Mars-Mission: Hubschrauber „Ingenuity“muss noch schneller drehen / Mars in Konjunktion: Kommunikation bricht ab

  • Der Hubschrauber „Ingenuity“ landete im April auf dem Mars.
  • Nun muss er seine Rotorblätter noch schneller drehen lernen.
  • Sonst könne sich das Fluggerät nicht in der Luft halten, teilte die Nasa mit.
Das Foto zeigt den Hubschrauber „Ingenuity“ am 7. April auf dem Mars. © Quelle: NASA/JPL-Caltech/dpa

Der Mars-Hubschrauber „Ingenuity“ muss seine Rotorblätter künftig noch schneller drehen. Weil die Atmosphäre des roten Planeten saisonal bedingt in den kommenden Wochen noch dünner werde, werde der Mini-Hubschrauber seine Rotorblätter noch schneller drehen müssen, um zu starten und sich in der Luft zu halten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Weil die Mission von „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) ursprünglich nur auf rund 30 Tage angelegt war, sei so etwas nie auf der Erde getestet worden. Bei den kommenden Mars-Flügen des Hubschraubers würde nun deswegen erstmal vorsichtig das schnellere Drehen der Rotorblätter ausprobiert.

„Ingenuity“: Riskantes Manöver auf dem Mars

Während seines 13. Fluges habe der Hubschrauber ein dreidimensionales Foto von einem Hügel auf dem Mars mit einem Durchmesser von rund 10 Metern aufgenommen, teilte die Nasa außerdem am Freitag mit.

„Ingenuity“ war Ende Februar an Bord des Rovers „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) mit einem riskanten Manöver auf dem Mars gelandet. Mitte April hatte er zum ersten Mal abgehoben – und damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Inzwischen ist die Mission des Helikopters auf unbestimmte Zeit verlängert worden.

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/mars-mission-hubschrauber-ingenuity-muss-noch-schneller-drehen-O27E3YSVXSEOMHKC6JNXN57MXA.html



Mars-Flotte ist auf sich allein gestellt – Nasa bricht Kontakt zu Rovern und Orbitern ab

Die Mars-Flotte der Nasa wird für einige Zeit auf sich gestellt sein: Ein astronomisches Phänomen sorgt dafür, dass der Kontakt für zwei Wochen nicht möglich ist.

Der Mars* ist der wohl am besten erforschte Planet jenseits der Erde, er ist eines der wichtigsten Ziele großer Raumfahrt*-Missionen. Seit mehr als 20 Jahren hat die US-Raumfahrtorganisation Nasa* dort Forschungsmissionen stationiert, deren Ziel es ist, den roten Planeten besser zu verstehen und herauszufinden, ob er einst in der Lage war, Leben zu beherbergen – oder ob es gar heute noch Leben dort gibt.

Die Weltraumforschung* auf dem Mars ist oft schwierig: Zu den schwierigen Bedingungen auf der Oberfläche des Planeten (extreme Temperaturen, für Menschen tödliche Strahlung) kommt eine Verzögerung in der Kommunikation, die für die einfache Strecke Mars-Erde bei zwischen etwa drei bis 20 Minuten liegt und dafür sorgt, dass sämtliche Fahrzeuge auf der Mars-Oberfläche und Orbiter in der Mars-Umlaufbahn tagtäglich autonom agieren müssen.

Doch etwa alle 26 Monate unterbricht ein astronomisches Phänomen die Kommunikation zwischen der Erde und den fleißigen Forschungsgeräten auf und rund um den Mars. Der rote Planet befindet sich dann in Konjunktion mit der Sonne – das bedeutet, dass der Mars von der Erde aus gesehen „hinter“ der Sonne steht und für etwa zwei Wochen nicht sichtbar ist. Zwar könnte man trotzdem Kommandos zu den Mars-Rovern und Orbitern schicken, doch es kann passieren, dass durch die Sonne Daten verloren gehen oder teilweise zerstört werden. Um zu verhindern, dass die Mars-Flotte durch fehlerhafte Befehle gefährdet wird, stoppt die Nasa deshalb die gesamte Kommunikation mit dem Mars für zwei Wochen.

Funkstille zwischen Nasa und Mars: Roter Planet verschwindet hinter der Sonne

Im Jahr 2021 gilt diese Funkstille zwischen Mars und Erde bei der Nasa für die Zeit vom 2. Oktober bis 14. Oktober. In der Zeit davor kommt es jedoch noch mal zu hektischer Betriebsamkeit: Da werden erneut Daten heruntergeladen und die Rover und Orbiter auf die zweiwöchige Kommunikationspause mit den Bodenstationen vorbereitet. Einige Instrumente werden für diese Zeit abgeschaltet, die Rover „Perseverance“ und „Curiosity“ werden geparkt und auch der Helikopter „Ingenuity“ wird wohl auf dem Boden bleiben müssen.

Nasa-Mitarbeitende müssen zwei Wochen auf Signale vom Mars warten

Doch ganz arbeitsfrei hat die Mars-Flotte der Nasa in diesen zwei Wochen nicht: Die Nasa-Mitarbeitenden schicken auch Befehle für die Zeit des „Blackouts“ zum Mars, die die Rover und Orbiter in dieser Zeit abarbeiten sollen. Dann gilt: Zwei Wochen lang warten, bis die Kommunikation wieder möglich ist. Das klinge riskant, doch die „Ingenieure sind mittlerweile geübt darin, ihre Raumsonden auf sich alleine gestellt zu lassen“, heißt es bei der Nasa. Tatsächlich sei es so, dass viele Mitglieder der Mars-Teams der Nasa die ruhige Zeit selbst für ein paar Urlaubstage nutzen würden, so die Raumfahrtorganisation weiter.

Kommt der Mars nach etwa zwei Wochen wieder zum Vorschein, schickt die Mars-Flotte zwischengespeicherte Forschungsdaten zur Erde. Große Daten – etwa Fotos oder Videos – werden während der Kommunikationspause meist nicht aufgenommen, da sie kaum zwischengespeichert werden können.

Die Kommunikations-Pause zwischen Erde und Mars gilt im Übrigen nicht nur für die US-Raumfahrtorganisation Nasa. Auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa, Indien, China und die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit mehreren Orbitern und einem Rover betroffen.

Quelle: https://www.fr.de/panorama/mars-nasa-erde-rover-orbiter-curiosity-perseverance-kein-kontakt-funkstille-sonne-konjunktion-raumfahrt-news-zr-90980129.html

Mars-Gesteinsproben weisen auf frühere habitable Bedingungen hin – Perseverance findet Hinweise auf Wasser

Die NASA ist nach erster Analyse der ersten Gesteinsproben nun gewisser, dass es lange Zeit Wasser auf dem Mars gegeben hat.

Auf dem Felsen in der Mitte sind zwei Löcher erkennbar, die Perserverance gebohrt hat. 
(Bild: NASA)

Nachdem der Mars-Rover Perseverance dieser Tage erfolgreich erste Gesteinsproben gesammelt hat, ergeben sich für NASA-Forscher nach ersten Analysen Hinweise dafür, dass es lange Zeit Wasser auf dem Mars gab. „Es sieht so aus, als ob unsere ersten Gesteine eine potenziell nachhaltig bewohnbare Umgebung offenbaren“, sagte der an der Mission beteiligte Geochemiker Ken Farley.

Perserverance hatte am 6. und am 8. September Proben gesammelt und in einem Behälter verschlossen. Zusammen mit späteren Gesteinsproben sollen die Proben in wenigen Jahren von einer weiteren Sonde abgeholt und zur Erde gebracht werden, dann können sie genauer analysiert werden, um beispielsweise vulkanische Aktivitäten und Wasservorkommen zu rekonstruieren.

Das Perseverance-Wissenschaftsteam wusste bereits, dass einst Wasser den Aufprallkrater Jezeros gefüllt hatte, aus dem die Gesteinsproben stammen; unklar war bisher, wie lange. Eine denkbare Möglichkeit war bisher, dass Jezeros See durch Überschwemmungen entstand und innerhalb von 50 Jahren ausgetrocknet ist.

Nun meinen die Forschenden aus den Veränderungen in dem Gestein deuten zu können, dass lange Zeit Grundwasser vorhanden war. Dieses Grundwasser könnte mit dem See im Krater im Zusammenhang stehen oder es war lange nach dem Austrocknen des Sees durch die Felsen gesickert. Die NASA-Forschenden können zwar immer noch nicht sagen, ob das Wasser, das diese Gesteine verändert hat, Zehntausende oder Millionen von Jahren vorhanden war, sie sind aber nun gewisser, dass es lange genug vorhanden war, um Kleinstleben zu ermöglichen.

Das Gestein der Proben ist basaltisch und kann aus Lavaströmen stammen. Kristalline Mineralien darin könnten helfen zu datieren, wann es sich gebildet hat. „Jede Probe kann Teil eines größeren historischen Puzzles sein“, schreibt die NASA. In die richtige Reihenfolge gebracht, ergebe sich möglicherweise eine Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des Kraters, zum Beispiel wann er gebildet wurde, wann der See entstand und verschwand und wie sich das Marsklima änderte.

In den Felsen seien auch Salze enthalten. Diese können sich gebildet haben, als das Grundwasser durch die ursprünglichen Mineralien im Gestein geflossen und verändert wurde. Als wahrscheinlicher sehen die NASA-Forscher an, dass flüssiges Wasser verdampfte und die Salze zurückließ. Die Salzmineralien in den Gesteinsproben haben möglicherweise auch winzige Blasen aus altem Marswasser eingeschlossen. Sie könnten – so wie auch Salze auf der Erde – als „mikroskopische Zeitkapseln“ dienen und ebenfalls Hinweise auf die Klimageschichte und die Bewohnbarkeit des Mars geben.

Quelle: https://www.heise.de/news/Rover-Perserverance-Gesteinsproben-weisen-auf-potenziell-bewohnbaren-Mars-hin-6189784.html


Gesteinsprobe mit Salzmineralien: Mars-Rover findet Hinweise auf Wasser

Gab es jemals Leben auf dem Mars? Seit Februar ist der Rover „Perseverance“ auf dem Roten Planeten unterwegs. Erstmals gelang es ihm, einen Bohrkern zu entnehmen. Das sensationelle: Die entnommenen Gesteinsproben deuten ersten Erkenntnissen zufolge auf Kontakt mit Wasser hin.

Der Rover „Perseverance“ hat eine zweite Probe aus Mars-Gestein entnommen – und auch schon erste Untersuchungen an den beiden Proben durchgeführt. Das Gestein bestehe aus Basalt und könne bei Lava-Ergüssen entstanden sein, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Außerdem seien darin Salzmineralien entdeckt worden, was darauf hindeuten könne, dass möglicherweise über einen längeren Zeitraum Wasser in diesem Bereich des Planeten vorhanden war – und somit potenziell auch Leben möglich gewesen sein könnte.

Am vergangenen Wochenende hatte die NASA mitgeteilt, dass der Rover eine erste Probe aus Mars-Gestein entnommen und sicher verstaut habe. Die zweite Bohrung erfolgte einige Tage später. Ein erster Bohrversuch war im August gescheitert, weil das Gestein nicht fest genug war und so nicht in das Probenröhrchen gefüllt werden konnte. Die nun erfolgreich entnommene und verstaute Probe, die nur etwas dicker als ein Bleistift ist, soll zur Erde geschickt und untersucht werden – wie und wann genau wird derzeit noch geplant.

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er Jahren plant die NASA gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen. Dort sollen sie auf ihre chemische und mineralische Zusammensetzung hin untersucht werden um herauszufinden, ob das Gestein wirklich vulkanischen Ursprungs ist oder es sich um Sedimentgestein handelt.

Der etwa Geländewagen-große Rover „Perseverance“ war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot.

Quelle: https://www.n-tv.de/wissen/Mars-Rover-findet-Hinweise-auf-Wasser-article22797569.html

NASA-Rover Perseverance: Zweite Bohrung auf dem Mars wohl erfolgreich verlaufen

Perseverance hat es im zweiten Versuch offenbar geschafft, eine Gesteinsprobe auf dem Mars zu entnehmen. Die Verantwortlichen wollen aber ganz sicher gehen.

Das Bohrloch 
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Im zweiten Anlauf ist es dem NASA-Rover Perseverance offenbar gelungen, erfolgreich eine erste Bodenprobe auf dem Mars zu entnehmen. Das jedenfalls legen erste Fotos nahe, während spätere Aufnahmen nicht so eindeutig waren, wie die Verantwortlichen nun erläutern. Deswegen soll der Inhalt des Probenbehälters am heutigen Freitag erneut fotografiert werden, um auf Nummer sicher zu gehen.

Die zusätzlichen Schritte wurden eingeführt, nachdem Perseverance beim ersten Versuch unerwartet einen leeren Behälter vor sich hatte, obwohl alles nach Plan verlaufen war. Insgesamt sei man aber zuversichtlich, dass diesmal alles geklappt hat.

Eine erste Aufnahme zeigte eine Bohrprobe(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS)

Perseverance hatte Anfang August zum ersten Mal ein Loch in den Boden gebohrt, um eine Materialprobe zu entnehmen. Zur Überraschung des Teams auf der Erde hatte sich der Behälter der Probe dann aber als leer herausgestellt und eine Weile wurde fieberhaft nach der verschollenen Probe gesucht. Später hieß es, der Rover sei offenbar auf einen besonders ungewöhnlich beschaffenen Untergrund gestoßen. Statt einen stabilen Bohrkern habe Perseverance nur poröses Material aus dem Boden geholt. Das sei dann wohl teilweise auf den Boden des Bohrlochs gefallen, zu Teilen aber an dessen Rand gelandet.

Auf der zweiten Aufnahme war nichts zu sehen, womöglich war sie hineingerutscht.(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS)

Sollte sich nun durch Fotos bei besseren Lichtverhältnissen bestätigen, dass der zweite Versuch geklappt hat, werde der Rover den Behälter verschließen und für die Aufbewahrung vorbereiten. Sollten die Bilder aber keine eindeutige Antwort liefern, blieben noch eine Reihe von Optionen, erläutert die NASA. Ziel ist es, die so gesammelten Bodenproben am Ende auf dem Marsboden abzulegen. Im Rahmen einer künftigen Mission der US-amerikanischen und europäischen Weltraumagentur sollen die Proben dann aufgenommen und zur Erde transportiert werden. Hier können sie mit deutlich besserer Technik analysiert werden. Damit sollen unter anderem auch bemannte Missionen zum Roten Planeten vorbereitet werden.

Quelle: https://www.heise.de/news/NASA-Rover-Perseverance-Zweite-Bohrung-wohl-erfolgreich-verlaufen-6181008.html


»Perseverance« gelingt Probenentnahme im zweiten Anlauf – vielleicht

Mit dem Rover »Perseverance« Proben einzusammeln, scheiterte beim ersten Anlauf im August. Diesmal soll es geklappt haben. Ganz sicher ist die US-Raumfahrtbehörde aber noch nicht.

Anfang August hat der kleine Marsrover »Perseverance« den Roten Planeten angebohrt. Doch Gestein konnte das Gerät der Nasa damals noch nicht bergen – der Versuch, eine Probe zu nehmen, scheiterte. Nun, im zweiten Versuch, ist das wahrscheinlich gelungen, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Darauf deuten jedenfalls in dieser Woche auf der Erde eingegangene Daten hin. Die Bilder des Manövers seien wegen ungünstiger Lichtverhältnisse allerdings nicht eindeutig. Bessere würden voraussichtlich bis Samstag von »Perseverance« auf die Erde übertragen.

Nasa-Projektleiterin Jennifer Trosper erklärte, sie sei aber zuversichtlich, »dass eine Probe in der Röhre ist«. Im August hatte die Nasa zwar das Bohrloch präsentiert. Aber in einem Tweet hieß es zu der fehlgeschlagenen Mission: »Proben zu nehmen und sie zu lagern, ist eine große und komplexe Aufgabe, das ist ein großer Schritt.«

Ziel der »Perseverance«-Mission ist es, nach Spuren von uraltem mikrobischem Leben zu suchen, das möglicherweise in alten Seeablagerungen erhalten geblieben sind. Die Wissenschaftler erhoffen sich außerdem ein besseres Verständnis der geologischen Verhältnisse auf dem Mars. Geplant ist, im Verlauf mehrerer Jahre insgesamt etwa 30 Proben zu sammeln.

Der etwa Geländewagen-große Rover war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot. Im April war es dem Rover erstmals gelungen, aus der Atmosphäre des Mars, die überwiegend aus Kohlendioxid besteht, Sauerstoff zu extrahieren. Auch das war ein bedeutender erster Schritt – nie zuvor hat das ein Kundschafter von der Erde bewerkstelligen können.

Dieses Bild zeigt eine Gesteinsprobe im Inneren der Röhre. Später werden der Bohrer und das Röhrchen in Schwingungen versetzt, um den Rand des Rohrs von Materialresten zu befreien
 Foto: NASA / JPL-Caltech / ASU / MSSS

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er-Jahren plant die Nasa gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen. Dort sollen sie auf ihre chemische und mineralische Zusammensetzung hin untersucht werden, um herauszufinden, ob das Gestein vulkanischen Ursprungs ist oder es sich um Sedimentgestein handelt.

Auch China tüftelt an Missionen auf dem Roten Planeten

Auch die aufstrebende Weltraumnation China plant ähnlich komplexe Missionen. Nach der historischen Landung eines Rovers auf dem Roten Planeten vor einigen Monaten hat das Land einen Prototyp eines Miniaturhubschraubers für Überwachungsaufgaben bei künftigen Marsmissionen entwickelt, wie die chinesische Raumfahrtbehörde mitteilte. Der Prototyp ähnelt dem Roboterhubschrauber »Ingenuity«, der von der Nasa für die »Perseverance«-Mission entwickelt wurde. Dies geht aus einem Foto hervor, das am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/mars-mission-perseverance-gelingt-probenentnahme-im-zweiten-anlauf-vielleicht-a-09177b2d-f271-4fea-871f-3a9321a447c1

Ingenuity Flight 7 Vorschau/NASAs Mars-Rover nach 100 Tagen

Schwarz-Weiß-Bild des Mars-Hubschraubers im Flug.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat dieses Bild am 22. Mai 2021 mit seiner Schwarz-Weiß-Navigationskamera aufgenommen. Diese Kamera wird im Rumpf des Helikopters montiert und direkt nach unten gerichtet, um den Boden während des Fluges zu verfolgen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Der nächste Flug des Ingenuity Mars Helicopter der NASA findet frühestens an diesem Sonntag, dem 6. Juni, statt. Unabhängig vom Flugdatum werden die Daten in den folgenden drei Tagen zur Erde zurückgesendet.

-Alle Kameras und Instrumente getestet
-Mehr als 75.000 Bilder zurückgeschickt
-Mars-Helikopter eingesetzt und seine Flüge eingefangen
-Geräusche auf dem Mars aufgenommen
-Sauerstoff aus der Atmosphäre extrahiert
-In Richtung Süden zur ersten Erforschungszone aufgebrochen

Das Flugprofil wird Ingenuity an einen Ort etwa 350 Fuß (106 Meter) südlich seines aktuellen Standorts senden, wo es an seiner neuen Operationsbasis aufsetzen wird. Damit landet der Helikopter zum zweiten Mal auf einem Flugplatz, den er bei einem früheren Flug nicht  aus der Luft vermessen hat.  Stattdessen verlässt sich das Ingenuity-Team auf Bilder, die von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der NASA gesammelt wurden, die darauf hindeuten, dass diese neue Operationsbasis relativ flach ist und nur wenige Oberflächenhindernisse aufweist.

Quelle: https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/306/ingenuity-flight-7-preview/

China: Rover Zhurong absolviert erste Mars-Fahrt

Zwei Vehikel aus einem metallähnlichen Material stehen hintereinander auf einer rötlichen, strukturierten Oberfläche, auf der ihre jeweiligen Schatten zu sehen sind. (Imago /JinxLiwang)Simulation des chinesischen Raumfahrtcenters zum Manöver des Rovers „Zhurong“ auf der Marsoberfläche (Imago /JinxLiwang)

Auf dem Mars hat der chinesische Rover Zhurong seine erste Fahrt absolviert.

Bilder davon sind auf dem Social-Media-Account des Rovers verbreitet worden. Das ferngesteuerte Gefährt fuhr die Rampe der Ladekapsel hinunter und rollte auf die Marsoberfläche.

Der Rover ist 240 Kilogramm schwer und wird mit Solarenergie betrieben. Er war vor einer Woche mit dem Landemodul des Raumschiffes „Tianwen-1“ auf dem Mars gelandet. Er soll Boden und Atmosphäre des Planeten insbesondere auf Spuren von Wasser und möglichem früheren Leben untersuchen.

Für Chinas Raumfahrtprogramm ist das ein großer Erfolg, denn vorher hatte es noch kein Land geschafft, gleich bei seiner ersten Mars-Mission auch einen Rover zu landen und losfahren zu lassen. Ein Video zeigt, wie er funktioniert.

Zhurong ist nach einem chinesischen Feuergott benannt und soll mindestens drei Monate lang den Mars erkunden. Vom US-Rover Perseverance bzw. der Nasa kamen schon Glückwünsche. Begegnen werden sich die beiden Rover auf dem Mars aber nicht, sie sind mehr als 2.000 Kilometer voneinander entfernt unterwegs – Zhurong in der Utopia-Planitia-Tiefebene und Perseverance im Jezero-Krater. Außerdem ist seit 2012 auch der Nasa-Rover Curiosity auf dem Mars. Er ist aber noch weiter weg, im Gale-Krater.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/china-rover-zhurong-absolviert-erste-mars-fahrt.2850.de.html?drn:news_id=1262356

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA soll diese Woche seinen sechsten Flug auf dem Roten Planeten absolvieren

STATUS-UPDATES | 19. Mai 2021

Der Mars-Hubschrauber machte ein Farbbild der Marsoberfläche in einer Höhe von 10 Metern.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat dieses Farbbild während seines fünften Fluges am 7. Mai 2021 aus einer Höhe von 10 Metern aufgenommen. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA soll diese Woche seinen sechsten Flug auf dem Roten Planeten absolvieren. Der Flug ist der erste, der während der Demonstrationsphase des Hubschrauberbetriebs durchgeführt wird. Er   umfasst das Aufspüren mehrerer Oberflächenmerkmale aus der Luft und die Landung auf einem anderen Flugplatz. In dieser neuen Phase werden Daten und Bilder vom Flug in den Tagen nach dem Flug zur Erde zurückgebracht. Der Perseverance-Rover zeichnet keine Bilder des Hubschraubers im Flug auf, da er sich auf den Beginn der wissenschaftlichen Operationen der Mission vorbereitet.

Der Flugplan von Ingenuity beginnt damit, dass der Hubschrauber auf 10 Meter aufsteigt und dann 150 Meter nach Südwesten fliegt. Wenn diese Entfernung erreicht ist, beginnt das Drehflügler mit der Erfassung von Farbbildern eines interessierenden Gebiets, wenn es nach Süden etwa 15 bis 20 Meter (50 bis 66 Fuß) übersetzt. Stereobilder der Sandwellen und Aufschlüsse heller Felsen am Standort werden dazu beitragen, den Wert einer Luftperspektive für zukünftige Missionen zu demonstrieren. Nach Abschluss der Bildersammlung wird Ingenuity etwa 50 Meter nordöstlich fliegen und dort an der neuen Einsatzbasis (bekannt als „Feld C“) landen.

Ingenuity plant, seinen Leistungsumfang während des sechsten Fluges weiter auszubauen. Die höchste Geschwindigkeit, die Ingenuity auf diesem Flug erreichen wird, beträgt 4 Meter pro Sekunde und die Zeit in der Luft beträgt etwa 140 Sekunden. Es ist auch das erste Mal, dass der Hubschrauber auf einem Flugplatz landet, den er während einer früheren Mission nicht  aus der Luft überwacht hat . Stattdessen stützt sich das Ingenuity-Team auf Bilder, die von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der NASA gesammelt wurden, was darauf hindeutet, dass diese neue Operationsbasis relativ flach ist und nur wenige Oberflächenhindernisse aufweist.

Quelle: https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/302/plans-underway-for-ingenuitys-sixth-flight/

Chinas Rover Zhurong: Erste Fotos von der Mars-Oberfläche-Bald soll er losfahren

Mehr als vier Tage nach der Landung hat der chinesische Mars-Rover Zhurong Fotos seiner Umgebung zur Erde geschickt. Bald soll er losfahren.

Chinas Weltraumagentur hat die ersten Fotos veröffentlicht, die der am Wochenende auf dem Mars gelandete Rover Zhurong gemacht hat. Eines in Schwarz-Weiß zeigt die flache Landschaft der Tiefebene Utopia Planitia, wie wir sie so ähnlich bereits von zahllosen Fotos der NASA-Gefährte kennen. Ein weiteres in Farbe zeigt Teile des Rovers selbst, darunter die Antenne, über die er mit der Erde kommuniziert. Zu sehen ist auch die Rampe, über die Zhurong bald den Boden erreichen soll. Veröffentlicht wurden außerdem zwei kurze Videoclips, die einen Teil des Landemanövers zeigen – die Trennung vom Orbiter Tianwen-1. Die Übertragung der Bilder zur Erde hatte vorher vergleichsweise lange gedauert.

22. Mai 2021: Chinas Marsrover Zhurong rollt vom Abstiegsmodul auf den Marsboden (Sol 7).

27. Mai 2021: China mag Selfies. Wie die Fotosessions von Yutu-1 & 2 mit den Chang’e-3 & 4- Landern auf dem Mond wird auch Zhurong eine Fotosession zwischen Rover und dem Abstiegsmodul durchführen (Sol 13).

28. Mai 2021: Das Wissenschaftsprogramm beginnt am 28. Mai an der Oberfläche (Sol 14). Zhurong wird 90 Tage Wissenschaft auf dem Mars durchführen. Nach 90 Tagen werden sie die Mission des Marsrovers verlangsamen oder stoppen. Der Tianwen-1- Orbiter ändert seine Umlaufbahn erneut. Der Orbiter betritt eine Wissenschafts- und Kartierungsbahn, um den Planeten Mars zu inspizieren und zu kartieren.

https://www.shymkent.info/space/chinese-spaceflight/tianwen-1-1st-flagship-mission-to-mars/

Der 240 Kilogramm schwere Zhurong (祝融) war in der Nacht zum Samstag als erster chinesischer Rover auf dem Mars gelandet. Vorher hatte es nur die US-Weltraumagentur NASA geschafft, Erkundungsfahrzeuge auf dem Mars zum Einsatz zu bringen. Der Sowjetunion war in den 70er-Jahren zwar eine Landung gelungen, der Kontakt zu der Sonde war aber sofort danach verlorengegangen. Außerdem hat China mit der geglückten Landung gleich mehrere Zwischenschritte übersprungen, mit denen sich etwa die NASA an die Erfolge auf dem Mars herangetastet hatte: So ist die Sonde Tianwen-1 gleichzeitig auch Chinas erster Orbiter um den Roten Planeten.

Vor der Veröffentlichung der ersten Bilder und Videoclips hatten chinesischen Staatsmedien bereits berichtet, dass Zhurong Daten zur Erde sendet, Tianwen-1 dient dabei als Relais. Inzwischen hat der die dafür günstigste Position erreicht. „Alle Systeme arbeiten normal“, hieß es demnach, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Seit der Landung ist Zhurong demnach damit beschäftigt, „wie geplant“ zunächste seine Umgebung zu erfassen. Bald soll er sich dann auf den Weg machen und für mindestens drei Monate auch Untersuchungen vornehmen. Aus technischer Sicht könnte er aber auch viel länger durchhalten.

Quelle: https://www.heise.de/news/Chinas-Rover-Zhurong-Erste-Fotos-von-der-Mars-Oberflaeche-6049662.html

Kalenderwoche 19/20: Landung des ersten chinesischen Mars-Rover erwartet

Chinas erster Mars Rover hat den Namen Zhurong bekommen. Zhurong ist ein Feuergott aus der chinesischen Mythologie.

Kalenderwoche 19/20: Landung des chinesischen Mars-Rover wird erwartet.

Mögliche Termine einer Landung werden gemunkelt: 15.05. 16.05 und 17.05, wenn man sich auf Twitter so umhört. China spricht so von Mitte Mai.

Interessierte sollten also immer mal wieder nachschauen, je näher man den Datum bzw. dem Ende der 19 Kalenderwoche kommt. Könnte Donnerstag oder Freitag auch konkreter werden, je näher man den Terminen kommt. Wir werden sehen, hoffentlich sind wir Ende der Woche ein wenig schlauer. Aber auch eine stille Landung ist möglich und eine Bestätigung erst nach Erfolg (China-Politik halt).

Wenn Rover, Lander und Sonde in Ordnung sehe ich auch keinen Grund warum China die Landung noch weiter verzögert. Den Landeplatz werde die sich schon ausgewählt haben. Bleibt nur noch den Lande-Computer mit aktuelle Daten (Bilder/Karten) zu füttern. Alles oder nichts! Go Landing! Ein Erfolg wäre schon Super, noch ein Rover auf dem Mars.

Fünfter Flug auf dem Mars: Ingenuity und Perseverance nun gemeinsam unterwegs

Der NASA-Rover Perseverance hat jetzt einen Begleiter. Der Hubschrauber Ingenuity soll ihm am Freitag vorausfliegen und den kommenden Tag bei ihm bleiben.

Der kleine NASA-Hubschrauber Ingenuity soll am heutigen Freitag seinen ersten Flug unternehmen, nach dem er nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren wird. Stattdessen soll er mehr als 100 Meter in jene Richtung fliegen, die auch der Rover Perseverance einschlägt und zeigen, inwieweit er dem helfen kann.

Der Hubschrauber habe sich als deutlich robuster erwiesen als erhofft, freut sich der NASA-Ingenieur Josh Ravich nun in dem Blogeintrag, in dem er den Plan vorstellt. Für Ingenuity wird es der fünfte Flug auf dem Mars sein. Der war nach der Verlängerung der Mission verschoben worden.

Ingenuity war lediglich eine Technikdemonstration und also solche aber ein durchschlagender Erfolg, wie es bei der US-Weltraumagentur hieß. Dabei sollte er erst einmal nur beweisen, dass ein Fluggerät in der viel dünneren Atmosphäre des Roten Planeten überhaupt abheben und autonom fliegen kann. Für eine direkte Steuerung von der Erde aus sind die Signallaufzeiten viel zu lang. Nach einer kleinen Verzögerung am Anfang klappte das dann ziemlich reibungslos und Ingenuity hob insgesamt vier Mal ab. Danach lief die nominelle Missionszeit ab, aber Ingenuitys Mission wurde verlängert. Während sich der Fokus der US-Weltraumagentur wieder auf den Protagonisten Perseverance verschiebt, soll Ingenuity diesen nun begleiten und mit seinen Bildern aus der Höhe unterstützen.

Am Freitagmorgen Marszeit (19:26 Uhr MESZ) soll Ingenuity nun wieder abheben und auf eine Höhe von fünf Metern steigen. Dann soll er dieselbe Richtung einschlagen wie bei seinem vierten Flug und 129 Meter weit nach Süden fliegen. Dort soll er aber nicht mehr umkehren, sondern auf 10 Meter Höhe steigen, einige Fotos machen und dann landen. Den Landeort hat er also bereits ausgekundschaftet und die Verantwortlichen sind überzeugt, dass es dort flach genug ist. Wenn er steht, kann sich auch Perseverance auf den Weg machen. An den Rover muss sich der Hubschrauber halten, weil der beispielsweise als Relais für die Datenübertragung zur Erde dient. Außerdem kann Perseverance mit seinen Kameras den Status von Ingenuity überprüfen.

Mit dem Flug beginnt für die Mission von Perseverance eine neue Phase und erstmals werden zwei Gefährte zusammen auf einem anderen Planeten unterwegs sein. Ursprünglich war vorgesehen, dass der Rover Ingenuity nach dessen Testflügen zurücklässt, um sich der eigentlichen Mission zu widmen. Er soll in einem ehemaligen Flussbett nach möglichen Spuren einstiger Lebewesen suchen. Nun wird er dabei aber von Ingenuity unterstützt. Der Rover und sein Begleiter sollen sich jetzt eine einen Kilometer lange Felsformation entlang arbeiten. Ingenuity soll die Forschung von Perseverance möglichst wenig stören und nur noch alle paar Wochen abheben. Ende August wird es damit dann Schluss sein, dann steht die Zeit bevor, in der keine Kommunikation mit der Erde möglich ist.

Quelle: https://www.heise.de/news/Fuenfter-Flug-auf-dem-Mars-Ingenuity-und-Perseverance-nun-gemeinsam-unterwegs-6040688.html


Warum der fünfte Flug
von Ingenuity anders sein wird Geschrieben von Josh Ravich, Leiter des Maschinenbaus von Ingenuity Mars Helicopter am Jet Propulsion Laboratory der NASA

Farbbild von Ingenuity auf seinem vierten Flug in seinem neuen Landeplatz 'Airfield B'

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat dieses Farbbild während seines vierten Fluges am 30. April 2021 aufgenommen. „Airfield B“, der neue Landeplatz, ist unten zu sehen. es wird versuchen, sich bei seinem fünften Flugversuch dort niederzulassen. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Ungefähr zur Zeit unseres ersten Fluges sprachen wir viel darüber, unseren „Wright Brothers Moment“ auf dem Mars zu haben. Und das ist sehr sinnvoll, da diese beiden mechanisch denkenden Fahrradhersteller den ersten angetriebenen, kontrollierten Flug auf der Erde durchgeführt haben und wir das Glück hatten, dies 117 Jahre später auch auf einem anderen Planeten zu tun.

Aber die Vergleiche sollten nicht mit einem Erstflug aufhören. Ingenuity’s fifth flight is scheduled for Friday, May 7. As always (at least so far), our targeted takeoff time is 12:33 p.m. local Mars time (3:26 p.m. EDT, or 12:26 p.m. PDT), with data coming down at 7:31 p.m. EDT (4:31 p.m. PDT).  Ingenuity wird am Wright Brothers Field starten – an derselben Stelle, an der der Hubschrauber gestartet ist und auf allen anderen Flügen wieder gelandet ist -, aber er wird an anderer Stelle landen, was eine weitere Premiere für unser Drehflügler ist. Der Einfallsreichtum wird auf 5 Meter ansteigen und dann seinen Kurs vom vierten Flug in Richtung 129 Meter nach Süden zurückverfolgen.

Aber anstatt uns umzudrehen und zurück zu gehen, werden wir tatsächlich einen neuen Höhenrekord von 10 Metern erreichen, wo wir einige Farb- (sowie Schwarzweiß-) Bilder des Gebiets aufnehmen können. Nach einer Gesamtflugzeit von ca. 110 Sekunden landet Ingenuity und absolviert seine erste einfache Fahrt. Wenn es an seinem neuen Standort landet, werden wir eine neue Demonstrationsphase einleiten – eine, in der wir zeigen, was diese neue Technologie tun kann, um andere Missionen in der Zukunft zu unterstützen.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat diese Bilder auf seinem vierten Flug am 30. April 2021 mit seiner Navigationskamera aufgenommen.  Die Kamera, die Oberflächenmerkmale unterhalb des Hubschraubers verfolgt, nimmt Bilder mit einer Geschwindigkeit auf, mit der die Blätter des Hubschraubers eingefroren erscheinen.
Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat diese Bilder auf seinem vierten Flug am 30. April 2021 mit seiner Navigationskamera aufgenommen. Die Kamera, die Oberflächenmerkmale unterhalb des Hubschraubers verfolgt, nimmt Bilder mit einer Geschwindigkeit auf, mit der die Blätter des Hubschraubers eingefroren erscheinen. Credits: NASA / JPL-Caltech. Vollbild und Bildunterschrift ›

Das haben auch die Wrights getan. Sie haben nach einem erfolgreichen Flug mit Flyer I oder sogar den anderen drei Flügen, die sie an diesem historischen Dezembertag im Jahr 1903 durchgeführt haben, nicht aufgehört. Sie flogen 1904 in einem verbesserten Flyer II immer höher und mit dem Flyer von 1905 immer höher und weiter III. Bis 1908 hatten die Wrights das Gefühl, die Luft erobert zu haben (zumindest genug), um zu prüfen, für welche praktischen Anwendungen ein Flugzeug eingesetzt werden könnte. In diesem Jahr flogen sie den ersten Fluggast (Charles Furnas, ihren Mechaniker) und begannen zu demonstrieren, wie das Scouten aus der Luft zu einer Sache werden kann.

In gewisser Weise hat sich das Ingenuity-Team innerhalb von drei Wochen und vier Flügen von den Gebrüdern Wright von 1903 zu den Gebrüdern Wright von 1908 entwickelt, jedoch eher in Wochen als in Jahren. Dies ist uns gelungen, weil der Rover, der die Kommunikationsbasisstation des Hubschraubers trägt, für viele Sols (Mars-Tage) in der Nähe bleiben wird und wir beim vierten Flug tatsächlich nach einer Landezone über 100 Meter gesucht haben (328 Fuß) entfernt. Die vom Ingenuity-Team zusammengestellten digitalen Höhenkarten haben uns das Vertrauen gegeben, dass unser neuer Flugplatz flach wie ein Pfannkuchen ist – eine gute Sache, wenn Sie darauf landen müssen.

Der vierte Flugweg des Ingenuity Mars Helicopter der NASA wird hier auf dem Gelände überlagert, das von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der Agentur abgebildet wird.
Der vierte Flugweg des Ingenuity Mars Helicopter der NASA wird hier auf dem Gelände überlagert, das von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter der Agentur abgebildet wird. Vollbild und Bildunterschrift ›

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Faktor für den fortgesetzten Betrieb von Ingenuity: Unser Hubschrauber ist noch robuster als wir gehofft hatten. Das Stromnetz, über das wir uns jahrelang Sorgen gemacht haben, liefert mehr als genug Energie, um unsere Heizungen nachts am Laufen zu halten und tagsüber zu fliegen. Die Standardkomponenten für unsere Leit- und Navigationssysteme sind ebenso gut wie unser Rotorsystem. Sie nennen es, und es geht gut oder besser.

Das führt mich zurück zu unserem fünften Flug. Wir reisen zu einer neuen Basis, weil dies die Richtung ist, in die Beharrlichkeit geht, und wenn wir weiterhin zeigen wollen, was aus der Luft getan werden kann, müssen wir dorthin gehen, wo der Rover fährt. Die Wrights taten dasselbe im Jahr 1908 – sie reisten sogar bis nach LeMans, Frankreich, um die Fähigkeiten ihrer Flugzeuge zu demonstrieren.

Ich denke viel über die Wrights während unserer Flüge nach. Ich bin sicher, ein Teil des Grundes ist, dass ich (zusammen mit Teamkollege Chris Lefler) die Ehre hatte, das kleine Materialmuster vom unteren linken Flügel von Flyer I an Ingenuity anzubringen. Aber es ist mehr als das. Die Wrights zeigten, was mit einer Kombination aus Teamwork, Kreativität und Hartnäckigkeit erreicht werden kann – und ein bisschen Einfallsreichtum und Ausdauer.

Wenn ich mich am Flugtag im Raum umschaue und online in unserem Team bin, sehe ich viel von der gleichen Vision und Hartnäckigkeit / dem gleichen Geist, die die Gebrüder Wright zu dem gemacht haben, was sie waren. Gemeinsam setzen wir die Momente unserer Gebrüder Wright auf dem Mars fort.

Quelle (Googel-Übersetzung): https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/299/why-ingenuitys-fifth-flight-will-be-different/

Startversuch geglückt: Marshubschrauber „Ingenuity“ fliegt erneut – und darf weitermachen

  • Als erstes Luftfahrzeug hat „Ingenuity“ einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert und damit bewiesen, dass das geht.

  • Jetzt hat der Marshubschrauber nach einem Fehlversuch zum vierten Mal erfolgreich abgehoben.

  • Das Ziel der Mission ist längst erreicht – aber die Nasa will mehr.

Der Minihubschrauber „Ingenuity“ soll deutlich länger auf dem Mars herumschwirren als zunächst geplant. Die ursprünglich auf rund 30 Tage angelegte Mission sei zunächst um 30 Tage verlängert worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag bei einer Pressekonferenz mit. „Nach dieser 30-Tage-Periode werden wir uns anschauen, wo wir stehen“, sagte Nasa-Managerin Lori Glaze. „Es gibt die Möglichkeit, darüber hinauszugehen.“ Wie lange, hänge auch davon ab, wie gut Technik und Energieversorgung des Hubschraubers durchhielten.

Noch weiter und schneller als bei den vorherigen Flügen

Ein am Donnerstag zunächst gescheiterter vierter Startversuch des Helikopters wurde unterdessen am Freitag erfolgreich nachgeholt. Der Helikopter sei dabei weiter und schneller unterwegs gewesen als bei den vorherigen Flügen und habe zusätzliche Fotos gemacht, teilte die Nasa mit. In etwa einer Woche sei der nächste Flug geplant.

Am 19. April war „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) zum ersten Mal abgehoben – und hatte damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Danach hatte er noch zwei weitere Flüge absolviert – weiter und schneller als zuvor. Beim vierten Startversuch am Donnerstag war der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene und rund 1,8 Kilogramm schwere Helikopter dann allerdings nicht wie geplant vom Boden abgehoben. Aus zunächst nicht eindeutig geklärten Ursachen schaltete „Ingenuity“ nicht in den Flugmodus um, der für das Abheben eine Voraussetzung ist. Das Problem war den Nasa-Ingenieuren bereits von vorherigen Tests bekannt.

Bis auf dieses „Problemchen“, für das derzeit an mehreren möglichen Lösungen und Überbrückungen gearbeitet werde, funktioniere der Hubschrauber bislang aber einwandfrei, sagte Nasa-Ingenieur Bob Balaram. „‚Ingenuity‘ hat uns überrascht, es war alles so perfekt“, sagte Projektchefin Mimi Aung. Nasa-Manager Thomas Zurbuchen sprach von einem „durchschlagenden Erfolg“ der Mission.

Energiegewinnung aus Sonnenlicht

Der Hubschrauber muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Nachts fallen die Temperaturen auf bis zu minus 90 Grad Celsius, was für Batterien und Elektronik eine Herausforderung ist. Wegen der dünnen Atmosphäre, die grob nur ein Prozent so dicht ist wie die auf der Erde, müssen die Rotoren von „Ingenuity“ auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen – ein Vielfaches dessen, was Hubschrauber auf der Erde erreichen. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht „Ingenuity“ aus seiner durch Sonnenstrahlen gespeisten Batterie.

Der Minihelikopter war an Bord des Nasa-Rovers „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) Ende Februar – nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern – mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Marssee namens Jezero Crater aufgesetzt. Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. Er soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.


STATUS-UPDATES | 30. April 2021: Ingenuity schließt seinen vierten Flug ab Geschrieben von MiMi Aung, Projektmanager für Ingenuity Mars Helicopter im Jet Propulsion Laboratory der NASA

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA (über der Mitte rechts) wird während des vierten Fluges des Hubschraubers am 30. April 2021 von einer der Gefahrenkameras an Bord des Perseverance Rovers betrachtet.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA (über der Mitte rechts) wird während des vierten Fluges des Hubschraubers am 30. April 2021 von einer der Gefahrenkameras an Bord des Perseverance Rovers betrachtet. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Ingenuity hat heute seinen vierten Flug erfolgreich abgeschlossen, und wir könnten nicht glücklicher sein. Der Hubschrauber startete um 10:49 Uhr EDT (7:49 Uhr PDT oder 12:33 Uhr Ortszeit Mars) und kletterte auf eine Höhe von 5 Metern, bevor er ungefähr 133 Meter nach Süden und dann zurück flog für eine 266 m lange Rundreise. Insgesamt waren wir 117 Sekunden in der Luft. Das ist ein weiterer Rekord für den Hubschrauber, selbst im Vergleich zum spektakulären dritten Flug .

Wir haben es auch geschafft, viele Bilder während des Fluges mit der Farbkamera und mit der Schwarz-Weiß-Navigationskamera von Ingenuity aufzunehmen, die Oberflächenmerkmale während des Flugs verfolgt. Bilder von dieser Navigationskamera werden normalerweise vom Flugregler von Ingenuity verwendet und dann weggeworfen, es sei denn, wir weisen den Hubschrauber ausdrücklich an, sie zur späteren Verwendung aufzubewahren. Während dieses Fluges haben wir noch mehr Bilder gespeichert als auf unseren vorherigen Flügen: insgesamt etwa 60 während der letzten 50 Meter, bevor der Hubschrauber zu seinem Landeplatz zurückkehrte.

Der Mars Perseverance Rover der NASA hat dieses Bild des Ingenuity Mars Helicopter (oben rechts) mit seiner linken Mastcam-Z-Kamera aufgenommen.
Der Mars Perseverance Rover der NASA hat dieses Bild des Ingenuity Mars Helicopter (oben rechts) mit seiner linken Mastcam-Z-Kamera aufgenommen. Mastcam-Z ist ein Paar Kameras, die sich hoch oben am Rover-Mast befinden. Dies ist ein Standbild aus einer Sequenz, die von der Kamera während der Videoaufnahme aufgenommen wurde. Dieses Bild wurde am 30. April 2021 (Sol 69) zur lokalen mittleren Sonnenzeit von 12:33:27 aufgenommen. Credits: NASA / JPL-Caltech / ASU / MSSS

Das Aufnehmen solcher Bilder stellt eine technische Herausforderung dar – eine weitere Möglichkeit, Ingenuity zu testen – und bietet eine Luftperspektive des Mars, die die Menschheit noch nie zuvor gesehen hat. Wir werden diese Bilder verwenden, um die Oberflächenmerkmale des Geländes zu untersuchen. Einige unserer Schwarzweißbilder wurden als Stereopaare aufgenommen, sodass wir unsere Fähigkeit testen konnten, 3D-Bilder der Oberfläche zu erstellen und die Höhe verschiedener Standorte unter uns zu untersuchen. Das Hinzufügen dieser Dimension zu zukünftigen Missionen könnte eine breite Palette von Scouting-Möglichkeiten in Regionen bieten, die Rover nicht durchstreifen können, Nahaufnahmen, die Orbiter nicht bieten können, oder Möglichkeiten, die Reichweite zukünftiger menschlicher Entdecker zu vergrößern.

In naher Zukunft müssen wir jedoch viele Daten analysieren. Die Leistung von Ingenuity auf dem Mars war perfekt. Dies ist eine großartige Zeit für unser gesamtes Team!

Quelle (Googel-übersetzung): https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/297/ingenuity-completes-its-fourth-flight/


Künftig soll er das Landegerät „Perseverance“ bei dessen Suche nach Spuren von vergangenem mikrobiellen Leben auf dem Mars helfen und für den Rover aus der Luft das Gelände erkunden.

OK, das ist natürlich super! Der Mars-Hubschrauber „Ingenuity“ hat seinen vierten Flug über den Roten Planeten erfolgreich absolviert und bekommt nun einen neuen Auftrag: Künftig soll er das Landegerät „Perseverance“ bei dessen Suche nach Spuren von vergangenem mikrobiellen Leben auf dem Mars helfen und für den Rover aus der Luft das Gelände erkunden. Die Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa erhoffen sich Erkenntnisse darüber, inwieweit Mini-Hubschrauber Erkundungsmissionen auf fremden Planeten unterstützen können.

Da bin ich natürlich dabei und schließe mich den Hubschschrauber (Drohne) Fans mit an. Denn mit so einer tollen Nachricht kann auch mich die Nasa für Ihre Drohne begeistern.

Dienstag und Donnerstag WfbM (Werkssatt für Behinderte Menschen). Die anderen Tage für mich, Hobbys: ausruhen und im Gartensitzen, Gartenarbeit und vor allem Raumfahrt – Astrobiologie und Forschung/Bildung. 2 Tage WfbM sind ein guter Kompromiss, schließlich brauche ich keine Beschäftigungstherapie und was noch viel wichtiger ist, ich habe noch ein Leben außerhalb der WfbM und Psychisch-Kranken Menschen. Die WfbM ist weder 2 Zuhause noch Lebensmittelpunkt sondern Arbeit mit Psychisch-Kranken Menschen. Davon muss man sich auch erholen/ausruhen wie die Mitarbeiter: Sozialpädagogen, Erzieher usw. Die machen das ja auch wie ich (nur Arbeitsverhältnis), treffen sich auch nicht Zuhause mit denen oder verbringen Ihre Freizeit Zuhause mit denen.

Christian Dauck

Der Ingenuity-Hubschrauber der NASA beginnt eine neue Demonstrationsphase

Ausdauer Selfie mit Einfallsreichtum
Perseverance’s Selfie mit Einfallsreichtum: Der Perseverance Mars Rover der NASA machte ein Selfie mit dem Ingenuity-Hubschrauber, der hier etwa 3,9 Meter vom Rover entfernt zu sehen ist. Dieses Bild wurde von der WASTON-Kamera am Roboterarm des Rovers am 6. April 2021, dem 46. Mars-Tag oder Sol der Mission, aufgenommen. Gutschrift: Gutschrift: NASA / JPL-Caltech / MSSS. Vollbild und Bildunterschrift ›

Das Drehflüglerflugzeug des Roten Planeten wird den Fokus vom Nachweis, dass ein Flug auf dem Mars möglich ist, auf die Demonstration des Flugbetriebs verlagern, den zukünftige Luftfahrzeuge nutzen könnten.


Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA hat eine neue Mission. Nachdem das Ingenuity-Experiment bewiesen hat, dass auf dem Roten Planeten ein motorisierter, kontrollierter Flug möglich ist, wird es bald eine neue Demonstrationsphase für Operationen einleiten, in der untersucht wird, wie das Scouting aus der Luft und andere Funktionen der zukünftigen Erforschung des Mars und anderer Welten zugute kommen können.

Diese neue Phase beginnt, nachdem der Hubschrauber seine nächsten beiden Flüge abgeschlossen hat. Die Entscheidung, eine Betriebsdemonstration hinzuzufügen, ist darauf zurückzuführen, dass der Perseverance-Rover seit seiner Landung am 18. Februar dem Zeitplan voraus war und alle Fahrzeugsysteme gründlich überprüft wurden. Das Wissenschaftsteam wählte ein nahe gelegenes Kraterbett für seine ersten detaillierten Erkundungen aus. Da die Energie-, Telekommunikations- und Bordnavigationssysteme des Mars-Hubschraubers die Erwartungen übertrafen, bot sich die Gelegenheit, dem Hubschrauber die Möglichkeit zu geben, seine Fähigkeiten mit einer Betriebsdemonstration weiter zu erkunden, ohne die Planung des Rovers wesentlich zu beeinträchtigen.

„Die Demonstration der Ingenuity-Technologie war ein voller Erfolg „, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Administrator der NASA-Direktion für wissenschaftliche Missionen. „Da Ingenuity weiterhin in ausgezeichnetem Gesundheitszustand ist, planen wir, es zum Nutzen künftiger Luftplattformen zu nutzen und gleichzeitig die kurzfristigen wissenschaftlichen Ziele des Perseverance Rover-Teams zu priorisieren und voranzutreiben.“

Auf diesen Bildern ist der Schatten des Ingenuity Mars Helicopter der NASA zu sehen
Der Schatten von Ingenuity während des dritten Fluges: Der Schatten des Ingenuity Mars Helicopter der NASA ist in diesen Bildern zu sehen, die von seiner Schwarz-Weiß-Navigationskamera während ihres dritten Fluges am 25. April 2021 aufgenommen wurden. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech. Vollbild und Bildunterschrift ›

Die Betriebsdemonstration beginnt in ungefähr zwei Wochen mit dem sechsten Flug des Hubschraubers. Bis dahin befindet sich Ingenuity in einer Übergangsphase, die den vierten und fünften Ausflug in den purpurroten Himmel des Mars umfasst. Flug vier wird das Drehflügler etwa 133 Meter nach Süden schicken, um Luftbilder einer potenziellen neuen Landezone zu sammeln, bevor es auf dem Wright Brothers Field landet, dem Namen des Marsflugplatzes, auf dem Ingenuitys erster Flug stattfand. Diese 266 Meter lange Hin- und Rückfahrt würde die beim dritten Flug erreichten Reichweiten-, Geschwindigkeits- und Dauerzeichen übertreffen. Ingenuity war so programmiert, dass am Freitag ein vierter Flug durchgeführt werden sollte. Der Start sollte um 10:46 Uhr EDT (7:46 Uhr PDT, 12:30 Uhr Ortszeit Mars) erfolgen. Die ersten Daten sollten um 13:39 Uhr EDT zurückgegeben werden ( 10:39 PDT). Der fünfte Flug würde Ingenuity auf eine Einwegmission schicken und am neuen Standort landen. Wenn Ingenuity nach diesen Flügen gesund bleibt, kann die nächste Phase beginnen.

Kurswechsel

Der Übergang von Ingenuity von der Durchführung einer Technologiedemonstration zu einer Betriebsdemonstration bringt eine neue Flughülle mit sich. Zusammen mit diesen Einwegflügen werden präzisere Manöver, eine stärkere Nutzung der Luftbeobachtungsfunktionen und insgesamt ein höheres Risiko erzielt.

Die Änderung bedeutet auch, dass Ingenuity weniger Unterstützung vom Perseverance-Rover-Team benötigt, das nach Zielen sucht, um Gesteins- und Sedimentproben auf der Suche nach uraltem mikroskopischem Leben zu entnehmen. Am 26. April, dem 66. Sol der Mission oder dem Mars-Tag, fuhr Perseverance 10 Meter mit dem Ziel, Ziele zu identifizieren.

„Mit der kurzen Fahrt haben wir bereits begonnen, nach Süden zu einem Ort zu ziehen, von dem das Wissenschaftsteam glaubt, dass er eine Untersuchung und unsere erste Probenahme wert ist“, sagte Ken Farley, Projektwissenschaftler für den Perseverance Rover von Caltech in Pasadena, Kalifornien. „Wir werden die nächsten paar hundert Sols damit verbringen, unsere erste Wissenschaftskampagne durchzuführen, um nach interessanten Felsvorsprüngen entlang dieses 2 Kilometer langen Kraterbodens zu suchen, bevor wir wahrscheinlich nach Norden und dann nach Westen in Richtung des fossilen Flussdeltas des Jezero-Kraters fahren.“

Da in naher Zukunft kurze Fahrten für Perseverance erwartet werden, kann Ingenuity Flüge durchführen, die in der Nähe des aktuellen Standorts des Rovers oder seines nächsten erwarteten Parkplatzes landen. Der Hubschrauber kann diese Möglichkeiten nutzen, um Luftbeobachtungen von Rover-Wissenschaftszielen, potenziellen Rover-Routen und unzugänglichen Merkmalen durchzuführen und gleichzeitig Stereobilder für digitale Höhenkarten aufzunehmen. Die aus diesen Bemühungen gewonnenen Erkenntnisse werden künftigen Missionsplanern einen erheblichen Nutzen bringen. Diese Scouting-Flüge sind ein Bonus und keine Voraussetzung dafür, dass Perseverance seine wissenschaftliche Mission erfüllt.

Die Trittfrequenz der Flüge während der Demonstrationsphase für den Betrieb von Ingenuity wird sich von einmal alle paar Tage auf etwa alle zwei oder drei Wochen verlangsamen, und die Streifzüge werden geplant, um eine Beeinträchtigung des wissenschaftlichen Betriebs von Perseverance zu vermeiden. Das Team wird den Flugbetrieb nach 30 Sols bewerten und den Flugbetrieb spätestens Ende August abschließen. Dieser Zeitpunkt gibt dem Rover-Team Zeit, seine geplanten wissenschaftlichen Aktivitäten abzuschließen und sich auf die solare Konjunktion vorzubereiten – die Zeit Mitte Oktober, in der sich Mars und Erde auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne befinden und die Kommunikation blockieren.

„Wir haben die Unterstützung durch das Perseverance-Rover-Team während unserer Technologie-Demonstrationsphase sehr geschätzt“, sagte MiMi Aung, Projektmanager von Ingenuity am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Südkalifornien. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, es vorwärts zu zahlen und für zukünftige Roboter- und sogar Crew-Missionen die Vorteile eines Partners in der Nähe zu demonstrieren, der eine andere Perspektive bietet – eine vom Himmel aus. Wir werden diese Gelegenheit nutzen und damit rennen – und damit fliegen. “

Mehr über Einfallsreichtum

Der Ingenuity Mars Helicopter wurde von JPL gebaut, das auch dieses Technologie-Demonstrationsprojekt für das NASA-Hauptquartier verwaltet. Es wird von den Missionsdirektionen Wissenschaft, Luftfahrt und Weltraumtechnologie der NASA unterstützt. Das Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley und das Langley Research Center der NASA in Hampton, Virginia, lieferten während der Entwicklung von Ingenuity umfangreiche Flugleistungsanalysen und technische Unterstützung. AeroVironment Inc., Qualcomm und SolAero leisteten auch Konstruktionsunterstützung und wichtige Fahrzeugkomponenten. Lockheed Space entwarf und fertigte das Mars Helicopter Delivery System .

Am NASA-Hauptsitz ist Dave Lavery Programmmanager für den Ingenuity Mars Helicopter. Bei JPL ist MiMi Aung der Projektmanager und J. „Bob“ Balaram ist Chefingenieur.

Quelle (Googel-übersetzung): https://mars.nasa.gov/news/8936/nasas-ingenuity-helicopter-to-begin-new-demonstration-phase/