Mars-Rover Perseverance: Hubschrauber Ingenuity abgestellt und weggefahren

Eine erste Aufnahme von Ingenuity alleine auf dem Mars 
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Der NASA-Rover Perseverance hat den kleinen Hubschrauber Ingenuity auf dem Mars abgesetzt und sich von dem Gerät entfernt. Das zeigen die ersten Bilder, die der Rover von dem nun ganz einsamen Fluggerät gemacht hat. Für den Helikopter beginnt damit die letzte Phase der Vorbereitungen vor dem historischen ersten Flug über den Roten Planeten.

Der weitgehend auf sich selbst gestellte Hubschrauber muss als Erstes die Nacht überstehen, in der die Temperaturen auf bis zu -90 Grad Celsius fallen können. Danach wird er seine Akkus selbstständig wieder aufladen.

Aufnahmen mit der linken und rechten Hazcam
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Bisher war Ingenuity mit Perseverance verbunden und konnte über diese Verbindung nicht nur seine Akkus laden, sondern wurde auch auf 7 Grad Celsius geheizt. Die Solarpaneele von Ingenuity liefern dafür nicht genug Energie und der Helikopter soll sich nun jeden Morgen auf -5 Grad Celsius aufheizen.

In den kommenden Tagen wollen die Ingenieure genau überprüfen, wie gut die Solarpaneele funktionieren und ob das Laden der Akkus planmäßig funktioniert. Dann sollen die Rotoren ausgefahren und alle Motoren und Sensoren getestet werden.

Der erste Flug soll dann frühestens am 11. April stattfinden.

Quelle: https://www.heise.de/news/Mars-Rover-Perseverance-Hubschrauber-Ingenuity-abgestellt-und-weggefahren-6005163.html

Perseverance: Vorbereitung des Probeentnahmesystem und suche nach einem Hubschrauberlandeplatz

Vorbereitung des Probeentnahmesystem: Abwurf der Schutzabdeckung

“ Ich bereite mich darauf vor, die Abdeckung zu Boden fallen zu lassen, die mein Probeentnahmesystem schützt  „, kündigte der Twitter-Account von Perseverance, dem NASA-Rover, an.


Eine große Herausforderung für einen kleinen Hubschrauber

Der Perseverance Rover der NASA hat begonnen, auf dem Mars zu rollen. Die NASA gab außerdem bekannt, dass die Suche nach einem Landeplatz für den Ingenuity-Hubschrauber, der unter dem Bauch festgeschnallt ist, begonnen hat.

Mit Ingenuity wird die Mission Mars 2020 versuchen, sich einer Herausforderung zu stellen: den ersten Flug zu einem anderen Planeten in der Geschichte der Weltraumforschung erfolgreich abzuschließen. Technologisch gesehen ist dies aufgrund der Einschränkungen der Marsumgebung eine große Herausforderung. Die Drohne muss den niedrigen Druck und die kalten Temperaturen auf dem Mars aushalten.

Über den Rotor hat das JPL ein Solarpanel installiert, mit dem der Akku ohne Unterstützung von Perseverance geladen werden kann (Akku benötigt mehrere Tage, um sich selbst aufzuladen). Auf diese Weise kann sich Ingenuity aufladen, Flüge von ungefähr 90 Sekunden in Höhen zwischen 3 und 5 Metern zu versuchen. Er soll dem Rover nach seinen Flügen Bilder schicken.

Die Mission von Ingenuity sollte ungefähr dreißig Tage dauern. Wenn der erste Flug erfolgreich ist, können andere berücksichtigt werden (bis zu 5 Flüge möglich). Wenn die Mission von Ingenuity beendet ist, bleibt der Hubschrauber an Ort und Stelle und Perseverance kann seinen Weg und seine eigene Mission fortsetzen.

Neue Technik für die Zukünftige Marserforschung und anderen Himmelskörper

Ingenuity könnte die zukünftige Marserkundung bzw. die zukünftige Erforschung von anderen Himmelskörper revolutionieren. Später könnten dann größere Fluggeräte auf den Mars zum Einsatz kommen. Die Technikdemonstration ist auch für die Mission Dragonfly (englisch für Libelle) (diese ist eine geplante Raumfahrtmission der NASA zum Saturnmond Titan) interessant. Die Testdaten und Erfahrungen mit Ingenuity werden bestimmt bei der Entwicklung dieser Mission mit einfließen.

Mars-Rover Perseverance: Beeindruckende Panoramen und der Blick auf das Delta

Perseverance soll auf dem Mars ein ehemaliges Flussdelta untersuchen. Dessen Ausläufer sieht er seit der Landung, verdeutlichen die immer besseren Fotos.

(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/heise online)

Der NASA-Rover Perseverance wird auf dem Mars weiter getestet, nun stehen auch die ersten kleinen Fahrten bevor. Das hat die US-Weltraumagentur unter anderem mit Videos der sich bewegenden Reifen angekündigt.

Noch wird das Gefährt aber geprüft, die NASA will am Freitagabend (europäischer Zeit) erläutern, welche Fortschritte dabei gemacht wurden.

Unterdessen fotografiert der Rover weiterhin seine direkte und die weiter entfernte Umgebung und sammelt auch Aufnahmen für größere Umgebungspanoramen. Besonders beeindruckend ist das in dem riesigen Bild zu sehen, das „Gigapixel“ aus der Discord-Community von heise online nach der aktuellen #heiseshow zusammengestellt hat.

Nachdem Perseverance bereits die neue Zoom-Funktion der hochauflösenden Mastcams ausprobiert und ein Panorama des Horizonts erstellt hat, ermöglichen die neuen Fotos einen noch besseren Überblick. Im Zusammenspiel mit den besten Satellitenaufnahmen der Region lässt sich der Standort des Rovers inzwischen sehr gut visualisieren.

So zeigen die Mastcam-Aufnahmen deutlich markante Landmarken, die sich auch auf den Satellitenbildern finden lassen. Nicht zu übersehen ist auf den Bildern beispielsweise jene Formation, die die Forscher für ein ehemaliges Flussdelta halten und in dem Perseverance bald nach Spuren von ehemaligen Leben suchen soll. Perseverance steht gewissermaßen vor dessen Ausläufern und dürfte sich bald in dessen Richtung aufmachen.

Einige markante Landmarken im Sichtfeld von Perseverance
(Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU/heise online)
Die gleichen Landmarken auf Satellitenaufnahmen des Mars Reconnaissance Orbiters
(Bild: NASA/heise online)
Perseverance und das Delta im Jezero-Krater
(Bild: NASA/heise online)

Perseverance war am 18. Februar auf dem Roten Planeten gelandet. Obwohl die Landung für die Ingenieure eine noch größere Herausforderung war als beim Vorgänger Curiosity, hat alles tadellos geklappt. Das zeigt besonders deutlich jenes Video, das die NASA wenige Tage später veröffentlicht hat. Es ist das Erste überhaupt, das eine Landung auf einem anderen Planeten zeigt.

Zuerst hatte ein Bremsfallschirm die enorme Geschwindigkeit des Gefährts abgebremst, knapp über dem Boden hatten die Bremsraketen der Abstiegsstufe den daran hängenden Rover dann auf Schrittgeschwindigkeit verlangsamt und an einer Stelle abgesetzt, die er autonom ausgewählt hatte. Die Abstiegsstufe hatte dann noch einmal beschleunigt, um in sicherer Entfernung abzustürzen. Alle vier Einzelteile wurden bereits auf Satellitenbildern entdeckt.

Quelle: https://www.heise.de/news/Mars-Rover-Perseverance-Beeindruckende-Panoramen-und-der-Blick-auf-das-Delta-5072857.html

Rover Perseverance: Gestein am Landeplatz / Astrobiologie

Das Gestein am Landeplatz ist ja wirklich interessant, die wird man später wohl genauer untersuchen. Wird Momentan heiß diskutiert im Forum: https://www.raumfahrer.net/portal/isrn/home.shtml Interessante Argumente sind dabei: vulkanisch sein, oder Sediment, Biologischen Ursprungs: Bohrmuscheln, Bohrschwämme. Spannend aber man muss genauere Untersuchungen abwarten.

Falschfarbendarstellung des Deltas im Krater Jezero
In dem alten Delta am nordwestlichen inneren Rand des 35 Kilometer großen Kraters Jezero, das von Perseverance untersucht werden wird, wurde eine Vielzahl interessanter Minerale detektiert. Dieses Bild zeigt eine Kombination von Aufnahmen zweier Kamerasysteme an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters der NASA: hochaufgelöste Bilder der HiRISE-Kamera und darüber gelegte, eingefärbte Daten des Spektrometers CRISM, mit denen die unterschiedlichen Minerale sichtbar werden. Dazu gehören neben den Eisen-Magnesium-Silikaten der Olivine auch Karbonate (Kalksteine) und Tonminerale (verwitterte, durch den Kontakt mit Wasser veränderte vulkanische Gesteine). Von den beiden letztgenannten Mineralgruppen weiß man, dass sie Spuren von Leben, also Biosignaturen, besonders gut zu konservieren können.
Credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS/JHU-APL

Denn solch Gestein mit Löcher kann sich durch kontakt mit Wasser, biologisch durch Muscheln und bei Vulkanausbrüche (auch ohne Wasser) bilden. Gut das Perseverance erstmals Instrumente an Bord hat um solches Gestein zu unterscheiden. In den ersten Wochen wir man wohl nicht viel fahren müssen, ist ja genug spannendes Material zur Untersuchung in Reichweite.

Ich tippe ja eher auf: durch kontakt mit Wasser gebildetes Gestein oder Vulkanismus oder eine Kombination von beiden. Die Theorie der Bormuschel und Bohrschwamm ist zwar interessant aber ob der Mars seine Geheimnisse den Forschern auf ein Silbertablet liefert – finden nach der Landung sofort eine Biosignatur, da bin ich doch skeptisch.

Zum Vergleich: Von einem Bohrschwamm durchlöcherter Stein von der französischen Mittelmeerküste (2019)

Mit solchen Fragestellungen und Vergleichen beschäftigt sich die Astrobiologie. Toll dass es endlich ein Rover in ein wirklich interessantes Gebiet geschafft hat, ein ausgetrocknetes Flussdelta und Kratersee – ist sehr viel versprechend.


Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #15 am:Gestern um 01:20:54 »

Nachtrag: Man hat aktuell 2 Sekunden Zeit mit der rechten Maustaste auf ein Bild zu klicken und dann im Menü „Öffnen in neuem Fenster“ zu wählen.

Folgende 2 Bilder habe ich mal zusammengeschnitten. Man sieht die gleiche Art von Steinen, einmal neben (auf dem Foto oben) dem Rover. Hier wirkt es, als wäre der Stein leicht wie Zuckerwatte. Er liegt nicht wie ein Stein am Meer zu 50% vergraben, sondern er liegt oben auf der Oberfläche. Und das zweite mal wurde so ein Stein vom Rad in den Boden gedrückt. Der Marsboden hat sichtbar einen Mini-Krater erzeugt an dieser Stelle. Der Stein hat Kanten. Vielleicht gibt es noch weitere Bruchstücke des gleichen Steines.

Ob diese zwei Steine Gegenstand einer ersten Untersuchung werden könnten?

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #16 am:Gestern um 01:53:23 »


Image Credit: NASA/JPL-Caltech                                                                                     Foto vom 19. Februar 2021

Dieser Stein sieht aus wie ein grober Schwamm.
Mit Hohlräumen und Gaseinschlüssen.
Könnte Lava sein.

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #20 am:Gestern um 11:39:55 »

Hallo, bin neu hier, verfolge das Thema aber mit großem Interesse. Hatte mir damals auch schon
die Curry-Landung angesehen.
Ich bin zwar kein Geologe, habe als Kind mal Steine gesammelt und in den 80iger Jahren bei Erdgas-Salzwedel
gearbeitet. Da hatte ich ab und zu auch mal mit Gesteine bzw. Bohrkernen zu tun.
Ich habe hier etwas gefunden (siehe Link, dann das rechte Bild in der 2. Zeile = Überreste eines porösen Kalksteins, auch Travertin genannt, die durch die chemische Ausfällung von Kalziumkarbonat in Bereichen von Wasserfällen oder kleinen Seebecken entstanden sind). Klinkt besser als Vulkangestein, oder ?

https://www.geowissenschaften.uni-bonn.de/de/geopublic/deutsch/i-vari-tipi-di-rocce

Grüße aus Salzwedel
Karsten Rudorf

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #22 am:Gestern um 13:53:47 »

Zitat von: Karsten Rudorf am Gestern um 11:39:55

Hallo, bin neu hier, verfolge das Thema aber mit großem Interesse. Hatte mir damals auch schon
die Curry-Landung angesehen.
Ich bin zwar kein Geologe, habe als Kind mal Steine gesammelt und in den 80iger Jahren bei Erdgas-Salzwedel
gearbeitet. Da hatte ich ab und zu auch mal mit Gesteine bzw. Bohrkernen zu tun.
Ich habe hier etwas gefunden (siehe Link, dann das rechte Bild in der 2. Zeile = Überreste eines porösen Kalksteins, auch Travertin genannt, die durch die chemische Ausfällung von Kalziumkarbonat in Bereichen von Wasserfällen oder kleinen Seebecken entstanden sind). Klinkt besser als Vulkangestein, oder ?

https://www.geowissenschaften.uni-bonn.de/de/geopublic/deutsch/i-vari-tipi-di-rocce

Grüße aus Salzwedel
Karsten Rudorf

Hallo Karsten und wilkommen bei uns.
Danke für dein Wissen.
Entstehen solche Löcher nur durch chemische Prozesse oder waren dort auch biologische Einwirkungen am Werke.
Kollege kam letztens rum, sah sich die Bilder von den Brocken an und meinte, sieht nach Löchern von Steinbohrermuscheln aus.  :o

Edit:
Ach ja, der ist Taucher, und ich bin auch schon viel geschnorchelt.
Ganz ehrlich, so was sieht einem Korallenriff ähnlich.« Letzte Änderung: Gestern um 15:15:46 von Duncan Idaho »

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #23 am:Gestern um 17:07:13 »

Ich zitiere aufgrund dieser Diskussion um den Stein mal den relevanten Teil eines Beitrags von mir aus dem anderen Thread nach einer Pressekonferenz (der Teil, der sich nicht auf EDL bezieht)

Zitat von: wulf 21 am 19. Februar 2021, 20:35:25Zitat von: Duncan Idaho am 19. Februar 2021, 19:34:27

Die Felsbrocken sehen interessant aus.

Fanden die beteiligten Wissenschaftlerinnen auch. Auf Nachfragen von der Presse wurde erklärt, dass der Stein entweder vulkanischen Ursprungs sein könnte (die Löcher entstehen beim Ausgasen während der Abkühlung) oder sedimentgestein (von durchströmenden Wasser wieder löslicheres Material gelöst). Der Krater wurde aufgrund der geologischen Vielfalt gewählt. Sie sind sich sicher, dass es dort Sedimentgestein gibt, aber vulkanisches wäre auch interessant, um die Region exakt zu datieren.

Weiteres zum Zustand des Rovers:
-Beim EDL

 wurden noch keine Anomalien gefunden, aber natürlich wird das Team alle Daten davon noch genau unter die Lupe nehmen
-Einige Teile, die später beweglich sein sollen, wahren für den Transport quasi mit Bolzen festgemacht. Pyroladungen wurden bereits abgefeuert, um die Linsenkappen zu öffnen (offensichtlich), weiterhin, um die High-Gain-Antenne für direkte Befehle von der Erde, sowie den Roboterarm und den Mast zu befreien. Aber das sind nur Vorbereitungen, bewegt wurde noch keines der Teile

Wie es weitergeht:
-morgen wird der Mast aufgerichtet. Danach wird der Rover zunächst sich selbst fotografieren und anschließend ein komplettes Panorama seiner Umgebung anfertigen
-das Umschalten der Computer von der EDL

-Software auf die Surface-Operations-Software wird dann 4 Sols in Anspruch nehmen. Es wird erst sichergestellt, dass der Backup-Computer tadellos läuft. Dann wird der Hauptcomputer für begrenzte Zeit („Toe-Dip“) auf die neue Software umgeschaltet und ausgewertet, ob er korrekt läuft. Wenn das der Fall ist, gibt es Go-Nogo Poll für das endgültige Umschalten. Wenn der Hauptcomputer mit der Änderung tadellos läuft, dann wird das ganze mit dem Backup-Computer gemacht
-erste kurze Fahrt zum Test ist an Sol 9 zu erwarten
-Anschließend beginnt die Suche nach dem „Helipad“, also einer sicheren Stelle für das Absetzen des Ingenuity Helikopters. Der erste Flug ist wahrscheinlich nicht vor Sol 60 zu erwarten.
-parallel diskutieren die Projektwissenschafter schon, wohin man am Besten für die erste ausführliche Untersuchung fahren sollte.

Also, ja, könnte vulkanisch sein, oder Sediment. Über eine direkte biologische Einwirkung haben sie aber dort nicht spekuliert  ;).

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #24 am:Gestern um 17:22:49 »

Es gibt mehrere Varianten wie solche Kalksteine entstehen können.
Wenn es sich um solches Gestein handeln sollte, dann war die Landung im Krater jetzt schon ein voller Erfolg.

Hier ein Artikel dazu, den ich gefunden habe.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Calcit/Kalkgesteine
Am coolsten wäre natürlich die „Marin (maritim) gebildeter Kalkstein“, was bedeuten würde, das es mal Leben
auf dem Mars gegeben hätte.
Ich denke mal, da werden wir heute Abend schon mal schlauer sein. Um 20.00 Uhr MEZ soll doch wieder eine
Konferenz sein, oder habe ich da was falsches gelesen ?

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #33 am:Gestern um 21:30:59 »

Hier die ersten Farbbilder der Mastcam Z: Erses Bild der Umgebung:

(Image Credit: NASA/JPL-Caltech/ASU)

Download in voller Auflösung (1648 x 1200): https://mars.nasa.gov/mars2020-raw-images/pub/ods/surface/sol/00002/ids/fdr/browse/zcam/ZLF_0002_0667131112_000FDR_N0010052AUT_04096_0260LUJ01.png

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #36 am:Heute um 00:38:44 »


Die Steine auf den ersten Bildern von Perseverance, haben mich an unseren Formenteraurlaub erinnert.

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #37 am:Heute um 08:10:58 »

Ein guter Landeplatz. Da kann Perseverance sich erst mal ein paar Monate austoben, bevor es in die Weite geht.Moderator informierenGespeichertSeit Apollo und Star Trek Classic Astronomie, Raumfahrt und SciFi-Fan.

Re: Rover Perseverance (Mars 2020) – Missionsphase auf dem Mars

« Antwort #38 am:Heute um 13:47:34 »

@Andras1768, genau so sieht das aus.
(Das ganze nur eingestaubt und bedeckt)
Die Landestelle finde ich perfekt ausgewählt.

Ich habe mir das Landevideo noch ein paar mal angesehen.
Auch von oben meine ich Strukturen zu erkennen.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, vulkanischen Ursprungs sind diese Steine nicht.

Rover „Perseverance“ landet auf dem Mars

Der NASA-Rover „Perseverance“ ist nach sechs Monaten Flugzeit auf dem Mars gelandet. Er soll mehrere Jahre lang nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen. Außerdem wird er das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

Der US-Rover „Perseverance“ ist erfolgreich auf dem Mars im Jezero-Krater gelandet. Das Fahrzeug habe planmäßig auf dem Roten Planeten aufgesetzt, teilte die Weltraumbehörde NASA mit. Er war Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gestartet. Der Rover soll mehrere Jahre auf dem Mars bleiben und nach Spuren von früherem mikrobiellen Leben suchen. Außerdem soll er das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

Der Rover verfügt über einen zwei Meter langen Roboterarm sowie 19 Kameras und zwei Mikrofone. Außerdem bringt „Perseverance“ den ultraleichten Mini-Hubschrauber „Ingenuity“ auf den Mars, der als erstes Fluggerät auf einem fremden Planeten fliegen soll.

Als Astrobiologie-Fan hatte ich richtig Zähneklappern und bammel bei dieser sehr wichtigen Landung. Wow Super.

Der Name auf dieser bedeutsamen Mission darf natürlich nicht fehlen.

Christian Dauck

Rover Perseverance: Erste Astrobiologie Mission kurz vor der Mars-Landung

Perseverance wird nach aktuellen und früheren Anzeichen von Leben (Biosignaturen) auf den Mars suchen.

  • Sieben wissenschaftliche Instrumente auf Rover von der Größe eines Kleinwagens: Darunter eine Kamera für farbige 360-Grad-Panoramen in 3D – DLR an Bilddatenverarbeitung und -auswertung beteiligt.
  • Im 3,9 Milliarden Jahre alten Krater Jezero gab es zeitweise einen See. An der Mündung der zwei Zuflüsse hatten sich aus Sedimenten Flussdeltas gebildet, in denen es einst mikrobiologisches Leben gegeben haben könnte.
  • Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt werden Marsproben für spätere Rückführung zur Erde gesammelt.
  • Ein weiteres Novum: Eine Helikopterdrohne wird in die dünne Marsatmosphäre aufsteigen.
  • Ein Überblick aller Livestreams im Zusammenhang mit der Landung findet sich hier: https://mars.nasa.gov/mars2020/timeline/landing/watch-online/
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Exploration, Mars

Am 18. Februar 2021 wird die NASA die präziseste Landung auf dem Roten Planeten einleiten, die es je gegeben hat. Eine Raumsonde mit dem Rover Perseverance (Beharrlichkeit) im Gepäck wird etwa um 21:38 Uhr (MEZ) mit knapp 19.500 Kilometer pro Stunde in die Marsatmosphäre eintreten. In sieben entscheidenden Minuten bremst das Raumfahrzeug dann mit Hitzeschild, Fallschirm und Bremstriebwerken auf null, um den Rover um 21:45 Uhr (MEZ) an Seilen schwebend im Krater Jezero abzusetzen. Wegen der Signallaufzeit von etwa elf Minuten vom Mars zur Erde wird die Bestätigung der Landung frühestens um 21:55 (MEZ) im Kontrollzentrum der NASA im Jet Propulsion Laboratory (Pasadena, Kalifornien) eintreffen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist im Wissenschaftsteam der Mission Mars 2020 vertreten und an der Auswertung der Daten und Bilder beteiligt. Perseverance wird nach Anzeichen von früherem Leben suchen und Gesteinsproben sammeln, die schließlich mit Folgemissionen zur Erde zurückgebracht werden sollen.

Beim Landevorgang ist erstmals geplant, Geräusche und hoch aufgelöste Videoaufnahmen zur Erde zu übertragen. Der bisher komplexeste Rover der NASA trägt mehr Kameras als jede andere interplanetare Mission der Raumfahrtgeschichte. 19 Aufnahmesysteme befinden sich auf dem Rover selbst, hinzu kommen vier Kameras auf anderen Teilen des Raumfahrzeugs, die Aufnahmen des Eintritts, Abstiegs und der Landung aufzeichnen. Nach der Landung und Systemchecks beginnt sofort die erste Erkundung der Umgebung. Mit der 3D-Kamera Mastcam-Z ist von einem zwei Meter hohen Mast die Aufnahme, Übertragung und Prozessierung eines ersten farbigen 360-Grad-Panoramas in 3D programmiert. Anschließend werden über mehrere Tage alle Systemkomponenten geprüft, ehe die wissenschaftliche Mission beginnt.

DLR steuert vielfältige wissenschaftliche Expertise bei

„Das Panorama wird uns im Laufe der ersten Wochen den Blick in eine ganz besondere Landschaft öffnen: Sedimente in einem ehemaligen, uralten Kratersee auf dem Mars mit einem gut erhaltenen Flussdelta, in dessen feinkörnigen Ablagerungen vielleicht Spuren von vergangenem einfachen Leben zu finden sein könnten“, sagt Nicole Schmitz vom Berliner DLR-Institut für Planetenforschung. „Wir haben von Anfang an im Wissenschaftsteam auch Aufgaben bei der Datenprozessierung“, ergänzt Frank Preusker vom gleichen Institut. „Dabei bringen wir vor allem unsere langjährige Expertise in der Verarbeitung von Stereobilddaten zu digitalen Geländemodellen ein.“ Mit maximalem Zoom kann die Kamera sogar bei einzelnen Aufnahmen Objekte von gerade einmal der Größe einer Stubenfliege über die Länge eines Fußballfeldes hinweg sichtbar machen. Die wissenschaftliche Leitung der Mastcam-Z liegt bei der Arizona State University.

Mars-Roboter Perseverance – Hightech-Labor auf Rädern
Mars-Roboter Perseverance – Hightech-Labor auf Rädern
Der Mars-Rover Perseverance („Beharrlichkeit“) hat sieben wissenschaftliche Instrumentengruppen an Bord, die Informationen über die Geologie, die Umwelt und die Atmosphäre an der Landestelle sammeln sollen, vor allem aber Spuren von Leben (Biosignaturen) finden sollen, die in den Sedimenten im Krater Jezero vorhanden sein könnten. Detaillierte Informationen zu den Experimenten finden sich hierauf den Webseiten der Mission (in englischer Sprache). Wissenschaftler des DLR sind an der Auswertung von Daten der Stereokamera Mastcam-Z (Mast Camera, Zoom) und dem Spektrometer SuperCam beteiligt.
Credit: NASA/JPL-Caltech

Dr. Susanne Schröder vom Berliner DLR-Institut für Optische Sensorsysteme ist Co-Investigator des Spektrometers SuperCambei der Analyse von Messungen und bei der Analyse von Messungen mit dem Instrument beteiligt. Das vom Los Alamos National Laboratory in New Mexico und IRAP/CNES in Toulouse/Frankreich geleitete Instrument ermöglicht es, kontaktlos mittels Laser die chemische Zusammensetzung und Mineralogie von Gesteinen, Sand und Staub in der Umgebung des Rovers zu bestimmen. Insgesamt sieben wissenschaftliche Instrumente befinden sich auf dem Rover. Vom DLR-Institut für Planetenforschung sind die Wissenschaftler Dr. Jean-Pierre de Vera, Dr. Andreas Lorek und Dr. Stephen Garland in die Kalibrierung der Feuchtesensoren und die Datenanalyse des MEDA Instruments (Mars Environmental Dynamics Analyzer) eingebunden. MEDA misst mit einer Reihe von Sensoren Temperatur, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Druck, relative Luftfeuchtigkeit sowie die Größe und Form von Staub. Die wissenschaftliche Leitung von MEDA liegt beim Centro de Astrobiología in Madrid/Spanien.

Technologisches Neuland beschreitet die NASA mit der Helikopterdrohne Ingenuity (Genialität): Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt wird ein von der Erde mitgeführtes Fluggerät vom Boden eines anderen Planeten in die Atmosphäre aufsteigen, kontrolliert die Gegend überfliegen und auch wieder landen, um das Experiment mehrere Male zu wiederholen. Bei weniger als einem Hundertstel des irdischen Luftdrucks musste Ingenuity extrem leicht gebaut werden und gleichzeitig sehr großflächige, extrem schnell rotierende Rotorblätter erhalten. Die Drohne hat eine Masse von 1800 Gramm und Rotorblätter von 120 Zentimeter Spannweite. Eine Minikamera wird Bilder aus 10 bis 15 Metern Höhe liefern.

An Nylonseilen hängend präzise zu Boden

Während des Eintritts in die Marsatmosphäre erhitzt sich der Schutzschild des Raumfahrzeugs innerhalb von drei Minuten auf rund 1300 Grad Celsius. Der Überschall-Fallschirm mit einem Durchmesser von 21,5 Metern entfaltet sich etwa vier Minuten nach dem Eintritt in eine Höhe von etwa 11 Kilometern bei einer Abstiegsgeschwindigkeit von 1.512 Kilometern pro Stunde. Zwanzig Sekunden nach der Entfaltung des Fallschirms wird der Hitzeschild abgesprengt und fällt nach unten weg, so dass für den weiteren Abstieg ein Radar und Kameras in Echtzeit gewonnene Informationen mit einprogrammierten Landkarten und Geländemodellen vergleichen: Ein neuartiges Autopilotsystem analysiert in Echtzeit die jetzt möglichen Landestellen und gleicht diese mit der aktuellen Position des Raumfahrzeugs ab, um dann die finale Landestelle auf der Marsoberfläche zu bestimmen. Noch nie konnte in dieser Präzision das am besten erreichbare und vor allem auch sichere Landeziel ausgewählt werden.

NASA’s Mars 2020 Perseverance Rover Landing Animations

Etwa 2,1 Kilometer über dem Boden bei einer Abstiegsgeschwindigkeit von immer noch rund 300 Kilometern pro Stunde wird die Hülle mit dem Fallschirm abgesprengt und die Landetriebwerke zünden. Diese steuern das Raumfahrzeug zur ausgewählten Landestelle und bremsen es bis auf 2,7 Kilometer pro Stunde in 20 Metern über der Oberfläche ab. An diesem Punkt leitet die Landestufe das sogenannte „Sky Crane-Manöver“ ein: Nach dem Ausklappen der sechs Räder wird der Rover von der Größe eines Kleinwagens und einer Masse von 1025 Kilogramm an drei sich abrollenden Nylonseilen 7,6 Meter von diesem „Himmelskran“ unter die Landestufe abgesenkt. Wenn Perseverance Bodenkontakt zur Abstiegsstufe meldet und der Rover im Jezero-Krater steht, durchtrennen pyrotechnisch gezündete Klingen die Seile. Die in der Luft verbliebene Antriebseinheit fliegt davon, bevor sie in sicherer Entfernung auf der Marsoberfläche aufschlägt. Wegen der Signallaufzeiten vom Mars zur Erde erhält das Kontrollzentrum am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Kalifornien alle Statussignale mit rund 11 Minuten Verzögerung und kann in den automatischen Landeablauf nicht eingreifen. Während der Landephase kommt in Deutschland auch die 100-Meter-Antenne des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie zum Einsatz. Das voll bewegliche Teleskop in Effelsberg bei Bonn wird das Signal von der Marssonde wie andere Empfangsstellen weltweit bei einer Wellenlänge von 74,7 Zentimeter aufnehmen und der NASA zur Verfügung stellen.

Falschfarbendarstellung des Deltas im Krater Jezero
Falschfarbendarstellung des Deltas im Krater Jezero
In dem alten Delta am nordwestlichen inneren Rand des 35 Kilometer großen Kraters Jezero, das von Perseverance untersucht werden wird, wurde eine Vielzahl interessanter Minerale detektiert. Dieses Bild zeigt eine Kombination von Aufnahmen zweier Kamerasysteme an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters der NASA: hochaufgelöste Bilder der HiRISE-Kamera und darüber gelegte, eingefärbte Daten des Spektrometers CRISM, mit denen die unterschiedlichen Minerale sichtbar werden. Dazu gehören neben den Eisen-Magnesium-Silikaten der Olivine auch Karbonate (Kalksteine) und Tonminerale (verwitterte, durch den Kontakt mit Wasser veränderte vulkanische Gesteine). Von den beiden letztgenannten Mineralgruppen weiß man, dass sie Spuren von Leben, also Biosignaturen, besonders gut zu konservieren können.
Credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS/JHU-APL

Flussdelta und Kratersee aus der Frühzeit des Mars

Der 45 Kilometer große Jezero-Krater auf dem Mars ist ein – in fünfjährigen Beratungen ausgewählter – vielversprechender Ort, um nach Anzeichen für vergangenes mikrobielles Leben zu suchen. Vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren war das heute knochentrockene Becken die Heimat eines stehenden Gewässers, eines Sees, in dem von zwei Zuflüssen abgelagerte Sedimente ein vielgestaltiges Flussdelta hinterlassen haben. Untersuchungen mit den Experimenten auf Perseverance könnten Spuren dieses früheren Lebens in den Ablagerungen des Flussdeltas identifizieren.

Zudem trägt Perseverance erstmals in der Geschichte der Erkundung des Mars 38 Behälter zum Einsammeln von Proben an Bord, die mit Bohrkernen aus bis zu 20 Zentimetern Tiefe gefüllt und an geeigneten Stellen auf dem Mars für eine spätere Rücksendung zur Erde zunächst abgelegt werden. Zwei zukünftige gemeinsam von NASA und ESA geplante Missionen sollen die etwa bleistiftgroßen Proben in den frühen 2030er Jahren zur Erde bringen. Auf der Erde sollen diese dann von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt mit Geräten, die viel zu groß und komplex wären, um sie zum Roten Planeten zu schicken, eingehend analysiert werden.

Reger Besuch auf dem Mars

Perseverance ist mittlerweile der fünfte Rover, den die NASA zum Mars schickt. 1997 landete Sojourner im Rahmen der Mission Mars Pathfinder und sendete rund drei Monate lang Daten und Bilder vom Roten Planeten zur Erde. 2004 folgten die Zwillingsrover Spirit und Opportunity, die erstmals größere Strecken zurücklegten, bis der Marswinter 2007 die Kommunikation mit Spirit und ein Staubsturm 2018 schließlich auch mit Opportunity beendeten. 2012 landete der bis heute im Krater Gale aktive Rover Curiosity, dessen Chassis baugleich mit dem von Perseverance ist. 2009 landete die Forschungsstation Phoenix im hohem Norden, und 2018 setzte zuletzt die stationäre Landeplattform InSight auf dem Mars auf, ein geophysikalisches Labor, das das Innere des Planeten unter anderem mit der selbsthämmernden Thermalsonde HP³ des DLR, dem „Marsmaulwurf“, erkundet. Der NASA-Rover Perseverance ist zunächst für eine Missionsdauer von einem Marsjahr (zwei Erdjahren) ausgelegt mit der Option auf eine Verlängerung der Mission.

Auch im nächsten Startfenster zum Mars im Jahr 2022 ist geplant, einen Rover von der Erde zum Roten Planeten zu schicken, der nach Spuren früheren Lebens suchen soll: Im Rahmen des ExoMars-Programms der ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos wird der Rover Rosalind Franklin dabei unter anderem Proben aus bis zu zwei Metern Tiefe an die Marsoberfläche befördern und in seinem Inneren hochgenau nach Biosignaturen analysieren. In der Tiefe sind organische Verbindungen vor der Zerstörung durch kosmische Strahlung besser geschützt. Das DLR steuert einen Teil der wissenschaftlichen Nutzlast zu Rosalind Franklin bei: Eine hochauflösende Kamera auf dem Mast des Rovers wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, verschiedene Gesteine zu interpretieren und den bestmöglichen Platz für die Bohrungen festzulegen.

https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2021/01/20210215_nasa-marsrover-perseverance-auf-den-spuren-frueheren-lebens.html

„Pffftttuuuiiihhh“ – Die Geräusche vom Mars/Nasa schickt Rover der Superlative auf den Mars

Der NASA-Rover „Perseverance“ soll am 18. Februar auf dem Mars aufsetzen

Zum ersten Mal sollen echte Geräusche vom Mars übertragen werden. Der Rover „Perseverance“ hat zwei Mikrofone dabei und wird bald in einem Krater landen. Was es Spannendes zu hören gibt, erfahren Sie hier.

Raumfahrt mal nicht so ernst genommen: „Pffftttuuuiiihhh“ – Die Geräusche vom Mars. Aber so in etwa könnte es sich anhören. Wobei die Nasa wohl keinen kontakt zum Mars aufnimmt.

Im Prinzip muss der geneigte Hörer sich das so vorstellen. Im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien nehmen die Mitarbeiter Kontakt mit der fremden Welt auf. „Erde an Mars, Erde an Mars, wir hören, kommen.“

„Kkchchchrrrrrr.“

„Erde an Mars, wir hören super, ein klares Signal.“

„Pffffttttuuuuuiiiihhhh.“

„Erde an Mars, oh, wie interessant, das klingt noch besser.“

„Brrrrrrrrlllllllffff.“

„Erde an Mars, da hinten hören wir etwas anderes, das wird doch nicht …?“

„Chchcchsssshhh.“

„Erde an Mars, wir haben uns getäuscht.“

Vom Mars sollen erstmals echte Töne übertragen werden: Aufnahmen eines anderen Planeten. Die Mission „Mars 20“ wurde Ende Juli 2020 in Florida gestartet, bald sind 480 Millionen Kilometer zurückgelegt. Am 18. Februar soll die Raumsonde und der Rover mit dem Namen „Perseverance“, Beharrlichkeit, in einem Flussdelta des Jezero-Krater landen.

Zwei Mikrofone sollen bei Ankunft und Landung in Betrieb sein und später, wenn der Rover umherfährt und Staubpartikel und Gestein untersucht, die hoffentlich coolen Mars-Sounds in heimische Wohnzimmer bringen. Es ist nicht zu viel vorhergesagt, wenn wir das vorsichtig umschreiben mit:

„Dssssddddsssssffffff.“

Interessierte Freunde der Forschung wissen natürlich, dass bereits Windaufnahmen vom Mars vorliegen. Der Mars-Lander InSight hatte 2018 mithilfe von Sensoren die Vibrationen von Wind und Boden aufgezeichnet. Die Nasa, stets um PR-Aktionen bemüht, machte daraus ein Geräusch, halb Pfeifen, halb Pluckern, das „außerirdisch“ klingen sollte. Tatsächlich kommt es normalem Windpfeifen recht nahe, es könnte an einem Januarmorgen auf dem brach liegenden Acker hinter Kleinkleckersdorf angenommen worden sein. Oder auf dem Pfad zum Eaton Canyon gleich hinter Pasadena, merkt doch keiner.

„Gggrrrrmmmmmmgghh.“

Wenn man ehrlich ist, entsprechen die mutmaßlichen Marsgeräusche in ihrer Übersichtlichkeit den Bildern, die uns bisher von der Marsoberfläche vorliegen. Sehr viel Gegend, wenig Abwechslung, dabei ziemlich weit weg.

Dass es mit den wirklichen Tönen klappt, steht zudem in den Sternen. Zwei Mal war es nämlich fast so weit. Beim Mars Polar Lander scheiterte 1999 die Landung, die Sonde zerschellte samt Schallwandler. Bei der Raumsonde Phoenix wurde 2008 das Mikrofon nicht aktiviert. Das Ergebnis war in beiden Fällen:

„… –…–…“

Also nichts.

Bis zum 18. Februar oder solange wir es nicht hören, dürfen Weltraumverehrer sich vorstellen, was an geräuschvollen Überraschungen auf uns zukommen könnte. Vielleicht unbekannte Töne und nie gehörte Sounds, die sich der Beschreibung entziehen – Rauschen, das anders klingt als unser Meer.

Ein Brummen vielleicht? Brodeln? Immerhin beruht unsere Vorstellung außerirdischer Klänge großenteils auf den Ideen von Hollywood-Komponisten. Wenn die 480 Millionen Kilometer entfernte Realität anders sein könnte als im Science-Fiction-Kino, hätten wir Erkenntnis und Trost.

„Ssssszztttchchch.“

Jede Form von Mars-Piepen, Fiepen, Quietschen wäre fein. Die Obertöne eines Planeten sind in jedem Fall vieldeutig. Linguisten könnten Strukturen analysieren und daraus auf Sprachhinweise schließen. Womöglich ruft der Mars uns via Perseverance-Mikro zu „Wir schaffen das!“ oder „1,5 Meter Abstand halten!“ oder „Ich habe Besseres zu tun!“

Recht gewiss dürfen wir sein, dass es auf dem Mars keinen Jodel-Gesang geben wird. Filmfreunde wissen aus dem streng dokumentarischen Werk „Mars Attacks!“ von 1996, wie es den kleinen grünen Männchen ergeht, die die Erde überfallen. Auf ganz herzige Weise zerplatzen die Köpfe, wenn Country-Legende Slim Whitman in hohen Tönen zu jodeln anfängt. O Freunde, nicht diese Töne!

Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article225830889/Mars-Mission-So-werden-die-ersten-Geraeusche-vom-Mars-klingen.html


Nasa schickt Rover der Superlative auf den Mars

  • Es ist einiges los im Weltraum: Schon die dritte Raumfahrt-Mission binnen Tagen soll den Mars erreichen.
  • Der Nasa-Rover „Perseverance“ will die heikle Landung auf dem Roten Planeten am 18. Februar meistern.
  • Der Rover hat sogar einen Mini-Hubschrauber im Gepäck – und auch sonst haben die Amerikaner nicht gespart.

Mikrofone, Hubschrauber und Superlative: „Perseverance“ sei der „größte, schwerste, sauberste und technisch ausgefeilteste sechsrädrige Geologe, der je in den Weltraum befördert wurde“, heißt es von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Rund sechs Monate nach dem Start des Roboters vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Juli 2020 soll „Perseverance“ am Donnerstag (18. Februar) auf dem Mars ankommen – nur rund eine Woche, nachdem kurz hintereinander Raumsonden erst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dann aus China in die Umlaufbahn des Planeten eingeschwenkt waren.

Landung auf dem Mars gilt als große Herausforderung

Die Landung von „Perseverance“ (auf Deutsch: Durchhaltevermögen) in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens „Jezero Crater“ ist aber schon gleich die erste große Herausforderung. „Lassen Sie sich von niemandem etwas anderes erzählen: Auf dem Mars landen ist schwer“, sagt Missionschef John McNamee. „Aber die Frauen und Männer in diesem Team sind die besten auf der Welt, bei dem, was sie machen. Wenn unser Raumschiff mit ungefähr dreieinhalb Meilen pro Sekunde (gut 20.000 Kilometer pro Stunde) die Mars-Atmosphäre erreicht, werden wir bereit sein.“

Der Rover hat die Möglichkeit, nicht nur unser Wissen über den Roten Planeten zu vergrößern, sondern auch eine der wichtigsten und aufregendsten Fragen der Menschheit über den Ursprung des Lebens auf der Erde und auf anderen Planeten zu untersuchen.

Thomas Zurbuchen, Nasa-Manager

Weniger als die Hälfte aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war etwa die Sonde „Schiaparelli“ der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt. Das von der Planeten-Konstellation her günstige Start-Datum im Sommer 2020 hatten auch die Vereinigten Arabischen Emirate und China für ihre Mars-Missionen genutzt. „Al-Amal“, die Sonde der Vereinigten Arabischen Emirate, soll nicht landen, das Landegerät des chinesischen Raumschiffs „Tianwen 1“ soll in zwei bis drei Monaten aufsetzen.

„Perseverance“ wäre die fünfte Landung

Gelingt „Perseverance“ die Landung, dann wäre es bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt. 1997 landete der „Sojourner“, der nur rund drei Monate lang mit der Erde kommunizierte. 2004 folgten die Zwillingsrover „Spirit“ und „Opportunity“. Die Kommunikation zu „Spirit“ ging 2007 in einem riesigen Staubsturm verloren, „Opportunity“ erlag 2018 dem gleichen Schicksal. 2012 landete „Curiosity“, dessen Team seitdem auch über die sozialen Netzwerke Wissenschaftler und Fans mit Neuigkeiten und Fotos versorgt und den Roboter so zum Publikumsliebling werden ließ. Unter anderem schaffte es 2018 zudem der stationäre Nasa-Lander „InSight“ zum Mars, außerdem kreisen mehrere Sonden um den Roten Planeten.

„Aufregendste“ Frage: Gibt es Leben?

„Perseverance“ sei aus den gesammelten Erfahrungen und dem Wissensschatz all dieser Missionen entstanden, sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. „Der Rover hat die Möglichkeit, nicht nur unser Wissen über den Roten Planeten zu vergrößern, sondern auch eine der wichtigsten und aufregendsten Fragen der Menschheit über den Ursprung des Lebens auf der Erde und auf anderen Planeten zu untersuchen.“ Der Roboter soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen und Proben von Steinen und Staub nehmen.

Das Team kann es gar nicht mehr abwarten, endlich diese Räder auf dem Mars aufzusetzen.

Fernando Abilleira, Nasa-Manager

Rover mit zahlreichen Nasa-Premien auf

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teure Rover war rund acht Jahre lang unter dem Arbeitstitel „Mars 2020“ entworfen und gebaut worden – und ist nun eine Art „Curiosity 2.0“: An Bord hat das rund 1000 Kilogramm schwere und drei Meter lange Gefährt von der Größe eines Kleinwagens unter anderem 7 wissenschaftliche Instrumente, 23 Kameras, einen Laser – und zahlreiche Nasa-Premieren: Erstmals werden mit „Perseverance“ Mikrofone auf den Mars geschickt, erstmals ein kleiner Hubschrauber – und erstmals sollen in einer gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrt Agentur Esa entwickelten Mission Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht werden.

Helikopter „Ingenuity“ begeistert Experten

Der Hubschrauber namens „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) sorgte unter Wissenschaftlern, Weltraum- und Technik-Fans bereits für viel Vorfreude – denn damit soll zum ersten Mal versucht werden, auf einem anderen Planeten eine Art Helikopter zu starten. „‚Ingenuity‘ wiegt vielleicht nur 1,8 Kilogramm, aber er hat übergroßen Ehrgeiz“, heißt es von der Nasa.

Der kleine Helikopter soll beweisen, dass Fliegen auf dem Mars möglich ist. Seine vier Rotorblätter aus Kohlefasern rotieren deutlich schneller als die von Hubschraubern auf der Erde – unter anderem weil die Atmosphäre des Mars wesentlich dünner ist. Zudem muss der Hubschrauber eisige Temperaturen von bis zu -90 Grad aushalten können. Wenn alles klappt, soll er ein paar kurze Flüge alleine machen, denn fernsteuern lässt sich „Ingenuity“ von der Erde kaum, wenn sogar Licht selbst bei günstigster Konstellation mehr als drei Minuten von einem Planeten zum anderen braucht. Bis zu vier Flugversuche könnte „Ingenuity“ auf dem Roten Planeten starten.

Erste Geräusche auf dem Mars aufgenommen

Seine Mikrofone hat „Perseverance“ schon auf dem Flug zum Mars eingesetzt – und ein gleichförmiges, leicht metallenes Rauschen aufgenommen und veröffentlicht. Bei der Landung und beim Rollen über den Planeten soll noch mehr Sound aufgenommen werden. „Wieviel wissenschaftliche Daten wir alleine mit einem simplen Mikrofon bekommen können, ist erstaunlich“, sagt Nasa-Forscher Baptiste Chide. Wegen der dünneren Atmosphäre auf dem Mars, würden sich wohl aber auch die Geräusche anders anhören. „Es wird so sein, als ob man durch eine Mauer hindurch lauscht.“

Neben all der Technik hat „Perseverance“ auch noch die auf drei fingernagelgroße Chips gebrannten Namen von knapp elf Millionen Menschen dabei, die sie nach einem entsprechenden Aufruf eingesandt hatten, und sogar eine kleine Gedenkplakette für die Corona-Pandemie. Nach rund einem halben Jahr Flug freue sich das Team riesig auf die Landung des Rovers, sagt Nasa-Manager Fernando Abilleira. „Das Team kann es gar nicht mehr abwarten, endlich diese Räder auf dem Mars aufzusetzen.“

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/nasa-mars-rover-perseverance-soll-am-18-februar-landen-D6GCWQYB4SOFAM4WVE2AQH6QJI.html

Astrobiologie:“Perseverance“Start zum Mars geglückt

Es ist die fünfte und bislang anspruchsvollste Mars-Mission der NASA: Der Mars-Rover „Perseverance“ soll nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen. Abgehoben hat er erfolgreich – in sieben Monaten soll er landen.

Das wird super! Mit „Perseverance“ werden wir der Suche nach möglichen vorhandenen Leben sowie vergangenen Leben ein großen schritt näher kommen. Auch die bemannte Raumfahrt zum Mars kommt ein stück näher.

„Dies ist anders als jeder Roboter, den wir zuvor zum Mars geschickt haben, weil er den Zweck der Astrobiologie hat“, sagte der NASA-Administrator Jim Bridenstine in einem Interview mit Reuters. „Wir versuchen, Beweise für das alte Leben in einer anderen Welt zu finden.“

Voraussetzung ist natürlich dabei das die Landung klappt, um die Wissenschaftlichen Experimente nutzen zu können. Daumen sind natürlich gedrückt. Jetzt heiß es 7 Monate warten, der Flug zum Mars wird ziemlich unspektakulär verlaufen.

Christian Dauck
Curiosity Has Landed 2012, damals Live gesehen. Februar 2021 dann hoffentlich wieder so.

Eine Atlas-V-Trägerrakete mit dem Mars-Rover „Perseverance“ an Bord ist planmäßig vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Die Mission auf der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars ist die bislang ehrgeizigste Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA zum Roten Planeten.

Die Rakete habe sich von der ersten Stufe getrennt und werde von der zweiten Stufe in den Orbit getragen, twitterte die NASA kurz nach dem Start. Eine zweite Zündung werde sie in Richtung Mars steuern.

Für die Reise sind sieben Monate veranschlagt. Wenn alles nach Plan läuft, landet „Perseverance“ im Februar auf dem Mars, 480 Millionen Kilometer entfernt von der Erde. Dort soll der Rover dann nach Hinweisen auf früheres mikroskopisches Leben in einem ehemaligen Flussbett suchen und mithilfe eines Buggys ab 2026 vielversprechende Gesteinsproben sammeln.

Rover inklusive Mini-Hubschrauber

„Perseverance“ ist der fünfte und technisch anspruchsvollste Mars-Rover der USA. Das Fahrzeug ist unter anderem mit einem Roboterarm und rund 20 Kameras ausgestattet sowie zum ersten Mal mit einem Mini-Hubschrauber. Die NASA hofft, dass dieser tatsächlich als erster Helikopter auf einem anderen Planeten fliegen wird.

Die vom „Perseverance“ auf dem Mars eingesammelten Gesteins- und Bodenproben sollen im Jahr 2031 von einer späteren Mission in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur ESA zurück zur Erde gebracht werden.

Es ist die dritte und letzte Mars-Mission in diesem Sommer. Vergangene Woche waren bereits die Raumsonde „Hoffnung“ der Vereinigten Arabischen Emirate und das chinesische Raumschiff „Fragen an den Himmel“ samt Mars-Roboter gestartet. Bislang sind die USA das einzige Land, dem eine erfolgreiche Landung auf dem Mars geglückt ist.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-marsmission-103.html


NASA-Mission – Nächster Halt: Mars

1000 Kilo schwer und so groß wie ein Kleinwagen: Der Mars-Rover „Perseverance“ soll heute von Cape Canaveral zu seiner Mission zum Roten Planeten aufbrechen. Im Gepäck hat er sogar einen kleinen Hubschrauber.

Es soll der bislang größte und gescheiteste Rover sein, den die US-Raumfahrtbehörde NASA jemals zum Mars geschossen hat: „Perseverance„. Der neue Mars-Rover soll am Donnerstag um 7:50 Uhr Ortszeit an Bord einer Atlas-V-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben. Er soll nach Spuren mikrobakteriellen Lebens suchen, zudem Klima und Geologie des Planeten erkunden. Läuft alles nach Plan, landet „Perseverance“ im Februar auf dem Mars, 480 Millionen Kilometer entfernt von der Erde.

Als Landeplatz für „Perseverance“ (deutsch etwa: Ausdauer, Beharrlichkeit) haben die Wissenschaftlerinnen und Forscher den Jezero Krater ausgewählt, ein ausgetrocknetes Flussdelta. Der Krater ist etwa 45 Kilometer breit und vor gut drei Milliarden Jahren ausgetrocknet. Man hofft, dort Spuren zu finden, die auf Organismen auf dem Mars hindeuten.

Landung in Krater geplant

„Das ist für mich der aufregendste Teil der Mission: in dem Flussdelta zu landen, das so vielversprechend ist. Wir wollen nicht nur Bilder sehen und Zahlen bekommen, sondern wir wollen Proben in den besten Laboren auswerten, die uns zur Verfügung stehen – hier auf der Erde“, sagt Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA.

„Perseverance“ soll Gesteins- und Bodenproben nehmen, diese in kleine Röhrchen verpacken und dann bereit legen – für eine Folgemission auf den Mars, die die Proben einsammeln und zur Erde bringen wird. Diese Mission könne jedoch frühestens 2026 starten.

Geräusche des Roten Planeten

Der neue Mars-Rover hat unter anderem sieben wissenschaftliche Instrumente an Bord, dazu 23 Kameras. Zwei Mikrofone ermöglichen es erstmals, die Geräuschkulisse auf dem Roten Planeten zu hören. Und „Perseverance“ bringt noch jemanden mit: „Ingenuity“ heißt ein kleiner Hubschrauber, der im Bauch des Rovers mitreist. Entwickelt wurde er am Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena – nicht ohne Schwierigkeiten, wie Matt Wallace erzählt: „Wir haben unendlich viel ausprobiert: wie passt der Hubschrauber in den Rover? Wie kommt er da wieder raus, wenn der Rover auf dem Mars landet? Und wie kann er auf dem Mars fliegen? Es war nicht einfach.“

Um auf dem Mars abheben zu können, muss das Gerät leicht und schnell sein. „Ingenuity“ wiegt gerade mal 1800 Gramm und seine Rotorblätter drehen sich mit 3000 Umdrehungen pro Minute rund zehnmal schneller als bei einem Helikopter auf der Erde.

Namen von elf Millionen Menschen im Gepäck

Außerdem führt der neue Mars-Rover einen Apparat bei sich, der Kohlendioxid aus der Atmosphäre in Sauerstoff umwandeln kann, nötig für Raketenantriebe und Atemsysteme. Damit könnte diese Mission einen wichtigen Grundstein für die wohl spannendste Reise auf den Mars legen: wenn Menschen zum Roten Planeten aufbrechen. Vorerst schaffen es nur die Namen von rund elf Millionen Menschen auf den Mars, sie sind gebrannt auf drei fingernagelgroße Chips, die der Rover mitbringt. Gelingt die Landung, dann wäre „Perseverance“ bereits der fünfte Rover, den die NASA zum Mars bringt.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/usa-marsmission-101.html

Marsrover: Plutonium-Stromquelle installiert und Überprüfung der Startbereitschaft

Künst­le­ri­sche Dar­stel­lung des Mars­ro­vers Per­se­ver­an­ce der NA­SA-Missi­on Mars 2020.

Freue mich sehr über den ersten Mars-Hubschaurber (Technikdemonstration). Das wird spannend und interessant werden, fliegende Hubschauber auf den Mars könnte die Erforschung des Mars. anderer Planeten und Monde revolutionieren.

Zum Beispiel „Dragonfly“, eine zukünftige Nasa-Mission zum Saturn-Mond Titan. Dabei soll eine fliegende Drohne dem Titan erkunden.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/dragonfly-nasa-will-saturn-mond-titan-mit-drohne-erkunden-a-1274756.html

Technikdemonstrationen dienen dem Test unter realen Bedingungen, Deshalb ist der Hubschrauber erstmal ganz einfach aufgebaut um das zu testen was man schon Im Labor und anhand von Computersimulation gemacht hat. Bevor zum Beispiel einen Hubschrauber zum Mars bringt der eine tonne wiegt und mit allen möglichen Experimenten usw. ausgestattet ist.

Wenn der Test des ersten Mars-Hubschrauber gut läuft, können Entwickler und Forscher mehr Geld für zukünftige Hubschaauber-Projekte beantragen. Technikdemonstrationen sind so eine art Werbung für die Geldgeber, es ist somit einfacher Finanzmittel zu bekommen.

Neben der suche nach Leben auf den Mars freue ich mich auch über neue Kameraaufnahmen (Fallschirm-Öffnung usw.) und erstmals sogar Mikrofone die am Rover sind, mit der wir die Landung hören werden und später auch die Marsumgebung Akustisch wahrnehmen (Wetter usw.) können. Gute Öffentlichkeitsarbeit bzw. Werbung ist schließlich auch sehr wichtig – Besonder für Raumfahrtmuffel.

Solche Tonaufnahmen vom Mars können für Filmemacher, Gameentwickler, Softwareentwickler oder der Schaffung von Virtueller Realität interessant sein. Anwendungen gibt es dafür schon. Moderne Flugsimulationen am PC und Konsole setzen schon heute auf Satellitenbilder um dem Heimanwender das bemögliche Erlebnis an zu bieten. Gerade die Gamebranche ist darin bestrebt ihren Kunden zu begeistern.

Christian Dauck
Das erste Flugobjekt auf einem fremden Planeten! NASA schickt Hubschrauber zum Mars!
Mars Helicopter Attached to Perseverance Rover for July Launch
Drohne „Dragonfly“: Gibt es auf Titan Leben?
 Foto: Johns Hopkins APL

NA­SA sucht mit Ro­ver Per­se­ver­an­ce nach Spu­ren frü­he­ren Le­bens

  • Sieben wissenschaftliche Instrumente sind im Rover von der Größe eines Kleinwagens integriert.
  • Kamera wird 360 Grad Panoramen in 3D und in Farbe mit DLR-Beteiligung bei der Datenauswertung liefern.
  • 1,8-Kilogramm leichte Hubschrauberdrohne für erste Testflüge in der dünnen Marsatmosphäre an Bord.
  • Missionsziel Krater Jezero beherbergte vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren einen See.
NASA-Marsrover „Perseverance“
Künst­le­ri­sche Dar­stel­lung des Mars­ro­vers Per­se­ver­an­ce der NA­SA-Missi­on Mars 2020. Die Missi­on wird nach ih­rer Lan­dung am 18. Fe­bru­ar 2021 im Kra­ter Je­ze­ro nach An­zei­chen von Le­bens­spu­ren (so­ge­nann­ten Bio­si­gna­tu­ren) su­chen. Erst­mals wer­den auch Bo­den- und Ge­steins­pro­ben ge­sam­melt und auf der Mar­so­ber­flä­che de­po­niert wer­den, um von ei­ner spä­te­ren ge­mein­sa­men Missi­on von NA­SA und ESA in den frü­hen 2030er-Jah­ren ein­ge­sam­melt und zur Er­de ge­bracht zu wer­den. Per­se­ver­an­ce („Be­harr­lich­keit“) hat ei­ne Mas­se von 1025 Ki­lo­gramm, die auf dem Mars ei­ne Ge­wichts­kraft von knapp 350 Ki­lo­gramm ent­fal­ten. Per­se­ver­an­ce ist et­wa 3 Me­ter lang, 2,7 Me­ter breit und hat ei­nen Ro­bo­ter­arm mit ei­ner Reich­wei­te von 2,1 Me­tern. Aus et­wa 2 Me­ter Hö­he wird die Um­ge­bung mit den Ka­me­ras auf dem Mast be­ob­ach­tet wer­den.

Mit Perseverance (Beharrlichkeit), ihrem bisher komplexesten Marsrover, beginnt die NASA ein neues Kapitel bei der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars. Der Start des neuen Rovers soll am 30. Juli 2020 um 13:50 Uhr (MESZ) mit einer Atlas-V-Trägerrakete von Cape Canaveral in Florida stattfinden. Die Landung ist für den 18. Februar 2021 im Krater Jezero geplant. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist im Wissenschaftsteam der Mission Mars 2020 vertreten und an der Auswertung der Daten und Bilder beteiligt. Ziel der Mission ist es, anhand von Gesteins- und Sedimentanalysen genauer herauszufinden, wann der Mars ideale Bedingungen für Mikroorganismen gehabt haben könnte.

Mars-Helikopter „Ingenuity“
Erst­mals in der Ge­schich­te der Raum­fahrt wird bei der Missi­on Mars 2020 ein Flug­ge­rät mit­ge­führt: Der nur 1800 Gramm schwe­re He­li­ko­pter In­ge­nu­i­ty („Ein­falls­reich­tum“) soll sich in der dün­nen Mar­sat­mo­sphä­re au­to­nom bis zu fünf Me­ter über die Lan­des­tel­le von Per­se­ver­an­ce er­he­ben und Fo­tos der Um­ge­bung ma­chen. Tests auf der Er­de ha­ben ge­zeigt, dass dies mit der ul­tra­leich­ten Hub­schrau­ber­droh­ne auch in der im Ver­gleich zur Er­de mehr als hun­dert­mal dün­ne­ren Mar­sat­mo­sphä­re mög­lich sein wird. Die Spann­wei­te der Ro­tor­blät­ter be­trägt 120 Zen­ti­me­ter, sie wer­den mit 2400 Um­dre­hun­gen pro Mi­nu­te ro­tie­ren. Die Ener­gie von 350 Watt wäh­rend der zu­nächst ge­plan­ten fünf De­mons­tra­ti­ons­flü­ge wird durch So­lar­zel­len und Li­thi­u­mio­nen­bat­te­ri­en ge­lie­fert.

Wenn der Rover Perseverance 2021 auf dem Mars landet, hat er erstmals in der Geschichte der Erkundung des Mars Behälter zum Einsammeln von Proben an Bord, die mit Bohrkernen aus einigen Zentimeter Tiefe gefüllt und für eine spätere Rücksendung zur Erde zunächst auf dem Mars deponiert werden sollen. Mittels mehrerer Folgemissionen sollen die Proben bis etwa Anfang der 2030er Jahre zur Erde transportiert werden. Insgesamt sieben wissenschaftliche Instrumente sind in den Rover von der Größe eines Kleinwagens und einer Masse von 1025 Kilogramm integriert, mit denen er die Geologie der Landestelle analysiert, nach Anzeichen früheren Lebens in Gestein und Sedimenten sucht und so die vielversprechendsten Proben für die spätere Analyse auf der Erde findet. Dazu hat die Mission Mars 2020 eine weitere Premiere im Gepäck: Eine kleine, 1,8-Kilogramm leichte Hubschrauberdrohne für erste Testflüge über der Landestelle in der dünnen Marsatmosphäre.

Marspanoramen in 3D und in Farbe

„Wir freuen uns sehr, bei dieser außergewöhnlichen Mission zum Mars im Wissenschaftsteam dabei zu sein“, sagt Nicole Schmitz vom DLR-Institut für Planetenforschung. „Besonders gespannt sind wir jetzt schon auf die ersten Bilder nach der Landung. Dann werden wir die Landestelle und das fast vier Milliarden Jahre alte Flussdelta das erste Mal aus der Perspektive der Roverkamera Mastcam-Z betrachten können.“ In die Prozessierung der Bilder der Stereokamera Mastcam-Z (Mast Camera, Zoom) fließt die langjährige Expertise der Berliner DLR-Planetenforscher ein, die sie bereits mit Kameratechnik bei den Missionen Mars ExpressDawnMASCOT/Hayabusa2 und Philae/Rosetta gesammelt haben.

„Die beiden wissenschaftlichen Augen von Perseverance zur räumlichen Orientierung und mineralogischen Analyse befinden sich am ‚Kopf‘ des Rovers auf dem markanten Mast“, erklärt Frank Preusker vom DLR-Institut für Planetenforschung. „Zusammen werden sie in der Lage sein, 360-Grad-Panoramen in 3D und in Farbe zu liefern.“ Mit maximalem Zoom kann die Kamera sogar bei einzelnen Aufnahmen Objekte von gerade einmal der Größe einer Stubenfliege über die Länge eines Fußballfeldes hinweg sichtbar machen. Die wissenschaftliche Leitung der Mastcam-Z liegt bei der Arizona State University. Der Rover Perseverance verfügt insgesamt sogar über 23 Kameras, mehr als jede andere interplanetare Mission bisher.

Gesteinsanalyse unter dem Laserstrahl

In direkter Nachbarschaft zu den beiden Augen der Stereokamera befindet sich ebenfalls auf dem Mast des Rovers das Spektrometer SuperCam, ein Instrument, das kontaktlos eine Analyse der chemischen Zusammensetzung und Mineralogie in der Umgebung des Rovers erlaubt. „Wie der Vorgänger ‚ChemCam‘ auf dem Marsrover Curiosity nutzt das Spektrometer einen gepulsten Laser, um die Geochemie von Gestein und Boden zu untersuchen. Darüber hinaus setzt es drei weitere spektroskopische Techniken und ein Mikrofon ein, um den Mineralgehalt und die Härte des Gesteins zu untersuchen“, erklärt Susanne Schröder vom Berliner DLR-Institut für Optische Sensorsysteme, die sich im Wissenschaftsteam vor allem mit der der Datenanalyse der Laser-Spektroskopie befasst. Die wissenschaftliche Leitung der SuperCam liegt beim Los Alamos National Laboratory in New Mexico und bei IRAP/CNES in Toulouse, Frankreich.

Die Mars-2020-Landestelle im HRSC-Geländemodell

Ein Flussdelta und ein See in einem Krater

Perseverance wird im Krater Jezero landen, der sich am westlichen Rand von Isidis Planitia befindet, einem der größten Einschlagsbecken auf dem Mars, nördlich des Marsäquators bei etwa 18 Grad Breite und 77 Grad Länge gelegen. Westlich von Isidis finden sich einige der ältesten und wissenschaftlich interessantesten Landschaften, die der Mars zu bieten hat. Hochauflösende digitale Geländemodelle, die aus Daten der DLR-Stereokamera HRSC an Bord der ESA-Mission Mars Express gewonnen wurden, haben einen bedeutenden Betrag bei der Auswahl und Erforschung der Landestelle geleistet. Aus ihnen lassen sich wertvolle geologische Daten berechnen, wie das Volumen des Katers und des Deltas sowie Breite, Tiefe und Gefälle des Flusses, aber auch die Geländeneigung innerhalb der Landeellipse – eine der wichtigsten Faktoren für die Landestellenauswahl.

Mars-2020-Ziel Krater Jezero
Die­ses Bild zeigt den Nord­wes­ten des Kra­ters Je­ze­ro, dem Lan­de­platz für die Mars 2020-Missi­on der NA­SA. Die Bild­da­ten wur­den mit dem Mars Re­con­naissance Or­bi­ter (MRO) der NA­SA auf­ge­nom­men. Vor Mil­li­ar­den von Jah­ren ero­dier­ten Flüs­se Tä­ler in die Mar­so­ber­flä­che, die häu­fig in Kra­ter mün­de­ten, wie in die­ser Re­gi­on ein Fluss im Ne­ret­va Val­lis, der den Kra­ter­rand von Je­ze­ro durch­bro­chen und sei­ne mit­ge­führ­ten Se­di­men­te dort in Form ei­nes Fluss­del­tas ab­ge­la­gert hat. Die Un­ter­su­chung von Spek­t­ral­da­ten aus der Um­lauf­bahn zeigt, dass ei­ni­ge die­ser Se­di­men­te Mi­ne­ra­li­en ent­hal­ten, die auf ei­ne che­mi­sche Ver­än­de­rung durch Was­ser hin­wei­sen. Hier im Del­ta des Je­ze­ro-Kra­ters ent­hal­ten die Se­di­men­te Ton­mi­ne­ra­le und Kar­bo­na­te: Grü­ne Farb­tö­ne deu­ten auf Ma­gne­si­um­kar­bo­nat (Kie­se­rit) hin, blaue Tö­ne auf Ton­mi­ne­ra­le mit ho­hem Ei­sen- und Ma­gne­si­u­man­teil, und braun­ro­te Tö­ne auf das Ei­sen-Ma­gne­si­um-Mi­ne­ral Oli­vin. Das Bild kom­bi­niert In­for­ma­tio­nen des Com­pact Re­con­naissance Ima­ging Spec­tro­me­ter für Mars (CRISM) und der Con­text Ca­me­ra (CTX) auf MRO.

Sehr wahrscheinlich beherbergte der 45 Kilometer große Krater Jezero vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren einen See. Deutliche Anzeichen dafür liefert ein altes Flussdelta im Westen des Kraters, das wasserhaltige Minerale wie beispielsweise Tonminerale enthält. Daher stammt auch der Name des Kraters „Jezero“, der in mehreren slawischen Sprachen „See“ bedeutet. Wissenschaftler halten es für möglich, dass Flüsse, die in Jezero mündeten und durch ihn gespeist wurden organische Moleküle oder andere potenzielle Anzeichen mikrobiellen Lebens, vielleicht sogar Mikroorganismen, mit sich führten. Spuren dieses früheren Lebens könnte in den Ablagerungen des Flussdeltas oder den Seesedimenten von Jezero konserviert sein und sich heute dort finden lassen. Heute ist das flüssige Wasser auf der Oberfläche des Mars verschwunden und seine Atmosphäre auf weniger als ein Prozent des Erdatmosphärendrucks ausgedünnt.

Reger Besuch auf dem Mars

Perseverance ist mittlerweile der fünfte Rover, den die NASA zum Mars schickt. 1997 landete Sojourner im Rahmen der Mission Mars Pathfinder und sendete rund drei Monate lang Daten und Bilder vom Roten Planeten zur Erde. 2004 folgten die Zwillingsrover Spirit und Opportunity, die erstmals größere Strecken zurücklegten, bis der Marswinter 2007 die Kommunikation mit Spirit und ein Staubsturm 2018 schließlich mit Opportunity beendeten. 2012 landete der bis heute im Krater Gale aktive Rover Curiosity, der in vielerlei Hinsicht baugleich mit Perseverance ist. 2018 setzte zuletzt die Landeplattform InSight auf dem Mars auf, ein geophysikalisches Labor, das das Innere des Planeten unter anderem mit der selbsthämmernden Thermalsonde HP³ des DLR, dem „Marsmaulwurf“, erkundet. Der NASA-Rover Perseverance ist zunächst für eine Missionsdauer von einem Marsjahr (zwei Erdjahren) ausgelegt mit der Option auf eine Verlängerung der Mission.

Auch im nächsten Startfenster zum Mars im Jahr 2022 ist geplant, einen Rover von der Erde zum Roten Planeten zu schicken, der nach Spuren früheren Lebens suchen soll: Im Rahmen des ExoMars-Programms der ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos wird der Rover Rosalind Franklin dabei unter anderem Proben aus bis zu zwei Metern Tiefe an die Marsoberfläche befördern und in seinem Inneren hochgenau nach Biosignaturen analysieren. In der Tiefe sind organische Verbindungen vor der Zerstörung durch kosmische Strahlung besser geschützt. Das DLR steuert einen wesentlichen Teil der wissenschaftlichen Nutzlast zu Rosalind Franklin bei: Eine hochauflösende Kamera auf dem Mast des Rovers wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, verschiedene Gesteine zu interpretieren und den bestmöglichen Platz für die Bohrungen festzulegen.

Quelle: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/03/20200724_nasa-mission-mars-2020-sucht-nach-spuren-frueheren-lebens.html


Plutonium-Stromquelle auf dem nächsten Marsrover der NASA installiert und Überprüfung der Startbereitschaft am Montag den 27.07.2020

Der Atomkraftgenerator für den Perseverance-Rover der NASA wurde auf dem Raumschiff auf einer Atlas 5-Rakete in Cape Canaveral installiert, und die Missionsmanager gaben am Mittwoch grünes Licht, um die Vorbereitungen für den Start des Rovers am 30. Juli in Richtung Mars fortzusetzen.

Der Multi-Mission Radioisotope Thermoelectric Generator (MMRTG) des Rovers wurde von einem Vorbereitungsgebäude in die vertikale Integrationsanlage der Atlas 5-Rakete überführt und mit einem Kran auf eine Arbeitsplattform nahe der Spitze des 60 Meter hohen (197 Fuß hohen) Hubs gehoben ) Startprogramm.

Die Techniker steckten den Stromgenerator durch eine Zugangstür in die Nutzlastabdeckung des Atlas 5 und platzierten das Gerät am hinteren Ende des Perseverance-Rovers durch eine Öffnung auf der Rückschale des Raumfahrzeugs, die den Rover und sein Landesystem während der Fahrt von der Erde zur Erde umschließt Mars.

Laut Mary MacLaughlin, einer NASA-Sprecherin, wurde die 45-Kilogramm-Einheit am Montag auf dem Rover installiert.

Nach dem Anschließen der Befestigungsschrauben und der passenden elektrischen Leitungen versorgten die Bodenteams den Rover mit dem neu installierten MMRTG.

Die Stromquelle war die letzte Hauptkomponente, die dem Perseverance-Rover vor seinem geplanten Start nächste Woche hinzugefügt wurde. Der Rover ist das Herzstück der 2,4-Milliarden-Dollar-Mission Mars 2020 der NASA.

„Zu diesem Zeitpunkt wurde das Raumschiff eingeschaltet und wird es rund um die Uhr bleiben“, sagte Dave Gruel, Manager für Montage-, Test- und Startoperationen (ATLO) für die Mission Mars 2020. „Das Startbetriebsteam wird weiterhin den Zustand des Raumfahrzeugs überwachen, um sicherzustellen, dass es zum Start geht – nichts Glamouröses, aber ein wichtiger Teil der Arbeit.“

Das vom US-Energieministerium entwickelte MMRTG wandelt Wärme aus dem natürlichen radioaktiven Zerfall von Plutonium-238 – einem speziellen Isotop von Plutonium ohne Waffenqualität – in Elektrizität um. Der Generator enthält 4,8 kg Plutoniumdioxid-Kraftstoff.

Das Gerät erzeugt zu Beginn der Mission von Perseverance etwa 110 Watt Leistung, was in etwa der Leistungsaufnahme einer Glühbirne entspricht. Die Energieeffizienz des MMRTG sinkt um einige Prozent pro Jahr.

Aktenfoto eines Plutonium-238-Pellets. Bildnachweis: Los Alamos National Laboratory

Das MMRTG lädt zwei Lithium-Ionen-Batterien auf dem Perseverance-Rover auf. Die Batterien werden den Roboter in Zeiten des Spitzenstromverbrauchs antreiben, wenn die NASA sagt, dass der Strombedarf während wissenschaftlicher Operationen auf dem Mars 900 Watt erreichen kann.

Fast 95 Prozent der vom MMRTG erzeugten Energie wird in Form von überschüssiger Wärme vorliegen. Dies wird dazu beitragen, die interne Elektronik des Perseverance Rovers bei den kalten Temperaturen auf der Marsoberfläche warm zu halten.

Die MMRTG ist die neueste in einer Reihe von Kernkraftquellen und Heizgeräten, die seit 1961 in mehr als 30 US-Weltraummissionen eingesetzt wurden.

Der 1-Tonnen-Perseverance-Rover ist ein Beinahe-Klon des Curiosity-Rovers der NASA, der 2011 gestartet und im August 2012 auf dem Mars gelandet ist. Perseverance verfügt über eine verbesserte Reihe wissenschaftlicher Instrumente, darunter verbesserte Kameras und eine Nutzlast, um die Erzeugung von Sauerstoff aus Kohlendioxid zu demonstrieren in der Marsatmosphäre eine Schlüsselfähigkeit für zukünftige menschliche Expeditionen.

Der Ingenuity Mars Helicopter der NASA begleitet den Perseverance Rover auch zum Roten Planeten. Nach der Landung auf dem Mars am 18. Februar 2021 wird der Rover die solarbetriebene Drohne für eine Reihe von Testflügen einsetzen. Der Ingenuity-Hubschrauber – mit sich drehenden Blättern mit einem Durchmesser von etwa 1,2 Metern – wird versuchen, das erste Drehflüglerflugzeug zu werden, das in der Atmosphäre eines anderen Planeten fliegt.

Ein Hauptziel für den neuen Marsrover der NASA ist die Sammlung von Gesteinsproben mit einem Bohrer. Die Proben werden in ultrareinen Röhrchen versiegelt, damit sie von einer zukünftigen Robotermission zur Erde zurückkehren können.

Das MMRTG für den Perseverance Rover enthält eine kleine Menge Plutonium-238, die in den letzten Jahren vom Energieministerium hergestellt wurde. Die Vereinigten Staaten stellten 1988 die Produktion von Plutonium-238 ein, und die US-Regierung kaufte das Material von 1992 bis Ende der 2000er Jahre von Russland.

Die NASA und das Energieministerium gaben 2013 bekannt, dass die Produktion von Plutonium-238 im Oak Ridge National Laboratory in Tennessee wieder aufgenommen wurde, um sicherzustellen, dass Atomkraftwerke für zukünftige Weltraummissionen verfügbar sind.

Die Dragonfly-Mission der NASA, die einen fliegenden Quadcopter zum Saturnmond Titan schicken wird, ist die nächste Sonde der Weltraumbehörde, die von einem MMRTG angetrieben wird. Der Start von Dragonfly ist für 2026 geplant.

Der thermoelektrische Multi-Mission-Radioisotop-Generator (MMRTG) für den Perseverance-Rover ist vor dem Betanken mit Plutonium abgebildet. Bildnachweis: NASA / JPL-Caltech

Die NASA-Manager haben die Teams freigegeben, um die letzten Vorbereitungen für den Start des Perseverance-Rovers während einer Überprüfung der Flugbereitschaft am Mittwoch zu treffen.

„Wir freuen uns, mit dem Abschluss der Überprüfung der Flugbereitschaft einen weiteren Meilenstein zu erreichen“, sagte Matt Wallace, stellvertretender Projektmanager für die Mission im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Aber wir werden unsere Köpfe durch die letzten Vorbereitungsaktivitäten und das Öffnen des Startfensters nächste Woche gesenkt halten, bis wir sicher sind, dass dieses Raumschiff sicher auf dem Weg ist. Mars ist ein harter Kunde, und wir halten nichts für selbstverständlich.

„Gegenwärtig ist auf der ganzen Linie alles grün“, sagte Wallace in einer Erklärung. „Alle, die an diesem Unterfangen beteiligt sind, vom Raumfahrzeugteam über das Trägerraketenteam bis hin zu den Mitarbeitern der Reichweite, freuen sich darauf, dass Perseverance seinen lang erwarteten Flug zum Mars beginnt.“

Viele Mitglieder der NASA- und United Launch Alliance-Teams, die sich auf den Start in der nächsten Woche vorbereiten, werden an diesem Wochenende eine Auszeit nehmen. Ingenieure und Techniker des Kennedy Space Center haben in den letzten Wochen viele Stunden und Wochenenden gearbeitet, um die Mission Mars 2020 für den Start am 30. Juli auf Kurs zu halten.

Die Mission sollte am 17. Juli starten, aber Probleme mit einer Kranvorrichtung im ULA-Montagegebäude Atlas 5, ein Leck in einer Flüssigsauerstoffleitung an der Atlas 5-Rakete und Verlangsamungen aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie führten zu einem Rückstoß das Startdatum um 13 Tage.

Die Startphase der Mars 2020-Mission erstreckt sich bis Mitte August. Eine Verzögerung über diesen Punkt hinaus könnte dazu führen, dass die Mission zwei Jahre lang auf dem Boden bleibt, bis Erde und Mars für einen direkten Start zum Roten Planeten wieder richtig ausgerichtet sind.

Eine Überprüfung der Startbereitschaft am Montag, dem 27. Juli, wird voraussichtlich der ULA die Genehmigung erteilen, die Atlas 5-Rakete am nächsten Tag von ihrem vertikalen Hangar auf Pad 41 der Cape Canaveral Air Force Station zu übertragen.

Dies wird die Voraussetzungen für Countdown-Vorbereitungen und das Befüllen der superkalten Raketentreibstoffe der Atlas 5-Rakete am frühen 30. Juli schaffen, wenn die Mission um 7:50 Uhr MEZ (1150 GMT) ein zweistündiges Startfenster öffnet.

Der Perseverance-Rover, der in der Nutzlastverkleidung seiner Atlas 5-Rakete eingeschlossen ist, wurde am 7. Juli in Cape Canaveral auf der Trägerrakete angehoben. Bildnachweis: NASA / Kim Shiflett

Der Perseverance Rover ist die dritte von drei Mars-Missionen, die diesen Monat starten.

Der von den Vereinigten Arabischen Emiraten entwickelte Hope-Orbiter startete am Sonntag mit einer japanischen H-2A-Rakete, und der chinesische Orbiter, Lander und Rover Tianwen 1 ist am Donnerstag gestartet.

Alle drei Missionen sollen im Februar 2021 auf dem Mars eintreffen.

Quelle: https://spaceflightnow.com/2020/07/22/plutonium-power-source-installed-on-nasas-next-mars-rover/ Automatisch durch Google auf Deutsch übersetzt.

Photos: NASA’s Perseverance rover buttoned up for launch

The Perseverance rover is enclosed within its aeroshell for launch. Credit: NASA/Christian Mangano

NASA’s Perseverance rover has been closed up inside its protective aeroshell, the structure that will protect the spacecraft when it plunges into the Martian atmosphere, in preparation for launch no earlier than July 20 from Cape Canaveral.

The six-wheeled Mars rover was connected with its descent stage earlier this year inside a clean room at the Kennedy Space Center in Florida. Technicians and engineers working amid the coronavirus pandemic affixed the rover and descent system inside the spacecraft’s backshell, then mounted the atmospheric entry vehicle onto the cruise stage, which will shepherd the spacecraft from Earth to Mars.

Some of the final pieces to be added to the rover were the super-clean sample collection tubes that the Perseverance rover will use to gather core samples on Mars for eventual return to Earth.

With the tubes installed, ground crews at the Kennedy Space Center added the rover’s heat 15-foot-diameter (4.5-meter) heat shield to close up the rover inside the cocoon that will protect it during its scorching hot entry into the atmosphere of Mars.

The next step to prepare the Perseverance rover for launch was mounting the spacecraft on the adapter structure that will connect the payload to its United Launch Alliance Atlas 5 rocket. Those connections are scheduled for completion this week, followed by encapsulation inside the Atlas 5’s bulbous white payload fairing, made by RUAG Space in Switzerland.

Once that is complete, teams will transfer the spacecraft inside the fairing to ULA’s Vertical Integration Facility at Cape Canaveral Air Force Station, where it will be hoisted by crane atop the Atlas 5 rocket around June 26.

In early July, technicians will install the rover’s plutonium power source, which will generate electricity throughout Perseverance’s mission.

Liftoff is scheduled for no earlier than July 20 during a two-hour window opening at 9:15 a.m. EDT (1315 GMT). The mission’s launch period extends through at least Aug. 11, and could potentially extended to Aug. 15, according to Omar Baez, NASA’s launch director for the mission.

The rover must launch in July or August in order

The Perseverance rover is a follow-up to NASA’s Curiosity rover, which landed on Mars in 2012. But Perseverance carries a different set of scientific instruments and sports several key technological upgrades, including improved landing navigation to better target a pinpoint touchdown on Mars on Feb. 18, 2021.

Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano
Credit: NASA/Christian Mangano

Ab Donnerstag werden die Mitarbeiter der Payload Hazardous Servicing Facility damit beginnen, das Raumschiff in der Payload-Verkleidung der Atlas 5-Rakete zu kapseln, mit der der Rover gestartet wird.

Wenn alles nach Plan verläuft, sollte das Raumschiff bis zum kommenden Montag, dem 22. Juni, in der bauchigen weißen Nutzlastabdeckung des Atlas 5 geschlossen sein. Der Rover wird am 26. Juni von der Payload Hazardous Servicing Facility im Kennedy Space Center zu United Launch Alliance transportiert Laut Mary MacLaughlin, einer NASA-Sprecherin, befindet sich die nahe gelegene vertikale Integrationsanlage an der Cape Canaveral Air Force Station.

Beim VIF werden das Raumschiff und seine schützende Startverkleidung auf einer ULA Atlas 5-Rakete angehoben.

Bevor der Rover bereit ist, die Rakete zu treffen, planen die ULA-Crews, die fast vollständige Atlas 5-Rakete für eine Countdown-Probe am 22. Juni von ihrem vertikalen Hangar auf Pad 41 zu rollen. Während der Übungsstunde wird ULA den Atlas 5 mit Kerosin füllen. flüssige Wasserstoff- und flüssige Sauerstoff-Treibmittel, um die Rakete vor dem Starttag einer vollständigen Prüfung zu unterziehen.

Credit: NASA/Christian Mangano