SpaceX-Live: SN8 Transport von der Baustelle zur Startrampe

Ein ruhiges und entspantes Wochenende hier, die Pflegeeltern schlafen lange. Noch ein Kaffee vorher getrunken und mit Pflegemama gesprochen (So langsam gewöhne ich mich an Sie mit „Mama“ anzusprechen).

Beobachte meine verschiedene Raumfahrt-Projekte: Hier aktuell die Vorbereitungen von SN8 für den bevorstehenden 20KM-Testflug in die Höhe. Daneben hab ich noch die Raumsonde Insight und Bepicolombo im Blick.

SN8 ist unterwegs von der Baustelle zur Startrampe um @ SpaceX Boca Chica, vor den Tests, die zu seinem mehr als 18 km langen Flug führen!

SpaceX wurde mit der Vision gegründet, die Kolonisierung anderer Planeten ermöglichen zu können. Dass das Unternehmen nicht nur hochgesteckte Ziele vorweisen kann, beweist es seit beinahe zwanzig Jahren. Neuartige, wiederverwendbare Raketenprojekte, wie die Falcon Heavy, der zweitstärksten amerikanischen Trägerrakete seit der Mondrakete Saturn V, oder das Raumschiff DragonSpaceX scheint der NASA in vielen Punkten voraus zu sein. Doch das wohl ambitionierteste Projekt von SpaceX, das Starship, könnte die bisherigen Erfolge in den Schatten stellen.

Starship von SpaceX: Das neue Zugpferd des privaten Raumfahrtunternehmens

Das Starship soll das neue Zugpferd von SpaceX werden. Das Raumschiff soll in Zukunft alle Missionen übernehmen können, die SpaceX plant und bisher von der Falcon 9 und Falcon Heavy geflogen wurden. Dabei reicht die Verwendung von Starship über Satellitenstarts, wie die Starlink-Satelliten, Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) sowie das Landen und Starten von Planeten oder anderen Himmelskörpern.

SpaceX setzt beim Starship-Projekt auf eine altbewährte und in der Raumfahrt einzigartige Methode: die Wiederverwendbarkeit aller Raketenbestandteile. „Wenn Flugzeuge nicht wiederverwendbar wären, würden sehr wenige Menschen fliegen“, sagte SpaceX-Gründer Elon Musk einst auf einer Pressekonferenz. Der Vorteil liegt auf der Hand.

Durch die Wiederverwendbarkeit der Raketenbestandteile reduzieren sich die Kosten für die einzelnen Bestandteile und können sich stattdessen auf eine größere Anzahl von Benutzungen aufteilen. Nur die Startkosten würden in voller Höhe anfallen. Zum Vergleich: Ein Spaceshuttle-Start der NASA kostete in der Vergangenheit etwa 450 Millionen Dollar. Schätzungen von SpaceX zufolge könnte ein Starship-Start mit wiederverwendbaren Teilen sich auf 2 Millionen Dollar beschränken.

Starship: Raumschiff von SpaceX bestejt aus zwei Stufen

Das Starship teilt sich in zwei Komponenten auf. Die erste Stufe der Rakete wird als „Super Heavy“ bezeichnet und soll laut Plan mit 28 bis 31 SpaceX-Raptor-Triebwerken betrieben werden. „Super Heavy“ soll Starship in den Orbit der Erde bringen und insgesamt bis zu 6200 Tonnen Schub liefern. Im Orbit trennt sich die Oberstufe (Starship) von der ersten Stufe ab. Dort soll das Raumschiff in der Lage sein, betankt zu werden und anschließend mit eigenen Triebwerken zu starten.

Starship (SpaceX)
Höhe118-122m
Durchmesser9m
Startmasse5000 Tonnen
Nutzlastbis zu 150 Tonnen
BesatzungMaximal 100

Bisher ist das Starship nur als Prototyp existent. Die US-Presse spricht liebevoll von „fliegenden Konservendosen“, da der aktuelle Prototyp des Starships aus Stahl daran erinnert. Trotzdem fanden 2020 die ersten erfolgreichen Testflüge statt. Am 04. August 2020 flog der erste flugtüchtige Starship-Prototyp insgesamt 150 Meter hoch und landete anschließend erfolgreich. Am 03. September 2020 erfolgte ein weiterer, identischer Test. Als Nächstes soll ein Test mit einer Höhe über 20 Kilometer und anschließender Landung geplant sein. Wann, ist bisher noch nicht bekannt.

SpaceX: Starship soll Menschen zum Mond und zum Mars bringen

„Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen“, sagte Elon Musk nach der Landung von zwei US-Astronauten, die mit einer SpaceX-Kapsel zur ISS geflogen waren. Während Missionen zum Mond zunächst realistisch klingen, wirkt eine Landung auf dem Mars (noch) nicht realisierbar. Das Starship würde eine Strecke zwischen 56 und 401 Millionen Kilometer zurücklegen müssen. Dafür würde es, Schätzungen zufolge, zwischen 128 bis zu 333 Tage brauchen.

Das Landen auf dem Roten Planeten ist äußert schwierig, wie vergangene Missionen der NASA gezeigt haben. Dazu handelte es sich bei den bisher gelandeten Flugkörpern um wesentlich kleinere Objekte als das Starship. Das Raumschiff würde mit 27.000 km/h in die Atmosphäre des Mars fliegen und dort extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Das ist auch einer der Gründe, warum SpaceX sich dafür entschieden hat, das Material des Raumschiffs von Kohlenstofffaser zu Stahl zu ändern.

Der Start für eine Mondmission des Starships ist für 2022 terminiert, zunächst mit Fracht, anschließend sollen bemannte Missionen starten. Nur zwei Jahre später soll Elon Musks ambitioniertester Plan in die Tat umgesetzt werden. Auch der japanische Künstler Yusaku Maezawa will mit dem Raumschiff den Mond umrunden. Bemannte Marsmissionen mit dem Starship sollen ab 2024 möglich sein. Da Musk nicht dafür bekannt ist, Termine einzuhalten, steht der tatsächliche Start eines bemannten Fluges zum Mars noch in den Sternen.

https://www.fr.de/wissen/spacex-elon-musk-starship-internationale-raumstation-mars-mond-raumschiff-rakete-raumfahrt-90039958.html

„Wir können doch noch schnell“ Musk verschiebt die Grenzen des Unmöglichen

Eine Woche hält Elon Musk Medien, Politik und Fans in Deutschland in Atem. Nun ist er wieder weg. Was bleibt, ist Stolz. Seine Geschäfte hierzulande werden als starkes Signal für den Wirtschaftstandort gefeiert. An Biss und Tempo des Tech-Investors können sich andere ein Beispiel nehmen.

Es sind zehn elektrisierende Minuten für die wenigen Schaulustigen, die einen Blick auf den exzentrischen Tech-Investor werfen dürfen. „Deutschland rockt“, ruft Elon Musk ihnen zu, als er am Donnerstag überraschend auf der Baustelle seiner neuen Gigafactory im brandenburgischen Grünheide auftaucht. Sein Timing lässt für Fans und Medien zu wünschen übrig. Eine offizielle Ankündigung seines Besuchs gab es nicht. Wert auf ein großes Empfangskommittee hat er offenbar nicht gelegt. Aber der Milliardär genießt die kleine Bühne, er ist sichtlich locker und bester Laune.

Der Standort für seine fünfte Gigafactory ist perfekt, will er mit seinen Worten wohl sagen. Grünheide war für ihn die richtige Entscheidung. Geht alles gut, werden hier ab Sommer 2021 jährlich rund 500.000 E-Autos vom Band rollen. Die Region ächzt unter hoher Arbeitslosigkeit, die Lokalpolitik hofft durch die neue Fabrik unmittelbar auf 12.000 Jobs. Wie Ministerpräsident Dietmar Woitke nach seinem Treffen mit Musk erklärt, zeigt die Baustelle zum Glück jetzt schon die erhoffte „Sogwirkung“.

Tesla gibt Gas. Noch vor gut drei Monaten war das Gelände unberührte Natur. Inzwischen ist der Wald platt gewalzt und die erste Halle – für die Lackiererei – steht. Am Gebäude baumelt bereits der Richtkranz. Es ist denkbar, dass die neue Gigafactory noch schneller fertig wird als die in Schanghai, die in der Rekordzeit von elf Monaten hochgezogen wurde. Möglich ist das nur, weil Musk mit vorläufigen Genehmigungen und auf eigenes Risiko arbeitet. Dass hier bald eine Bauruine stehen könnte, glaubt wohl inzwischen keiner mehr.

Warum er so aufs Tempo drücke?, ruft ein Schaulustiger vor den Toren der Baustelle. „Ich glaube an Geschwindigkeit“, lautet Musks Antwort. Für das Klima und die Welt sei es wichtig, dass der Übergang zu erneuerbarer Energie so schnell wie möglich gelinge. Die Schnelligkeit, mit der er seine Projekte angeht, ist sein unverkennbares Markenzeichen – selbst in Deutschland, wo die Hürden der Bürokratie hoch sind, ist Musk nicht zu bremsen.

Ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort

Seine Investitionen seien „ein tolles Signal für den Wirtschaftsstandort“, sagt der Tech-Experte Frank Thelen. Musk bringe endlich auch Geschwindigkeit nach Deutschland. Das sei der Beweis: „Wir können doch noch schnell!“ Deutsche Investoren könnten sich hier was abschauen, sagt er. Musk sei „ein Lottogewinn“, aber das reiche nicht. „Jetzt müssen wir es ihm nachmachen. Wir müssen wieder Pioniergeist zeigen, angstfrei Mut beweisen und nach vorne laufen.“

Dass Musk als überwiegend internationaler Investor in Deutschland unterwegs ist, nennt Thelen einen großen Glücksfall. Der Fokus auf die deutsche Automobilindustrie sei allerdings nachvollziehbar. Autoexperte Stefan di Bitonto von Germany Trade & Invest (GTAI) pflichtet bei. Die Wirtschaft habe Investoren vom Kaliber Musk etwas zu bieten: „Deutschland ist ein Standort mit hohen Ansprüchen, großem Fachwissen und einer hohen Dichte an Ingenieuren. Hier im Land werden fast 40 Prozent der gesamten Premiumfahrzeuge hergestellt. Genau das Segment, in dem sich Tesla bewegt. Wenn Sie ein Premiumauto bauen möchten, dann macht es Sinn, dies in Deutschland zu tun.“ Mit Musk sei man jetzt auch „für die automobile Zukunft vorbereitet“. Der Standort könne „gestärkt in die Zukunft blicken“, sagt di Bitonto ntv.de.

Die Tesla-Fabrik in Grünheide ist nicht Musks erstes Investment in die deutsche Autoindustrie. Vor drei Jahren hat er den Autozulieferer Grohmann in Prüm in der Eifel gekauft. Auch das habe für Tesla gepasst, so Thelen. Bei Grohmann hatte Musk am Dienstag auf seiner Deutschland-Tour Stopp gemacht. Es ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Der Ausnahmeunternehmer profitiert von Deutschland, dafür erhält der Wirtschaftsstandort Deutschland durch ihn neuen Schwung.

Der Tech-Visionär soll Deutschland mit auf die Reise in die Zukunft nehmen. Helfen soll dabei seine Fähigkeit, „Visionen vehement umzusetzen“, wie di Bitonto es beschreibt. Musk bringt auch aus Sicht von Thelen dafür alles mit, sein Interesse gilt bahnbrechenden Zukunftstechnologien. Firmen wie Tesla, SpaceX, Hyperloop oder Neuralink zeigen, er ist nicht nur ein Visionär, er liebt es spektakulär. Das Unmögliche treibt ihn an. Kritiker haben seine Vorhaben häufig als unmöglich hingestellt. Doch am Ende hat es Musk immer geschafft: Seine Raketen fliegen, der Tesla rollt, selbst der Neuralink-Chip im menschlichen Hirn, der den App-Store mit dem Gehirn des Menschen verbinden soll, hatte kürzlich seinen großen ersten Auftritt.

Musks größtes Kapital sei sein Verstand, erklärt Thelen. Sei es Künstliche Intelligenz, Batterie-Technologien, Quanten-Computer, 5G oder Blockchain, „Elon Musk versteht diese Technologien“, sagt er. „Es ist seine DNA.“ Zu fragen, wie man Raketen günstig ins Weltall hochschießen kann, wie Dinge möglich werden können, die vorher nicht möglich waren. „Musk glaubt an den exponentiellen Fortschritt. Das ist es, was ihn von anderen Investoren unterscheidet.“

Musk, ein explosiver Cocktail

Für den Milliardär und Investor Carsten Maschmayer ist es die Mischung aus „kreativem Ungehorsam, unbändigem Veränderungsdruck“ und einem Quäntchen „Ego-Trip“, die Musk so erfolgreich macht. „Mutige Dinge“, die ein „tolles Vorbild für Tech-Gründer“ seien, wie der Juror aus der Startup-Show „Höhle der Löwen“ im ntv-Podcast „So techt Deutschland“ einräumt, der sich selbst nicht als großen Fan des exzentrischen US-Milliardärs bezeichnet.

ech-Investor Thelen sieht in Musks Investment-Entscheidungen aber auch noch etwas anderes: Dass er die Technologie seines Autozulieferers Grohmann zum Beispiel für einen 3D-Drucker nutzt, damit der Impfstoffhersteller Curevac den Turbo bei der Produktion zünden kann, „zeigt, der Mann will helfen“. Klar ist aber auch: Wer am schnellsten einen Impfstoff auf den Markt bringt, dem winkt das große Geld. Der Auto- und Raumfahrtrevolutionär darf also plötzlich auch noch hoffen, demnächst in der Pharmaindustrie ganz vorne mitzumischen.

Es ist die gelungene Verbindung von Genie und Glück, wenn man so will. Hinzu kommt eine gesunde Portion Rastlosigkeit. Im Gepäck soll Musk schon wieder neue Investitionsideen gehabt haben. Angeblich hat er die deutsche Energiebranche ins Visier genommen und bereits auslotet, ob Kunden Interesse an einem neuen Stromtarif aus dem Hause Tesla haben. Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Unionsfraktionsspitze sollen ihm für seine Unternehmungen in Deutschland volle Unterstützung zugesagt haben. Gelingt der Markteintritt in den Stromvertrieb, könnte Musk plötzlich auch Platzhirsche wie Eon oder RWE aufmischen. Musk-Kritiker werden sich wohl daran gewöhnen müssen: Die Grenzen des Unmöglichen sind verschiebbar.

Quelle: ntv.de

SpaceX: Marsrakete besteht Flugtest

Starship-Prototyp SN5: Erfolgreicher Startversuch in Boca Chica
 Foto: youtube/ SpaceX

Man kann sagen, es läuft bei SpaceX. Erst am Sonntag meldete das US-Raumfahrtunternehmen die sichere Landung von zwei US-Astronauten, die an Bord einer SpaceX-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS geflogen waren. Nun kann die Firma von Elon Musk über einen weiteren Erfolg berichten: Der Prototyp der Marsrakete „Starship“ hat einen Flugtest bestanden.

Das Unternehmen postete am Mittwoch auf Twitter ein Video des Testflugs im texanischen Boca Chica. Das Modell SN5 stieg dabei innerhalb von weniger als einer Minute in die Höhe und landete anschließend sicher wieder auf dem Boden. „Der Mars wird wahrscheinlicher“, schrieb SpaceX-Gründer Elon Musk.



Es handelte sich um den bislang größten Prototyp der geplanten 120 Meter langen „Starship“-Rakete, mit der das Unternehmen eines Tages Menschen zum Mars bringen will. Frühere Prototypen waren teilweise während Bodentests explodiert. Der Raketenvorläufer sollte bei dem Test eine Höhe von 150 Metern erreichen. Ob das gelang, war zunächst unklar. SpaceX gab bislang keine Details zu dem Testflug bekannt.

Basis auf dem Mond

„Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen“, hatte Musk am Sonntag nach der Landung der beiden US-Astronauten gesagt.

Bob Behnken und Doug Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS geflogen sind: Seit 2011 waren die Amerikaner beim Personentransport komplett abhängig von Dienstleistungen der Russen. Außerdem war es der erste „Splashdown“, also die erste Wasserlandung einer US-Raumkapsel, seit 45 Jahren.



In einer weiteren Hinsicht markierte die Mission sogar eine regelrechte Zeitenwende: Es war das erste Mal, dass US-Astronauten von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/spacex-prototyp-der-mars-rakete-starship-besteht-flugtest-a-61ec267f-75eb-46a5-816a-c320e9d35242

SPACEX: Starship übersteht Triebwerkstest

SpaceX plant nun den ersten Aufstieg des Raumfahrzeugs.

Erfolgreicher Triebwerkstest des Starship: Vier Vorgänger wurden zerstört.

Erfolgserlebnis für SpaceX: Der fünfte Prototyp des Starship hat einen Triebwerkstest unbeschadet absolviert. Zuvor waren vier Prototypen bei Tests zerstört worden.

SpaceX begeistert mich immer wieder. Wie die sich da in die Entwicklung reinhängen ist bemerkenswert. Und wie gut immer alles Dokumentiert ist: Entwicklung, Bau, Start ihrer Raumfahrzeuge. Man weiß immer was SpaßeX macht. Wie sich SpaceX in all den Jahren gemausert bzw. entwickelt hat, ist immer wieder beeindruckend.

SpaceX macht vor allem die bemannte Raumfahrt interessant, Mars aber vor allem der Mond sind greifbarer als jemals zuvor.

Christian Dauck
Starship – Künstlerische Darstellung

„Starship SN5 hat gerade einen statischen Triebwerkstests in voller Länge abgeschlossen“teilte SpaceX-Chef Elon Musk per Twitter mit. Ein Foto lieferte er später nach.

Der Test fand auf dem SpaceX-Gelände in Boca Chica im Süden des US-Bundesstaates Texas statt. Dabei war der Prototyp nur mit einem Raptor-Triebwerk ausgestattet. In der finalen Version wird das Starship sechs Raptor-Triebwerke haben. Es soll von der Trägerrakete Super Heavy ins All gebracht werden.

Bisher waren die Tests mit dem Starship wenig erfolgversprechend verlaufen: Die vier Vorgänger wurden zerstört. Beim ersten versagten schlechte Schweißnähte am Deckel bei Drucktests. Der zweite Starship-Prototyp wurde ebenfalls bei einem Drucktest zerstört. Grund war ein Konstruktionsfehler. Nummer drei überstand zwar den Drucktest, fiel dann aber einem Bedienungsfehler zum Opfer. Zuletzt explodierte Starship vier Ende Mai wegen eines defekten Ventils.

Nach dem erfolgreichen Test kündigte Musk an, dass SpaceX bereits den ersten Flugtest mit dem Starship vorbereitet: „Bald“ wird es demnach einen Aufstieg bis in 150 Meter Höhe geben. Das hatte im August vergangenen Jahres der Starhopper geschafft. Das ist eine deutlich kleinere, experimentelle Version des Starship.

Mit dem Starship will SpaceX in Zukunft zum Mond und zum Mars fliegen. Die erste Mondumrundung hat der Japaner Yusaku Maezawa gebucht. Der Milliardär und Kunstsammler will den Flug mit mehreren Künstlern zusammen antreten.

Quelle:https://www.golem.de/news/spacex-starship-uebersteht-triebwerkstest-2007-149983.html

Gigafactory: Tesla darf Fundament für Giga-Fabrik legen

Hurra, Tesla darf Fundament für Giga-Fabrik legen. Klasse! Geiles Projekt überhaupt, natürlich bin ich dafür. Ich kann mich den Fans nur anschließen. Einfach nur Geil und Cool dieses Bauvorhaben, sowas brauchen wir in Europa/Deutschland. Tela ist die Zukunft. Da würde ich sogar mithelfen beim Bau. Sehr gut für die Wirtschaft und die zukünftige E-Mobilität. Konkurrenz/Wettbewerb für andere Autobauer hierzulande und in Europa belebt das Geschäft und die E-Mobilität.

Schön, wie gut die Baufortschritte dokumentiert sind und über Sozial-Media frei zugänglich sind. Das merkt man auch bei der Raumfahrt, das war in den 90er noch ganz anders die suche im Internet nach solchen Informationen, vor Twitter und Co. Heute kann man neben Suchmaschinen auch Schwarmintelligenz nutzen. Herrlich ab und zu in die Baufortschritte hinein zu spicken.

Christian Dauck

Brandenburg gibt Tesla grünes Licht, die ersten Fundamente für die Fabrik südöstlich von Berlin zu legen. Die Umweltauswirkungen seien zuvor eingehend geprüft worden, teilt die Landesregierung mit.

US-Elektroautobauer Tesla kann eine weitere Etappe zur Vorbereitung des Baus der ersten Fabrik in Europa starten. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt erteilte die Zulassung für Fundamentarbeiten, wie der Sprecher des Umweltministeriums, Sebastian Arnold, in Potsdam mitteilte. Damit seien zum Beispiel der Bau von flachen Fundamenten, Rohrleitungen und Stützen sowie das Herstellen von Baugruben möglich. Tesla kann damit auch den Untergrund verbessern und eine Fläche zum Be- und Entladen von Materialien bauen, die per Bahn angeliefert werden.

Tesla will in Grünheide nahe Berlin von 2021 an rund 500.000 Elektroautos pro Jahr herstellen. Weil eine umweltrechtliche Genehmigung in Brandenburg noch nicht abgeschlossen ist, betreibt das Unternehmen die Vorbereitungen auf dem Gelände auf eigenes Risiko. Zuvor hatte Tesla beantragt, vorzeitig rund 90 Hektar Wald zu roden und dann Boden einzuebnen.

Trinkwasserschutz angeblich gewährt

Naturschützer befürchten unter anderem negative Folgen für die Umwelt und die Wasserversorgung. Sie hatten den Stopp des Baus der Fabrik gefordert. Der Ministeriumssprecher sagte mit Blick auf das grüne Licht für die Fundamentarbeiten: „Der Zulassung ging eine eingehende Prüfung der Umweltauswirkungen voraus.“ Dabei seien zum Beispiel der Schutz des Grundwassers im Trinkwasserschutzgebiet und Anforderungen zum Schutz der Nachbarschaft vor unzulässigem Lärm während der Bauphase berücksichtigt worden.

Auf Kritik bei Naturschützern war auch gestoßen, dass Tesla am 14. Mai mit dem Setzen von Pfählen begonnen hatte. Tesla-Gegner hatten kritisiert, dass die Pfähle in die Grundwasser führende Schicht kämen und damit den Wasserfluss störten. Die sogenannten Pfahl-Probebelastungen wurden nach Angaben des Umweltministeriums allerdings zunächst gestoppt, denn eine Zulassung der unteren Wasserbehörde fehlte. Diese sei aber nun vorhanden. Gegen das Projekt der Fabrik waren nach Ministeriumsangaben mehr als 370 Einwände eingetroffen.

Ein Termin zur Erörterung von Einwänden war wegen der Corona-Krise zunächst ausgefallen, ein neuer Termin steht bisher noch nicht fest. Tesla will seinen früheren Antrag auf Genehmigung laut Landesregierung ändern – zum Beispiel mit dem Plan für einen geringeren Wasserverbrauch als zunächst angegeben.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-darf-Fundament-fuer-Giga-Fabrik-legen-article21808503.html

Bund will virtuelle Beteiligungsverfahren für Bauvorhaben wie das Tesla-Projekt

Wegen der Corona-Pandemie verzögern sich derzeit viele Baugenehmigungen. Eine Gesetzesänderung könnte nun die Verfahren beschleunigen.

Die Bundesregierung will wegen der Coronakrise die Möglichkeit schaffen, Beteiligungsverfahren für Bauvorhaben auch online abzuhalten. Das geht aus dem Entwurf für ein „Planungssicherstellungsgesetz“ hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Hintergrund ist, dass etwa der für den 18. März geplante öffentliche Erörterungstermin zum geplanten Bau einer Tesla-Fabrik in Brandenburg aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Mit dem geplanten Gesetz sollen nun nicht nur Unterlagen und andere Informationen über das Internet zugänglich gemacht werden können. „Als Ersatz für zwingend durchzuführende Erörterungstermine, mündliche Verhandlungen oder Antragskonferenzen wird das Instrument einer Online-Konsultation eingeführt“, heißt es in dem Entwurf.

Das Tesla-Projekt ist nur eines von vielen Bauvorhaben in Deutschland, die wegen Corona ins Stocken geraten sind. „Betroffen sind Großvorhaben, die in aufwendigen Genehmigungs-, Planfeststellungs- und Bebauungsplanverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung zugelassen werden müssen“, sagte Fritz von Hammerstein, Fachanwalt für Verwaltungsrecht bei der Wirtschaftskanzlei CMS, kürzlich dem Handelsblatt. „Verzögerungen drohen beispielsweise beim Bau von Bahnstrecken, Fernstraßen, Onshore- und Offshorewindparks, beim Ausbau der Stromnetze, größeren Wohnungsbauvorhaben und Industrieanlagen.“

Im Fall Tesla haben sich insgesamt 361 Kritiker der geplanten Elektroautofabrik mit Einwendungen gegen das Projekt gemeldet. Dabei geht es vor allem um die Themen Wasser, Wald, Verkehr und Naturschutz. Die Einwendungen sollten im März öffentlich erörtert und danach noch einmal von der zuständigen Genehmigungsbehörde geprüft werden. Infolge der Corona-Pandemie hatte das Landesamt für Umwelt (LfU) jedoch die Verschiebung des Termins angeordnet.

Eine Baugenehmigung kann zwar erst am Ende des umweltrechtlichen Genehmigungsverfahren erteilt werden. Tesla konnte aber auf eigenes Risiko früher mit dem Bau beginnen und müsste den alten Zustand wiederherstellen, falls das endgültige grüne Licht ausbleibt.

Das Unternehmen will ab nächstem Jahr in Grünheide nahe Berlin rund 500.000 Elektrofahrzeuge im Jahr bauen. Bis zu 12.000 Menschen sollen in der Fabrik beschäftigt werden.

„Das Objekt ist definitiv gut unterwegs“

Mit der Entscheidung, die Anhörung zu verschieben, soll nach Angaben der Landesregierung in Potsdam der Gefährdung der Gesundheit der Menschen entgegengetreten werden. Nach Einschätzung des Landesumweltamts sei wegen des grassierenden Virus eine „ordnungsgemäße Erörterung“ nicht möglich. Denn alle Kritiker des Projekts, auch ältere und Personen mit Vorerkrankungen, sollten bei einem Erörterungstermin die Möglichkeit nutzen können, ihre Anliegen vorzubringen.

Zwar können öffentliche Beteiligungsverfahren schon heute an die aktuelle Situation und die damit verbundenen Beschränkungen angepasst werden. „Ein solches Vorgehen ist jedoch mit erheblichen Rechtsunsicherheiten verbunden“, gibt die Bundesregierung in ihrem Gesetzentwurf zu bedenken. So sei die digitale Veröffentlichung von Unterlagen bislang lediglich als Ergänzung zur „physischen Auslegung“ der Antragsunterlagen im geltenden Recht geregelt und Erörterungstermine teilweise „zwingend“ vorgeschrieben.

Die Covid-19-Pandemie sei jedoch keine kurzfristige Ausnahmesituation mehr, die Einschränkungen müssten wohl über mehrere Monate aufrechterhalten werden. „Daher“, so die Regierung in ihrem Entwurf, „erscheint eine befristete Rechtsänderung geboten, um für die Zulassung von Vorhaben und die Aufstellung von Plänen ausreichend Rechtssicherheit herzustellen.“

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch eine sogenannte Formulierungshilfe für den Bundestag billigen. Damit können Bundestag und Bundesrat das Vorhaben schnell umsetzen und die Sonderregelungen in Kraft setzen. Die Regelungen sollen dem Entwurf zufolge bis 2025 gelten.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) zeigte sich am Dienstag zuversichtlich über den Fortgang des Tesla-Projekts. Der Kaufpreis für das künftige Fabrikgelände sei eingegangen. „Damit sind wir wieder einen kleinen Schritt vorangekommen“, sagte Steinbach der Zeitung „Prignitzer“. 43,4 Millionen Euro waren für das 300 Hektar große Grundstück vereinbart worden.

„Das Objekt ist definitiv gut unterwegs“, betonte der Minister. Es gebe ständig Telefonschalten mit den unterschiedlichen Bereichen – Infrastruktur, Energie, Wasser. Tesla sei einer der Lichtblicke im Land, auch für ihn, sagte der SPD-Politiker. Wann der US-Autobauer alle Genehmigungen zusammen habe, könne er nicht genau vorhersagen. Er deutete aber auf den Herbst und Winter des Jahres.

Was SpaceX und Tesla machen ist eine sinnvolle und erstrebenswerte Tätigkeit. Dieser Elon Musk ist schon ein geiler Typ. Wir brachen viel mehr solcher Leute und Firmen. Seine bemannte Crew Dragon kommt auch noch ins All, ihr werdet sehen. Die Fans die die Bauvorhaben dokumentieren kann ich ebenso verstehen, ich als Asperger-Autist bin selber total begeistert davon und den jetzigen und zukünftigen Plänen von Elon Musk. Das ist schon Cool! SpaceX und Tesla werden uns und die Menschheit noch weit bringen – man kann gespannt sein was da noch alles kommen wird.

Christian Dauck