Test der Umlaufbahn für Mondraumstation: CAPSTONE-Raumsonde befindet sich in der Endphase für ein Start Anfang Mai


CAPSTONE – betrieben von Advanced Space – wird dazu beitragen, den Weg für die zukünftige Erforschung des Sonnensystems durch die NASA zu ebnen, indem diese deutlich verlängerte und haloförmige Umlaufbahn vor der Ankunft von Gateway, einer Raumstation der nächsten Generation, die Zugang zum Mond und ermöglichen wird, getestet wird potenziell darüber hinaus.

Wie Gateway setzt CAPSTONE die Tradition kommerzieller Partnerschaften fort, wobei fünf Unternehmen, darunter amerikanische Kleinunternehmen, Beiträge leisten. Das Raumschiff wurde von Tyvak Nano-Satellite Systems, Inc., einer Terran Orbital Corporation in Irvine, Kalifornien, gebaut und getestet und wird von Rocket Lab in Long Beach, Kalifornien, gestartet.  

Einige dieser Partner schließen sich den Mitgliedern des CAPSTONE-Teams beim diesjährigen Space Symposium an, teilen die Arbeit des Projekts und feiern die Aufnahme von Kleinsatellitentechnologien in die Space Technology Hall of Fame. Kleine Satelliten, einschließlich CubeSats wie CAPSTONE, können bei geringeren Kosten und schnellerer Kadenz sinnvolle Beiträge zu Wissenschaft und Exploration leisten.

Ein Ingenieur steht hinter einem kleinen Satelliten, bei dem ein Solarpanel ausgerollt und die andere Hälfte installiert wird.
Ein Mitglied des Teams des Cislunar Autonomous Positioning System Technology Operations and Navigation Experiment (CAPSTONE) inspiziert die Installation von Solaranlagen auf dem CubeSat der Mission.Bildnachweis: NASA/Dominic Hart

Die CAPSTONE-Mission schickt einen CubeSat – etwa so groß wie ein Mikrowellenherd –, um diese Umlaufbahn mindestens sechs Monate lang zu untersuchen, und startet über eine Flugbahn, die als ballistischer Mondtransfer bekannt ist. Diese hocheffiziente Flugbahn verbraucht sehr wenig Treibstoff und nutzt die Schwerkraft der Sonne, um diese einzigartige Umlaufbahn um den Mond zu erreichen.

Durch die Nutzung der genauen Punkte zwischen Erde und Mond, an denen die Schwerkraft von beiden ausgeglichen ist, können Raumfahrzeuge, die auf dieser Umlaufbahn reisen, Energie sparen, um die Umlaufbahn aufrechtzuerhalten. Aufgrund seiner länglichen Form, die alle sechseinhalb Tage nur 1.000 Meilen vom Nordpol entfernt ist, benötigt es auch weniger Treibstoff, um in die Umlaufbahn einzudringen.

Während seiner Reise auf diesem Weg wird CAPSTONE Navigations- und Kommunikationssysteme von Raumfahrzeug zu Raumfahrzeug mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA testen, einem weiteren Raumschiff im Orbit um den Mond. Durch den Nachweis, dass zwei umlaufende Raumfahrzeuge unabhängig von der Erde kommunizieren und ihre Positionen verfolgen können, zeigt die NASA, wie zukünftige Missionen ihren Platz im Weltraum lokalisieren könnten, wenn sie weiter entfernte Ziele ansteuern.

Jetzt, da die Tests abgeschlossen sind, ist CAPSTONE auf dem Weg, nächsten Monat zu starten und damit zu beginnen, den Weg zu testen, dem Gateway der NASA in den kommenden Jahren folgen wird.


CAPSTONE ist im kommerziellen Besitz und wird betrieben von Advanced Space in Westminster, Colorado. Es stellt eine innovative Zusammenarbeit zwischen der NASA und der Industrie dar, um schnelle Ergebnisse und Rückmeldungen bereitzustellen, um zukünftige Explorations- und Wissenschaftsmissionen zu informieren.  

Das Small Spacecraft Technology-Programm der NASA innerhalb des Space Technology Mission Directorate (STMD) der Agentur finanziert die Demonstrationsmission. Das Programm ist am Ames Research Center der NASA im kalifornischen Silicon Valley angesiedelt. Die Entwicklung der Navigationstechnologie von CAPSTONE wird durch das Small Business Innovation Research and Small Business Technology Transfer (SBIR/STTR)-Programm der NASA, ebenfalls im Rahmen von STMD, unterstützt. Advanced Exploration Systems innerhalb des Exploration Systems Development Mission Directorate der NASA finanziert den Start und unterstützt den Missionsbetrieb. Das Launch Services Program im Kennedy Space Center der NASA in Florida verwaltet den Start. 

Quelle https://www.nasa.gov/image-feature/ames/CAPSTONE

China plant Frachtflug zu künftiger Raumstation

Wenige Tage nach dem Baubeginn an der eigenen Raumstation bereitet China den nächsten Flug vor. Damit soll Fracht und Treibstoff zur Station gebracht werden.

China bereitet einen Frachtflug zum Kernmodul seiner künftigen Raumstation vor. Die Rakete vom Typ Langer Marsch 7 wurde auf die Startrampe des Raumfahrtbahnhofs Wenchang auf der Insel Hainan in Südchina gebracht. Die Zeitung China Daily berichtete am Montag, der Start des Raumschiffes Tianzhou 2 (Himmlisches Schiff) werde „in den nächsten Tagen“ erfolgen. US-Experten rechnen am Donnerstag Ortszeit (Mittwochabend MEZ) damit.

Der Cargoflug ist der zweite von insgesamt elf Flügen, mit denen China seine eigene Raumstation bis Ende 2022 fertigstellen will. Tianzhou 2 soll Versorgungsgüter und Treibstoff zu dem Kernmodul Tianhe (Himmlische Harmonie) bringen, das am 29. April ins All gebracht worden war. Das 10,5 Meter lange und 3,35 Meter breite Raumschiff kann 6,5 Tonnen transportieren.

Die Mission ist eine Vorbereitung für den Flug von drei Astronauten im Juni an Bord von Shenzhou 12. Sie sollen vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi starten und drei Monate an Bord von Tianhe bleiben. Das Flugprogramm ist eng getaktet: Im September soll ein weiterer Versorgungsflug starten und im Oktober werden drei weitere Astronauten folgen, wie das Raumfahrtprogramm mitteilte.

Um die Raumstation fertig zu bauen, werden noch zwei jeweils gut 20 Tonnen schwere Labormodule ins All gebracht, die t-förmig an das Kernmodul anmontiert werden. Im nächsten Jahr sind zusätzlich noch zwei weitere Frachtflüge sowie zwei bemannte Missionen geplant.

Wenn die internationale Raumstation ISS in den nächsten Jahren wie geplant seinen Dienst einstellen wird, wäre China damit das einzige Land, das noch einen ständigen Außenposten im All betreibt. Die junge Raumfahrtnation verfolgt ehrgeizige Ziele im All: Erst am Samstag war China erstmals eine Landung auf dem Mars gelungen.

Quelle: https://www.heise.de/news/China-plant-Frachtflug-zu-kuenftiger-Raumstation-6047451.html

China schießt Kernmodul der Raumstation „Tianhe“ ins All

China hat am Donnerstag eine Rakete mit dem Kernmodul der Raumstation des Landes gestartet. Das war der erste einer Reihe von wichtigen Starts, durch die der Bau der Station bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen werden soll.

Das Kernmodul mit dem Namen „Tianhe“ wurde am Wenchang Satellitenstartzentrum in der südlichen Inselprovinz Hainan mit der Trägerrakete Langer-Marsch-5B-Y2 ins All geschossen.

Als nächstes wird China Frachtnachschubmissionen durchführen und einen bemannten Flug für sein Raumstationprogramm starten. Der Bau von Chinas Raumstation „Tiangong“ wird voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein.

Quelle: http://german.cri.cn/aktuell/alle/3250/20210429/656815.html

TianHe – Kernmodul von Chinas Raumstation

TianHe in der Nutzlastvergleidung bevor diese geschlossen wird.
Start des Tianhe-Kernmoduls der chinesischen Raumstation am 29. April 2021. Möglicher Rollout der Rakete zum Startkomplex (Startrampe) in ein paar tagen.

Start des Tianhe-Kernmoduls der chinesischen Raumstation immer noch am 29. April 2021. Vielleicht schon bald ein möglicher Rollout der Rakete zur Startrampe, wo sie dann weiter vorbereitet wird. Da TianHe schon in der Nutzlastvergleidung ist, müsste die Integration der Rakete und Nutzlast bald abgeschlossen sein. Das sieht schon mal sehr gut aus. Lange kann es bis zu Rollout und Start nicht mehr dauern.

Christian Dauck

China beginnt Bau seiner Raumstation mit drei Flügen ins All

China will in den nächsten Wochen mit dem Bau der Raumstation «Tianhe» beginnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • China will mit dem Bau der Raumstation «Tianhe» beginnen.
  • Dafür sind bis voraussichtlich Juni drei Flüge ins All geplant.

China will in den nächsten Wochen mit dem Bau seiner Raumstation beginnen. Drei Raumflüge sind dafür bis voraussichtlich Juni geplant. Ein Raumschiff für drei Astronauten sowie eine Rakete vom Typ «Langer Marsch 2F» trafen am Raumfahrtbahnhof Jiuquan in Nordwestchina ein. Dort wird eine endgültige Montage durchgeführt, wie Staatsmedien am Donnerstag berichteten.

Zweiter ständiger Aussenposten im All

Noch vor Ende April erwarten Beobachter den Start des Kernmoduls der geplanten Raumstation «Tianhe» (Himmlische Harmonie). Die Rakete wurde bereits zum Raumfahrtbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan gebracht. Ähnlich wartet auch das Cargo-Raumschiff «Tianzhou-2» in Hainan auf den Start, der anschliessend im Mai erfolgen könnte. Bis 2022 sind weitere Missionen geplant, um die Raumstation zusammenzubauen.

ISS Spaceshuttle Nasa Raumfahrt
Die ISS aus der Sicht eines Spaceshuttles. Bisher ist dies der einzige ständige Aussenposten im All. – Keystone

Neben der internationalen Raumstation ISS wäre es der zweite ständige Aussenposten im All. Wenn die ISS wie nach russischen Angaben geplant 2030 ihren Dienst einstellen sollte, wäre «Tianhe» die einzige Raumstation. Das Kernmodul hat ein Gewicht von rund 22 Tonnen.

«Tianhe» ist kleiner als «ISS»

Die gesamte Station soll am Ende aus drei Modulen bestehen und 66 Tonnen wiegen. «Tianhe» wäre damit kleiner als die ISS mit 240 Tonnen. Drei Astronauten sollen jeweils bis zu drei Monate an Bord bleiben können. Nach dem Start des Kernmoduls soll das Cargo-Schiff andocken und Treibstoff und andere Versorgungsgüter verladen.

CIMON-2 ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS / Künstliche Intelligenz

Mensch-Maschine-Interaktion und künstliche Intelligenz in der Raumfahrt

CIMON-2 ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Andocken an der ISS am Sonntag den 08.12.2019.

Mit dem Start von Falcon 9, CRS -19 Dragon am 05.12.2019 und der Ankunft an der ISS am 08.12.2019 sowie dem Start von Pogress-MS 13 am 06.12.2019 und deren Ankunft an der ISS am 09.12.2019. https://christiandauck.com/2019/12/06/icarus-tierbeobachtungssystem-tierbeobachtung-aus-dem-all/

Herrscht im Dezember Hochbetrieb auf der ISS!

Nachfolger des in Deutschland entwickelten und gebauten Technologie-Demonstrators soll wie sein Vorgänger mit Astronauten im Columbus-Labor interagieren

  • CIMON-2 hat einen besseren „Orientierungssinn“ und „Einfühlungsvermögen“
  • DLR, Airbus und IBM führen Partnerschaft fort
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Künstliche Intelligenz

Ein neuer CIMON für die Internationale Raumstation ISS: Mit CIMON-2 (Crew Interactive MObile companioN) startete am 5. Dezember 2019 um 18:29 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (12:29 Uhr Ortszeit) an Bord des US-amerikanischen Frachters SpaceX-19 vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ein modifizierter und mit neuen Aufgaben ausgestatteter, in Deutschland entwickelter und gebauter Astronautenassistent ins Weltall. „CIMON-2“ wird, wie sein Vorgänger, im europäischen Forschungsmodul Columbus eingesetzt werden. CIMON ist ein ballförmiger, freifliegender, mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter Technologie-Demonstrator zur Mensch-Maschine Interaktion.

„CIMON-1 – unser Prototyp – ist am 27. August 2019 nach 14 Monaten auf der ISS wieder auf der Erde gelandet und mittlerweile bei Airbus in Friedrichshafen angekommen“, berichtet Dr. Christian Karrasch, CIMON-Projetleiter im DLR Raumfahrtmanagement in Bonn. Das Raumfahrtmanagement hatte das Technologie-Experiment mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei Airbus in Friedrichshafen und Bremen beauftragt. Die künstliche Intelligenz (KI) basiert auf der Watson-Technologie von IBM, Mediziner der Ludwig-Maximilians-Universität München sind für die wissenschaftlichen Fragestellungen verantwortlich. CIMON-1 war am 15. November 2018 mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst als weltweit erste KI auf der ISS im Einsatz.

„Mit CIMON-2 wollen wir an die erfolgreiche Demonstration mit CIMON anknüpfen“, sagt Christian Karrasch. Der erste CIMON habe bei seiner Premiere eindrucksvoll gezeigt, dass eine KI-basierte mobile Anwendung auf der Raumstation funktioniert. CIMON hat 90 Minuten mit Alexander Gerst „gearbeitet“. “ CIMON-2 soll bis zu drei Jahre auf der Raumstation bleiben und die Besatzung unterstützen“, erläutert Till Eisenberg, CIMON-Projektleiter bei Airbus, und ergänzt: „CIMON-2 verfügt über sensiblere Mikrophone und einen weiterentwickelten Orientierungssinn. Auch die KI-Fähigkeiten und die Stabilität der komplexen Softwareanwendungen wurden deutlich verbessert.“ Ein wichtiger Punkt in der Evolution von CIMON sei auch die erweitere Lebenslaufzeit: „Innerhalb dieser Einsatzdauer denken wir an weitere Schritte wie etwa die KI auf eine Cloud der ISS zu bringen.“ Dies wäre ein Meilenstein der Entwicklung hin zu einem völlig autonomen Assistenzsystem. DLR-Projektleiter Christian Karrasch: „Auf dem Weg zum Mond oder Mars könnte sich die Crew dann auch ohne eine permanente Datenverbindung zur Erde auf einen KI-basierten Assistenz-Service verlassen. Ein Anwendungsfall für die Erde wäre zum Beispiel die Unterstützung von Menschen bei komplexen Aufgaben in Gegenden mit schwacher Infrastruktur.“

IBM ist bei CIMON für die Implementierung der künstlichen Intelligenz verantwortlich. „Bei seinem ersten Einsatz auf der ISS hat CIMON bewiesen, dass er Inhalte nicht nur in ihrem Kontext verstehen kann, sondern auch die Intention dahinter“, erklärt Matthias Biniok, IBM Projektleiter für die künstliche Intelligenz Watson. „CIMON-2 geht noch einen Schritt weiter. Mithilfe des IBM Watson Tone Analyzers aus der IBM Cloud in Frankfurt ist er nun in der Lage, die Emotionen der Astronauten auszuwerten und situationsgerecht darauf zu reagieren, wenn die Astronauten es möchten oder die Emotionsanalyse im Rahmen eines Experiments getestet wird. Damit kann sich CIMON-2 bei Bedarf von einem wissenschaftlichen Assistenten in einen einfühlsamen Gesprächspartner verwandeln“.

Quelle: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2019/04/20191204_start-cimon2-zur-iss.html

Projekt CIMON (Crew Interactive Mobile companiON), Abkürzung CIMON ist der weltweit erste fliegende und autonom agierende Astronauten-Assistent, der mit  Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet wurde. Der etwa medizinballgroße Technologie-Demonstrator wurde gemeinsam mit Airbus im Auftrag des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) entwickelt. CIMON soll bei der Horizons-Mission von Alexander Gerst ab Juni 2018 im Columbus-Modul der ISS bei wissenschaftlichen Experimenten zum Einsatz kommen. Im Projekt CIMON steckt KI von IBM Watson. Quelle: https://www.ibm.com/de-de/blogs/think/2018/06/06/projekt-cimon/