Perseverance macht entscheidenden Fund – „Mit den richtigen Werkzeugen am richtigen Ort“

Der Nasa-Rover „Perseverance“ erforscht den Mars seit Februar 2021 – und hat bereits organisches Material gefunden. © NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS

In einem Flussdelta auf dem Mars macht der Nasa-Rover „Perseverance“ einen entscheidenden Fund. Doch nun müssen die Forschenden erst einmal geduldig sein.

Pasadena – Als die US-Raumfahrtorganisation Nasa eine Region namens Jezero-Krater als Landeplatz für den Rover „Perseverance“ auf dem Mars auswählte, hatten die Verantwortlichen bereits einen Plan: Sie wollten mithilfe des Roboters eine Gegend erkunden, die auf Aufnahmen, die vorab von Raumsonden gemacht wurden, wie ein Flussdelta aussah. Bereits seit Juli 2022 erforscht „Perseverance“ nun das Delta – und liefert nun besonders wichtige Proben.

„Wir haben den Jezero-Krater für die Erforschung durch ‚Perseverance‘ ausgewählt, weil wir dachten, dort gebe es die beste Chance auf wissenschaftlich exzellente Proben“, erklärt Nasa-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen in einer Nasa-Mitteilung und ergänzt: „Jetzt wissen wir, dass wir den Rover an den richtigen Ort geschickt haben.“ Der Mars-Rover habe eine „unglaubliche Diversität von Proben“ gesammelt, die in Zukunft von einer weiteren Mars-Mission zur Erde zurückgebracht werden sollen. „Ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass dies zwei der wichtigsten Proben sind, die wir auf dieser Mission sammeln werden“, betont auch David Shuster, der sich mit der Rückholung der Proben vom Mars beschäftigt.

Nasa-Rover „Perseverance“ findet organisches Material auf dem Mars

Das Delta, in dem der Mars-Rover „Perseverance“ sich befindet, entstand vor etwa 3,5 Milliarden Jahren. Es markiert die Stelle, an der in der Vergangenheit wohl ein marsianischer Fluss in einen See überging. Der Rover „Perseverance“ untersucht derzeit das Sedimentgestein im Delta, das entstand, als Partikel verschiedener Größe sich in der einst nassen Umgebung absetzten. „Die Steine, die wir untersucht haben, haben die höchste Konzentration von organischer Materie, die wir während der Mission bisher gefunden haben“, erklärt „Perseverance“-Projektwissenschaftler Ken Farley bei einer Nasa-Pressekonferenz. „Organische Moleküle sind die Bausteine des Lebens, daher ist es sehr interessant, dass wir Gestein haben, das in einer bewohnbaren Umgebung in einem See abgelagert wurde und organisches Material enthält.“

Die Steine, die wir untersucht haben, haben die höchste Konzentration von organischer Materie, die wir während der Mission bisher gefunden haben.

– Ken Farley, „Perseverance“-Projektwissenschaftler –

Bereits am 20. Juli hat das „Perseverance“ Instrument SHERLOC Nasa-Angaben zufolge eine Probe genommen, in der die Forschenden eine Klasse organischer Moleküle gefunden haben, die mit Sulfatmineralien verwandt sind. Sulfatmineralien, die in Sedimentgestein gefunden werden, können wichtige Informationen über die Wasser-Umgebung liefern, in der sie entstanden sind. „Diese Beziehung deutet darauf hin, dass während der Verdunstung des Sees sowohl Sulfate als auch organische Stoffe in diesem Gebiet abgelagert, konserviert und konzentriert wurden“, erläutert die SHERLOC-Wissenschaftlerin Sunanda Sharma. „Ich persönlich finde diese Ergebnisse so bewegend, weil ich das Gefühl habe, dass wir zu einem sehr entscheidenden Zeitpunkt und mit den richtigen Werkzeugen am richtigen Ort sind.“

Mars: Organische Moleküle in einer einst bewohnbaren Region gefunden

Unter dem Begriff „organische Moleküle“ versteht die Nasa eine Vielzahl von Verbindungen, die hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen und in der Regel Wasserstoff- und Sauerstoff-Atome enthalten. Auch andere Elemente wie Stickstoff, Schwefel und Phosphor können darin enthalten sein. Es gibt jedoch auch chemische Prozesse, bei denen solche Moleküle ohne die Mitwirkung biologischen Lebens entstehen – ein solcher Fund muss daher nicht zwangsweise ein Zeichen für früheres Leben auf dem Mars sein. Tatsächlich haben „Perseverance“ und auch sein Vorgänger, der Rover „Curiosity“ bereits zuvor organisches Material auf dem Mars gefunden. Doch die Tatsache, dass es dieses Mal in einer Region gefunden wurde, in der früher nachweislich flüssiges Wasser existierte und die demnach bewohnbar gewesen sein könnte, ist für die Forschenden ein entscheidender Hinweis.

„Der Nachweis dieser Klasse von organischen Stoffen allein bedeutet zwar nicht, dass es dort definitiv Leben gab, aber diese Beobachtungen ähneln einigen Dingen, die wir hier auf der Erde gesehen haben“, erklärt Sharma. „Um es einfach auszudrücken: Wenn dies eine Schatzsuche nach potenziellen Anzeichen für Leben auf einem anderen Planeten ist, dann ist organische Materie ein Anhaltspunkt. Und wir bekommen immer stärkere Hinweise, während wir uns durch das Delta bewegen.“

Nasa und Esa wollen Bodenproben vom Mars zur Erde holen

Nach solch wichtigen Funden möchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am liebsten sofort an die Arbeit gehen und das Material genau untersuchen. Doch für eine detaillierte Erforschung des gefundenen organischen Materials müssen sich die Forschenden noch eine ganze Weile gedulden. „So fähig unsere Instrumente an Bord von ‚Perseverance‘ auch sind, weitere Schlussfolgerungen über den Inhalt der Probe müssen abgewartet werden, bis sie zur Erde zurückgebracht wird“, sagt Farley. Die sogenannte „Mars Sample Return“-Mission, bei der die Nasa mit der europäischen Raumfahrtorganisation Esa kooperiert, soll von „Perseverance“ eingesammelte Mars-Proben mithilfe zweier kleiner Helikopter-Drohnen einsammeln und zur Erde zurückbringen – allerdings erst in den 2030er Jahren, ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Quelle: https://www.fr.de/wissen/mars-nasa-rover-perseverance-macht-entscheidenden-fund-organisches-material-wasser-delta-91792241.html


Perseverance Rover sammelt organisch reiche Marsproben für die zukünftige Rückkehr zur Erde

Das alte Mars-Flussdelta, das Perseverance erforscht, wird dem Hype gerecht.

Die Suche des Rovers Perseverance nach Anzeichen von Leben auf dem alten Mars hat erheblich zugenommen.

In den letzten Monaten hat Perseverance die Überreste eines alten Flussdeltas im Jezero-Krater des Mars erkundet, der vor Milliarden von Jahren einen großen See beherbergte. Das Vorhandensein dieses Deltas ist einer der Hauptgründe, warum die NASA den Rover in der Größe eines Autos nach Jezero geschickt hat, und der Standort hat seine Rechnung bisher erfüllt, sagten Mitglieder des Missionsteams.

Perseverance hat seit Anfang Juli vier Proben aus der Delta-Formation entnommen. Alle vier wurden in Felsen gebohrt, die zeigen, dass dieser Teil des Mars in der alten Vergangenheit wahrscheinlich erdähnliche Organismen unterstützt haben könnte – und möglicherweise sogar Anzeichen eines solchen mikrobiellen Lebens bewahrt.

„Die Felsen, die wir im Delta untersucht haben, haben die höchste Konzentration an organischem Material , die wir bisher auf der Mission gefunden haben“, sagte Ken Farley, Wissenschaftler des Perseverance-Projekts vom California Institute of Technology in Pasadena, während einer Pressekonferenz am Donnerstag ( 15. Sept.). 

„Und natürlich sind organische Moleküle die Bausteine ​​des Lebens“, fügte Farley hinzu. „Das ist also alles sehr interessant, da wir Steine ​​haben, die in einer bewohnbaren Umgebung in einem See abgelagert wurden, der organische Stoffe enthält.“

Ein Delta-Merkmal, das Perseverance kürzlich beprobt und untersucht hat, ein 3 Fuß breiter (0,9 Meter) Felsen, den das Team Wildcat Ridge nennt, ist besonders faszinierend. Wildcat ist ein feinkörniger Schlammstein, der sich wahrscheinlich am Grund des alten Sees von Jezero gebildet hat, sagten Teammitglieder. Das SHERLOC-Instrument (Scanning Habitable Environments with Raman and Luminescence for Organics and Chemicals) von Perseverance fand heraus, dass das Gestein mit organischen Stoffen gefüllt ist, die räumlich mit schwefelhaltigen Mineralien, sogenannten Sulfaten, verbunden sind.  

„Diese Korrelation legt nahe, dass beim Verdampfen des Sees sowohl Sulfate als auch organische Stoffe in diesem Gebiet abgelagert, konserviert und konzentriert wurden“, sagte SHERLOC-Wissenschaftlerin Sunanda Sharma vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien während der Pressekonferenz am Donnerstag. 

„Auf der Erde ist bekannt, dass Sulfatablagerungen organische Stoffe konservieren und Lebenszeichen enthalten können, die als Biosignaturen bezeichnet werden“, fügte Sharma hinzu. „Das macht diese Proben und diese Reihe von Beobachtungen zu den faszinierendsten, die wir bisher in der Mission gemacht haben, und erfüllt einen Teil der Aufregung, die das Team hatte, als wir uns der Deltafront näherten.“

Dieses aus mehreren Bildern zusammengesetzte Mosaik zeigt einen Felsvorsprung namens „Wildcat Ridge“, wo der Rover zwei Gesteinskerne extrahierte und einen kreisförmigen Fleck abschleifte, um die Zusammensetzung des Gesteins zu untersuchen.  (Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS)

Farley und Sharma betonten jedoch, dass diese marsianischen Verbindungen nicht als Biosignaturen betrachtet werden können. Organische Stoffe können durch rein geologische Prozesse erzeugt und eingelagert werden, und die bisher von Perseverance gesammelten Daten sagen uns nicht genug über das Ursprungsszenario, um eine Aussage zu treffen.

In der Tat wird es für das Missionsteam sehr schwierig sein, eine solche Bestimmung allein anhand der Beobachtungen des Rovers zu treffen, sagte Farley. Schließlich ist die Aufgabe komplex und die Beweislast, die ein behaupteter Nachweis von außerirdischem Leben erfüllen muss, sehr hoch.

Diese Realität ist in das Missionsdesign von Perseverance integriert. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Proben, die Perseverance sammelt, bereits 2033 durch eine gemeinsame Kampagne der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur Erde zurückgebracht. Sobald die Proben hier sind, können Wissenschaftler auf der ganzen Welt sie mit einer Vielzahl von Instrumenten untersuchen, von denen viele viel größer und komplizierter sind als alles, was man auf einen Mars-Rover quetschen kann.

Perseverance trägt 43 Probenröhrchen, von denen 15 bereits verschlossen sind. Zwölf enthalten ausgebohrte Gesteinskerne, eine ist eine atmosphärische Probe (das Ergebnis von Perseverances erstem Gesteinsprobenahmeversuch, der nicht nach Plan verlief ) und zwei sind „Zeugenröhren“. Das Missionsteam wird die Zeugenröhrchen verwenden, um festzustellen, welche Materialien in den Marsproben, falls vorhanden, Verunreinigungen von der Erde sein könnten.

Der Probenrückführungsplan sieht einen von der ESA bereitgestellten Earth Return Orbiter (ERO) und einen von der NASA gebauten Lander vor, die Ende 2027 bzw. Anfang 2028 zum Mars starten sollen. Perseverance wird zum Lander hinüberfahren und seine Proben ablegen, die dann an Bord einer vom Lander getragenen Rakete von der Marsoberfläche abheben. Die ERO wird die Proben in der Marsumlaufbahn einfangen und zurück zur Erde transportieren.

Beharrlichkeit, die im Februar 2021 mit dem winzigen Technologiedemonstrationshubschrauber Ingenuity gelandet ist, sollte Ende der 2020er Jahre noch gesund genug sein, um diese Probenlieferungsarbeit zu leisten, sagten NASA-Beamte. Immerhin ist der Curiosity-Rover der NASA , der den gleichen grundlegenden Körperplan und das gleiche Kernenergiesystem wie Perseverance hat, mehr als 10 Jahre nach der Landung im Gale-Krater des Roten Planeten immer noch stark.

Aber auch die NASA und die ESA haben einen Backup-Plan. Beharrlichkeit sammelt zwei Proben von jedem Gestein, das es entkernt, eine, um sie an Bord zu behalten, und eine andere, um sie in einem oder mehreren „Depots“ auf Jezeros Boden zu lagern. Wenn Perseverance also nicht in der Lage ist, die Proben selbst zu übergeben, wird der Rücklander in der Nähe der Probenlager landen und die Röhrchen einzeln mit zwei Hubschraubern einsammeln.

Diese Hubschrauber werden an Bord des Landers starten und Ingenuity sehr ähnlich sein, das nach 31 Flügen auf dem Mars immer noch stark ist . Die Helikopter zum Sammeln von Proben müssen jedoch etwas sperriger sein als Ingenuity, da sie mit Rädern ausgestattet sind, die ihnen helfen, zu den Probenröhrchen zu rollen.

Das Perseverance-Team hat bereits einen möglichen Ort für das erste Proben-Cache-Depot ausgewählt – einen schönen, flachen Teil von Jezeros Boden, der ein sicherer Landeplatz für einen Lander wäre. Am 19. Oktober werden die Teammitglieder ein „Go/No Go“-Meeting abhalten, bei dem festgestellt wird, ob sie bereit sind, dort Probenröhrchen abzusetzen, sagte NASA-Planetenwissenschaftschefin Lori Glaze während des heutigen Briefings.

Wenn die Entscheidung „go“ lautet, wird Perseverance 10 bis 11 Probenröhrchen vor Ort zwischenspeichern, ein Vorgang, der voraussichtlich etwa zwei Monate dauern wird.

Quelle: https://www.space.com/perseverance-rover-mars-samples-rich-organics


Perseverance Rover der NASA untersucht geologisch reiches Marsgelände

Der Perseverance-Rover der NASA lässt seinen Roboterarm um einen Felsvorsprung namens „Skinner Ridge“ im Jezero-Krater des Mars herum arbeiten.
Der Perseverance-Rover der NASA lässt seinen Roboterarm um einen Felsvorsprung namens „Skinner Ridge“ im Jezero-Krater des Mars herum arbeiten. Dieses Mosaik besteht aus mehreren Bildern und zeigt geschichtete Sedimentgesteine ​​vor einer Klippe im Delta sowie eine der Stellen, an denen der Rover einen kreisförmigen Fleck abgeschliffen hat, um die Zusammensetzung eines Gesteins zu analysieren.Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS

Der Perseverance-Rover der NASA befindet sich in seiner zweiten wissenschaftlichen Kampagne und sammelt Gesteinskernproben von Merkmalen in einem Gebiet, das von Wissenschaftlern seit langem als beste Aussichten für die Suche nach Anzeichen für uraltes mikrobielles Leben auf dem Mars angesehen wird. Der Rover hat seit dem 7. Juli vier Proben aus einem alten Flussdelta im Jezero-Krater des Roten Planeten gesammelt, was die Gesamtzahl der wissenschaftlich überzeugenden Gesteinsproben auf 12 erhöht.

„Wir haben den Jezero-Krater für Perseverance zur Erkundung ausgewählt, weil wir dachten, dass er die besten Chancen hat, wissenschaftlich hervorragende Proben zu liefern – und jetzt wissen wir, dass wir den Rover an den richtigen Ort geschickt haben“, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender NASA-Administrator für Wissenschaft in Washington. „Diese ersten beiden wissenschaftlichen Kampagnen haben eine erstaunliche Vielfalt an Proben hervorgebracht, die von der Mars Sample Return-Kampagne zur Erde zurückgebracht werden können .“

Der Jezero-Krater ist 45 Kilometer breit und beherbergt ein Delta – ein uraltes fächerförmiges Gebilde, das sich vor etwa 3,5 Milliarden Jahren am Zusammenfluss eines Marsflusses und eines Sees gebildet hat. Perseverance untersucht derzeit die Sedimentgesteine ​​des Deltas, die entstanden, als sich Partikel unterschiedlicher Größe in der einst wässrigen Umgebung ablagerten. Während seiner ersten wissenschaftlichen Kampagne erkundete der Rover den Kraterboden und fand magmatisches Gestein , das sich tief unter der Erde aus Magma oder während vulkanischer Aktivität an der Oberfläche bildet.  

„Das Delta mit seinen vielfältigen Sedimentgesteinen steht in schönem Kontrast zu den magmatischen Gesteinen – gebildet aus der Kristallisation von Magma – die auf dem Kraterboden entdeckt wurden“, sagte Ken Farley, Projektwissenschaftler von Perseverance vom Caltech in Pasadena, Kalifornien. „Diese Gegenüberstellung bietet uns ein umfassendes Verständnis der geologischen Geschichte nach der Entstehung des Kraters und eine vielfältige Probenfolge. Wir haben zum Beispiel einen Sandstein gefunden, der Körner und Gesteinsfragmente trägt, die weit entfernt vom Jezero-Krater entstanden sind – und einen Schlammstein, der faszinierende organische Verbindungen enthält.“

„Wildcat Ridge“ ist der Name eines etwa 1 Meter breiten Felsens, der sich wahrscheinlich vor Milliarden von Jahren gebildet hat, als sich Schlamm und feiner Sand in einem verdunstenden Salzwassersee absetzten. Am 20. Juli schleifte der Rover einen Teil der Oberfläche von Wildcat Ridge ab, um das Gebiet mit dem Instrument Scanning Habitable Environments with Raman & Luminescence for Organics & Chemicals oder SHERLOC zu analysieren .  

Die Analyse von SHERLOC zeigt, dass die Proben eine Klasse organischer Moleküle aufweisen, die räumlich mit denen von Sulfatmineralien korreliert sind. Sulfatmineralien, die in Sedimentgesteinsschichten gefunden werden, können wichtige Informationen über die wässrigen Umgebungen liefern, in denen sie sich gebildet haben.

Was ist organische Materie?

Organische Moleküle bestehen aus einer Vielzahl von Verbindungen, die hauptsächlich aus Kohlenstoff bestehen und normalerweise Wasserstoff- und Sauerstoffatome enthalten. Sie können auch andere Elemente wie Stickstoff, Phosphor und Schwefel enthalten. Während es chemische Prozesse gibt, die diese Moleküle produzieren, die kein Leben erfordern, sind einige dieser Verbindungen die chemischen Bausteine ​​des Lebens. Das Vorhandensein dieser spezifischen Moleküle wird als potenzielle Biosignatur angesehen – eine Substanz oder Struktur, die ein Beweis für vergangenes Leben sein könnte, aber auch ohne das Vorhandensein von Leben produziert worden sein könnte.

Im Jahr 2013 fand der Marsrover Curiosity der NASA Hinweise auf organisches Material in Gesteinspulverproben, und Perseverance hat zuvor organisches Material im Krater Jezero entdeckt . Aber im Gegensatz zu dieser früheren Entdeckung wurde diese jüngste Entdeckung in einem Gebiet gemacht, in dem in der fernen Vergangenheit Sedimente und Salze unter Bedingungen in einem See abgelagert wurden, in denen möglicherweise Leben existierte. Bei seiner Analyse von Wildcat Ridge registrierte das SHERLOC-Instrument die bisher häufigsten organischen Nachweise auf der Mission.  

„In der fernen Vergangenheit wurden der Sand, der Schlamm und die Salze, aus denen heute die Wildcat-Ridge-Probe besteht, unter Bedingungen abgelagert, unter denen möglicherweise Leben hätte gedeihen können“, sagte Farley. „Die Tatsache, dass die organische Substanz in einem solchen Sedimentgestein gefunden wurde – das dafür bekannt ist, Fossilien des alten Lebens hier auf der Erde zu bewahren – ist wichtig. Doch so leistungsfähig unsere Instrumente an Bord von Perseverance auch sind, weitere Schlussfolgerungen bezüglich des Inhalts der Wildcat-Ridge-Probe müssen warten, bis sie im Rahmen der Mars-Sample-Return-Kampagne der Agentur zur eingehenden Untersuchung zur Erde zurückgebracht wird.“

Der erste Schritt der NASA-ESA (European Space Agency) Mars Sample Return-Kampagne begann, als Perseverance im September 2021 seine erste Gesteinsprobe entkernte . Zusammen mit seinen Gesteinskernproben hat der Rover insgesamt eine atmosphärische Probe und zwei Zeugenröhren gesammelt davon sind im Bauch des Rovers gespeichert.

Die geologische Vielfalt der bereits im Rover transportierten Proben ist so gut, dass das Rover-Team in etwa zwei Monaten die Ablagerung ausgewählter Röhren in der Nähe der Basis des Deltas in Betracht zieht. 

Nach dem Ablegen des Caches wird der Rover seine Delta-Erkundungen fortsetzen.

„Ich habe einen Großteil meiner Karriere die Bewohnbarkeit und Geologie des Mars studiert und weiß aus erster Hand, welchen unglaublichen wissenschaftlichen Wert es hat, einen sorgfältig gesammelten Satz Marsgestein zur Erde zurückzubringen“, sagte Laurie Leshin, Direktorin des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Dass wir Wochen von der Bereitstellung der faszinierenden Proben von Perseverance und nur wenige Jahre davon entfernt sind, sie zur Erde zu bringen, damit Wissenschaftler sie bis ins kleinste Detail untersuchen können, ist wirklich phänomenal. Wir werden so viel lernen.“

Quelle: https://www.nasa.gov/press-release/nasa-s-perseverance-rover-investigates-geologically-rich-mars-terrain

Perseverance geht bald zu „Enchanted Lake“

Dieses Bild zeigt die Rückseite von Coring Bit 2 im Bit-Karussell des Perseverance Mars Rovers der NASA.
Perseverance Coring Bit: Aufgenommen am 17. August 2022, dem 531. Marstag oder Sol, der Mission, zeigt die Rückseite von Coring Bit 2 im Bitkarussell 
des Marsrover Perseverance der NASA. Auf der linken Seite des Meißels ist ein welliges, fadenförmiges Stück Fremdkörper zu sehen. Bohrkrone 2 wurde kürzlich verwendet, um Sedimentgestein bei „Wildcat Ridge“ zu beproben. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/MSSS. Bild herunterladen >

Nach einem längeren Aufenthalt auf „Wildcat Ridge“ bereitet sich das Perseverance-Team darauf vor, nach Südwesten zu einem weiteren Sedimentaufschluss namens Enchanted Lake im Delta des Jezero-Kraters zu fahren. Diese Seite hat  unser Wissenschaftsteam verzaubert,  seit wir sie im April zum ersten Mal besucht haben. 

Der NASA-Rover Mars Perseverance hat dieses Bild mit seiner linken Mastcam-Z-Kamera aufgenommen.  Mastcam-Z ist ein Kamerapaar, das sich hoch oben am Mast des Rovers befindet.
Enchanted View of Jezero Rocks​:  Dieses Bild des Felsvorsprungs „Enchanted Lake“, informell nach einem Wahrzeichen in Alaskas Katmai National Park and Preserve benannt, wurde von einer der Hazard Avoidance Cameras (Hazcams) auf dem Mars Perseverance Rover der NASA aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/ASU. Bild herunterladen >

Die Fahrt zum „Enchanted Lake“ soll in den nächsten Tagen mit Ankunft Anfang September beginnen.

Bevor wir mit der Fahrt beginnen, werden wir unsere Bemühungen fortsetzen, die zwei kleinen, fadenartigen Trümmerteile von Fremdkörpern (FOD) zu untersuchen, die auf einem der Bohrmeißel des Rovers entdeckt wurden. Das Rover-Team fühlt sich aufgrund der Fortschritte bei seiner  FOD-Untersuchung wohl damit, voranzukommen . Seit der erste 5. August in Bildern des Probenentnahmesystems des Rovers identifiziert wurde, nachdem eine 12. Gesteinskernprobe entnommen wurde, stand die FOD im Mittelpunkt mehrerer methodischer diagnostischer Aktivitäten, um die Beschaffenheit der Trümmer besser zu verstehen. 

Wir haben dem Rover befohlen, Komponenten zu bewegen, zu drehen oder zu vibrieren, von denen wir glauben, dass sie FOD beherbergen könnten. Und wir haben mehrere Sätze von Bildern der Komponenten aus verschiedenen Winkeln und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen von Rover-Kameras erhalten: Mastcam-Z, Navcam, Hazcam, Supercam und sogar die WATSON-Kamera (Wide Angle Topographic Sensor for Operations and eNgineering). auf dem Turm des Rovers. Schließlich bestätigt eine gründliche Überprüfung der jüngsten Bohrkern- und Bitaustauschaktivitäten, dass sie alle nominell und ohne Anzeichen einer Störung durch das FOD durchgeführt wurden.

Die Analyse der letzten Bildgebungsrunde, die heute früher heruntergeladen wurde, zeigt, dass die beiden kleinen Teile zwar im oberen Teil des Bohrfutters sichtbar bleiben, aber keine neue FOD beobachtet wurde. Darüber hinaus zeigten Bilder, die vom Boden unter dem Roboterarm und -turm sowie vom Roverdeck aufgenommen wurden, ebenfalls keine neuen FOD.

Unser gegenwärtiger Status erinnert mich an ein anderes FOD-Problem, auf das wir im Januar dieses Jahres gestoßen sind. Damals waren es  kleine Kieselsteine ​​im Bit-Karussell . Obwohl wir wussten, dass das Karussell robust und für den Betrieb in einer schmutzigen Umgebung gebaut war, nahmen wir uns die Zeit, die Situation besser zu verstehen, bevor wir weitermachten. Ich denke, das gleiche wird hier gelten. Unsere Bohrmaschine ist zudem robust und für schmutzige Umgebungen ausgelegt. Dies, zusammen mit der Tatsache, dass wir keine neuen Trümmer entdeckt haben, gibt uns die Zuversicht, dass wir mit unserer wissenschaftlichen Untersuchung des Jezero-Deltas (sowohl buchstäblich als auch im übertragenen Sinne) fortfahren können, während wir weiterhin alles tun, um den Ursprung besser zu verstehen die Trümmer.

Nächster Halt, der verzauberte See!

Quelle: https://mars.nasa.gov/mars2020/mission/status/397/perseverance-soon-heads-to-enchanted-lake/


Mein Lieblingsbild vom Mars: „Verzauberte“ Felsen am Jezero-Krater

Verzauberter Blick auf Jezero Rocks
Verzauberte Ansicht der Jezero-Felsen: Dieses Bild der Sedimentgesteine ​​des „Verzauberten Sees“ wurde am 30. April 2022, dem 424 Sol, der Mission. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech. Bild herunterladen >

Nicht einmal Obi-Wan Kenobi konnte Katie Stack Morgan von Perseverance davon überzeugen, dass dies nicht die Felsen sind, nach denen sie sucht.


Fragen Sie einen beliebigen Weltraumforscher, und er wird ein oder zwei Lieblingsfotos von seiner Mission haben. Für Katie Stack Morgan, die stellvertretende Projektwissenschaftlerin für den Marsrover Perseverance der NASA, hat die erste Nahaufnahme von geschichteten Felsen am Fuß des alten Flussdeltas des Jezero-Kraters einen besonderen Platz in ihrem Herzen. Das Bild des Felsvorsprungs „Enchanted Lake“, der informell nach einem Wahrzeichen in Alaskas Katmai National Park and Preserve benannt ist, wurde am 30. April 2022 von einer der Gefahrenvermeidungskameras (Hazcams) des Rovers aufgenommen.

Eine massive fächerförmige Ansammlung von Gesteinen und Sedimenten am westlichen Rand des Jezero-Kraters, das Delta, das sich vor Milliarden von Jahren am Zusammenfluss eines Marsflusses und eines Kratersees gebildet hat. Die Erkundung dieses Deltas stand auf der Wunschliste von Stack Morgan und dem Rest des Perseverance-Wissenschaftsteams, weil sie glauben, dass der Ort eine der besten Gelegenheiten für die Mission bietet, Gesteine ​​zu finden, die Reste des alten mikrobiellen Lebens bewahrt haben könnten – ein Hauptziel der Mission.

„Hazcam-Bilder werden hauptsächlich von den Ingenieuren der Mission verwendet, um beim Fahren und Platzieren des Arms des Rovers zu helfen“, sagte Stack Morgan. „Aber als ich das Hazcam-Bild von Enchanted Lake sah, war es Liebe auf den ersten Blick. Dieses Bild bot unseren ersten Blick auf Sedimentgesteine ​​aus nächster Nähe – diejenigen, die ich am gespanntesten erkunden wollte, seit Jezero vor fast vier Jahren zum Landeplatz für Perseverance ernannt wurde.“

Felsen und Zeichen des vergangenen Lebens

Um am besten zu verstehen, warum dieses Bild von Perseverances erster enger Begegnung mit einem Sedimentgestein so ein Kick für Stack Morgan ist, hilft es, zu den Anfängen der Erforschung des Mars durch den Rover zurückzublicken. Nachdem Perseverance am 18. Februar 2021 auf den flachen, felsigen Ebenen gelandet war, die den Boden des Jezero-Kraters bilden, verbrachte es mehr als ein Jahr damit, Aufschlüsse, Felsbrocken und Regolith (gebrochenes Gestein und Staub) in der Gegend zu untersuchen und Proben zu sammeln der Weg.

Eine der großen Erkenntnisse des Wissenschaftsteams aus dieser Anstrengung: Die Felsen des Kraterbodens sind magmatischen Ursprungs und haben sich vor Milliarden von Jahren aus geschmolzenem Gestein gebildet, das entweder unter der Erde oder nach Vulkanausbrüchen abgekühlt ist. Eruptivgesteine ​​können viele Informationen über das Innere des Mars und das Alter geologischer Merkmale liefern. Darüber hinaus fand das Team Beweise dafür, dass die Eruptivgesteine ​​mit Wasser interagierten und einst bewohnbare Mikroumgebungen beherbergt haben könnten .

Aber, wie Stack Morgan feststellt, bieten die brüllend heißen Dampfkochtopf-Bedingungen, die magmatisches Gestein produzieren, normalerweise nicht die optimale Umgebung, um Beweise für versteinertes mikroskopisches Leben zu erhalten. Andererseits bieten Sedimentgesteine ​​– wie jene, die das Jezero-Delta dominieren – einen idealen Ort, um nach Zeichen des vergangenen Lebens zu suchen.

Im Laufe der Zeit wurden Schlamm, Schlick und Sand, die in den See gebracht wurden, der Jezero füllte, komprimiert und zu dünnen Sedimentgesteinsschichten verfestigt. Wenn während der Sedimentgesteinsbildung auch mikroskopisch kleine Organismen vorhanden waren, könnten sie in den Schichten eingefangen und in der Zeit als versteinerte Lebensformen eingefroren worden sein.

Könnten die geschichteten Felsen des Enchanted Lake Beweise dafür enthalten, dass der Mars einst die Heimat von mikroskopischem Leben war? Vielleicht. Eine solch monumentale Bestimmung muss jedoch wahrscheinlich warten, bis die Proben, die Perseverance in speziellen Röhrchen sammelt, zur Erde gebracht und mit leistungsstarken Laborgeräten analysiert werden, die zu groß sind, um sie zum Mars zu bringen. Und während die geplante Mars Sample Return Campaign der NASA etwa 30 Röhrchen zur Erde zurückbringen soll, muss die NASA wählerisch sein, was in sie hineinkommt.

„Enchanted Lake war unsere erste enge Begegnung mit Sedimentgestein in Jezero, aber wir werden das tun, was Rover-Missionen am besten können – sich umsehen, fahren und dann noch ein bisschen mehr schauen. Selbst wenn wir andere Ziele im Delta zum Proben finden, werde ich immer einen besonderen Platz in meinem Herzen für die Felsen haben, die mir gezeigt haben, dass wir den Rover an die richtige Stelle geschickt haben“, sagte Stack Morgan.

Perseverance parkt etwa auf halber Höhe des Deltas in einem Feld aus Sedimentgestein, das das Wissenschaftsteam „Hogwallow Flats“ nennt. In den nächsten Wochen wird der Rover einen oder mehrere Felsen in der Gegend analysieren – und vielleicht auch Proben nehmen. Dann wird das Team entscheiden, ob es zum Enchanted Lake zurückkehren oder andere aufregende Aufschlüsse des Jezero-Deltas erkunden möchte.

Quelle: https://mars.nasa.gov/news/9217/my-favorite-martian-image-enchanted-rocks-at-jezero-crater/

ExoMars-Rover: Zusammenarbeit mit Russland offiziell beendet/Neue Erkenntnisse über das weitere Vorgehen werden am 20. Juli bei einem Medienbriefing bekannt gegeben

Am 12. Juli gab der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, bekannt , dass der Rat der Europäischen Weltraumorganisation offiziell beschlossen hat, die Zusammenarbeit mit Russland für die ExoMars -Mission einzustellen .

Die Zusammenarbeit mit Russland war bereits im März während des Treffens des ESA-Rates ausgesetzt worden, bei dem die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Programme der Agentur bewertet wurden. 

„Die Umstände, die zur Einstellung der Zusammenarbeit mit Roskosmos geführt haben – erklärte  Aschbacher  – der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen bestehen fort.“

Unmittelbar nach dem Rat im März prüfte die ESA umgehend die verschiedenen verfügbaren Optionen für die Fortsetzung der Mission, deren Ziel die Suche nach gegenwärtigem oder vergangenem Leben auf dem Roten Planeten ist. Die Vereinbarung sah vor, dass Russland den Proton-Träger für den Start vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan, dem Landeplatz Kazachok für den Rover Rosalind Franklin und andere Bordinstrumente bereitstellen müsste. Zu den bisher in Betracht gezogenen Möglichkeiten gehören die Zusammenarbeit mit der NASA oder Initiativen auf europäischer Ebene.

In diesem Zusammenhang hat die ESA am 20. Juli auf der Farnborough International Airshow ein Briefing über die Zukunft der Erforschung des Mars organisiert . An dem Treffen werden auch die NASA und die britische Weltraumbehörde teilnehmen.

Nach der Ankündigung der ESA erklärte Roscomos‘ Nummer eins, Dmitry Rogozin , dass Russland um die Rückgabe der Kazachok-Plattform bitten wird, die bereits für die letzten Vorbereitungen des Starts nach Europa transportiert worden war. Rogosin erklärte auch, dass die russischen Kosmonauten auf der ISS den vor etwa einem Jahr gestarteten und sich noch in der Inbetriebnahmephase befindenden europäischen Arm Era (European Robotic Arm) des Nauka-Moduls nicht mehr verwenden werden. 

Auf der anderen Seite des Ozeans wiederholte der NASA-Administrator Bill Nelson , dass die Beziehungen auf der Raumstation zwischen Europäern, Amerikanern und Russen sehr professionell fortgeführt werden und dass die ISS das Ergebnis einer internationalen Anstrengung für Wissenschaft, Technologie und Forschung   ist und weitergeführt werden muss .

Nelson fügte hinzu, dass die Verhandlungen zwischen der NASA und Roscosmos über Flüge mit gemischter Besatzung bei Sojus- und  Crew-Dragon -Missionen weitergehen . Die Vereinbarungen hätten in diesem Frühjahr fertig sein sollen, aber es gibt noch kein sicheres Datum für die Unterzeichnung. 

Bildnachweis: Esa

Quelle: https://www.globalscience.it/37038/exomars-termina-ufficialmente-la-cooperazione-con-la-russia/


In anderer Hinsicht sprach der Rat heute @ESA
die ExoMars-Rover- und Oberflächenplattform-Mission und erkannte an, dass die Umstände, die zur Aussetzung der Zusammenarbeit mit Roskosmos geführt haben – der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen – weiterhin bestehen.

Infolgedessen hat mich der Rat beauftragt, die derzeit ausgesetzte Zusammenarbeit mit Roscosmos bei der Mission ExoMars Rover und Lande-Platform offiziell zu beenden.

Neue Erkenntnisse über das weitere Vorgehen mit anderen Partnern werden am 20. Juli bei einem Medienbriefing bekannt gegeben, Einzelheiten folgen.

Russland bedroht europäischen Roboterarm der ISS nach ExoMars-Abbruch

Der ExoMars-Rover Rosalind Franklin.
Die ESA sagte, sie habe die seit März ausgesetzte Zusammenarbeit mit Russland bei ExoMars offiziell beendet und werde mit „neuen Partnern“ bei der Mission zusammenarbeiten. Bildnachweis: ESA

WASHINGTON – Die Europäische Weltraumorganisation hat die Zusammenarbeit mit Russland bei der ExoMars-Mission offiziell beendet, was zu einer russischen Drohung führte, den Einsatz eines europäischen Roboterarms auf der Internationalen Raumstation einzustellen.

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher gab am 12. Juli bekannt, dass der ESA-Rat offiziell beschlossen habe, die Zusammenarbeit auf ExoMars zu beenden, wo Russland einen europäischen Rover namens Rosalind Franklin zur Marsoberfläche gebracht hätte. Diese Zusammenarbeit liegt seit März auf Eis .

Während die ESA die Zusammenarbeit bisher nur ausgesetzt hatte, schien es höchst unwahrscheinlich, dass die Zusammenarbeit mit Russland jemals wieder aufgenommen würde. Aschbacher sagte, die Entscheidung sei gefallen, weil „die Umstände, die zur Einstellung der Zusammenarbeit mit Roskosmos geführt haben – der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen – fortbestehen“.

Seit der Entscheidung der ESA, die Arbeit mit Russland an ExoMars auszusetzen, prüft sie, wie die Beiträge Russlands ersetzt werden können. Dazu gehörte nicht nur der Protonenstart des Raumfahrzeugs, sondern auch die Kazachok-Landeplattform und einige Instrumente und Radioisotopen-Heizeinheiten auf dem Rover. Möglich sind Kooperationen mit der NASA sowie komplett europäische Alternativen.

Aschbacher sagte, dass die ESA bei einem Medienbriefing am 20. Juli „neue Einblicke in die Zukunft mit anderen Partnern“ geben werde, Einzelheiten folgen. Eine Medienmitteilung der ESA vom 13. Juli, die ihre Präsenz auf der bevorstehenden Farnborough International Airshow skizzierte, sagte, dass es am 20. Juli in London ein Briefing „über die Zukunft der Marserkundung“ geben werde, an dem ESA, NASA und die britische Weltraumbehörde teilnehmen würden.

Während die Entscheidung der ESA, die Zusammenarbeit mit Russland auf ExoMars offiziell zu beenden, nicht überraschend war, löste sie eine scharfe Reaktion von Dmitry Rogosin, dem Leiter von Roscosmos, aus. In einem Post auf dem Social-Media-Netzwerk Telegram kurz nach der ESA-Ankündigung warf Rogozin Aschbacher vor, die gemeinsame ExoMars-Mission „sabotiert“ zu haben. Er sagte, Roscosmos werde die Rückgabe der Kazachok-Plattform anstreben, die sich in Europa für Startvorbereitungen befand, als die ESA die Zusammenarbeit bei der Mission einstellte.

Rogosin sagte auch, er habe den russischen Kosmonauten auf der Station befohlen, dort keinen europäischen Roboterarm mehr einzusetzen. Dieser Arm ist Teil des Nauka-Moduls, das vor einem Jahr gestartet wurde und immer noch in Betrieb ist.

Es war nicht sofort klar, ob dieser Befehl ausgeführt werden würde und wenn ja, welche Auswirkungen er auf den ISS-Betrieb haben würde. Es war auch unklar, ob dies einen für den 21. Juli geplanten Weltraumspaziergang des Roskosmos-Kosmonauten Oleg Artemyev und der ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti vom russischen Segment der Station verschieben würde. Ein Hauptzweck dieses Weltraumspaziergangs ist die Arbeit an diesem Roboterarm.

Die ISS-Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Partnern wurden zunehmend belastet, insbesondere nachdem Roscosmos am 4. Juli Fotos von russischen Kosmonauten veröffentlichte, die Flaggen von zwei von russischen Streitkräften besetzten Regionen der Ukraine halten. Die NASA kritisierte Russland in einer Erklärung vom 7. Juli scharf für diesen Fototermin , eine Ansicht, die von Aschbacher von der ESA geteilt wird.

„Auf der Internationalen Raumstation ist kein Platz für Politik“, sagte NASA-Administrator Bill Nelson gegenüber Reportern nach einer Veranstaltung am 12. Juli im Goddard Space Flight Center anlässlich der Veröffentlichung von Beobachtungen des James-Webb-Weltraumteleskops.

Er wiederholte jedoch, dass eine „sehr professionelle Beziehung“ zwischen der ISS-Besatzung sowie zwischen den Missionskontrollzentren in Houston und Moskau fortbesteht, und glaubte, dass alle Partner, einschließlich Russland, bis zum Ende des Jahrzehnts beteiligt bleiben würden. „Dies ist ein internationales Wissenschafts-, Technologie- und Forschungsvorhaben, das fortgesetzt werden wird.“

Nelson fügte hinzu, dass die Verhandlungen zwischen der NASA und Roscosmos über ein Sitztauschabkommen fortgesetzt werden, um es russischen Kosmonauten zu ermöglichen, in kommerziellen Besatzungsfahrzeugen zu fliegen, im Austausch für amerikanische Astronauten, die auf Sojus-Raumschiffen fliegen. Die ISS-Manager der NASA sagten im Frühjahr, dass bis Juni ein Deal abgeschlossen werden müsse, um den Austausch der Besatzung für Missionen zu ermöglichen, die im September starten.

„Das Drop-Dead-Datum ist noch nicht abgelaufen“, sagte er, gab aber nicht an, wann ein Geschäft abgeschlossen werden musste.

Quelle: https://spacenews.com/russia-threatens-iss-european-robotic-arm-after-exomars-termination/

Perseverance: Campaign #2: The Delta Front

Written by Denise Buckner, Student Collaborator at University of Florida

Perseverance looks towards the Delta on Sol 419, capturing this image with its Right Navigation Camera Credits: NASA/JPL-Caltech. Download image ›

This week on Mars, Perseverance officially began the “Delta Front Campaign.” This second campaign of the mission commenced on April 18th, 2022, the 415th sol since landing. Each campaign represents a sub-portion of the Mars 2020 mission and is dedicated to exploring a distinct region, drilling designated sets of cores for possible future return to Earth, and taking numerous in situ science observations with onboard instruments to study the environmental and geologic features that characterize that region.

Ripples and ridges at the delta’s edge. Excited to start science activities at this destination we’ve had in our sights for so long. The finely layered rocks just ahead may be my next target for #SamplingMars.

During the Crater Floor Campaign, Perseverance spent over 400 sols roving across the floor of Jezero crater, starting at the Octavia E. Butler landing site, driving south to explore the best exposures of the crater floor rocks, then turning back to the north around Séítah, and approaching the edge of the delta. During this traverse, Perseverance drilled and collected 8 rock cores, one atmospheric sample, and sealed one witness tube. The rover characterized igneous lithologies (or rock types) that make up the crater floor, studied Martian atmospheric phenomenon and dust cycling, supported the Ingenuity helicopter’s 27 flights (thus far!) and so much more. Perseverance also used cameras and remote sensing instruments to start observing the delta from afar in preparation for the Delta Front Campaign. Here you can view an interactive map showing everywhere Perseverance has explored to date!

The Delta Front Campaign will take about half of an Earth year: Perseverance will rove 130 feet (40 meters) up and over the delta, drill cores along the way, and characterize the layered sedimentary rocks that make up the delta. These sediments were deposited billions of years ago, when water flowed across the surface of Mars and a river drained into the ancient crater below. If Mars did host life during this time, remnants or signatures of those organisms could be preserved in some of these ancient rocks. By characterizing the delta’s structure, mineralogy, and organic chemistry, scientists hope to better understand Jezero’s past environment and select cores that could be astrobiologically interesting for return to Earth!

Perseverance will spend the first few sols of the Delta Front Campaign traversing across an area called Cannery Passage, which is the transitional region between the edge of the crater floor and the delta. Next, the science team will have a big decision to make- which direction will Perseverance take to get up the delta? Over the past few months, the science team’s Campaign Planning Science Group worked to map out potential paths and decided on two options: Cape Nukshak and Hawksbill Gap. Once Perseverance is closer to this divergence point, images and other data gathered by rover instruments will give the scientists and engineers a better idea of which area may be more interesting and provide better opportunities to conduct scientific measurements. After selecting a path, Perseverance will rove up the delta layers, stopping to analyze the sediments and gather cores along the way. When the climb is complete, the Delta Front Campaign will conclude and Perseverance will begin campaign #3: the Delta Top.

Quelle: https://mars.nasa.gov/mars2020/mission/status/377/campaign-2-the-delta-front/

NASA’s Perseverance Rover Arrives at Delta for New Science Campaign – NASA Mars Exploration

After collecting eight rock-core samples from its first science campaign and completing a record-breaking, 31-Martian-day (or sol) dash across about 3 miles (5 kilometers) of Mars, NASA’s Perseverance rover arrived at the doorstep of Jezero Crater’s ancient river delta April 13. Dubbed “Three Forks” by the Perseverance team (a reference to the spot where three route options to the delta merge), the location serves as the staging area for the rover’s second science expedition, the “Delta Front Campaign.”

“The delta at Jezero Crater promises to be a veritable geologic feast and one of the best locations on Mars to look for signs of past microscopic life,” said Thomas Zurbuchen, the associate administrator of NASA’s Science Mission Directorate in Washington. “The answers are out there – and Team Perseverance is ready to find them.”

Perseverance Views Its Parachute: This image of the parachute that helped deliver NASA’s Perseverance Mars rover to the Martian surface was taken by the rover’s Mastcam-Z instrument on April 6, 2022, the 401st Martian day, or sol, of the mission. Credits: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS. Download image ›

The delta, a massive fan-shaped collection of rocks and sediment at the western edge of Jezero Crater, formed at the convergence of a Martian river and a crater lake billions of years ago. Its exploration tops the Perseverance science team’s wish list because all the fine-grained sediment deposited at its base long ago is the mission’s best bet for finding the preserved remnants of ancient microbial life.

Using a drill on the end of its robotic arm and a complex sample collection system, Perseverance is gathering rock cores for return to Earth – the first part of the Mars Sample Return campaign.

“We’ve been eyeing the delta from a distance for more than a year while we explored the crater floor,” said Ken Farley, Perseverance project scientist at Caltech in Pasadena. “At the end of our fast traverse, we are finally able to get close to it, obtaining images of ever-greater detail revealing where we can best explore these important rocks.”

Sticking a Fork in Three Forks

The Delta Front Campaign kicked off Monday, April 18, with about a week’s worth of driving to the southwest and then west. One goal of this excursion is to scope out the best route to ascend the delta, which rises about 130 feet (40 meters) above the crater floor. Two options, called “Cape Nukshak” and “Hawksbill Gap,” look traversable. The science team is leaning toward Hawksbill Gap because of the shorter drive time needed to reach the top of the delta, but that may change as the rover acquires additional information on the two options.

Whichever route Perseverance takes to the plateau atop the delta, the team will perform detailed science investigations, including taking rock core samples, on the way up, then turn around and do the same thing on the way back down. The rover is expected to collect around eight samples over about half an Earth year during the Delta Front Campaign.

After completing the descent, Perseverance will, according to current plans, again ascend the delta (perhaps via the other, untraveled route) to begin the “Delta Top Campaign,” which will last about half an Earth year as well.

“The delta is why Perseverance was sent to Jezero Crater: It has so many interesting features,” said Farley. “We will look for signs of ancient life in the rocks at the base of the delta, rocks that we think were once mud on the bottom of ‘Lake Jezero.’ Higher up the delta, we can look at sand and rock fragments that came from upstream, perhaps from miles away. These are locations the rover will never visit. We can take advantage of an ancient Martian river that brought the planet’s geological secrets to us.”

More About Perseverance

A key objective for Perseverance’s mission on Mars is astrobiology, including the search for signs of ancient microbial life. The rover will characterize the planet’s geology and past climate, pave the way for human exploration of the Red Planet, and be the first mission to collect and cache Martian rock and regolith (broken rock and dust).

Subsequent NASA missions, in cooperation with ESA (European Space Agency), would send spacecraft to Mars to collect these sealed samples from the surface and return them to Earth for in-depth analysis.

Quelle: https://newsasia.co/nasas-perseverance-rover-arrives-at-delta-for-new-science-campaign-nasa-mars-exploration/

Perseverance at the Delta

NASA's Mars Perseverance rover acquired this image using its Right Mastcam-Z camera. Mastcam-Z is a pair of cameras located high on the rover's mast.
Mars Perseverance Sol 388 – Right Mastcam-Z Camera: NASA’s Mars Perseverance rover acquired this image using its Right Mastcam-Z camera. Mastcam-Z is a pair of cameras located high on the rover’s mast. This image was acquired on March 24, 2022 (Sol 388) at the local mean solar time of 08:08:28. Credits: NASA/JPL-Caltech/ASU. Download image ›

Last week’s blog talked about the rapid traverse of Perseverance to the Delta. This weeks blog entry will talk about the Delta itself, and why it is something worth rapidly traversing towards!

My long haul to the ancient river delta is almost done. Up ahead: layered rocks, laid down in water, sure to hold secrets of what their environment was once like. Could they even give hints about past life? Time will tell…

The prospect of the delta for me is that every day will be full of excitement and could bring anything. Let me explain that a bit further. On a space mission like M2020 you get used an exciting timeline of activities, but for a geologist, the excitement of the delta comes from not knowing what is coming next. Every image that is returned by the rover of the delta rocks will be in a very real sense unique.

Let’s explore that line of thinking a bit.

A delta forms when a sediment laden river runs into a body of standing water, and as it does so, slows and can no longer hold the sediment, so it drops the rocks, gravel and soil into the water body, which gently sinks to the bottom and forms a delta. Over time, the delta becomes a layered repository, like an book with pages, which one can turn over each day to learn more about the history of Mars.

How does it achieve this? Well, the rocks and sediments had to come from somewhere. They were sourced in a region called the “watershed” of the delta. This is a much bigger area than Jezero crater (itself about 45km across), and the rocks we see in the delta will inform us about a wide range of Martian process, and some rocks may even be *older* than the Jezero crater itself (about 3.9 billion years old).

This might happen, for example, if a very old rock is preserved in the watershed, and then is broken off by water, and then carried by that fluid into the river, and finally into Jezero crater. If we do get access to these super-old rocks, then this would be a very interesting thing for the rover to sample for eventual return to Earth.

I’m sure others will soon make magnificent Kodiak landscapes, but I can’t resist re-posting the same image as above, but in a very sunny mood. Processed MCZ_RIGHT (sunny mood) RMC: 21_2560 Sol: 409 LMST: 10:06:51 Credit: NASA/JPL-Caltech/ASU #PerseveranceRover
Sol 409: Ladies and Gentlemen, the Kodiak! Mosaic of the Kodiak butte taken by the Mastcam-Z of the #PerseveranceRover Credit: NASA/JPL-Caltech/ASU/MSSS/martiandennis

Another mind bending possibility is that we may find fossilized traces of ancient Martian life in these delta rocks. In one scenario, life might have got started in the early Noachian period (about 4 billion years old) when Mars was probably more friendly to life, and was preserved in the watershed until one fateful day when they were washed into the river system, and then the crater.

So these interesting rocks will arrive somewhat randomly to us as we explore the delta, one can appreciate that everyday of the year-long “Delta campaign” will be exciting for every scientist on the team, because every day could be the day we hit it big. Real big.

NASA's Mars Perseverance rover acquired this image using its Right Mastcam-Z camera. Mastcam-Z is a pair of cameras located high on the rover's mast.
Mars Perseverance Sol 395 – Right Mastcam-Z Camera: NASA’s Mars Perseverance rover acquired this image using its Right Mastcam-Z camera. Mastcam-Z is a pair of cameras located high on the rover’s mast. This image was acquired on March 31, 2022 (Sol 395) at the local mean solar time of 15:34:50. Credits: NASA/JPL-Caltech/ASU. Download image ›

Quelle: https://mars.nasa.gov/mars2020/mission/status/375/perseverance-at-the-delta/

Perseverance/Ingenuity: Risks in the ‚Séítah‘ Region – Flight 24

This annotated overhead image from the HiRISE camera aboard NASA’s Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) depicts three options for the agency’s Mars Ingenuity Helicopter to take on flights out of the “Séítah” region, as well as the location of the entry, descent, and landing (EDL) hardware.

Mars Helicopter Route Options out of ‘Séítah‘: This annotated overhead image from the HiRISE camera aboard NASA’s Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) depicts three options for the agency’s Mars Ingenuity Helicopter to take on flights out of the “Séítah” region, as well as the location of the entry, descent, and landing (EDL) hardware. Credits: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona/USGS. Download image ›

Ingenuity continued its journey towards the river delta this weekend with Flight 24. This flight took place Sunday, April 3, and the data arrived back later that evening. The flight was the fourth of five sorties Ingenuity will make to cross the “Séítah” region of Jezero Crater and arrive in the vicinity of its delta. This multiflight shortcut across Séítah is being done to keep ahead of the Perseverance rover – which is currently making great time on a more circuitous route to the same area.

The Ingenuity and Mars 2020 teams have big plans for the helicopter at the delta. But they have to get there first, and prior to Flight 24 a crucial decision had to be made on which of three different flight plans offered the best chance of a successful delta arrival.

The three options on the table were:

  • Option A: a single, long flight.
  • Option B: two shorter flights.
  • Option C: a very short Flight 24 to make the long flight out of Séítah slightly easier than option A.

In deciding which of these options to greenlight, the Mars Helicopter team had to consider multiple factors: thermal, atmospheric conditions, flight time, drift, landing sites, and keeping up with the rover. We’ll explore each of these factors and what role they played in the overall risk assessment and selection of our decision.

Thermal Limitations

For spacecraft, “thermal” refers to the management of the temperatures of each component. Every part of Ingenuity has what is called Allowable Flight Temperatures (AFT), which give a range of temperatures at which each part is safe to operate. Even your phone or computer has a recommended temperature range: Too cold or too hot and it will not work as intended. Keeping “within AFTs” is critical for ensuring the health of Ingenuity, which means we are very careful to manage this –  for example, by using heaters overnight when it is cold, and limiting activities during the day, when it is warmer. A particular challenge for Ingenuity is managing the temperature of its actuators, the servos and motors that allow it to fly (see some of these here). These components generate a lot of heat during flight, to the extent that the maximum flight time is often limited by the maximum AFT of these actuators.

Atmospheric Seasonal Conditions

If you have been following this blog, you will know that we have been operating with reduced air density since September, requiring an increase in rotor rpm from 2,537 to 2,700. Flight 14, for example, was a checkout flight to confirm Ingenuity could fly in these conditions. For all flights since then, Ingenuity has been successfully operating with 2,700 rpm. Unfortunately, though, using a higher rpm causes the actuators to heat more rapidly and reach their AFTs sooner, limiting maximum flight time. Practically, this has limited us to flights of 130 seconds or less. Thankfully, we are toward the end of the Martian summer, with its low air density, and starting to move into the Martian fall, with higher air densities (see below), meaning we can now return to the 2,537 rpm of our first 13 flights. This change in rpm allows an increase in flight time to approximately 150 seconds. However, atmospheric density isn’t the only factor at play: The main driver of the changes in density is the temperature of the atmosphere, which also has a major impact on – you guessed it – the temperature of Ingenuity.

It is warmer now coming out of the summer than with our earlier flights in the spring. So even though we have been flying at 10:00 a.m. local mean solar time (LMST)- on Mars throughout the summer, Ingenuity has been hotter than flights at 12:00 LMST in the spring. A warmer atmosphere means warmer components, meaning we reach maximum AFTs sooner. This means, flying at 10:00 LMST, we still can’t fly for as long as we did previously, such as during Flights 9, 10, and 12.

Models for the seasonal variation in atmospheric density on Mars between summer (low density) and winter (higher density) predict that air density will be high enough in late March for NASA's Mars Ingenuity Helicopter to return to its original RPM.
Mars Atmosphere Density Model: Models for the seasonal variation in atmospheric density on Mars between summer (low density) and winter (higher density) predict that air density will be high enough in late March for NASA’s Mars Ingenuity Helicopter to return to its original RPM. Credits: NASA/JPL-Caltech. Download image ›

Flight Time and Distance

With the current atmospheric conditions at Jezero Crater, the AFTs of the actuators are the limiting factor for the total flight time. Let’s take a more detailed look at the different options for Flight 24 and beyond:

  • Option A: The long flight out of the delta requires 170 seconds of flight, the maximum of our previous flights. This is not possible until the atmosphere cools down further.
  • Option B: The two shorter flights are operating the same as our previous “summer” flights: 130 seconds of flight time. This flight time is possible without any changes.
  • Option C: The first flight, a short hop, is designed to reduce the flight time needed for the second flight to 160 seconds. This is possible if we: i) reduce the rpm to 2,537, and ii) fly earlier in the sol to have lower atmospheric temperatures.

The team determined that by flying 30 minutes earlier, at 09:30 LMST, the flight time could be increased by 10 seconds. However, Ingenuity had never flown at 09:30 LMST before, so this would be a new “first.” And flying earlier brings with it associated risks with the charge state of the helicopter’s batteries: Ingenuity uses power to heat itself overnight and recharges its batteries with its solar panel, meaning the batteries have less charge in the morning. If we choose to fly at 9:30, we would first have to test it out – waking Ingenuity at this time without flying, to check that it would have sufficient charge for a flight.

In summary, the different maximum flight time options available are:

  • 130 seconds (baseline)
  • 150 seconds (decreased rpm)
  • 160 seconds (decreased rpm and earlier flight time)

Flight time is normally equivalent to distance traveled, but it also depends on the maneuvers being performed. For example, rotating in place (called “yawing”), is done (at least at Mars) slowly, taking a handful of seconds with no distance traveled. For that reason, Mars Helicopter flights with more yaw maneuvers don’t travel as far in the same flight time.

All these factors come into play with option C – the short hop. This flight would enable the longer 160 second flight, for several reasons: 1) it is a check-out test for flying back at 2,537 rpm, 2) it is a test for flying at 09:30 LMST, and 3) it reduces the flight time for the subsequent flight by doing the time-consuming yaw maneuvers and moving slightly closer to the target for the second flight. All three of these steps are required to enable a 160-second flight out of the Séítah.

Drift

As discussed in previous blog posts, Ingenuity was a tech demo expecting to fly over flat ground. When flying over “non-flat” terrain such as hills, cliffs, large boulders and large dunes, Ingenuity’s estimate of its position and heading can drift. This drift leads to a wider area where it may land, called the landing ellipse. The farther it flies, the larger the potential drift, and the larger the landing ellipse. The Séítah region has many of these non-flat features (see the dunes and rocks in the image at the top, or on the interactive map), making it riskier for Ingenuity to fly over this region. An additional challenge with the upcoming flights is the presence of hardware from Perseverance’s entry, descent, and landing (EDL), including the sky crane, parachutes and backshell. The green dots (in figure 1) show the predicted locations of this hardware from orbital imagery. Some of these components are under the flight path of option B, which presents a potential for unexpected performance from Ingenuity’s laser altimeter (a laser that measures the helicopter’s height above the surface) and visual odometry system, which could cause more drift.

Landing Sites

Each flight of Ingenuity has a planned landing ellipse (or sometimes just a landing region) that has been analyzed to be safe to touch down on, and to be large enough for the expected drift. The challenge is finding a large enough landing area that is free of hazards, such as rocks, large slopes, or even EDL hardware. Finding large landing sites is challenging in Séítah, so shorter flights are preferred, to reduce the potential drift, and hence reduce the required size of the landing ellipse. Outside of Séítah, the terrain is relatively flat and helicopter-friendly, allowing for large landing ellipses and long flights with greater drift. Let’s look at the different options and their landing sites:

  • Option A: one landing ellipse outside of the Séítah that is large and safe.
  • Option B: The landing ellipse for Flight 24 is within the Séítah, limiting its size, and requires a medium-distance flight, given less margin and making it slightly riskier than landing outside the Séítah.
  • Option C: The first landing site (for Flight 24) requires only a short flight, reducing the amount of potential drift, and it remains within the relatively large landing ellipse of the previous flight, 23.

Keeping up With the Rover

Perseverance is making great progress on its drive to the river delta, and it is important that Ingenuity keeps pace to arrive at the delta before the rover does. This is for two reasons: telecommunications and safety. Ingenuity only communicates with the helicopter base station on Perseverance, so it needs to stay close enough to have a good connection. For safety, it is ideal if Ingenuity flies ahead of Perseverance to avoid ever having to fly past or near the rover, to minimize the risk of any close contact in a worst-case scenario.

Balancing Risks

Let’s review each of the factors above to see which option gives the best set of trade-offs to balance risk:

Factors
OptionRPMTime of SolDrift / Landing SiteKeeping With Rover
A2,537 (change)N/A. Too hotNo landing in SéítahHave to wait
B2,70010:00 (no change)Medium flight in Séítah;

EDL hardware risk
On pace
C2,537 (change)09:30 (new!)A short flight in SéítahOn pace

Which option would you choose?

As is often the case in Ingenuity operations, there is no obvious solution that is the best for all factors: Trade-offs have to be made based on the available data and the judgment of team members. In this case, the helicopter team decided to go with option C.

Flight 24 Summary

With option C, flight 24 was a short hop and yaw at 09:30 LMST with 2,537 rpm, and set us up to exit Séítah on flight 25.

Flight #: 24
Goals: Test flight at 2,537 rpm, 09:30 LMST flight
Altitude: 10 meters
Time aloft: 69.5 seconds
Distance: 47 meters

With Flight 24 in our log book, it is now time to look forward to our upcoming effort that charts a course out of Séítah.  Flight 25 – which was uplinked yesterday – will send Ingenuity 704 meters to the northwest (almost 80 meters longer than the current record – Flight 9). The helicopter’s ground speed will be about 5.5 meters per second (another record) and we expect to be in the rarefied Martian air for about 161.5 seconds. 

See you at the delta!

Quelle: https://mars.nasa.gov/technology/helicopter/status/373/balancing-risks-in-the-seitah-region-flight-24/

Mars-Rover Perseverance: Kilometerlangen Gewaltmarsch um Séítah begonnen

Bis Mitte April soll Perseverance ein unebenes Gelände umfahren und zu Ingenuity aufschließen.

Ein Blick zurück 
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Der NASA-Rover Perseverance hat einen Gewaltmarsch begonnen und soll innerhalb eines Monats fünf Kilometer zurücklegen – so viel wie in seinem gesamten ersten Jahr auf dem Mars. Läuft alles nach Plan, wird der Rover dann Mitte April die Ausläufer jenes Deltas erreichen, zu dessen Erforschung er primär auf den Mars geschickt wurde. Das Gelände sei so wichtig, dass man sich jetzt entschieden habe, die wissenschaftliche Arbeit auf dem Weg dahin zu minimieren, erklärt Ken Farley vom California Institute of Technology. Perseverance ist zuletzt immer selbstständiger unterwegs gewesen und schafft dadurch viel längere Etappen. Jetzt umrundet er ein unebenes Gelände, während der Mars-Helikopter Ingenuity schon einmal voraus fliegt.

Perseverance soll auf der bereits am 14. März angetretenen Fahrt viele Fotos des Deltas machen, dessen Ausläufer sich am Rand der Eben auftürmt, in der er unterwegs ist: „Je näher wir den Abhängen kommen, desto beeindruckender werden die Fotos“, verspricht Farley. Auf den Bildern wollen die Forscher und Forscherinnen nach jenen Felsen suchen, die der Rover dann genauer untersuchen soll. Außerdem wollen sie einen Weg suchen, auf dem die 40 Meter Höhenunterschied überwunden werden können. Bis es so weit ist, wird der Rover aber deutlich autonomer fahren, als in seinen ersten Monaten auf dem Roten Planeten. Das Gerät habe die beste Technik für autonomes Fahren an Bord: Berechnungen, für die etwa Opportunity noch Minuten gebraucht habe, würden bei Perseverance weniger als eine Sekunde dauern.

Anders als alle bisherigen NASA-Rover auf dem Mars könne Perseverance während der Fahrt die weitere Route planen. Dafür nehme er viel schneller Fotos auf, die dann von einem eigens dafür eingebauten Computer ausgewertet würden. Damit unterscheide sich Perseverance massiv von den Vorgängern Spirit, Opportunity und Curiosity. Anders als die ist er nicht mehr darauf angewiesen, dass jede Fahrt komplett auf der Erde vorab programmiert wird, erläutert die US-Weltraumagentur. Auch deshalb hatte er zuletzt damit beginnen können, mehrtägige Etappen zu absolvieren. Damit muss er nicht mehr zwangsläufig auf neue Anweisungen warten, wenn auf der Erde Wochenende oder ein Feiertag ist. Aus diesen Gründen kann Perseverance jetzt einen gewaltigen Zahn zulegen und innerhalb weniger Wochen mehrere Kilometer zurücklegen. Das wird jetzt genutzt.

Perseverance war im Februar 2021 auf dem Mars gelandet. Der Nachfolger des weiterhin aktiven Rovers Curiosity soll unter anderem als erstes Forschungsgerät Bodenproben auf dem Roten Planeten einsammeln, die später zur Erde gebracht werden sollen. Mehrere hat er bereits an Bord. Außerdem hat er mit Ingenuity auch erstmals einen kleinen Hubschrauber zum Mars gebracht. Der sollte eigentlich nur unter Beweis stellen, dass Helikopter dort überhaupt abheben können. Die Präsentationsflüge klappten aber so gut, dass seine Mission mehrmals verlängert wurde. Inzwischen begleitet Ingenuity den Rover und erkundet die Umgebung von oben. Aktuell nimmt er eine Abkürzung, um Perseverance an dessen geplanten Ziel zu erwarten. Die aktuellen Standorte der beiden Geräte kann man immer bei der NASA einsehen.

Quelle: https://www.heise.de/news/Mars-Rover-Perseverance-Kilometerlangen-Gewaltmarsch-um-Seitah-begonnen-6605578.html

Perseverance Rover der NASA fährt schneller zum Delta

Perseverance blickt auf Radspuren zurück: Der Perseverance Mars Rover der NASA blickt am 17. März 2022, dem 381. Marstag oder Sol der Mission, auf seine Radspuren zurück. 
Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech.

Die Selbstfahrfähigkeiten des Rovers werden diesen Monat auf die Probe gestellt, wenn er eine rekordverdächtige Reihe von Sprints zu seinem nächsten Probenahmeort beginnt.

„Das Delta ist so wichtig, dass wir beschlossen haben, die wissenschaftlichen Aktivitäten zu minimieren und uns darauf zu konzentrieren, schneller dorthin zu gelangen“, sagte Ken Farley von Caltech, Projektwissenschaftler von Perseveranc


Der Mars-Rover Perseverance der NASA versucht, in einem einzigen Monat mehr Distanz zurückzulegen als jeder Rover zuvor – und das mit künstlicher Intelligenz. Auf dem vor uns liegenden Weg befinden sich Sandgruben, Krater und Felder mit scharfen Felsen, die der Rover alleine umfahren muss. Am Ende der 5 Kilometer langen Reise, die am 14. März 2022 begann, wird Perseverance ein uraltes Flussdelta im Jezero-Krater erreichen, wo vor Milliarden von Jahren ein See existierte.

Dieses Delta ist einer der besten Orte auf dem Mars, an dem der Rover nach Anzeichen von vergangenem mikroskopischem Leben suchen kann. Mit einem Bohrer am Ende seines Roboterarms und einem komplexen Probensammelsystem in seinem Bauch sammelt Perseverance Gesteinskerne für die Rückkehr zur Erde – der erste Teil der Mars Sample Return-Kampagne .

„Das Delta ist so wichtig, dass wir beschlossen haben, die wissenschaftlichen Aktivitäten zu minimieren und uns darauf zu konzentrieren, schneller dorthin zu gelangen“, sagte Ken Farley von Caltech, Projektwissenschaftler von Perseverance. „Während dieser Fahrt werden wir viele Bilder des Deltas machen. Je näher wir kommen, desto beeindruckender werden diese Bilder.“

Das Wissenschaftsteam wird diese Bilder nach den Felsen durchsuchen, die es schließlich mit den Instrumenten am Arm von Perseverance genauer untersuchen möchte. Sie werden auch nach den besten Routen suchen, die der Rover nehmen kann, um das 130 Fuß hohe (40 Meter hohe) Delta zu besteigen.

Aber zuerst muss Beharrlichkeit dorthin gelangen. Dabei stützt sich der Rover auf sein selbstfahrendes AutoNav – System, das bereits beeindruckende Streckenrekorde aufgestellt hat . Während alle Mars-Rover der NASA über Selbstfahrfähigkeiten verfügten, hat Perseverance die bisher fortschrittlichste.

„Selbstfahrende Prozesse, die auf einem Rover wie Opportunity Minuten gedauert haben, laufen auf Perseverance in weniger als einer Sekunde ab“, sagte der erfahrene Roverplaner und Flugsoftwareentwickler Mark Maimone vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien, das die Mission leitet. „Weil autonomes Fahren jetzt schneller ist, können wir mehr zurücklegen, als wenn Menschen jede Fahrt programmieren würden.“

So funktioniert die Rover-Planung

Bevor der Rover rollt, schreibt ein Team von Mobilitätsplanungsexperten (Perseverance hat 14, die Schichten tauschen) die Fahrbefehle, die der Roboterforscher ausführen wird. Die Befehle erreichen den Mars über das Deep Space Network der NASA , und Perseverance sendet Daten zurück, damit die Planer den Fortschritt des Rovers bestätigen können. Für die Fertigstellung einiger Pläne sind mehrere Tage erforderlich, wie bei einer kürzlich durchgeführten Fahrt , die sich über etwa 1.673 Fuß (510 Meter) erstreckte und Tausende von einzelnen Rover-Befehlen umfasste.

Einige Laufwerke erfordern mehr menschliche Eingaben als andere. AutoNav ist nützlich für Fahrten über flaches Gelände mit einfachen potenziellen Gefahren – zum Beispiel große Felsen und Hänge – die für den Rover leicht zu erkennen und zu umgehen sind.

Denken beim Fahren

AutoNav spiegelt eine Weiterentwicklung selbstfahrender Tools wider, die zuvor für die NASA-Rover Spirit, Opportunity und Curiosity entwickelt wurden. Was bei AutoNav anders ist, ist das „Denken während der Fahrt“ – es ermöglicht Perseverance, Bilder während der Fahrt aufzunehmen und zu verarbeiten. Der Rover navigiert dann basierend auf diesen Bildern. Ist der Felsbrocken zu nah? Wird sein Bauch in der Lage sein, diesen Felsen zu beseitigen? Was wäre, wenn die Räder des Rovers durchrutschen würden?

Verbesserte Hardware ermöglicht „Denken während der Fahrt“. Schnellere Kameras bedeuten, dass Perseverance schnell genug Bilder aufnehmen kann, um seine Route in Echtzeit zu verarbeiten. Und im Gegensatz zu seinen Vorgängern verfügt Perseverance über einen zusätzlichen Computer, der ausschließlich der Bildverarbeitung gewidmet ist. Der Computer basiert auf einem supereffizienten Einzweck-Mikrochip, der als feldprogrammierbares Gate-Array bezeichnet wird und sich hervorragend für die Computer-Vision-Verarbeitung eignet.

„Bei früheren Rovern bedeutete Autonomie, langsamer zu werden, weil die Daten auf einem einzigen Computer verarbeitet werden mussten“, sagte Maimone. „Dieser zusätzliche Computer ist wahnsinnig schnell im Vergleich zu dem, was wir in der Vergangenheit hatten, und wenn er für das Fahren reserviert ist, müssen Sie keine Rechenressourcen mit über 100 anderen Aufgaben teilen.“

Natürlich sind Menschen während AutoNav-Fahrten nicht völlig aus dem Bild. Sie planen die grundlegende Route immer noch anhand von Bildern, die von Missionen wie dem Mars Reconnaissance Orbiter der NASA aus dem Weltraum aufgenommen wurden. Dann markieren sie Hindernisse wie potenzielle Sandfallen, denen Perseverance ausweichen muss, und zeichnen „draußen bleiben“- und „draußen bleiben“-Zonen, die ihm beim Navigieren helfen.

Ein weiterer großer Unterschied ist das Raumgefühl von Perseverance.

Das autonome Navigationsprogramm von Curiosity hält den Rover in einer Sicherheitsblase, die 5 Meter breit ist. Wenn Curiosity zwei Felsen entdeckt, die beispielsweise 4,5 Meter voneinander entfernt sind – eine Lücke, die es leicht überwinden könnte –, wird es dennoch anhalten oder um sie herumfahren, anstatt zu riskieren, hindurchzukommen.

Aber die Blase von Perseverance ist viel kleiner: Auf jedem der sechs Räder des Rovers ist eine virtuelle Box zentriert. Der neueste Mars-Rover hat ein feineres Verständnis für das Gelände und kann selbstständig um Felsbrocken herumkommen.

„Als wir den Jezero-Krater zum ersten Mal als Landeplatz betrachteten, waren wir besorgt über die dichten Felsenfelder, die wir über den Kraterboden verstreut sahen“, sagte Maimone. „Jetzt sind wir in der Lage, Felsen zu umgehen oder sogar über sie hinwegzugehen, die wir vorher nicht hätten erreichen können.“

Während frühere Rover-Missionen beim Erkunden entlang ihres Weges ein langsameres Tempo nahmen, bietet AutoNav dem Wissenschaftsteam die Möglichkeit, zu den Orten zu gelangen, die sie am meisten priorisieren. Das bedeutet, dass sich die Mission mehr auf ihr Hauptziel konzentriert: die Proben zu finden, die die Wissenschaftler schließlich zur Erde zurückbringen wollen.

Quelle: https://mars.nasa.gov/news/9149/nasas-perseverance-rover-hightails-it-to-martian-delta/

Mission des Mars-Hubschraubers verlängert/Software-Updates lassen Ingenuity schneller, höher und weiter fliegen

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat die Mission ihres Mars-Hubschraubers Ingenuity im Jezero-Krater des Roten Planeten bis September verlängert. Bislang hat das experimentelle Fluggerät 21 Flüge in der dünnen Marsatmosphäre absolviert, nun sind weitere anspruchsvolle Flüge geplant, die die Mission des Rovers Perseverance unterstützen sollen.

Ingenuity (Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU)

Die Ankündigung der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA folgte unmittelbar nach dem 21. erfolgreichen Flug des experimentellen Hubschraubers. Es war der erste von mindestens drei Flügen, die Ingenuity benötigt, um den nordwestlichen Teil einer Region namens „Séítah“ zu durchqueren und sein nächstes Einsatzgebiet zu erreichen.

„Vor weniger als einem Jahr wussten wir nicht einmal, ob ein motorisierter, kontrollierter Flug eines Fluggeräts auf dem Mars überhaupt möglich ist“, sagte Thomas Zurbuchen, stellvertretender Administrator der NASA und zuständig für die Wissenschaft. „Jetzt freuen wir uns auf die Beteiligung von Ingenuity an der zweiten Wissenschaftskampagne von Perseverance. Dieser Wechsel in der Denkweise in so kurzer Zeit ist einfach erstaunlich und wird in die Geschichte der Luft- und Weltraumforschung eingehen.“

Das neue Einsatzgebiet von Ingenuity wird sich deutlich von dem relativ flachen Gelände unterscheiden, über dem der Hubschrauber seit seinem ersten Flug im vergangenen April unterwegs war. Es handelt sich um ein urzeitliches Flussdelta mit einer Breite von mehreren Kilometern, das sich teils 40 Meter über den Boden des Jezero-Kraters erhebt. Mit seinen Klippen, Felsbrocken und sandigen Bereichen stellt dieses Gebiet auch für den Marsrover Perseverance eine Herausforderung dar – verspricht aber gleichzeitig so manche spannende Entdeckung. Daten von Ingenuity sollen helfen, den sichersten Weg für Perseverance zu interessanten Formationen zu finden.

„Die Jezero-Delta-Kampagne wird die größte Herausforderung für das Ingenuity-Team seit dem ersten Flug auf dem Mars sein“, sagte Teddy Tzanetos, Leiter des Ingenuity-Teams am Jet Propulsion Laboratory der NASA. „Um unsere Erfolgschancen zu erhöhen, haben wir unser Team vergrößert und führen Upgrades an unserer Flugsoftware durch, um die Flexibilität während des Betriebs und die Flugsicherheit zu verbessern.“

Die Softwareaktualisierungen führten bereits zu reduzierten Navigationsfehlern während der Flüge und einer erhöhten Landesicherheit. Auch wurde die Beschränkung der maximal erlaubten Flughöhe von 15 Metern aufgehoben. Dies könnte zu einer erhöhten Reichweite des Hubschraubers führen. Außerdem kann Ingenuity nun auch die Fluggeschwindigkeit während des Flugs ändern. Weitere Modifikationen der Flugsoftware sind in Planung, etwa für eine bessere autonome Einschätzung der Eignung eines Bereichs als Landeplatz.

Bevor die Erkundung des Deltas aus der Luft beginnen kann, muss Ingenuity das Gebiet erst einmal erreichen. Der nächste Flug ist frühestens am 19. März geplant und wird eine Länge von etwa 350 Metern haben. Dabei soll Ingenuity eine scharfe Kurve fliegen, um einen Hügel zu umfliegen. Danach wird das Team entscheiden, ob ein oder zwei weitere Flüge erforderlich sind, um die Überquerung des Nordwestens von Séítah abzuschließen.

Ingenuity ist zusammen mit dem Marsrover Peseverance im Februar des vergangenen Jahres im Jezero-Krater des Mars gelandet. Der erste Experimentalflug auf einer anderen Welt fand am 19. April 2021 statt und dauerte 39,1 Sekunden. Nach weiteren vier Flügen, sechs weiteren Minuten in der Luft und einer Gesamtstrecke von 499 Metern entschied die NASA, den bislang nur als Technologiedemonstrator gedachten Hubschrauber weiter für die Mission zu verwenden. Mit Abschluss von Flug 21 hat Ingenuity über 38 Minuten in der Luft verbracht und dabei 4,64 Kilometer zurückgelegt.

Quelle: https://www.astronews.com/news/artikel/2022/03/2203-013.shtml


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Schneller und weiter: Die Zukunft der Mars-Erforschung gehört den Mars-Flug-Drohnen.

Die Zukunft der Mars-Erforschung blickt in eine glänzende Zukunft. Ein hat Ingenuity schon jetzt in Stein gemeißelt: Mars-Flug-Drohen werden in naher Zukunft zum neuen Trend.

Christian Dauck


Mars: Software-Updates lassen Ingenuity schneller, höher und weiter fliegen

Ursprünglich sollte der Marshelikopter Ingenuity nur eine Möglichkeitsstudie sein. Jetzt erhält er neue Aufgaben und eine bessere Software. Sie ermöglicht ihm, anspruchsvollere Einsätze zu absolvieren.

Die Nasa bringt den Helikopter Ingenuity nach eigenen Angaben auf das nächste Level: Sie hat das Team aufgestockt, neue Software geschrieben, und bereitet den Marshelikopter nun auf herausfordernde Einsätze auf dem Mars vor. Um dem Rover Perseverance in unwegsamen Gelände besser als Scout zu dienen, erhält der Drehflügler Updates, um höher und schneller zu fliegen. Im nächsten Schritt könnte er Landeplätze für die nächste Marslandung vorbereiten.

Ingenuity: Erfolgsgeschichte auf dem Mars

Ursprünglich sollte der Helikopter Ingenuity nur zeigen, dass er auf dem Mars fliegen kann. „Vor weniger als einem Jahr wussten wir noch nicht einmal, ob ein motorisierter, kontrollierter Flug eines Luftfahrzeugs auf dem Mars möglich ist“, beschreibt der Nasa-Verantwortliche Thomas Zurbuchen die Entwicklung. Aus der Technologiedemonstration erwuchs mehr: Das kleine Fluggerät absolvierte immer weitere Flüge. Die Nasa stufte seinen Einsatz auf die Phase „Basisdemonstration“ hoch und setzte ihn als Kundschafter für den Marsrover ein. Von seinem ersten Abheben im April 2021 bis heute hat Ingenuity 21 Flüge unternommen. Während sein erster Einsatz nur 39,1 Sekunden dauerte, blieb er bei Flug Nummer 21 über 38 Minuten in der Luft und legte einen halben Kilometer zurück.

Neue Herausforderungen für den Marshelikopter

Die zweite Kampagne der Mission stellt ganz neue Anforderungen an ihn und seine Lenker. „Die Kampagne im Flussdelta des Jezero wird die größte Herausforderung für das Ingenuity-Team seit dem ersten Flug zum Mars sein“, sagt der Leiter des Nasa-Teams am Jet Propulsion Laboratory, Teddy Tzanetos. Im Gegensatz zu dem vergleichsweise flachen Terrain der ersten Region wartet nun ein über 40 Meter hohes Delta voller zerklüfteter Klippen, winkliger Oberflächen und sandgefüllter Hohlräume auf den Helikopter. Im Jezero-Delta erhofft sich die Nasa Zeichen von außerirdischem Leben zu finden.

Updates bringen mehr Höhe und weniger Fehler

Für die Jezero-Kampagne hat die Nasa das Team aufgestockt, das die Software für das Fluggerät schreibt. Ihre Updates haben bereits geholfen. Sie verringerten etwa die Navigationsfehler während des Fluges, um eine höhere Flug- und Landesicherheit zu gewährleisten. Zudem entfernten sie die Flughöhenbeschränkung auf 15 Meter. Dadurch, dass Ingenuity nun höher fliegen darf, konnten sie auch schrittweise die Höchstgeschwindigkeit und Reichweite erhöhen. Ein weiteres Update ermöglicht dem Helikopter, die Geschwindigkeit während des Fluges zu ändern. Ein neues Softwaremodul hilft Ingenuity in der Luft dabei, die Geländestruktur besser zu verstehen und sich darauf einzustellen.

Scharfe Kurven, um den Séítah zu überqueren

Momentan sondiert der Helikopter eine Region namens Séítah. Sein nächster Flug beinhaltet eine scharfe Kurve, um einen Hügel zu umfliegen. Zwei oder drei Flüge später wird er die Überquerung des nordwestlichen Séítah abgeschlossen haben. Das Ziel ist, für den Rover die beste Route in das Delta zu erkunden. In der Zukunft soll Ingenuity dem Perseverance-Team darüber hinaus helfen, wissenschaftliche Ziele zu bewerten. Mittelfristig könnte er auch geologische Merkmale erfassen, die für Perseverance zu weit entfernt oder unmöglich zu erreichen sind. Ausgerüstet mit kommenden Updates für Geländehöhenkarten plant die Nasa, Ingenuity auch für das Auffinden von Verstecken und Landeplätzen für die nächste Nasa-Marsmission „Sample Return Programm“ einzusetzen.

Quelle: https://t3n.de/news/nasa-mars-ingenuity-software-updates-hoehe-reichweite-geschwindigkeit-1459426/