Wöchentliche Beobachtungspläne des JWST stehen allen interessierten zur Verfügung

Wie es mit dem James-Webb-Teleskop weitergeht, verrät die NASA bereits. Demnach steht als nächstes Ziel der drittgrößte Jupitermond Io fest, auf dem unter anderem Lavaflüsse und Seen aus geschmolzenem Schwefel zu finden sind. Im Anschluss richtet das Teleskop seine Spiegel auf den 434 Kilometer großen Asteroiden Hygiea sowie den Supernova-Überrest Cassiopeia A, der sich in rund 11.000 Lichtjahren Entfernung befindet.

Quelle: https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-James-Webb-Teleskop-Neues-Bild-zeigt-Jupiter-im-Detail-33261819.html

Quelle: https://www.space.com/james-webb-space-telescope-jupiter-image

und Co.

„Wöchentliche Beobachtungspläne des JWST stehen allen interessierten Menschen zur Verfügung. Von Wissenschaftlern für die Öffentlichkeit. Das Medien so tun als hätten Sie da eine exklusive Quelle ist nicht in Ordnung, da lässt man die zugehörige Quellangabe einfach mal weg. Keine Ahnung was sich die Autoren bei denken oder keine Lust hatten vernünftig nach zu recherchieren.“

Christian Dauck

JWST-Wissenschaftsbeobachtungen werden nominell in wöchentlichen Schritten geplant. Jeder Plan wird in das Observatorium hochgeladen, um montags mit der Ausführung zu beginnen. Auf dieser Seite werden geplante Termine veröffentlicht, normalerweise jeden Freitag. 

Da die Zeitpläne unvorhergesehene Ereignisse nicht berücksichtigen, einschließlich einiger Beobachtungen von Gelegenheitszielen, ist es möglich, dass die tatsächlich durchgeführten Beobachtungen von den geplanten abweichen. In seltenen Fällen können Fahrpläne unter der Woche aktualisiert werden. 

Beobachtungszeitpläne können sich jedoch immer ändern. Außerdem werden nicht alle Daten von JWST sofort veröffentlicht; Für viele seiner Beobachtungen erhalten die Wissenschaftler, die die Daten angefordert haben, ein Jahr lang einen besonderen Zugang, um ihre Analyse zu erleichtern.

Per Googel-Suche: JWST Weekly Observing Schedules: Quelle https://www.stsci.edu/jwst/science-execution/observing-schedules

James Webb Teleskop/WASP-96b: Der wolkenlose Exoplanet – Nicht ganz!

Doma GIF - Find & Share on GIPHY
Es werden tolle Zeiten in der Exoplaneten-Erforschung kommen.

WASP-96b: Der wolkenlose Exoplanet – Nicht ganz! Wow, ich hatte echt tränen in den Augen. Die Leistung des Teleskop ist unbeschreiblich. Es werden tolle Zeiten in der Exoplaneten-Erforschung kommen. Hier und da wird man die Bücher noch umschreiben müssen.

Christian Dauck
#Webb zeigt die dampfende Atmosphäre des Exoplaneten WASP-96 b und erfasst die deutliche Signatur von Wasser zusammen mit Beweisen für Wolken und Dunst – die bisher detailliertesten Messungen dieser Art. Lesen Sie hier mehr: https://esawebb.org/news/weic2206/ oder unten #WebbSeesFarther
Das Ergebnis: eine Lichtkurve, die das gesamte Sternenlicht zeigt, das während des Transits schwächer wird, wenn der Planet etwas Sternenlicht blockiert, und ein Transmissionsspektrum, das durch den Vergleich von durch die Atmosphäre eines Planeten gefiltertem Sternenlicht mit ungefiltertem Sternenlicht entsteht, wenn sich der Planet neben dem Stern befindet. Die Lichtkurve bestätigt bereits bestimmte Planeteneigenschaften – Existenz, Größe und Umlaufbahn. Das Transmissionsspektrum enthüllt zuvor verborgene Details der Atmosphäre: die eindeutige Signatur von Wasser, Hinweise auf Dunst & Hinweise auf Wolken.
Das außerordentlich detaillierte Spektrum gibt einen Hinweis darauf, was #Webb für die Exoplanetenforschung bereithält. Im kommenden Jahr werden Forscher die Oberflächen und Atmosphären von mehreren Dutzend Exoplaneten analysieren, von kleinen Gesteinsplaneten bis hin zu gas- und eisreichen Riesen. #WebbSeesFarther


Wolkenfreie Atmosphäre von WASP 96bExoplanet mit Schönwetter-Garantie

Artikel vom 03.08.2018

Der Planet WASP-69b (Schreibfehler) umrundet einen sonnenähnlichen Stern im Sternbild Phönix. Für einen Umlauf benötigt er knapp dreieinhalb Tage. Daraus leitet sich ein recht geringer Abstand von nur knapp sieben Millionen Kilometern zu seinem Zentralstern ab.

Beim Transit eines Exoplaneten lässt sich auch dessen Atmosphäre untersuchen
Beim Transit eines Exoplaneten lässt sich auch dessen Atmosphäre untersuchen (NASA)

Entdeckt wurde er vor etwa fünf Jahren, weil er von der Erde aus gesehen regelmäßig vor seinem Zentralstern entlang zieht und dabei dessen Licht vorübergehend geringfügig abschwächt.

Aus der Dauer und der Stärke dieser Abschwächung lässt sich die Größe des Planeten zu etwas mehr als Jupitergröße abschätzen. Andere Messungen erlauben die Ermittlung der Planetenmasse, die bei etwa halber Jupitermasse liegt.

Jetzt ist es einem Team um Nikolay Nikolov von der Universität Exeter mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte gelungen, ein Spektrum der Planetenatmosphäre aufzunehmen.

Aus den darin enthaltenen Spektrallinien wird deutlich, dass die Atmosphäre offenbar völlig wolkenfrei ist – sonst könnte das Muster der Natriumlinien im Spektrum nicht vollständig zu finden sein.

Damit bietet WASP-69b (Schreibfehler) eine einzigartige Schönwetter-Garantie und böte sich entsprechend als Top-Ziel für zukünftige interstellare Reiseveranstalter an – wäre da nicht der Haken mit der Temperatur auf diesem Planeten:

Aus dem Abstand zwischen Stern und Planet und der Oberflächentemperatur des Sterns lässt sich errechnen, dass die Oberfläche des Planeten und seine Atmosphäre rund 1.000 Grad Celsius heiß sind – dieser Exoplanet ist nicht wirklich einladend.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/wolkenfreie-atmosphaere-von-wasp-96b-exoplanet-mit-100.html


WASP-96b: Der wolkenlose Exoplanet

Natrium, das normalerweise von dunstigen Atmosphären verdeckt wird, leuchtet hell im Spektrum dieses Exoplaneten.Von 

Amber Jorgenson  | Veröffentlicht: Dienstag, 8. Mai 2018

169696_web
Diese Abbildung zeigt WASP-96b, einen Exoplaneten, der etwa 980 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Forscher haben kürzlich eine große Menge Natrium beobachtet, das normalerweise von Wolken verschleiert wird und das Spektrum des Exoplaneten ausstrahlt. Die Entdeckung dieses Elements weist auf eine klare, wolkenfreie Atmosphäre hin.

Seit geraumer Zeit vermuten Astronomen, dass heiße Gasriesen außerhalb unseres Sonnensystems reich an Natrium sind – dem siebthäufigsten Element im Universum. Dieses schwer fassbare Element blieb jedoch in früheren exoplanetaren Studien größtenteils unentdeckt, da seine Signaturen zu schwach sind, um durch wolkige Atmosphären zu dringen. Aber jetzt hat ein internationales Team von Astronomen Spekulationen zerschlagen und den ersten starken Natrium-Fingerabdruck entdeckt, der von einem „heißen Saturn“ ausstrahlt, was darauf hindeutet, dass der Planet eine klare, wolkenfreie Atmosphäre hat. Die Forschung wurde am 7. Mai in der Zeitschrift Nature veröffentlicht .

Unter Verwendung des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile entdeckten die Forscher deutliche Natriumsignaturen in der Atmosphäre von WASP-96b, einem Exoplaneten, der sich fast 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. WASP-96b ist etwa 20 Prozent größer als Jupiter und hat ungefähr die gleiche Masse wie Saturn, aber da er seinem Mutterstern viel näher steht als Saturn der Sonne, fällt er aufgrund seiner glühenden Temperatur in die Kategorie „heißer Saturn“.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Nikolay Nikolov von der University of Exeter verwendete das Very Large Telescope, um detaillierte Spektren vieler heißer Gasriesen zu sammeln. Durch die Erfassung des Spektrums eines Planeten können Forscher das Licht in seine verschiedenen Wellenlängen zerlegen und die chemische Zusammensetzung des Planeten bestimmen. Bei der Untersuchung der Zusammensetzung von WASP-96b fanden sie Spektrallinien, die auf das Vorhandensein von Natrium hinweisen. Die Zeichen dieses Elements, die typischerweise von bewölktem Himmel verdeckt werden, erschienen im Spektrum des Exoplaneten als zeltförmige Silhouette, was bedeutet, dass der Planet eine klare, wolkenlose Atmosphäre hat.

„Wir haben uns mehr als zwanzig Transitspektren von Exoplaneten angesehen. WASP-96b ist der einzige Exoplanet, der völlig wolkenfrei zu sein scheint und eine so klare Natriumsignatur zeigt, was den Planeten zu einem Maßstab für die Charakterisierung macht“, sagte Nikolov in a Pressemitteilung . „Bisher wurde Natrium entweder als sehr schmaler Peak angezeigt oder als vollständig fehlend befunden. Dies liegt daran, dass das charakteristische „zeltförmige“ Profil nur tief in der Atmosphäre des Planeten und für die meisten Planeten erzeugt werden kann

Natriumpeak400

Beim Betrachten des Spektrums von WASP-96b stellten Astronomen fest, dass das spektrale Signal für Natrium wie ein Zelt geformt war (links). Das bedeutet, dass der Planet wolkenfrei ist, da eine Wolkendecke die spektrale Signatur teilweise abschneiden würde (rechts).N. Nikolow/E. de MooijBewölkte Atmosphären wurden sowohl um extrem heiße als auch extrem kalte Exoplaneten herum beobachtet, aber vor WASP-96b wurden nur dunstige Atmosphären gesehen, die heiße Gasriesen einhüllten. Nachdem nun eine wolkenlose Atmosphäre identifiziert wurde, können Forscher den Ausreißer mit seinen wolkenreichen Gegenstücken vergleichen. Die Untersuchung ihrer Unterschiede wird dem Forschungsteam helfen zu verstehen, warum Wolken die meisten Heißgasriesen bevorzugen und WASP-96b ignorieren. Der Natriumreichtum auf WASP-96b hat zweifellos dazu beigetragen, seine klare Atmosphäre zu identifizieren, aber seine Anwesenheit könnte auch auf planetare Bedingungen hinweisen. Die Menge an gefundenem Natrium ist ähnlich wie in unserem eigenen Sonnensystem, und auf der Erde reguliert Natrium den Stoffwechsel bei Menschen und Tieren, ist ein reichlich vorhandener Bestandteil unserer Ozeane und macht etwa 2,6 Prozent unserer Kruste aus. Mit vergleichbaren Natriummengen wie Planeten in unserem Sonnensystem könnten auch seine Bedingungen ziemlich ähnlich sein. Die Entdeckung geht auch über Natrium hinaus. Die wolkenfreie Atmosphäre wird es den Forschern ermöglichen, Elemente zu untersuchen, die normalerweise von dicken Wolken verdeckt werden, wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Wasser. Sie planen, das Hubble-Weltraumteleskop der NASA und das kommende James-Webb-Weltraumteleskop zu verwenden, um WASP-96b und seine weit geöffneten Planetenmerkmale weiter zu untersuchen. Und ohne lästige Wolken im Weg, wer weiß, was sie sonst noch finden können.

Quelle: https://astronomy.com/news/2018/05/the-cloudless-exoplanet

Welt fiebert ersten „Webb“-Bildern entgegen/Vorgeschmack Montagnacht – Große Veröffentlichung an Dienstag

Webb wurde darauf abgestimmt, uns mit den tiefsten Bildern unseres Universums zu begeistern, die jemals aufgenommen wurden. 
(Foto: NASA)

Am Dienstag soll der vollständige Satz der ersten Bilder des Weltraumteleskops „James Webb“ veröffentlicht werden. Das Teleskop verspricht einen Blick in die Urzeiten des Universums, als die ersten Sterne erhellten und Galaxien geboren wurden.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Bilder wird es schon am Montagabend geben: US-Präsident Joe Biden wird um 23:00 Uhr MESZ im Weissen Haus eines der ersten Bilder von „Webb“ enthüllen, wie die europäischen Raumfahrtagentur Esa am Montag mitteilte.

Bereits Anfang Jahr hatte das Teleskop erste Testbilder zur Erde geschickt – darunter Fotos von einem Stern und ein Selfie. Die für Dienstag geplante Veröffentlichung der Bilder soll nun „die vollen wissenschaftlichen Fähigkeiten von Webb demonstrieren“. Auf diesen Aufnahmen sind demnach unter anderem der Carinanebel zu sehen, wo sich bizarr anmutende Staub- und Gasstrukturen türmen, die Galaxiengruppe „Stephans Quintett“ sowie der Riesen-Exoplanet „Wasp-96 b“.

„Was wir am 12. Juli um 16.30 Uhr MESZ sehen werden, ist nicht nur ein Bild“, twitterte der Schweizer Nasa-Forschungsdirektor Thomas Zurbuchen kürzlich. Es sei eine neue Weltsicht auf die Natur. Seit Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden verborgen Geheimnisse würden preisgegeben.

Das leistungsstärkste Teleskop

„Webb“ ist das bislang leistungsstärkste – und teuerste – je gebaute Teleskop. Es soll die Frühzeit des Universums vor 13 Milliarden Jahren erkunden und damit nur wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall zurückblicken. Astronominnen und Astronomen versprechen sich Rückschlüsse auf die Bildung der ersten Sterne und Galaxien. Webb-Aufnahmen sollen aber auch zeigen, ob es bewohnbare Planeten mit Wasservorkommen gibt.

Nachdem das James Webb-Teleskop im Dezember letzten Jahres seine 1,5 Millionen Kilometer lange Reise ins All hinter sich gebracht hatte, galt es, den riesigen Sonnenschutzschild auszufahren, den Spiegel auszurichten und die Instrumente zu kalibrieren und zu testen. Nun, sechs Monate später, kann die wissenschaftliche Mission beginnen.

Schweiz forscht mit

Auch mehrere Teams von Schweizer Hochschulen konnten sich begehrte Beobachtungszeit mit dem James Webb-Weltraumteleskop sichern. Darunter der ETH-Astrophysiker Adrian Glauser und sein Team: Weil sie massgeblich an der Entwicklung an einem der Instrumente an Bord beteiligt waren, profitieren sie gar vom Privileg einer garantierten Beobachtungszeit, die sie für die Charakterisierung von Exoplaneten nutzen werden.

Das von ihnen entwickelte Instrument MIRI (Mid Infrared Instrument) arbeitet bei noch kälteren Temperaturen als die anderen drei Instrumente an Board von „Webb“. Deshalb bauten die Forschenden ein ausgeklügeltes Kühlsystem. Im April erreichte das Instrument seine endgültige Betriebstemperatur: minus 266 Grad Celsius.

Blick durch Staubwolken hindurch

Die extrem kalten Temperaturen der Instrumente sind nötig, damit die Beobachtungen im infraroten Bereich durchgeführt werden können. Dieses Lichtspektrum erlaubt unter anderen, extrem weit zurück in die Vergangenheit zu blicken sowie durch kosmische Staubwolken hindurchzuspähen.

Unvorstellbar weit zurück möchten denn auch die Astrophysiker Robert Feldmann von der Universität Zürich und Pascal Oesch von der Universität Genf blicken: Als Teil des internationalen Programms „Uncover“ wollen sie die ersten Galaxien im Universum aufzuspüren, die 300 bis 400 Millionen Jahre nach dem Urknall geboren wurden.

Kostenexplosion

Die „Webb“-Mission ist eine Zusammenarbeit zwischen den Raumfahrtagenturen Esa, Nasa und der kanadischen Weltraumbehörde CSA. Das 1989 gestartete Projekt sollte ursprünglich Anfang der 2000er Jahre in Betrieb gehen. Immer neue Probleme verzögerten das Vorhaben jedoch jahrelang, die Kosten verdreifachten sich auf fast zehn Milliarden Dollar. Auch der Start musste mehrfach verschoben werden.

Quelle: https://herisau24.ch/articles/141929-welt-fiebert-ersten-webb-bildern-entgegen

Webb-Teleskop: Forscher zeigen sich von ersten Bildern tief berührt

Die große Zitterpartie ist nun bereits ein halbes Jahr her: Ende Dezember letzten Jahres konnte das neue James Webb-Weltraumteleskop erfolgreich gestartet werden. Und nun trifft man bei der NASA auf fast schon kindlich begeisterte Wissenschaftler.Denn das Teleskop hat seine wissenschaftliche Arbeit aufgenommen und die ersten Aufnahmen zur Erde geliefert. Allerdings sind diese noch unter Verschluss. Da die Aufnahmen in erster Linie wissenschaftliche Daten darstellen, bekommen jene Forscher zuerst einen Einblick, deren Organisationen zur Finanzierung und zum Bau des milliardenschweren Projekts teilgenommen haben.

Allerdings läuft der Countdown: Am 12. Juli wird die NASA die ersten Bilder des neuen Teleskops der Öffentlichkeit präsentieren. Zwei Wochen zuvor äußerten sich beteiligte Forscher nun vorab zu ihren Eindrücken – natürlich auch, um das Interesse der Öffentlichkeit weiter anzufachen. Und sie vermitteln in jeder Hinsicht den Eindruck, dass die bereits gezeigten Bilder aus den Kalibrierungs-Tests von den ersten wissenschaftlichen Aufnahmen noch deutlich übertroffen werden.

„Wir haben bereits einige erstaunliche wissenschaftliche Aufnahmen im Kasten, und einige andere werden noch gemacht. Wir sind gerade dabei, geschichtsträchtige Daten zu sammeln“, sagte Thomas Zurbuchen, der Leiter der wissenschaftlichen Programme der NASA. Bereits jetzt soll der tiefste Blick ins Universum, der von Menschen je gemacht werden konnte, zum Portfolio gehören.

Fast geweint

Wenn in zwei Wochen die so genannten „First Light“-Aufnahmen öffentlich gemacht werden, sollen aber auch noch einige andere Bilder dabei sein, die die Leistungsfähigkeit des neuen Instruments demonstrieren. So wird man auch das Spektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten vorweisen können. Das bedeutet, dass es mit dem Teleskop gelang, genau das Licht aufzufangen, das ein Stern durch die Gasschicht um einen seiner Planeten schickte. Die spektrale Analyse ermöglicht es dann zu ermitteln, aus welchen Stoffen sich die Atmosphäre des weit entfernten Planeten zusammensetzt.

„Was ich gesehen habe, hat mich bewegt, als Wissenschaftlerin, als Ingenieurin und als Mensch“, sagte die stellvertretende NASA-Administratorin Pam Melroy. „Es ist ein emotionaler Moment, wenn man sieht, wie die Natur plötzlich einige ihrer Geheimnisse preisgibt. Und ich möchte, dass Sie sich das vorstellen und sich darauf freuen“, ergänzte Zurbuchen. Er habe fast geweint, als er die ersten Aufnahmen zu Gesicht bekam. Das dürfte so manchen Weltraum-Interessierten an den Moment erinnern, als Hubble die ersten Bilder von Nebeln und Galaxien lieferte.

Quelle: https://winfuture.de/news,130501.html

Doma GIF - Find & Share on GIPHY
Es müsste sogar das erste Spektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten sein. Freue mich auf die ersten Bilder. Diese und Zukünftige Bilder werden Raumfahrt-Geschichte schreiben.

Super! Es müsste sogar das erste Spektrum der Atmosphäre eines Exoplaneten sein. Das James Webb Teleskop wird die Erforschung von Exoplaneten und Monde, Planeten und Co. grundlegend verändern. Das wird ganze Bücher umschreiben und Geschichte schreiben

Christian Dauck

Weltraumteleskop James Webb: Erste komplette Farbbilder kommen am 12. Juli

Die Vorbereitung des James-Webb-Weltraumteleskops ist fast abgeschlossen, bald kann die Forschung beginnen. Am 12. Juli soll es einen ersten „Wow-Effekt“ geben.

(Bild: NASA-GSFC, Adriana M. Gutierrez (CI Lab))

Die ersten wissenschaftlichen Aufnahmen und Daten des Weltraumteleskops James Webb sollen am 12. Juli veröffentlicht werden. Das teilten die Weltraumagenturen NASA, ESA und CSA mit, die das hochsensible Instrument betreiben.

Was genau es dafür ins Visier nehmen wird, sagten sie nicht, versicherten aber, dass es Farbbilder präsentiert werden sollen, die „das volle wissenschaftliche Potenzial“ des Teleskops vorführen werden. Ergänzt werden sie um spektroskopische Daten. Wissenschaftlich liege der Fokus auf dem frühen Universum, der Entwicklung von Galaxien und dem Lebenszyklus von Sternen und Exoplaneten. Nach der Anfertigung dieser Aufnahmen werde das Instrument mit der heiß ersehnten Forschungsarbeit beginnen.

„Die Veröffentlichung der ersten vollfarbigen Bilder wird einen einzigartigen Moment ermöglichen, an dem wir alle innehalten und eine Aussicht bestaunen, die die Menschheit nie zuvor gesehen hat“, meint Eric Smith von der NASA. Die angekündigten Bilder seien dann das Ergebnis „von jahrzehntelanger Hingabe, Talent und Träumen sein“ – aber auch ein neuer Anfang. Sie werden einen ersten Eindruck davon vermitteln, „wie das James-Webb-Teleskop unseren Blick auf das Universum verändern wird“, verspricht Chris Evans von der ESA.

Die Erwartungen sind also immens, aber angesichts der fehlerfreien Vorbereitung des hochsensiblen Instruments auf seine Arbeit im Weltraum waren die Erwartungen zuletzt sowieso noch einmal gestiegen. Der Astronom Klaus Pontoppidan verspricht der Öffentlichkeit jetzt den lang erwarteten „Wow-Effekt“.

Die reservierte Zeit im Cycle 1 nach Forschungszielen.(Bild: NASA and P. Jeffries (STScI))

Wie groß der Unterschied zu früheren Instrumenten ist, hatten bereits die in der Kalibrierungsphase gemachten Aufnahmen deutlich gemacht. Die ersten richtigen Bilder wurden seit Langem geplant, erklärt die ESA. Angesichts der Leistungsfähigkeit des Teleskops sei es jedoch schwierig, ihr Aussehen genau vorherzusagen. Aber natürlich gebe es Dinge, die erwartet und erhofft würden. Das für die Organisation der Forschung zuständige Space Telescope Science Institute hat derweil zusammengetragen, wie der erste Forschungszyklus (Cycle 1) aufgeteilt wurde: In rund einem Drittel der vergebenen Forschungszeit geht es demnach um Galaxien und das intergalaktische Medium, es folgen Exoplaneten und Sternphysik und unter anderem supermassive Schwarze Löcher. Sechs Prozent der Zeit sind für die Erforschung des Sonnensystems reserviert.

Das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) war am 25. Dezember gestartet worden. Nachdem es sich selbst entfaltet hat, war es einen Monat später am Lagrange-Punkt L2 angekommen. Hier blickt es inzwischen abgewandt von Sonne, Erde und Mond ins All, sodass die Wärmestrahlung der Himmelskörper das Infrarotteleskop nicht stört. Ein riesiger Sonnenschutz blockt diese ab. Seine Betriebstemperatur liegt bei 40 Kelvin (- 233 Grad Celsius), ein Instrument wurde sogar auf 6,4 Kelvin oder -267 Grad Celsius heruntergekühlt. Weil vor allem beim Start alles fast ideal geklappt hat, wurde so viel Treibstoff gespart, dass das Weltraumteleskop 20 Jahre einsatzbereit sein dürfte.

Quelle: https://www.heise.de/news/Weltraumteleskop-James-Webb-Erste-komplette-Farbbilder-kommen-am-12-Juli-7130095.html


ESA: Wir freuen uns auf die ersten Bilder von Webb

Das NASA/ESA/CSA James Webb Space Telescope wird seine ersten Vollfarbbilder und spektroskopischen Daten am 12. Juli 2022 veröffentlichen.

Als das größte und komplexeste Observatorium, das jemals in den Weltraum gestartet wurde, hat Webb eine sechsmonatige Vorbereitungsphase durchlaufen, bevor es mit der wissenschaftlichen Arbeit beginnen kann, indem es seine Instrumente auf seine Weltraumumgebung kalibriert und seine Spiegel ausrichtet . Dieser sorgfältige Prozess, ganz zu schweigen von Jahren der Entwicklung neuer Technologien und der Missionsplanung, hat zu den ersten Bildern und Daten geführt: eine Demonstration von Webb in seiner vollen Kraft, bereit, seine wissenschaftliche Mission zu beginnen und das Infrarot-Universum zu entfalten.

„Diese erste Veröffentlichung wird ein bemerkenswerter Moment für die Mission sein und uns einen ersten Einblick geben, wie Webb unsere Sicht auf das Universum verändern wird“, sagte Chris Evans, ESA-Webb-Projektwissenschaftler. „Wir freuen uns darauf, die Erfahrung des Sehens zu teilen diese ersten Bilder und Spektren mit der Öffentlichkeit in ganz Europa.“

Hinter den Kulissen: Erstellen von Webbs ersten Bildern

„Während wir uns dem Ende der Vorbereitung des Observatoriums für die Wissenschaft nähern, stehen wir am Abgrund einer unglaublich spannenden Entdeckungsphase unseres Universums. Die Veröffentlichung von Webbs ersten Vollfarbbildern wird uns allen einen einzigartigen Moment bieten, innezuhalten und eine Aussicht zu bestaunen, die die Menschheit noch nie zuvor gesehen hat“, sagte Eric Smith, Webb-Programmwissenschaftler am NASA-Hauptquartier in Washington. „Diese Bilder werden der Höhepunkt von Jahrzehnten voller Hingabe, Talent und Träume sein – aber sie werden auch erst der Anfang sein.“

Die Entscheidung, was Webb zuerst betrachten sollte, war ein Projekt, das mehr als fünf Jahre dauerte und von einer internationalen Partnerschaft zwischen der NASA, der ESA, der kanadischen Weltraumbehörde und dem Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore, USA, durchgeführt wurde Webbs Wissenschafts- und Missionsoperationen.

„Unser Ziel für die ersten Bilder und Daten von Webb ist es, sowohl die leistungsstarken Instrumente des Teleskops zu präsentieren als auch eine Vorschau auf die kommende wissenschaftliche Mission zu geben“, sagte der Astronom Klaus Pontoppidan, Webb-Projektwissenschaftler am STScI. „Sie werden den Astronomen und der Öffentlichkeit mit Sicherheit ein lang ersehntes ‚Wow‘ liefern.“

Sobald jedes Instrument von Webb kalibriert, getestet und von seinen Wissenschafts- und Ingenieurteams grünes Licht erhalten hat, werden die ersten Bilder und spektroskopischen Beobachtungen gemacht. Das Team wird eine Liste von Zielen durchgehen, die von einem internationalen Komitee vorab ausgewählt und priorisiert wurden, um die leistungsstarken Fähigkeiten von Webb zu nutzen. Dann erhält das Produktionsteam die Daten von Webbs Instrumentenwissenschaftlern und verarbeitet sie zu Bildern für Astronomen und die Öffentlichkeit.

„Ich fühle mich sehr privilegiert, ein Teil davon zu sein“, sagte Alyssa Pagan, Entwicklerin von Science Visuals bei STScI. „Normalerweise kann der Prozess von den Rohdaten des Teleskops bis zum endgültigen, sauberen Bild, das wissenschaftliche Informationen über das Universum vermittelt, Wochen bis zu einem Monat dauern“, sagte Pagan.

Was werden wir sehen?

Obwohl die sorgfältige Planung für Webbs erste Vollfarbbilder seit langem im Gange ist, ist das neue Teleskop so leistungsstark, dass es schwierig ist, genau vorherzusagen, wie die ersten Bilder aussehen werden.

„Natürlich gibt es Dinge, die wir erwarten und hoffen zu sehen, aber mit einem neuen Teleskop und diesen neuen hochauflösenden Infrarotdaten werden wir es einfach nicht wissen, bis wir sie sehen“, sagte Joseph DePasquale, leitender Entwickler von wissenschaftlichen Visualisierungen bei STScI.

Frühe Ausrichtungsbilder haben bereits die beispiellose Schärfe von Webbs Infrarotsicht demonstriert. Diese neuen Bilder werden jedoch die ersten in Farbe sein und die ersten, die Webbs volle wissenschaftliche Fähigkeiten zeigen. Zusätzlich zu den Bildern wird Webb spektroskopische Daten erfassen – detaillierte Informationen, die Astronomen im Licht lesen können . Das erste Bilderpaket mit Materialien wird die wissenschaftlichen Themen hervorheben , die die Mission inspiriert haben und im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen werden: das frühe Universum, die Entwicklung von Galaxien im Laufe der Zeit, der Lebenszyklus von Sternen und andere Welten. Alle Inbetriebnahmedaten von Webb – die Daten, die während der Ausrichtung des Teleskops und der Vorbereitung der Instrumente erfasst wurden – werden ebenfalls öffentlich zugänglich gemacht.

Was kommt als nächstes?

Wissenschaft! Nach der Aufnahme der ersten Bilder werden Webbs wissenschaftliche Beobachtungen beginnen und die Erforschung der wichtigsten wissenschaftlichen Themen der Mission fortsetzen. Teams haben sich bereits in einem Wettbewerbsverfahren um die Nutzung des Teleskops in dem von Astronomen als ersten „Zyklus“ oder ersten Beobachtungsjahr bezeichneten Zeitraum beworben . Die Beobachtungen werden sorgfältig geplant, um die Zeit des Teleskops so effizient wie möglich zu nutzen.

Diese Beobachtungen markieren den offiziellen Beginn von Webbs allgemeinen wissenschaftlichen Aktivitäten – der Arbeit, für die es konzipiert wurde. Astronomen werden Webb verwenden, um das Infrarot-Universum zu beobachten, die gesammelten Daten zu analysieren und wissenschaftliche Abhandlungen über ihre Entdeckungen zu veröffentlichen.

Über das hinaus, was bereits für Webb geplant ist, gibt es unerwartete Entdeckungen, mit denen Astronomen nicht rechnen können. Ein Beispiel: Als 1990 das NASA/ESA -Weltraumteleskop Hubble startete, war dunkle Energie völlig unbekannt. Heute ist es eines der spannendsten Gebiete der Astrophysik. Was wird Webb entdecken?

Nehmen Sie an der Feier teil

Diese streng geheime und mit Spannung erwartete Sammlung von Bildern und Spektren soll weltweit verbreitet werden. Um diese wichtige Veröffentlichung zu feiern, lädt ESA/Webb Organisationen, Institutionen und Gruppen in ganz Europa ein, Vorschläge zu machen, um die Reichweite und Wirkung dieser Produkte mit speziellen Veranstaltungen zu maximieren. Diese Produkte werden in digitalem Format bereitgestellt und wir begrüßen kreative und innovative Ideen, wie diese Bilder und Spektren mit der breiten Öffentlichkeit in ganz Europa geteilt werden können.

Weitere Informationen zur Teilnahme finden Sie in der offiziellen Ausschreibung . Bewerbungsschluss ist der 8. Juni 2022.

Quelle: https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Looking_ahead_to_Webb_s_first_images


NASA: First Images From NASA’s Webb Space Telescope Coming Soon

NASA’s James Webb Space Telescope, a partnership with ESA (European Space Agency) and the Canadian Space Agency (CSA), will release its first full-color images and spectroscopic data on July 12, 2022. As the largest and most complex observatory ever launched into space, Webb has been going through a six-month period of preparation before it can begin science work, calibrating its instruments to its space environment and aligning its mirrors. This careful process, not to mention years of new technology development and mission planning, has built up to the first images and data: a demonstration of Webb at its full power, ready to begin its science mission and unfold the infrared universe.

“As we near the end of preparing the observatory for science, we are on the precipice of an incredibly exciting period of discovery about our universe. The release of Webb’s first full-color images will offer a unique moment for us all to stop and marvel at a view humanity has never seen before,” said Eric Smith, Webb program scientist at NASA Headquarters in Washington. “These images will be the culmination of decades of dedication, talent, and dreams – but they will also be just the beginning.”

Behind the Scenes: Creating Webb’s First Images

Deciding what Webb should look at first has been a project more than five years in the making, undertaken by an international partnership between NASA, ESA, CSA, and the Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore, home to Webb’s science and mission operations.

“Our goals for Webb’s first images and data are both to showcase the telescope’s powerful instruments and to preview the science mission to come,” said astronomer Klaus Pontoppidan, Webb project scientist at STScI. “They are sure to deliver a long-awaited ‘wow’ for astronomers and the public.”

Once each of Webb’s instruments has been calibrated, tested, and given the green light by its science and engineering teams, the first images and spectroscopic observations will be made. The team will proceed through a list of targets that have been preselected and prioritized by an international committee to exercise Webb’s powerful capabilities. Then the production team will receive the data from Webb’s instrument scientists and process it into images for astronomers and the public.

“I feel very privileged to be a part of it,” said Alyssa Pagan, a science visuals developer at STScI. “Typically, the process from raw telescope data to final, clean image that communicates scientific information about the universe can take anywhere from weeks to a month,” Pagan said.

What Will We See?

While careful planning for Webb’s first full-color images has been underway for a long time, the new telescope is so powerful that it is difficult to predict exactly how the first images will look. “Of course, there are things we are expecting and hoping to see, but with a new telescope and this new high-resolution infrared data, we just won’t know until we see it,” said STScI’s lead science visuals developer Joseph DePasquale.

Early alignment imagery has already demonstrated the unprecedented sharpness of Webb’s infrared view. However, these new images will be the first in full color and the first to showcase Webb’s full science capabilities. In addition to imagery, Webb will be capturing spectroscopic data – detailed information astronomers can read in light. The first images package of materials will highlight the science themes that inspired the mission and will be the focus of its work: the early universe, the evolution of galaxies through time, the lifecycle of stars, and other worlds. All of Webb’s commissioning data – the data taken while aligning the telescope and preparing the instruments – will also be made publicly available.

What’s Next?

Science! After capturing its first images, Webb’s scientific observations will begin, continuing to explore the mission’s key science themes. Teams have already applied through a competitive process for time to use the telescope, in what astronomers call its first “cycle,” or first year of observations. Observations are carefully scheduled to make the most efficient use of the telescope’s time.

These observations mark the official beginning of Webb’s general science operations – the work it was designed to do. Astronomers will use Webb to observe the infrared universe, analyze the data collected, and publish scientific papers on their discoveries.

Beyond what is already planned for Webb, there are the unexpected discoveries astronomers can’t anticipate. One example: In 1990 when the Hubble Space Telescope launched, dark energy was completely unknown. Now it is one of the most exciting areas of astrophysics. What will Webb discover?

The James Webb Space Telescope is the world’s premier space science observatory. Webb will solve mysteries in our solar system, look beyond to distant worlds around other stars, and probe the mysterious structures and origins of our universe and our place in it. Webb is an international program led by NASA with its partners, ESA (European Space Agency) and the Canadian Space Agency.

Quelle: https://www.nasa.gov/feature/goddard/2022/first-images-from-nasa-s-webb-space-telescope-coming-soon

James Webb: Supererden sollen Rückschlüsse auf Erdentwicklung geben

Untersuchungen der Exoplaneten 55 Cancri e und LHS 3844 b mit James Webb sollen möglicherweise Rückschlüsse auf die frühe Erdentwicklung geben.

Die Illustration zeigt, wie der Exoplanet 55 Cancri e nach derzeitigen Erkenntnissen aussehen könnte. 
(Bild: NASA, ESA, CSA, Dani Player (STScI))

Die US-Weltraumbehörde NASA will nach erfolgreicher Kalibrierung der wissenschaftlichen Instrumente des James-Webb-Weltraumteleskops im ersten Jahr zwei heiße Exoplaneten untersuchen, die wegen ihrer Größe und Gesteinszusammensetzung als „Supererden“ eingestuft sind. Das teilte die NASA am Donnerstag mit.

Konkret handelt es sich um den mit Lava bedeckten Exoplaneten 55 Cancri e sowie LHS 3844 b, der als weitgehend atmosphärenlos angenommen wird. Nach Angaben der NASA soll mithilfe der hochpräzisen Spektrographen des James-Webb-Teleskops die Geologie der Planeten untersucht werden. Die NASA verspricht sich davon, neue Erkenntnisse zu der geologischen Vielfalt von Planeten in der Galaxie zu erhalten. Zugleich erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Untersuchung der beiden Supererden mögliche Rückschlüsse auf die Entwicklung von Gesteinsplaneten wie die Erde ziehen zu können.

Bei 55 Cancri e handelt es sich um einen Exoplaneten, der um den sonnenähnlichen Stern 55 Cancri A kreist und rund 40 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. 55 Canri e ist einer von zurzeit fünf bekannten Exoplaneten, die ihn umkreisen. 55 Cancri e soll nach aktuellem Stand dem Stern am nächsten sein und umkreist ihn in einer Entfernung von weniger als 1,5 Millionen Kilometern innerhalb von 18 Stunden. Auf dem Planeten geht es recht ungemütlich zu. Die Nähe zu 55 Cancri A sorgt für Oberflächentemperaturen weit oberhalb des Schmelzpunktes herkömmlicher gesteinsbildender Mineralien. Die Tagseite des Planeten ist entsprechend mit Lavaozeanen bedeckt, schreibt die NASA.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen an, dass die deutliche Nähe von 55 Cancri e zu dem sonnenähnlichen Stern dafür sorgt, dass eine Seite des Exoplaneten immer dem Stern zugewandt ist. Normalerweise sollte der heißeste Bereich dort liegen. Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Spitzer deuten jedoch darauf hin, dass das nicht der Fall ist.

Einen Erklärungsversuch dafür liefert Renyu Hu vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. Er und seine Kollegen gehen davon aus, dass der Planet eine dichte, dynamische Atmosphäre besitzt, in der Sauerstoff und Stickstoff vorherrschen. Um die Bandbreite der thermischen Emission der Tagseite des Exoplaneten zu erfassen, wollen er und sein Wissenschaftsteam mit Nahinfrarotkameras (NIRCam) und dem Mittelinfrarotinstrument (MIRI) an Bord des James Webb das thermische Emissionsspektrum der Tagseite des Planeten untersuchen. Sollte 55 Cancri e eine Atmosphäre haben, könne dies mit den Instrumenten erfasst werden. Die notwendige Empfindlichkeit und der Wellenlängenbereich, um das herausfinden zu können, seien bei den Instrumenten gegeben.

Allerdings gibt es noch einen weiteren Erklärungsansatz für die abweichende Hitze. Ihn liefert der schwedische Astronom Alexis Brandeker, der an der Universität Stockholm tätig ist. Er bringt ins Spiel, dass 55 Cancri e nicht gezeitengebunden sein könnte. Der Planet könne ähnlich wie der Merkur alle zwei Umläufe dreimal rotieren (3:2-Resonanz), sodass er einen Tag-Nacht-Zyklus haben könnte. Nach Ansicht von Brandeker wäre dies eine Erklärung dafür, warum der heißeste Teil an einer anderen Stelle liegt, als er eigentlich liegen müsste.

„Genau wie auf der Erde würde es Zeit benötigen, bis sich die Oberfläche aufheizt. Die heißeste Zeit des Tages wäre am Nachmittag und nicht sofort zur Mittagszeit“, erklärt er. Die Richtigkeit dieser Annahme will Brandeker ebenfalls mithilfe der NIRCam des James Webb nachweisen. Dazu soll auf der beleuchteten Seite des Planeten die emittierte Wärme innerhalb von vier Umläufen erfasst werden. Sollte eine 3:2-Resonanz vorliegen, sei eine Hemisphäre zweimal beobachtbar. Die Oberfläche würde sich demnach tagsüber aufheizen, schmelzen, verdampfen und eine „sehr dünne Atmosphäre“ bilden, die mit dem Weltraumteleskop nachgewiesen werden könnte. Dieser Dampf würde am Abend abkühlen, auf die Oberfläche herabregnen und zur Nacht wieder erstarren, lautet die Hypothese von Brandeker.

Anders als 55 Cancri e, aber nicht minder exotisch mutet der LHS 3844 b an. Er umkreist seinen Stern ebenfalls in geringer Nähe innerhalb von 11 Stunden. Sein Stern ist jedoch klein und eher kühl. Das deutet darauf hin, dass die Oberfläche vermutlich nicht geschmolzen ist. Es werden jedoch Temperaturen jenseits von 525 °C angenommen. Beobachtungen mit dem Spitzer-Teleskop legen nahe, dass LHS 3844 b über keine nennenswerte Atmosphäre verfügt, heißt es von der NASA.

Zwar könne die Oberfläche mit James Webb „nicht direkt abgebildet werden“. Die Oberfläche könne jedoch aufgrund der fehlenden verdeckenden Atmosphäre spektroskopisch untersucht werden. So könnten über die unterschiedlichen Spektren von Gesteinsarten die vorherrschenden Gesteine ermittelt werden, erläutert Laura Kreidberg, Leiterin der APEx-Abteilung am Max-Planck-Institut für Astronomie. Dazu wollen sie und ihr Team das thermische Emissionsspektrum der Tagseite mit MIR erfassen und die so ermittelten Spektren mit denen bekannter Gesteine wie Basalt und Granit vergleichen. Sollte es auf dem Planeten aktive Vulkane geben, ließe sich das ebenfalls nachweisen.

Kreidberg geht davon aus, dass die Ergebnisse der Beobachtungen einen Aufschluss über die anderer erdähnlicher Planeten geben können. Zudem könnten die Ergebnisse Rückschlüsse darauf geben, „wie die frühe Erde ausgesehen haben könnte, als sie so heiß war wie diese Planeten heute“.

Quelle: https://www.heise.de/news/Weltraumteleskop-James-Webb-NASA-plant-Untersuchung-von-Supererden-7123690.html

James-Webb-Teleskop sieht scharf: Ausrichtung der Spiegel für alle vier optischen Instrumente abgeschlossen

Das Wichtigste ist geschafft: Das James-Webb-Teleskop hat seine Justierungsphase erfolgreich abgeschlossen – alle vier optischen Instrumente liefern ein scharfes Bild, wie die NASA mitteilt. Dafür wurden in den letzten Wochen die 18 Spiegelsegmente des Primärspiegels und die restlichen Optikkomponenten bis auf wenige Nanometer genau ausgerichtet und feinjustiert. Jetzt folgen noch Detailtests innerhalb der vier Instrumente, dann kann das Teleskop in rund zwei Monaten seinen wissenschaftlichen Betrieb starten.

James Webb Telescope Schärfe-Test. Testbilder der Webb-Instrumente nach dem Kalibrieren.© NASA/STScI

Das James-Webb-Weltraumteleskop wird so weit in die Vergangenheit des Kosmos zurückblicken wie kein anderes Instrument vor ihm. Gleichzeitig können die auflösungsstarken Infrarotoptiken des Teleskops feinste Details von Galaxien zeigen oder die Atmosphären von Exoplaneten analysieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die 18 Segmente des 6,50 Meter großen Primärspiegels und die unzähligen weiteren optischen Komponenten präzise aufeinander abgestimmt sind.

Feinjustierung von Spiegeln und Optiken

Nachdem das Weltraumteleskop Ende Januar 2022 in seinen Orbit um den 1,5 Millionen Kilometer entfernten Lagrangepunkt 2 eingeschwenkt ist, hat die NASA mit der aufwendigen Kalibrierung des Teleskops begonnen. Dafür nahm das Bodenteam zunächst einen Referenzstern mit dem 18-teiligen Primärspiegel und einem der vier optischen Instrumente auf. Vor der Feinjustierung zeigte diese Aufnahme 18 unscharfe Kopien des Sterns, weil die Segmente noch nicht so ausgerichtet waren, dass sie ein einziges gemeinsames Bild erzeugen.

Jetzt ist diese entscheidende Feinjustierung abgeschlossen. Im Laufe der letzten Wochen wurden die Spiegel und optischen Komponenten so kalibriert, dass aus dem unscharfen Anfangsbild eine scharfe, detailreiche Abbildung geworden ist. Das Weltraumteleskop sieht nun mit jedem seiner vier wissenschaftlichen Instrumente scharf – und hat laut NASA auch hier alle Erwartungen übertroffen. „Schon diese Bilder haben meine Sicht auf das Universum grundlegend verändert“, sagt Scott Acton von Ball Aerospace.

Von NIRCAm bis Fine Guidance Sensor

Die hier gezeigte Testaufnahme zeigt eine sternenreiche Region in der Großen Magellanschen Wolke, einer unserer Nachbargalaxien – abgebildet von jedem der Instrumente des Webb-Teleskops. Oben im Zentrum zeigt die Near Infrared Camera (NIRCam) die Zielregion in zwei Mikrometer Wellenlänge, rechts sind Aufnahmen des Near InfraRed Imager and Slitless Spectrograph (NIRISS) mit 1,5 Mikrometern und des Mid-Infrared Instrument (MIRI) mit 7,7 Mikrometer Wellenlänge zu sehen.

Neben diesen drei primär bildgebenden Instrumenten verfügt das Webb-Teleskop noch über den Near Infrared Spectrograph (NIRSpec), einen mit vielen winzigen Schlitzblenden versehenen Spektrografen, dessen Hauptaufgabe die spektrale Analyse des eingefangenen Infrarotlichts ist. Dennoch kann auch NIRSpec zu Kalibrierungszwecken Bilder liefern, hier links mit 1,1 Mikrometer Wellenlänge zu sehen.

Unten stehen zwei Aufnahmen des Fine Guidance Sensors, mit dessen Hilfe das Weltraumteleskop auf seine Zielobjekte ausgerichtet wird. Er ist daher weniger auf hohe Auflösung als vielmehr auf präzises Anvisieren ausgelegt.

Letzte Tests innerhalb der Instrumente folgen

Mit der erfolgreichen Feinjustierung aller optischen Komponenten ist die wichtigste Phase der Teleskop-Kalibrierung abgeschlossen. Das größte jemals ins All geschickte Weltraumteleskop sieht scharf. Wie erhofft leiten die großen Spiegel des Webb-Teleskops das Licht fokussiert in jedes der optischen Instrumente und diese erstellen daraus ihr jeweiliges Bild.

Im nächsten Schritt werden die für die einzelnen Instrumente zuständigen Teams nun letzte Tests an ihren Bauteilen durchführen, denn auch die einzelnen Spektrografen, Kameras und Sensoren bestehen aus vielen Linsen, Masken, Filtern und anderen Komponenten, die nun überprüft und weiter kalibriert werden müssen. In rund zwei Monaten wird dann auch dieser Vorgang abgeschlossen sein und das James-Webb-Teleskop wird seinen wissenschaftlichen Betrieb aufnehmen.

The Webb Telescope Completes Alignment Phase

Quelle: https://www.scinexx.de/news/kosmos/james-webb-teleskop-sieht-scharf/

Earendel: Hubble findet den entferntesten Stern, der je gesehen wurde

Das Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA hat einen außergewöhnlichen neuen Maßstab aufgestellt: die Erkennung des Lichts eines Sterns, der innerhalb der ersten Milliarde Jahre nach der Geburt des Universums im Urknall existierte (mit einer Rotverschiebung von 6,2) – dem entferntesten Einzelstern, der je gesehen wurde .  Damit wird ein Hauptziel für das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA/ESA/CSA in seinem ersten Jahr geschaffen

Dieser Fund ist ein großer Zeitsprung im Vergleich zum vorherigen Einzelstern-Rekordhalter; 2018 von Hubble entdeckt . Dieser Stern existierte, als das Universum etwa 4 Milliarden Jahre alt war, oder 30 Prozent seines heutigen Alters, zu einer Zeit, die Astronomen als „Rotverschiebung 1,5“ bezeichnen. Wissenschaftler verwenden das Wort „Rotverschiebung“, weil das Licht von entfernten Objekten bei der Ausdehnung des Universums gestreckt oder zu längeren, röteren Wellenlängen „verschoben“ wird, wenn es auf uns zukommt.

Aber der neu entdeckte Stern ist so weit entfernt, dass sein Licht 12,9 Milliarden Jahre gebraucht hat, um die Erde zu erreichen, und erscheint uns so, als hätte das Universum nur 7 Prozent seines aktuellen Alters, bei einer Rotverschiebung von 6,2. Die kleinsten Objekte, die bisher in so großer Entfernung gesehen wurden, sind Sternhaufen, eingebettet in frühe Galaxien.

„ Wir haben es zuerst fast nicht geglaubt, es war so viel weiter als der zuvor am weitesten entfernte Stern mit der höchsten Rotverschiebung “, sagte Astronom Brian Welch von der Johns Hopkins University in Baltimore, Hauptautor der Abhandlung, die die Entdeckung beschreibt veröffentlicht in der Zeitschrift Nature. Die Entdeckung wurde anhand von Daten gemacht, die während des RELICS-Programms (Reionization Lensing Cluster Survey) von Hubble unter der Leitung von Co-Autor Dan Coe vom Space Telescope Science Institute (STScI) gesammelt wurden.

„ Normalerweise sehen ganze Galaxien aus diesen Entfernungen wie kleine Flecken aus, in denen sich das Licht von Millionen von Sternen vermischt “, sagte Welch. „ Die Galaxie, die diesen Stern beherbergt, wurde durch Gravitationslinsen vergrößert und zu einer langen Sichel verzerrt, die wir Sonnenaufgangsbogen genannt haben.” Nachdem er die Galaxie im Detail studiert hatte, stellte Welch fest, dass ein Merkmal ein extrem vergrößerter Stern ist, den er Earendel nannte, was auf Altenglisch „Morgenstern“ bedeutet. Die Entdeckung verspricht, eine unerforschte Ära der sehr frühen Sternentstehung zu eröffnen.

Der Stern mit dem Spitznamen Earendel (hier durch einen Pfeil gekennzeichnet) befindet sich entlang einer Welle in der Raumzeit, die ihm eine extreme Vergrößerung verleiht und es ihm ermöglicht, aus seiner Wirtsgalaxie ins Blickfeld zu treten, die als roter Fleck am Himmel erscheint. 
Die gesamte Szene wird durch die verzerrte Linse betrachtet, die von einem massiven Galaxienhaufen im dazwischen liegenden Raum erzeugt wird, wodurch die Merkmale der Galaxie sichtbar werden, aber auch ihr Aussehen verzerrt wird – ein Effekt, den Astronomen als 
Gravitationslinseneffekt bezeichnen


Die roten Punkte auf beiden Seiten von Earendel sind ein Sternhaufen, der auf beiden Seiten der Welle gespiegelt wird, ein Ergebnis der Gravitationslinsenverzerrung. 
Die gesamte Galaxie, Sonnenaufgangsbogen genannt, erscheint dreimal, und Knoten entlang ihrer Länge sind stärker gespiegelte Sternhaufen. 
Die einzigartige Position von Earendel direkt entlang der Linie der extremsten Vergrößerung ermöglicht es, sie zu erkennen, obwohl es sich nicht um einen Cluster handelt.
Mit dieser Beobachtung hat das Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA einen außergewöhnlichen neuen Maßstab gesetzt: die Erkennung des Lichts eines Sterns, der innerhalb der ersten Milliarde Jahre nach der Geburt des Universums im Urknall existierte (bei einer Rotverschiebung von 6,2) – dem am weitesten entfernten Einzelstern je gesehen. 
Damit wird ein Hauptziel für das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA/ESA/CSA in seinem ersten Jahr geschaffen.

„ Earendel existierte vor so langer Zeit, dass es möglicherweise nicht die gleichen Rohstoffe hatte wie die Sterne um uns heute “, erklärte Welch. „ Das Studium von Earendel wird ein Fenster zu einer Ära des Universums sein, mit der wir nicht vertraut sind, die aber zu allem führte, was wir wissen. Es ist, als hätten wir ein wirklich interessantes Buch gelesen, aber wir haben mit dem zweiten Kapitel begonnen, und jetzt haben wir die Möglichkeit zu sehen, wie alles angefangen hat “, sagte Welch.

„ Es gibt eine langjährige theoretische Vorhersage, dass Sterne, die sich ausschließlich aus den Elementen bilden, die kurz nach dem Urknall entstanden sind – Wasserstoff, Helium und Spuren von Lithium – massereicher sein sollten als die Sterne, die sich heute bilden “, fügte ein Teammitglied hinzu Erik Zackrisson vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Uppsala in Schweden. „ Diese Ursterne, bekannt als Population-III-Sterne, sind Beobachtern bisher entgangen, könnten aber erkennbar gemacht werden, wenn sie einer sehr starken Vergrößerung durch Gravitationslinsen ausgesetzt werden, wie im Fall des Earendel-Objekts. 


Das Forschungsteam schätzt, dass Earendel mindestens die 50-fache Masse unserer Sonne und Millionen Mal so hell ist und damit mit den massereichsten bekannten Sternen konkurriert. Aber selbst ein so brillanter, sehr massereicher Stern wäre ohne die Hilfe der natürlichen Vergrößerung durch einen riesigen Galaxienhaufen, in diesem Fall bekannt als WHL0137-08, der zwischen uns und Earendel sitzt, unmöglich in einer so großen Entfernung zu sehen. Die Masse des Galaxienhaufens verzerrt das Gewebe des Weltraums und erzeugt ein starkes natürliches Vergrößerungsglas, das das Licht entfernter Objekte dahinter verzerrt und stark verstärkt.

Dank der seltenen Ausrichtung mit dem vergrößernden Galaxienhaufen erscheint der Stern Earendel direkt auf oder extrem nahe an einer Welle im Weltraumgewebe. Diese Welligkeit, die in der Optik als „Caustic“ bezeichnet wird, sorgt für maximale Vergrößerung und Aufhellung. Der Effekt ist analog zu der geriffelten Oberfläche eines Swimmingpools, die an einem sonnigen Tag helle Lichtmuster auf dem Beckenboden erzeugt. Die Wellen auf der Oberfläche wirken wie Linsen und bündeln das Sonnenlicht mit maximaler Helligkeit auf dem Beckenboden.

Dieses Ätzmittel lässt den Stern Earendel aus dem allgemeinen Leuchten seiner Heimatgalaxie herausspringen. Seine Helligkeit wird tausendfach oder mehr vergrößert. An diesem Punkt können Astronomen nicht feststellen, ob Earendel ein Doppelstern ist, aber die meisten massereichen Sterne haben mindestens einen kleineren Begleitstern.

Bestätigung mit Webb

Astronomen erwarten, dass Earendel in den kommenden Jahren stark vergrößert bleiben wird.  Es wird später im Jahr 2022 vom NASA/ESA/CSA James Webb Space Telescope [1] beobachtet [2] . Webbs hohe Empfindlichkeit gegenüber Infrarotlicht wird benötigt, um mehr über Earendel zu erfahren, da sein Licht durch die Expansion des Universums zu längeren Infrarotwellenlängen gestreckt (rotverschoben) wird. 

„ Die Bilder und Spektren von Webb werden es uns ermöglichen, zu bestätigen, dass Earendel tatsächlich ein Stern ist, und sein Alter, seine Temperatur, Masse und seinen Radius einzugrenzen “, erklärte Teammitglied Jose Maria Diego vom Instituto de Física de Cantabria in Spanien. „ Die Kombination von Beobachtungen von Hubble und Webb wird es uns ermöglichen, auch etwas über Mikrolinsen im Galaxienhaufen zu lernen, die exotische Objekte wie primordiale Schwarze Löcher enthalten könnten. 

Earendels Zusammensetzung wird für Astronomen von großem Interesse sein, da sie entstand, bevor das Universum mit den schweren Elementen gefüllt war, die von aufeinanderfolgenden Generationen massereicher Sterne produziert wurden. Wenn Folgestudien ergeben, dass Earendel nur aus Urwasserstoff und Helium besteht, wäre dies der erste Beweis für die legendären Sterne der Population III, von denen angenommen wird, dass sie die allerersten Sterne sind, die nach dem Urknall entstanden sind. Obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist, gibt Welch zu, dass sie dennoch verlockend ist.

„ Mit Webb könnten wir Sterne sehen, die noch weiter entfernt sind als Earendel, was unglaublich aufregend wäre “, sagte Welch. „ Wir gehen so weit zurück, wie wir können. Ich würde gerne sehen, wie Webb den Streckenrekord von Earendel bricht. 

Anmerkungen

[1] Webb wurde im Dezember 2021 mit einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana gestartet und wurde entwickelt und gebaut, um Wissenschaftlern die Fähigkeiten zu bieten, die sie benötigen, um die Grenzen des Wissens in vielen Bereichen der Astronomie zu erweitern. Dazu gehört die Erforschung unseres eigenen Sonnensystems, der Entstehung von Sternen und Planeten (einschließlich Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – Exoplaneten) und der Entstehung und Entwicklung von Galaxien auf eine nie zuvor mögliche Weise. Das James-Webb-Weltraumteleskop ist ein internationales Projekt, das von der NASA in Partnerschaft mit der ESA und der Canadian Space Agency geleitet wird. Hier können Sie sich über ESA/Webb-Updates auf dem Laufenden halten .

[2] Earendel wird im Rahmen des Beobachtungsprogramms Nr. 2282 mit dem James-Webb-Weltraumteleskop beobachtet .

Quelle: https://esahubble.org/news/heic2203/


Immer noch für Überraschungen gut: Das Hubble-Weltraumteleskop.

Ein Verstärker für Sternlicht

Einzelne Sterne in weit entfernten Galaxien zu entdecken, ist selbst mit lichtempfindlichen Teleskopen schwierig. Unmöglich ist es aber nicht. Befindet sich zwischen der Galaxie und der Erde nämlich ein massereicher Galaxienhaufen, so wird das Licht der Galaxie wie von einer Linse abgelenkt und gebündelt. Die Galaxie kann dadurch 10- bis 100-mal heller erscheinen, als sie es tatsächlich ist. Das Licht von individuellen Sternen in der Galaxie kann sogar noch mehr verstärkt werden, wenn sie sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort befinden.

Auf diese Weise wurde im Jahr 2016 ein Stern in einer Rekorddistanz von 9 Milliarden Lichtjahren entdeckt. Sein Licht machte sich also auf den Weg, als das Universum etwa ein Drittel seines heutigen Alters von 13,8 Milliarden Jahren erreicht hatte. Wie eine Modellierung ergab, war das Licht des Sterns kurzzeitig um das 2000-Fache verstärkt worden. Nur deshalb wurde er für das Hubble-Teleskop sichtbar.

Bei Earendel scheinen die Verhältnisse noch extremer zu sein. Der Stern gehört zu einer Galaxie, die 12,9 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Auf der Aufnahme des Hubble-Teleskops sieht die Galaxie nicht wie eine normale Galaxie aus, sondern wie ein langgestreckter Bogen. Dieses Zerrbild ist ein sicheres Indiz dafür, dass das Licht der Galaxie auf dem Weg zur Erde von einer Gravitationslinse abgelenkt wurde.

Die Arbeitsgruppe um Brian Welch von der Johns Hopkins University in Baltimore hat diese Gravitationslinse modelliert und schätzt, dass das Licht von Earendel um einen Faktor 1000 bis 40 000 verstärkt wurde. Die grosse Unsicherheit rührt daher, dass die Forscher nicht genau angeben können, wie weit Earendel von einem der Punkte entfernt ist, an denen mit einer maximalen Lichtverstärkung zu rechnen ist. Dieser Abstand muss jedoch klein sein. Denn andernfalls würde die Gravitationslinse ein Doppelbild des Sterns erzeugen. Davon ist auf der Aufnahme des Hubble-Teleskops nichts zu erkennen.

Sternhaufen oder einzelner Stern?

Bleibt die Frage, ob es sich bei Earendel tatsächlich um einen individuellen Stern oder um eine Gruppe von Sternen handelt, die das Hubble-Teleskop nicht auflösen kann. Letzteres hält die Gruppe um Welch für unwahrscheinlich. Denn der Radius des Objekts ist zu klein für einen Sternhaufen. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass es sich bei Earendel um einen Einzelstern mit 40 bis 500 Sonnenmassen handelt. Mit dieser Masse ist er – auch ohne die Lichtverstärkung durch den Gravitationslinseneffekt – um ein Millionenfaches heller als unsere Sonne.

Damit sind die Astronomen mit ihrem Latein allerdings weitgehend am Ende. Um Earendel genauer charakterisieren zu können, müsste man analysieren, aus welchen Farben sich sein Licht zusammensetzt. Dazu ist das Hubble-Teleskop nicht in der Lage. Deshalb hat die Gruppe um Welch den Antrag gestellt, den Stern mit dem James-Webb-Teleskop beobachten zu können. Dabei wird es nicht bleiben. Da das James-Webb-Teleskop noch lichtempfindlicher ist als das Hubble-Teleskop, wird man vermutlich bald Sterne finden, die noch früher existierten als Earendel.

Quelle: https://www.nzz.ch/wissenschaft/earendel-hubble-teleskop-entdeckt-weit-entfernten-stern-ld.1676823

Doma GIF - Find & Share on GIPHY
Eine Art Staffelstabübergabe unter Weltraumteleskopen: Earendel ist ein Vorgeschmack was dass James Webb Teleskop mit seiner Empfindlichkeit bzw. Leistung, mehrmals übertreffen wird.

Earendel ist ein Vorgeschmack was dass James Webb Teleskop mit seiner Empfindlichkeit bzw. Leistung, mehrmals übertreffen wird, Earendel uns seinen eigenen Entdeckungen.

12,9 Milliarden Jahre zurück ist noch lange nicht das Ende der Messlatte, da werden Forscher/rinnen noch oft die Fachbücher in den nun kommenden Jahren umschreiben müssen.

Toll das wir endlich das James-Webb Teleskop im All haben für noch mehr neue Entdeckungen.

Christian Dauck

Webb der NASA erreicht Ausrichtungsmeilenstein, Optik funktioniert erfolgreich

Nach Abschluss der kritischen Spiegelausrichtungsschritte erwartet das James-Webb-Weltraumteleskop-Team der NASA, dass die optische Leistung von Webb in der Lage sein wird, die wissenschaftlichen Ziele zu erreichen oder zu übertreffen, für die das Observatorium gebaut wurde.

Am 11. März schloss das Webb-Team die Phase der Ausrichtung ab, die als „ Fine Phasing “ bekannt ist. In dieser Schlüsselphase der Inbetriebnahme des optischen Teleskopelements von Webb erfüllt jeder geprüfte und getestete optische Parameter die Erwartungen oder übertrifft sie. Das Team fand auch keine kritischen Probleme und keine messbare Kontamination oder Blockierung des optischen Pfads von Webb. Das Observatorium ist in der Lage, erfolgreich Licht von entfernten Objekten zu sammeln und es ohne Probleme an seine Instrumente zu liefern.

Während der Zweck dieses Bildes darin bestand, den hellen Stern in der Mitte für die Ausrichtungsbewertung zu fokussieren, sind Webbs Optik und NIRCam so empfindlich, dass die Galaxien und Sterne im Hintergrund zu sehen sind.
Während der Zweck dieses Bildes darin bestand, den hellen Stern in der Mitte für die Ausrichtungsbewertung zu fokussieren, sind Webbs Optik und NIRCam so empfindlich, dass die Galaxien und Sterne im Hintergrund zu sehen sind. In dieser Phase von Webbs Spiegelausrichtung, die als „Feinphasierung“ bekannt ist, wurde jedes der Hauptspiegelsegmente angepasst, um nur mit dem NIRCam-Instrument ein einheitliches Bild desselben Sterns zu erzeugen. Dieses Bild des Sterns mit dem Namen 2MASS J17554042+6551277 verwendet einen Rotfilter, um den visuellen Kontrast zu optimieren.Bildnachweis: NASA/STScI Quelle: https://www.nasa.gov/sites/default/files/thumbnails/image/telescope_alignment_evaluation_image_labeled.png

Obwohl es noch Monate dauern wird, bis Webb endlich seine neue Sicht auf den Kosmos liefert, bedeutet das Erreichen dieses Meilensteins, dass das Team zuversichtlich ist, dass Webbs erstes optisches System seiner Art so gut wie möglich funktioniert.

„Vor mehr als 20 Jahren machte sich das Webb-Team daran, das leistungsstärkste Teleskop zu bauen, das jemals jemand in den Weltraum gebracht hat, und entwickelte ein kühnes optisches Design, um anspruchsvolle wissenschaftliche Ziele zu erreichen“, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Administrator der NASA Science Mission Direktion in Washington. „Heute können wir sagen, dass Design überzeugen wird.“

Während einige der größten bodengestützten Teleskope der Erde segmentierte Primärspiegel verwenden, ist Webb das erste Teleskop im Weltraum, das ein solches Design verwendet. Der 6,5 Meter (21 Fuß, 4 Zoll) große Primärspiegel – viel zu groß, um in eine Raketenverkleidung zu passen – besteht aus 18 sechseckigen Spiegelsegmenten aus Beryllium. Es musste für den Start zusammengeklappt und dann im Weltraum entfaltet werden, bevor jeder Spiegel – auf Nanometer genau – zu einer einzigen Spiegelfläche verstellt wurde.

„Die Teams, die dieses Observatorium entworfen, gebaut, getestet, gestartet und jetzt betrieben haben, haben nicht nur die unglaubliche Wissenschaft ermöglicht, die Webb leisten wird, sondern auch eine neue Art des Baus von Weltraumteleskopen entwickelt“, sagte Lee Feinberg, Webb Optical Telescope Element Manager bei Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland.

Nachdem die Phase der Feinabstimmung der Ausrichtung des Teleskops abgeschlossen ist, hat das Team nun Webbs primären Imager, die Nahinfrarotkamera , vollständig auf die Spiegel des Observatoriums ausgerichtet.

„Wir haben das Teleskop vollständig auf einen Stern ausgerichtet und fokussiert, und die Leistung übertrifft die Spezifikationen. Wir sind gespannt, was dies für die Wissenschaft bedeutet“, sagte Ritva Keski-Kuha, stellvertretende Elementmanagerin für optische Teleskope für Webb bei NASA Goddard. „Wir wissen jetzt, dass wir das richtige Teleskop gebaut haben.“

Dieses neue „Selfie“ wurde mit einer speziellen Pupillenabbildungslinse im Inneren des NIRCam-Instruments erstellt, die dafür ausgelegt war, Bilder der Hauptspiegelsegmente anstelle von Bildern des Himmels aufzunehmen.
Dieses neue „Selfie“ wurde mit einer speziellen Pupillenabbildungslinse im Inneren des NIRCam-Instruments erstellt, die dafür ausgelegt war, Bilder der Hauptspiegelsegmente anstelle von Bildern des Himmels aufzunehmen. Diese Konfiguration wird während des wissenschaftlichen Betriebs nicht verwendet und dient ausschließlich technischen und Ausrichtungszwecken. In diesem Bild werden alle 18 Hauptspiegelsegmente von Webb gezeigt, die gemeinsam Licht von demselben Stern sammeln.Bildnachweis: NASA/STScI

In den nächsten sechs Wochen wird das Team die verbleibenden Ausrichtungsschritte vor den endgültigen Vorbereitungen der wissenschaftlichen Instrumente durchführen. Das Team wird das Teleskop weiter ausrichten, um den Nahinfrarot-Spektrographen , das Mittelinfrarot -Instrument, den Nahinfrarot- Imager und den Slitless-Spektrographen einzubeziehen . In dieser Phase des Prozesses bewertet ein Algorithmus die Leistung jedes Instruments und berechnet dann die endgültigen Korrekturen, die erforderlich sind, um ein gut ausgerichtetes Teleskop für alle wissenschaftlichen Instrumente zu erreichen. Danach beginnt der letzte Ausrichtungsschritt von Webb, und das Team korrigiert alle kleinen verbleibenden Positionierungsfehler in den Spiegelsegmenten.

Das Team ist auf dem besten Weg, alle Aspekte der Ausrichtung optischer Teleskopelemente bis Anfang Mai, wenn nicht früher, abzuschließen, bevor es mit den etwa zweimonatigen Vorbereitungen der wissenschaftlichen Instrumente fortfährt. Webbs erste Bilder und wissenschaftliche Daten in voller Auflösung werden im Sommer veröffentlicht.

Webb ist das weltweit führende weltraumwissenschaftliche Observatorium und wird, sobald es voll funktionsfähig ist, dabei helfen, Geheimnisse in unserem Sonnensystem zu lösen, in ferne Welten um andere Sterne zu blicken und die mysteriösen Strukturen und Ursprünge unseres Universums und unseren Platz darin zu untersuchen. Webb ist ein internationales Programm, das von der NASA mit ihren Partnern bei der ESA (European Space Agency) und der Canadian Space Agency geleitet wird.

Quelle: https://www.nasa.gov/press-release/nasa-s-webb-reaches-alignment-milestone-optics-working-successfully

Doma GIF - Find & Share on GIPHY
Die Zukunft der Astronomie bzw. Astrobiologie sieht schon mal Scharf/Heiß aus.

Ach du heilige Scheiße ist das Bild scharf, das macht Lust auf mehr.

Christian Dauck

Die NASA wird die Ankunft von Webb am endgültigen Bestimmungsort und die nächsten Schritte besprechen

Die Konzeption dieses Künstlers zeigt das vollständig entfaltete James Webb Space Telescope im All.

Die Konzeption dieses Künstlers zeigt das vollständig entfaltete James Webb Space Telescope im All.Credits: Adriana Manrique Gutierrez, NASA-Animator

Wissenschaftler und Ingenieure, die das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA betreiben, werden am Montag, den 24. Januar um 15:00 Uhr EST in einer NASA Science Live-Sendung Fragen zu den neuesten Meilensteinen der Mission beantworten, gefolgt von einer Medien-Telekonferenz um 16:00 Uhr.

Die Sendung wird live online auf der NASA Science Live-  Website sowie auf YouTube , Facebook und Twitter ausgestrahlt . Der Ton der Telefonkonferenz wird live auf der Website der Agentur übertragen .

Bodenteams planen, Webbs Triebwerke am Montag, dem 24. Januar, um 14:00 Uhr abzufeuern, um das Weltraumteleskop am zweiten Lagrange-Punkt oder L2, seinem beabsichtigten Ziel, fast 1 Million Meilen von der Erde entfernt, in die Umlaufbahn um die Sonne zu bringen. 

Diese Korrekturverbrennung in der Mitte des Kurses ist seit langem für ungefähr 29 Tage nach dem Start geplant. Diese Woche wählte das Operationsteam der Mission das Zieldatum und die Zielzeit für die Verbrennung aus. 

Die Ingenieure beendeten auch das ferngesteuerte Bewegen der Spiegelsegmente von Webb aus ihren Startpositionen, um mit dem monatelangen Prozess der Ausrichtung der Optik des Teleskops zu beginnen.

Zuschauer dieser Folge „Wie geht es mit dem James-Webb-Weltraumteleskop weiter?“ können Fragen in den sozialen Medien mit dem Hashtag #UnfoldtheUniverse einreichen oder indem sie einen Kommentar im Chat-Bereich des Facebook- oder YouTube-Streams hinterlassen. Fragen aus der Bevölkerung werden beantwortet von:

  • Amber Straughn, stellvertretende Projektwissenschaftlerin für Webb-Kommunikation, Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland
  • Scarlin Hernandez, Flugsystemingenieurin, Space Telescope Science Institute in Baltimore

Im Anschluss an die Episode wird die NASA eine Medien-Telekonferenz veranstalten, die sich auf die L2-Einfügungsverbrennung und Spiegelbewegungen sowie die nächsten Schritte zur Vorbereitung von Webb auf die Durchführung von Wissenschaft konzentriert. Der Anruf beinhaltet:

  • Lee Feinberg, Elementmanager des Webb-Optikteleskops, Goddard
  • Amy Lo, Leiterin der Webb-Fahrzeugtechnik, Northrop Grumman
  • Keith Parrish, Betriebsleiter des Webb-Observatoriums, Goddard
  • Jane Rigby, Webb Operations Project Scientist, Goddard

Quelle: https://www.nasa.gov/press-release/nasa-to-discuss-webb-s-arrival-at-final-destination-next-steps

NASA to Discuss Webb’s Arrival at Final Destination, Next Steps

This artist’s conception shows the fully unfolded James Webb Space Telescope in space.

This artist’s conception shows the fully unfolded James Webb Space Telescope in space.Credits: Adriana Manrique Gutierrez, NASA Animator

Scientists and engineers operating NASA’s James Webb Space Telescope will answer questions about the mission’s latest milestones in a NASA Science Live broadcast at 3 p.m. EST Monday, Jan. 24, followed by a media teleconference at 4 p.m.

The broadcast will air live online on the NASA Science Live website, as well as YouTubeFacebook, and Twitter. Audio of the teleconference will stream live on the agency’s website.

Ground teams plan to fire Webb’s thrusters at 2 p.m. Monday, Jan. 24 to insert the space telescope into orbit around the Sun at the second Lagrange point, or L2, its intended destination, nearly 1 million miles from Earth. This mid-course correction burn has long been planned for approximately 29 days after launch. This week, the mission operations team selected the target date and time for the burn. Engineers also finished remotely moving Webb’s mirror segments out of their launch positions to begin the months-long process of aligning the telescope’s optics.

Viewers of this episode, “What’s Next for the James Webb Space Telescope?” can submit questions on social media using the hashtag #UnfoldtheUniverse or by leaving a comment in the chat section of the Facebook or YouTube stream. Questions from the public will be answered by:

  • Amber Straughn, deputy project scientist for Webb communications, NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland
  • Scarlin Hernandez, flight systems engineer, Space Telescope Science Institute in Baltimore

Following the episode, NASA will host a media teleconference focused on the L2 insertion burn and mirror movements, as well as the next steps in preparing Webb to conduct science. The call will feature:

  • Lee Feinberg, Webb optical telescope element manager, Goddard
  • Amy Lo, Webb vehicle engineering lead, Northrop Grumman
  • Keith Parrish, Webb observatory commissioning manager, Goddard
  • Jane Rigby, Webb operations project scientist, Goddard