Icarus startet erstes globales Forschungsprojekt

Die wissenschaftliche Pilotphase des erdumspannenden Tierbeobachtungssystems beginnt.

Eins meiner absoluten Lieblingsprojekte hat die mehrmonatige Testphase abgeschlossen. Mit „Icarus“ (International Cooperation for Animal Research Using Space) wollen die Wissenschaftler beispielsweise mehr über die Wanderrouten von Tieren herausfinden – etwa um Schutzzonen anzupassen, Klimaschutz – die folgen des Klimawandels zu dokumentieren oder auch Epidemien vorzubeugen. Zudem könnte „Icarus“ als Frühwarnsystem für Naturkatastrophen dienen: Schon länger gibt es Hinweise darauf, dass Tiere sich vor Ereignissen wie schweren Erdbeben auffällig verhalten, etwa unruhig werden.

Später noch mehr Projekte wären super: Haie, Pinguine usw. Und die Technik auf Satelliten bringen um die Abdeckung weiter zu herhöhen, um ein erdumspannendes Netz aufzubauen. Um auch Daten aus den Polarregionen zu erfassen.

„Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert 10 bis 15 Mal besser als gedacht.“ Das höre ich gerne.

10. SEPTEMBER 2020

Mit dem satellitengestützten System zur Tierbeobachtung wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das kollektive Wissen der Tiere auf der Erde erforschen. Das Kooperationsprojekt der Max-Planck-Gesellschaft, der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine mehrmonatige Testphase erfolgreich abgeschlossen, in der die Tier-Sender sowie die Systemkomponenten am Boden und an Bord der Internationalen Raumstation ISS geprüft wurden. Ab Mitte September beginnt nun das erste Kontinent-übergreifende wissenschaftliche Pilotprojekt. Dabei wollen die Icarus-Wissenschaftler mehrere tausend Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika mit kleinen Sendern auf ihren Rücken vom Weltraum aus begleiten. Das Icarus-Projekt wurde gemeinsam mit 24 weiteren Kooperationsprojekten des Wettbewerbs „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder ausgezeichnet.

Ein Sojus-Kapsel nähert sich der ISS, im Vordergrund ist die stabförmige Icarus-Antenne zu sehen. Roskosmos

Icarus hat Mitte März 2020 seinen Testbetrieb aufgenommen. Während der technischen Testphase wurde unter anderem die Kommunikation zwischen dem Icarus-System und den Tier-Sendern simuliert sowie die Signalstärke und Übertragungszeit der Antenne überprüft.  Nachdem alle Tests erfolgreich absolviert sind, kann nun der wissenschaftliche Betrieb beginnen. „Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert zehn bis 15-mal besser als gedacht“, erklärt der Mit-Initiator und Leiter von Icarus, Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz/Radolfzell und Professor an der Universität Konstanz. „Nun können wir mit unseren Forschungsprojekten loslegen.“

Herzstück von Icarus sind vier Gramm schwere Sender, die selbst auf kleinen Tieren wie Singvögeln angebracht werden können. Diese Messgeräte im Miniaturformat besitzen verschiedene Sensoren, die fortlaufend Verhaltens- und Gesundheitsdaten der Tiere erfassen. Auch Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftdruck können diese Sender aufzeichnen. Die Daten werden von einer Empfangsstation auf der ISS entschlüsselt und an die Bodenstation in Moskau übermittelt. Von dort laufen alle Daten in der Movebank zusammen, einer globalen Datenbank für Tierbewegungen.

Analyse des Zugverhaltens

Derzeit werden für eine Pilotstudie in Memmingen 5000 Sender produziert. Die Icarus-Wissenschaftler wollen damit ab Anfang September Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika ausstatten und das Zugverhalten der Vögel und ihre Überlebensstrategien untersuchen. Weitere 16 wissenschaftliche Projekte russischer Forscher sollen in den kommenden Monaten an den Start gehen. Darüber hinaus wollen weltweit hunderte Forschergruppen mit Icarus weitere gemeinsame Studien starten.

Einige Projekte von vielen die noch kommen werden. Haie und Pinguine möchte ich noch dazu haben. Quelle: https://www.icarus.mpg.de/4296/projekte

Mit dieser neuen digitalen Technik lassen sich aber nicht nur biologische Fragen beantworten – zum Beispiel, wohin Flughunde in Afrika fliegen und wo sie dabei auf Ebola-Viren treffen; oder wo Meeresschildkröten ihre Jugendjahre verbringen und wo die meisten davon ums Leben kommen. Icarus könnte auch für die Übertragung anderer Technik- oder Umweltdaten wie Baumwachstum, Meeresströmungen oder Gletscherschmelze eingesetzt werden. Aus den kombinierten Informationen tausender Tiere entsteht eine Zusammenschau über das Leben auf der Erde, das sogenannte ´Internet der Tiere´.

Die Technik könnte aber auch unseren Alltag verändern. „Icarus schickt ohne Zutun des Menschen kleine Datenpakete überall auf der Welt hin und her – ähnlich wie es bei der immer weiter voranschreitenden Vernetzung von Alltagsgegenständen der Fall sein wird, dem sogenannten Internet der Dinge. Icarus stellt damit ein völlig neues digitales Kommunikationssystem dar“, erklärt Martin Wikelski. Die Bedeutung von Icarus wird auch durch die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder am 15. September in Berlin gewürdigt.

Quelle: https://www.icarus.mpg.de/de

ICARUS: Start des wissenschaftlichen Betriebs

Weltraumbasiertes Tierbeobachtungssystem ICARUS schließt Testphase erfolgreich ab und startet den wissenschaftlichen Betrieb mit einer weltumspannenden Studie zum Zugverhalten von Amseln und Drosseln – Gemeinschaftsprojekt des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz

Globale Tierwanderungen vom Weltraum aus beobachten – dies wird ab sofort für Tierverhaltensforscherinnen und -forscher aller Länder möglich sein. Das weltraumbasierte Tierbeobachtungssystem ICARUS hat zum 31. August 2020 seinen Testbetrieb auf der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich abgeschlossen und nimmt im September 2020 seinen wissenschaftlichen Betrieb auf. Erstes Forschungsprojekt wird eine Studie zum Zugverhalten von über 2.000 besenderten Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika sein. Mehrere hundert Forschungsgruppen weltweit haben bereits ihr Interesse an der Nutzung von ICARUS für gemeinsame Studien im Bereich der Tierverhaltensforschung angemeldet.

Mission Icarus: Forscher enthüllen das Wissen der Tiere

ICARUS ist ein gemeinsames Projekt des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz in Kooperation mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr. Martin Wikelski, Direktor am Konstanzer Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Honorarprofessor an der Universität Konstanz. Das ICARUS-Projekt wird am 15. September 2020 im Rahmen des Wettbewerbes „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder in Berlin ausgezeichnet werden, gemeinsam mit 24 weiteren länderübergreifenden Kooperationsprojekten.

Fünfzehnmal bessere Datenübertragung als erwartet
„Die Datenübertragung vom Boden zur ISS funktioniert zehn bis fünfzehnmal besser als gedacht“, kommentiert Martin Wikelski den erfolgreichen Abschluss der viermonatigen Testphase: „Nun können wir mit unseren Forschungsprojekten loslegen“, freut sich Wikelski, der zudem Principal Investigator am Exzellenzcluster „Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour“ der Universität Konstanz ist. Die ICARUS-Antenne war nach 17 Jahren Vorbereitung am 15. August 2018 an der Außenseite der Internationalen Raumstation angebracht worden. Nach der ersten Inbetriebnahme 2019 musste der Testbetrieb zunächst unterbrochen werden, um einen defekten On-Board-Computer auszutauschen. Mit neuem Computer konnte die viermonatige Testphase im Frühjahr/Sommer 2020 fortgesetzt und nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Wie ICARUS funktioniert
Herzstück von ICARUS sind vier Gramm schwere Sender, die selbst an kleinen Tieren wie Singvögeln angebracht werden können. Diese Messgeräte im Miniaturformat erfassen fortlaufend Verhaltens- und Gesundheitsdaten der Tiere. Auch Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck können die Sender aufzeichnen. Über die im Weltraum positionierte ICARUS-Antenne können die Daten der besenderten Tiere aus allen Teilen der Welt empfangen werden – auch in entlegenen, schwer zugänglichen Regionen sowie auf den Weltmeeren. Damit wird erstmals eine kontinuierliche, weltumspannende Beobachtung von Tierwanderungen möglich, die wichtige Fragen über die ökologischen Zusammenhänge unseres Planeten beantworten kann und dabei hilft, die Tiere besser zu schützen. Alle erhobenen Daten laufen in der öffentlichen, frei zugänglichen Datenbank „Movebank“ für Tierbewegungen zusammen und können auch über die kostenlose App „Animal Tracker“ empfangen werden.

Faktenübersicht:
• Das weltraumbasierte Tierbeobachtungssystem ICARUS („International Cooperation for Animal Research Using Space“) hat zum 31. August 2020 seinen viermonatigen Testbetrieb auf der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich abgeschlossen. Der wissenschaftliche Betrieb wird im September 2020 aufgenommen.
• Pilotprojekt: Studie zum Zugverhalten von über 2.000 besenderten Amseln und Drosseln in Europa, Russland und Nordamerika.
• ICARUS ist ein gemeinsames Projekt des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz in Kooperation mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
• Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Dr. Martin Wikelski, Direktor am Konstanzer Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Honorarprofessor an der Universität Konstanz.
• Das ICARUS-Projekt wird am 15. September 2020 im Rahmen des Wettbewerbes „Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit“ durch die Außenministerien beider Länder in Berlin ausgezeichnet werden, gemeinsam mit 24 weiteren länderübergreifenden Kooperationsprojekten.
• Weitere Informationen zu ICARUS unter: https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/aktuelle-meldungen/aktuelles/ICARUS–Tierbeobachtung-aus-dem-Weltraum-13449/

Quelle: https://nachrichten.idw-online.de/2020/09/10/icarus-start-des-wissenschaftlichen-betriebs/?groupcolor=1

Weltgesundheitsorganisation hat Interesse an ICARUS: Verhaltensbeobachtung von Tieren – Naturkatastrophen, Artensterben, Infektionskrankheiten

Ein satellitengestütztes System zur Beobachtung von Tieren soll bei der Erforschung von Infektionskrankheiten, der Vorhersage von Naturkatastrophen und dem Artenschutz helfen.

Das Ende des Podcast war interessant: Beginn des wissenschaftlichen betriebs im Spätsommer/Anfang Herbst 2020. Wikelski: „Wir brauchen die Tiere – die Weltweite Pandemie App für Tiere“. „Im Prinzip funktioniert das genauso wie eine Corona-App, nur für Tiere“, so Wikelski… Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat übrigens schon Interesse an ICARUS angemeldet. ICARUS: eins meiner Lieblingsprojekte, freue mich sehr auf den baldigen wissenschaftlichen betrieb. https://www1.wdr.de/mediathek/audio/quarks-story/audio-folge—-das-internet-der-tiere-100.html

Naturkatastrophen, Artensterben, Infektionskrankheiten – durch den Klimawandel und den massiven Eingriff des Menschen in die globale Natur- und Tierwelt werden diese Phänomene zu immer größeren Gefahren für unser gesamtes Ökosystem. Forschende weltweit arbeiten bereits an Lösungen für diese Herausforderungen. Ein Problem dabei: oftmals werden die erfassten Forschungsdaten nur lokal gespeichert, was einen Überblick über die gesamte Datenlage erschwert. Gerade in der aktuellen Pandemie zeigt sich jedoch, dass es in Zukunft immer wichtiger wird, genau dieses Wissen zu teilen, um international gegen Naturkatastrophen, Infektionskrankheiten und das Sterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten ankämpfen zu können.

Die internationale Kooperation ICARUS („International Cooperation for Animal Research Using Space“) will diese Wissenslücke nun schließen. Mit offen geteilten Daten über das Verhalten von Tieren und einem satellitengestützten System wollen die Forschenden die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen erleichtern. Das Projekt wird von einer Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie (MPI Radolfzell/Konstanz) und der Universität Konstanz geleitet. Außerdem wird es von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sowie der Europäischen Weltraumbehörde ESA unterstützt.

Minisender schicken Beobachtungsdaten an die ISS

Für das Projekt werden Tiere weltweit mit Minisendern ausgerüstet. Diese schicken ihre Messdaten dann an die Internationale Raumstation ISS. Von hier gelangen die Daten an eine Bodenstation, von wo sie an die jeweiligen Forschungsteams geschickt werden. Die Sensoren selbst sind mit einem kleinen Solarpanel, einer Batterie und einer etwa 15cm-langen Antenne ausgestattet.

Während die Sender bei größeren Tieren wie Kühen oder Schafen in Ohrmarken (die sie meist ohnehin schon tragen) oder Halsbänder eingebaut werden, werden größere Vögel wie Störche mit einem Ring am Fuß und kleinere Tiere wie Fledermäuse mit einer Art Umhang versehen, an dem der Sensor befestigt ist. Die Lebensdauer der Tiere wird, laut Martin Wikelski, dem Leiter des ICARUS-Projektes am MPI, dabei nicht negativ beeinflusst. Wie können die Beobachtungsdaten aber nun konkret bei der Vorhersage von Naturkatastrophen oder der Erforschung ökologischer Veränderungen helfen?

Sensoren messen Temperatur, Luftdruck und Gesundheit der Tiere

Die Sensoren erheben verschiedene Daten. Zum einen wird, dort wo sich das jeweilige Tier gerade befindet, die Umwelt beobachtet, also die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Luftdruck gemessen. So können beispielsweise ökologische Veränderungen festgestellt werden. Zum anderen messen die Sensoren den physiologischen Zustand eines Tieres. Die erfassten Daten geben beispielsweise Auskunft über das Fressverhalten, die Schritte, die Körperlage oder den Gesundheitszustand eines Tieres.

Die gesammelten Daten sollen unter anderem einen Beitrag zum Artenschutz leisten. „Im Moment ist es so, dass wir nicht verstehen, wo die ganzen Tiere verlorengehen. In Europa haben wir beispielsweise 420 Millionen Singvögel verloren, also knapp 30 Prozent unserer Biomasse an Singvögeln. Hier ist es wahnsinnig wichtig für uns zu verstehen, wo es den Tieren noch gut ging und wo es Probleme gab“, erklärt Martin Wikelski, Direktor des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie, gegenüber RESET. Bei größeren Tieren wie Gazellen oder Nashörnern kann mit den Sendern zudem beispielsweise nachverfolgt werden, wo Wilderer illegal gejagt haben. Auch bei Fischen können die Forschenden mit der Besendung großer Fischschwärme erkennen, wo es beispielsweise zu Überfischung kommt.

Nicht nur für den Artenschutz, auch für die Beobachtung der Ausbreitungswege von Infektionskrankheiten ist die Tierbeobachtung essenziell. „Im Prinzip funktioniert das genauso wie eine Corona-App, nur für Tiere“, so Wikelski. Durch die Messung der Bewegungsmuster, die Interaktionen zwischen den Tieren und nachträgliche Antikörpertests im Labor könnte mit dieser Methode langfristig also die Ausbreitung von Infektionskrankheiten frühzeitig erkannt und kontrolliert werden.

„Biocaching“ mit Animal Tracker App

Eine weitere Methode, um das Verhalten von Tieren beobachten zu können bietet die Animal Tracker App. „Wenn wir mit Hilfe der Sender sehen, dass ein Tier tot ist, gehen wir entweder selbst dahin oder schicken die Position an die Animal Tracker App“, sagt Wikelski. Hobby-Tierbeobachter*innen oder Wissenschaftler*innen, die die App installiert haben, können das Tier dann fotografieren, den Sender entfernen und ihn an die Forschenden schicken. Eine neue Form von Geocaching bzw. „Biocaching“ also, mit der verhindert wird, dass die batteriehaltigen Sensoren in der Umwelt liegen bleiben. Außerdem können die im Sender gespeicherten Daten somit für eine komplette Auswertung über das Leben eines Tieres gespeichert und die Sender wiederverwendet werden. Die Nutzer*innen der App können darüber hinaus nicht nur zur Vergrößerung der Datenlage zur Verhaltensforschung beitragen, sondern auch in Echtzeit verfolgen, auf welchen Wegen sich mit Minisendern versehene Tiere weltweit bewegen.

Offene Datenbank Movebank: Das „Internet der Tiere“

Um die erhobenen Daten möglichst vielen Menschen zur Verfügung zu stellen, werden sie frei zugänglich auf der Datenbank Movebank veröffentlicht. „Die offene Datenbank hat massive Vorteile, da wir somit globale Vergleiche machen können“, berichtet Martin Wikelski. Denn: „Das Internet der Tiere kann es nur dann geben, wenn wir die Daten der ganzen Tiere zusammenschließen, offen machen und daraus lernen.“

Tracking-Daten aus der Movebank-Datenbank

Finanziert wird die Datenbank von der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Konstanz. Bei der Entwicklung gab es außerdem Unterstützung von der National Science Foundation, dem Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der German Science Foundation und der NASA. Laut Website hat Movebank mittlerweile über 20.000 Nutzer*innen und Tausende Dateneigentümer von Universitäten, Regierungsbehörden und Forschungs- und Naturschutzgruppen weltweit. „Mit den Daten können wir zeigen, wie wichtig Tiere sind. Das ist dann auch das, was wir den Tieren im Gegenzug zurückgeben können“, so Wikelski.

Quelle: https://reset.org/blog/icarus-verhaltensbeobachtung-tieren-minisender-und-satelliten-07302020

Brief an Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie

Heute einen Brief an das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie geschrieben:

Brief an Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie

Wie war mein Tag heute sonst: Spazieren gewesen. Anime geschaut und zum Ende des Tages Downloade ich mir noch dass Final Fantasy 7 Remake. Gestern und heute Abend schaue ich Edgar-Wallace-Filme auf Netflix an.

Ich hab eine Arbeitsmaßnahme beantragt (keine klassische WfbM). Erstmal was mit Computern aber das Ziel ist ein Außenpraktikum, Ideen sind Museum, Hochschulen usw. Was sich Forschung und Wissensschaft widmet. Das könnten gebiete wie Tiere, Mikroorganismen und Erdentstehung sein.

Im Gegensatz zu meinen Kollegen Bundesweit in den WfbMs, gehe ich viel spannerenden und interessanten: Themen, fragen und Projekten aus Raumfahrt, Astrobiologie und Biologie nach.

Meine Behinderten – Kollegen Bundesweit, kümmern sich viel lieber um ihre Schulden, Sucht, Kriminalität und ihren Psychischen Problemen. Ist doch total öde und langweilig. Verstehe ich nicht wie man so seinen Tag verbringen kann.

Ich gehe meine Hobbys und Interessen nach, nebenbei kann ich das Leben genießen mit dingen die auch mal Geld kosten. Wenn ich dann noch eine passende Arbeit (Forschung und Wissensschaft) hätte, wäre es perfekt.

Testphase für Icarus-Projekt für Tierbeobachtungen beginnt

Der Start für das Icarus-Projekt zur Tierbeobachtung aus dem All musste in der Vergangenheit mehrfach verschoben werden. Nun geht es aber einen Schritt weiter – die Testphase beginnt.

Die globale Wanderung von Tieren kann Aufschluss über bevorstehende Naturkatastrophen geben (YouTube / Max-Planck-Gesellschaft)

Ein meiner Lielingsprojekte beginnt den Testbetrieb – ICARUS (Tierbebachtung aus dem Weltraum). Ich kann es kaum abwarten bis die Forscher dann endlich damit Forschen können, voraussichtlich Anfang Juni 2020. Nicht nur für die Klimaveränderung interessant sonder auch bei der Verbreitung von Krankheitserregern, nicht nur bei Vogelgrippe oder Ebola usw. Sondern jetzt auch Aktuell bei Corona-Epidemie (Coronavirus). Aber natürlich auf für Tierschutz und Katastrophenschutz sehr interessant. Das Projekt wird wunderbar und hoffe das es sich neben den anderen Systemen durchsetzt. Später kann man es auch auf Satelliten installieren um die Abdeckung zu verbessern, dem technologischen Fortschritt und der Miniaturisierung sei dank. Noch ist es ja ein Technologie-Demonstration-Experiment auf der ISS. Aber wenn es gut läuft steht dem Projekt eine langjährige goldige Zukunft bevor.

Konstanz (dpa/lsw) – Das deutsch-russische Projekt Icarus zur Tierbeobachtung aus dem All geht in die nächste Phase: Ab Dienstag will das Team um Projektleiter Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz mit den ersten Tests für das System beginnen. Über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten wollen die Forscher unter anderem die Datenübertragung zwischen der Raumstation ISS, den Tier-Sendern und der Bodenstation testen. Nach Abschluss dieser Phase sollen Wissenschaftler weltweit mit Icarus arbeiten können.

Eigentlich hätte der Icarus-Computer auf der ISS – das Herzstück des Projekts – rund 400 Kilometer über der Erde schon im Juli funktionieren sollen. Wegen Problemen mit einem Kondensator musste er allerdings wieder auf die Erde. Im Dezember brachte eine russische Trägerrakete ihn zurück zur ISS.

Mit Icarus (International Cooperation for Animal Research Using Space) wollen die Wissenschaftler mehr über das Leben verschiedener Tierarten herausfinden. Die Forscher rüsten dafür etwa Vögel mit Mini-Sendern aus, um so unter anderem ihre Wanderungen nachverfolgen zu können. An dem Projekt sind unter anderem Roskosmos und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt. Insgesamt arbeiteten weit mehr als 100 Menschen an Icarus.

Quelle: https://www.greenpeace-magazin.de/ticker/testphase-fuer-icarus-projekt-fuer-tierbeobachtungen-beginnt

Krankheitserreger auf Reisen

Menschen reisen heute in wenigen Stunden um den Globus. Und mit ihnen gefährliche Krankheitserreger. Bakterien und Viren sind aber nicht nur blinde Passagiere in Flugzeugen und Schiffen – auch Tiere verbreiten sie rund um die Welt.

Das ist häufig kein Problem für die Tiere selbst, aber für den Menschen sind einige diese Erreger eine große Gefahr. Viele tödliche Infektionen wie Ebola, HIV oder die Grippe stammen nämlich ursprünglich von Tieren. Leben Mensch und Tier in engem Kontakt, können die Keime leicht auf den Menschen überspringen. Gerade in Asien oder Afrika leben Mensch und Tier eng zusammen, oft sogar im selben Raum. Solche Fälle sind sie besonders gefährlich und lösen oft tödliche Krankheitssymptome aus.

Als Begleiter von Zugvögeln, Meerestieren oder Huftieren legen die Erreger häufig tausende von Kilometern zurück. Sie können direkt den Menschen infizieren, wahrscheinlicher ist aber eine Übertragung auf Haustiere, denn an die domestizierten Verwandten seines ursprünglichen Wirts sind Viren und Bakterien gut angepasst. Von den Haustieren können sie dann leicht zum Menschen wechseln.

Schon seit einigen Jahren berechnen Wissenschaftler mit Computermodellen die Ausbreitung von Epidemien anhand des globalen Luftverkehrsnetzes. Aber nicht nur die Reiserouten des Menschen spielen bei der Verbreitung von Krankheiten eine Rolle, die Bewegungen der Tiere werden ebenfalls für die Prognose von Epidemien immer wichtiger.

https://www.icarus.mpg.de/13765/krankheitserreger-auf-reisen

Frühwarnsystem der Tiere

Erst bebte die Erde, dann kam die Flut: Das Seebeben am 26. Dezember 2004 vor der Küste Sumatras war nicht nur das drittstärkste jemals gemessene Beben, es löste auch einen gewaltigen Tsunami aus. Die meterhohen Wellen rissen rund um den Indischen Ozean hunderttausende Menschen in den Tod.

Heute soll ein Tsunami-Frühwarnsystem aus tausenden Messstationen die Bewohner gefährdeter Regionen vor solchen Katastrophen warnen. Das Indian Ocean Tsunami Warning and Mitigation System (IOTWS) registriert Seebeben im Indischen Ozean und informiert die Menschen zwischen Indonesien und der arabischen Halbinsel in kürzester Zeit, ob ein Tsunami droht. Ein Netz aus Messstationen im Meer und über Satellit verbundene Bojen registriert Erschütterungen und Meeresspiegelschwankungen. Das Warnsystem ist jedoch nicht nur technisch enorm aufwändig, es verschlingt auch ungeheure Summen: 50 bis 100 Millionen Dollar müssen die Länder am Indischen Ozean jedes Jahr dafür aufbringen.

An einem Frühwarnsystem ganz anderer – und einfacherer – Art arbeitet derzeit ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz. Es heißt Icarus – Internationale Kooperation zur Erforschung von Tieren mithilfe des Weltraums (International Cooperation for Animal Research Using Space).

Icarus soll die außerordentlichen Sinnesleistungen vieler Tiere – ihren sprichwörtlichen „siebten Sinn“ – für den Menschen nutzbar machen. Aus historischen Aufzeichnungen wissen wir, dass sich bereits frühere Kulturen das Wissen der Tiere zunutze machten und ihre Aktivitäten daran ausrichteten. Darüber hinaus gibt es viele Hinweise und Geschichten von Tieren, die Katastrophen ankündigen: Unruhige Vögel vor einem Vulkanausbruch, Schlangen, die vor einem Erdbeben aus ihrem Winterschlaf erwachen, oder verschwundene Erdkröten, die sich mitten in der Laichsaison vor einem schweren Beben verkriechen.

https://www.icarus.mpg.de/13789/fruehwarnsystem-der-tiere

Wissen zum Schutz der Arten

Früher war der Präriebussard (Buteo swainsoni) für die Farmer im Westen Nordamerikas im Sommer ein alltäglicher Anblick: Stundenlang saßen die Greifvögel auf den Pfosten der Weidezäune und hielten nach Beute Ausschau: Insekten und Nagetiere. Im Winter sammelten sie sich in großen Schwärmen und flogen zum Überwintern nach Argentinien. Mitte der 1990er Jahre verschwanden die Bussarde plötzlich.

Biologen statteten daraufhin einige Tiere mit Sendern aus und verfolgten sie auf ihrem Flug nach Südamerika. Den Grund für ihren Rückgang entdeckten die Forscher schließlich in den Überwinterungsgebieten in Argentinien: Die Bauern dort behandelten ihre Felder mit Pestiziden, um sie vor Insekten zu schützen. Die Präriebussarde nahmen mit den Heuschrecken auch die Pestizide auf und starben daran. Mehrere zehntausend Vögel sind Schätzungen zufolge auf diese Weise verendet. Seitdem versuchen Vogelschützer und lokale Bauern gemeinsam, den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln so zu regulieren, dass sie die Bussarde nicht mehr vergiften. Seitdem haben sich ihre Bestände wieder erholt.

Das Beispiel der Präriebussarde zeigt: Je mehr wir über eine Tierart wissen, desto besser können wir sie schützen. Das gilt besonders für Tiere, die viel unterwegs sind – also Zugvögel, Meerestiere oder manche Säugetiere. Denn auf ihren Reisen sind sie vielen Gefahren ausgesetzt, viele sterben unterwegs. Aber wie groß die Verluste sind, wo sie ums Leben kommen und wodurch, ist für die meisten Arten ungeklärt. Unzählige von ihnen fallen beispielsweise Jägern zum Opfer. Ornithologen schätzen, dass jedes Jahr hunderttausende Vögel bei ihren Zwischenstopps rund um das Mittelmeer in Ägypten, Libyen, Zypern, Malta, aber auch in Italien und Südfrankreich in Netzen gefangen oder abgeschossen werden.

Wenn die Wissenschaftler die Zugrouten gefährdeter Vogelarten kennen und wissen, wo ihre Rastplätze liegen, können entsprechende Schutzgebiete ausgewiesen werden. Für den Artenschutz und den Erhalt der Biodiversität liefert ein satellitengestütztes Telemetrie-System wie Icarus also wichtige Daten. Das Projekt wird aber auch zum Schutz von Tieren beitragen, die sich nicht auf jährliche Wanderungen begeben. Mit seinen Daten über das Verhalten und die Lebensräume einer Art zeigt Icarus, welche Lebensbedingungen eine Art zum Überleben braucht und wo entsprechend Rückzugsgebiete geschaffen werden sollten.

Darüber hinaus müssen bestehende Schutzzonen miteinander vernetzt werden, denn große zusammenhängende Lebensräume gibt es heute nur noch selten. Stattdessen liegen Naturreservate und Nationalparks meist wie Inseln in einem Meer aus Siedlungen, Straßen und Agrarflächen. Für viele Arten ist die menschliche Kulturlandschaft eine unüberwindbare Barriere. Oft sind Schutzgebiete zu klein, um alleine überlebensfähige Populationen einer Art zu beherbergen. Der fehlende Austausch lässt die Populationen zudem genetisch verarmen: Sie verlieren ihre genetische Vielfalt und laufen dadurch in Gefahr auszusterben.

Naturschützer und Wissenschaftler wollen die Schutzgebiete deshalb miteinander verbinden. Korridore stellen sicher, dass die Tiere in den einzelnen Gebieten in Kontakt bleiben. Durch sie können beispielsweise Individuen wandern, die neue Reviere suchen. Häufig sind das Jungtiere, die gerade selbständig geworden sind. So weiß man beispielsweise aus Bewegungsanalyse großer Landraubtiere wie Wölfen, Leoparden oder Pumas, dass Jungtiere immer wieder Naturreservate verlassen und viele hundert Kilometer durch für sie unwirtliches Terrain ziehen. Wanderkorridore könnten die Überlebenschancen dieser Tiere erhöhen und verhindern, dass eine Art in voneinander isolierte Gruppen zerfällt.

Das ICARUS Sytem

https://www.icarus.mpg.de/13885/wissen-zum-schutz-der-arten

Reparierter Pannen-Computer erreicht Internationale Raumstation

Mit einer Antenne und einem Computer auf der Internationalen Raumstation wollen Forscher Tierwanderungen beobachten und die Ausbreitung von Krankheiten verfolgen. Doch bislang machte die Technik Probleme.09.12.2019, 16:50 Uhr

Modell der Icarus-Antenne: Ausbreitung von Krankheitserregern verfolgen
Modell der Icarus-Antenne: Ausbreitung von Krankheitserregern verfolgen MPI für Ornithologie/MaxCine/dpa

Der Computer für das deutsch-russische Projekt Icarus ist nach gut drei Tagen Flug an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Damit wollen Wissenschaftler Tierwanderungen weltweit dokumentierenErdbeben vorhersagen und die Ausbreitung von Krankheitserregern verfolgen.

Die Trägerrakete war am Freitag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Am Montag zeigten Live-Bilder der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, wie das Raumschiff mit dem Computer in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde an die ISS andockte. Das Manöver sei erfolgreich verlaufen, teilte Roskosmos bei Twitter mit. An Bord seien zwei Tonnen Fracht, darunter auch Treibstoff und Ausrüstung.

Der Computer von Icarus sollte ursprünglich bereits im Juli 2019 auf der ISS hochgefahren werden. Doch die Belüftung des Gerätes (International Cooperation for Animal Research Using Space) funktionierte nicht. Es musste zurück zur Erde gebracht werden, um einen Kondensator auszuwechseln. Nach einer Testphase soll das System Wissenschaftlern nun voraussichtlich bis Anfang Juni voll zur Verfügung stehen.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/icarus-reparierter-computer-erreicht-internationale-raumstation-a-1300445.html

ICARUS-Tierbeobachtungssystem / Tierbeobachtung aus dem All

Am Freitag den 06.12.2019 soll mit einer Sojus 2 Rakete und den Raumfrachter Progress MS-13 der reparierte Computer für das Tierbeobachtungssystem – ICARUS starten.

Hoffentlich startet das Projekt dann schnellstmöglich mit den Testbetrieb. Menschen, Tiere, und die Erde würden davon profitieren, in den bereichen: Klimaveränderung, Tierschutz, Katastrophen- und Seuchenschutz usw.

In der heutigen Zeit in der jetzt alle über Klimaschutz sprechen und manche Tierarten vom Aussterben bedroht sind, ein absolut interessantes, spannendes und modernes Projekt. Es wird Menschen und Tiere über Generationen hinweg von nutzen sein und zu einen besseren Verständnis auf beiden seiten sorgen sowie ein wichtigen Beitrag zur Wechselwirkung zwischen: Tier-Klima-Umwelt-Mensch, leisten. Davon bin ich überzeugt.

Offizielle Projekt-Homepage: https://www.icarus.mpg.de/de

Beobachtung von Meerestieren mit Icarus

Wissenschaftler zeichnen das Verhalten der bedrohten Jäger mit Unterwasserkameras und Bewegungssensoren auf 5. APRIL 2019

Der Weiße Hai ist eines der faszinierendsten Meerestiere der Erde. Viele Filme und Bücher stellen ihn jedoch als unersättlichen Räuber dar – dabei ist über sein Jagdverhalten kaum etwas bekannt. Ein internationales Team aus Wissenschaftlern, an dem auch Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell beteiligt waren, hat Weiße Haie nun bei der Robbenjagd vor der Küste Südafrikas beobachtet. Die mit Kameras und Sensoren aufgezeichneten Bewegungsmuster zeigen, dass die Tiere entgegen bisheriger Annahmen sich in Wälder aus Seetang wagen und dort Jagd auf Robben machen. Das Wissen, wie Weiße Haie auf ihre Beute reagieren und welche Rolle dabei ihre Umgebung spielt, soll künftig Unfälle mit Menschen vermeiden helfen.

Quelle: https://www.mpg.de/13304118/weisser-hai-robben

Auch ist es ein schönes Projekt um Menschen für den Weltraum zu begeistern, ob an Schulen oder Privat. Da es ein greifbares und nahes Projekt ist mit dem jeder Menschen egal welchen alters sich sofort identifizieren kann. Als bei anderen Projekten bzw. Experimenten die auf der ISS Staat finden.

In der Grundschule wird man Kinder wohl schlecht für Experimente im Bereich Materialforschung und im Medizin begeistern können, die auf der ISS stattfinden Da sieht es bei Tierbeobachtung doch anders aus, sowas kann man mit entsprechenden Unterrichtsmaterial besser aufbereiten.

Schade das dass schöne und sehr wichtige Projekt seit einem Jahr in Verzug ist, erst stellen die Russen den Betrieb plötzlich in frage und dann als der Anschalttermin für den Computer war, ist die PC-Lüftung defekt. Sollte die Rakete am 06.12.2019 pünktlich Starten wird sie am Montag den 09.12.2019 an der ISS Andocken. Da erwarte ich von den Projektverantwortlichen: Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) sowie dem Max-Planck-Institut, eine Zügige Inbetriebnahme.

Ich bin von dem Projekt einfach nur begeistert. Das merkt man schon an der Wartezeit die durch die Verzögerungen entstanden ist – Über ein Jahr warte ich schon.

Außenbordeinsatz für Icarus

Die Antenne für das russisch-deutsche Experiment wurde erfolgreich auf der Internationalen Raumstation montiert15. AUGUST 2018

Am 15. August 2018 haben die beiden russischen Kosmonauten Sergei Walerjewitsch Prokopjew und Oleg Germanowitsch Artemjew die Icarus-Antenne auf der Internationalen Raumstation ISS entfaltet. Dies war der Höhepunkt ihres Außenbordeinsatzes, bei dem sie mehrere Stunden an der Außenseite des russischen Swesda-Moduls gearbeitet haben. Unterstützt wurden die beiden Kollegen dabei vom deutschen ESA-Astronaut Alexander Gerst, der den Einsatz vom Inneren der Station aus überwachte. Mit der Installation der Antenne ist das Icarus-System (International Cooperation for Animal Research Using Space) des Max-Planck-Instituts für Ornithologie, der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und der Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem weltweit Tierwanderungen aller Art verfolgt werden können, nun komplett. In den nächsten Tagen und Wochen wird Icarus in Betrieb genommen.

Quelle:https://www.icarus.mpg.de/53318/news_publication_12180169_transferred?c=56347

Woche vom 02.12 bis 08.12: Welt-Klimakonferentz / Hayabusa 2 Startet Motoren / ICARUS-Tierbeobachtung

Herrlich! Ach Leute ist das schön wenn man in der WfbM keine Beschäfftigungs-Therapie machen muss. Sich dafür aber bilden und an seine Berufliche Zukunft Arbeiten kann: Sternwarte, Kita, oder Computer usw. Wichtig ist, es soll eine Arbeit sein die der Gemeinschaft dienlich ist und bei der ich auch selber was neues für mich Lernen und mitnehmen kann von der Arbeit und den Menschen. Mit vielen für mich interessante und spannenden Themen beschäftige ich mich tagtäglich, da liegen Welten dazwischen merke ich gerade beim schreiben.

EU-LISA ist ein perfektes Beispiel, davon erfahre ich sicherlich nichts in der WfbM, ich wäre wahrscheinlich der einzige / Nein, mit großer Wahrscheinlichkeit der einzigste dort, der Sie kennt. Wenn man bedenkt was sich da im Hintergrund alles tut, zum Beispiel: die Leute die tagtäglich fliegen, ihren Pass kontrollieren lassen oder durch das EasyPass-System gehen. https://christiandauck.com/2019/12/01/wochen-vom-02-12-bis-08-12-neues-eu-parlament-nimmt-arbeit-auf-eu-ausengrenzen-eu-lisa-was-ist-eu-lisa/

Zwischen den Menschen in der WfbM und mir. Wenn ich bedenke (Kopfschüttelnd) das so manch einer dort nicht an der Europawahl teil genommen hat. Zum Glück bin ich nicht mehr dort.

Ich kann Eltern Bundesweit die WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) für ihre Kinder (vor allem mit Autistischen Kindern) nicht empfehlen, da erfahren und Lernen die nichts über die Welt da draußen sondern bleiben auf einer Insel gestrandet.

Tägliche Bildung (sich selber was beibringen) auf hohem Niveau zischen Anime schauen und Zocken ist was ich mache. Dabei sind noch nicht mal Sachen dabei die sich erst Kurzfristig aus den Nachrichten ergeben werden und die Woche ist jetzt schon sehr interessant und voll obwohl sie noch nicht mal begonnen hat.

Diese Woche findet die Welt-Klimakonferenz statt die ich im Auge behalten werde.

Und ich warte auf den Start von Frachtflug Progress-13. Aber nur weil da ein reparierter Computer mit dabei ist, für den Start eines Projekts auf denn ich schon sehr lange warte. das ICARUS-Projekts. Eigentlich sollte Progress-13 am 1.12 starten, wurde aber aufgrund eines Fehlers auf den 06.12 verschoben.

Hayabusa 2

Außerdem beginnt Hayabusa 2 am 03.12 (nach Japanischer Zeit) ihre Motoren für den Rückflug zu starten.

ICARUS – Tierbobachtung aus dem Weltall

Meldung vom 29.04.2019

Projekt „Icarus“/ Wie das Internet der Tiere ins Stocken kam

Mit Minisendern ausgestattete Tiere aus dem All verfolgen und so Erkenntnisse über das Artensterben erhalten – dies ist das Ziel des deutsch-russischen Projekts „Icarus“. Doch der Start verzögerte sich, wohl auch aus politischen Gründen.

Die beiden russischen Raumfahrer Sergej Prokopjew und Oleg Artemjew schufteten draußen, ihr deutscher Kollege Alexander Gerst überwachte die Arbeiten von drinnen. Rund sieben Stunden dauerte der Außeneinsatz am „Swesda“-Modul der Internationalen Raumstation im vergangenen August.

Am russischen Segment des Weltraumlabors sollte eine Antenne für ein weltweit bisher einmaliges Forschungsvorhaben angebracht werden. Aus dem Weltall wollten Forscher damit Bewegungen von Tieren auf der ganzen Erde aufzeichnen: von bedrohten Elefanten in afrikanischen Nationalparks über Rentiere in der russischen Arktis bis hin zu Ziegen, die an den Hängen des Vulkans Ätna auf Sizilien grasen. Selbst Schmetterlinge und Heuschrecken wollten die Forscher irgendwann aus 400 Kilometer Höhe beobachten

Die Kosmonauten Artemjew und Prokopjew beim ISS-Außeneinsatz (am 15. August 2018)

So sollten Erkenntnisse gewonnen werden, die unter anderem den Kampf gegen das Artensterben voranbringen sollten, aber womöglich auch als Frühwarnsystem vor Naturkatastrophen dienen könnten. „Icarus“ heißt das Vorhaben, oder ausgeschrieben: „International Cooperation for Animal Research Using Space“. Doch mit der internationalen Kooperation war es zwischenzeitlich nicht mehr allzu weit her.

Monatelang passierte zumindest vordergründig gar nichts, die von den Kosmonauten Prokopjew und Artemjew eingebaute Technik wurde nicht einmal angeschaltet. Stattdessen gab es hinter den Kulissen Gezerre zwischen den Projektpartnern in Deutschland und Russland. „Icarus fliegt nicht“, spottete der Berliner „Tagesspiegel“.

„Es ist schwieriger geworden“

Führender Kopf hinter dem Projekt ist Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell. Nun kann er vermelden, dass „Icarus“ doch noch an den Start gehen soll. „Wir haben jetzt Gott sei Dank einen Anschalttermin. Es ist der 24. Juni“, so der Vogelforscher. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn bestätigt den Termin, auch wenn nach dem Start noch sechs bis acht Wochen lang die Technik getestet werden müsse.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/projekt-icarus-wie-das-internet-der-tiere-ins-stocken-kam-a-1264979.html

Meldung vom 07.07.2019

Tiere aus dem All beobachten / Icarus-Projekt startet unter Vorbehalt

Nach Verzögerungen soll die Tierbeobachtung aus dem All mit „Icarus“ offiziell starten. Doch bis die Forschung beginnen kann, sind weitere Hürden zu überwinden.

„Icarus“ heißt das seit Jahren geplante weltraumsgestützte Beobachtungssystem für Tierwanderungen. Der Starttermin war bereits zweimal verschoben worden. Am Dienstagnachmittag soll das Kooperationsprojekt der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun online gehen. Geleitet wird es von Martin Wikelski, Direktors des Radolfzeller Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie. Zunächst seien Tests geplant. Frühestens im Herbst könne die eigentliche Forschung beginnen.

Ein russisches Bodenkontrollzentrum soll den Bordcomputer und die Icarus-Antenne in Betrieb nehmen. Beides war bereits vor geraumer Zeit auf die Internationale Raumstation ISS installiert worden. Auch in Immenstaad am Bodensee nimmt eine Test-Bodenstation der Firma Space Tech ihren Betrieb auf. Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wissen/tiere-aus-dem-all-beobachten-icarus-projekt-startet-unter-vorbehalt/24533306.html

Meldung vom 10.07.2019

IT-Probleme auf der ISS / Projekt Icarus kann nicht starten

Erneute Verschiebung, diesmal auf unbestimmte Zeit: Das Tierbeobachtungsprojekt Icarus muss weiter warten. Diesmal ist ein einzigartiger Rechner schuld

Erneut ist der für heute geplante Start des weltraumgestützten Beobachtungssystems Icarus verschoben worden. Dieses Mal haben offenbar die Ventilatoren des Icarus-Bordrechners, der im Oktober 2017 auf die Internationale Raumstation geflogen wurde, nicht funktioniert.

Im Januar 2018 war der Bordrechner getestet worden und hat nach Tagesspiegel-Informationen reibungslos funktioniert. Seither allerdings war dieser Computer nicht mehr in Betrieb. Der Bordrechner, der in fünfjähriger Arbeit am Bodensee entwickelt wurde und den es nur einmal gibt, hat zur Kühlung drei Lüfter. Warum die Kühlung nicht funktioniert und der Rechner laut Angaben von Icarus-Projektleiter Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz wieder heruntergefahren wurde, ist noch nicht klar. Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wissen/it-probleme-auf-der-iss-projekt-icarus-kann-nicht-starten/24580260.html

Meldung vom 03.11.2019

Icarus-System unternimmt nach technischen Problemen bald einen neuen Anlauf

Der dafür notwendige Computer soll am 1. Dezember zur Weltraumstation gebracht werden, berichtet Projektleiter Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie. Es ist bereits der zweite Anlauf für das System: Eigentlich hätte der Computer schon im Juli eingeschaltet werden sollen. Wegen technischer Probleme musste er allerdings wieder auf die Erde zurück, das fehlerhafte Bauteil wurde ausgewechselt.

Quelle: https://www.derstandard.de/story/2000110462055/schwebende-vogelwarte-weltraumstation-soll-tierische-wanderungen-ueberwachen

Meldung vom 25.11

Der Start von Progress-13 zu ISS wird auf den 06.12 verschoben