde 1991 erstmals von der japanischen Raumsonde Hiten demonstriert.

Viel Treibstoff kann Capstone mit einem Gesamtgewicht von circa 25 Kilogramm nicht mit sich führen. Nur ungefähr 20 Prozent davon, also ungefähr fünf Kilogramm, sind Treibstoff. In Zukunft sollen auch Frachter zum Lunar Gateway den ballistischen Mondtransfer nutzen, um mit wenig Treibstoffmengen in den Halo-Orbit zu gelangen.

Das Lunar Gateway: Der Wegweiser für Mondlandungen

Mit dem Lunar Gateway will die Nasa gemeinsam mit ihren Partnern, zu denen auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa gehört, eine Raumstation in der Mondumlaufbahn platzieren – quasi eine Internationale Raumstation nur wesentlich kleiner. Während die ISS die Ausmaße eines Fußballfeldes umfasst, soll das Gateway nur ungefähr ein Drittel der Größe einnehmen.

Eine Illustration des Lunar Gateway – einer zukünftigen Raumstation, die den Mond umkreisen soll.

Die ersten beiden Module der Mini-Raumstation Gateway sollen voraussichtlich Ende 2024 mit einer Falcon-Heavy-Trägerrakete vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX in die Mondumlaufbahn gebracht werden. Dort soll aus Wohn- und Logistik-Modul Halo (Habitation and Logistics Outpost) und das Energie- und Antriebselement PPE (Power and Propulsion Element) zur Raumstation Lunar Gateway verbunden werden.

In Zukunft sollen Astronautinnen und Astronauten mit dem Orion-Raumschiff an das Gateway andocken und einen Zwischenstopp einlegen. Sobald das Gateway auf seiner siebentägigen Reise den mondnächsten Punkt erreicht, kann beispielsweise das Starship HLS (Human Landing System) Menschen auf die Mondoberfläche bringen. Somit ist das Gateway eine Art bewohnbare Bushaltestelle für Crew-Missionen zum Mond oder darüber hinaus.

Das Missionsziel von Capstone

Zurück zu Capstone: Nach dem Einschwenken in den Halo-Orbit soll das Raumfahrzeug Kontakt mit der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) aufnehmen. Diese befindet sich bereits seit 2009 in der Mondumlaufbahn und hatte die Aufgabe, die gesamte Mondoberfläche zu kartieren.

Laut dem Nasa-Manager befindet sich an Bord von Capstone „einiges an Hardware und auch eine Software, die Cislunar Autonomous Positioning System genannt wird, und diese Technologie wird den bestehenden Lunar Reconnaissance Orbiter nutzen, um eine Querverbindung herzustellen.“ Um mit dieser Querverbindung die Entfernung zwischen den Raumsonden zu messen, soll ein Hochfrequenzsignal zwischen ihnen hin- und hergeschickt werden.

„Dann kann Capstone die Geschwindigkeit und das zurückgesendete Signal betrachten und damit seine Position relativ zum Lunar Reconnaissance Orbiter bestimmen.“ Das alles geschieht autonom und ohne eine Verbindung zur Erde. Momentan werden nämlich alle Missionen vom Boden aus gesteuert, sagt Agasid. Mit Capstone soll somit ein vom Boden unabhängiges Navigations- und Kommunikationsnetz getestet werden.

Die Hauptmission soll ungefähr sechs Monate andauern. Anschließend gibt es laut Agasid die Möglichkeit, die Raumsonde weitere zwölf Monate zu nutzen. „Wissenschaftler sagen gerne, je mehr Daten man erhält, desto besser sehen die Zahlen und Statistiken aus. Und das wäre unser zweites Ziel.“

Capstone steht zum Start bereit

Doch zunächst musste die Capstone-Mission vom neuseeländischen Raumhafen in Māhia Peninsula am Launch Complex 1 erfolgen. Das Startfenster öffnete sich am 13. Juni und hätte sich am 27. Juli wieder geschlossen. Das war auch nötig. Aber nach mehreren Verzögerungen gelang der Start der speziell für diese Mission modifizierten Elektron-Rakete.

„Sie verfügt über eine verlängerte Stufe namens Photon, die zusätzlichen Treibstoff mit sich führt“, so Agasid. Mit diesem zusätzlichen Treibstoff soll das Capstone-Raumschiff in eine Flugbahn gebracht werden, von der es zum Mond aufbrechen kann. „Etwa sechs bis sieben Tage nach dem Start wird die Capstone-Sonde von der Photon-Raketenstufe von Rocket Lab getrennt, um sein eigenes Antriebssystem zu zünden.“

Für das ballistische Einfangmanöver auf dem Weg zum Mond sollen die Triebwerke mehrmals zünden. Zuerst um die Geschwindigkeit der Raumsonde zu erhöhen und später, um leichte Korrekturmanöver durchzuführen.

Ob es nach dieser Mission weitere Capstone-Raumsonden geben wird, ist noch unklar. Das Lunar Gateway und die Frachtflüge zum Mond und der Raumstation sehen zumindest ähnlich aus. Und später soll am Mond und auch am Mars ein Kommunikations- und Navigationsnetzwerk errichtet werden. Die Frage ist nur: Wird zuerst ein amerikanisches oder chinesisches Satellitennetzwerk den Mond umkreisen? 

Quelle: https://www.golem.de/news/nasa-capstone-kleine-raumsonde-grosse-mondmission-2206-165924.html


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Lunar Gateway, SLS und Co: Endlich geht es mal voran und nicht nur immer Lippenbekenntnisse. Super!

Hurra! Der Start von Capstone und der erfolgreiche Test von SLS am Pad, endlich läuft es mal gut für das Mond Projekt Artemis. Endlich geht es mal voran und nicht nur immer Lippenbekenntnisse (leere Versprechungen). Super!

Christian Dauck

Rocket Lab beginnt mit der Nutzlastintegration für die CAPSTONE-Mission zum Mond

Rocket Lab wird die CAPSTONE-Raumsonde mit der Elektronen-Trägerrakete und dem Lunar Photon-Raumfahrzeugbus in eine einzigartige Mondumlaufbahn bringen und so einen neuen Weg für die mondumkreisende Raumstation der NASA vorzeichnen, die von Artemis-Astronauten genutzt werden soll

Die Elektron-Trägerrakete von Rocket Lab auf dem Pad im Launch Complex 1 für eine Generalprobe vor der CAPSTONE-Mission.  (Foto: Business Wire)

Die Elektron-Trägerrakete von Rocket Lab auf dem Pad im Launch Complex 1 für eine Generalprobe vor der CAPSTONE-Mission. (Foto: Business Wire)

Die Elektron-Trägerrakete von Rocket Lab auf dem Pad im Launch Complex 1 für eine Generalprobe vor der CAPSTONE-Mission.  (Foto: Business Wire)

16. Mai 2022 16:35 Uhr Eastern Daylight Time

LONG BEACH, Kalifornien–( BUSINESS WIRE )–Rocket Lab (Nasdaq: RKLB) („Rocket Lab“ oder „das Unternehmen“), ein führendes Unternehmen für Start- und Raumfahrtsysteme, gab heute bekannt, dass das Raumschiff CAPSTONE bei Rocket angekommen ist Lab Launch Complex 1 in Mahia, Neuseeland, in Vorbereitung auf den Start in die Mondumlaufbahn. Da sich das Raumfahrzeug jetzt am Startplatz befindet, wird Rocket Lab mit der Nutzlastintegration mit der Elektronenrakete und dem Photon-Raumfahrzeugbus beginnen, bevor das Startfenster am 31. Mai geöffnet wird.

„Die Ankunft von CAPSTONE am Startkomplex 1 markiert einen wichtigen Meilenstein in dieser historischen Mission. Wir freuen uns darauf, vor dem Tag der Markteinführung in die letzte Integrations- und Testphase überzugehen.“

Das Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment (CAPSTONE) CubeSat, das von Tyvak Nano-Satellite Systems, einer Terran Orbital Corporation, entworfen und gebaut wurde und von Advanced Space betrieben wird, wird das erste Raumschiff sein, das den Near Rectilinear Halo Orbit ( NRHO) um den Mond. Forscher erwarten, dass diese Umlaufbahn ein idealer Gravitationspunkt im Weltraum ist – wo die Schwerkraft von Erde und Mond zusammenwirkt, um eine nahezu stabile Umlaufbahn zu ermöglichen – die es der Physik ermöglicht, den größten Teil der Arbeit zu leisten, um ein Raumschiff in der Umlaufbahn um den Mond zu halten . Die NASA hat große Pläne für diese einzigartige Art von Umlaufbahn. Die Agentur hofft, größere Raumfahrzeuge – einschließlich der mondumlaufenden Raumstation Gateway – in einem NRHO um den Mond herum parken zu können.

CAPSTONE wird von Rocket Labs Elektronen-Trägerrakete in eine erste erdnahe Umlaufbahn gebracht und dann von Rocket Labs Lunar Photon-Raumfahrzeugbus auf einen ballistischen Mondtransfer gebracht. Im Gegensatz zu den Apollo-Mondmissionen der 1960er und 70er Jahre, die eine freie Rückflugbahn zum Mond nahmen, ermöglicht dieser treibstoffeffiziente ballistische Mondtransfer, CAPSTONE mit einer kleinen Trägerrakete in eine so weit entfernte Umlaufbahn zu bringen. Mit einer Höhe von nur 59 Fuß ist Electron die kleinste Rakete, die einen Start zum Mond versucht.

Ungefähr zehn Minuten nach dem Start auf Electron wird sich der Lunar Photon-Raumfahrzeugbus von Rocket Lab, an dem CAPSTONE befestigt ist, von der Rakete trennen und eine Reihe von Manövern zum Anheben der Umlaufbahn durchführen, wobei seine Umlaufbahn zu einer markanten Ellipse um die Erde gestreckt wird. Etwa sechs Tage nach dem Start wird eine letzte Verbrennung von Photons 3D-gedrucktem HyperCurie-Motor Photon auf 24.500 Meilen pro Stunde beschleunigen, damit es aus der erdnahen Umlaufbahn entkommen und CAPSTONE auf Kurs zum Mond bringen kann. Innerhalb von 20 Minuten nach der letzten Verbrennung wird Photon CAPSTONE für die erste Etappe des Soloflugs von CubeSat in den Weltraum entlassen. Die Reise von CAPSTONE zu NRHO wird voraussichtlich etwa vier Monate von diesem Punkt an dauern. Nach dem erfolgreichen Einsetzen in die Umlaufbahn wird CAPSTONE voraussichtlich mindestens sechs Monate dort bleiben, damit die NASA die Dynamik der Umlaufbahn untersuchen kann.

„Die Ankunft von CAPSTONE am Startkomplex 1 markiert einen wichtigen Meilenstein in dieser historischen Mission. Wir freuen uns darauf, vor dem Tag der Markteinführung in die letzte Integrations- und Testphase einzutreten“, sagte Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab. „Dies ist unsere bisher ehrgeizigste Photon-Mission und ein bedeutender Schritt, um wissenschaftlichen Missionen einen dedizierten und erschwinglichen Zugang zu interplanetaren Umlaufbahnen zu ermöglichen. Weniger als vier Jahre nach unserer ersten Elektronenmission für die NASA ist es fantastisch, wieder mit der Agentur und ihren Partnern zusammenzuarbeiten, um über die niedrige Erdumlaufbahn hinauszugehen und den Weg für die Rückkehr der Menschheit zum Mond zu ebnen.“

Rocket Lab hat seit 2017 26 Elektronenstarts durchgeführt, aber die CAPSTONE-Mission wird Rocket Labs erster Start außerhalb der niedrigen Erdumlaufbahn sein. Rocket Lab betreibt auch zwei Photonen-Raumfahrzeuge im erdnahen Orbit, aber die CAPSTONE-Mission ist die erste, die die Hochenergievariante des Photonen-Raumfahrzeugbusses einsetzt, die vom HyperCurie-Motor angetrieben wird und zur Unterstützung von Mond- und interplanetaren Missionen entwickelt wurde. CAPSTONE ist die erste einer Reihe von interplanetaren Missionen für Photon, darunter die ESCAPADE-Mission zum Mars im Jahr 2024 und die private Mission von Rocket Lab zur Venus im Jahr 2023.

Für Echtzeit-Updates zur CAPSTONE-Mission im Vorfeld des Starts folgen Sie Rocket Lab, NASA, Advanced Space und Terran Orbital auf Twitter.

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Rocket Lab wurde 2006 gegründet und ist ein End-to-End-Raumfahrtunternehmen mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz bei Missionen. Wir liefern zuverlässige Startdienste, Satellitenherstellung, Raumfahrzeugkomponenten und On-Orbit-Managementlösungen, die den Zugang zum Weltraum schneller, einfacher und kostengünstiger machen. Rocket Lab mit Hauptsitz in Long Beach, Kalifornien, entwirft und fertigt die kleine Orbital-Trägerrakete Electron und die Satellitenplattform Photon und entwickelt die Trägerrakete der 8-Tonnen-Nutzlastklasse Neutron. Seit ihrem ersten Orbitalstart im Januar 2018 ist die Trägerrakete Electron von Rocket Lab die am zweithäufigsten gestartete US-Rakete pro Jahr und hat 146 Satelliten für Organisationen des privaten und öffentlichen Sektors in die Umlaufbahn gebracht, um Operationen in den Bereichen nationale Sicherheit, wissenschaftliche Forschung und Eindämmung von Weltraumschrott zu ermöglichen , Erdbeobachtung, Klimaüberwachung und Kommunikation. Die Photon-Raumfahrzeugplattform von Rocket Lab wurde ausgewählt, um NASA-Missionen zum Mond und Mars sowie die erste private kommerzielle Mission zur Venus zu unterstützen. Rocket Lab verfügt über drei Startrampen an zwei Startplätzen, darunter zwei Startrampen an einem privaten orbitalen Startplatz in Neuseeland und einen zweiten Startplatz in Virginia, USA, der voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen wird. Um mehr zu erfahren, besuchen Siewww.rocketlabusa.com .

Quelle: https://www.businesswire.com/news/home/20220516005964/en/Rocket-Lab-Begins-Payload-Integration-for-CAPSTONE-Mission-to-the-Moon

Terran Orbital versendet CAPSTONE-Satelliten nach Neuseeland

Die Terran Orbital Corporation (NYSE: LLAP) hat ihren CAPSTONE- Satelliten zu einem Startplatz auf der Halbinsel Mahia in Neuseeland verschifft. CAPSTONE wird auf einer Rocket Lab Electron -Rakete mit einerOberstufe eines Lunar Photon -Satelliten starten, um das Raumschiff auf seine geplante Transferbahn zum Mond zu schicken.

Diese historische Wegfindungsmission unterstützt das Artemis- Programm der NASA, das die Landung der ersten Frau und ersten farbigen Person auf dem Mond umfasst.

Künstlerische Darstellung der Raumsonde Terran Orbital CAPSTONE.

Tyvak Nano-Satellite Systems , eine Terran Orbital Corporation, baute das Raumschiff für dasCislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment, auch bekannt alsCAPSTONE. Der 12U-Cubesat enthält oben einen Funkturm, der seine Größe gegenüber einem herkömmlichen 12U-Formfaktor erweitert.

CAPSTONE wird nicht direkt zum Mond fliegen, sondern stattdessen einem „ ballistischen Mondtransfer“ folgen , der ihn bis zu 1,5 Millionen Kilometer weit hinausbringen wird, bevor er in die Mondumlaufbahn zurückkehrt. Dieser Transfer, der etwa vier Monate in Anspruch nehmen wird, soll Treibstoff sparen und die Mission für ein so kleines Raumschiff durchführbar machen. Die CAPSTONE-Nutzlast und ihre Software sind Eigentum und werden von Advanced Space für die NASA betrieben.

„ Terran Orbital ist begeistert, die Raumsonde CAPSTONE entworfen, gebaut und nun ausgeliefert zu haben “, sagte Marc Bell , Mitbegründer, Vorsitzender und Chief Executive Officer von Terran Orbital . „ Die technologischen und sozialen Implikationen des Artemis-Programms sind bahnbrechend. Wir freuen uns sehr, das Raumschiff zu einer so monumentalen Mission beitragen zu können, und freuen uns darauf, unsere Partnerschaften mit der NASA, Rocket Lab und Advanced Space fortzusetzen .“

„ Die CAPSTONE-Mission ist ein wirklich monumentaler Moment für die Erforschung kleiner Raumfahrzeuge “, sagte Peter Beck , Gründer und Chief Executive Officer von Rocket Lab . „ Noch vor wenigen Jahren wäre es nicht möglich gewesen, einen dedizierten Start für einen CubeSat in die Mondumlaufbahn durchzuführen. Dank der Elektronen-Trägerrakete und der Photon-Raumsonde bringen wir den Mond in Reichweite für Kleinsatelliten. Wir könnten nicht aufgeregter sein, mit den Teams von Advanced Space, Terran Orbital und der NASA zusammenzuarbeiten, um diese historische Mission zu ermöglichen und den Weg für das Artemis-Programm zu ebnen .“

„ Es waren aufregende 2,5 Jahre , bis zu diesem Punkt zu gelangen“, sagte Bradley Cheetham , Chief Executive Officer von Advanced Space . „ Wir sind stolz auf das, was dieses kombinierte Industrie- und Regierungsteam erreicht hat. Durch diesen Prozess haben wir bereits enorm viel gelernt. Während wir uns dem Start nähern, werden wir daran erinnert, dass CAPSTONE nur der Anfang ist, um die Grundlagen für die nachhaltige Erforschung und Entwicklung des Mondes zu legen .“

„ CAPSTONE ist ein großartiges Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit von NASA und Industrie ehrgeizige Erkundungen möglich macht “, sagte Jim Reuter , Associate Administrator des NASA Space Technology Mission Directorate . „Es ist unglaublich aufregend zu sehen, wie dieser bahnbrechende kleine Satellit seine Reise zum Mond antritt .“

Terran Orbital ist ein führender Hersteller von Kleinsatelliten, die hauptsächlich die Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie der Vereinigten Staaten beliefern. Terran Orbital bietet End-to-End-Satellitenlösungen durch die Kombination von Satellitendesign, Produktion, Startplanung, Missionsbetrieb und In-Orbit-Support, um die Anforderungen der anspruchsvollsten militärischen, zivilen und kommerziellen Kunden zu erfüllen. Darüber hinaus entwickelt Terran Orbital eine der weltweit größten und fortschrittlichsten NextGen-Erdbeobachtungskonstellationen, um dauerhafte Erdbilder in Echtzeit bereitzustellen. Erfahren Sie mehr unter http://www.terranorbital.com

Quelle: https://news.satnews.com/2022/05/10/terran-orbital-ships-nasas-capstone-smallsat-to-new-zealand-for-rocket-labs-launch-vehicle-payload-integration/

Moon: Capstone steht als nächstes für Rocket Lab an

Die Mond-Cubesat-Mission CAPSTONE soll nun bereits am 27. Mai auf einem Elektron starten. 
Kredit: Advanced Space/Tyvak, ein terranisches Orbitalunternehmen

Eine Mond-Cubesat-Mission der NASA soll nun Ende Mai auf einem Rocket Lab Electron starten, nachdem Probleme mit der Kickstufe der Rakete behoben wurden.

In einem Anruf mit Reportern nach dem Start einer Electron-Rakete mit 34 Smallsat am 2. Mai sagte Peter Beck, Geschäftsführer von Rocket Lab, dass die nächste Electron-Mission der CubeSat des Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment (CAPSTONE) sein wird für die NASA. Einen Termin für den Start nannte er nicht.

Die NASA prognostizierte zuvor einen Start zwischen dem 3. und 15. Mai, aber in einem Tweet vom 29. April sagte das Ames Research Center der NASA, das die Mission verwaltet, dass der Start nun nicht vor Mai geplant sei. „Der Startzeitraum wird derzeit von den Missionsteams neu bewertet“ bei der NASA, Rocket Lab und Advanced Space, dem Unternehmen aus Colorado, das das Raumschiff für die NASA besitzt und betreibt.

„Die Orbitalanforderungen von CAPSTONE ermöglichen jeden Monat Startmöglichkeiten“, sagte die Sprecherin der NASA, Sarah Frazier, gegenüber SpaceNews am 2. Mai.

In einer Präsentation am 2. Mai auf der Interplanetary Small Satellite Conference in San Luis Obispo, Kalifornien, sagte Tom Gardner, CAPSTONE-Programmmanager bei Advanced Space, dass das Unternehmen nun ein Fenster anstrebe, das am 27. Mai öffnet. Er sagte, sofortige Startfenster seien täglich bis verfügbar Ende Juni.

Der letzte Ausrutscher, sagte er, sei auf „kleinere Herausforderungen im abschließenden Testprogramm“ des Lunar Photon zurückzuführen, der Version des Photon-Satellitenbusses, die als Kick-Stage konfiguriert ist und CAPSTONE zum Mond schicken wird. Diese Probleme seien gelöst worden, fügte er hinzu.

Das Raumschiff soll Ende der Woche zur Betankung und Integration in die Trägerrakete zum Electron-Startplatz in Neuseeland transportiert werden. Rocket Lab baute am Startplatz ein neues Gebäude, um das Raumschiff mit Hydrazin zu betanken, sagte Gardner, weil keine der zuvor auf Electron gestarteten Nutzlasten diesen energiereichen, aber gefährlichen Treibstoff verwendete.

Nach dem Start wird CAPSTONE vier Monate brauchen, um in eine nahezu geradlinige Halo-Umlaufbahn um den Mond zu gelangen, dieselbe Umlaufbahn, die die NASA für das Mond-Gateway verwenden will. 

Erfahren Sie mehr über unseren CubeSat , der einen neuen Weg zum Mond für den zukünftigen # Artemis- Mondaußenposten testen wird : https://nasa.tumblr.com/post/683165720838864896/capstone-testing-a-path-to-the-moon?linkId=163488173

Seine Hauptaufgabe, die Stabilität der Umlaufbahn zu testen und Navigationsexperimente mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter durchzuführen, wird sechs Monate dauern, gefolgt von einer erweiterten oder „erweiterten“ Mission von bis zu 11 Monaten mit zusätzlichen Tests.

Gardner sagte, das Unternehmen habe das Ziel, das Raumschiff innerhalb von 18 Monaten ins All zu bringen. „Das hat sich als ziemlich schwierig erwiesen“, sagte er, mit 17 Monaten Verzögerung, von denen er sagte, dass 7 durch die Pandemie verursacht wurden. „Die anderen 10 Monate sind reine Risikorealisierungen auf dem Raumfahrzeug und der Trägerrakete.“

Quelle: https://spacenews.com/capstone-up-next-for-rocket-lab/

Capstone: tolle/wichtige Mission – Super! Um so ärgerlicher ist es das eine langweilige Mission sowie ein langweiliger Test die Startrampe für Capstone nicht frei macht – Es Nervt nur RocketLab!

Little CAPSTONE cubesat ready to launch on big moon mission next month

CAPSTONE is scheduled to launch between May 3 and May 15.

Artist’s illustration showing the CAPSTONE spacecraft in a near rectilinear halo orbit (NRHO) around the moon. (Image credit: NASA/Advanced Space)

Early next month, Rocket Lab is slated to launch a pathfinding cubesat mission that supports NASA’s Artemis return-to-the moon program. 

The Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment — mercifully called CAPSTONE for short — tips the scales at a modest 55 pounds (25 kilograms). This microwave-oven-sized spacecraft will be lofted from New Zealand aboard a Rocket Lab Electron rocket equipped with a Lunar Photon upper stage.

The launch window runs from May 3 to May 15. 

CAPSTONE technicians inspect the spacecraft at Tyvak Nano-Satellite Systems, Inc. in Irvine, California.  (Image credit: NASA/Dominic Hart)

Laying the groundwork

The CAPSTONE cubesat is owned and operated by Advanced Space in Westminster, Colorado, supported by NASA’s Space Technology Mission Directorate through the Small Spacecraft Technology program and by the Human Exploration and Operations Mission Directorate through the Advanced Exploration Systems program. 

„We are very proud of the progress the CAPSTONE team has made,“ Advanced Space CEO Bradley Cheetham told Space.com. „Through this process, we have already learned a tremendous amount. As we get closer to launch, we are reminded that CAPSTONE is just the beginning of laying the groundwork for the sustainable exploration and development of the moon.“

CAPSTONE’s central purpose is to test and verify the calculated orbital stability of a near rectilinear halo orbit (NRHO) around the moon. That’s the same orbit to be used for NASA’s Lunar Gateway, the planned small space station that will provide astronauts access to the lunar surface.

An NRHO is a member of either the L​1 or L​2 family of halo orbits and is characterized by having favorable stability properties. Most halo orbits are dynamically unstable, meaning that a perturbation in the position and/or velocity of a spacecraft will grow exponentially over time. However, the NRHOs are nearly stable, with some that are „marginally stable.“ NRHOs require some small use of stationkeeping propellant, similar to other halo orbits.

By taking advantage of the precise points between the Earth and moon where the gravity from both is roughly balanced out, spacecraft in an NRHO can save energy to maintain the orbit. It also takes less fuel to enter the orbit because of its elongated shape. CAPSTONE will test and appraise this significantly elongated and halo-shaped orbit for at least six months. 

The orbit will bring CAPSTONE within 1,000 miles (1,600 kilometers) of one lunar pole on its near pass and 43,500 miles (70,000 km) from the other pole at its peak every seven days. Compared to more circular orbits, such a path will require less propulsion capability for spacecraft flying to and from the moon’s surface.

Cislunar navigation is a critical capability that will enable NASA, commercial and international deep-space missions in the near and far term, experts say. (Image credit: Cislunar navigation is a critical capability that will enable NASA, commercial and international deep-space missions in the near and far term, experts say.)

Spacecraft-to-spacecraft communication

Another key job for CAPSTONE is showcasing a proprietary navigation capability called the Cislunar Autonomous Positioning System (CAPS). It will do so by evaluating spacecraft-to-spacecraft navigation and communications systems with NASA’s Lunar Reconnaissance Orbiter, which has been circling the moon since 2009. 

The intent of CAPS is to demonstrate that two moon-orbiting spacecraft can communicate and track their positions independent of Earth, pinpointing their place in space.

CAPSTONE was built and tested by Tyvak Nano-Satellite Systems, Inc., a Terran Orbital Corporation in Irvine, California. Stellar Exploration is the propulsion subsystem provider.

Jeffrey Parker (left), chief technology officer of Advanced Space, explains the CAPSTONE mission to Sen. John Hickenlooper (D-Colo.) using a full-size model of the spacecraft. (Image credit: Advanced Space/Jason Johnson)

Ribbon cutting

On April 1, Advanced Space held a ribbon-cutting ceremony for its Mission Operations Center Facility, complete with a full-size spacecraft model of CAPSTONE on display. 

Attending the event was Sen. John Hickenlooper (D-Colorado), chair of the Senate Subcommittee on Space and Science. Also in attendance was Jim Reuter, associate administrator for NASA’s Space Technology Mission Directorate, who called CAPSTONE „foundational“ for NASA’s Artemis program and pushing the boundaries of what small spacecraft can accomplish. 

Hickenlooper said that CAPSTONE is an example of what happens when the right people are brought together and they move in an orchestrated, synchronized fashion to get things done.

„I think that NASA’s Artemis program is really going to excite this country,“ Hickenlooper said. „We are in a serious, very important competition with China and Russia to a certain extent.“

Hickenlooper said that it’s an „all hands on deck“ situation „if we’re going to compete on a global basis in science and space.“

Military interest

Earlier this year, Advanced Space entered into a Cooperative Research and Development Agreement (CRADA) with the U.S. Air Force Research Laboratory (AFRL), Space Vehicles Directorate, and the Spacecraft Technology Division to share data collected from cislunar space through the CAPSTONE mission.

The CRADA focus is to share data collected from CAPSTONE as it treks between Earth and the moon. The opportunity to analyze data retrieved from the mission will be beneficial for future mission design and navigation strategies for defense and other customers, military officials said.

The CAPSTONE mission will provide „invaluable insight to fortify our space domain awareness of cislunar space, a domain of increased importance,“ said James Frith, AFRL’s program manager for Cislunar Space Domain Awareness, according to an Advanced Space statement.

Quelle: https://www.space.com/capstone-cubesat-moon-mission-launch-may


Capstone: tolle Mission – Super! Um so ärgerlicher ist es das eine Langweilige Mission sowie ein Langweiliger Test die Startrampe für die wichtige Mission Capstone nicht frei macht. Es Nervt total! Zumal noch viele langweilige Missionen vor sich hat wo man diesen Test machen kann. Wenn es nicht gerade zum Mond oder planenten geht, schaue ich mir langweilige Electron Starts von RocketLab überhaupt nicht an.

Der kleine CAPSTONE-Würfel ist bereit, nächsten Monat zu einer großen Mondmission zu starten

CAPSTONE soll zwischen dem 3. und 15. Mai starten.

Künstlerische Illustration, die die Raumsonde CAPSTONE in einer nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn (NRHO) um den Mond zeigt. (Bildnachweis: NASA/Advanced Space)

Anfang nächsten Monats soll Rocket Lab eine wegweisende CubeSat-Mission starten, die das Artemis Return-to-the-Mond-Programm der NASA unterstützt. 

Das Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment – ​​gnädigerweise kurz CAPSTONE genannt – bringt bescheidene 55 Pfund (25 Kilogramm) auf die Waage. Dieses mikrowellengroße Raumschiff wird von Neuseeland aus an Bord einer Rocket Lab Electron-Rakete, die mit einer Lunar Photon-Oberstufe ausgestattet ist, geflogen.

Das Startfenster läuft vom 3. Mai bis zum 15. Mai. 

CAPSTONE-Techniker inspizieren das Raumschiff bei Tyvak Nano-Satellite Systems, Inc. in Irvine, Kalifornien.  (Bildnachweis: NASA/Dominic Hart)

Grundstein legen

Der CAPSTONE cubesat ist im Besitz und wird betrieben von Advanced Space in Westminster, Colorado, unterstützt durch das Space Technology Mission Directorate der NASA durch das Small Spacecraft Technology Program und durch das Human Exploration and Operations Mission Directorate durch das Advanced Exploration Systems Program. 

„Wir sind sehr stolz auf die Fortschritte, die das CAPSTONE-Team gemacht hat“, sagte Bradley Cheetham, CEO von Advanced Space, gegenüber Space.com. „Durch diesen Prozess haben wir bereits enorm viel gelernt. Je näher der Start rückt, desto mehr werden wir daran erinnert, dass CAPSTONE erst der Anfang ist, um die Grundlagen für die nachhaltige Erforschung und Entwicklung des Mondes zu legen .“

Der zentrale Zweck von CAPSTONE besteht darin, die berechnete Orbitalstabilität einer nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn (NRHO) um den Mond zu testen und zu verifizieren. Das ist die gleiche Umlaufbahn, die für das Lunar Gateway der NASA verwendet werden soll , die geplante kleine Raumstation, die Astronauten Zugang zur Mondoberfläche verschaffen wird.

Ein NRHO ist entweder ein Mitglied der L1- oder L2-Familie von Halo-Orbits und zeichnet sich durch günstige Stabilitätseigenschaften aus. Die meisten Halo-Umlaufbahnen sind dynamisch instabil, was bedeutet, dass eine Störung in der Position und/oder Geschwindigkeit eines Raumfahrzeugs mit der Zeit exponentiell zunimmt. Die NRHOs sind jedoch nahezu stabil, wobei einige „geringfügig stabil“ sind. NRHOs erfordern einen geringen Einsatz von Treibmittel für die Positionserhaltung, ähnlich wie bei anderen Halo-Umlaufbahnen.

Durch die Nutzung der genauen Punkte zwischen Erde und Mond, an denen die Schwerkraft von beiden ungefähr ausgeglichen ist, können Raumfahrzeuge in einem NRHO Energie sparen, um die Umlaufbahn aufrechtzuerhalten. Aufgrund seiner länglichen Form benötigt es auch weniger Treibstoff, um in die Umlaufbahn zu gelangen. CAPSTONE wird diese deutlich verlängerte und haloförmige Umlaufbahn mindestens sechs Monate lang testen und bewerten. 

Die Umlaufbahn wird CAPSTONE alle sieben Tage innerhalb von 1.600 Kilometern (1.000 Meilen) von einem Mondpol auf seinem nahen Pass und 43.500 Meilen (70.000 km) von dem anderen Pol auf seinem Höhepunkt bringen. Im Vergleich zu eher kreisförmigen Umlaufbahnen erfordert ein solcher Weg weniger Antriebskapazität für Raumfahrzeuge, die zur und von der Mondoberfläche fliegen.

Die Cislunar-Navigation ist eine entscheidende Fähigkeit, die NASA, kommerzielle und internationale Weltraummissionen in naher und ferner Zukunft ermöglichen wird, sagen Experten.(Bildnachweis: Die Cislunar-Navigation ist eine entscheidende Fähigkeit, die NASA, kommerzielle und internationale Weltraummissionen in naher und ferner Zukunft ermöglichen wird, sagen Experten.)

Kommunikation von Raumfahrzeug zu Raumfahrzeug

Eine weitere wichtige Aufgabe für CAPSTONE ist die Präsentation einer proprietären Navigationsfunktion namens Cislunar Autonomous Positioning System (CAPS). Dazu werden Navigations- und Kommunikationssysteme von Raumfahrzeug zu Raumfahrzeug mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA evaluiert , der seit 2009 den Mond umkreist. 

Die Absicht von CAPS ist es zu demonstrieren, dass zwei den Mond umkreisende Raumfahrzeuge kommunizieren und ihre Positionen unabhängig von der Erde verfolgen können, um ihren Platz im Weltraum zu bestimmen.

CAPSTONE wurde von Tyvak Nano-Satellite Systems, Inc., einer Terran Orbital Corporation in Irvine, Kalifornien, gebaut und getestet. Stellar Exploration ist der Anbieter des Antriebssubsystems.

Jeffrey Parker (links), Chief Technology Officer von Advanced Space, erklärt Senator John Hickenlooper (D-Colo.) die CAPSTONE-Mission anhand eines Modells des Raumfahrzeugs in Originalgröße.(Bildnachweis: Advanced Space/Jason Johnson)

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Am 1. April hielt Advanced Space eine Einweihungszeremonie für seine Mission Operations Center Facility ab, komplett mit einem ausgestellten Satellitenmodell von CAPSTONE in Originalgröße. 

An der Veranstaltung nahm Senator John Hickenlooper (D-Colorado), Vorsitzender des Senatsunterausschusses für Weltraum und Wissenschaft, teil. Ebenfalls anwesend war Jim Reuter, stellvertretender Administrator des Space Technology Mission Directorate der NASA, der CAPSTONE als „grundlegend“ für das Artemis-Programm der NASA bezeichnete und die Grenzen dessen, was kleine Raumfahrzeuge erreichen können, sprengte. 

Hickenlooper sagte, dass CAPSTONE ein Beispiel dafür ist, was passiert, wenn die richtigen Leute zusammengebracht werden und sich auf orchestrierte, synchronisierte Weise bewegen, um Dinge zu erledigen.

„Ich denke, dass das Artemis-Programm der NASA dieses Land wirklich begeistern wird“, sagte Hickenlooper. „Wir stehen gewissermaßen in einem ernsthaften, sehr wichtigen Wettbewerb mit China und Russland .“

Hickenlooper sagte, es sei eine „alle Hände an Deck“-Situation, „wenn wir auf globaler Basis in Wissenschaft und Raumfahrt konkurrieren wollen“.

Militärisches Interesse

Anfang dieses Jahres schloss Advanced Space ein kooperatives Forschungs- und Entwicklungsabkommen (CRADA) mit dem US Air Force Research Laboratory (AFRL), dem Space Vehicles Directorate und der Spacecraft Technology Division ab, um Daten auszutauschen, die im Rahmen der CAPSTONE-Mission aus dem cislunaren Weltraum gesammelt wurden.

Der Schwerpunkt von CRADA liegt auf dem Austausch von Daten, die von CAPSTONE gesammelt wurden, während es zwischen Erde und Mond wandert. Die Möglichkeit, die von der Mission abgerufenen Daten zu analysieren, wird für zukünftige Missionsdesigns und Navigationsstrategien für Verteidigungs- und andere Kunden von Vorteil sein, sagten Militärbeamte.

Die CAPSTONE-Mission wird „unschätzbare Erkenntnisse liefern, um unser Bewusstsein für den Weltraumbereich des cislunaren Weltraums zu stärken, einem Bereich von zunehmender Bedeutung“, sagte James Frith, Programmmanager des AFRL für das cislunar Space Domain Awareness, laut einer Erklärung von Advanced Space.

Quelle: https://www.space.com/capstone-cubesat-moon-mission-launch-may

CAPSTONE: Cubesat-Mission soll in diesem Frühjahr zum Mond starten – Umlaufbahntests für Artemis-Missionen sowie der Mondstation

CAPSTONE soll irgendwann in diesem Frühjahr auf einem Rocket Lab Electron starten und drei Monate später in der Mondumlaufbahn eintreffen, wobei es einer Flugbahn folgt, die darauf ausgelegt ist, den erforderlichen Treibstoff zu minimieren. 
Kredit: Advanced Space/Tyvak, ein terranisches Orbitalunternehmen

Eine Cubesat-Mission zum Testen einer Mondumlaufbahn, die für das Artemis-Programm der NASA von entscheidender Bedeutung ist, befindet sich in der Endphase der Vorbereitungen für einen Start in diesem Frühjahr.

Das Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment, oder CAPSTONE, ist eine CubeSat-Mission, die den Betrieb in der nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn (NRHO) um den Mond testen wird, die von Artemis-Missionen, einschließlich des Lunar Gateway, verwendet wird. Die NASA wählte Advanced Space mit Sitz in Colorado aus, um die Mission im Jahr 2019 zu entwickeln.

Das Raumschiff ist fast startbereit. „Wir befinden uns in einer wirklich kritischen Phase für die Mission. Die Hardware ist komplett und wird getestet“, sagte Brad Cheetham, Chief Executive von Advanced Space, während eines Panels auf der 24. jährlichen FAA Commercial Space Transportation Conference am 17. Februar.

Advanced Space gab am 18. Februar bekannt, dass es den vierten einer Reihe von Betriebsbereitschaftstests für CAPSTONE abgeschlossen hat, bei denen eine Woche Betrieb in der Mondumlaufbahn simuliert wurde. Dazu gehörten Tests eines Aspekts der Mission, Querverbindungen mit dem Raumschiff Lunar Reconnaissance Orbiter, um seine Position ohne die Unterstützung von Bodenstationen zu bestimmen. „Es ist im Grunde ein GPS-ähnliches Peer-to-Peer-System für den Mond“, sagte Cheetham.

Das von Tyvak Nano-Satellite Systems gebaute Raumschiff selbst nennt er einen „12U XL“-CubeSat, einen CubeSat mit 12 Einheiten und einem Funkturm auf der Spitze, der seine Größe erweitert. Es wird auf einer Rocket Lab Electron-Rakete gestartet, die eine Version des Photon-Satellitenbusses dieses Unternehmens verwendet, um die Bühne auf eine Mondbahn zu schicken.

CAPSTONE wird nicht direkt zum Mond fliegen, sondern einem „ballistischen Mondtransfer“ folgen, der ihn bis zu 1,5 Millionen Kilometer weit bringen wird, bevor er in die Mondumlaufbahn zurückkehrt. Dieser Transfer, der etwa drei Monate dauern wird, soll Treibstoff sparen und die Mission mit einem CubeSat, der von einer kleinen Rakete gestartet wird, durchführbar machen.

„Es ist eine Schlüsseltechnologie für CAPSTONE“, sagte Cheetham über diese Entwicklung. „Wir tauschen etwa drei Monate Transferzeit gegen eine deutliche Reduzierung der Kraftstoffmenge, die wir mitbringen müssen.“

Neben der Positionierungsdemonstration wird CAPSTONE dazu beitragen, den Betrieb in der nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn besser zu verstehen, die bisher nicht verwendet wurde. „Das bringt uns wirklich dazu, in diesem NRHO zu arbeiten“, sagte er, einschließlich der Dynamik einer Umlaufbahn, die sowohl von der Erde als auch vom Mond beeinflusst wird. „Es ist eine Fähigkeit, von der wir sehen, dass sie nicht nur für CAPSTONE und Gateway, sondern auch für viele zukünftige Mondmissionen erweitert wird.“

Während CAPSTONE eine von der NASA finanzierte Mission ist, gehört die Raumsonde selbst Advanced Space und wird von ihr betrieben. „Wir betreiben es und stellen die Datenprodukte bereit, die dazu beitragen, Gateway und andere Programme zu informieren“, sagte er. Dazu gehörte, sagte er, das Einholen einer Nutzlastgenehmigung vom Office of Commercial Space Transportation der FAA für einen kommerziellen Start von CAPSTONE.

Weder die NASA noch Advanced Space haben einen konkreten Starttermin für die Mission bekannt gegeben. Im Oktober gab die NASA bekannt, dass der Start der Mission im März 2022 geplant ist, nachdem sie zuvor für das vierte Quartal 2021 geplant war. Rocket Lab sagte damals, dass Sperren in Neuseeland, wo der Start von Electron stattfinden wird, zu der Verzögerung beigetragen haben.

Die NASA listet immer noch einen März-Start für CAPSTONE auf, aber die Mission wird wahrscheinlich später im Frühjahr starten. „Wir liefern in diesem Frühjahr die CAPSTONE-Mission der NASA“, sagte Lars Hoffman, Senior Vice President von Rocket Lab, während einer separaten Präsentation auf der Konferenz am 16. Februar. 

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Eine Mission auf die ich mich schon lange freue bzw. warte.

Eine Mission auf die ich mich schon lange freue bzw. warte. Start hoffentlich in diesem Frühjahr. Die Verschiebung auf März 2022 war echt hart.

Christian Dauck

Quelle: https://spacenews.com/capstone-lunar-cubesat-mission-to-launch-this-spring/


Startverzögerungen, die durch Coronavirus-Lockdowns in Neuseeland verursacht wurden, haben den Start der NASA-Mond-Cubesat-Mission CAPSTONE auf einer Elektronenrakete von Oktober bis März 2022 verzögert. Bildnachweis: NASA/Rocket Lab/Advanced Space/Tyvak Nano-Satellite Systems

Der Start einer NASA-Cubesat-Mission, die die vom Lunar Gateway zu verwendende Umlaufbahn testen wird, ist auf den nächsten März verschoben worden, was auf breitere Startverzögerungen zurückzuführen ist, unter denen Rocket Lab aufgrund der Pandemie gelitten hat.

Das Ames Research Center der NASA twitterte am 13. Oktober, dass es nun den März 2022 für den Start des Raumfahrzeugs Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment (CAPSTONE) anpeilt. CAPSTONE ist ein CubeSat mit 12 Einheiten, der von Advanced Space aus Colorado entwickelt wurde und die Stabilität der nahezu geradlinigen Halo-Umlaufbahn testen wird, der Umlaufbahn, die die NASA für das Mond-Gateway verwenden will.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag nach Kommentaren von NASA-Vertretern beim Wernher-von-Braun-Memorial-Symposium der American Astronautical Society hier. Jim Reuter, stellvertretender NASA-Administrator für Weltraumtechnologie, sagte, die Mission werde nun voraussichtlich „Anfang des nächsten Kalenderjahres“ starten, während Andres Martinez, Programmleiter für Advanced Exploration Systems, den 19. März 2022 als Startdatum angab .

Keiner von beiden diskutierte, warum CAPSTONE verzögert wurde, aber Peter Beck, Chief Executive von Rocket Lab, sagte in einem Interview am 13. Oktober, dass der Zeitplanfehler Teil größerer Verzögerungen in den Startplänen des Unternehmens sei, die durch Coronavirus-Sperren in Neuseeland verursacht wurden, wo das Unternehmen tätig ist seine Starts.

„Das wurde von COVID vorangetrieben“, sagte er über die CAPSTONE-Verzögerung. „Es liegt außerhalb unserer Kontrolle.“

Rocket Lab führte zuletzt am 29. Juli einen Elektronenstart durch und flog eine Mission für die US Space Force. Zu dieser Zeit bereitete das Unternehmen zwischen Ende August und Ende September eine Reihe von drei aufeinanderfolgenden Electron-Satellitenstarts für den Geoinformationsanbieter BlackSky vor, die vom Startdienstunternehmen Spaceflight arrangiert wurden. Das Unternehmen sagte jedoch Anfang September, dass Sperrungen in Neuseeland, die durch eine neue Welle der Pandemie verursacht wurden, diese und andere Elektron-Starts auf Eis gelegt hätten .

Beck sagte, dass die neuseeländische Regierung von den sehr strengen Sperren, die sie verhängt hatte, zu „normaleren“ Sperren übergegangen sei, die die Wiederaufnahme der Weltraumstartaktivitäten ermöglichen. Rocket Lab gab am 11. Oktober bekannt, dass es sich auf aufeinanderfolgende Electron-Starts von BlackSky-Satelliten vorbereitet. Einer ist zwischen dem 11. und 24. November geplant, der zweite frühestens am 27. November.

Das Unternehmen hat den Zeitplan für weitere bevorstehende Electron-Starts nicht bekannt gegeben. Beck merkte an, dass das Unternehmen in einer Gewinnaufforderung im September sagte, es habe fünf Markteinführungen für das vierte Quartal auf dem Programm, aber seine offizielle Prognose als börsennotiertes Unternehmen sei, dass es aufgrund der Kundenbereitschaft und der Kundenbereitschaft nur zwei erwartete die Pandemiesituation in Neuseeland.

Quelle: https://spacenews.com/capstone-launch-delayed-to-march-2022/