Noch 5 Tage bis zum Start der ersten bemannten Crew Dragon

9 Jahre langes warten für Raumfahrt-Fans neigen sich dem Ende – Noch 5 Tage bis zum Start der ersten bemannten Crew Dragon: Der Abschluss der Flight Readiness Review am Freitag startete ein geschäftiges Memorial Day-Wochenende im Kennedy Space Center.

Die Dragon-Astronauten werden am Samstag ihre von SpaceX gefertigten Fluganzüge anziehen und in einem Tesla Model X-Auto zur Startrampe 39A fahren, wo die Falcon 9- und Crew Dragon-Kapsel am Donnerstag auf ihrem Startplatz am Meer platziert wurden.

Hurley und Behnken – beide Veteranen von zwei Space-Shuttle-Flügen – werden diesen Samstag mit Hilfe von etwa einem halben Dutzend SpaceX-Crew-Technikern an Bord der Dragon-Kapsel klettern und die Schritte üben, die sie am Starttag unternehmen werden.

Am Montag wird SpaceX eine Überprüfung der Startbereitschaft einberufen, um die Daten und Ergebnisse des Static-Fire Test vom Freitag und der Generalprobe am diesem Samstag zu überprüfen. Wenn alles gut aussieht, werden die Vorbereitungen für den Start der ersten Mission mit Orbitalbesatzung vom Kennedy Space Center seit fast neun Jahren am Mittwoch um 16:33 Uhr EDT (2033 GMT) fortgesetzt.

Die Raumfahrt Anzüge von SpaceX sind ja mal richtig schnieke und modern.

Viel solcher Starts hab ich früher im TV gesehen. Der spannendste Moment war immer wenn die Flugcomputer, die alle Systeme des Space Shuttle und sich gegenseitig kontrollieren, (wird bei der Dragon Kapsel nicht anders sein) die Kontrolle übernehmen, die letzt Hürde vor einem Start. Selbst die ganzen Nasa-Techniker vor ihren Bildschirmen waren ab da nur noch Zuschauer.

Die Nasa legt das Schicksal ihrer Raumfahrer in private Hände

Vor neun Jahren ging die Ära der Spaceshuttles zu Ende. Nun wollen die Amerikaner wieder Astronauten ins All schicken – mit Kommerz und viel Pathos.

Die beiden Nasa-Astronauten Bob Behnken (links) und Doug Hurley nehmen zur Probe in der Raumkapsel Crew Dragon Platz. Am 27. Mai gilt es dann ernst.

Wenn Jim Bridenstine, der bullige Chef der amerikanischen Raumfahrtagentur Nasa, vom nächsten grossen Raketenstart seiner Behörde erzählt, klingt er ein bisschen wie sein oberster Chef. In bester Trumpscher Manier schwärmt Bridenstine dann von amerikanischen Astronauten, die mit amerikanischen Raketen von amerikanischem Boden aus ins Weltall fliegen werden – eine Wendung, die der Nasa-Chef dieser Tage pausenlos wiederholt.

Das nationale Pathos hat seine Gründe: Am kommenden Mittwoch, um 22 Uhr 33 mitteleuropäischer Zeit, soll in Cape Canaveral nicht irgendeine Rakete in den Himmel über Florida starten. Die Falcon 9 des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, die seit Wochen auf ihren grossen Tag vorbereitet wird, hat vielmehr eine besondere Mission. Sie soll – neun Jahre nachdem die Nasa ihre Spaceshuttle-Flotte in den Ruhestand verabschiedet hat – wieder Astronauten von Florida aus ins All befördern.

Eine Zäsur in der Raumfahrt

Es ist das Ende einer langen Durststrecke. Anfang Mai schwärmte Bridenstine an einer Nasa-Medienkonferenz daher auch von einer «neuen Ära in der astronautischen Raumfahrt», wobei dieses neue Zeitalter weit über simplen Nationalstolz hinausgeht: Erstmals legt die Nasa am kommenden Mittwoch das Wohl und Wehe ihrer Raumfahrer und ihres astronautischen Raumfahrtprogramms in die Hände eines privaten Unternehmens – mit allen damit verbundenen Risiken.

Das sei eine sehr aufregende Zeit, sagt Bridenstine. Eine Zeit, die der US-Politiker, der vor drei Jahren von Präsident Trump ins Nasa-Amt gehievt worden ist, allerdings seinen Vorgängern zu verdanken hat. Bereits 2004 beschlossen die USA, gegen Ende jenes Jahrzehnts ihre Spaceshuttles einzumotten. Die Kosten der wiederverwendbaren Raumgleiter waren zu hoch geworden. Zudem galten die Shuttles nach zwei Abstürzen mit 14 getöteten Astronauten bei gut hundert Flügen als zu unsicher. Im Juli 2011 landete die letzte Raumfähre schliesslich in Cape Canaveral.

Für die USA war es ein gravierender Einschnitt: Auf einen Schlag hatte das Land keine Möglichkeit mehr, Astronauten aus eigener Kraft zur Internationalen Raumstation (ISS) zu befördern. Es war vielmehr auf Mitfluggelegenheiten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen – und ist es bis heute. Auch deshalb blickt kommende Woche eine ganze Nation nach Florida.

Trumps Vorgänger, Präsident Barack Obama, dürfte ebenfalls interessiert zuschauen. Ihm haben die USA nicht nur zu verdanken, dass sie nun wieder Richtung Weltall abheben können, sondern auch, dass sie es völlig anders machen als in der Vergangenheit: Jahrzehntelang glaubte die Nasa, sie müsse ihre eigenen Raumschiffe planen, bezahlen, besitzen und betreiben. Gut dotierte Verträge wurden hierzu mit etablierten Raumfahrtkonzernen geschlossen. Die Firmen mussten kein Risiko tragen und bekamen alle Mehrkosten erstattet – egal, weshalb sie anfielen.

Charterflüge ins All

Bei der Crew Dragon, der strahlend weissen Raumkapsel an der Spitze der Falcon 9, ist das anders. Das Raumschiff gehört SpaceX. Es wurde geplant und gebaut von SpaceX. Und es wird betrieben von SpaceX, jenem kalifornischen Unternehmen, das 2002 vom exzentrischen Milliardär Elon Musk gegründet worden ist und das mittlerweile die Raumfahrtbranche dominiert. Die Nasa hingegen wird, sollte der nun anstehende Testflug erfolgreich sein, künftig nur noch einzelne Sitzplätze in den SpaceX-Kapseln kaufen – als seien die Raumschiffe Charterflüge ins All. «In dieser neuen Ära ist die Nasa lediglich Kunde», sagte Bridenstine an der Medienkonferenz, «ein Kunde unter vielen in einem sehr robusten, kommerziellen Markt.» So zumindest die Hoffnung.

Im März 2019 nähert sich die damals noch unbemannte Crew Dragon zum ersten Mal der Internationalen Raumstation. Die Astronautin Anne McClain nutzte diese Gelegenheit für einen Schnappschuss.

Ganz billig ist all das nicht. Um den kommerziellen Raumfahrtmarkt anzukurbeln, brauchte es eine Anschubfinanzierung, und dafür war die Nasa zuständig. Gut drei Milliarden Schweizer Franken bekam SpaceX für die Entwicklung und den Bau von Crew Dragon. Konkurrent Boeing, der von der Nasa ebenfalls als künftiger Raumschiffbetreiber ausgewählt wurde, erhielt sogar 4,7 Milliarden Franken. Trotzdem wird Boeing wegen gravierender Probleme seiner Starliner-Kapsel wohl frühestens kommendes Jahr mit Astronauten ins All starten können.

Unterm Strich dürfte sich das Programm für den amerikanischen Steuerzahler dennoch gelohnt haben. In der Endphase der Spaceshuttle-Ära verschlangen die alternden und schwer zu wartenden Raumgleiter mehr als 3 Milliarden Franken pro Jahr. Jeder Flug, der in der Regel Platz für sechs bis sieben Astronauten bot, schlug rein rechnerisch mit 1 Milliarde Franken zu Buche. Verglichen damit sind die Ticketkosten für Crew Dragon äusserst gering: Etwa 50 Millionen Franken muss die Nasa nach Berechnungen ihres Generalinspekteurs künftig für jeden Astronauten bezahlen, der bei SpaceX mitfliegen soll. Bei Boeing kosten die Sitze fast 90 Millionen Franken und liegen damit in derselben Grössenordnung wie die Beträge, die die Nasa zuletzt fürs Mitfliegen in der Sojus nach Russland überweisen musste.

Während die Nasa beim Finanziellen klare Vorgaben machte, liess sie SpaceX und Boeing beim Design der neuen Raumschiffe weitgehend freie Hand. Die einzigen Voraussetzungen: Die Kapseln mussten das gewünschte Anforderungsprofil für Flüge zur ISS erfüllen – und die strengen Sicherheitsvorgaben der Nasa. Das war nicht immer einfach, wie Doug Hurley und Bob Behnken erzählen, die beiden Astronauten des anstehenden Testflugs. So bestanden die SpaceX-Ingenieure, die eine Startup-Kultur pflegen und Dinge gerne etwas anders, etwas innovativer angehen, auf Touchscreens zur Steuerung des Raumschiffs. Die Astronauten hingegen waren Schalter und Knöpfe gewohnt. Entsprechend skeptisch fielen ihre ersten Reaktionen aus.

Letztlich konnte SpaceX die Nasa aber vom neuen Konzept überzeugen – genauso wie beim Betanken: Normalerweise ist der Tankvorgang abgeschlossen, wenn Astronauten in die Kapsel an der Spitze der Rakete klettern. Bei der Falcon 9 setzt SpaceX allerdings auf besonders stark gekühlte Treibstoffe, die durch ihre höhere Dichte mehr Leistung aus der Rakete herauskitzeln sollen. Hierzu darf das explosive Gemisch erst 35 Minuten vor dem Start getankt werden – zu einem Zeitpunkt, an dem die Crew längst an Bord sein muss. Vor vier Jahren ging solch ein Tankmanöver bei einer Satellitenmission schief: Die Falcon 9 explodierte auf der Startrampe. Trotzdem setzte sich SpaceX gegen die skeptischen Nasa-Gremien durch, so dass Hurley und Behnken nun zuhören können, wie unter ihnen 500 Tonnen Kerosin und flüssiger Sauerstoff in die Rakete gefüllt werden. Risiko inklusive.

Über diese futuristische Brücke werden die Astronauten am 27. Mai zur Raumkapsel schreiten. Danach wird die Rakete betankt.

«Wir sollten nicht vergessen, dass das Ganze ein Testflug ist», sagt daher auch Jim Bridenstine. «Wir machen all das, um zu lernen.» Klappt alles und startet Crew Dragon wie geplant in den Himmel über Florida, wird die Kapsel bereits 19 Stunden später die ISS erreichen. Hurley und Behnken dürfen dann kurz die manuelle Steuerung ihres Raumschiffs testen und auf den Touchscreens herumtippen. Das eigentliche Andockmanöver wird allerdings der Computer übernehmen.

Längerer Aufenthalt auf der ISS

Wie lange die beiden anschliessend an Bord des orbitalen Aussenpostens bleiben sollen, ist noch unklar. Eigentlich waren nur ein paar Tage geplant. Da sich die ersten Flüge mit Astronauten sowohl bei SpaceX als auch bei Boeing wegen technischer Probleme immer wieder verschoben haben, mangelt es derzeit allerdings an ISS-Taxis. Daher befindet sich momentan nur ein Amerikaner an Bord der Raumstation, gemeinsam mit zwei Russen, und nicht sechs Astronauten wie sonst üblich.

Für die Nasa heisst es daher abzuwägen: Einerseits wird auf der ISS jede helfende Hand benötigt, so dass Hurley und Behnken am besten vier Monate lang im All bleiben sollten. Andererseits müsste Crew Dragon möglichst schnell wieder zurück zur Erde kommen, um die Kapsel zu zertifizieren und um sie freizugeben für den dringend benötigten Linienbetrieb zur ISS.

Doch selbst für den Fall, dass dies nicht gelingen sollte und dass das mit den amerikanischen Astronauten, den amerikanischen Raketen und dem amerikanischen Boden nicht wie erhofft funktioniert, hat die Nasa vorgesorgt. Vor wenigen Wochen griffen die Amerikaner noch einmal auf Altbewährtes zurück: Sie kauften einen weiteren Sitzplatz in einer russischen Sojus. Für knapp 90 Millionen Franken. Sicher ist sicher.

SpaceX und Nasa auf dem Weg in eine neue Ära der US-Raumfahrt

Seit 2011 sind die USA beim Transport von Astronauten auf Russland angewiesen. Nun soll SpaceX eine neue Ära der US-Raumfahrt einleiten – mit dem ersten bemannten Raketenstart von US-Boden seit 2011.

  • Seit 2011 ist die Nasa beim Transport von Astronauten zur ISS auf russische Raumkapseln angewiesen
  • Das soll sich ändern: Am 27. Mai 2020 startet eine bemannte Raumkapsel von SpaceX mit Nasa-Astronauten zur ISS
  • Es ist ein Meilenstein für SpaceX und der Beginn einer neuen Ära für die US-Raumfahrt

Seit einigen Jahren mischt SpaceX die Raumfahrt-Branche auf* und steht nun vor der wohl wichtigsten Mission in der bisher kurzen Geschichte des Unternehmens: Am 27. Mai 2020 sollen eine Rakete und eine Raumkapsel von SpaceX erstmals Astronauten befördern. Das Ziel der Mission: Die Internationale Raumstation ISS.

Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms der Nasa im Jahr 2011 sind keine Astronauten mehr von US-amerikanischem Boden aus zur ISS gestartet, die stolze Raumfahrernation USA und die Raumfahrtorganisation Nasa sind seitdem von den russischen Sojus-Raumkapseln abhängig, in denen sie für viele Millionen US-Dollar Sitzplätze für ihre Astronauten kaufen müssen. Das soll nun vorbei sein. Die neue Ära*, in der die US-Raumfahrt nicht mehr auf Russland angewiesen ist, soll am 27. Mai 2020 eingeleitet werden* – und zwar vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX des exzentrischen Milliardärs Elon Musk.https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-0&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263565023915343873&lang=de&origin=https%3A%2F%2Fwww.fr.de%2Fwissen%2Fspacex-nasa-demo-2-crew-dragon-falcon-9-iss-neue-aera-usa-raumfahrt-zr-13770768.html&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

Demo-Mission der „Crew Dragon“: SpaceX soll erstmals Astronauten zur ISS bringen

An diesem Tag sollen die beiden Nasa-Veteranen Bob Behnken und Doug Hurley die SpaceX-Raumkapsel „Crew Dragon“ besteigen. Eine „Falcon 9“-Rakete von SpaceX soll diese Kapsel ins All schießen, wo die „Crew Dragon“ etwa 19 Stunden später die ISS erreichen und automatisch am ISS-Modul „Harmony“ andocken soll.

Wie lange die beiden Nasa-Astronauten an Bord der ISS bleiben, steht noch nicht fest. Die „Crew Dragon“ von SpaceX, die für diesen letzten Test namens Demo-2 genutzt wird, kann nach Angaben der Nasa etwa 110 Tage im All bleiben. Die genaue Länge der Mission soll erst dann festgelegt werden, wenn sich die Astronauten an Bord der ISS befinden. Die Entscheidung „basiert auf der Verfügbarkeit des nächsten Commercial-Crew-Starts“, heißt es bei der Nasa.

Demo-2 ist der finale Test der „Crew Dragon“-Kapsel von SpaceX

Die Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken schauen sich die „Crew Dragon“ genau an. Die beiden werden die ersten Astronauten sein, die von SpaceX zur ISS transportiert werden. (Archivbild)
Die Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken schauen sich die „Crew Dragon“ genau an. Die beiden werden die ersten Astronauten sein, die von SpaceX zur ISS transportiert werden. (Archivbild)© SpaceX

Bei dem Start am 27. Mai handelt es sich um den finalen Test, bei dem alle Aspekte des Crew-Transportsystems noch einmal genau unter die Lupe genommen werden sollen: Das Raumschiff „Crew Dragon“, aber auch die SpaceX-Rakete „Falcon 9“ und der Startplatz 39A in Cape Canaveral, von dem einst die „Apollo“-Missionen zum Mond aufgebrochen sind, bevor es der Startplatz der Space Shuttles wurde.

Einiges wird am 27. Mai für SpaceX wie Routine erscheinen: Der Start und der Aufstieg der Rakete wird ablaufen wie bei den unbemannten „Dragon“-Kapseln, die SpaceX seit 2012 mit Fracht beladen zur ISS schickt. Der einzige Unterschied: An Bord sind zwei Astronauten. Ist die Raumkapsel mit ihrer kostbaren menschlichen Fracht sicher in einem Erdorbit angekommen, sollen die beiden Astronauten gemeinsam mit Experten auf der Erde prüfen, ob die „Crew Dragon“ so funktioniert wie geplant.

Astronauten in der SpaceX-Kapsel erreichen die ISS nach 19 Stunden

Anschließend – etwa 19 Stunden nach dem Start – soll die „Crew Dragon“ mit Bob Behnken und Doug Hurley die ISS erreichen. Auch der automatische Andock-Prozess wird genau beobachtet – und zwar von beiden Seiten: Von Chris Cassidy (USA), Anatoli Ivanishin und Ivan Vagner (beide Russland), den drei Astronauten, die sich bereits an Bord der ISS befinden, und von den beiden Astronauten in der Raumkapsel.

In der Zeit, die die beiden Test-Astronauten an Bord der ISS verbringen, soll die „Crew Dragon“ weiter getestet werden, bevor Behnken und Hurley wieder einsteigen, um zur Erde zurückzukehren. Auch das Abdocken von der ISS soll automatisch verlaufen. Die „Crew Dragon“ wird sich dann von der ISS entfernen und wieder in die Erdatmosphäre eintreten. Geplant ist, dass das SpaceX-Raumschiff im Atlantik vor der Küste Floridas wassert und dort von einem Bergungsschiff eingesammelt und zurück nach Cape Canaveral gebracht wird.https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-1&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263481701847662593&lang=de&origin=https%3A%2F%2Fwww.fr.de%2Fwissen%2Fspacex-nasa-demo-2-crew-dragon-falcon-9-iss-neue-aera-usa-raumfahrt-zr-13770768.html&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

SpaceX: „Crew Dragon“ ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der Nasa

Die Mission der „Crew Dragon“ zur ISS ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der Nasa. Die US-Raumfahrtorganisation hat in dessen Rahmen die Unternehmen SpaceX und Boeing damit beauftragt, neue Raumschiffe zu entwickeln, die dazu in der Lage sind, Astronauten in einen niedrigen Erdorbit und zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren.

2014 unterschrieben SpaceX und Boeing im Rahmen des „Commercial Crew“-Programms Nasa-Verträge im Wert von insgesamt 6,8 Milliarden US-Dollar. Die beiden Unternehmen lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer als erstes privates Unternehmen Astronauten zur ISS transportieren darf. Seit dem fehlgeschlagenen unbemannten Test von Boeings „Starliner“ im vergangenen Winter* ist jedoch klar: die „Crew Dragon“ von SpaceX wird das Rennen machen. Ihr unbemannter Testflug zur ISS im März 2019 gelang*. Zwar explodierte danach eine Kapsel*, doch mittlerweile hat die „Crew Dragon“ alle Tests bestanden.

„Crew Dragon“ von SpaceX soll in Zukunft Astronauten zur ISS bringen

Gelingt auch die zweite – dieses Mal bemannte – Demo-Mission zur ISS, wird das SpaceX-Raumschiff „Crew Dragon“ von der Nasa zertifiziert und anschließend für weitere Missionen eingesetzt. Der nächste bemannte Start – der erste in einer Serie von regelmäßigen, rotierenden Flügen zur ISS* – ist bereits geplant: Die Nasa-Astronauten Victor Glover, Mike Hopkins und Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi sollen die ersten „regulären“ Astronauten an Bord einer „Crew Dragon“ sein.

Das Startdatum für ihre Mission steht noch nicht fest, es soll jedoch im Jahr 2020 liegen. Geplant ist, dass die Astronauten für etwa sechs Monate auf der Raumstation bleiben, denn die „Crew Dragon“ soll in Zukunft mindestens 210 Tage im Orbit bleiben können, so eine Anforderung der Nasa. Erst einmal hängt jedoch alles davon ab, ob der Start von SpaceX am 27. Mai gelingt.

NASA clears SpaceX crew capsule for first astronaut mission

The Falcon 9 rocket that will carry astronauts Doug Hurley and Bob Behnken into orbit fired its engines in a ground test at 4:33 p.m. EDT (2033 GMT) on Friday, May 22. Credit: Stephen Clark / Spaceflight Now

After a two-day readiness review, NASA managers gave a green light Friday for SpaceX to proceed with final preparations for launch next Wednesday, May 27, of a commercial spaceship carrying astronauts Doug Hurley and Bob Behnken to the International Space Station on the first orbital spaceflight from U.S. soil since 2011.

Hours later, SpaceX test-fired the 215-foot-tall (65-meter) Falcon 9 rocket that will boost Hurley and Behnken into orbit aboard the company’s Crew Dragon spacecraft.

The Flight Readiness Review’s conclusion Friday kicked off a busy Memorial Day weekend at the Kennedy Space Center. The Dragon astronauts will put on in their SpaceX-made flight suits Saturday and ride in a Tesla Model X automobile to launch pad 39A, where the Falcon 9 and Crew Dragon capsule were placed on their seaside launch mount Thursday.

Hurley and Behnken — both veterans of two space shuttle flights — will climb aboard the Dragon capsule with the help of about a half-dozen SpaceX crew technicians, practicing the steps they will take on launch day.

On Monday, SpaceX will convene a Launch Readiness Review to go over data and results from the test-firing Friday and the crew dress rehearsal Saturday. If all looks good, preparations will proceed toward launch of the first orbital crewed mission from the Kennedy Space Center in nearly nine years at 4:33 p.m. EDT (2033 GMT) Wednesday.

Assuming the mission takes off Wednesday, the Crew Dragon is scheduled to glide to an automated docking with the International Space Station around 11:40 a.m. EDT (1540 GMT) Thursday. Hurley and Behnken are slated to spend one-to-hour months on the orbiting research outpost before coming back to Earth for a parachute-assisted splashdown in the Atlantic Ocean.

The Flight Readiness Review began Thursday and ran into overtime Friday. NASA officials anticipated ahead of time that might happen, given the volume of data to discuss for the first crewed flight on a brand new spacecraft design.

“We had a very successful Flight Readiness Review, in that we did thorough review of all fo the systems and all the risks,” said Steve Jurczyk, NASA’s associate administrator, who chaired the review meeting. “And it was unanimous on the board that we are go for launch.

“It is really exciting to be launching American astronauts on American rockets from American soil — from Kennedy Space Center — for the first time in nine years,” Jurczyk said in a press conference Friday. “I know it’s been a long, really challenging road, and I just cannot say how proud I am of the NASA-SpaceX team for all their talent, hard work, dedication and perseverance to get to this point of five days from launch.”https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-0&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263908571181391874&lang=en&origin=https%3A%2F%2Fspaceflightnow.com%2F2020%2F05%2F22%2Fnasa-review-clears-spacex-crew-capsule-for-first-astronaut-mission%2F&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

“Today, we got a go to launch, but really it’s a go for the mission,” said Benji Reed, SpaceX’s director of crew mission management. “There will be lots more data, lots more reviews in the next few days. There will be constant vigilance and watching of the data and observations. As we go through the mission, there will be other reviews and conversations to make sure we’re go for each aspect, including go to come home.”

NASA managers received briefings from agency and SpaceX engineers during the Flight Readiness Review, including presentations on topics that garnered widespread attention over the last year, such as the Crew Dragon’s parachutes and an abort propulsion system problem that led to the explosion of a capsule during a ground test in April 2019.

“We established a little while ago that the original chute design did not have adequate margin, based on some knowledge we had gained through testing of how the chutes deploy, and the loading on the chutes,” Jurczyk said. “So SpaceX stepped up and did a new chute design, and we had to qualify that new chute design to higher margins than we had the previous chutes.

“The NASA-SpaceX team did an amazing job laying out a test program and executing that test program,” Jurczyk said. “However, it’s fewer tests than we normally would see on a parachute qualification program. So we took a long time in a couple of presentations during the review to have the team walk us through the design, the changes, the qualification testing, and the margins on the chute to make sure that everybody was good with how those chutes were qualified. And we had very high confidence that they will function as we need them to when Bob and Doug return from the International Space Station.”

The Crew Dragon uses a series of pilot and drogue chutes during descent, then unfurls four main parachutes to brake for splashdown. At the end of a typical mission, the Crew Dragon spacecraft will splash down in the Atlantic Ocean around 24 nautical miles off the coast of Cape Canaveral.

The capsule’s abort system was also a topic of extended discussion during the Flight Readiness Review. In the event of a major problem during fueling of the Falcon 9 rocket, or a launch failure during the vehicle’s climb into orbit, the Crew Dragon can fire eight SuperDraco engines to push the capsule off the launch vehicle and propel the astronauts to safety.

The SuperDracos consume a high-pressure mix of hydrazine fuel and nitrogen tetroxide oxidizer. A Dragon spacecraft that completed an unpiloted test flight to the space station in March 2019 was destroyed during a ground test-firing of the SuperDraco engines last April at Cape Canaveral.

Investigators traced the cause of the explosion to a leaky valve inside the capsule’s high-pressure abort propulsion system. The leak allowed nitrogen tetroxide to leak into the propulsion system’s helium pressurization lines, which are designed to rapidly prime the SuperDraco thrusters to fire up in quick response to a launch emergency.

As the pressurization system activated during the ground test last year, a slug of nitrogen tetroxide was forced back into the faulty titanium valve, triggering an explosion. Experts spent months studying the physics of the accident, and learned new information about how titanium components used in aerospace vehicles might ignite under certain conditions.

SpaceX replaced the suspect valve in future Crew Dragon spacecraft with a single-use burst disk designed to rupture during activation of the SuperDraco abort thrusters, which would only occur during a launch failure.

The fix was tested during a second ground firing in November, then again during a high-altitude launch escape test in January over the Atlantic Ocean.

Between the parachutes, the destroyed capsule and the impacts of a global pandemic, getting to SpaceX’s first crewed mission proved a challenge.

“Last April, I probably wasn’t thinking I was going to be flying (crew) in a year, but you can never sell this NASA and SpaceX team short,” said Kathy Lueders, managers of NASA’s commercial crew program. “They have always accomplished miracles for me, and I’m very, very proud of them right now.”

Jurczyk said NASA officials also discussed a recent “performance shortfall” during a test of the Crew Dragon’s internal fire suppression system.

“That’s a system tat suppresses any fire or any equipment underneath the floor of Dragon,” Jurczyk said. “The team … analyzed both the hazards there, as well as the ability to suppress a fire, and we’ve deemed the risk to be very low there.”

Jurczyk took the place of Doug Loverro, the former head of NASA’s human spaceflight directorate, for this week’s Flight Readiness Review. Loverro, who was due to chair the FRR, abruptly resigned effective Monday, May 18.

In a letter to NASA employees, Loverro wrote that he resigned due to a “mistake” he made earlier this year. Multiple sources said Loverro violated a procurement rule during a competition to select contractors for NASA’s Human Landing System for the Artemis program, which aims to develop crewed moon landing vehicles to carry astronauts to the lunar surface.

Jurczyk, NASA’s most senior career civil servant, stepped into the role as chair of the Flight Readiness Review.

The Crew Dragon’s debut flight with astronauts has been nearly a decade in the making. NASA first awarded SpaceX funding to work on a human-rated spacecraft in 2011.

Funded and led by billionaire Elon Musk, SpaceX has won a series of NASA contracts and funding agreements over the last nine years for work on the Crew Dragon project. To date, NASA has agreed to pay SpaceX more than $3.1 billion to develop the Crew Dragon, and then fly at least six operational crew rotation missions to the space station.

NASA also awarded Boeing a similar series of contracts for development and flights of the Starliner crew capsule. The Starliner’s first test mission without a crew ended prematurely in December without reaching the space station, and Boeing will re-fly the unpiloted demonstration mission later this year before the Starliner is cleared for its first launch with astronauts.

The first operational Crew Dragon flight will follow the test flight set for launch next week, which is officially designated Demo-2, or DM-2. It follows the first Crew Dragon test flight to the space station last year, which did not carry any astronauts on-board.

SpaceX has also completed two major tests of the Crew Dragon’s launch abort system — a pad abort in 2015 and the in-flight escape demonstration in January.

Kathy Lueders, manager of NASA’s commercial crew program, signs a human rating certification package during Thursday during the first day of a Flight Readiness Review for the Crew Dragon Demo-2 test flight. Credit: NASA/Kim Shiflett

According to Jurczyk, this week’s FRR doubled as an “interim human-rating certification review” for SpaceX’s Crew Dragon spacecraft.

“What I mean by interim is that we’ve validated that this system meets the human-rating certification requirements for the Demo-2 mission, and those requirements feed forward to future missions, including the Crew-1 mission (the Dragon’s first operational crew rotation flight),” Jurczyk said. “We will have a final human-rating certification review after Demo-2 and before the Crew-1 mission, just to certify the relatively small set of design changes between the Demo-2 system and the Crew-1 system. And at that point, we’ll deem the system human-rating certified.”

NASA also determined the Crew Dragon meets the agency’s risk requirements for the commercial crew program. When NASA established requirements for the new commercial crew spaceships, agency officials set the program’s safety threshold at 1-in-270 odds of an accident during a 210-day mission that would kill the astronauts on-board

Lueders said Friday that SpaceX meets that risk requirement, with the help of advanced design modeling and inspections to guard against the threat of micrometeoroids and orbital debris while docked at the space station.

But determining the loss of crew, or LOC, probability for any given flight is tricky. The number hinges on a number of factors, including numerical and statistical inputs, many of which are grounded in assumptions.

Bill Gerstenmaier, who led NASA’s human spaceflight programs from 2005 until last year, said in 2017 that at the time of the first space shuttle flight in 1981, officials calculated the probability of a loss of crew on that mission between 1-in-500 and 1-in-5,000. After grounding the loss of crew model with flight data from shuttle missions, NASA determined the first space shuttle flight actually had a 1-in-12 chance of ending with the loss of the crew.

Regardless of the fickle numbers, officials agree that a test flight of a new spacecraft is risky.

“Right now, we are trying to identify any risk that we know of that’s out there, and continue to look at risks and buy them down,” Lueders said. “But we also cant fool ourselves. Human spaceflight is really, really tough, and it’s why we continue to look for risks and do additional assessments. We never feel comfortable because that’s when you’re not searching.

“Our teams are scouring and thinking of every single risk that’s out there, and we’ve worked our butt off to buy down the ones we know of,” she said. “And we’ll continue to look and continue to buy them down until we bring them (Hurley and Behnken) home.”https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-1&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263915807052087298&lang=en&origin=https%3A%2F%2Fspaceflightnow.com%2F2020%2F05%2F22%2Fnasa-review-clears-spacex-crew-capsule-for-first-astronaut-mission%2F&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

In their final pre-launch press conference Friday, the Dragon astronauts said they were comfortable with the risk.

“We’ve had the luxury over the last five-plus years to be deeply embedded and understanding the trades that were made,” said Behnken, the Demo-2 mission’s joint operations commander. “There are often cases where a hardware change can be implemented, or there can be an operational change that reduces that risk, or manages it in some way.

“I think we’re really comfortable with it, and we think that those trades have been made appropriately,” he said. “As far as insight goes, we’ve had probably more than any crew has (had) in recent history.”

In addition to the tests of the Crew Dragon spacecraft itself, SpaceX has launched 84 Falcon 9 rocket missions since the first version of the launcher debuted June 4, 2010. Eighty-three of the flights successfully reached orbit.

A Falcon 9 rocket exploded during the final minutes before a ground test-firing at Cape Canaveral in September 2016. SpaceX said that failure was caused when a helium pressurant tank suddenly ruptured on the Falcon 9’s second stage.

After introducing design fixes, SpaceX has logged 59 straight successful launches using Falcon 9 and Falcon Heavy rockets.

“It wasn’t a long history (on the Falcon 9) when we started this program, but it has panned out to have quite a number of flights under its belt, and its evolution has become more and more safe as it’s been operated,” Behnken said. “Thats something that we really do appreciate. It’s remarkable to see all the other missions that have contributed to the human spaceflight program by being, in some sense, a test mission for us before we have a chance to fly on the Falcon 9.”

7 days until the start: Crew Dragon capsule meets Falcon 9 rocket inside launch pad hangar

Die wichtigsten Daten/Termine in kürze: 7 tage bis zum Start der Crew Dragon (Testflug – Demo 2). Der ersten US-Mission, die Astronauten seit 2011 und nach der Space Shuttle Ära, wieder vom amerikanischen Boden in die Erdumlaufbahn schickt.

Nachdem die Astronauten am 20. Mai im Raumhafen in Florida angekommen sind, erhalten sie Missionsbesprechungen, aktualisieren die Verfahren und führen mit ihren von SpaceX hergestellten Start- und Einstiegsfluganzügen Fit-Checks durch. Sie sollen auch Fragen von Reportern in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Kennedy kurz nach ihrer Ankunft in Florida beantworten, dann in einer virtuellen Pressekonferenz am Freitag, dem 22. Mai.

Eine Überprüfung der Flugbereitschaft ist für den 21. Mai geplant, gefolgt von einer Überprüfung der Startbereitschaft am 25. Mai.

Wenn die Aktivitäten nach Plan verlaufen, werden die Astronauten am kommenden Samstag, dem 23. Mai, eine Generalprobe durchlaufen: Die zweiköpfige Besatzung wird sich in einem Tesla Model X vom Operations- und Checkout-Gebäude in Kennedy aus aufstellen und zur Startrampe 39A fahren, wo sie mit einem Aufzug auf die Höhe des festen Turms des Pads fahren wird. Anschließend gehen sie über den Zugangsarm der SpaceX-Crew in den weißen Raum, wo ihnen ein Team beim Einsteigen in die Kapsel hilft.

SpaceX’s Crew Dragon spacecraft arrives at the Falcon 9 rocket hangar at pad 39A late Friday, May 15, for integration with its launch vehicle. The Crew Dragon is set for launch May 27 with astronauts Doug Hurley and Bob Behnken. Credit: NASA/Kim Shiflett

SpaceX transferred the first astronaut-ready Crew Dragon spacecraft Friday night from a fueling facility at Cape Canaveral Air Force Station to pad 39A at NASA’s Kennedy Space Center, where teams will join the capsule with its Falcon 9 launcher for liftoff later this month.

The spacecraft arrived at the pad 39A hangar late Friday night, according to Kyle Herring, a NASA spokesperson.

Before its transport by road to the Falcon 9 hangar, the Crew Dragon capsule’s propulsion system was loaded with hypergolic hydrazine and nitrogen tetroxide propellants inside a fueling complex a few miles south of pad 39A at Cape Canaveral Air Force Station. The propellants will feed the Crew Dragon’s Draco in-space maneuvering thrusters and high-performance SuperDraco escape engines, which would only be activated in the event of an emergency during launch.

Liftoff of the Crew Dragon test flight — the first U.S. mission to send astronauts to Earth orbit since 2011 — remains scheduled for May 27 at 4:33 p.m. EDT (2033 GMT) to kick off a 19-hour pursuit of the International Space Station.

In the coming days, SpaceX ground crews will verify mechanical and electrical attachments between the Crew Dragon spacecraft and the Falcon 9 launcher inside the hangar. Then the entire vehicle, measuring some 215 feet (65 meters) tip to tail, will be lifted by a crane and placed onto SpaceX’s rocket transporter for the quarter-mile journey up the ramp to the deck of pad 39A.

The Falcon 9 launcher assigned to the Crew Dragon’s first piloted test flight — designated Demo-2 or DM-2 — is an all-new vehicle. SpaceX regularly lands and reuses rocket boosters to cut costs, but NASA has required SpaceX to assign new first stages to at least the initial launches that carry astronauts.

The Falcon 9 rocket that will launch the Demo-2 mission is emblazoned with NASA’s “worm” logo, which was retired from official use in 1992. Credit: SpaceX

The first stage booster for the Crew Dragon’s Demo-2 mission is emblazoned with NASA’s “worm” logo, which spells out “NASA” in stylized lettering. The worm logo was introduced in 1975 to add a touch of modernity to the agency’s public image after the last of NASA’s Apollo moon landings, which took place when NASA used its original blue “meatball” symbol.

The worm logo was retired in 1992, and NASA removed the iconic interconnected lettering from signs, brochures, and even the agency’s space shuttles. The original meatball, first designed in the late 1950s, again became NASA’s official logo.

“The worm is back,” NASA announced last month. “And just in time to mark the return of human spaceflight on American rockets from American soil.” In a statement, NASA said “the retro, modern design of the agency’s (worm) logo will help capture the excitement of a new, modern era of human spaceflight.”

The memorable worm insignia — with its stark red logotype — will make its first public appearance on a NASA-sponsored rocket in more than 20 years when the Falcon 9 launcher emerges from the hangar next week and rolls out to pad 39A.

Once the vehicle is vertical on the launch pad, SpaceX will run the Falcon 9 rocket through a fueling test and a test-firing of its Merlin main engines next week.

At the same time ground teams work on flight hardware at Cape Canaveral, NASA astronauts Doug Hurley and Bob Behnken are in quarantine at their homes in Houston before they travel to the Kennedy Space Center on Wednesday aboard a NASA Gulfstream jet.

The astronauts are both veterans of two space shuttle flights, and they started working full time on NASA’s commercial crew program in 2015. In 2018, NASA assigned Hurley and Behnken to the Crew Dragon’s first flight with astronauts.

After arriving at the spaceport in Florida on May 20, the astronauts will receive mission briefings, brush up on procedures, and perform fit checks with their SpaceX-made launch and entry flight suits. They are also scheduled to take questions from reporters in a press conference Wednesday at Kennedy soon after they arrive in Florida, then in a virtual news briefing Friday, May 22. If activities next week go according to plan, the astronauts will run through a launch day dress rehearsal next Saturday, May 23.

The two-man crew will suit up and ride inside a Tesla Model X from the Operations and Checkout Building at Kennedy to launch pad 39A, where they will ride an elevator to the 265-foot-level of the pad’s fixed tower. They will then walk across SpaceX’s crew access arm to the white room, where a closeout team will help them board the capsule.

Hurley, the 53-year-old Dragon spacecraft commander, will strap into the left seat of the capsule. Behnken, 49, will take his place in the right seat for the pre-launch simulation. The “dry dress rehearsal” is meant to give the astronauts and their support teams a feel for the flow of launch day.

SpaceX’s Crew Dragon spacecraft arrives at the Falcon 9 rocket hangar at pad 39A late Friday, May 15, for integration with its launch vehicle. The Crew Dragon is setfor launch May 27 with astronauts Doug Hurley and Bob Behnken. Credit: NASA/Kim Shiflett

Amid the hardware preps and crew activities, NASA and SpaceX managers plan to convene a pair of major reviews before the Crew Dragon launch to ensure the spacecraft, the rocket, the astronauts, ground systems and the International Space Station are ready for the test flight. A Flight Readiness Review is scheduled May 21, followed by a Launch Readiness Review May 25.

“There’s still work to be done,” said Phil McAlister, head of NASA’s commercial spaceflight development mission. “We’re still finishing up some final testing. There’s still some documents we have to review.”

“The Flight Readiness Review on the 21st is a very big milestone,” McAlister said Thursday in a briefing to the NASA Advisory Council’s Human Exploration and Operations Committee. “That’s going to be when we we all get together one last time and say whether we are ready for flight. So that will be a huge, huge milestone.”

Quelle: https://spaceflightnow.com/2020/05/16/crew-dragon-capsule-meets-falcon-9-rocket-inside-launch-pad-hangar/

NASA’s Perseverance Rover Mission Getting in Shape for Launch

The Perseverance rover’s astrobiology mission will search for signs of ancient microbial life. It will also characterize the planet’s climate and geology, collect samples for future return to Earth, and pave the way for human exploration of the Red Planet. The Perseverance rover mission is part of a larger program that includes missions to the Moon as a way to prepare for human exploration of the Red Planet. Charged with returning astronauts to the Moon by 2024, NASA will establish a sustained human presence on and around the Moon by 2028 through NASA’s Artemis lunar exploration plans.

Es ist schön den Rover seit der Ankündigung 12.2012 so zu sehen. Das sind die Bilder (sehr wichtiger Meilenstein) auf die ich jahrelang immer besonders warte, ca 7 Jahre Planung und Bau hat es bis hier gedauert. Die Nasa liegt mit Perseverance sehr gut im Zeitplan. Das baldige verstauen der Sonde in der Nutzlastvergleidung, der Zusammenbau der Rakete bzw. stapeln aller Komponente und der Start sind der schönste Abschnitt. Danach tritt wieder eine Wartephase ein (ca. 6 Monate) bis zur Ankunftszeit im Jahre 2021, wo es wieder interessant und spannend wird.

Christian Dauck
Image of the underside of the Mars 2020 rover
Perseverance from Below: The rover’s descent stage was recently stacked atop the rover at Kennedy Space Center, and the two were placed in the back shell that will help protect them on their journey to Mars. Credits: NASA/JPL-Caltech. Full image and caption ›​

Stacking spacecraft components on top of each other is one of the final assembly steps before a mission launches to the Red Planet.


Engineers working on NASA’s Perseverance rover mission at the Kennedy Space Center in Florida have begun the process of placing the Mars-bound rover and other spacecraft components into the configuration they’ll be in as they ride on top of the United Launch Alliance Atlas V rocket. The launch period for the mission opens on July 17 — just 70 days from now.

Called „vehicle stacking,“ the process began on April 23 with the integration of the rover and its rocket-powered descent stage. One of the first steps in the daylong operation was to lift the descent stage onto Perseverance so that engineers could connect the two with flight-separation bolts.

When it’s time for the rover to touch down on Mars, these three bolts will be released by small pyrotechnic charges, and the spacecraft will execute the sky crane maneuver: Nylon cords spool out through what are called bridle exit guides to lower the rover 25 feet (7.6 meters) below the descent stage. Once Perseverance senses it’s on the surface, pyrotechnically-fired blades will sever the cords, and the descent stage flies off. The sky crane maneuver ensures Perseverance will land on the Martian surface free of any other spacecraft components, eliminating the need for a complex deployment procedure.

The cone-shaped back shell for NASA's Perseverance rover
Protecting NASA’s Perseverance Mars Rover: The cone-shaped back shell for NASA’s Perseverance rover mission. Credits: NASA/JPL-Caltech. Full image and caption ›

„Attaching the rover to the descent stage is a major milestone for the team because these are the first spacecraft components to come together for launch, and they will be the last to separate when we reach Mars,“ said David Gruel, the Perseverance rover assembly, test, and launch operations manager at NASA’s Jet Propulsion Laboratory in Southern California, which manages rover operations. „These two assemblies will remain firmly nestled together until they are about 65 feet [20 meters] over the surface of Mars.“

On April 29, the rover and descent stage were attached to the cone-shaped back shell, which contains the parachute and, along with the mission’s heat shield, provides protection for the rover and descent stage during Martian atmospheric entry.

Whether they are working on final assembly of the vehicle at Kennedy Space Center, testing software and subsystems at JPL or (as the majority of the team is doing) teleworking due to coronavirus safety precautions, the Perseverance team remains on track to meet the opening of the rover’s launch period. No matter what day Perseverance launches, it will land at Mars‘ Jezero Crater on Feb. 18, 2021.

Mars 2020's rocket-powered descent stage
Perseverance Rover Gets in Launch Shape: This image of the rocket-powered descent stage sitting on to of NASA’s Perseverance rover was taken in a clean room at Kennedy Space Center on April 29, 2020. Credits: NASA/JPL-Caltech. Full image and caption ›

NASA Selects Blue Origin, Dynetics, SpaceX for Artemis Human Landers

Das Starship von SpaceX hat mich nun nicht überrascht. Immerhin bringen sie voraussichtlich ende Mai, in einem Testflug wieder Astronauten zur ISS von Boden der USA, nach ca. 9 Jahren der Space Shuttle – Ära. Und erst vor wenigen Tagen hat das SpaceX-Starship erstmals einen Drucktest bei der Betankung überstanden. https://futurezone.at/science/neues-spacex-starship-besteht-wichtigen-test/400825451 bei den vorherigen 3 versuchen ist der Tank explodiert.

So ein Unternehmen schließt man doch nicht aus. War doch klar das SpaceX mit dabei ist.

Auch interessant das alle Teilnehmer das Lunar-Gateway (Mondstation im Mondorbit in ihren Konzepten für das Andocken unterstützen möchten. Außer Dynetics sind mir die anderen seit Jahren bekannt. Das wird super und ein spannender Wettbewerb zwischen den Teilnehmern. SpaceX – Fans sind schon jetzt aus dem Häuschen vor Freude.

Außer mit Raumfahrt News beschäftige ich mich auch mit den täglichen Nachrichten der Corona-Pandemie, da bin ich genauso so immer auf den aktuellen stand wie bei der Raumfahrt. Aber die meiste Zeit verbringe ich mit Serien, Anime, Filme schauen (Amazon Prime/Netflix/Wakanim) und an der Konsole Zocken.

NASA wählt Blue Art, Dynetics, SpaceX für Artemis Human Landers aus, eine Pressemitteilung der Nasa:

NASA Names Companies to Develop Human Landers for Artemis Moon Missions

Illustration of Artemis astronauts on the Moon.
Illustration of Artemis astronauts on the Moon.Credits: NASA

NASA has selected three U.S. companies to design and develop human landing systems (HLS) for the agency’s Artemis program, one of which will land the first woman and next man on the surface of the Moon by 2024. NASA is on track for sustainable human exploration of the Moon for the first time in history.

The human landing system awards under the Next Space Technologies for Exploration Partnerships (NextSTEP-2) Appendix H Broad Agency Announcement (BAA) are firm-fixed price, milestone-based contracts. The total combined value for all awarded contracts is $967 million for the 10-month base period. 

The following companies were selected to design and build human landing systems: 

  • Blue Origin of Kent, Washington, is developing the Integrated Lander Vehicle (ILV) – a three-stage lander to be launched on its own New Glenn Rocket System and ULA Vulcan launch system. 
  • Dynetics (a Leidos company) of Huntsville, Alabama, is developing the Dynetics Human Landing System (DHLS) – a single structure providing the ascent and descent capabilities that will launch on the ULA Vulcan launch system. 
  • SpaceX of Hawthorne, California, is developing the Starship – a fully integrated lander that will use the SpaceX Super Heavy rocket. 

“With these contract awards, America is moving forward with the final step needed to land astronauts on the Moon by 2024, including the incredible moment when we will see the first woman set foot on the lunar surface,” said NASA Administrator Jim Bridenstine. “This is the first time since the Apollo era that NASA has direct funding for a human landing system, and now we have companies on contract to do the work for the Artemis program.”   

NASA has selected three American companies – Blue Origin, Dynetics and SpaceX – to design and develop human landing systems for the Artemis program. With these awards, NASA is on track to land the next astronauts on the lunar surface by 2024, and establish sustainable human exploration of the Moon by the end of the decade.
Credits: NASA

Fifty years ago, NASA’s Apollo Program proved it is possible to land humans on the Moon and return them safely to Earth. When NASA returns to the Moon in four years with the Artemis program, it will go in a way that reflects the world today – with government, industry, and international partners in a global effort to build and test the systems needed for challenging missions to Mars and beyond. 

“We are on our way.” said Douglas Loverro, NASA’s associate administrator for Human Explorations and Operations Mission Directorate in Washington. “With these awards we begin an exciting partnership with the best of industry to accomplish the nation’s goals. We have much work ahead, especially over these next critical 10 months. I have high confidence that working with these teammates, we will succeed.”  

NASA’s commercial partners will refine their lander concepts through the contract base period ending in February 2021. During that time, the agency will evaluate which of the contractors will perform initial demonstration missions. NASA will later select firms for development and maturation of sustainable lander systems followed by sustainable demonstration missions. NASA intends to procure transportation to the lunar surface as commercial space transportation services after these demonstrations are complete. During each phase of development, NASA and its partners will use critical lessons from earlier phases to hone the final concepts that will be used for future lunar commercial services.

„I am confident in NASA’s partnership with these companies to help achieve the Artemis mission and develop the human landing system returning us to the Moon“ said Lisa Watson-Morgan, HLS program manager at NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama. „We have a history of proven lunar technical expertise and capabilities at Marshall and across NASA that will pave the way for our efforts to quickly and safely land humans on the Moon in 2024.” 

NASA experts will work closely with the commercial partners building the next human landing systems, leveraging decades of human spaceflight experience and the speed of the commercial sector to achieve a Moon landing in 2024.   

The HLS program manager will assign NASA personnel to support the work of each contractor, providing direct, in-line expertise to the companies as requested in their proposals (e.g., design support, analysis, testing). The HLS program will also perform advanced development and risk reduction activities, working in parallel to better inform the approach for the 2024 mission and the necessary maturation of systems for the future sustaining architecture. 

Charged with returning to the Moon in the next four years, NASA’s Artemis program will reveal new knowledge about the Moon, Earth, and our origins in the solar system. The human landing system is a vital part of NASA’s deep space exploration plans, along with the Space Launch System (SLS) rocket, Orion spacecraft, and Gateway. 

NASA is returning to the Moon for scientific discovery, economic benefits, and inspiration for a new generation. Working with its partners throughout the Artemis program, the agency will fine-tune precision landing technologies and develop new mobility capabilities that allow robots and crew to travel greater distances and explore new regions of the Moon. On the surface, the agency has proposed building a new habitat and rovers, testing new power systems and much more to get ready for human exploration of Mars. 

Learn more about each HLS concept:

NASA Selects Blue Origin, Dynetics, SpaceX for Artemis Human Landers

NASA announced that three U.S. companies will develop the human landers that will land astronauts on the Moon beginning in 2024 as part of the Artemis program. These human landers are the final piece of the transportation chain required for sustainable human exploration of the Moon, which includes the Space Launch System rocket, Orion spacecraft, and the Gateway outpost in lunar orbit. 

The awardees for NASA’s Human Landing System contracts are Blue Origin of Kent, Washington, Dynetics (a Leidos company) of Huntsville, Alabama, and SpaceX of Hawthorne, California. These teams offered three distinct lander and mission designs, which will drive a broader range of technology development and, ultimately, more sustainability for lunar surface access. 

The agency is planning crewed demonstration missions to the lunar surface beginning in 2024. The initial demonstration missions represent a return to the Moon for the first time since 1972, but with several key differences, including the use of 21st century technologies and access to more parts of the Moon. Later sustainable demonstration missions will make full use of the Gateway-enabled capabilities, including refueling and reuse of all or parts of the lander. This approach allows NASA and industry to combine their respective expertise and capabilities into tightly collaborative partnerships needed to meet this challenge before achieving a regular cadence of missions using commercial services contracts later in the decade.

“This is the model we’ve used for commercial cargo, commercial crew, and Commercial Lunar Payload Services,” said Marshall Smith, director of human lunar exploration programs at NASA Headquarters in Washington, referring to the precursor development and demonstration activities like COTSCCiCAP, and Lunar CATALYST, respectively. “We’ve proven that an early study and refinement phase, followed by demonstrations, then by services contracts is an effective approach to commercial development for space transportation services for which NASA hopes to be just one of several customers.”  

To start, the companies will begin work in an approximate 10-month base period outlined in the NextSTEP-2 Appendix H BAA. During the base period, NASA teams will be embedded with the companies to help streamline the review of required deliverables to NASA and to impart expertise that the agency has acquired over the last 60 years of human spaceflight systems development.  

“NASA has a proven track record for landing people and cargo on other planetary surfaces,” said Lisa Watson-Morgan, Human Landing System program manager at NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville. “It’s an amazing time to be with NASA partnering with U.S. Industry and our focused goals of landing humans on the Moon by 2024.” 

The concepts are outlined below in alphabetical order.  

Blue Origin 

Blue Origin is the prime contractor for the National Team that includes Lockheed Martin, Northrop Grumman, and Draper. Their Integrated Lander Vehicle (ILV) is a three-stage lander that harnesses the proven spaceflight heritage of each team.  

Artist concept of the Blue Origin National Team crewed lander on the surface of the Moon.
Artist concept of the Blue Origin National Team crewed lander on the surface of the Moon.Credits: Blue Origin

Blue Origin will build the descent element which is powered by BE-7 cryogenic engines three years in private development, with cryogenic technologies now under Tipping Point support. Lockheed will build the ascent element that includes the crew cabin, which will have significant commonality with Orion. Northrop Grumman will build the transfer element based largely on its Cygnus cargo module that services the International Space Station. Northrop Grumman is also leading development of a future refueling element for a sustainable lander demonstration. Draper will provide the guidance, navigation and control, avionics, and software systems that draw largely on similar systems the company has developed for NASA.  

In their proposal, the National Team outlines a plan in which the ILV can dock with either Orion or the Gateway to await crew arrival. The Blue Origin National Team’s elements for the Human Landing System can be launched individually on commercial rockets or combined to launch on NASA’s Space Launch System.

Dynetics 

Dynetics proposed a robust team with more than 25 subcontractors specializing in both the larger elements and the smaller system-level components of the Dynetics Human Landing System. The large team capitalizes on Dynetics’ experience as an integrator on military and defense contracts with large subcontractor teams.  

Artist concept of the Dynetics Human Landing System on the surface of the Moon.
Artist concept of the Dynetics Human Landing System on the surface of the Moon.Credits: Dynetics

The Dynetics Human Landing System concept includes a single element providing the ascent and descent capabilities, with multiple modular propellant vehicles prepositioned to fuel the engines at different points in the mission. The crew cabin sits low to the surface, enabling a short climb for astronauts entering, exiting, or transporting tools and samples. The DHLS systems supports both docking with Orion and with Gateway, and will get a fuel top-off before descending to the surface. After the surface expedition, the entire vehicle will return  for crew transfer back to Orion.  

The Dynetics Human Landing System is rocket-agnostic, capable of launching on a number of commercial rockets.  

SpaceX 

Starship is a fully reusable launch and landing system designed for travel to the Moon, Mars, and other destinations. The system leans on the company’s tested Raptor engines and flight heritage of the Falcon and Dragon vehicles. Starship includes a spacious cabin and two airlocks for astronaut moonwalks.  

Artist concept of the SpaceX Starship on the surface of the Moon.
Artist concept of the SpaceX Starship on the surface of the Moon.Credits: SpaceX

Several Starships serve distinct purposes in enabling human landing missions, each based on the common Starship design. A propellant storage Starship will park in low-Earth orbit to be supplied by tanker Starships. The human-rated Starship will launch to the storage unit in Earth orbit, fuel up, and continue to lunar orbit.   

SpaceX’s Super Heavy rocket booster, which is also powered by Raptor and fully reusable, will launch Starship from Earth. Starship is capable of transporting crew between Orion or Gateway and the lunar surface. 

Forward to the Moon

“We are thrilled to see the variety of approaches from these companies,” said Watson-Morgan. “Beyond our goal to return humans to the Moon by 2024, this accelerated development will boost advances in critical systems for all lander types, human and robotic.”  

NASA got a jump-start in some of those advanced systems through work completed under NextSTEP-2 Appendix E. Eleven U.S. companies provided studies, demonstrations and prototypes under Appendix E, revealing new concepts to address cryogenic fluid management, in-space propellant transfer, and precision landing and hazard avoidance systems.  

When NASA sends astronauts to the surface of the Moon in 2024, it will be the first time  generations of people will witness humans walking on another planetary body, outside of watching historical footage from Apollo. Building on these footsteps, future robotic and human explorers will put infrastructure in place for a long-term sustainable presence on the Moon. 

To learn more about NASA’s Moon to Mars campaign, visit:

www.nasa.gov/topics/moon-to-mars

Nasa: Fortschritte am Mars-Rover Perseverance

Die arbeiten am Mars-Rover gehen gut voran: Namen (von mir und anderen) wurden angebracht, der Marshubrschauber angebracht, sowie der Skycran betankt… Auch bei der Öffenlichkeitsarbeit lässt sich die Nasa nicht lumpen: Mit Bildern und Videos von öffnenden Fallschirmen, der Landung allgemein, abfeuern der Bremsraketen, sowie allen möglichen Geräuschen bei der Landung, wird die Weltöffentlichkeit erstmals neue einblicke sehen und hören können, die es so vorher noch nie gab anstatt einer Computeranimation von der Landung.

Mit der Startphase des Mars 2020 Perseverance Rovers der NASA in 14 Wochen werden die letzten Vorbereitungen für das Raumschiff im Kennedy Space Center in Florida fortgesetzt. In der vergangenen Woche hat das Team für Montage-, Test- und Startvorgänge wichtige Meilensteine ​​erreicht, die Abstiegseinheit – auch als Skycran bekannt – mit Treibstoff befüllt und den Mars-Hubschrauber angebracht……

Mars Helicopter Attached to NASA’s Perseverance Rover

The Mars Helicopter attached to the belly of NASA's Perseverance
Mars Helicopter and Perseverance Rover: The Mars Helicopter, visible in lower center of the image, was attached to the belly of NASA’s Perseverance rover at Kennedy Space Center on April 6, 2020. The helicopter will be deployed onto the Martian surface about two-and-a-half months after Perseverance lands. Credit: NASA/JPL-Caltech. Download image ›

The team also fueled the rover’s sky crane to get ready for this summer’s history-making launch.


With the launch period of NASA’s Mars 2020 Perseverance rover opening in 14 weeks, final preparations of the spacecraft continue at the Kennedy Space Center in Florida. In the past week, the assembly, test and launch operations team completed important milestones, fueling the descent stage — also known as the sky crane — and attaching the Mars Helicopter, which will be the first aircraft in history to attempt power-controlled flight on another planet.

Over the weekend, 884 pounds (401 kilograms) of hydrazine monopropellant were loaded into the descent stage’s four fuel tanks. As the aeroshell containing the descent stage and rover enter the Martian atmosphere on Feb. 18, 2021, the propellant will be pressure-fed through 120 feet (37 meters) of stainless steel and titanium tubing into eight Mars landing engines. The engines‘ job: to slow the spacecraft, which will be traveling at about 180 mph (80 meters per second) when it’s 7,200 feet (2,200 meters) in altitude, to 1.7 mph (0.75 meters per second) by the time it’s about 66 feet (20 meters) above the surface.

Maintaining this rate of descent, the stage will then perform the sky crane maneuver: Nylon cords spool out to lower the rover 25 feet (7.6 meters) below the descent stage; When the spacecraft senses touchdown at Jezero Crater, the connecting cords are severed and the descent stage flies off.

Terrain Relative Navigation
NASA’s Mars 2020 mission will have an autopilot that helps guide it to safer landings on the Red Planet. Credits: NASA/JPL-Caltech. Read more ›

„The last hundred days before any Mars launch is chock-full of significant milestones,“ said David Gruel, the Mars 2020 assembly, test and launch operations manager at JPL. „Fueling the descent stage is a big step. While we will continue to test and evaluate its performance as we move forward with launch preparations, it is now ready to fulfill its mission of placing Perseverance on the surface on Mars.“

The Helicopter

After the descent stage fueling, the system that will deliver the Mars Helicopter to the surface of the Red Planet was integrated with Perseverance. The helicopter, which weighs 4 pounds (1.8 kilograms) and features propellers 4 feet (1.2 meters) in diameter, is cocooned within the delivery system. In one of the first steps in the day-long process on April 6, technicians and engineers made 34 electrical connections between the rover, the helicopter and its delivery system on the rover’s belly. After confirming data and commands could be sent and received, they attached the delivery system to the rover.

Finally, the team confirmed the helicopter could receive an electrical charge from the rover. Before being deployed onto the surface of Jezero Crater, the Mars Helicopter will rely on the rover for power. Afterward, it will generate its own electrical power through a solar panel located above its twin counter-rotating propellers.

The Mars Helicopter attached to the Perseverance rover.
Mars Helicopter Aboard Perseverance: The Mars Helicopter and its Mars Helicopter Delivery System were attached to the Perseverance Mars rover at Kennedy Space Center on April 6, 2020. The helicopter will be deployed about two-and-a-half months after Perseverance lands. Credits: NASA/JPL-Caltech. Download image ›

The helicopter will remain encapsulated on the rover’s belly for the next year and will be deployed around the beginning of May — roughly two-and-a-half months after Perseverance’s landing. Once the rover drives about 330 feet (100 meters) away and the helicopter undergoes an extensive systems check, it will execute a flight-test campaign for up to 30 days.

The Perseverance rover is a robotic scientist weighing 2,260 pounds (1,025 kilograms). It will search for signs of past microbial life, characterize the planet’s climate and geology, collect samples for future return to Earth and pave the way for human exploration of the Red Planet. No matter what day Perseverance launches during its July 17-Aug. 5 launch period, it will land on Mars‘ Jezero Crater on Feb. 18, 2021.

The Mars 2020 Perseverance rover mission is part of a larger program that includes missions to the Moon as a way to prepare for human exploration of the Red Planet. Charged with returning astronauts to the Moon by 2024, NASA will establish a sustained human presence on and around the Moon by 2028 through NASA’s Artemis lunar exploration plans.

For more information about the mission, go to:

https://mars.nasa.gov/mars2020/

For more about NASA’s Moon to Mars plans, visit:

https://www.nasa.gov/topics/moon-to-mars

Entry, Descent, and Landing Technologies

Mars 2020 verfügt über eine Reihe von Kameras, mit denen Ingenieure verstehen können, was während eines der riskantesten Teile der Mission geschieht: Einfahrt, Abstieg und Landung. Der Perseverance Rover basiert stark auf dem erfolgreichen Missionsdesign von Curiosity, aber Mars 2020 erweitert das Design des Raumfahrzeugs um mehrere Abstiegskameras.

Die Kamerasuite umfasst: Fallschirm-Up-Look-Kameras, eine Down-Stage-Down-Look-Kamera, eine Rover-Up-Look-Kamera und eine Rover-Down-Look-Kamera. Das Mars 2020 EDL-System enthält auch ein Mikrofon zur Erfassung von Geräuschen während der EDL, z. B. das Abfeuern von Abstiegsmotoren. Niemand hat jemals eine Fallschirmöffnung in der Marsatmosphäre gesehen, bei der der Rover an die Oberfläche gesenkt wurde…..

The Mars 2020 rover mission has major new technologies that improve entry, descent, and landing: Range TriggerTerrain-Relative NavigationMEDLI2, and its EDL cameras and microphone.

Range Trigger

Range Trigger for smaller, more accurate landing ellipses.

The Range Trigger technique shrinks the Mars 2020 rovers landing ellipse significantly, landing the rover closer to the target area of scientific interest. This example shows Mars 2020’s ellipse in relationship to Mars rover Curiosity’s landing ellipse. Mars 2020 will be landing in a different location. Credit: NASA/JPL-Caltech.
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A Major Improvement in Landing Accuracy

It’s hard to land on Mars, and even harder to land a rover close to its prime scientific target. Previous rovers have landed in the general vicinity of areas targeted for study, but precious weeks and months can be used up just traveling to a prime target. The Mars 2020 mission team is working on a strategy to put the rover on the ground closer to its prime target than was ever before possible. The Range Trigger technology reduces the size of the landing ellipse (an oval-shaped landing area target) by more than 50%. The smaller ellipse size allows the mission team to land at some sites where a larger ellipse would be too risky given they would include more hazards on the surface. That gives scientists access to more high priority sites with environments that could have supported past microbial life.

Range Trigger – It’s All About Timing

The key to the new precision landing technique is choosing the right moment to pull the „trigger“ that releases the spacecraft’s parachute. „Range Trigger“ is the name of the technique that Mars 2020 uses to time the parachute’s deployment. Earlier missions deployed their parachutes as early as possible after the spacecraft reached a desired velocity. Instead of deploying as early as possible, Mars 2020’s Range Trigger deploys the parachute based on the spacecraft’s position relative to the desired landing target. That means the parachute could be deployed early or later depending on how close it is to its desired target. If the spacecraft were going to overshoot the landing target, the parachute would be deployed earlier. If it were going to fall short of the target, the parachute would be deployed later, after the spacecraft flew a little closer to its target.

Shaving Time Off the Commute

The Range Trigger strategy could deliver the Mars 2020 Perseverance rover a few miles closer to the exact spot in the landing area that scientists most want to study. It could shave off as much as a year from the rover’s commute to its prime work site.Another potential advantage of testing the Range Trigger is that it would reduce the risk of any future Mars Sample Return mission, because it would help that mission land closer to samples cached on the surface.

Terrain-Relative Navigation

Mars 2020 Rover - new landing technique

Terrain-Relative Navigation is an innovative entry, descent, and landing technology that allows the rover to detect tricky terrain and divert itself to a safer landing area. Credit: NASA/JPL-Caltech.
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Terrain-Relative Navigation helps us land safely on Mars – especially when the land below is full of hazards like steep slopes and large rocks!

How Terrain-Relative Navigation Works

  • Orbiters create a map of the landing site, including known hazards.
  • The rover stores this map in its computer „brain.“
  • Descending on its parachute, the rover takes pictures of the fast approaching surface.
  • To figure out where it’s headed, the rover quickly compares the landmarks it „sees“ in the images to its onboard map.
  • If it’s heading toward dangerous ground up to about 985 feet (300 meters) in diameter (about the size of two professional baseball fields side by side), the rover can change direction and divert itself toward safer ground.

Why Terrain-Relative Navigation is Important

Terrain-Relative Navigation is critical for Mars exploration. Some of the most interesting places to explore lie in tricky terrain. These places have special rocks and soils that might preserve signs of past microbial life on Mars!

Until now, many of these potential landing sites have been off-limits. The risks of landing in challenging terrain were much too great. For past Mars missions, 99% of the potential landing area (the landing ellipse) had to be free of hazardous slopes and rocks to help ensure a safe landing. Using terrain relative navigation, the Mars 2020 rover can land in more – and more interesting! – landing sites with far less risk.

How Terrain-Relative Navigation Improves Entry, Descent, & Landing

Terrain-Relative Navigation significantly improves estimates of the rover’s position relative to the ground. Improvements in accuracy have a lot to do with when the estimates are made.

In prior missions, the spacecraft carrying the rover estimated its location relative to the ground before entering the Martian atmosphere, as well as during entry, based on an initial guess from radiometric data provided through the Deep Space Network. That technique had an estimation error prior to EDL of about 0.6 – 1.2 miles (about 1-2 kilometers), which grows to about (2 – 3 kilometers) during entry.

Using Terrain-Relative Navigation, the Perseverance rover will estimate its location while descending through the Martian atmosphere on its parachute. That allows the rover to determine its position relative to the ground with an accuracy of about 200 feet (60 meters) or less.It takes two things to reduce the risks of entry, descent, and landing: accurately knowing where the rover is headed and an ability to divert to a safer place when headed toward tricky terrain.

MEDLI2

Improving Models of the Martian Atmosphere for Robotic and Future Human Missions to Mars.

MEDLI2 is a next-generation sensor suite for entry, descent, and landing (EDL). MEDLI2 collects temperature and pressure measurements on the heat shield and afterbody during EDL.

MEDLI2 is based on an instrument flown on NASA’s Mars Science Laboratory (MSL) mission. MEDLI stands for „MSL Entry, Descent, and Landing Instrumentation.“ The original only collected data from the heat shield. MEDLI2 can collect data from the heat shield and from the afterbody as well.This data helps engineers validate their models for designing future entry, descent, and landing systems. Entry, descent, and landing is one of the most challenging times in any landed Mars mission. Atmospheric data from MEDLI2 and MEDA, the rover’s surface weather station, can help scientists and engineers understand atmospheric density and winds. The studies are critical for reducing risks to both robotic and future human missions to Mars.

Entry, Descent, and Landing (EDL) Cameras and Microphone

Unprecedented Visibility into Mars Landings

Mars 2020 has a suite of cameras that can help engineers understand what is happening during one of the riskiest parts of the mission: entry, descent, and landing. The Perseverance rover is based heavily on Curiosity’s successful mission design, but Mars 2020 adds multiple descent cameras to the spacecraft design.

The camera suite includes: parachute „up look“ cameras, a descent-stage „down look“ camera, a rover „up look“ camera, and a rover „down look“ camera. The Mars 2020 EDL system also includes a microphone to capture sounds during EDL, such as the firing of descent engines.

A First-Person View of Landing on Mars

In addition to providing engineering data, the cameras and microphone can be considered „public engagement payloads.“ They are likely to give people on Earth a good and dramatic sense of the ride down to the surface! Memorable videos depicting EDL’s „Seven Minutes of Terror for the 2012 landing of NASA’s Curiosity Mars rover went viral online, but used computer-generated animations. No one has ever seen a parachute opening in the Martian atmosphere, the rover being lowered down to the surface of Mars on a tether from its descent stage, the bridle between the two being cut, and the descent stage flying away after rover touchdown!

10.9 Million Names Now Aboard NASA’s Perseverance Mars Rover

Auch die Namen: von mir und allen anderen auf der Welt wurden bereits installiert

A placard commemorating NASA's "Send Your Name to Mars" campaign was installed on the Persevarnce Mars rover
‚Send Your Name‘ Placard Attached to Perseverance: A placard commemorating NASA’s „Send Your Name to Mars“ campaign was installed on the Persevarnce Mars rover. Three silicon chips (upper left corner) were stenciled with 10,932,295 names and the essays from 155 finalists in NASA’s „Name the Rover“ contest.Credit: NASA/JPL-Caltech. Full image and caption ›

As part of NASA’s ‚Send Your Name to Mars‘ campaign, they’ve been stenciled onto three microchips along with essays from NASA’s ‚Name the Rover‘ contest. Next stop: Mars.


NASA’s „Send Your Name to Mars“ campaign invited people around the world to submit their names to ride aboard the agency’s next rover to the Red Planet. Some 10,932,295 people did just that. The names were stenciled by electron beam onto three fingernail-sized silicon chips, along with the essays of the 155 finalists in NASA’s „Name the Rover“ contest. The chips were then were attached to an aluminum plate on NASA’s Perseverance Mars rover at Kennedy Space Center in Florida on March 16. Scheduled to launch this summer, Perseverance will land at Jezero Crater on Feb. 18, 2021.

The three chips share space on the anodized plate with a laser-etched graphic depicting Earth and Mars joined by the star that gives light to both. While commemorating the rover that connects the two worlds, the simple illustration also pays tribute to the elegant line art of the plaques aboard the Pioneer spacecraft and golden records carried by Voyagers 1 and 2. Affixed to the center of the rover’s aft crossbeam, the plate will be visible to cameras on Perseverance’s mast.

Perseverance rover at Kennedy Space Center
Perseverance Rover at Cape: Top center: The plate on the aft crossbeam of NASA’s Mars Perseverance rover — seen here on March 16, 2020, at NASA’s Kennedy Space Center— carries 10,932,295 names submitted by people during NASA’s „Send Your Name to Mars“ campaign and essays of the 155 finalists in the „Name the Rover“ contest. Credit: NASA/JPL-Caltech. Full image and caption ›

Currently, the coronavirus has not impacted the Mars Perseverance rover launch schedule. The installation was one of numerous recent activities performed by the Perseverance assembly, test and launch operations team. On March 21, the team began reconfiguring the rover so it can ride atop the Atlas V rocket. Steps included stowing the robotic arm, lowering and locking in place the remote sensing mast and high-gain antenna, and retracting its legs and wheels.

The Perseverance rover is a robotic scientist weighing just under 2,300 pounds (1,043 kilograms). It will search for signs of past microbial life, characterize Mars‘ climate and geology, collect samples for future return to Earth, and help pave the way for human exploration of the Red Planet.

InSight: Mars bebt wie Schwäbische Alb

Der Mars bebt wie die Schwäbische Alb. Erste Ergebnisse der Mission InSight und ein neuer Plan für den Marsmaulwurf. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/01/20200224_der-mars-bebt-wie-die-schwaebische-alb.html

NASA/JPL-Caltech

Die NASA-Sonde InSight auf dem Mars.
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

24. Februar 2020 – Der Mars ist ein seismisch aktiver Planet. Er bebt mehrmals täglich: zwar nicht besonders stark, aber doch deutlich messbar. Dies ist eines von vielen Ergebnissen der Auswertung von Messdaten der NASA-Landesonde InSight, die seit 2019 als geophysikalisches Observatorium auf der Marsoberfläche steht. In einer Serie von sechs Fachaufsätzen in den Fachmagazinen Nature Geoscience und Nature Communications, zu denen auch acht Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zahlreiche Beiträge geleistet haben, werden das Wetter und die atmosphärische Dynamik an der Landestelle, ihre geologische Umgebung, die Struktur der Marskruste so wie die Beschaffenheit und Eigenschaften der planetaren Oberfläche beschrieben.

Mit dem Seismometer SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure), einem Experiment in der Verantwortung der französischen Weltraumagentur CNES, konnten von Februar bis September 2019 insgesamt 174 seismische Ereignisse aufgezeichnet werden. 20 dieser Marsbeben hatten eine Magnitude von 3 bis 4. Beben dieser Stärke entsprechen schwachen Beben, wie sie auf der Erde immer wieder inmitten von Kontinentalplatten auftreten, in Deutschland beispielsweise am Südrand der Schwäbischen Alb. Obwohl nur eine einzige Messstation zur Verfügung steht, konnte mit Hilfe von Modellen zur Wellenausbreitung im Marsboden der wahrscheinliche Herd zweier dieser Beben ermittelt werden: Er liegt in der Region Cerberus Fossae, einem jungen vulkanischen Gebiet etwa 1700 Kilometer östlich vom Landeplatz.

NASA/JPL-Caltech/CNES/IPGP

SEIS-Experiment zur Aufzeichnung von Marsbebenwellen.
(Bild: NASA/JPL-Caltech/CNES/IPGP)

„Wegen der höheren Schwerkraft konnte SEIS auf der Erde nur eingeschränkt getestet werden. Wir sind alle begeistert davon, wie empfindlich es tatsächlich ist“, freut sich Dr. Martin Knapmeyer vom DLR-Institut für Planetenforschung, der an der Auswertung der Daten von SEIS beteiligt ist. „Wir sehen auf dem Mars bisher eine seismische Aktivität, die deutlich stärker ist als die des Mondes. Das hatten wir auch so erwartet. Wie viel stärker sie tatsächlich ist und ob es auch stärkere Marsbeben als solche der Magnitude 4 gibt, wird sich im weiteren Verlauf der Mission noch herausstellen“, so die Einschätzung des DLR-Geophysikers. Aber schon heute können wichtige neue Aussagen zum inneren Aufbau das Planeten getroffen werden: „Ähnlich wie auf dem Mond scheint die Kruste bis in eine Tiefe von einigen Kilometern stark zerrüttet zu sein – dennoch ähneln die seismischen Signale mehr denen, die wir auf der Erde registrieren als denen, die wir vom Mond kennen. Vieles muss also noch verstanden werden. So können wir bei einigen Marsbeben nicht erklären, wodurch sie entstehen. Da betreten wir wissenschaftliches Neuland.“

Die Mission wird noch mindestens das ganze Jahr 2020 fortgeführt und liefert kontinuierlich weitere Daten. „Bisher haben wir noch keine Meteoriteneinschläge registriert. Allerdings war im Voraus klar, dass wir während der Missionsdauer nur mit einzelnen Einschlägen rechnen können.“

NASA/USGS/MOLA; DLR (nach Giardini et al., 2020)

InSight lokalisiert Marsbeben in der Region Cerberus Fossae.
(Bild: NASA/USGS/MOLA; DLR (nach Giardini et al., 2020))

InSight misst den „Puls“ des Roten Planeten
Es ist das erste Mal, dass ein Experiment zur Erfassung von Marsbeben auf unserem Nachbarplaneten solche Daten in größerem Umfang und über einen längeren Zeitraum liefert. Nach dem Mond ist der Mars erst der zweite Himmelskörper neben der Erde, auf dem natürliche Beben registriert wurden. Zwar wurde auch auf den ersten Sonden auf dem Mars, den Landeplätzen der legendären Sonden Viking 1 und 2, die im Juli 1976 gelandet waren, Instrumente für seismische Messungen eingesetzt. Diese befanden sich allerdings nicht direkt auf der Marsoberfläche, sondern auf der Landeplattform und lieferten nur „verrauschte“ Ergebnisse, die wegen störender Begleitsignale vor allem durch Wind nicht besonders aussagekräftig waren. Nach ihrem Start am 5. Mai 2018 landete InSight am 26. November desselben Jahres in der Ebene Elysium Planum, viereinhalb Grad nördlich des Äquators und 2.613 Meter unterhalb des Referenzniveaus auf dem Mars.

ESA/DLR/FU Berlin

Cerberus Fossae, von Vulkanismus und Tektonik geprägt.
(Bild: ESA/DLR/FU Berlin)

„Homestead Hollow“,– so taufte das InSight-Team die Landestelle, wobei homestead im Englischen eine Heimstätte (jetzt für InSight) bezeichnet und „hollow“ die geologische Bezeichnung für alte, von Sand und Staub gefüllte, flache und stark erodierte Krater ist. Homestead Hollow hat einen Durchmesser von 25 Metern. Die weitere Umgebung von InSight ist geologisch nicht besonders aufregend, aber genau das war eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der Landestelle: flach, eben, so wenig Felsen und Steine wie möglich. Die ganze Region besteht aus erstarrten Lavaströmen, die vor zweieinhalb Milliarden Jahren erstarrt sind und in der Folgezeit durch Meteoriteneinschläge und Verwitterung zu sogenanntem „Regolith“ zerkleinert wurde. Vermutlich gibt es bis in mindestens drei Meter Tiefe keine größeren Felsbrocken.

Magnetfeld überrascht
InSight, eine Mission der Discovery-Klasse der NASA, ist das erste rein geophysikalische Observatorium auf einem anderen Himmelskörper im Sonnensystem. Hauptziel ist die Untersuchung von Aufbau und Struktur des Mars, seiner thermischen Entwicklung und seinem jetzigen inneren Zustand und der aktuellen seismischen Aktivität. Kräfte und Energien im Inneren eines planetaren Körpers „steuern“ gewissermaßen über Jahrmilliarden die geologischen Prozesse, deren Ergebnisse an der Oberfläche sichtbar sind, beispielsweise Vulkanismus und tektonische Brüche in der starren Kruste. Mit SEIS und der vom DLR beigestellten Geothermiesonde HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package) sowie einem ganzen Paket von unterstützenden Instrumenten (APSS – die Auxiliary Payload Sensor Suite, bestehend aus Barometer, Windmessgerät, Magnetometer, zwei Kameras, dem HP³-Radiometer sowie RISE, dem Rotation and Interior Structure Experiment) nimmt InSight gewissermaßen den „Puls“ des Roten Planeten, misst Ungleichmäßigkeiten in seiner täglichen Rotation und zeichnet atmosphärische Parameter sowie das Wetter, an der Landestelle auf.

Ein überraschendes Ergebnis war beispielsweise die Beobachtung, dass lokal ein Magnetfeld gemessen wurde, das zehnmal stärker ist, als es durch Beobachtungen aus dem Marsorbit vorhergesagt wurde. Dieses Magnetfeld wird durch magnetisierte Minerale im Gestein erzeugt. Die Magnetisierung stammt letztlich von einem planetenweiten Magnetfeld aus der Frühgeschichte des Mars.

Der „bewegte“ Tag eines Seismometers auf dem Mars
Noch vor dem Jahreswechsel 2018/2019 wurde das SEIS-Experiment auf der Marsoberfläche abgesetzt und nahm, geschützt vor Wind und Wetter durch seine charakteristische über das Instrument gestülpte Kuppel (genannt „Käseglocke“) sowie perfekt horizontal ausgerichtet durch ein am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen entwickeltes Nivellierungssystem, im Februar 2019 den Routine-Messbetrieb auf. Das Experiment ist so empfindlich, dass nahezu jedwede kleine Veränderung an der Landestelle als Signal aufgezeichnet wird: Bewegungen des Roboterarms, Windböen, durch die Temperaturunterschiede hervorgerufener thermaler „Stress“ im Lander, oder natürlich auch die Erschütterungen des hämmernden Marsmaulwurfs direkt nebenan. SEIS kann Erschütterungen wahrnehmen, die den Marsboden vor Ort um weniger als die Größe eines Wasserstoffatoms auslenken. Aus diesem Grund wurden der tägliche Wetterverlauf, insbesondere die Aktivität des Windes und die extremen Schwankungen der Temperaturen im Tag- und Nacht-Rhythmus sowie die Erschütterungen durch den Hammer-Mechanismus des DLR-Experiments HP³ analysiert.

DLR (CC-BY 3.0)

Tägliche Temperaturschwankungen an der InSight-Landestelle.
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))

„Wir haben es an der Landestelle mit viel größeren Temperaturunterschieden als auf der Erde zu tun“, erklärt Dr. Nils Müller vom DLR-Institut für Planetenforschung, der die Wärmestrahlung vom Boden mit Hilfe des HP³-Radiometerexperiments analysiert hat. „Mittags erwärmt hier, nahe dem Marsäquator, die hochstehende Sonne den feinen Sand an der Oberfläche auf Temperaturen die an den meisten Tagen über dem Gefrierpunkt liegen, während die dünne Luft 10 bis 20 Grad Celsius kälter bleibt. Nachts sinken die Temperaturen aber dann bis auf minus 90 Grad Celsius und tiefer“. Tagsüber entwickelt sich infolge der Temperaturzunahme immer ein ganz charakteristisches Wettermuster mit auffrischenden und nachmittags wieder nachlassenden Winden.

Sogar die Spuren kleiner Windhosen haben die Wissenschaftler am Boden identifiziert, nachdem ihr Verlauf vom NASA-Orbiter MAVEN aus der Umlaufbahn aufgezeichnet wurde. Diese Windhosen können sogar den Marsboden ein wenig anheben, was vom Seismometer registriert wird. Das erlaubt Rückschlüsse auf Materialeigenschaften im unmittelbaren Untergrund. Nachts beruhigt sich das Wetter merklich, so dass das beste Zeitfenster für die Registrierung entfernter Marsbeben in der ersten Nachthälfte liegt, weil praktisch kein atmosphärisches Rauschen das Experiment beeinträchtigt.

HP³ liefert Ergebnisse und der Marsmaulwurf bekommt Hilfe von oben
In die bisherige wissenschaftliche Bestandsaufnahme fließen auch Messungen und Beobachtungen des DLR-Experiments HP³ ein, wie beispielsweise die Radiometerdaten und die vom bisherigen Experimentverlauf abgeleiteten Bodeneigenschaften, wobei das Hämmern des Marsmaulwurfs unter anderem als seismische Quelle zur Analyse der oberen Bodenschicht diente. Allerdings war es bisher nicht möglich, mit der selbsthämmernden Thermalsonde tiefer als 38 Zentimeter in den dortigen Marsboden mit seinen auch für den Mars ungewöhnlichen Eigenschaften einzudringen.

NASA/JPL-Caltech

Nächster Versuch der DLR-Thermalsonde HP³.
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Im Herbst 2019 schien das Experiment auf einem guten Weg zu sein: Dem Marsmaulwurf konnte durch die Greifarm-Schaufel ein seitlicher Halt gegeben werden, was die für das Vordringen notwendige Reibung bereitstellte. „Nachdem der Maulwurf fast vollständig im Marsboden war, kam er wieder ein Stück aus dem Boden heraus. Mittlerweile ist er mit wiederholtem seitlichen Druck des Greifarms wieder ein Stück tiefer in den Boden vorgedrungen mit einer zuletzt erneuten leichteren Rückwärtsbewegung“, erklärt der wissenschaftliche Leiter des HP³-Experiments Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung den bisherigen Verlauf. „Nun wollen wir in den kommenden Wochen durch Druck des Greifarms von oben effektiver helfen.“ Wissenschaftler des DLR und zahlreiche Techniker und Ingenieure am Jet Propulsion Laboratory (JPL) arbeiten seit Monaten akribisch mit dem Maulwurf auf dem Mars sowie mit Simulationen, Modellen und Tests auf der Erde an einer Lösung. Im Blog erklärt Prof. Tilman Spohn die aktuelle Situation und die Möglichkeiten mit dem Marsmaulwurf doch noch tiefer in den Boden vorzudringen.

Das HP³-Instrument auf der NASA-Mission InSight
Die Mission InSight wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien, im Auftrag des Wissenschaftsdirektorats der NASA durchgeführt. InSight ist eine Mission des NASA-Discovery-Programms. Das DLR steuert zur Mission das Experiment HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package) bei. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim DLR-Institut für Planetenforschung, welches das Experiment federführend in Zusammenarbeit mit den DLR-Instituten für Raumfahrtsysteme, Optische Sensorsysteme, Raumflugbetrieb und Astronautentraining, Faserverbundleichtbau und Adaptronik, Systemdynamik und Regelungstechnik sowie Robotik und Mechatronik entwickelt und realisiert hat. Daneben sind beteiligte industrielle Partner: Astronika und CBK Space Research Centre, Magson und Sonaca, das Institut für Photonische Technologie (IPHT) sowie die Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH. Wissenschaftliche Partner sind das ÖAW Institut für Weltraumforschung und die Universität Kaiserslautern.

IPGP/Nicolas Sarter

Modell der Beschaffenheit des Untergrunds.
(Bild: IPGP/Nicolas Sarter)

Der Betrieb von HP³ erfolgt durch das Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) des DLR in Köln. Darüber hinaus hat das DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie einen Beitrag des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung zum französischen Hauptinstrument SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) gefördert. Ausführliche Informationen zur Mission InSight und zum Experiment HP³ finden Sie auf der DLR-Sonderseite zur Mission mit ausführlichen Hintergrundartikeln sowie in der Animation und der Broschüre zur Mission und über den Hashtag #MarsMaulwurf auf dem DLR-Twitterkanal.

Der leitende Wissenschaftler des HP³-Experiments Prof. Tilman Spohn berichtet im Blog über die Aktivitäten des Marsmaulwurfs: https://www.dlr.de/blogs/alle-blogs/Das-Logbuch-zu-InSight.aspx

Die Publikationen:
Banerdt, Smrekar et al. (2020) Initial results from the InSight mission on Mars, Nature Geoscience, in press, DOI : 10.1038/s41561-020-0544-y – Lognonné et al. (2020) Constraints on the shallow elastic and anelastic structure of Mars from InSight seismic data, Nature Geoscience, in press, DOI : 10.1038/s41561-020-0536-y – Giardini et al. (2020) The seismicity of Mars, Nature Geoscience, in press, DOI : 10.1038/s41561-020-0539-8 – Banfield, Spiga et al.(2020) The atmosphere of Mars as observed by InSight, Nature Geoscience, in press, DOI : 10.1038/s41561-020-0534-0 – Johnson et al. (2020) Crustal and time-varying magnetic fields at the InSight landing site on Mars, Nature Geoscience, in press, DOI : 10.1038/s41561-020-0537-x – Golombek et al.(2020) Geology of the InSight Landing Site on Mars, Nature Communications, in press, DOI : 10.1038/s41467-020-14679-1

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Der wissenschaftliche Leiter des HP3-Instruments, Tilman Spohn, ist seit April zurück in Berlin und steht in engem Austausch mit dem JPL. Er versorgt uns im Logbuch mit den neuesten Entwicklungen der InSight Mission und unserem Instruments HP3, dem #MarsMaulwurf, der sich in den Marsboden hämmert.


Logbuch-Eintrag vom 21. Februar 2020

Mars-Maulwurf Insight
Quelle: NASA/JPL-Caltech

Liebe Freunde des Mars-Maulwurfs und der InSight-Mission,

der Mars und unsere Wärmeflusssonde HP³, der „Maulwurf“, machen unser Leben weiterhin … wie soll ich sagen … interessant. Sie erinnern sich vielleicht an die Probleme, die wir im vergangenen Oktober mit dem Maulwurf hatten: Statt sich tiefer in den Marsboden zu arbeiten, bewegte er sich rückwärts, aus dem Boden hinaus. Zu Weihnachten hatten wir ihn dann wieder fast vollständig in den Boden gebracht. Noch zwei bis drei Zentimeter mehr und wir hätten das Pinning – das Drücken mit der Schaufel auf die Seitenwand des Maulwurfs für einen erhöhten „Grip“ – beenden können. Bei dieser Eindringtiefe hätte die Sonde nur noch wenige Zentimeter aus dem Boden geragt und nicht mehr genügend Oberfläche geboten, um mit der Schaufel sicher gegen den Maulwurf zu drücken. Für die erste Woche 2020 hatten wir ein letztes Pinning sowie eine Reihe Hammerschläge geplant und kommandiert.

Da wir jedoch vor Weihnachten einen Rückgang der Abwärtsbewegung beobachtet hatten, beschlossen wir, das Pinning der Schaufel vor Beginn des Hämmerns neu zu justieren. Um Zeit zu sparen, haben wir dabei einen anderen Ansatz als zuvor gewählt: Anstatt die Schaufel ganz vom Maulwurf zu entfernen und dann neu in Position zu bringen, lösten wir den Druck kurz und zogen ihn dann wieder an. Als wir am Sonntag, 12. Januar 2020, in den frühen Morgenstunden die aktuellen Bilder vom Mars studierten – das Hämmern erfolgte am Vortag, also am Samstag unserer Zeit oder Sol 407 auf dem Mars -, waren wir zunächst verwirrt: Wir hatten nur ein Bild. Irgendwo gab es ein Problem, das eine Verzögerung bei der Datenübertragung verursacht hatte.

Als am späten Sonntagabend endlich alle Bilder verfügbar waren, stellten wir fest, dass sich der Maulwurf wieder ein Stück nach oben gearbeitet hatte! Die detaillierten Bilder (siehe Animation) zeigten deutlich, dass er sich mit den ersten 20 Schlägen um etwa 1,5 Zentimeter tiefer gegraben hatte und sich die Bewegung dann – bedauerlicherweise -umkehrte: Der Maulwurf legte für die restlichen 110 Schläge 3,5 Zentimeter „im Rückwärtsgang“ zurück… Das ist zwar nur die Hälfte der Länge, die er während Sol 325 Ende Oktober 2019 zurückgewichen war. Dennoch: Es war äußerst ungünstig und rätselhaft. Unser Nachziehen des Pinnings war offenbar nicht erfolgreich gewesen. Aber warum bewegte sich der Maulwurf zuerst vorwärts, bevor er dann die Bewegung umkehrte?

Quelle: NASA/JPL-Caltech

Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung ist die Rückstoßkraft. Ihr wirken wir ja mit dem Pinning entgegen. Und sie hängt vom Widerstand des Bodens ab, in den der Maulwurf eindringt. Je härter der Boden ist, desto größer ist die Rückstoßkraft. Darüber hinaus stellten wir fest, dass der Maulwurf diesmal in fast der gleichen Tiefe anfing zurückzuweichen wie im vergangenen Oktober. Eine Erklärungsmöglichkeit besteht darin, dass wir den Druck der Schaufel, das Pinning, ausreichend für den bereits gelockerten Boden dosiert hatten. Für den „frischen“ Boden war der Druck nicht ausreichend. Außerdem könnte der Boden vor der Maulwurfspitze durch das vorherige Hämmern verdichtet worden sein. An dem Punkt, an dem der Maulwurf auf verhärteten Boden gestoßen war, setzte die Rückwärtsbewegung ein. Es ist zudem möglich, dass der stärkere Rückstoss das Pinning teilweise gelockert hat.

Nach dieser Erfahrung und nach Abwägung aller Optionen hat sich das InSight-Team jetzt entschieden, die Pinning-Technik nicht erneut anzuwenden. Nun wollen wir die Schaufel gegen die Rückenkappe des Maulwurfs drücken. Ein Grund für diese Entscheidung war, dass wir den Maulwurf ohnehin unter der Oberfläche haben wollten. Das wäre mit der Pinning-Technik nicht machbar, über ein Schieben allerdings schon.

Nach den bisherigen Erfahrungen bei der Bedienung der Schaufel wuchs darüber hinaus bei uns allen die Zuversicht, dass das Risiko einer versehentlichen Beschädigung des Kabels mit seinen Strom- und Datenleitungen das aus der Rückenkappe hinaus führt, gering genug ist. In dieser Woche wurde die Schaufel über der Rückenkappe positioniert (siehe Bild oben). Das Schieben wird in den nächsten Wochen beginnen. Zuvor werden wir die Position der Schaufel allerdings sorgfältig überprüfen und gegebenenfalls nachjustieren.

Vorher hatte das Team die Schaufel für zwei Experimente zur Vorbereitung einer möglichen Befüllung der Bohrstelle verwendet: Zunächst wurde erfolgreich gezeigt, dass der Rand der Grube mit der Schaufelspitze zum Einsturz gebracht werden kann. Der eingestürzte Kraterrand fiel in die Grube und füllte sie teilweise auf. Zweitens wurde gezeigt, dass mit der Schaufel loser Sand an der Oberfläche zusammengekratzt und in Richtung Grube bewegt werden kann. Beide Techniken können schließlich dazu verwendet werden, die Grube zu füllen. Danach könnten wir auf die Oberfläche des verfüllten Sandes drücken und so die Reibung auf den darunter liegenden, zugeschütteten Maulwurf gewährleisten.

Quelle: https://www.dlr.de/blogs/alle-blogs/Das-Logbuch-zu-InSight.aspx

Online-Abstimmung über Name für nächsten Nasa-Rover

Bis zum 27. Januar 2020 können Internet-Nutzer aus aller Welt über den künftigen Namen des neuen Mars-Rovers abstimmen.

You Can Help Name the Mars 2020 Rover! Online-Abstimmung für alle Weltweit: https://mars.nasa.gov/mars2020/participate/name-the-rover/

Bevor der nächste Mars-Rover der US-Raumfahrtorganisation Nasa im Sommer seine Reise zum roten Planeten antritt, benötigt er noch einen Namen. Bisher heißt er einfach „Mars 2020“-Rover, doch seit Monaten läuft ein Wettbewerb, bei dem US-Schüler Namen für den Rover vorschlagen durften. Rund 28.000 Schüler haben Vorschläge gemacht, aus denen neun Namen ausgewählt wurden.

Nasa sucht einen Namen für ihren Mars-Rover – jeder darf mit abstimmen

Unter diesen neun Namen, die die Nasa nun veröffentlicht hat, kann sich nun jeder Interessierte seinen Favoriten aussuchen und abstimmen. Zur Auswahl stehen folgende Namen:

  • Courage (Mut)
  • Fortitude (Kraft)
  • Tenacity (Hartnäckigkeit)
  • Ingenuity (Einfallsreichtum)
  • Promise (Versprechen)
  • Vision (Vision)
  • Clarity (Klarheit)
  • Endurance (Ausdauer)
  • Perseverance (Durchhaltevermögen)

Bis zum 27. Januar 2020 können Internet-Nutzer aus aller Welt über den künftigen Namen des neuen Mars-Rovers abstimmen, Anfang März soll der Sieger-Name bekanntgegeben werden. Der Mars-Rover soll im Sommer 2020 zum Mars starten. Dann öffnet sich ein Zeitfenster, das für Flüge zum roten Planeten perfekt ist: Mars und Erde stehen besonders günstig zueinander, so dass die Flugzeit sich deutlich reduziert. Landen soll der „Mars 2020“-Rover, der bis dahin längst einen anderen Namen tragen wird, im Februar 2021.

 Soll nach früherem Leben auf dem Mars suchen

Auf dem Mars soll der etwa eine Tonne schwere Rover, der auf dem seit 2012 aktiven Mars-Rover „Curiosity“ basiert, Spuren früheren Lebens suchen und herausfinden, ob der Mars einst überhaupt Leben beherbergen konnte. Außerdem will die Nasa herausfinden, ob es in erreichbarem geologischem Material konservierte Biosignaturen gibt. Der Rover soll Proben entnehmen, die bei einer möglichen künftigen Mission zur Erde zurückgebracht werden sollen.

Wie Geil die Technologie-Demonstrationen sind, Helikopter und Terraforming

Außerdem hat der Rover auch Technologie-Demonstrationen dabei: Ein kleiner Helikopter soll zeigen, ob ein autonomer, kontrollierter Flug in der sehr dünnen Mars-Atmosphäre möglich ist. Ein Experiment namens „MOXIE“ soll Kohlendioxid aus der Atmosphäre des Mars in Sauerstoff umwandeln. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Technologie-Demonstration, die in Vorbereitung künftiger bemannter Mars-Missionen gedacht ist.

Viele schöne und neue Experiment an Bord. Das wird so Cool. Dagegen ist das andere ja geradezu Kinderspielzeug.

Unter den zahlreichen Instrumenten, mit denen er ausgerüstet ist, befinden sich auch Mikrophone, um endlich auch Tonspuren vom Mars sammeln zu können.

Vier Missionen starten im Sommer 2020 zum Mars – auch die Nasa ist dabei

Neben dem noch namenlosen Nasa-Rover sollen im Sommer 2020 gleich drei weitere Missionen zum Mars aufbrechen. Die Europäische Raumfahrtorganisation Esa schickt mit dem Rover „Rosalind Franklin“ den letzten Teil der „ExoMars“-Mission auf die Reise zum Mars. China will erstmal mit einem Rover auf dem Mars landen, nachdem die Nation bereits viele Erfolge auf dem Mond vorweisen kann. Der Vierte im Bunde ist die Mission „Hope“ der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Es wäre die erste große Raumfahrtmission der Emirate, die pünktlich im 50. Jahr nach der Gründung der VAE auf dem Mars landen soll.

Letzter Test: SpaceX Faces One Last Test Before First Astronaut Flight

Ein historischer Tag bzw. spannender Start seht bevor: Samstag aufregender Tag für den Gründer von SpaceX und seinen Mitarbeitern. Denn SpaceX steht vor einen letzten wichtigen Test. Geht der gut aus und die Nasa gibt nach einer Auswertung ihr OK, darf SpaceX beim nächsten Flug Astronauten an Bord nehmen.

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Das wäre ein Meilenstein wieder hin zur Bemannten Raumfahrt. Die NASA kann dann in Kürze Crew Dragon von SpaceX für die Beförderung von Astronauten zur ISS im Rahmen ihres kommerziellen Crew-Programms einsetzen. Bereits nach wenigen Monaten könnten bemannte Starts erfolgen.

Auch Boeing wird wohl 2020 wieder Menschen ins all schicken können.

Mir ist egal welcher es als erstes schafft und mache daraus keinen Wettbewerb, wichtig ist nur das es wieder mehr Bemannte Flüge ins All gibt, es wieder mehr Wettbewerb unter den Länder und Unternehmen gibt. Das ist auch gut für Forschung und Entwicklung. Damit die Bemannte Raumfahrt wieder voran kommt.

Seit der Einstellung des Spaceshuttle Programms stagniert dieser Bereich und Russland lässt sich die Bemannte Raumfahrt natürlich ordentlich bezahlen. Raumfahrt und SpaceX-Fans warten natürlich schon gespannt und aufgeregt. Nach etlichen Verschiebungen, Pleiten, Pech und Pannen wollen alle das Menschen bzw. die Amerikaner wieder ins all Fliegen.

SpaceX Faces One Last Test Before First Astronaut Flight

Elon Musk’s rocket company has one last, major hurdle to clear before it attempts an historic first flight of astronauts for NASA: proving it can safely abort a mission if something goes wrong after takeoff.

A Falcon 9 rocket with Crew Dragon spacecraft is slated to launch from Kennedy Space Center in Florida at 8 a.m. local time on Saturday. Shortly after liftoff, SpaceX will demonstrate Dragon’s ability to eject from the rocket during an emergency. The in-flight abort test will include a series of complex maneuvers before Dragon’s parachutes should deploy and the craft splashes down in the Atlantic Ocean.

“You design this with the hopes that you never have to use it, but this is showing that it works in the real world,” said former astronaut Garrett Reisman, former director of space operations at Space Exploration Technologies Corp. and a professor of astronautics at the University of Southern California.

The procedure is the final big test before NASA can certify that SpaceX is ready to ferry astronauts to and from the International Space Station. U.S. Air Force Colonel Bob Behnken and former Marine Corps test pilot Doug Hurley will be Dragon’s first passengers.

“There’s a lot riding on this,” said Reisman, who remains an adviser to SpaceX.

Americans have not flown into space aboard a U.S. craft since the shuttle program ended in 2011. Sending astronauts to the space station also is an important step for Musk’s Hawthorne, California-based company. The billionaire chief executive officer aims eventually to transport people to the Moon and Mars.

NASA will hold a pre-launch news conference Friday at 1 p.m. New York time with Kathy Leuders, the manager of NASA’s Commercial Crew Program, and Benji Reed, SpaceX’s director of crew mission management. It will be broadcast on NASA TV.

NASA awarded SpaceX and Boeing Co. a combined $6.8 billion in contracts in September 2014 to revive America’s ability to fly to the space station without buying seats on Russian Soyuz capsules. Since then, the agency and both companies have suffered delays that have put the program more than two years behind schedule.

In December, Boeing’s Starliner failed to dock with the station because of a problem with the mission’s timing software. The Chicago-based company and NASA are investigating, and the agency will decide if Boeing needs to perform a second flight without crew.

SpaceX’s Dragon capsule successfully docked with the station in March as part of its Demo-1 test.