Bin sehr zufrieden/Corona-Regeln: Das haben Bund und Länder beschlossen

Ein gemeinsames Bußgeld für Maskenverweigerer, geänderte Reiseregeln und keine großen Events: Die neuen Corona-Regeln sollen bundesweit für mehr Einheitlichkeit sorgen. Was haben Bund und Länder genau beschlossen? Ein Überblick.

Ich bin sehr zufrieden mit all den neuen Corona-Regeln. Vor allem dem der Reiserückkehrer: Kostenlose Tests, Quarantäne nach Risiko-Reisen und ganz besonders der punkt Einkommensausfälle.

Die Mensche die aus Spaß in einem Risiko-Gebiet Urlaub machen schaden bewusst bzw. nehmen es in kauf: andere Menschen zu schaden, sowie der Wirtschaft und dem Steuerzahler zu schaden.

Außerdem finde ich es Ethisch ziemlich fragwürdig in ein Risiko-Gebiet zu fliegen, da aus Spaß Urlaub und Party zu machen, während andere im Krankenhaus um ihr Leben kämpfen und das Krankenhauspersonal alle Hände voll zu tun hat.

Christian Dauck

Bei den Corona-Regeln glich Deutschland zuletzt einem regionalen Flickenteppich. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten diskutierten darüber stundenlang in einer Videoschalte und vereinbarten schließlich eine einheitlichere Linie.

Allerdings wurden sich Bund und Länder nicht in allen Punkten einig – und bei einem der Beschlüsse zieht ein Bundesland nicht mit. Ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen.

Maskenpflicht

Einheitliches Bußgeld: Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht soll bundesweit ein Bußgeld von mindestens 50 Euro fällig werden. Eine Ausnahme gilt für Sachsen-Anhalt: Das Bundesland will die Regel nicht einführen, weil es dort nur wenige Corona-Fälle gibt.

Masken in der Bahn: Die Verkehrsminister sollen prüfen, wie im Regional- und Fernverkehr ein erhöhtes Beförderungsentgeld für Passagiere eingeführt werden kann, die sich nicht an die Maskenpflicht halten. Die Kontrolleure der Bahn sollen die Extrakosten so direkt erheben können.

Reiserückkehrer

Kostenlose Tests: Die Möglichkeit zu kostenlosen Coronavirus-Tests für Reisende, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkommen, soll ab dem 16. September auf Rückkehrer aus Risikogebieten begrenzt werden.

Quarantäne nach Risiko-Reisen: Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, soll die verpflichtende Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beenden können. Die Regelung soll „möglichst ab 1. Oktober“ gelten. Die häusliche Quarantäne soll intensiv kontrolliert werden, bei Verstößen sollen empfindliche Bußgelder drohen. Der Bund will auf die Pflicht zu der 14-tägigen Quarantäne stärker hinweisen – „an den Grenzen und in den Urlaubsgebieten“. Angestrebt wird, dass sich Rückkehrer künftig noch im Risikogebiet testen lassen müssen.

Einkommensausfälle: Bund und Länder wollen erreichen, dass in Zukunft Einkommensausfälle nicht entschädigt werden, wenn Menschen aufgrund einer vermeidbaren Reise in ein Risikogebiet in Quarantäne müssen. Die Region muss dann aber schon bei Reiseantritt als Risikogebiet ausgewiesen sein.

Wer nicht aus einem Risikogebiet kommt, kann sich nur noch bis Mitte September kostenlos testen lassen.

Großveranstaltungen

Veranstaltungsverbot: Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

Sportveranstaltungen: Eine Länder-Arbeitsgruppe soll bis Ende Oktober Regelungen für einen einheitlichen Umgang mit Publikum bei bundesweiten Sportveranstaltungen vorschlagen.

Feste mit Freunden und Familie

Private Feiern: Dazu gibt es in den Bundesländern nach wie vor sehr unterschiedliche Vorstellungen. Auf vom Bund vorgeschlagene einheitliche Obergrenzen für Teilnehmer an privaten Feiern konnten sich die Länder nicht einigen. So gilt etwa in Sachsen und Baden-Württemberg, dass sich bis zu 100 Menschen bei Familienfeiern in einer Gaststätte oder einem angemieteten Raum treffen dürfen. In Schleswig-Holstein sind bei privaten Feiern dagegen nur bis zu 50 Personen erlaubt, in Hamburg dürfen es maximal 25 sein.

Kitas und Schulen

Kinderkrankengeld: Gesetzlich Versicherten mit Anspruch auf Kinderkrankengeld sollen in diesem Jahr fünf zusätzliche Tage zur Betreuung eines kranken Kindes gewährt werden. Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage dafür bekommen.

Schulen: Die Digitalisierung in Schulen soll voran getrieben werden. Der Bund will die Länder mit einem Sofortprogramm von weiteren 500 Millionen Euro unterstützen.

Corona und der Raubbau an der Erde: Auge um Auge, Zahn um Zahn

Schlimm, anstieg der Infektionszahlen in Deutschland und Europa – die 2 Welle. Weltweit 21 Millionen Infizierte und 759.000 Menschen starben. Hoffentlich gibt es in naher Zukunft Konsequenzen für die Länder, wo Wildtiere zum verzehr verkauft werden. Auch die WHO muss reformiert werden. Weltweit 21 Millionen Infizierte und 759.000 tote das muss man sich mal vorstellen, die Zahl der toten kratzt an der Milionenmarke.

Wildtierhandel

Man kann nur hoffen das Deutschland, Europa, sowie Länder weltweit und deren Politiker nach der Pandemie nicht zu Tagesordnung übergehen. Nach dem Motto der Impfstoff ist ja da, dann könne ma ja weiter an der Erde (Klimaveränderung) und den Wildtieren (Verkauf und Verzehr) Raubbau betreiben – ja vielleicht noch sogar erhöhen damit die Wirtschaft in Schwung kommt.

Ausbeutung der Ressourcen

Warum es Corona gibt es doch klar – die Menschheit ist zu gierig auf die Ressourcen der Erde. So sehe ich das und daran halte ich fest. Jetzt gibt es für den Raubbau an der Natur bzw. der Erde die Retourkutsche.

Naturgesetz der Erde: Auge um Auge, Zahn um Zahn: Gleiches wird mit Gleichem vergolten

Corona hält der Menschheit den Spiegel vors Gesicht: Da trifft es dann das Kind, die Mutter, den Vater oder einen anderen verwandten. Oft hört man Corona ist Gnadenlos, heimtückisch, ja auch Corona tötet und raubt jemanden einen geliebten Menschen – aber sind wir denn nicht auch so zur Erde!? Der Raub, die Ausbeutung, das töten den die Menschheit an Tier und Natur begeht.

Brandrodung

Diese Pandemie wird zukünftig in den Schulbüchern und Geschichtsbüchern stehen, man kann nur hoffen das zukünftige Generationen lehren daraus ziehen.

Zumal der 14 jährige Mike und die 10 jährige Lisa in der Schule mit Maske/ die 3 jährige Sarah sowie der 5 jährige Dennis in der Kita, später mit den Schulden der Länder belastet wird – Weltweit. Arbeiten dann aber vielleicht später in Berufen oder politischen positionen die zum Beispiel die Energierwende sowie Klima und Tierschutz voranbringen.

Wenn uns Corona eins lehrt dann ist es mehr Rücksichtnahme und friedliche Koexistenz von Mensch Tier und Natur. Naturschutz und Engergiewende sind sehr wichtig – mehr als vorher!

+++ 12:17 Russland hat mit Impfstoff-Produktion begonnen +++
Russland hat mit der Produktion seines neuen Impfstoffs begonnen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldet. Nach früheren offiziellen Angaben soll der Impfstoff als weltweit erster überhaupt bis zum Monatsende auf dem Markt gebracht werden. Manche Wissenschaftler befürchten, dass die Regierung in Moskau dabei Schnelligkeit vor Sicherheit setzt.

+++ 11:32 30.000 deutsche Pauschalurlauber auf Balearen +++
Derzeit weilen nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) rund 30.000 deutsche Pauschaltouristen auf den Balearen. Mit geschätzt mehr als 90 Prozent dürften die meisten von ihnen auf Mallorca Urlaub machen, sagt DRV-Sprecher Torsten Schäfer. Allerdings gebe es noch keinen Überblick darüber, wie viele Urlauber in den nächsten Tagen vorzeitig abreisen wollen. Am Vorabend hatte die Bundesregierung ihre bisher für einige spanische Regionen geltende Reisewarnung auf das gesamte spanische Festland sowie die Inselgruppe Balearen ausgedehnt.

+++ 10:39 Russland meldet mehr als 5000 weitere Fälle +++
In Russland sind in den vergangenen 24 Stunden weitere 5061 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 917.884. Das ist das vierthöchste Niveau weltweit. 729.411 Menschen werden als genesen registriert. Die Zahl der Toten, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, steigt um 119 auf 15.617.

+++ 09:10 Südkorea meldet so viele neue Fälle wie zuletzt im März +++
Südkorea verzeichnet so viele neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden wie zuletzt Anfang März. Wie der „Guardian“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurden 166 Infektionen gemeldet. In dem Land sind bislang 15.039 Infektionen und 305 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 registriert worden. Die Regierung sieht sich angesichts der jüngsten Zahlen zu strikteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Virus genötigt. In der Hauptstadt Seoul und den angrenzenden Regionen gelten nun wieder schärfere Kontaktbeschränkungen.

+++ 07:10 RKI: 1415 registrierte Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Zahl der bekannten Neuinfektionenin Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämterin Deutschland meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bis zum Morgen1415 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Seit Beginn der Krise habensich mindestens 222.828 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2infiziert, wie das RKI meldet (Datenstand 15.8., 0 Uhr). Seit dem Vortag wurden6 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Toten liegt nach RKI-Angaben nun bei 9231.Bis zum Morgen hatten 200.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 06:16 Mehr als 6 Millionen Infektionen in Lateinamerika +++
In Lateinamerika sind mittlerweile 6.000.005 Corona-Fälle bestätigt, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Es ist die von der Pandemie am schlimmsten betroffene Region. Die Zahl der Toten kletterte auf 237.360.

+++ 02:31 Brasilien registriert mehr als 50.000 Neuinfektionen +++
Brasiliens Gesundheitsministerium meldet 50.644 Neuinfektionen und 1060 weitere Tote. Insgesamt sind in dem Land somit nunmehr 3.275.520 Corona-Fälle bestätigt worden, 106.523 Menschen starben.

+++ 00:31 Weltweit 21 Millionen Infizierte +++
Das Coronavirus ist laut einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters weltweit inzwischen bei mehr als 21 Millionen Menschen nachgewiesen worden. 759.000 Menschen starben demnach.

+++ 22:54 USA melden mehr als 50.000 Neuinfektionen +++
Die US-Seuchenzentren CDC geben 52.799 festgestellte Neuinfektionen und 1169 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,228 Millionen Infektionen und 166.317 Tote verzeichnet.

Problem mit Stromspar-Funktion: Warn-App funktionierte wochenlang kaum

Wichtig: Corona-App auf Version 1.1.1 aktualisieren. Danach bei der Corona App die Einstellungen (rechts auf die 3 Punkte drücken) überprüfen: Priorisierte Hintergrundaktivität sollte auf „AN“ stehen. Wenn nicht, auf diese Option drücken und Aktivieren.

Christian Dauck
Mit der automatischen Aktualisierung alle 24 Stunden gab es bei Millionen Geräten Probleme.

16 Millionen Downloads zählt die Corona-App in Deutschland mittlerweile. Bei einem Großteil der Smartphones soll allerdings die Warnfunktion mehrere Wochen nicht richtig funktioniert haben. Betroffen sind vor allem Geräte zweier Hersteller.

Die deutsche Corona-Warn-App hat auf Millionen Smartphones mit Android-Betriebssystem wochenlang nur schlecht oder gar nicht funktioniert. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Nutzer etwa von Samsung- oder Huawei-Handys seien im Zweifel nicht oder zu spät gewarnt worden, berichtete das Blatt. Grund sei, dass sich auf Smartphones mit Android-Betriebssystem die notwendige stetige Hintergrundaktualisierung der Warn-App bislang automatisch ausstellte, solange die App nicht geöffnet war. Das sollte Handy-Strom sparen.

Ein Sprecher der Softwarefirma SAP, die die App mitentwickelt hatte, sagte der Zeitung: „Es gab in der Tat ein Problem mit früheren Versionen der Corona-Warn-App in Sachen Hintergrundaktualisierung auf Android-Geräten.“ Auch das Robert-Koch-Institut, das die App herausgibt, sagte der Zeitung: „Der automatische Abgleich im Hintergrund wurde von einem Teil von Android-Smartphones unterbunden.“

Das Gesundheitsministerium verwies dem Bericht zufolge auf eine neue Version der App, die am 22. Juli herauskam: „Mit der Version 1.1.1 ist das Problem behoben.“ Über einen „Schieberegler“ lasse sich die App dauerhaft scharf schalten.

https://www.n-tv.de/panorama/Warn-App-funktionierte-wochenlang-kaum-article21930329.html

Corona-Expedition: WHO-Experten wollen in China den Ursprung des Virus ermitteln

WHO – Weltgesundheitsorganisation

+++ Dienstag 07.07.2020: WHO-Experten reisen nach China zur Ursprungsforschung +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt am Wochenende Experten nach China, um die Herkunft des Coronavirus zu untersuchen. Die geplante Studie soll insbesondere klären, wie das Virus von Tieren auf den Menschen übergesprungen sei. WHO-Experte Mike Ryan sagt in Genf vor der Presse, die Untersuchung solle in der zentralchinesischen Stadt Wuhan beginnen, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt. Zuvor hatte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärt, der Coronavirus-Ausbruch beschleunige sich. Der Höhepunkt der Pandemie sei noch nicht erreicht. Die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi teilte mit, es gebe eine wachsende Wahrscheinlichkeit, dass das Virus durch die Luft übertragen werde.


Mit sehr viel Interesse lese ich jeden Abend den Corona News-Blog:

Ich freue mich sehr darüber das die WHO ein internationales Team von Experten nach China reisen lässt. Um die tierische Quelle von COVID-19-Infektionen zu identifizieren. Bislang existieren zum Ursprung der Pandemie lediglich Hypothesen.

Nur schade das es so lange gedauert hat, hoffentlich geht es nun auch ohne Verzögerungen los.

Wünsche dem internationalen WHO-Experten Team viel Glück und Erfolg bei der Spurensuche. Und bin sehr gespannt auf die interessanten und spannenden Forschungsergebnisse in ein paar Jahren, dieser Corona-Expedition.

Damit die Länder und deren Politiker weltweit auch hoffentlich lehren und Konsequenzen aus der Corona-Pandemie ziehen, besonders im Hinblick auf Klima, Umwelt und Tierschutz sowie Wildtiermärkte/Wildtierhandel.

Christian Dauck


WHO: Ausmaß von Luftübertragung von Coronaviren noch unklar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sehr zurückhaltend auf einen Vorstoß von Experten reagiert, die das Übertragungsrisiko des Coronavirus in der Luft für unterschätzt halten. Die WHO sei aufgeschlossen gegenüber neuen Datenlagen in diesem Feld, müsse aber sehr behutsam vorgehen, bevor sie Schlüsse ziehe, sagte die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi. Es gebe nichts zu rütteln an den bestehenden Empfehlungen, die Abstand vorsehen sowie das Tragen von Masken. Rund 240 Wissenschaftler hatten zuvor Gesundheitsbehörden vorgeworfen, in ihren Empfehlungen das Ansteckungsrisiko durch kleinste Teilchen in der Luft, sogenannte Aerosole, zu vernachlässigen.


WHO-Experten wollen in China den Ursprung des Virus ermitteln

Experten der WHO reisen an diesem Wochenende nach China, um sich auf eine internationale Mission zur Identifizierung der tierischen Quelle von COVID-19-Infektionen vorzubereiten, sagte der Leiter der Weltgesundheitsorganisation am Dienstag.

Nach Angaben des WHO-Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus seien alle Vorbereitungen abgeschlossen. „WHO-Experten reisen dieses Wochenende nach China, um mit der chinesischen Seite wissenschaftliche Pläne auszuarbeiten, damit die zoonotische Quelle der Krankheit identifiziert werden kann“, sagte er.

Tedros führte näher aus, dass die Experten den Umfang und die Bedingungen einer WHO-geführten internationalen Mission entwickeln werden, dessen Ziel es ist, das Verständnis für tierische Wirte von COVID-19 zu identifizieren und zu ermitteln, wie diese Krankheit von Tieren auf Menschen übertragen wird.

„Die Ermittlung des Ursprungs für diese Viruserkrankung hat sich bei früheren Epidemien in verschiedenen Ländern als komplex herausgestellt. Eine gut geplante Serie von wissenschaftlichen Forschungen wird das Verständnis von tierischen Virusreservoirs sowie den Übertragungsweg zum Menschen vertiefen“, schrieb Tedros nach dem Medienbriefing auf Twitter. „Dieser Prozess ist ein sich entwickelndes Unterfangen, das zu weiterer internationaler Forschung und Kooperation führen könnte“, so Tedros weiter.

Michael Ryan, Exekutivdirektor des WHO-Gesundheitsnotfallprogramms, sagte auf dem Pressebriefing, das Antworten auf die Suche nach der zoonotischen Quelle einer Krankheit manchmal trügerisch sein könnten, beispielsweise bei Ebola, MERS oder SARS, bei denen es recht lange gedauert und es einen akribischen und multisektoralen Ansatz erfordert habe.

Im Falle von COVID-19 könnte die Suche nach dem tierischen Ursprung die wildlebenden Tiere, domestizierte Tiere und die Interaktion zwischen diesen Tieren und den Menschen umfassen.

„Es ist extrem wichtig, zu verstehen, wie das Virus in die menschliche Population gelangt ist, doch die Suche nach den Antworten ist nicht immer ein geradliniger Prozess“, sagte er.

Orginalmeldung: http://german.china.org.cn/txt/2020-07/08/content_76250546.htm


Chinas Außenamt: WHO-Experten werden an Identifizierung der COVID-19-Quelle in Beijing teilnehmen

Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian hat am Mittwoch bestätigt, dass die chinesische Regierung nach Konsultation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) WHO-Experten erlauben werde, nach Beijing zu reisen und mit den chinesischen Wissenschaftlern und medizinischen Experten bei der Identifizierung der zoonotischen Quelle des neuartigen Coronavirus zusammenzuarbeiten.

China und die WHO hätten einen Grundkonsens, die Identifizierung der Quelle des Virus sei eine ernsthafte und komplizierte wissenschaftliche Frage, so Zhao weiter. Die Wissenschaftler sollten die Erforschung und Zusammenarbeit in der ganzen Welt durchführen. Die WHO sei auch der Ansicht, dass die Identifizierung ein kontinuierlicher Prozess sei und mehrere Länder und Regionen betreffen könne. Die Organisation werde je nach Bedarf ähnliche Besuche in anderen Ländern und Regionen durchführen.

Der Sprecher sagte weiter, wie Staatspräsident Xi Jinping auf der Eröffnung der 73. WHO-Konferenz betonte, werde die chinesische Seite die Wissenschaftler aller Länder weiter unterstützen, den Ursprung und die Verbreitungswege des Virus zu erforschen.

Seit dem Ausbruch der COVID-19-Epidemie hätte China sich mit der WHO ständig ausgetauscht und zusammengearbeitet. Die WHO hatte angekündigt, dass ihre Experten nach China kommen und mit den chinesischen Experten zusammenarbeiten werden. Beide Seiten würden den Arbeitsbereich und die Arbeitsaufgaben eines von der WHO geleiteten internationalen Expertenteams festlegen, so der chinesische Sprecher.


Ursprung der Pandemie

Woher kommt das neuartige Coronavirus? Bislang gibt es nur Hypothesen zum Ursprung der Pandemie. Das soll sich nun ändern – was aber dauern könnte.

Die Weltgesundheitsorganisation will den Ursprung der Corona-Pandemie wissenschaftlich erforschen lassen. Am Wochenende sollen Experten aus der Genfer WHO-Zentrale nach China reisen, um dort mit Kollegen des chinesischen WHO-Teams und chinesischen Wissenschaftlern eine Studie zu konzipieren, die herausfinden soll, wie das Virus von Tieren auf Menschen übergesprungen ist. Das gab WHO-Exekutivdirektor Michael Ryan am Dienstagabend in Genf bekannt.

Beginnen soll die Untersuchung in der zentralchinesischen Stadt Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt. Nach Angaben der chinesischen Behörden trat das Virus dort im vergangenen Winter erstmals bei Menschen auf und verursachte teils schwere Lungenentzündungen. Es handele sich um „Detektivarbeit“, sagte Ryan, die Jahre, möglicherweise Jahrzehnte in Anspruch nehmen werde.

Das Ziel sei, den Pfad, den das Virus vom Tier zum Menschen genommen habe, möglichst genau zurückzuverfolgen und inklusive aller Zwischenwirte nachzuzeichnen. Man hoffe, auf diese Weise die Übertragungswege besser verstehen und sich gegen künftige Erreger und Risiken wappnen zu können. Bislang existieren zum Ursprung der Pandemie lediglich Hypothesen.

Er sei sicher, dass „unsere wissenschaftlichen Kollegen in China bestrebt sind“, das Rätsel um die Herkunft des Virus gemeinsam zu knacken. Tatsächlich ist die WHO auf die Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft, aber auch mit den Behörden in China angewiesen. Ihr eigenes Expertenteam, präzisierte eine WHO-Sprecherin gegenüber der taz, bestehe aus insgesamt lediglich zwei Personen aus der WHO-Zentrale: einem Epidemiologen und einem Experten für Tiergesundheit.

Unterstützt würden die beiden Wissenschaftler vor Ort vom WHO-Team in China. Die Frage, ob die chinesische Regierung Mitsprache hatte bei der Auswahl der Wissenschaftler, die die WHO nun nach China entsendet, ließ die Sprecherin unbeantwortet. Ebenfalls keine Angaben machte die WHO, welche Unterlagen ihre Forscher überhaupt werden einsehen und zu welchen Instituten und Laboren in China sie Zugang haben werden.

Bisherige Untersuchungen deuten auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Darauf verweisen wissenschaftliche Institutionen wie das Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, und das Forschungsnetz Zoonotische Infektionskrankheiten, ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der sich mit Infektionskrankheiten beschäftigt, die von Bakterien, Parasiten, Pilzen oder Viren verursacht und wechselseitig zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können.

Unklar ist jedoch, ob das Virus direkt von den Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde oder ob eine weitere Tierart, etwa Marderhunde oder Malaysische Schuppentiere, dem Virus als Zwischenwirt diente.

Virus wohl von Fledermäusen

Daneben gibt es Mutmaßungen, geäußert unter anderem Anfang Mai von US-Außenminister Mike Pompeo, dass die Pandemie in einem Hochsicherheitslabor in der Stadt Wuhan ihren Anfang genommen haben könnte. Dieser Hypothese haben sowohl die chinesische Regierung als auch der US-Regierungsberater und Immunologe Anthony Fauci widersprochen.

Fauci sagte unlängst gegenüber dem Magazin National Geographic, es sei unwahrscheinlich, dass das Virus aus dem Labor entwichen sei. Der Forschungsstand deute vielmehr darauf hin, dass das Virus durch natürliche Evolutionsprozesse entstanden sei und die Artengrenze überwunden habe.

Diese These vertritt auch die chinesische Wissenschaftlerin Shi Zhengli, Leiterin des Zentrums für neu auftretende Infektionskrankheiten am Institut für Virologie Wuhan der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Shi forscht seit Jahren zu Coronaviren aus Fledermäusen; 2017 hatten sie und ihr Team entdeckt, dass das SARS-Coronavirus, das – vereinfacht gesagt – verwandt ist mit dem aktuell zirkulierenden SARS-Cov-2, mit großer Wahrscheinlichkeit aus einer Fledermauspopulation in der chinesischen Provinz Yunnan stammt. Nach bisherigen Erkenntnissen, so Shi, weise das Genom von Sars-Cov-2 auch keine Spuren menschlicher Manipulation auf.

Originalmeldung: https://taz.de/WHO-schickt-Corona-Experten-nach-China/!5694252/

Ende einer Ära: Lufthansa steigt aus dem DAX ab

Lufthansa-Flugzeuge stehen während der Corona-Krise in Frankfurt am Boden© Adobe Stock / Lukas Wunderlich

Nach fast genau 32 Jahren ist vorerst Schluss: Die Lufthansa steigt aus dem DAX ab.

Von diesem Montag (22.6.) an wird Deutschlands größte Fluggesellschaft im MDAX der mittelgroßen Werte gehandelt. Ihren Platz im Deutschen Aktienindex übernimmt die Deutsche Wohnen. Das Berliner Unternehmen ist der zweite Immobilienkonzern im DAX nach Vonovia. Die Bundeshauptstadt bekommt damit wieder einen Vertreter unter den 30 Konzernen im deutschen Leitindex.

Die Deutsche Börse überprüft regelmäßig die Zusammensetzung ihrer Aktienindizes. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 DAX-Konzerne sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung) eines Unternehmens.

In der Corona-Krise war die Lufthansa schwer unter Druck geraten, der Aktienkurs der Fluggesellschaft brach ein. Ein rund neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket soll das Unternehmen stabilisieren, Konzernchef Carsten Spohr hat die Belegschaft auf harte Einschnitte eingestimmt. Tausende Jobs in dem Konzern mit etwa 138.000 Beschäftigten stehen auf der Kippe.

Die Bundeshauptstadt bekommt mit dem Aufstieg der Deutschen Wohnen 14 Jahre nach der Schering-Übernahme durch Bayer wieder einen Vertreter in der ersten deutschen Börsenliga. Deutschlands zweitgrößter privater Vermieter mit bundesweit 160.000 Wohnungen wertete den DAX-Aufstieg als Beleg für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre. Angesichts steigender Mieten steht die Deutsche Wohnen vor allem in Berlin in der Kritik. Mietervertreter fürchten, dass der Druck auf Mieter mit dem DAX-Aufstieg zunehmen wird.

Mit ihrem DAX-Abstieg ist die Deutsche Lufthansa AG in namhafter Gesellschaft: Im September 2019 musste das Industrie-Urgestein thyssenkrupp den Top-Börsenindex verlassen, ein Jahr zuvor erwischte es die Commerzbank, die ausgerechnet dem in Turbulenzen geratenen Zahlungsabwickler Wirecard Platz machen musste. Auch thyssen und die Commerzbank gehörten zum Kreis der 15 Gesellschaften, die seit dem Start des DAX am 1. Juli 1988 bis dahin ohne Unterbrechung in dem Index gelistet waren.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETFs). Dort muss dann umgeschichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat. Die Zugehörigkeit zum DAX ist aber auch eine Frage von Prestige: Gerade für internationale Investoren ist das wichtigste deutsche Börsenbarometer das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft./ben/DP/fba

FRANKFURT (dpa-AFX)

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/nach-32-jahren-ende-einer-aera-lufthansa-steigt-aus-dem-dax-ab-8992971

Entscheidende Woche für Lufthansa

Die kommende Woche wird für Lufthansa allerdings entscheidend für die weitere Zukunft des Luftfahrt-Konzerns.

Mit der Corona-Pandemie ist der Luftverkehr weltweit eingebrochen, nur ein kleiner Teil der Lufthansa-Flotte hebt derzeit zu Reisezielen ab. Schnell schwinden daher die Barreserven der größten deutschen Airline.

Um den Konzern zu retten, hat der Bund ein neun Milliarden Euro schweres Rettungspaket beschlossen. Dem müssen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung an diesem Donnerstag (25. Juni) noch zustimmen.

Vorstandschef Spohr will den Anteilseignern zudem ein Sparkonzept präsentieren. Es droht ein großer Stellenabbau. Den rechnerischen Überhang in der Corona-Krise beziffert der Konzern auf 22.000 Vollzeitstellen, die Hälfte entfalle auf Deutschland. Wie tief die Einschnitte ausfallen, wird mit den Gewerkschaften verhandelt. Auch damit stehen der Lufthansa ereignisreiche Tage bevor.

Heinz Hermann Thiele, Mehrheitsaktionär und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG (Foto undatiert).Foto: © dpa, Privat/dpa

Die entscheidende Rolle bei der Hauptversammlung liegt beim Unternehmer Heinz Hermann Thiele (79). Er hat zuletzt seinen Lufthansa-Anteil auf mehr als 15 Prozent aufgestockt. Die Airline fürchtet, dass er den staatlichen Rettungsplan blockieren könnte. Thiele wolle an diesem Montagmorgen mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Lufthansa-Chef Spohr über das Rettungspaket sprechen, schrieb die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf eigene Informationen.

Thiele hat das Paket kritisiert, vor allem den geplanten Einstieg des Bundes. „Ich bin der festen Überzeugung, dass der Staat nicht der beste Unternehmer ist“, so der Unternehmer in einem Interview. Sein Stimmverhalten auf der Hauptversammlung ließ Thiele offen. „Ich werde aber sicherlich hier nicht blockieren oder ausbremsen“, sagte der Unternehmer, der Hauptaktionär beim Bremsen-Spezialist Knorr-Bremse ist. Er hoffe vielmehr, dass noch zuvor etwas bewirkt und in Bewegung gebracht werden könne.

Angesichts der Kritik von Thiele hält es der Lufthansa-Vorstand für möglich, dass das Rettungspaket an einer möglicherweise nötigen Zweidrittelmehrheit scheitern könnte. Das Management appellierte daher an die Aktionäre, ihr Stimmrecht wahrzunehmen.

Auch die Gewerkschaften sind alarmiert. Die Aktionäre hätten eine Verantwortung, betonte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Diese würden „über die Zukunft des Konzerns und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitentscheiden“. Auch die Pilotengewerkschaft VC forderte die Aktionäre auf, für die Staatshilfe zu stimmen. „Ein Schutzschirmverfahren wäre hingegen unkalkulierbar“, warnte sie.

https://www.airliners.de/ende-aera-lufthansa-dax/56077

Corona-Warn-App: Online

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist in der Nacht zu Montag im den App Store von Google veröffentlicht worden. Bitte alle fleißig installieren und mithelfen.

Unterstützt uns im Kampf gegen Corona

Die Corona-Warn-App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können wir Infektionsketten schneller unterbrechen. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich. 

Mehr auf: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Die Seite ist sehr Informativ. Die Stunden vor der Veröffentlichung hab ich damit verbracht mir die Hashtags #CoronaApp und #CoronaWarnApp auf Twitter durchzulesen, 99% schreiben einen Müll über diese klasse App. Von Überwachung, Zugriff der Sicherheitsbehörden und sonstigen Verschwörungstheorien ist die Rede, wie etwa: Corona gibt es um die App unter die Menschen zu bringen usw. Das ging den ganzen Tag bis in die späte Nacht so. Später hat sich dann noch jemand über die Gesundheitsschädliche Strahlung von Bluetooth beschwert un das er sie deshalb nicht installiert. Köstlich – ich konnte nicht mehr vor Lachen.

Benutzen aber Twitter, Facebook und andere Sozial-Media. Haben ein Smartphone und einen Computer zu Hause mit Internetanschluss bei einen Provider. Einer dümmer als der Andere, das mag ich so an Twitter – sehr amüsant. Ich muss wohl nicht erwähnen was das für Leute sind – Die üblichen Spitzbuben die sich für „besonders schlau halten“.

Einer wie ich der sich im Interne und den Sozial-Media bildetet, weiß es natürlich besser:

Gesetz gegen Hasskriminalität im Netz soll verabschiedet werden

Diese Woche soll das im Dezember von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) vorgelegte „Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität“ dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Rechtspolitiker der Koalition und das Justizministerium seien sich über den Entwurf mittlerweile einig, sagte der SPD-Abgeordnete Johannes Fechner der Deutschen Presse-Agentur. 

Es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf am Donnerstag eine Mehrheit findet. Das heißt jedoch nicht, dass er nicht auch auf Kritik träfe: Datenschützer fürchten, dass der Entwurf an mehreren Stellen über sein Ziel hinausschieße. Kritisiert wird beispielsweise die Meldepflicht für Diensteanbieter. Die sollen die Daten ihnen gemeldeter Nutzer künftig an das BKA weiterreichen – und zwar die von Tätern wie Opfern.

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gesetz-gegen-hasskriminalitaet-im-netz-soll-verabschiedet-werden-a-2e0d23d2-fcc7-44e6-9650-5de80c9a45b0

Beobachte dieses Gesetzgebungsverfahren sehr interessiert und aufmerksam.

Das neue NetzDG wird Super. Alles klar der Staat braucht da natürlich dann diese Corona-App um…. Ich lach mich Kaputt. Ich bin ein absoluter Fan des neuen NetzDg. Das wir super auf Twitter, wie sich unsere Pappenheimer aufregen. Natürlich wieder Am PC, Smartphone über einen Internet-Provider auf Twitter, Facebook und Co, ob Sie ihre Accounts wohl löschen werden.

Bin gespannt wie sich diese selbst ernannten „Volks-Aufklärer“ auf Twitter über das Thema NetzDG aufregen, ich lese da immer ganz amüsiert mit – Es ist sehr köstlich für mich weil ich auch solche Gesetze natürlich stehe bzw. Absolut begeistert bin. Wenn das durch ist, wird das gefeiert – Freue mich schon drauf.

Es ist schlimm geworden was im Netz ab geht und wollen noch mit der Polizei auf Twiter darüber diskutieren – Unglaublich was ich da alles schon für Sachen gelesen habe über all die Jahre – widerlich und unerträglich diese User.

Kommende Woche soll sie erscheinen: die Corona-Warn-App für Deutschland.

Lange hat sie gebraucht, kommende Woche soll sie erscheinen: die Corona-Warn-App für Deutschland. Der TÜV hält die App für stabil und sicher. Auch bei den von Anfang an bestehenden Sorgen vor Datenmissbrauch wird beruhigt.

Freue mich schon darauf und wird natürlich Installiert. Aus Technischer Sicht bin ich begeistert von der App und helfen wird sie auch. Wenn Sie kommende Woche erscheint, kommt sie gerade noch so, rechtzeitig.

Außerdem haben wir dann so eine App, die zwar Corona-App heißt, die man aber auch später bzw. für zukünftige Pandemien nutzen kann. Da hat man wenigstens ein Gerüst auf das man aufbauen kann, die Entwickler und Unternehmen haben Erfahrung gesammelt – gut für die nächste Pandemie. Und eine nachhaltige Investition von Bund.

Christian Dauck

Die für kommende Woche erwartete Corona-Warn-App des Bundes wird nach Einschätzung des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik stabil und sicher laufen, ohne die Anwender auszuspionieren. Das habe eine Prüfung der App ergeben, die man im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unternommen habe, sagte TÜV-IT-Chef Dirk Kretzschmar der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Überprüfung der App habe man auch kontrolliert, ob Unbefugte Daten abgreifen könnten. „Das ist nicht der Fall. Die Anwender müssen keine Angst vor Überwachung haben.“ Die Entwickler von SAP und T-Systems hätten auch sichergestellt, dass niemand über die App Zugriff auf andere Daten bekomme.

Frühe Versionen der App seien noch instabil gewesen, sagte Kretzschmar weiter. „Die Tester hatten zum Schluss aber ein sehr positives Bild, weil inzwischen alles sehr stabil läuft. Sie waren auch ziemlich begeistert davon, wie schnell und in welcher Qualität die Entwickler auf noch entdeckte Schwachstellen reagiert haben.“

Bei dem Prüfprozess habe man sich auch intensiv mit der Frage beschäftigt, wie in der App die Eingabe einer Infektion abgesichert werden solle. Diese erfolgt über einen QR-Code aus dem Testlabor oder mit Hilfe einer TAN, die der Betroffene von einer Telefon-Hotline erhält. Hier sei es zum Beispiel darum gegangen, ein sicheres Verfahren anzuwenden, bei dem die TAN nicht leicht erraten oder die Status-Eingabe durch einen „Brute-Force-Angriff“ durch massenhafte Eingaben erzwungen werden kann.

Die offizielle deutsche App setzt auf den Smartphone-Schnittstellen von Apple und Google auf und wurde von SAP und der Deutschen Telekom entwickelt. Die App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen und Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Die App erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind und warnt dann Nutzer, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

Corona-Warn-App: So funktioniert sie

Wird ein Nutzer positiv getestet und dieser Status in der App erfasst, sollen andere Anwender informiert werden, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Aus Regierungskreisen hieß es weiter, die App sei nur ein Baustein in der Bekämpfung der Pandemie und kein Allheilmittel. Die Verwendung sei vollkommen freiwillig, der Programmcode als „Open Source“ völlig transparent.

Nach der Veröffentlichung der App soll die Anwendung in den kommenden Wochen immer wieder optimiert und aktualisiert werden. Dabei soll insbesondere die Funktionsweise über Ländergrenzen hinweg eine große Rolle spielen. Nachbarstaaten wie die Niederlande, die Schweiz und Österreich setzen wie Deutschland auf das von Google und Apple vorgegebene Konzept einer dezentralen Speicherung der anonymisierten Kontaktdaten auf den Smartphones selbst. Nur die Liste der anonymisierten IDs der Infizierten wird auf einem zentralen Server zum Abruf durch die Smartphones vorgehalten.

Frankreich hingegen hat sich für eine zentrale Speicherung der Kontaktdaten entschieden und von dem technischen Konzept von Google und Apple abgegrenzt. Hier werde es schwierig sein, eine grenzübergreifende Kompatibilität herzustellen, hieß es.

Die Veröffentlichung der App ist für die kommende Woche geplant, hatte zuletzt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt. Bis zum Start der App laufen noch Tests durch SAP und die Deutsche Telekom, an der auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beteiligt ist. Hier geht es vor allem um Datensicherheit, also beispielsweise um die Frage, ob Hacker Daten abgreifen können oder mit Attacken das Backend-System lahmlegen können.

Brief an Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie

Heute einen Brief an das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie geschrieben:

Brief an Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie

Wie war mein Tag heute sonst: Spazieren gewesen. Anime geschaut und zum Ende des Tages Downloade ich mir noch dass Final Fantasy 7 Remake. Gestern und heute Abend schaue ich Edgar-Wallace-Filme auf Netflix an.

Ich hab eine Arbeitsmaßnahme beantragt (keine klassische WfbM). Erstmal was mit Computern aber das Ziel ist ein Außenpraktikum, Ideen sind Museum, Hochschulen usw. Was sich Forschung und Wissensschaft widmet. Das könnten gebiete wie Tiere, Mikroorganismen und Erdentstehung sein.

Im Gegensatz zu meinen Kollegen Bundesweit in den WfbMs, gehe ich viel spannerenden und interessanten: Themen, fragen und Projekten aus Raumfahrt, Astrobiologie und Biologie nach.

Meine Behinderten – Kollegen Bundesweit, kümmern sich viel lieber um ihre Schulden, Sucht, Kriminalität und ihren Psychischen Problemen. Ist doch total öde und langweilig. Verstehe ich nicht wie man so seinen Tag verbringen kann.

Ich gehe meine Hobbys und Interessen nach, nebenbei kann ich das Leben genießen mit dingen die auch mal Geld kosten. Wenn ich dann noch eine passende Arbeit (Forschung und Wissensschaft) hätte, wäre es perfekt.

Quanten-Cloud soll den Kampf gegen COVID-19 unterstützen

Das Forschungszentrum Jülich hat sich gemeinsam mit mehreren anderen internationalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen einer Initiative des kanadischen Quantencomputerherstellers D-Wave Systems Inc. angeschlossen, um Forscherinnen und Forscher bei der Entwicklung von Lösungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu unterstützen. D-Wave verschafft Nutzern, die zu COVID-19 forschen, auf diese Weise ab sofort freien Zugang zu Quantencomputersystemen.

Auf so eine Meldung hab ich gewartet. Auf so eine Idee muss doch jemand kommen, ich kann doch nicht der einzige sein. Immer mal wieder nach gegoogelt (Quantencomputer) und da ist sie (Schmunzel). Freut mich sehr als Asperger-Autist.

D-Wave: Anwender erhalten heute freien Zugang zu Quantencomputern von D-Wave

Bei der Umsetzung helfen Ingenieurteams der beteiligten Partner, zu denen neben dem Forschungszentrum Jülich auch Cineca,DensoKyocera CorporationKyocera Communication SystemsMDR CorporationMenten AINEC Solution Innovators Ltd.OTI Lumionics, das QAR-Lab der LMU MünchenSigma-i, die Universität Tōhoku und Volkswagen gehören.

Die Initiative geht auf eine Forderung der kanadischen Regierung nach sektorübergreifenden Lösungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurück. Anwender erhalten damit ab heute freien Zugang zu Quantencomputern von D-Wave über den Quanten-Cloud-Service „Leap“, der in 35 Ländern Nordamerikas, Europas und Asien verfügbar ist.

Ziel ist es insbesondere, hybride quanten-klassische Berechnungen auf D-Waves Quantencomputern und konventionellen digitalen Superrechnern durchzuführen, um verschiedene Probleme im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise anzugehen. Potenzielle Anwendungen sind die Analyse neuer Diagnosemethoden in der Medizin, die hochaufgelöste Modellierung der Ausbreitung des Virus sowie eine Optimierung der Logistik, beispielsweise von Versorgungsketten und Abläufen in Krankenhäusern.

Alan Baratz, CEO von D-Wave, sagt: „Wir durchleben eine beispiellose Krise, die fast jede Branche und Bevölkerung betrifft. Für eine Reaktion auf diese Pandemie sind Kreativität und neue Ansätze zur Lösung von Problemen erforderlich. Indem wir die Expertise unserer Kunden und Partner mit dem hybriden Quantencomputing kombinieren, haben wir, so glauben wir, eine potenziell leistungsstarke Ressource geschaffen, mit der Einzelpersonen, Organisationen und Regierungen auf der ganzen Welt flexibel und kooperativ Lösungen entwickeln können.“ D-Wave, seine Partner und Kunden verfügten über signifikante Expertise auf dem Gebiet des Quantencomputing. „Unser Ziel ist es, die Rechenkapazitäten über die Grenzen einzelner Disziplinen, Branchen und Regionen hinweg zu erweitern und dazu beizutragen, dass das Fachwissen aus der Community in der komplexen und dynamischen COVID-19-Situation zum Tragen kommt.“

Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) arbeitet mit D-Wave seit Oktober 2019 im Rahmen der Jülicher Nutzer-Infrastruktur für Quantencomputing, kurz: „Juniq“, zusammen. Die Quantencomputing-Plattform wurde gegründet, um deutschen und europäischen Nutzern Zugang zu einer Reihe verschiedener Quantencomputer zu verschaffen. Das erste dieser Systeme ist ein Quantenannealer von D-Wave, der damit erstmals für europäische Nutzer über den Quanten-Cloud-Service Leap von D-Wave verfügbar wird.

Professor Kristel Michielsen vom Jülich Supercomputing Centre, erläutert, warum gerade Quantencomputer-System wie das von D-Wave im Einsatz gegen den Virus nützlich sein könnten: „Hybride quantenklassische Computersimulationen scheinen ein vielversprechender Ansatz zu sein, um die Lösung komplexer Probleme in der Pharmakologie und Epidemiologie, wie sie etwa in der gegenwärtigen COVID-19-Krise auftreten, zu beschleunigen.“ Zu Vorgehen erläutert sie: „Um die Leistung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und Optimierung effizient auszuschöpfen, integrieren wir das D-Wave-System in unsere modulare Supercomputer-Umgebung, sodass es in einem hybriden Modus gemeinsam mit klassischen Supercomputern genutzt werden kann.“

IBM: Cloud-Zugriff ab 1. April 2020 auf die weltweit größte Gruppe von IBM Quantenrechnern

Bereits zum 1. April 2020 erhalten interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen durch die Fraunhofer-Gesellschaft über die Cloud-Zugriff auf die weltweit größte Gruppe von IBM Quantenrechnern, die derzeit 15 Systeme umfasst und im US-Bundesstaat New York installiert ist. IBM bietet im Rahmen der getroffenen Vereinbarung Fraunhofer zudem technische Unterstützung und Hilfe bei der Nutzung des IBM Q Systems.

Kann sich die Fraunhofer-Gesellschaft ein beispiel dran nehmen, ist doch eine gute Idee wenn man schon über die Cloud Zugang zu Quantencomputern hat.

Lehren aus Corona für Mensch und Wirtschaft?!

Weltweite Corona-Krise: Neu, aber nicht beispiellos

Tolle Artikel wie ich finde. Die sollten zum Nachdenken und umdenken anregen. Der Mensch ist selbstverantwortlich für Pandemien und Epidemien: Menschen dringen durch Rodung immer weiter in Urwälder vor, holzen Sie ab. Exotische Tiere werden rücksichtslos verspeist und auf märkten gehandelt. Nicht nur die Wirtschaft ist rücksichtslos auch die Luftfahrtbranche, maximaler Profit ging über alles, so lange man im nationalen und internationalen Luftverkehr konnte.

Corona-Lehre: Auf die Wissenschaftler hören!

Seit der Coronavirus-Krise sind Wissenschaftler gefragte Interviewpartner. Wir erwarten Hilfe von ihnen, Lösungen des Problems. Aber sind wir bereit, den Empfehlungen der Wissenschaftler zu folgen? Klimaforscher würden hier mit einem lauten „Nein“ antworten.

Ein Kommentar von „Spiegel“-Redakteurin Annette BruhnsWir sind zerbrechlicher, als wir dachten, meint „Spiegel“-Redakteurin Annette Bruhns.

Schon mal etwas vom West-Nil-Fieber gehört? Eine Stechmücke überträgt das Virus. Es befällt hauptsächlich Vögel, aber auch Säugetiere. Bei Menschen verläuft die Krankheit zu 80 Prozent beschwerdefrei. Jeder fünfte Infizierte entwickelt grippeähnliche Symptome, ein Prozent erkrankt schwer. Bei ihnen kann West-Nil-Fieber sogar tödlich enden.

Das Coronavirus ist uns auf die Pelle gerückt

Sind Sie noch da? Vor ein paar Wochen noch hätten Sie jetzt wohl abgeschaltet. Ein tropisches Virus mit verschwindend geringer Mortalität – was ging uns das schon an? Selbst als China im Januar die Millionenstadt Wuhan absperrte, hielten wir Seuchen aller Art für sehr ferne, um nicht zu sagen mittelalterliche Gefahren.

Jetzt ist uns Corona auf die Pelle gerückt. Das Virus ist nicht mehr in China, Iran, Italien – sondern im Johanneum-Gymnasium in Lüneburg oder im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Johannes B. Kerner und Friedrich Merz sind infiziert, die Mutter einer lieben Freundin liegt danieder. Völlig unbemerkt von den meisten ist auch das West-Nil-Virus weltweit auf dem Vormarsch. Sogar in Deutschland infizieren sich inzwischen Menschen mit dem Fieber, gegen das es keine Impfung gibt. Ein Grund dafür: die Erderwärmung. Ein weiterer, vermuteter Grund: Gen-Mutationen. Ein dritter: die Globalisierung.

Auch andere tropische Viren verbreiten sich

Den Sprung über den Atlantik schaffte das West-Nil-Virus wahrscheinlich über in die USA eingeschmuggelte tropische Vögel. 1999 kam es zum großen Vogelsterben in einem New Yorker Zoo. Anwohner bekamen Fieber, sieben Menschen starben. Inzwischen infizieren sich alljährlich Hunderttausende, schätzen Ärzte, der Großteil von ihnen freilich unbemerkt. Für 167 Betroffene in den USA endete die Infektion vorletztes Jahr indes tödlich. Auch unter Griechen, Italienern und Rumänen wütet das Vogelvirus. Im Jahr 2018 wurden europaweit 180 Todesfälle durch West-Nil-Fieber registriert.

Nicht nur Klimaforscher halten die steigenden Temperaturen für eine Ursache der hierzulande neuen Seuche. Vor einem halben Jahr schlugen Virologen vom Bernhard-Nocht-Institut Alarm. Von Stechmücken übertragene Krankheiten, forderten die Hamburger Forscher, müssten dringend auch nördlich der Alpen überwacht werden. Mit der Ankunft der Asiatischen Tigermücke in Bayern verbreiten sich neben dem West-Nil-Virus nämlich auch andere tropische Viren. Frankreich zum Beispiel hat schon Fälle von Zika gemeldet. Ein Zika-Ausbruch versetzte in Brasilien vor fünf Jahren Schwangere in Panik: Babys von Infizierten kamen missgebildet zur Welt.

Der Klimawandel nimmt Fahrt auf

Auf vielen Kontinenten ist die Lage längst viel fiebriger als bei uns. Der Klimawandel lässt nicht nur die Erde glühen, sondern dehnt die Verbreitungsgebiete vieler Erreger aus – etwa von Malaria, Denguefieber, Gelbfieber. Oder von Bilharziose, eine von Würmern übertragene Krankheit, die vor allem in Afrika in stehenden Gewässern lauert. Inzwischen bedroht sie immer mehr südostasiatische Reisbauern. Chinesische Forscher haben schon vorsorglich ausgerechnet, was der Klimawandel für die dortigen Nassreiskulturen bedeutet: Bei einer durchschnittlichen Erderwärmung von 1,6 Grad könnte sich die lebensgefährliche Wurmkrankheit auf acht Prozent des chinesischen Staatsgebiets ausdehnen.

Der Klimawandel nimmt Fahrt auf. Dieser auffallend milde Winter könnte in Norddeutschland sogar einen neuen Wärmerekord aufstellen. Und es wird so weitergehen, prophezeien Deutschlands staatliche Meteorologen: In den nächsten fünf Jahren erwartet uns demnach noch mehr Trockenheit. Bei der Bekanntgabe dieser Prognose am Dienstag klang Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdiensts, eher wie ein „Fridays-for-Future“-Aktivist. „Die Menschheit hat die Sturmglocken bisher noch nicht hören wollen“, sagte Adrian. Er warb dafür, jetzt endlich an den Stellschrauben für weniger Kohlendioxid-Emissionen zu drehen.  

Forscher kennen auch Lösungen

Meine Hoffnung ist, dass wir aus Corona lernen. Dass wir endlich auf die Wissenschaftler hören. Denn die Forscher warnen ja nicht bloß, sie kennen auch Lösungen. Die Länder, die von Anfang an auf ihre Virologen gehört haben – allen voran Taiwan und seine rund 24 Millionen Einwohner -, werden aller Voraussicht nach die Pandemie am besten überstehen.

Eigentlich wissen wir doch alle, was zu tun ist. So, wie wir jetzt solidarisch zu Hause bleiben müssen, damit sich unsere Mütter und Väter nicht anstecken, genauso müssen wir solidarisch sein mit unseren Kindern. Und auch nach Corona weniger Auto fahren, weniger fliegen, weniger konsumieren. Ja, das sind schlechte Aussichten für unser Wirtschaftswachstum, unseren Wohlstand, unser gewohntes Lebensgefühl. Aber Vorsicht ist eben nicht nur die Mutter des Porzellans. Auch wir sind zerbrechlicher, als wir dachten.

Anmerkung der Redaktion: Liebe Leserin, lieber Leser, die Trennung von Meinung und Information ist uns besonders wichtig. Meinungsbeiträge wie dieser Kommentar geben die persönliche Sicht der Autorin/des Autors wieder. Kommentare können und sollen eine klare Position beziehen. Sie können Zustimmung oder Widerspruch auslösen und auf diese Weise zur Diskussion anregen. Damit unterscheiden sich Kommentare bewusst von Berichten, die über einen Sachverhalt informieren und unterschiedliche Blickwinkel möglichst ausgewogen darstellen sollen.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Kommentar-Die-Lehren-aus-der-Coronavirus-Krise,corona1192.html

Ist der Mensch lernfähig?

Ausgerechnet ein Tier, das wir fast ausgerottet haben, könnte der Überbringer der Corona Seuche sein. Das ist grausame Ironie – und ein Lehrstück über Ursache und Wirkung.

Gastbeitrag von Judith Schalansky

or vier Wochen stand ich lange vor einem Schaufenster in der Amsterdamer Nieuwe Spiegelstraat. Es gehörte einem Antiquitätenhaus, das sich auf den Handel mit Raritäten aus aller Welt, von Fernost bis Amerika, vor allem aber auf den mit präparierten Tieren spezialisiert hat. Zu sehen waren knochenbleiche Steinkorallen, ein Falke mit einer golden-purpurnen Haube, die mich an die Auslagen der Fetisch-Shops in der Berliner Motzstraße erinnerte, ein Litzaffenweibchen mit Sturmfrisur und Baby auf dem Rücken sowie ein viktorianischer gläserner Kasten mit 100 ausgestopften Kolibris, die, klein wie Schmetterlinge, in allen erdenklichen Farben schillernd, zu einem stummen Frühlingskonzert auf den Ästen versammelt saßen. Der Anblick war schwer auszuhalten, weil sich in die Schaulust das Gefühl der Verzweiflung darüber mischte, dass der Mensch fähig war, diese Schönheit selbst um den Preis des Todes zu bewahren.

Ich wollte mich gerade abwenden, als ich etwas abseits im Halbdunkeln ein etwa dackelgroßes Schuppentier entdeckte, das einen wie gedrechselt aussehenden Baumstamm hochkletterte. Seine verhornten Schuppen glänzten wie die von Fichtenzapfen und hatten die nachgedunkelte Farbe eines antiken Möbelstücks, seine Füße krallten sich in das Holz, sein rüsselartiger Mund war staunend geöffnet und die winzigen Knopfaugen fixierten einen fernen, unbestimmbaren Punkt.Aktuelles zum Coronavirus – zweimal täglich per Mail oder Push-Nachricht

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Ich hatte den Vormittag über einige Interviews zu meinem Buch „Verzeichnis einiger Verluste“ gegeben, die sich allesamt zu Gesprächen über den Tod, das Artensterben und den Sinn des Lebens auswuchsen.

Nachdem eine der Journalistinnen mir die Frage gestellt hatte, ob ich glaube, der Mensch sei lernfähig, sah ich hinter den bodentiefen Fenstern des mit Stofftapeten bezogenen Grachtensaals des Goethe-Instituts hinaus auf das Wasser, wo gerade eine große Raubmöwe immer wieder ihren Schnabel in ein Stück Styropor hackte. Ist der Mensch lernfähig, fragte ich mich jetzt, als ich auf das Schild unterhalb des Schuppentiers blickte. Dort war zu lesen, dass das Tier aus den afrikanischen Regenwäldern und das Objekt, zu dem es nach seinem gewaltsamen Tod und seiner feinfühligen Präparation geworden war, aus einer belgischen Privatsammlung stammte.

Was auf einem chinesischen Markt gehandelt wird, geht die ganze Welt an

Mir fielen die Lesereisen ein, die mich im Frühjahr zum ersten Mal nach Turin, Bologna und Tokio führen sollten. Die Reise nach Peking und Shanghai waren ein paar Tage zuvor abgesagt worden. „Es ist sicherer, wenn Sie zu Hause bleiben“, hatte mir die Veranstalterin geschrieben. Vier Wochen später gilt dieser Ratschlag für die ganze westliche Welt.

„In China ist ein Sack Reis umgefallen“ ist ein geläufiger Ausdruck für ein unwichtiges Ereignis. In der kurzgeschlossenen Welt gilt er nicht länger. Ob in britischen Ställen BSE auslösendes Fleischmehl an Rinder verfüttert wird oder auf einem fernöstlichen Markt eine Kobra oder eine Fledermaus geschlachtet wird, ist sehr wohl für die Menschheit der ganzen Welt von Bedeutung. Letztere Tiere galten als die ersten Verdächtigen für den Ursprung des aus dem Tierreich stammenden Virus, zumal Fledermäuse eine ganze Reihe von Coronaviren beherbergen, ohne dass dies ihre Gesundheit beeinträchtigen würde. Mittlerweile vermutet man, dass ausgerechnet ein Malaiisches Schuppentier jener Zwischenwirt gewesen ist, der das zu SARS-CoV-2 mutierte Coronavirus auf Menschen übertragen haben muss. Es stammt nicht, wie jenes, das ich im Schaufenster sah, aus Zentralafrika, sondern aus den südostasiatischen Regenwäldern, wo es niemals hätte gefangen genommen werden, so wie es auf keinem Markt der Welt hätte feilgeboten werden dürfen, da jeglicher Handel mit diesen Tieren oder deren Körperteilen verboten ist. Denn die einzelgängerisch und nachtaktiv lebenden Insektenfresser sind vom Menschen so stark bejagt, dass viele Populationen zusammengebrochen sind, und niemand weiß, wie viele Individuen der acht vom Aussterben bedrohten Unterarten überhaupt noch existieren. Schuppentiere sind die am häufigsten illegal gehandelten Säugetiere weltweit. Allein im Jahr 2018 wurden 62 Tonnen geschmuggelte Schuppen sichergestellt. Dementsprechend hoch sind die Schwarzmarktpreise, da ihr Fleisch als Delikatesse und ihre Schuppen in der traditionellen chinesischen Medizin als Wundermittel gelten.

Es bedarf keiner ausgeprägten Neigung zum schwarzen Humor, um die grausame Ironie wahrzunehmen, die darin liegt, dass ausgerechnet ein scheues, wehrloses Säugetier, das durch menschliche Bejagung kurz vor seiner Auslöschung steht, Überbringer einer Seuche sein soll, die allein bisher Zehntausende von Toten gefordert hat und etwa ein Viertel der Weltbevölkerung in die eigenen vier Wände verbannt.

Es ist lebensnotwendig, die ganze Welt als Organismus zu begreifen

Es erinnert uns daran, dass auch wir verwundbar sind, ein Säugetier, das mit seinen acht Milliarden Exemplaren für ein Virus nichts anderes ist als ein weiterer, idealer Wirt. Bei drohender Gefahr rollt sich das Schuppentier ein. Nichts anderes tun wir gerade. In diesen Wochen wird klar, dass die größere Herausforderung des Lebens darin besteht, die Welt nicht zu erobern, sondern verdammt nochmal zu Hause zu bleiben, vorausgesetzt natürlich man hat eins.

Sicherlich liegt es daran, dass ich in der DDR geboren bin, dass mir leere Supermarktregale, rationierte Lebensmittel, lange Schlangen und geschlossene Grenzen ebenso vertraut sind wie die aktuelle Erfahrung, dass sich beinahe über Nacht alles ändern kann, dass es möglich ist, Geschäfte, Schulen und Zoologische Gärten zu schließen, die Olympischen Spiele ebenso in eine vage Zukunft zu verschieben wie den wöchentlichen Töpferkurs meiner Mutter, und dass die Zeitungen auf einmal titeln: „Afrika schottet sich von Europa ab.“

Als Kind träumte ich immer davon, einmal bei meinen Großeltern eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten zu werden, damit wir endlich die vielen Vorräte, die sie angehäuft hatten, aufessen würden. Die Erfahrung des Krieges hatte bei ihnen dafür gesorgt, von allem, was es zu kaufen gab, so viel zu bunkern, wie nur in den Kühlschrank, in den Keller und in die Hohlräume der Sitzgarnitur auf der Veranda passte. Dort stapelten sich die Konserven mit Pfirsichen und Aprikosen, die nur zu Feiertagen geöffnet wurden. Leider schneiten wir nie ein, also blieben die Vorräte unberührt.

Diesen Winter hat es in Berlin gar nicht geschneit. Den Winter, so scheint es, gibt es nur noch in den Bergen, in Kinderbüchern und auf holländischen Gemälden. Vielleicht kehrt er wieder, wenn wir diese Zeit der Krise nicht nur als Verzicht und Verlust erleben. Die reine Luft über Wuhan und das klare Wasser Venedigs sind starke Bilder, die das der Styropor pickenden Möwe überlagern. Ist der Mensch lernfähig?

Ein Virus, das alle Menschen heimsuchen kann, lehrt uns einmal mehr, wie unerlässlich, ja lebensnotwendig es ist, die Welt als einen Organismus zu begreifen.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/kultur/coronavirus-schuppentier-china-1.4862197

Aus früheren Pandemien gelernt?

Spanische Grippe, Asiatische Grippe, SARS – in den vergangenen 100 Jahren versetzten gleich mehrere Pandemien die Welt in Aufregung. Können die Lehren aus der Geschichte im Kampf gegen das Coronavirus helfen?

Von Gábor Paál, SWR

Die Spanische Grippe ist bis heute die größte Pandemie der Neuzeit. Weltweit starben rund 50 Millionen Menschen. Deshalb – und weil sie jetzt 100 Jahre zurück liegt – drängen sich Vergleiche auf: Gibt es Parallelen zwischen der heutigen Situation und damals?

Auf den ersten Blick kaum. Vielmehr fallen die Unterschiede auf: 1918 tobte der Erste Weltkrieg. Die Grippe traf somit auf eine Welt, die ohnehin geschwächt war. Sie breitete sich auch anders aus. Anders als ihr Name vermuten lässt, hat sie ihren Ursprung nicht in Spanien, sondern höchstwahrscheinlich in den USA. Soldaten brachten sie nach Europa, wo sie sich mit der Kriegsfront ausbreitete.

Die Grippe verlief auch anders: Die Inkubationszeit war deutlicher kürzer als beim neuartigen Coronavirus, und der Grippe fielen vor allem die 20- bis 40-Jährigen zum Opfer. Vor allem aber: Man wusste kaum etwas. Nicht einmal der Erreger war bekannt. Lange vermutete man ein Bakterium als Auslöser der Krankheit. Dass es Virus war, entdeckten Mediziner erst Jahre nach der Pandemie. Doch schon damals war bekannt: Die Krankheit ist ansteckend, sie überträgt sich durch Kontakte.

Spanische Grippe: Unterschiede bei der Eindämmung

Auch das Konzept der Quarantäne war keineswegs neu. Das Wort geht schließlich darauf zurück, dass Venedig während der Pest im 14. Jahrhundert die aus dem Osten ankommenden Handelsschiffe 40 (ital.: quaranta) Tage isolierte. Seitdem wurde es immer wieder eingesetzt, um die Ausbreitung von Epidemien wenn nicht zu verhindern, so doch zu verlangsamen.

Und deshalb lohnt sich der Vergleich mit der Spanischen Grippe doch. Denn heute ist klar: Damals waren die Länder zu zögerlich. „In Mannheim hat man 1918 überlegt, ob man die Kinos und Theater schließen lässt“, sagt der Heidelberger Medizinhistoriker Wolfgang U. Eckart. „Man hat dann davon abgesehen mit der Begründung: ‚Die Leute müssen doch irgendwas haben, um sich zu belustigen. Der Krieg ist schon fürchterlich, und jetzt noch die Grippe, das können wir ihnen nicht auch noch nehmen.'“ Auch die Schulen traute man sich nicht zu schließen.

Aus dem mutmaßlichen Ursprungsland der Spanischen Grippe, den USA, gibt es einen eindrücklichen Beleg für die Wirksamkeit drastischer Maßnahmen. In Philadelphia fand zum Herbstbeginn noch eine große Militärparade statt. 200.000 Bürger und Armeeangehörige füllten die Straßen und Plätze. Drei Tage später waren die Krankenhäuser in Philadelphia überfüllt, innerhalb einer Woche starben fast 5000 Menschen.

Anders in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Zwei Tage nach dem Bekanntwerden der ersten Fälle schloss die Stadt Schulen, Kindergärten und Kirchen. Öffentliche Ansammlungen von mehr als 20 Personen wurden untersagt. Die Ausbreitung wurde dadurch zwar nicht verhindert, aber die Infektionsrate deutlich verlangsamt und die Zahl der Toten im Verhältnis zur Einwohnerzahl um die Hälfte reduziert. Dies ergab ein rückblickende Studie aus dem Jahr 2007 in der Fachzeitschrift PNAS.

Asiatische Grippe: Beschwichtigung kostete Zehntausende Leben

Wie wenig aus diesen Beispielen gelernt wurde, zeigte sich in den Jahren 1957/58. Damals grassierte die aus China stammende Asiatische Grippe, die zweitgrößte Pandemie des 20. Jahrhunderts nach der Spanischen Grippe. Sie erreichte im Frühsommer 1957 Deutschland. Im Archiv von Radio Bremen findet sich aus dieser Zeit ein Interview mit dem dortigen Gesundheitsamt. Der ärztliche Leiter erklärt, es sei „keinerlei Grund zur Unruhe“ gegeben. „Schon die Bezeichnung ‚Asiatische Grippe‘ halte ich für eine Dramatisierung.“

Die Beschwichtigungspolitik rächte sich. Vier Monate später sah die Lage nämlich schon ganz anders aus. Das belegt ein ausführlicher Hintergrundbericht, der damals im Süddeutschen Rundfunk lief, und den das SWR2 Archivradio kürzlich publizierte. Im Oktober 1957 waren die Infektionsraten mittlerweile in die Höhe geschossen, Ärzte und Krankenschwestern mit Hausbesuchen völlig überlastet.

Und die Präventionsmaßnahmen? Die Schulen blieben offen, der Unterricht fiel etwa in Heidelberg nur aus, wenn mehr als die Hälfte einer Klasse erkrankt war. Der Radiobericht gab auch Hinweise zur Vorbeugung: Nicht etwa Händewaschen wurde empfohlen, sondern das „Gurgeln mit Wassersuperoxid“ sowie das Einnehmen „formalinfreisetzender Tabletten“.

Angesichts dieser unzureichenden Maßnahmen hatte auch die Asiatische Grippe leichtes Spiel. Innerhalb eines Jahres starben in Deutschland daran geschätzt 30.000 Menschen. Erstaunlicherweise findet sich aus dieser Zeit in den deutschen Rundfunkarchiven nur eine Handvoll Hörfunkberichte zum Thema. Die reinen Nachrichtensendungen wurden damals allerdings auch kaum archiviert.

Coronavirus: Pandemiepläne greifen

Der große Unterschied zu heute ist: Das Virus ist bekannt. Es gibt Pandemiepläne, die jetzt greifen – und auf die Besonderheiten des neuen Virus angepasst werden. Es gibt einen Test, wenn er auch nur in begrenztem Umfang zur Verfügung steht. Es gibt die Grundlage für Impfstoffe. Denn seit der SARS-Epidemie 2003 ist klar, dass sich jederzeit ein neues, modifiziertes Virus entwickeln kann. So steht es auch in einer Risikoanalyse der Bundesregierung von 2012.

Manche Nutzer in den sozialen Medien schließen aus diesem Bericht, die Regierung sei gewarnt gewesen und habe nichts unternommen. Tatsächlich aber folgen die jetzigen Maßnahmen ziemlich genau den Plänen, die seit Jahren in den Schubladen liegen. In der Risikoanalyse lautete die Empfehlung: „Die antiepidemischen Maßnahmen beginnen, nachdem zehn Patienten in Deutschland an der Infektion verstorben sind. Die Anordnung der Maßnahmen geschieht in den Regionen zuerst, in denen sich Fälle ereignen.“

Gemessen daran setzten die ersten Maßnahmen sogar früh ein: Denn den zehnten Corona-Todesfall verzeichnete Deutschland am Sonntag. Es scheint: Inzwischen sind die Lehren aus den früheren Pandemien hierzulande durchaus angekommen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/pandemien-historisch-corona-101.html