Möglicher Schlammvulkan auf dem Mars: Zhurong fährt zu astrobiologisch interessanten zielen

Das am 11. Juni 2021 von der China National Space Administration (CNSA) veröffentlichte Foto zeigt ein Selfie von Chinas erstem Mars-Rover Zhurong mit der Landeplattform.  (CNSA/Handout über Xinhua)

Das am 11. Juni 2021 von der China National Space Administration (CNSA) veröffentlichte Foto zeigt ein Selfie von Chinas erstem Mars-Rover Zhurong mit der Landeplattform. (CNSA/Handout über Xinhua)

Chinas Mars-Rover Zhurong – die erste Weltraumsonde des Landes, die den Roten Planeten erkundet – hat sich erneut auf den Weg der wissenschaftlichen Erkundung gemacht, nachdem er fast einen Monat lang den Sonnenausfall sicher überstanden hatte, währenddessen die Sonde den Kontakt zur Erde verlor und sich auf seine eigenen intelligenten autonomen Systeme. 

Das erfolgreiche „Überleben“ von Zhurong sowie die wertvollen Daten, die während dieser Zeit gewonnen wurden, die eine Premiere in der chinesischen Luft- und Raumfahrtgeschichte darstellten, sind unschätzbare Erfahrungen für zukünftige Weltraummissionen, einschließlich der zum Jupiter und der Marsprobengewinnungsmission. Experten festgestellt.

Die gute Nachricht kam am Freitag vom China Lunar Exploration Project der China National Space Administration und kündigte an, dass der Marsorbiter Tianwen-1 und der Rover Zhurong nach einer sicheren Passage durch eine Zeit des Sonnenausfalls ihre wissenschaftliche Erkundung fortsetzen werden.

Ende September kam es bei der Kommunikation zwischen der Sonde und der Erde zu Ausfällen aufgrund von Störungen durch die Sonnenstrahlung, die durch ein als Sonnenausfall bekanntes Phänomen verursacht wurden, wenn die Erde und der Mars auf beiden Seiten der Sonne in fast einer geraden Linie fallen Leitung. 

Der Verlust des Kontakts mit dem Fernreisenden beunruhigte viele chinesische Internetnutzer, deren Ängste und Vorfreude wie alle Eltern kämpften, die ihre Kinder in ein fernes Land verabschieden – besorgt über das Unbekannte, aber auch Vertrauen in seine Fähigkeiten. 

Um die Sicherheit der Sonde während des „Blackouts“ zu gewährleisten, hat das Bodenkontrollteam seine Erkundungsaufgaben eingestellt und eine Reihe von Maßnahmen vorbereitet, wie z dass es Risiken im Voraus abkratzen kann. 

Die Sonde hat auch die Fähigkeit, ihr eigenes Betriebssystem zu steuern und kann während eines Solarausfalls selbststeuernd bleiben und die Kommunikation mit dem Boden nach Ablauf dieser Zeit wieder aufnehmen. 

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der China Aerospace Science and Technology Corporation

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der China Aerospace Science and Technology Corporation

Während die Kommunikationsverbindungen blockiert sind, konnten chinesische Forschungsstipendiaten den Status von Orbiter und Rover verfolgen und beobachten und mithilfe vieler internationaler Institutionen aus Europa, Australien, Russland und Südafrika wertvolle Daten aus erster Hand gewinnen. 

Jiao Weixin, Professor für Weltraumwissenschaften an der Peking-Universität, glaubte, dass die Erfahrung Chinas Fähigkeiten zur Erforschung des Weltraums getestet hat, sowohl die Sicherheit der Sonde aufrechtzuerhalten als auch ihre Beobachtung fortzusetzen, wenn die Bodenkontrolle die Expedition nicht unterstützen kann. 

„Solarausfälle sind ein häufiges Phänomen, wenn wir Himmelskörper im Sonnensystem erforschen, insbesondere mit dem Mars und anderen sonnennahen Himmelskörpern. Die erfolgreichen Erfahrungen beim ersten Versuch unseres Landes haben unsere umfangreiche Vorbereitungsarbeit voll und ganz bewiesen, die Chinas weiterhin helfen wird zukünftigen Weltraummissionen, einschließlich der zum Jupiter“, sagte Jiao der Global Times am Freitag. 

Pang Zhihao, ein in Peking ansässiger Weltraumexperte und pensionierter Forscher der China Academy of Space Technology, sagte der Global Times am Freitag, dass mit der erfolgreichen Mondproben-Bergungsmission von Chang’e-5 und der Tianwen-1-Mission, die mehreren Herausforderungen standhielt, In den nächsten Jahren, etwa 2028 bis 2030, ist eine Mission zur Probengewinnung auf dem Mars auf einen Schlag zu erwarten.

In seinem nächsten Kapitel wird Zhurong sein Abenteuer auf dem Roten Planeten fortsetzen und südlich des Landeplatzes zu einem Gebiet mit mutmaßlichen Schlammvulkanen reisen, die vom Tianwen-1-Orbiter entdeckt wurden. 

Das Gebiet wurde zuvor von keinem anderen Land genau untersucht, und viele glaubten, es könnte Beweise für die Existenz von Wasser oder Leben enthalten, die durch Eruptionen der Schlammvulkane aus dem Boden geholt worden sein könnten, sagte Jiao. 

Der am 23. Juli 2020 gestartete und am 15. Mai dieses Jahres auf der Marsoberfläche gelandete chinesische Orbiter Tianwen-1 befindet sich seit über 450 Tagen im Orbit. Der Zhurong-Rover hat auch mehr als 150 Tage gearbeitet und damit seine erwartete Lebensdauer von 90 Tagen deutlich überschritten.

Quelle: https://www.globaltimes.cn/page/202110/1237041.shtml


Ein von Zhurong aufgenommenes Panoramabild, das bei der Ankündigung des Endes der Sonnenkonjunktion veröffentlicht wurde. (Bildnachweis: CNSA/PEC)

Chinas Orbiter Tianwen 1 und der Rover Zhurong sind nach einem Kommunikationsausfall, der durch die Störung der von der Erde gesendeten Funksignale durch die Sonne verursacht wurde, wieder auf dem Mars aktiv.

Tianwen 1 und Zhurong waren seit Mitte September etwa einen Monat im Standby-Modus. Da die Erde und der Mars auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne kreisen und alle drei Körper fast perfekt ausgerichtet sind, wurde die Kommunikation mit dem Roten Planeten effektiv durch die Interferenz der geladenen Teilchen unseres Sterns blockiert.

Das China Lunar Exploration angekündigt (Chinese) am Donnerstag (21. Oktober) , dass der Orbiter und Rover gestellt Kommunikation hatten und wieder aufgenommen Wissenschaft und Explorationsaktivitäten. 

Sowohl Tianwen 1 als auch Zhurong sind früher als zunächst erwartet aktiv , da die Raumsonde voraussichtlich bis Ende Oktober außer Reichweite der Kommunikation sein würde. Diese Schätzung war wahrscheinlich konservativ, da dies das erste Mal war, dass China die Mars-Raumsonde während einer einmal alle 26 Monate stattfindenden Sonnenkonjunktion betrieben hat. (Tianwen 1 ist Chinas erste Roter Planet-Mission.)

Zhurong hatte insgesamt 3.878 Fuß (1.182 Meter) zurückgelegt, bevor er für die Sonnenkonjunktion in den Standby-Modus wechselte, sagte Sun Zezhou, Chefdesigner von Tianwen 1 bei der China Academy of Space Technology (CAST), Anfang dieses Monats gegenüber chinesischen Medien. Zhurong landete am 14. Mai in Utopia Planitia und rollte eine Woche später auf die Oberfläche, nachdem er seit Februar nach der Ankunft von Tianwen 1 auf dem Mars im Orbit geblieben war.

Zhurong gab auch einen Panoramablick auf seine Umgebung zurück, bevor er in den Standby-Modus wechselte, und zeigte das Gebiet, das es erkunden wird.

Die Dinge werden sich in den kommenden Wochen sowohl für Tianwen 1 als auch für Zhurong ändern. Anfang November wird der Orbiter seine Rolle als dedizierter Relaissatellit für Zhurong beenden , da der Rover seine Hauptmission abgeschlossen hat . Tianwen 1 hat Zhurongs Position einmal an jedem Marstag oder Sol überquert, um Daten vom Rover zur Erde zu übermitteln, aber es wird jetzt seine Umlaufbahn verschieben, um mit seiner Suite von sieben Wissenschaften mit der globalen Kartierung und Analyse der Marsoberfläche und des Marsuntergrunds zu beginnen Instrumente. 

Während Tianwen 1 weiterhin Relaisdienste bereitstellen wird, könnte auch ein europäischer Satellit einspringen, um Zhurongs Daten über Hunderte von Millionen Kilometern im Weltraum zu übertragen. Der 2003 gestartete Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) plant, im November eine Reihe von fünf Tests mit Zhurong durchzuführen. 

Mars Express werde versuchen, Daten von Zhurong zu empfangen und die Informationen dann an die Erde weiterzuleiten, sagte James Godfrey, Mars Express Operations Manager bei der ESA, gegenüber Space.com. Mars Express wird jedoch keine Befehle an Zhurong senden können, da die Fähigkeiten des Rovers zum Senden von Nachrichten auf Kanäle beschränkt sind, die Mars Express nicht überwachen kann.

In der Zwischenzeit wird Zhurong seine Reise nach Süden von der Landeplattform fortsetzen, die es sicher an die Oberfläche gebracht hat.

Ein neuer Artikel, der in Earth and Planetary Science Letters über geomorphologische Explorationsziele unter der Leitung von Ye Binlong von der University of Hong Kong und Qian Yuqi von der China University of Geosciences veröffentlicht wurde, identifiziert faszinierende Ziele für die Analyse durch Zhurong. Dazu gehören Schlammvulkane und Strukturen, die möglicherweise durch Bewegungen von unterirdischem Wasser und Eis gebildet wurden.

Das bodendurchdringende Radar von Zhurong soll „grundsätzlich neue Perspektiven“ auf potenzielles unterirdisches Wassereis des Mars bieten, behaupten die Autoren. Unterirdisches Wasser hätte nicht nur Auswirkungen auf potenzielles Leben, sondern wäre auch eine strategische natürliche Ressource für die zukünftige Marserkundung mit Besatzung. Der Perseverance-Rover der NASA sucht auch mit seinem eigenen bodendurchdringenden Radar nach Wasserreserven unter der Marsoberfläche.

Ein Preprint Wissenschaft Papier über Zhurong Fortschritte so enthüllt weit , dass der Rover die etwa 33 ft im Durchschnitt bedeckt ist (10 Meter) und bis zu 66 Fuß (20 Meter) pro Sol für die ersten 60 Sole, je nach Gelände und Wissenschaft Aufgaben, Außerdem werden die Aspekte der Routenplanung und des autonomen Fahrens von Zhurongs Betrieb detailliert beschrieben. 

Das Papier enthüllt auch einige der Merkmale im Landebereich und Felsen, die Anzeichen von Verwitterung aufweisen. Erwarten Sie, dass Zhurong weiterhin neue Bilder, Erkenntnisse und wissenschaftliche Daten zurückgibt, während es schnelle Fortschritte im Süden macht.

Quelle: https://www.space.com/china-tianwen-1-mars-orbiter-rover-radio-blackout-ends


Warum der Landeplatz des chinesischen Mars-Rovers Geologen begeistert

Bild von THEMIS, The Thermal Emission Imaging System Instrument an Bord.
Ein Falschfarbenbild von Zhurongs Landeplatz; das Bild ist eine Zusammenstellung von Bildern, die von den NASA-Raumsonden Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen wurden. Wärmere Merkmale, wie felsige Oberflächen, die nachts Wärme speichern, erscheinen röter; staubige Oberflächen, die kühler sind, erscheinen blaugrün. Ein konisches Merkmal oben links könnte ein Schlammvulkan sein. Bildnachweis: NASA/ASU

Von großem Interesse für Wissenschaftler ist ein kegelförmiges, kegelförmiges Merkmal, das in Luftbildern etwa drei Kilometer nordwestlich von Zhurongs Position zu sehen ist: Dies könnte ein Vulkan sein, der aus Lava oder Schlammschlämmen gebildet wurde.

Auf der Erde werden Schlammvulkane mit der Produktion von Methan durch Bakterien in Verbindung gebracht. Ihre Anwesenheit auf dem Mars könnte helfen, die rätselhaft großen Mengen an Methan zu erklären, die zuvor in der Marsatmosphäre nachgewiesen worden waren, sagt Michalski, aber „es ist ein langer Weg“.

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Toll das man nun doch hinfährt. Möglicher Schlammvulkan auf dem Mars, klar das dass untersucht werden muss. Auch wenn es was anderes ist, trotzdem hinfahren und nach schauen.

Zhurong fährt zu astrobiologisch interessanten zielen. Möglicher Schlammvulkan auf dem Mars, man fährt jetzt doch hin um es zu untersuchen.

Christian Dauck

Um herauszufinden, was das ist, würde Long gerne ein laserbasiertes System sehen, das an Zhurongs Spektrometer gebunden ist, um die Gesteine ​​​​zu zappen und ihre Zusammensetzung zu analysieren, sowie bodendurchdringendes Radar, um Strukturen unter der Oberfläche zu untersuchen Oberfläche.

Alfred McEwen, ein Planetenwissenschaftler an der University of Arizona in Tucson und leitender Forscher des HiRISE-Bildgebungsinstruments im MRO, sagt, dass der narbige Kegel auch auf seiner Liste der zu untersuchenden Objekte „Nummer eins“ sein würde. Aber Zhao sagt, dass der Kegel außer Reichweite von Zhurong sein könnte. Ziel der Mission sei es, in den nächsten drei Monaten mehrere hundert Meter zurückzulegen, sagt sie – obwohl der Rover noch länger aktiv bleiben könnte.

Quelle: https://www.nature.com/articles/d41586-021-01340-0

James Webb Teleskop in Französisch-Guayana angekommen: Montage/Bau abgeschlossen – Startvorbereitungen beginnen

ESA begrüßt Webb in Französisch-Guayana zum Start auf Ariane 5. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA.

Oktober 2021 – Das James-Webb-Weltraumteleskop ist sicher im Hafen von Pariacabo in Französisch-Guayana angekommen. Die ESA wird nun in enger Zusammenarbeit mit der NASA diese einmalige Mission für ihren Start mit der Ariane 5 vom europäischen Weltraumbahnhof im Dezember 2021 vorbereiten.

Startbereiche für Vega, Ariane 5 und Ariane 6 auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou im Juli 2021. (Bild: ESA/S. Corvaja)

Nur wenige Missionen in der Weltraumforschung wurden mit so viel Spannung erwartet wie das James-Webb-Weltraumteleskop (Webb). Als das nächste große Observatorium für die Weltraumforschung nach Hubble soll Webb unbeantwortete Fragen über das Universum klären und einen tieferen Einblick in unsere Ursprünge gewähren: von der Entstehung der Sterne und Planeten bis zur Geburt der ersten Galaxien im frühen Universum.

Jeder Start erfordert eine akribische Planung und Vorbereitung. Für Webb begann dieser Prozess vor etwa 15 Jahren. Seine Ankunft im Hafen von Pariacabo ist ein wichtiger Meilenstein in der Startkampagne der Ariane 5.


Webb kam aus Kalifornien an Bord der MN Colibri an, die durch den Panamakanal nach Französisch-Guayana fuhr. Der flache Fluss Kourou wurde eigens ausgebaggert, um eine freie Durchfahrt zu gewährleisten, und das Schiff folgte der Flut, um den Hafen sicher zu erreichen.

MN Colibri mit JWST an Bord manövriert im Hafen Pariacabo. (Bild: ESA/CNES/Arianespace)

Obwohl das Teleskop nur sechs Tonnen wiegt, ist es im zusammengeklappten Zustand mehr als 10,5 m hoch und fast 4,5 m breit. Es wurde in zusammengeklapptem Zustand in einem 30 m langen Container verschifft, der mit der Zusatzausrüstung mehr als 70 Tonnen wiegt. Dies ist eine so außergewöhnliche Mission, dass ein schweres Gelenkfahrzeug an Bord von MN Colibri gebracht wurde, um Webb vorsichtig zum Weltraumbahnhof zu transportieren.

Das James Webb Space Telescope ist sicher im Hafen von Pariacabo in Französisch-Guayana angekommen. (Bild: ESA/CNES/Arianespace)

Die Vorbereitungsanlagen des Weltraumbahnhofs sind bereit für die Ankunft von Webb. Als zusätzlicher Schutz vor Verunreinigungen sind die Reinräume mit zusätzlichen Wänden aus Luftfiltern ausgestattet und ein spezieller Vorhang wird Webb nach der Montage auf der Rakete einhüllen.

An dieser Startkampagne sind mehr als 100 Spezialisten beteiligt. Die Teams werden getrennt arbeiten, um das Teleskop und die Trägerrakete vorzubereiten. Anschließend werden sie als ein Team das Teleskop und die Rakete für den bedeutsamen Start zusammenbringen.

Wenn Webb am Weltraumbahnhof ankommt, wird es in einer speziellen Vorbereitungsanlage für Raumfahrzeuge ausgepackt, wo es untersucht wird, um sicherzustellen, dass es von seiner Reise unbeschädigt und in gutem Zustand ist.

Parallel zu den Webb-Vorbereitungen werden die Teile der Ariane-5-Rakete aus Europa im Integrationsgebäude der Trägerrakete zusammengeführt.

Webb und Ariane 5: eine perfekte Verbindung. (Grafik: ESA)


Europas leistungsstarkes und äußerst zuverlässiges Arbeitstier für schwerste Lasten kann auf eine hervorragende Erfolgsbilanz von mehr als 100 Starts und drei Jahrzehnten zurückblicken. Die geräumige Verkleidung der Ariane 5 mit einem Durchmesser von 5,4 m und einer Höhe von 17 m bietet genügend Platz für die zusammengeklappten Komponenten des Webb-Teleskops, den Sonnenschutz und die Spiegel.

Die Ariane 5 ist gut für Wissenschaftssatelliten geeignet und kann nachweislich Missionen zum zweiten Lagrange-Punkt (L2) durchführen. Die Ariane 5 wird Webb direkt auf einen Kurs in Richtung L2 bringen, wo es nach vier Wochen ankommt. L2 ist viermal weiter entfernt als der Mond von der Erde.

Zeitplan für den Webb-Start. (Animation: ESA)


Die Ariane 5 ist aufgrund einiger spezieller Merkmale perfekt für Webb geeignet. Dazu gehört die Anpassung der Entlüftungsöffnungen an der Basis der Verkleidung, die während des Fluges vollständig aufgedrückt werden. Die Nutzastverkleidung – der Nasenkonus der Rakete – wird Webb vor der Akustik beim Start und während seiner Reise durch die Erdatmosphäre schützen. Die Entlüftungsöffnungen ermöglichen einen extrem gleichmäßigen Druckabbau der Verkleidung vom Bodendruck zum Vakuum während des Fluges.

Webb zusammengefaltet. (Bild: NASA/Chris Gunn)


Um eine Überhitzung der Webb-Elemente zu vermeiden, wird die Ariane 5 ein speziell entwickeltes Rollmanöver durchführen, damit alle Teile des Satelliten gleichmäßig der Sonne ausgesetzt sind.

Eine Zusatzbatterie wird die Oberstufe nach dem Absetzen des Teleskops mit Energie versorgen, um sie sicher von Webb zu entfernen.

Arianespace betreibt eine Reihe von Raketen im europäischen Weltraumbahnhof: Ariane 5, Vega und Sojus. Dieser Startplatz ist von Dschungel umgeben und erstreckt sich über 690 km2. Es ist aus mehreren Gründen ein idealer Standort für den Start von Raketen.

Erstens können die hier nur 5 Grad nördlich des Äquators gestarteten Raketen vom „Schleudereffekt“ aufgrund der Geschwindigkeit der Erdrotation profitieren, was ihre Leistung erhöht, da sie sich beim Start bereits mit über 300 m/s bewegen.

Start des Weltraumteleskops JWST – Abwurf der Nutzlastverkleidung – Illustration. (Bild: ESA/ATG medialab)


Außerdem bietet der offene Ozean im Osten und Norden eine große Auswahl an möglichen Startflugbahnen weg von bewohnten Gebieten.

Und schließlich ist die Gefahr von Wirbelstürmen oder Erdbeben in dieser Region sehr gering, was bei solch heiklen Operationen wichtig ist.

„Webb ist ein hervorragendes Beispiel für internationale Teamarbeit und Kooperation. Wir heißen Webb und unsere Partner auf dem europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana willkommen, um dieses Abenteuer mit einem aufregenden Start an Bord der Ariane 5 fortzusetzen und die vielen wissenschaftlichen Durchbrüche von Webb zu teilen“, sagte Daniel Neuenschwander, Direktor für Raumtransport bei der ESA.

In Zusammenarbeit mit ihren Partnern war die ESA für die Entwicklung und Qualifizierung der Ariane-5-Anpassungen für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes verantwortlich.

Das Webb-Teleskop ist ein internationales Joint Venture zwischen der NASA, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Canadian Space Agency (der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA).

Quelle: https://www.raumfahrer.net/esa-jwst-webb-in-franzoesisch-guayana/


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Nur wenige Missionen in der Weltraumforschung werden mit so viel Spannung erwartet wie das James-Webb-Weltraumteleskop (Webb).

Als das nächste große Observatorium für die Weltraumforschung nach Hubble soll Webb unbeantwortete Fragen über das Universum klären und einen tieferen Einblick in unsere Ursprünge gewähren: von der Entstehung der Sterne und Planeten bis zur Geburt der ersten Galaxien im frühen Universum.

Unter Raumfahrt-begeisternden und Raumfahrt-Nerds der wichtigste und mit größter Spannung erwartende Start in diesem Jahr.

Für jeden ist etwas an Wissenschaft dabei. Ursprünglich sollte es schon 2007 starten, aber es kam zu immensen Verzögerungen und Kostensteigerungen. Zwischenzeitlich hatte der US-Kongress einen Kostendeckel von etwa 9 Milliarden US-Dollar festgelegt, der wurde aber auch gerissen. Für die letzten Verzögerungen war dann die Corona-Pandemie verantwortlich, zuletzt konnte der Zeitplan aber größtenteils gehalten werden.

Jeder Start erfordert eine akribische Planung und Vorbereitung. Für Webb begann dieser Prozess vor etwa 15 Jahren. Seine Ankunft im Hafen von Pariacabo ist ein wichtiger Meilenstein in der Startkampagne der Ariane 5.

Nach dieser sehr langen Zeit und vielen Kostensteigerungen beginnt jetzt offiziell die Starkampange mit ihren Vorbereitungen und schlussendlich der Start. Ein wichtiger Meilenstein, nach all den Jahren ist das James Webb endlich fertig.



Chrisitan Dauck

Neue Möglichkeiten mit Weltraumteleskop „James Webb“

Wissenschaftler hoffen auf einen Blick zurück in die Frühzeit des Weltalls nach dem Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren. Auf Bilder von Sternen, die älter sind als unser Sonnensystem und vielleicht nicht mehr existieren.

Möglicherweise gar Hinweise auf eine zweite Erde, einen blauen Planeten. Forscher erwarten mit dem für Herbst geplanten Start des „James Webb Space Telescope“ (JWST) völlig neue Erkenntnisse. „Es wird einfach gigantische neue Fenster eröffnen und neue Möglichkeiten“, sagt der Direktor für Wissenschaft bei der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, Günther Hasinger.

Der Start des rund zehn Milliarden Dollar teuren Projekts der amerikanischen und kanadischen Weltraumagenturen Nasa sowie der Esa war immer wieder verschoben worden. Nun soll das gigantische Teleskop, quasi als Paket verpackt, im Herbst an Bord einer Ariane Trägerrakete starten und mit seinen vier Infrarot-Instrumenten weitaus tiefer ins All fliegen als sein Vorgänger, das seit mehr als 30 Jahren arbeitende Weltraumteleskop „Hubble“.

Dies aber birgt ein Risiko: Während „Hubble“ in 500 Kilometern Höhe mit Shuttle-Flügen mehrfach repariert und gewartet wurde, geht das beim „James Webb Space Telescope“ in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung nicht mehr. Das Teleskop mit seinem 6,5 Meter großen Spiegel und einem Tennisplatz-großen Sonnenschutz braucht Hasinger zufolge mehr als 130 Einzelmechanismen, um sich zu entfalten. „Es ist ein sehr, sehr kompliziertes Spiel, was da ablaufen muss, bis alles entfaltet ist.“ Er vergleicht das mit einem Schmetterling: „Die Raupe verpuppt sich, und dann bricht die Puppe auf, und der Schmetterling entfaltet sich.“

Dieser Prozess beginnt bereits auf dem Weg zum Ziel. „Es gibt im Sonnensystem fünf Punkte, an denen sich die Schwerkraft gegeneinander aufhebt“, sagt Hasinger. Der Zielort sei einer davon. Dort, mit Erde und Sonne im Rücken und mit dem Sonnensegel geschützt vor Wärmeeinstrahlung, könnten die Instrumente mit ihren Messungen in unterschiedlichen Infrarotwellen beginnen. Dafür werden sie teils runtergekühlt. „Es wird das erste kalte Teleskop. Wenn man Infrarotstrahlen messen will, das ist ja Wärmestrahlung, dann muss das Teleskop selber sehr kalt sein“, sagt Hasinger.

Bis zu ersten Untersuchungen werde es ungefähr sieben Monate dauern. Erste Bilder werde man voraussichtlich im kommenden Juli sehen, glaubt Hasinger. Ein vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg mitentwickeltes Instrument, eine Kombination aus Kamera und Spektograf, ist nach Angaben des Instituts so empfindlich, dass es eine brennende Kerze auf einem Jupitermond nachweisen könnte.

„Dichte Molekülwolken mit viel Staub und Gas sind die Entstehungsgebiete neuer Sterne und Planeten. Der Staub absorbiert jedoch das uns vom Sehen her vertraute sichtbare Licht, und wir könnten deshalb deren innere Regionen nur schwer oder überhaupt nicht detailliert studieren“, sagt Klaus Jäger von dem Max-Planck-Institut. Für das längerwellige Infrarotlicht ist Staub ein viel geringeres Hindernis. „Beobachtungen im Infrarot erlauben uns daher, quasi in diese Bereiche hineinzusehen beziehungsweise die Infrarotstrahlung aus dem Inneren zu empfangen.“

Mit dem Teleskop sind Hasinger zufolge eine Tiefendurchmusterung des frühen sich ausbreitenden Universums und auch eine Absuche der Sternenentstehungsgebiete geplant. „Aber dann wird auch ein Großteil an Beobachtungszeit an die extrasolaren Planeten gehen.“ Das Teleskop könne die Atmosphäre solcher Exoplaneten auf Moleküle untersuchen, die möglicherweise auf biologische Aktivität hinweisen. „Ob das gelingt oder nicht, hängt natürlich davon ab, ob wir die richtigen Planeten finden.“

Die Stärke des Teleskops liege in der Spektroskopie – also dass man von jedem Punkt am Himmel einen chemischen Fingerabdruck nehmen kann. „Ein Bild ist ja wunderschön anzuschauen. Was wir mit „James Webb“ bekommen ist eben, in jedem einzelnen Bildelement können wir auch noch 1000 andere Informationen ablesen“, sagt Hasinger. Etwa ob irgendwo Wasser überhaupt möglich sei. Interessant seien natürlich erdnahe Planeten. „Man möchte ja irgendwann mal einen Planeten finden, der möglichst erdähnlich ist und wo Wasser existiert und der nah genug ist, dass vielleicht zukünftige Generationen auch mal dahin fliegen können.“

So könnte möglicherweise eine Erde 2 gefunden werden. Das Teleskop „wird möglicherweise Charakterisierungen machen können, ob es da Sauerstoff gibt oder Ozon oder mögliche andere Biomoleküle“. Möglich sei das in einer Distanz bis 1000 Lichtjahre. Zur Dimension: Ein Lichtjahr beschreibt die Entfernung, die Licht in einem Jahr zurücklegt – fast 9,5 Billionen Kilometer. Von der rund 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne braucht Licht zur Erde etwa acht Minuten.

Mit dem Teleskop sollen die ersten nach dem Urknall entstandenen Galaxien beobachtet werden, hatte Nasa-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen Anfang Juni gesagt. Demnach soll es einen Blick in die Vergangenheit vor 13,5 Milliarden Jahren bieten – um einiges weiter zurück als sein Vorgänger „Hubble“.

„Es wird uns so viel Neues zeigen, dass wir mit den Ohren schlackern“, sagt Hasinger. „James Webb“ arbeite im infraroten, „Hubble“ im optischen und ultravioletten Bereich. Es wäre ideal, wenn Hubble noch möglichst lange arbeiten würde. „Denn dann bekäme man das gesamte Band des Regenbogens.“

Für das nach dem früheren Nasa-Chef James Edwin Webb benannte Teleskop rechnet Hasinger mit einer Lebensdauer von zehn Jahren. Dann gehe ihm quasi der Treibstoff aus. Für das seit rund 25 Jahren entwickelte Projekt habe die Nasa anfangs mit Kosten von rund 500 Millionen Dollar gerechnet. „Da haben sich die damaligen Wissenschaftler und Ingenieure einfach sehr, sehr stark verschätzt“, sagt Hasinger.

Der Nutzen des Zehn-Milliarden Dollar-Projekts liegt für Hasinger dennoch auf der Hand. „Der Mensch als solcher ist ja neugierig und versucht immer, alles in seiner Umgebung zu verstehen.“ Es gehe um die Frage, wo kommen wir her und wo gehen wir hin. „Es ist die Frage, wie ist das Universum entstanden und wie wird es sich weiter entwickeln? Wie ist die Galaxie, das Sonnensystem, das Leben entstanden?“

Jäger sagt: „Eines steht aber meiner Meinung nach schon fest und ist eine Erfahrung aus vielen anderen Meilensteinprojekten: Wir werden mit „JWST“ Entdeckungen machen, von denen wir jetzt noch nichts ahnen!“

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/wissenschaft-neue-moeglichkeiten-mit-weltraumteleskop-james-webb-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210816-99-856327


James-Webb-Weltraumteleskop sicher in Französisch-Guayana angekommen

Zwei Monate vor dem geplanten Start ist das Weltraumteleskop James Webb am Startplatz eingetroffen. Es hat eine 16-tägige Reise hinter sich.

Das Weltraumteleskop James Webb ist sicher in Französisch-Guayana angekommen und kann nun für den Start ins All vorbereitet werden. Das für den Transport genutzte Schiff MN Colibri hat den Hafen von Pariacabo erreicht und damit die nicht ungefährliche, über 9000 Kilometer lange Passage von Kalifornien durch den Panamakanal sicher beendet, berichtet die Europäische Weltraumagentur. Verpackt ist das etwa sechs Tonnen schwere Weltraumteleskop demnach in einem 30 Meter langen Container, der aufgrund von zusätzlichem Equipment insgesamt über 70 Tonnen wiegt. Mit schwerem Gerät wurde er nun vom Schiff geholt.

Nach der Ankunft soll das Weltraumteleskop nun in einem riesigen Reinraum im Weltraumbahnhof Kourou ausgepackt und auf mögliche Beschädigungen hin untersucht werden. Dann wird es für den Start vorbereitet. Parallel dazu erfolgen die Arbeiten an der dafür genutzten Rakete des Typs Ariane 5, erklärt die ESA.

Mehr als 100 Spezialisten seien damit nun beschäftigt. Insgesamt bleiben dafür nun etwas mehr als zwei Monate, als Starttermin wurde der 18. Dezember festgelegt. Dann wird es noch einmal etwa einen Monat brauchen, bis es seinen geplanten Einsatzort am sogenannten Lagrange-Punkt L2 erreicht. Ungefähr sechs Monate nach dem Start soll das Weltraumteleskop dann seine wissenschaftliche Arbeit aufnehmen.

Das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) ist der Nachfolger für das Weltraumteleskop Hubble und ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der kanadischen CSA. Ursprünglich sollte es schon 2007 starten, aber es kam zu immensen Verzögerungen und Kostensteigerungen. Zwischenzeitlich hatte der US-Kongress einen Kostendeckel von etwa 9 Milliarden US-Dollar festgelegt, der wurde aber auch gerissen. Für die letzten Verzögerungen war dann die Corona-Pandemie verantwortlich, zuletzt konnte der Zeitplan aber größtenteils gehalten werden. Vor dem Transport zum Startplatz gab es unter anderem die Sorge, dass Piraten das Instrument entwenden könnten. Die Schiffsfahrt erfolgte deshalb unter ziemlicher Geheimhaltung.

Christian Dauck: Na so Super-Geheim war die fahrt ja nun nicht, ich zum Beispiel wusste schon Anfang September das die MN-Colibri das Schiff sein wird was James-Webb transportiert
Christian Dauck: Auch fährt Sie ja dicht an der Küste, wo es zahlreiche Bodenstationen gibt die das Transponder-Signal empfangen. AIS „Automatic Identification System“ ist ein UKW-basiertes System zur Übertragung der eigenen Schiffsposition, von Kurs und Geschwindigkeit, sowie vieler weiterer Daten wie Schiffsname, Flaggenstaat, MMSI-Nummer, Art des Schiffes, Schiffslänge, etc. Wie beim Radar können umliegende Schiffe beobachtet und so Kollisionen vermieden werden. Die Reichweite beträgt etwa 30 Seemeilen. Alle Schiffe über 300 BRT sind mit einem AIS-Sendeempfänger ausgerüstet. Auch bei Yachten wird das System immer beliebter. Die Daten werden auch von Landstationen empfangen, und zentral zusammengeführt. Die Uni Syros stellt die Daten über MarineTraffic zur Verfügung. OpenSeaMap betreibt eine eigene solche Landstation am Main-Donau-Kanal.
Christian Dauck: Immer auf den laufenden wo das Objekt der Begierde ist. Dank Twitter bzw. Soziales-Netzwerk

Quelle: https://www.heise.de/news/James-Webb-Weltraumteleskop-sicher-in-Franzoesisch-Guayana-angekommen-6215882.html

CUTE: Die Atmosphären heißer Jupiter (Exoplaneten) im Visier

Missionslogo von CUTE: Am 27. startete die Mission „CUTE“ –und der vergleichsweise winzige Satellit, der Geheimnisse rund um die sogenannten „Hot Jupiters“ lüften soll, macht diesem Namen alle Ehre. Es handelt sich um eine der CubeSat-Missionen der NASA, die demonstrieren sollen, dass solche Kleinsatelliten dank der immer weiter fortschreitenden Miniaturisierung der Elektronik und Sensorik auch für anspruchsvolle technische und wissenschaftliche Aufgaben geeignet sind. Videolink: https://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/so-klein-wie-eine-mueslipackung-neuer-satellit-lueftet-geheimnisse-des-universums-clip

Ein kleiner Mini-Satellit soll in den kommenden Monaten riesige extrasolare Gaswelten erforschen: Das Colorado Ultraviolet Transit Experiment, kurz CUTE, ist in der vergangenen Nacht erfolgreich ins All gestartet. Durch Beobachtung der Atmosphären von heißen Jupitern erhoffen sich die Forschenden auch allgemeinere Informationen über die Planetenentwicklung.

Redaktion / Pressemitteilung des Instituts für Weltraumforschung der ÖAW
astronews.com 28. September 2021

Zusammen mit dem Satelliten Landsat 9 wurde gestern Abend von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien auch das Colorado Ultraviolet Transit Experiment (CUTE) gestartet. Der kleine Satellit soll die Atmosphären von extrasolaren Planeten untersuchen. CUTE ist nur von seiner Größe her „niedlich“, englisch „cute“: Im Inneren des Satelliten steckt Hightech vom Feinsten: Es handelt sich nämlich um die erste von der NASA finanzierte CubeSat-Mission, die einen Blick auf ferne Welten außerhalb unseres Sonnensystems wirft – ein wichtiger Test dafür, wozu diese kleinen Raumfahrzeuge in der Lage sein könnten.

CUTE
Künstlerische Darstellung des Satelliten CUTE im Erdorbit.

„Das etwa vier Millionen Euro teure Raumfahrzeug, ein viel kleinerer Satellitentyp als üblich, auch als CubeSat bekannt, ist ungefähr so groß wie eine Schuhschachtel“, so Luca Fossati vom Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das als wichtigster nicht-amerikanischer Partner an der Mission beteiligt ist. Fossati ist Mitglied im CUTE Science Team ist. Im Gegensatz zu größeren Weltraummissionen, die oft Hunderte von Millionen Euro kosten, können CubeSats kostengünstig und schneller hergestellt werden und trotzdem von wissenschaftlichem Nutzen sein.

Schnelles Update auf @CUTECubeSat
von dem @LASPatCU
SmallSat Mission Ops Center: Wir haben gestern mit den Überprüfungen der Raumfahrzeuge begonnen und hoffen, nächste Woche mit den Überprüfungen der
#wissenschaftlichen Nutzlast beginnen zu können !

Der Mini-Satellit verfolgt große wissenschaftliche Ziele: Im Laufe von etwa sieben Monaten soll er eine besondere Klasse von extrasolaren Planeten ins Visier nehmen, die als „heiße Jupiter“ bezeichnet werden. Wie ihr Name schon sagt, sind diese Gasplaneten sowohl groß als auch sehr heiß und erreichen Temperaturen von Tausenden von Grad Celsius. Sie umrunden ihre Sonne auf sehr engen Bahnen. „Dank der Ergebnisse werden wir besser verstehen, wie sich diese und viele andere Planeten über Milliarden von Jahren entwickeln und sogar schrumpfen“, erläutert Fossati das Missionsziel.

CUTE befasst sich mit einem besonders „heißen“ Thema der Astrophysik: Heiße Jupiter und ihre noch chaotischeren Cousins, die ultraheißen Jupiter, sind eine äußerst unwirtliche Klasse von Gaswelten. Ein Beispiel dafür ist KELT-9b: Dieser Planet, der sich in einem Sternensystem befindet, das etwa 670 Lichtjahre von unserem entfernt ist, hat eine Masse, die fast dreimal so groß ist wie die des Jupiters. Aber KELT-9b kreist auch viel näher an seinem Mutterstern – so nah, dass die Temperaturen auf dem Planeten 7800 Grad Celsius erreichen. „Durch die Nähe zu seinem Stern, der fast zweimal so heiß wie unsere Sonne ist, erhält KELT-9b eine enorme Strahlungsmenge“, berichtet Fossati.

Diese Strahlung fordert mit der Zeit ihren Tribut von den Planeten. Bei diesen Temperaturen beginnen sich die Atmosphären heißer Jupiter auszudehnen. Sie können sogar ins All entweichen. Und genau hier kommt CUTE ins Spiel: Der Satellit wird die aufgeblähten Atmosphären dieser wirklich heißen, ziemlich gashaltigen Exoplaneten untersuchen und messen, wie schnell die Gase entweichen.

„Die Ergebnisse werden uns nicht nur viel über heiße Jupiter, sondern über die gesamte Bandbreite der in der Galaxie existierenden Planeten sagen können,“ so Fossati. Dazu gehören auch kleine und felsige Welten wie die Erde und ihre nahen Nachbarn. Der Mars beispielsweise hat im Laufe von fast drei Milliarden Jahren ebenfalls einen Großteil seiner Atmosphäre verloren, so dass der Planet für Menschen unbewohnbar geworden ist. CUTE soll während seiner kurzen Lebensdauer so viele heiße Jupiter wie möglich abtasten. „Der Satellit wird beweisen, dass auch ’niedliche‘ Dinge bemerkenswerte wissenschaftliche Arbeit leisten können“, ist Fossati überzeugt.

CUTE misst 30 mal 20 mal 10 Zentimeter, das entspricht ungefähr der Größe einer Schuhschachtel. Der CubeSat wird die obere Atmosphäre der fernen Welten mithilfe der Ultraviolett-Spektroskopie erforschen und die Zielobjekte während eines sogenannten Planetentransits beobachten: „Wenn der Planet von der Erde aus gesehen vor dem Stern vorbeizieht, gelingt es einem Teil des Sternenlichts die Planetenatmosphäre zu durchdringen und eine charakteristische Signatur im Sternenspektrum zu hinterlassen“, erklärt Fossati. Diese mit CUTE erfassten Spektra werden zur näheren Beobachtung der Atmosphäre herangezogen, um den Masseverlust der Planeten besser zu verstehen.

CUTE wurde am Laboratory for Atmospheric and Space Physics (LASP) der University of Colorado in Boulder in den USA entwickelt und gebaut. Das IWF stellte die Analyse des optischen Systems bereit und lieferte den Datensimulator und die Datenreduktions-Pipeline. Der österreichische Beitrag zu CUTE wurde von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) finanziert. Weitere Projektpartner im CUTE-Team stammen aus Arizona, Irland, Frankreich und den Niederlanden. Quelle: https://www.astronews.com/news/artikel/2021/09/2109-021.shtml


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CUTE:

Mal schauen wieviel Forschung mit Satelliten in Cornflakes-Packungsgröße bzw. Nanosatelliten aus dem Erdorbit geht.

Interessant und spannend, Miniatur-Satellit soll Atmosphäre besonders unwirtliche Exoplaneten untersuchen. Mal schauen wieviel Forschung mit Satelliten in Cornflakes-Packungsgröße bzw. Nanosatelliten aus dem Erdorbit geht.

Auf große Missionen wie zum Beispiel das „James Webb Teleskop“ oder „Ariel“ warte ich Jahrelang. Konnte ich Anfangs nicht glauben ein Satellit in Cornflakes-Packungsgröße unter sucht die Atmosphäre besonders unwirtliche Exoplaneten – Ja klar! Auch als ich erstmal 2017 davon gehört habe konnte ich es nicht glauben – was soll denn dieses Spielzeug können und dann noch Untersuchung von Exoplaneten. Interessante Wissenschaft ist sonst immer groß und teuer sowie von Kostensteigerungen und Verzögerungen beim Bau begleitet. Ich bin gespannt was man erwarten darf.

Heiße Jupiter sind eine Klasse von Gasriesen- Exoplaneten , von denen angenommen wird, dass sie Jupiter physikalisch ähnlich sind, aber sehr kurze Umlaufzeiten ( P < 10 Tage ) haben. [1] Die unmittelbare Nähe zu ihren Sternen und die hohen Oberflächentemperaturen führten zu dem Spitznamen „heiße Jupiter“.

Hintergrund wissen zu Ariel: Im März 2018 wurde ARIEL (Atmospheric Remote‐sensing Infrared Exoplanet Large‐survey) als vierte mittlere Forschungsmission im Cosmic Vision Programm der ESA ausgewählt. Sie wird sich mit fundamentalen Fragen beschäftigen wird: Woraus bestehen Exoplaneten, wie bilden sich Planetensysteme und wie entwickeln sie sich weiter? Hierzu werden die Atmosphären Hunderter Planeten untersucht, die verschiedene Arten von Muttergestirnen umkreisen.

Auf diese Weise können die Unterschiede der Merkmale sowohl bei einzelnen Planeten als auch in Planetengruppen beurteilt werden. Die Mission wird sich auf warme und heiße Exoplaneten konzentrieren, die ihren Stern in engen Umlaufbahnen umkreisen – von Super-Erden bis zu Gasriesen. Das Teleskop von ARIEL arbeitet sowohl im Bereich des sichtbaren Lichts als auch im Infrarotbereich.

ARIEL wird Mitte 2028 mit der neuen Ariane 6-Trägerrakete der ESA vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in den Weltraum geschossen. Seinen Einsatzort für die ersten vier Jahre der Mission nimmt es in einem Orbit etwa am zweiten Lagrange-Punkt (L2) auf, von der Sonne aus betrachtet 1,5 Millionen Kilometer direkt „hinter“ der Erde.

Derzeit wird der Aufbau des Satelliten definiert, was schließlich zur „Annahme“ der Mission führt, die für 2020 geplant ist. Im Anschluss wird ein Auftragnehmer aus der Industrie gesucht, der den Satelliten bauen soll. Das IWF ist an zwei wissenschaftlichen Arbeitspaketen beteiligt. Quelle: https://www.oeaw.ac.at/iwf/forschung/weltraummissionen/zukuenftige-missionen/ariel

Christian Dauck


Sogenannte Cubesats, kleine würfelförmige Satelliten mit einer Kantenlänge von gerade einmal zehn Zentimetern, können immer komplexere Aufgaben übernehmen. Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat jetzt das Satellitenprojekt CUTE bewilligt: Dabei sollen mit einem Mini-Satelliten heiße Jupiter untersucht werden, die vor ihrer Sonne vorüberziehen.

Redaktion / Pressemitteilung des Instituts für Weltraumforschung der ÖAW
astronews.com 12. Oktober 2017

Die NASA hat den Bau eines Nanosatelliten zur Erforschung extrasolarer Planeten und ihrer Atmosphäre beschlossen. Die Mission CUTE wird von der University of Colorado im US-amerikanischen Boulder geleitet. Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist der wichtigste nicht-amerikanische Partner.

Künstlerische Darstellung des CUTE-Satelliten im Flug

CUTE (das steht für Colorado Ultraviolet Transit Experiment) wird den Masseverlust und die Zusammensetzung der oberen Atmosphäre von etwa 20 „heißen“ Jupiter-ähnlichen Planeten erforschen. Der Nanosatellit wird ungefähr die Größe einer Schuhschachtel haben und ein Ultraviolett-Teleskop an Bord führen. Die Zielobjekte werden während eines Planetentransits beobachtet, wenn also der Planet von der Erde aus gesehen vor seinem Stern vorbeizieht. Dabei wird CUTE auch nach planetaren Magnetfeldern suchen.

„Wir vermuten bei diesen heißen Planeten, dass der Masseverlust so rasch erfolgt, dass schwere Elemente aus dem Planeteninneren herausgesogen und in die ausgasende Atmosphäre geschleudert werden“, erklärt IWF-Gruppenleiter Luca Fossati, der Mitglied im CUTE Science Team ist. „Wir erwarten uns also Spuren von schweren Elementen wie Magnesium und Eisen zu entdecken, die der Planet auswirft.“

Die UV-Region wurde ausgewählt, weil die Sterne dort noch hell genug sind, aber auch der Atmosphärenverlust darin gut untersucht werden kann. Mit dem Bau von CUTE wurde vor wenigen Wochen begonnen, der Start der Mission ist für 2020 geplant. Das IWF stellt die Analyse des optischen Systems bereit und liefert den Datensimulator zur Aufbereitung der Datenreduktions-Pipeline. Weitere Projektpartner im CUTE-Team stammen aus Arizona, Irland, Frankreich und den Niederlanden.

Bis heute wurden über 100 Gasriesen außerhalb unseres Sonnensystem entdeckt, die ihren Mutterstern in sehr geringem Abstand umkreisen. „Mit der Untersuchung dieser Planeten hoffen wir, die Entstehung unseres eigenen Sonnensystems besser verstehen zu können“, erläutert Fossati die Bedeutung der Mission.

CUTE zählt zu den sogenannten Cubesats. Es handelt sich dabei um würfelförmige Mini-Satelliten mit einer Kantenlänge von etwa zehn Zentimetern, wobei auch mehrere Einheiten zu einem größeren Cubesat zusammengesetzt werden können. CUTE besteht aus sechs Standardeinheiten und hat eine Größe von 30 x 20 x 10 Zentimetern. Diese kleinen Satelliten sind in den letzten Jahren immer populärer geworden, lassen sie sich doch relativ preisgünstig entwickeln und auch starten: So reisen sie in der Regel beim Start größerer Satelliten einfach mit ins All oder werden sogar von der Internationalen Raumstation ISS aus in den Weltraum ausgesetzt. Quelle: https://www.astronews.com/news/artikel/2017/10/1710-013.shtml


CUTE: Dieser Satellit ist so groß wie eine Cornflakes-Packung

Ein neuer Miniatur-Satellit soll besonders unwirtliche Exoplaneten – als heiße Jupiter bezeichnet – sieben Monate lang aus dem All beobachten. Das soll die Frage, warum Atmosphären entweichen, klären.

Das Laboratory for Atmospheric and Space Physics (LASP) der University of Colorado Boulder (CU Boulder) hat über die letzten vier Jahre einen Satelliten entwickelt, der so groß wie eine Familienpackung Cornflakes ist und auf den sperrigen Namen „Colorado Ultraviolet Transit Experiment“ hört. Abgekürzt ergibt sich das Akronym CUTE, das flüssig gelesen in deutscher Übersetzung „niedlich“ bedeutet.

CUTE soll heiße Jupiter abtasten

Der etwa vier Millionen US-Dollar teure und zur Gruppe der sogenannten Cubesats gehörige Flugkörper soll am 27. September ins All starten und dann sieben Monate lang eine Reihe weit entfernter Exoplaneten untersuchen. Die Mission wird an Bord einer United-Launch-Alliance-Rakete des Typs Atlas V zusammen mit dem Satelliten Landsat 9 von der Vandenberg-Space-Force-Base in Lompoc im US-Bundesstaat Kalifornien starten. Das teilt die CU Boulder auf phys.org mit.

Nachdem CUTE in eine Umlaufbahn um die Erde eingetreten ist, soll der Mini-Satellit eine Gruppe von Gasplaneten messtechnisch untersuchen, die als „heiße Jupiter“ bezeichnet werden. Der Name resultiert daraus, dass sie jeweils riesig groß, sogar bis zu dreimal größer als „unser“ Jupiter, sind. Zugleich sind diese Planeten extrem heiß. Sie erreichen Temperaturen um 4.000 Grad Celsius auf ihren Oberflächen. Das hat zum Teil damit zu tun, dass sie in recht engen Umlaufbahnen um ihren jeweiligen Stern kreisen.

Diese Strahlung schädigt mit der Zeit die Planeten, denn bei solchen Temperaturen dehnen sich die Atmosphären heißer Jupiter aus. Das kann bis zum Riss in der Atmosphäre mit nachfolgendem Entweichen ins All gehen. Forschende können an diesen Planeten, die sich gleichsam wie in einer Art Zeitraffer ausdehnen und dann zu weißen Zwergen werden, Erkenntnisse dazu gewinnen, wieso Atmosphären sich von Planeten lösen.

Wie viel Forschung geht mit Satelliten in Cornflakes-Packungsgröße?

Die Idee ist, dass das Untersuchen des Entweichens von Atmosphäre an möglichst vielen Planeten dazu beitragen kann, die Gesetzmäßigkeiten hinter dem Entweichen von Atmosphären insgesamt zu verstehen. Solche Erkenntnisse könnten dann auf verschiedene Arten von Planeten angewendet werden, so die Forschenden.

Neben dem eigentlichen Missionsziel will die US-Weltraumbehörde Nasa mit dem CUTE herausfinden, „wie viel Wissenschaft mit einem kleinen Satelliten möglich ist“. Das repräsentiert ein bedeutendes Umdenken in der Weltraumforschung. Noch vor rund zehn Jahren waren Kleinsatelliten auch in der Nasa als „Spielzeug“ abgetan worden, das man höchstens zu Lehrzwecken gebrauchen könnte.

In der Zwischenzeit konnte das LASP verschiedene Konzepte auf Cubesat-Basis vorstellen, die allesamt überzeugten. Nicht unbedeutend dürfte letztlich auch der Kostenfaktor sein. Der CUTE ist mit rund vier Millionen Dollar sehr viel günstiger als größere Satelliten, die in der Regel mehr als 100 Millionen Dollar verschlingen. Quelle: https://t3n.de/news/cute-cornflakes-satellit-1410079/

Mars-Mission: Hubschrauber „Ingenuity“muss noch schneller drehen / Mars in Konjunktion: Kommunikation bricht ab

  • Der Hubschrauber „Ingenuity“ landete im April auf dem Mars.
  • Nun muss er seine Rotorblätter noch schneller drehen lernen.
  • Sonst könne sich das Fluggerät nicht in der Luft halten, teilte die Nasa mit.
Das Foto zeigt den Hubschrauber „Ingenuity“ am 7. April auf dem Mars. © Quelle: NASA/JPL-Caltech/dpa

Der Mars-Hubschrauber „Ingenuity“ muss seine Rotorblätter künftig noch schneller drehen. Weil die Atmosphäre des roten Planeten saisonal bedingt in den kommenden Wochen noch dünner werde, werde der Mini-Hubschrauber seine Rotorblätter noch schneller drehen müssen, um zu starten und sich in der Luft zu halten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Weil die Mission von „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) ursprünglich nur auf rund 30 Tage angelegt war, sei so etwas nie auf der Erde getestet worden. Bei den kommenden Mars-Flügen des Hubschraubers würde nun deswegen erstmal vorsichtig das schnellere Drehen der Rotorblätter ausprobiert.

„Ingenuity“: Riskantes Manöver auf dem Mars

Während seines 13. Fluges habe der Hubschrauber ein dreidimensionales Foto von einem Hügel auf dem Mars mit einem Durchmesser von rund 10 Metern aufgenommen, teilte die Nasa außerdem am Freitag mit.

„Ingenuity“ war Ende Februar an Bord des Rovers „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) mit einem riskanten Manöver auf dem Mars gelandet. Mitte April hatte er zum ersten Mal abgehoben – und damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Inzwischen ist die Mission des Helikopters auf unbestimmte Zeit verlängert worden.

Quelle: https://www.rnd.de/wissen/mars-mission-hubschrauber-ingenuity-muss-noch-schneller-drehen-O27E3YSVXSEOMHKC6JNXN57MXA.html



Mars-Flotte ist auf sich allein gestellt – Nasa bricht Kontakt zu Rovern und Orbitern ab

Die Mars-Flotte der Nasa wird für einige Zeit auf sich gestellt sein: Ein astronomisches Phänomen sorgt dafür, dass der Kontakt für zwei Wochen nicht möglich ist.

Der Mars* ist der wohl am besten erforschte Planet jenseits der Erde, er ist eines der wichtigsten Ziele großer Raumfahrt*-Missionen. Seit mehr als 20 Jahren hat die US-Raumfahrtorganisation Nasa* dort Forschungsmissionen stationiert, deren Ziel es ist, den roten Planeten besser zu verstehen und herauszufinden, ob er einst in der Lage war, Leben zu beherbergen – oder ob es gar heute noch Leben dort gibt.

Die Weltraumforschung* auf dem Mars ist oft schwierig: Zu den schwierigen Bedingungen auf der Oberfläche des Planeten (extreme Temperaturen, für Menschen tödliche Strahlung) kommt eine Verzögerung in der Kommunikation, die für die einfache Strecke Mars-Erde bei zwischen etwa drei bis 20 Minuten liegt und dafür sorgt, dass sämtliche Fahrzeuge auf der Mars-Oberfläche und Orbiter in der Mars-Umlaufbahn tagtäglich autonom agieren müssen.

Doch etwa alle 26 Monate unterbricht ein astronomisches Phänomen die Kommunikation zwischen der Erde und den fleißigen Forschungsgeräten auf und rund um den Mars. Der rote Planet befindet sich dann in Konjunktion mit der Sonne – das bedeutet, dass der Mars von der Erde aus gesehen „hinter“ der Sonne steht und für etwa zwei Wochen nicht sichtbar ist. Zwar könnte man trotzdem Kommandos zu den Mars-Rovern und Orbitern schicken, doch es kann passieren, dass durch die Sonne Daten verloren gehen oder teilweise zerstört werden. Um zu verhindern, dass die Mars-Flotte durch fehlerhafte Befehle gefährdet wird, stoppt die Nasa deshalb die gesamte Kommunikation mit dem Mars für zwei Wochen.

Funkstille zwischen Nasa und Mars: Roter Planet verschwindet hinter der Sonne

Im Jahr 2021 gilt diese Funkstille zwischen Mars und Erde bei der Nasa für die Zeit vom 2. Oktober bis 14. Oktober. In der Zeit davor kommt es jedoch noch mal zu hektischer Betriebsamkeit: Da werden erneut Daten heruntergeladen und die Rover und Orbiter auf die zweiwöchige Kommunikationspause mit den Bodenstationen vorbereitet. Einige Instrumente werden für diese Zeit abgeschaltet, die Rover „Perseverance“ und „Curiosity“ werden geparkt und auch der Helikopter „Ingenuity“ wird wohl auf dem Boden bleiben müssen.

Nasa-Mitarbeitende müssen zwei Wochen auf Signale vom Mars warten

Doch ganz arbeitsfrei hat die Mars-Flotte der Nasa in diesen zwei Wochen nicht: Die Nasa-Mitarbeitenden schicken auch Befehle für die Zeit des „Blackouts“ zum Mars, die die Rover und Orbiter in dieser Zeit abarbeiten sollen. Dann gilt: Zwei Wochen lang warten, bis die Kommunikation wieder möglich ist. Das klinge riskant, doch die „Ingenieure sind mittlerweile geübt darin, ihre Raumsonden auf sich alleine gestellt zu lassen“, heißt es bei der Nasa. Tatsächlich sei es so, dass viele Mitglieder der Mars-Teams der Nasa die ruhige Zeit selbst für ein paar Urlaubstage nutzen würden, so die Raumfahrtorganisation weiter.

Kommt der Mars nach etwa zwei Wochen wieder zum Vorschein, schickt die Mars-Flotte zwischengespeicherte Forschungsdaten zur Erde. Große Daten – etwa Fotos oder Videos – werden während der Kommunikationspause meist nicht aufgenommen, da sie kaum zwischengespeichert werden können.

Die Kommunikations-Pause zwischen Erde und Mars gilt im Übrigen nicht nur für die US-Raumfahrtorganisation Nasa. Auch die europäische Raumfahrtbehörde Esa, Indien, China und die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit mehreren Orbitern und einem Rover betroffen.

Quelle: https://www.fr.de/panorama/mars-nasa-erde-rover-orbiter-curiosity-perseverance-kein-kontakt-funkstille-sonne-konjunktion-raumfahrt-news-zr-90980129.html

Weltraumforschung: Neue Supererde entdeckt/Wir brauchen endlich das James Webb Teleskop

Neue Supererde entdeckt – Forschende finden „außergewöhnliches“ Objekt durch Zufall

04.08.2021

Bei der Auswertung von Daten des Weltraumteleskops Cheops hat ein ESA-Forschungsteam einen neuen Exoplaneten gesichtet: eine sogenannte Supererde.

Genf/Darmstadt – Etwas weniger als 50 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt, mit einem Radius 2,5 Mal so groß wie die Erde und reich an Wasservorkommen: Die Sichtung des Exoplaneten „Nu2 Lupi d“ gehört zu den größten Errungenschaften der Weltraumforschung dieses Jahres. Dabei war das Auftauchen der Supererde auf den Aufnahmen des Weltraumteleskops Cheops ein echter Zufallsfund.

Das Forschungsteam um Astrophysikerin Laetitia Delrez (Universität Lüttich in Belgien) wollte sich eigentlich zwei anderen Exoplaneten des Sternensystems widmen, als plötzlich der Planet auf den Aufzeichnungen auftauchte.

Supererde ist Zufallsfund „von höchster Relevanz“ – Forschende der ESA entdecken Exoplaneten

Der Planet sei sowohl ein Zufallsfund als auch etwas ganz Besonderes, sagen die Fachleute, die die Entdeckung festgehalten und ausgewertet haben. Der Planet zeige seltene Eigenschaften und sei laut Bekanntgabe der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit „keinem bislang entdeckten Equivalent zu vergleichen“.

Transit-Systeme wie „Nu2 Lupi“ seien „von höchster Relevanz, wenn es darum geht, zu verstehen wie Planeten entstehen und sich weiterentwickeln“, erklärt Delrez, die die Studie geleitet hat. Denn mit ihrer Hilfe könne man mehrere Planeten in derselben Umlaufbahn detailliert vergleichen.

Ein Forschungsteam hat durch Zufall eine Supererde entdeckt. (Symbolbild)

ESA findet Supererde: „Nu2 Lupi d“ ist ein Zufallsfund im Weltall

Das Vorbeiziehen von Planeten an einem Stern – sogenannte „Transits“ – seien eine exzellente Möglichkeit, viele Eigenschaften eines Planeten auszuwerten. Darunter fielen seine Atmosphäre und Größe, der Orbit sowie seine Beschaffenheit, erläutert die ESA in einer Mitteilung. Die Umlaufbahn des von Delrez und ihrem Team beobachteten Exoplaneten dauere 107 Tage, die Masse des Planeten entspreche dem 8,8-fachen des Vergleichswerts der Erde, sein Radius sei etwa 2,5 Mal so groß.

Die Sichtung der Supererde ist für die Wissenschaft eine kleine Sensation. So berichtet die ESA, die das Teleskop Cheops betreibt, dass damit zum ersten Mal ein Exoplanet mit einer Umlaufbahn von über 100 Tagen um einen mit dem bloßen Auge sichtbaren Stern festgestellt worden sei. Der sonnenähnliche Stern „Nu2 Lupi“ mit seinen Exoplaneten b, c und d befindet sich im Sternbild Lupus (Wolf). Zuerst entdeckt worden waren die drei Exoplaneten, die den Stern umkreisen, im Jahr 2019.

Supererde „Nu2 Lupi d“: Vergleichsweise geringe Strahlung und reich an Wasser

„Die Strahlungsmenge auf dem Planeten d ist im Vergleich zu zahlreichen anderen entdeckten Exoplaneten relativ gering“, erläutert Co-Autor der Studie David Ehrenreich von der Universität Genf: „In unserem Sonnensystem läge der Planet mit seiner Umlaufbahn zwischen den Planeten Merkur und Venus.“

Der Exoplanet „Nu2 Lupi d“ umkreist den Stern „Nu2 Lupi“. (künstlerische Darstellung)
© Esa

Seiner Ansicht nach ist die Sichtung des Planeten ein spannender Ansatz für weitere Forschung, der Planet sei insgesamt ein „außergewöhnliches Objekt“. Während viele Exoplaneten in Sternensystemen sind, die zu dunkel seien für detaillierte Untersuchungen mithilfe von aktuell technischen Mitteln, biete „Nu2 Lupi“ den Forschenden exzellente Bedingungen für weitere Untersuchungen.

Forschende der ESA entdecken neue Exoplaneten – keiner ist bewohnbar

Auch zur Beschaffenheit der Planeten um „Nu2 Lupi“ konnte das Team um Delrez erste Angaben machen: Planet „b“ sei vorrangig felsig, die Planeten „c“ und „d“ seien weit reicher an Wasser als die Erde. Das Wasser auf den Planeten sei jedoch nicht flüssig, sondern nehme die Form von hochkonzentriertem Eis beziehungsweise heißem Dampf an.

  • Cheops untersucht die Nu2 Lupi Exoplaneten:
  • Nu2 Lupi b: Dauer eines Orbits beträgt 11,6 Tage, größtenteils Gestein
  • Nu2 Lupi c: Dauer eines Orbits beträgt 27,6 Tage, große Wassermenge
  • Nu2 Lupi d: Dauer eines Orbits beträgt 107,6 Tage, große Wassermenge
  • Quelle: Esa

„Auch wenn keiner dieser Planeten bewohnbar ist, macht die Vielseitigkeit der festgestellten Eigenschaften die Untersuchung doch extrem spannend“, erläuterte ESA-Projektmitarbeiterin Kate Isaak. Zu den weiteren Forschungsfragen könnte so die Untersuchung gehören, wie die Planeten sich mit der Zeit entwickeln, oder die Suche nach Ringen oder Monden mithilfe des Cheops-Teleskops.

Quelle: https://www.hna.de/welt/weltall-weltraum-esa-supererde-nu2-lupi-d-entdeckt-forschung-aussergewoehnlich-objekt-hna-zr-90895512.html


Interessante Eismonde, Exoplaneten, Super-Erden, die es zu erkunden gilt – wir brauchen endlich das James Webb Teleskop auf den Markt bzw. im All!

Wir brauchen endlich das James Webb Teleskop auf dem Markt bzw. im All! Immer diese Meldungen über neue Exoplaneten, Super-Erden und interessante Eis-Monden aber keine Möglichkeit sie genauer zu untersuchen. Ich möchte endlich das James Webb Teleskop haben, auf das wir Raumfahrt-Fans schon seit Jahren warten.

Ich hoffe ja das Sie bei den Transportvorbereitungen und dem Transport die Fans nicht im Dunkeln lassen, wenn sich die verantwortlichen solche sorgen machen muss halt ein Marine Schiff den Transport begleiten.

Wegen seiner größe/gewicht könne sie es nicht per Flugzeug (was der Standard für Satelliten und Raumsonden beim Transport ist) transportieren.

Christian Dauck

NASA hat Sorgen, dass das James Webb Teleskop entführt wird

Das mehrere Milliarden teure Gerät könnte beim Transport Piraten in die Hände fallen, fürchten Verantwortliche.

Das James Webb Teleskop ist eines der aktuell wichtigsten Projekte der NASA. Der Hubble-Nachfolger wird jedoch von zahlreichen Problemen geplagt, die das Projekt massiv verzögern. So hätte es ursprünglich bereits im Jahr 2011 ins All gebracht werden sollen.

Nun kommen noch Sorgen rund um eine mögliche Entführung des mehrere Milliarden teuren Gerätes hinzu. Wie The Atlantic berichtet, gibt es ernsthafte Bedenken, dass das Teleskop Piraten in die Hände fallen könnte. Nachdem das Gerät zu groß für ein Flugzeug ist, wird es per Schiff zum Startgelände in Französisch-Guayana gebracht und passiert dabei unter anderem den Panamakanal.

Aus diesem Grund wird das genaue Datum des Transports geheim gehalten. Ein NASA-Sprecher gab lediglich an, dass es im späten Juli bis Mitte August irgendwann so weit sein soll.

Meeting

Das Szenario einer möglichen Entführung wurde bei einem Meeting der Verantwortlichen im Februar erstmals angesprochen. Christopher Conselice, ein Astrophysiker an der Universität von Manchester, der an dem Treffen teilnahm, erklärte gegenüber The Atlantic, dass er zuerst erstaunt über die Besorgnis war, dann wurde ihm allerdings die Problematik bewusst. „Würden Sie ankündigen, dass Sie an einem bestimmten Tag etwas im Wert von über 10 Milliarden US-Dollar verschiffen, das man leicht mit einem Boot stehlen und abtransportieren könnte?“, so der Wissenschaftler.

Auch abseits von Piraten ist ein pünktlicher Start alles andere als gesichert. So müssen erst die kommenden Tests erfolgreich abgeschlossen werden. Getestet wird unter anderem das Ausfahren des Sonnenschilds, mit dem das Teleskop vor Hitze geschützt wird.

Quelle: https://futurezone.at/science/nasa-hat-sorgen-dass-das-james-webb-teleskop-entfuehrt-wird/401218380

SpaceX: Starship und Starbase – Bau macht schnelle Fortschritte/Jeff Bezos blitzt mit Klage ab

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Bild: Simulation des Flugs einer vollständigen Starship-Rakete (SpaceX)

Warum die Eile? Elon Musk lässt hunderte SpaceX-Beschäftigte nach Texas einfliegen

Mehrere hundert Beschäftigte von SpaceX werden laut Berichten derzeit vom Hauptquartier im kalifornischen Hawthorne und von Präsenzen in Florida abgezogen und nach Boca Chica in Texas gebracht. In der dort neu entstehenden „Starbase City“ rund um das Starship-Testgelände sollen sie vorübergehend die Teams vor Ort verstärken. Denn SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk will offenbar die Vorbereitungen für den ersten Flug von Starship bis in eine Erdumlaufbahn beschleunigen. Auch sein Privatjet, eine Gulfstream G650, scheint seit Tagen Personal dafür nach Texas zu holen.

Starship-Booster mit 29 Triebwerken

Starship, das Raketensystem, das einst Menschen zum Mond und Mars befördern soll und seit vielen Jahren Elon Musks Lieblingsprojekt ist, besteht aus Unter- und Oberstufe. Die Oberstufe wurde bereits einige Male mit Flügen bis in gut 10 km Höhe getestet, wobei nach ersten Fehlschlägen in diesem Mai mit dem Prototypen SN15 estmals alles inklusive Landung klappte. Seither fand kein Testflug mehr statt.

Die Oberstufe soll einst auf anderen Himmelskörpern landen und von dort wieder zurückfliegen. Die Unterstufe, genannt Super Heavy Booster, wird gebraucht, um die Erdanziehung bis zum Orbit zu überwinden. Sie hat erste Bodentests hinter sich, zuletzt Mitte Juli ein „static fire“ mit drei Raptor-Triebwerken. Für einen Orbitalflug soll der Booster zunächst 29 Triebwerke haben – das macht ihn zur stärksten Rakete aller Zeiten. Nach dem letzten Testflug einer Starship-Komponente im Mai kündigte Musk den ersten Orbitalflug vielleicht schon im Juni an. Jetzt scheint seine Geduld am Ende zu sein.

SpaceX könnte Anfang August starten

Bis zum 5. August sollen dank der zusätzlichen Manpower alle Vorbereitungen für den ersten Starship-Orbitalflug abgeschlossen sein. Mit Unter- und Oberstufe ist die Rakete dann gut 120 Meter hoch. Für sie baut SpaceX seit Monaten eine neue Start- und Landeplattform mit gut 140 Meter hohem Turm. Dabei kommt auch immer wieder der deutsche Liebherr-Kran „Frankencrane“ zum Einsatz. Das letzte Segment des Turms wurde vor wenigen Tagen aufgesetzt – SpaceX-CEO Musk gratulierte. Später veröffentlichte er außerdem ein interessantes Luft-Foto von der Schubplatte mit den Treibstoff-Leitungen, auf der die Riesenrakete bald stehen wird. 23 Personen sind bei der Arbeit an der mächtigen Konstruktion zu erkennen und sehen ziemlich klein darauf aus.

Quelle: https://teslamag.de/news/warum-eile-musk-hunderte-spacex-beschaeftigte-texas-einfliegen-39612




Blue Origin versus SpaceX: Jeff Bezos blitzt mit Klage wegen Nasa-Auftrag ab

Blue Origin versus SpaceX: Jeff Bezos blitzt mit Klage wegen Nasa-Auftrag ab
Die Starship-Prototypen SN10 und SN9. (Foto: SpaceX)

SpaceX bleibt im Besitz des Nasa-Auftrags für den Bau der ersten kommerziellen Mondlandefähre. Eine Beschwerde von Jeff Bezos im Namen seiner Firma Blue Origin wurde abgelehnt.

Es geht um sehr viel Geld und um sehr viel Prestige. Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX hatte sich bei einer Ausschreibung der Nasa, bei der es um den Bau der ersten kommerziellen Mondlandefähre geht, unter anderem gegen den Rivalen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos durchgesetzt. Bezos hatte daraufhin einen Widerspruch beim US-Rechnungshof GOA (Government Accountability Office) gegen die Entscheidung eingereicht. Der GOA hat diese Beschwerde jetzt abgelehnt.

GOA: Nasa-Entscheidung pro SpaceX war korrekt

Bei der Entscheidung habe die Nasa keinerlei Regularien verletzt, befand der GOA. Vielmehr habe sich SpaceX mit dem mit Abstand günstigsten und zugleich umfangreichsten Angebot durchgesetzt. Weil die Angebote der Konkurrenz von Blue Origin und der Firma Dynetics die Nasa deutlich mehr gekostet hätten, habe sich die US-Raumfahrtbehörde, anders als zuvor angekündigt, dagegen entschieden, ein weiteres Unternehmen ins Boot zu holen. Dafür seien aber lediglich die fehlenden Mittel verantwortlich gewesen, so der GOA – und damit gehe die Entscheidung in Ordnung.

Blue-Origin-Chef Bezos hatte zuletzt sogar versucht, die Nasa mit einem lukrativen Deal umzustimmen. Sein Unternehmen werde in den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden Dollar übernehmen, was die Entwicklung und Herstellung des Mondelandegeräts angehe. Dafür solle Blue Origin die Gelegenheit erhalten, noch einmal gegen SpaceX antreten zu dürfen, wie Golem schreibt. Bezos hatte Nasa-Chef Bill Nelson dies per offenem Brief angeboten, zumindest öffentlich aber keine Antwort darauf erhalten.

SpaceX baut Mondlandefähre für 3 Milliarden

Der Auftrag der Nasa ist lukrativ. SpaceX erhält für den Bau der Mondlandefähre im Rahmen der Nasa-Mission Artemis laut GOA 2,94 Milliarden US-Dollar. Der von Blue Origin eingereichte Vorschlag soll das doppelte Volumen gehabt haben. Bei der für frühestens 2024 geplanten Mondlandung sollen vier Astronauten per Orion-Raumschiff in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden. Zwei von ihnen sollen dann für die Landung auf dem Erdtrabanten in die Mondlandefähre von SpaceX umsteigen. SpaceX dürfte dabei auf eine Starship-Rakete mit Landefunktion setzen – einer der Hauptgründe, warum dessen Angebot deutlich günstiger war als jene der Konkurrenz.

Quelle: https://t3n.de/news/blue-origin-spacex-bezos-klage-1395191/


Statischer Start des massiven Segments der Starship-Rakete. Wann ist das Orbitaldebüt?

In der zweiten Julihälfte dieses Jahres. ein spezielles Raketensegment wurde in der expandierenden Texas-Anlage von SpaceX statistisch getestet. Die Prototyp-Hauptstufe der Falcon Super Heavy-Rakete, genannt BN3, wurde auf den Prüfstand gestellt, die in ihrer Größe beeindruckend war. Beim Start wurden drei Raptor-Motoren überprüft.

Das Unternehmen von Elon Musk lässt trotz der aktuellen Einstellung von Testflügen im Starship-Programm nicht nach, die nächsten damit verbundenen Meilensteine ​​​​zu erreichen. Die Aufmerksamkeit wurde unter anderem fokussiert über den Bau des gigantischen ersten Startplatzes, von dem aus eine integrierte Zwei-Segment-Rakete ihr Debüt geben soll. All diese Aktivitäten finden vor dem Hintergrund eines kürzlich (von Bundesinstitutionen) abgelehnten Protests von Wettbewerbern statt, um einen Auftrag für den Bau eines neuen amerikanischen Mondlanders (das Artemis-Programm) zu erhalten.

Die schwere Prototyp-Hauptstufe des Starship-Fahrzeugs, der 70 Meter lange Falcon Super Heavy mit der Bezeichnung BN3 gleich zu Beginn (12. Juli dieses Jahres), wurde einem Drucktest unterzogen, der darin bestand, die Tanks zu befüllen, um die Dichtheit und Haltbarkeit der Anlage zu überprüfen . Auf den eigentlichen Test mussten wir genau eine Woche warten – das erste statische Feuer) wurde am 19. Juli um 19:05 Uhr MESZ (20. Juli 02:05 Uhr MESZ) in einer Testeinrichtung in Boca Chica, Texas, durchgeführt. Es basierte auf dem wenige Sekunden dauernden Betrieb von drei Raptor-Triebwerken, die für den Einsatz in der Erdatmosphäre entwickelt wurden. Es war ein voller Erfolg, danach wurden die Raptors demontiert und das Segment selbst höchstwahrscheinlich zur Entsorgung bestimmt, trotz ursprünglicher Spekulationen, die von einem erwarteten Flug ins All ausgingen.

Der eigentliche Durchbruch soll die vierte Iteration des Super Heavy-Prototyps BN4 bringen. Zusammen mit Ship 20 (ehemals SN20) wird es die erste Anlage dieser Art sein, die zunächst das gesamte aus zwei Segmenten bestehende Starship-System beschleunigen und die zweite Stufe über dichte Schichten der Atmosphäre heben soll. Letztendlich wird dieses Hauptsegment in den Gewässern des Golfs von Mexiko in der Nähe der Strände von Boca Chica ruhen und den richtigen Landeanflug simulieren. Ähnlich verhält es sich mit der oberen Stufe, die nach einer Erdumrundung in der Nähe von Hawaii die Umlaufbahn verlassen wird. In diesem Fall wird versucht, die dichten Schichten der Atmosphäre vor dem vermeintlichen Start im Pazifik zu durchbrechen.

Die Fertigstellung des Prototypen des Starship-Systems, das aus den Schritten Super Heavy und Ship besteht, neigt sich langsam dem Ende zu. Nur noch die Verschmelzung der „Hälften“ des ersten und zweiten Segments, der Transport zur Startplattform und die Integration an der Position selbst, die der Präsentation der höchsten Rakete seit den Tagen von Saturn V vorausgeht, müssen noch abgeschlossen werden.

Um einen Orbitalflug durchführen zu können, ist es jedoch notwendig, die richtige Infrastruktur vorzubereiten. Hier laufen noch der Bau des Orbital Launch Tower und der Orbital Launch Station – vom letzten Flug des SN15-Prototyps ging der Großteil der Kräfte in die Vorbereitung der Anlage für den Orbitaltest, beginnend mit der Produktion von Wasser und Treibstofftanks und endet mit dem oben erwähnten Startplatz und über 130 Meter hohen Anleihen.

Trotz der erstaunlichen Fortschritte auf der Sternenbasis (der Name der Einrichtung in Boca Chica) scheint der Flug jedoch viel später als ursprünglich geplant zu sein. Ganz am Anfang, vor vielen Monaten, hieß es Juli, jetzt ist es wahrscheinlicher, dass August und September um die Ecke kommen.

Ausländische Beobachter berichten jedoch, dass ein solcher Flug sogar im Oktober stattfinden könnte, also noch später als nach dem ersten touristischen bemannten Flug der Dragon 2-Kapsel im Rahmen der Inspiration4-Mission, deren mehrtägige Präsenz im Weltraum frühestens erwartet wird im September dieses Jahres.
Die Versetzung von Hunderten von SpaceX-Mitarbeitern von Zentren wie Cape Canaveral zur Sternenbasis wurde nur bemerkt, um den ersten Weltraumflug des Raumschiffs abzuwickeln. 
Beobachter hoffen, dass wir, da Fluglotsen nach Boca Chica kommen, bald das seit vielen Monaten erwartete Ereignis tatsächlich sehen können.

Die letzten Tage brachten auch andere wichtige Informationen für das Starship-Programm, und wie sich herausstellte – nicht nur. Das Government Accountability Office, also der Oberste Rechnungshof der USA, wies die Klage zweier SpaceX-Konkurrenten – Blue Origin und Dynetics – zurück, die eingereicht wurde, nachdem Elon Muska als einziges Unternehmen einen Auftrag im Wert von weniger als 3 Milliarden US-Dollar zum Bau einer Mondlandefähre für die Artemis-Programm (Human Landing System). 

In der Begründung hieß es, das Geld sei fair gemäß den Regeln der NASA vergeben worden.
Darüber hinaus sagte GAO, die Agentur habe volle Flexibilität bei der Auswahl eines Auftragnehmers, insbesondere angesichts des geringen Budgets, das im Wesentlichen nur ein Landerdesign beibehalten würde. 
Zusammenfassend bedeutet dies für das Starship-Programm, dass sie die Mondversion der Rakete ohne Einschränkungen implementieren können, was zur Wiederlandung eines Mannes auf dem Silver Globe führen wird.

Quelle (Automatische Übersetzung): https://www.space24.pl/statyczny-rozruch-masywnego-segmentu-rakiety-starship-kiedy-orbitalny-debiut


Sehen Sie die ersten Bilder, die die Juno der NASA von Ganymed aufnahm, als sie vorbeiflog

JunoCam Ganymed - angepasst
Dieses Bild von Ganymed wurde vom JunoCam-Imager während des Vorbeiflugs von Juno am eisigen Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Die Raumsonde flog näher an Jupiters größtem Mond heran als jede andere seit mehr als zwei Jahrzehnten und bot dramatische Einblicke in die eisige Kugel.

Die ersten beiden Bilder von NASA Junos Vorbeiflug am 7. Juni 2021 an Jupiters Riesenmond Ganymed wurden auf der Erde empfangen. Die Fotos – eines vom JunoCam-Imager des Jupiter-Orbiters und das andere von seiner Sternkamera Stellar Reference Unit – zeigen die Oberfläche in bemerkenswerten Details, einschließlich Kratern, deutlich ausgeprägtem dunklem und hellem Gelände und langen Strukturmerkmalen, die möglicherweise mit tektonischen Verwerfungen verbunden sind.

Jupitermond Ganymed, aufgenommen von der Raumsonde Galileo am 26. Juni 1996

„Dies ist das nächste Raumfahrzeug, das diesem Mammutmond seit einer Generation am nächsten gekommen ist“, sagte Juno-Hauptprüfer Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. „Wir werden uns Zeit lassen, bevor wir irgendwelche wissenschaftlichen Schlussfolgerungen ziehen, aber bis dahin können wir dieses Himmelswunder einfach bestaunen – den einzigen Mond in unserem Sonnensystem, der größer ist als der Planet Merkur.“

Wow! Die neuen Bilder sind jetzt schon super und in Farbe folgt noch. Mit den neuen Bildern kann kann man noch besser arbeiten als mir dem unscharfen von 1996. Wenn die neuen Bilder schon so klar sind was müssen dann erst Ultraviolet Spectrograph (UVS) , Jovian Infrared Auroral Mapper (JIRAM) und das Microwave Radiometer (MWR) aufgezeichnet haben, da diese Geräte moderner sind als früher. Die neuen Wissenschaftlichen Schlussfolgerungen und Studien werden bestimmt interessant – Wissenschaft im 21. Jahrhundert! Bis auch andere Wissenschaftler die Daten für Studien nutzen können dauert es ein wenig da es da bestimmte regeln gibt. Neben Ganymed kommen später noch Europa und ganz viel Io, hoffentlich auch in dieser verbesserten Bildversion – Herrlich!

Christian Dauck

Mit seinem grünen Filter erfasste der JunoCam-Bildsensor für sichtbares Licht der Raumsonde fast eine ganze Seite des wassereisverkrusteten Mondes. Später, wenn Versionen desselben Bildes mit den Rot- und Blaufiltern der Kamera veröffentlicht werden, können Bildexperten ein Farbporträt von Ganymed liefern. Die Bildauflösung beträgt etwa 1 Kilometer pro Pixel.

Darüber hinaus lieferte Junos Stellar Reference Unit, eine Navigationskamera, die das Raumschiff auf Kurs hält, ein Schwarzweißbild von Ganymeds dunkler Seite (der Seite gegenüber der Sonne), die in schwaches Licht getaucht wird, das vom Jupiter gestreut wird. Die Bildauflösung liegt zwischen 600 und 900 Metern (0,37 bis 0,56 Meilen) pro Pixel.

PIA24682 Juno Ganymede SRU - dunkle Seite

Dieses Bild der dunklen Seite von Ganymed wurde von der Navigationskamera der Stellar Reference Unit von Juno während ihres Vorbeiflugs am Mond am 7. Juni 2021 aufgenommen. Bildnachweis: NASA/JPL-Caltech/SwRI

„Die Bedingungen, unter denen wir das Dunkelseitenbild von Ganymed aufgenommen haben, waren ideal für eine Low-Light-Kamera wie unsere Stellar Reference Unit“, sagte Heidi Becker, Junos Leiterin Strahlenüberwachung am JPL. „Dies ist also ein anderer Teil der Oberfläche, als die JunoCam bei direkter Sonneneinstrahlung sieht. Es wird Spaß machen zu sehen, was die beiden Teams zusammensetzen können.“

Die Raumsonde wird in den kommenden Tagen weitere Bilder von ihrem Vorbeiflug an Ganymed senden, wobei die Rohbilder von JunoCam hier zur Verfügung gestellt werden .

Die Begegnung der solarbetriebenen Raumsonde mit dem Jupiter-Mond soll Einblicke in seine Zusammensetzung, Ionosphäre, Magnetosphäre und Eishülle liefern und gleichzeitig Messungen der Strahlungsumgebung liefern, die zukünftigen Missionen zum Jupiter-System zugutekommen werden .

Quelle: https://www.jpl.nasa.gov/news/see-the-first-images-nasas-juno-took-as-it-sailed-by-ganymede

Astrobiologie: Leben auf Enceladus?

NASA/JPL-Caltech

07.06.2021 Mikroben gelten als die wahrscheinlichste Ursache für Methan, das die Raumsonde Cassini auf dem Saturnmond aufspürte.

Auf dem Saturnmond Enceladus gibt es Fontänen aus Wasserdampf, die Methan enthalten. Auf Basis einer umfangreichen statistischen Analyse haben Forscher nun herausgefunden, dass Mikroben die wahrscheinlichste Ursache für das Methan sind. Am Boden des unter einer dicken Eisschicht verborgenen Ozeans gibt es vermutlich – ähnlich wie auf der Erde – heiße Quellen mit einer lebensfreundlichen Umgebung. Wenn dort kein Leben entstanden sei, müsse es für das Methan eine bislang unbekannte Quelle geben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

Zwischen den Jahren 2004 und 2017 umkreiste die Raumsonde Cassini den Planeten Saturn und erforschte dabei auch dessen Monde – unter anderem Enceladus. Mit einem Durchmesser von 500 Kilometern ist Enceladus der sechstgrößte Mond des Planeten. Bereits im Jahr 2005 zeigten Aufnahmen von Cassini, dass die südpolare Region des Saturnmondes geologisch aktiv ist und dort Fontänen aus Eispartikeln und Wasserdampf mehrere Tausend Kilometer weit ins All hinausschießen. Für genauere Analysen flog die Raumsonde daraufhin mehrfach durch die Fontänen hindurch.

Es zeigte sich, dass der Dampf auch molekularen Wasserstoff und Methan enthält. Seit Langem vermuten Planetenforscher daher, dass es am Boden des Ozeans von Enceladus hydrothermale Quellen gibt. Durch bestimmte chemische Prozesse könnten in solchen Quellen molekularer Wasserstoff und Methan entstehen. In der Umgebung etwa von sogenannten Schwarzen Rauchern am irdischen Meeresboden gibt es reichhaltige Ökosysteme, die nicht von Sonnenlicht, sondern von der vorhandenen chemischen Energie angetrieben werden. Möglicherweise haben diese heißen Quellen auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Leben auf der Erde gespielt.

Das wirft die Frage auf, ob es nicht auf Enceladus ganz ähnlich sein könnte. Um darauf eine Antwort zu finden, haben Antonin Affholder von der Universität PSL in Paris und seine Kollegen die von Cassini gesammelten Daten nun mit bekanntem Wissen über geophysikalische, geochemische und biologische Prozesse in einem komplexen statistischen Verfahren analysiert. „Die beobachtete Menge an Methan lässt sich nicht allein durch nichtbiologische Veränderungen des felsigen Untergrunds erklären“, fassen die Forscher ihre Ergebnisse zusammen.

Aus den Daten lasse sich jedoch ableiten, dass es am Ozeanboden von Enceladus hydrothermale Quellen mit lebensfreundlichen Bedingungen geben müsse. Bleibt die Frage, ob dort auch tatsächlich Leben entstanden ist. Geht man davon aus, dass die Entstehung von Leben auf der Erde kein unwahrscheinlicher Zufall ist, müsste man diese Frage bejahen – und dann seien Mikroben die wahrscheinlichste Quelle für das Methan auf Enceladus. Die Forscher schätzen, dass die lebensfreundlichen Bedingungen auf dem Saturnmond bereits seit mehreren Milliarden Jahren existieren, „ausreichend Zeit also für die Entstehung von Leben“.

Es könnte sich allerdings auch zeigen, dass Leben bei geeigneten Bedingungen nicht zwangsläufig entsteht und es sich damit um ein extrem unwahrscheinliches und seltenes Ereignis handelt. Dann deuten die Daten der Raumsonde Cassini zwar trotzdem auf lebensfreundliche Bedingungen am Boden des Ozeans von Enceladus hin – aber es würde dort kein Leben geben. In diesem Fall müsse es, so die Forscher, bislang unbekannte Vorgänge zum Erzeugen von Methan geben, die noch auf ihre Entdeckung warten.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/news/2021/leben-auf-enceladus/

TV-Doku: Leben unter dem Eis der Eismonde

Leben unter Eismonde? 14.06.2020 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem Lebensformen? Neben dem Mars sind für Astrobiologen inzwischen auch die Eismonde von Jupiter und Saturn zu interessanten Ziel geworden, denn auf Enceladus und Europa werden unter dem Eis große Reservoire von flüssigem Wasser vermutet. Sonden mit Eisbohrern könnten bald auf diesen winzigen Himmelskörpern landen, den Eispanzer durchstoßen und in diesen unterirdischen Gewässern vor Ort nach der Entstehung von Leben Ausschau halten. Die Suche auf fernen Exoplaneten ist mit Raumfahrt-Missionen derzeit nicht möglich, sie bleibt auf die astronomische Fernerkundung von Planeten beschränkt. Hier geht es um die Analyse der Atmosphären, die Aufschluss über die Existenz von Mikroorganismen geben können. Petra Rettberg gibt Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community.

23.04.2021 Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem und dem Weltall Lebensformen? Das ist das Terrain der Astrobiologen, für die neben dem Mars inzwischen auch die Eismonde der Gasriesen Jupiter und Saturn zu interessanten Zielen geworden sind.

Warum, das erklärt Petra Rettberg in der Doku von HYPERRAUM.TV „Leben unter Eis – Astrobiologen suchen auf den Monden von Jupiter und Saturn nach Mikroorganismen“. Sie gibt Susanne Päch Auskunft über den Stand der Forschungen und die Erwartungen der astrobiologischen Community, die interdisziplinär unterschiedliche Forschungsrichtungen vereint.

Vor allem unser Schwesterplanet Mars ist seit vielen Jahren im Visier der Astrobiologen, ein erfolgversprechender Kandidat für die Suche nach extraterrestrischen Lebensformen. Der rote Planet ist von zahlreichen Sonden besucht worden. Sogar  Rover mit chemischen Laboren an Bord fahren über seine Oberfläche, während stationäre Lander mit ihren Messsonden tief in sein Inneres lauschen. Höher entwickeltes Leben war in der öden, wasserlosen Steinwüste bisher nicht nachzuweisen. Doch das lässt für Astrobiologen längst noch nicht den Schluss zu, dass es auf dem Mars keine Lebensformen gibt oder zumindest einst gegeben hat. Die Suche auf dem roten Planeten geht weiter – inzwischen mit dem Rover-Labor Mars 2020 Perseverance der NASA.

Es war schon die Cassini-Mission, mit der der größte Jupiter-Mond Enceladus ebenfalls ins Blickfeld der Astrobiologen rückte. Die Sonde hat auf dem Eismond erstmals Geysire entdeckt, die Eiswasser aus dem Inneren des Mondes in Fontänen in den Raum sprühen. Dieser Kryo-Vulkanismus des Saturnmondes wird – so die derzeitige Theorie – von flüssigem Wasser großer Reservoire tief unter der Eisoberfläche, vielleicht sogar aus einem riesigen Salzwasserozean gespeist. Die Fontänen schießen aufgrund der geringen Anziehungskraft des Mondes bis zu einigen hundert in die Höhe, bevor sich die dabei schnell gefrierenden Eispartikel dann wieder auf der Oberfläche niederschlagen.

In diesen Fontänen wurde nicht nur Wasser nachgewiesen,  sondern es zeigten sich auch Moleküle, die für Mikroorganismen typisch sind. Das elektrisierte Astrobiologen. Aber es braucht einen Vor-Ort-Nachweis. Dafür entwickelt die DLR seit 2012 in einem langfristig angelegten Forschungsverbund den EnEx-IceMole –  EnEx für Enceladus Explorer und IceMole, weil die Sonde mit einem Bohrer wie ein Maulwurf in die Oberfläche eindringen und dank integriertem Radar unter dem Eis navigieren wird. Mit dieser für die Raumfahrt gänzlich neuen, kombinierten dreidimensionalen Ortungs- und Navigations-Technologie kann EnEx-IceMole im Vorfeld  Hohlräume oder eingeschlossenes Meteoritengestein bis zu etwa hundert Metern erkennen und diesen Hindernissen damit autonom weitgehend ausweichen. Die unter dem Eis gesammelten Wasserproben kann der Bohrer dank eines Lab-on-a-Chips sofort auf Mikroorganismen untersuchen. Die Messergebnisse werden anschließend über die auch für die Energieversorgung genutzte Kabelverbindung an die Basisstation an der Oberfläche und von dort weiter zur Erde übertragen.

Praxistests des auf der akustischen Triangulation basierenden Navigationssystems in den Gletschern der Alpen zeigten bereits die Funktionsfähigkeit dieser neu entwickelten Technologie. Und in der Antarktis konnte mit dem Bohrer bereits Flüssigwasser unter dem Eis erfolgreich entnommen werden. Im antarktischen EnEx-Demonstrationsfeldversuch bei den Blood Falls wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass die strengen Dekontaminations-Anforderungen der international geltenden Planetary Protection Rules eingehalten sind. Die Wasseranalyse darf einerseits nicht durch mitgeführte irdische Bakterien verunreinigt sein – und andererseits sollen auch keine irdischen Mikroorganismen auf fremde Himmelskörper eingeschleppt werden. Doch wann EnEx-IceMole startet– und mit welcher Mission er zu Enceladus gebracht wird –, das steht heute noch in den Sternen.

Neben den Eismonden der Gasplaneten blicken Astrobiologen verstärkt auch hinaus in den Weltraum, wo immer mehr Exoplaneten entdeckt werden. Auf diesen fernen Welten Leben zu finden, ist jedoch eine besonders schwierige Aufgabe. Denn Atmosphären sind nur unter ganz speziellen Verhältnissen messbar, bei sogenannten Transits: wenn der Planet von der Erde aus betrachtet vor den Mutterstern wandert. Dann ist die Gashülle für kurze Zeit im durchscheinenden Licht des Muttergestirns zu sehen. Doch die Signale sind extrem schwach. Bisher ist es zudem nur gelungen, die Atmosphäre von einigen Gasriesen zu analysieren, nicht aber Atmosphären bei erdähnlichen Planeten.

Bis heute wissen wir also nicht, ob es irgendwo auf den inzwischen zahlreich gewordenen Exoplaneten Leben geben könnte. Wie Leben im Kosmos entsteht, dafür hat die Astrologie bis auf Weiteres also nur ein Anschauungsmaterial: den Kohlenstoff-Chemismus auf der Erde.  Aber genauso gut könnte es sein, dass wir uns der Entstehung von Leben auf anderen Welten aufgrund dieses einzigen uns bekannten Referenzsystems mit einer zu engen, einer zu menschlich fokussierten Betrachtungsweise nähern. Wäre es nicht vorstellbar, dass sich an anderen Orten in den heterogenen evolutionären Prozessen Leben nicht auf Kohlenstoffbasis, sondern mit ganz anderem Chemismus bildet und das dann zu ganz anderen Lebensformen geführt haben könnte? Grundsätzlich weist das die Astrobiologin Rettberg nicht zurück, hebt jedoch hervor, dass Kohlenstoff wegen seiner Bindungseigenschaften schon ein „besonderer“ Stoff ist und daher für die Entstehung von Leben besonders gut geeignet sein könnte.

Auf welchen solcher Exoplaneten ist die Suche nach Biomarkern überhaupt vielversprechend? Das ist heute Gegenstand der astrobiologischen Debatten. Denn längst ist nicht eindeutig geklärt, welche Faktoren die sogenannte habitable Zone definieren, in der sich Leben tatsächlich herausbilden kann. Die Strahlungsintensität des Muttergestirns und eine Atmosphäre sind dabei zweifellos wichtige, aber sicher nicht die einzigen Aspekte, die eine Rolle spielen. Unsere Sonne schleudert beispielsweise immer wieder mächtige Protuberanzen energiereicher und lebensfeindlicher Materiestrahlung in den planetaren Raum – und auch aus dem Kosmos erreicht uns hochenergetische Strahlung. Zum Schutz davor ist die Erde mit einem starken Magnetfeld ausgestattet. Hätte sie dieses nicht, wäre die Bildung von organischen Zellen zumindest an Land unmöglich, da die starke Teilchenstrahlung diese Kohlenstoffmoleküle zerstören würde. Ob sich solche Magnetfelder jedoch auch auf erdähnlichen Exoplaneten entwickelt haben, ist  derzeit völlig offen. Andererseits scheint die Bildung planetarer Magnetfelder nichts ungewöhnliches, denn in unserem Sonnensystem haben auch andere Planeten einen derartigen Schutzschirm entwickelt.

Sind wir allein im Kosmos? Die Astrobiologin macht wenig Hoffnung, dass die Wissenschaft diese Frage bald beantworten kann. Aber wer weiß: Vielleicht endet die mühsame Suche nach Leben im Universum ganz anders. Vielleicht kommt es doch einmal zum close encounter auf der Erde, der von so vielen Regisseuren schon spektakulär in Szene gesetzt wurde. Allerdings: die meisten Wissenschaftler glauben heute nicht, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr groß ist!

Quelle: https://www.innovations-report.de/fachgebiete/kommunikation-medien/tv-doku-leben-unter-dem-eis-des-enceladus/

SpaceX: Starbase Bauarbeiten 06.06.2021

Es geht gut voran auf der Starbase von SpaceX. Auch die Nasa mit Ihren Space Launch System ist auf einem guten weg.

Wir sind auf einem guten weg in der Bemannten Raumfahrt und auch die Unbemannte Raumfahrt macht einen guten Job – alles ist in Arbeit.