SpaceX Ziel Mond und Mars: Erneuter Testflug von Starship, neuer Prototyp SN15 und schwimmende Bohrinseln

Der Start selbst verlief, wie schon bei vorangegangenen Flügen, relativ reibungslos, auch die 90-Grad-Wende auf den „Bauch“ und der darauf folgende gesteuerte Rücksturz Richtung Landeplatz glückten. Über die gesamte Dauer des Tests hatte die Liveübertragung immer wieder mit Aussetzern des Videosignals zu kämpfen, 5:49 Minuten nach dem Start ging die Verbindung endgültig verloren, zu einem Zeitpunkt, zu dem SN11 versuchte, seine Triebwerke für das Landemanöver erneut zu zünden.

Blick auf die Triebwerke im Heck von SN11 unmittelbar vor dem finalen Bildausfall.
(Bild: Webcast SpaceX)

In diversen Liveübertragungen war kurz darauf eine Explosion zu hören, SpaceX selbst spricht auf seiner Website von einem „schnellen außerplanmäßigen Zerlegen“ (rapid unscheduled disassembly, RUD).

Zur konkreten Ursache äußerte sich das Unternehmen bisher nicht, SpaceX-Chef Elon Musk twitterte allerdings wenig später über den Test: Demnach hatte eines der drei Triebwerke Probleme beim Aufstieg und erreichte bei der Wiederzündung zur Landung nicht den vorgesehenen Betriebsdruck, was (wegen des Vorhandenseins zweier weiterer Triebwerke) theoretisch allerdings auch nicht nötig gewesen wäre.

Man wolle nun die Fehlerursache analysieren und, falls nötig, den nächsten, verbesserten Prototyp SN15 entsprechend anpassen (der Bau von SN12 bis einschließlich SN14 war nach den Ergebnissen der vorangegangenen Flüge zugunsten der weiterentwickelten Version abgebrochen worden).

Unterdessen tauchten – ebenfalls auf dem Kurznachrichtendienst Twitter – Bilder mutmaßlicher Trümmerstücke von SN11 auf, die in rund acht Kilometern Entfernung zum Start-/Testgelände aufgefunden wurden. Bisher ist noch unklar, ob sich diese eher leichtgewichtigen Teile beim Start, im Flug oder bei der abschließenden Explosion lösten. Da der Fundort außerhalb der vorgegebenen Sperrzone für den Start lag, werden entsprechende Berichte momentan von der für Startgenehmigungen zuständigen Einrichtung, der Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten (Federal Aviation Administration, FAA), geprüft.

Ursprünglich hatte SpaceX geplant, den Testflug bereits letzte Woche durchzuführen, Probleme mit den Raptor-Triebwerken verhinderten dies jedoch. Nachdem das Unternehmen der Aufsichtsbehörde mitgeteilt hatte, dass auch ein Flug am Montag nicht stattfinden würde, flog der zuständige FAA-Inspektor über das Wochenende nach Hause. Als SpaceX dann am Sonntag die Planungen änderte und am Montag starten wollte, war die FAA zunächst nicht zu erreichen, was dazu führte, dass der für einen Flug vorgeschriebene anwesende Inspektor nicht rechtzeitig für einen Start am Montag vor Ort sein konnte, und so zur Verschiebung auf Dienstag führte.

Für das Starship-Testprogramm war es bereits der vierte Flug in weniger als vier Monaten und der zweite im März 2021, jeweils mit Prototypen in Originalgröße. Alle endeten mit der Zerstörung des jeweiligen Fluggeräts.

Zur Zukunft des Testprogramms
Auch zum weiteren Verlauf des Testprogramms in Südtexas äußerte sich Musk auf Twitter. Demnach ist die kürzlich fertiggestellte Erststufe („Superheavy“) mit der Eigenbezeichnung BN1 lediglich ein Pfadfinder für die Produktion und soll demnächst verschrottet werden. Für die zweite Erststufe, BN2, ist das Ziel, diese (mit montierten Triebwerken) bis Ende April 2021 auf die momentan noch im Bau befindliche orbitale Startrampe zu setzen.

Starship SN15 Progresses Toward Final Stacking – New GSE Tank Section Moved | SpaceX Boca Chica

Der nächste Prototyp der Starship-Oberstufe, SN15, solle bereits in wenigen Tagen zur Startrampe gefahren werden und über hunderte Verbesserungen bei Struktur, Triebwerken, Avionik und Software verfügen.

Ferner erklärte Musk, dass bei den Oberstufen ab einschließlich SN20 mit weiteren technischen Änderungen (u.a. vollständiger Hitzeschild, Trennungssystem zur Erststufe) zu rechnen sei, die es diesen auch ermöglichen würde, in einen Orbit zu gelangen.

Quelle: https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/31032021145259.shtml


SpaceX: Zwei Ölplattformen werden zu Weltraumhäfen umgebaut

Das US-Raumfahrtunternehmen hat begonnen, zwei Ölplattformen in Texas zu Weltraumhäfen umzubauen. Dort soll offenbar einmal das Starship starten und landen.

Der Starship-Prototyp SN8 vor dem Flug Anfang Dezember 
(Bild: SpaceX)

SpaceX hat im vergangenen Jahr zwei Ölbohrplattformen gekauft und baut diese gegenwärtig zu Raketenstartplätzen um. Das berichtet unter anderem CNBC und erklärt, dass die beiden Plattformen einmal Starts und Landungen der geplanten Riesenrakete Starship abseits bewohnter Gebiete ermöglichen sollen.

Elon Musks Unternehmen hat die Plattformen demnach für zusammen sieben Millionen US-Dollar von einem US-Konzern gekauft, der vergangenes Jahr Insolvenz angemeldet hatte. Inzwischen wurden die Plattformen auf „Deimos“ und „Phobos“ getauft, die Namen der Söhne des griechischen Kriegsgottes Ares beziehungsweise natürlich der beiden Monde des Mars.

Mit dem Kauf stellt das US-Unternehmen einmal mehr unter Beweis, wie ernst die ambitionierten Pläne für das Starship genommen werden.

Musk hatte den ersten Prototypen gerade einmal 2019 vorgestellt und ein Raumschiff angekündigt, das sehr schnell wiederverwendbar sein soll und bis zu dreimal täglich oder 1000 Mal pro Jahr fliegen könne.

Eines dieser Raumschiffe soll 150 Tonnen Fracht ins All fliegen und 50 Tonnen Fracht zur Erde bringen können. Er bezeichnete das Starship als „schnellsten Weg zu einer selbsterhaltenden Stadt auf dem Mars“ und hält auch Reisen zu anderen Planeten für möglich. Zwar gab es die ersten bemannten Flüge nicht schon wie geplant 2020, aber Anfang Dezember erreichte der Prototyp SN8 mehr als 10 Kilometer Flughöhe und explodierte erst beim Landeversuch.

Standort Bocachica (USA), dort wird nicht nur das Starship zusammengebaut und getestet. Es wird auch zum Raumfahrthafen (Startanlage für das zukünftige Starship bzw. die Superheavy) ausgebaut. Zu Land und zu Wasser.

Schon im vergangenen Jahr hatte Elon Musk auf Twitter angekündigt, dass SpaceX „schwimmende, Weltraumhäfen für superschwere Raketen“ bauen will, die zu Mars, Mond und rund um die Erde fliegen sollen. SpaceX hatte dann auch begonnen, Mitarbeiter für die Bauarbeiten einzustellen, schreibt CNBC. Wann der Umbau abgeschlossen sein wird und die beiden Plattformen erste Starts sowie Landungen erleben werden, ist noch unklar. Bei SpaceX steht aktuell erst einmal der nächste Testflug eines Starship-Prototypen an. Auch SN9 soll 10 Kilometer Flughöhe erreichen, aber danach anders als der Vorgänger heil wieder landen.

Quelle: https://www.heise.de/news/SpaceX-Zwei-Oelplattformen-werden-zu-Weltraumhaefen-umgebaut-5031531.html

Starship: Kran und Nasenkonus auf dem Weg

Immer wieder beeindruckend wie SpaceX sein Projekt „Starship“ das Menschen zum Mond und Mars bringen soll, vorantreibt. Go SpaceX! – Go Starship! Hier ein Prototyp das bald einen Höhenflugtest bis 15 km macht. Bei SpaceX ist man Live bei der Entwicklung dabei. Hoffentlich beginnt man nicht mehr heute den Nasenkonus anzuheben vor allem um diese Uhrzeit, das ist hier (00:00 MEZ) und in den USA jetzt doch recht spät – auch ein Raumfahrtfan braucht seinen Schlaf, auch wenn er noch so begeistert ist. Einfach nur Cool, SpaceX ist geil!

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Go SpaceX! – Go Starship!

SpaceX Starship go for nosecone installation forward after historic static fire

SpaceX CEO Elon Musk has confirmed that Starship and Raptor’s first triple-engine static fire was a success, opening the door for nosecone installation.

Around 3:13 am CDT, October 20th, Starship serial number 8 (SN8) successfully fired up three Raptor engines less than two hours after completing the first successful three-engine preburner test. With zero direct human intervention, SpaceX remotely detanked the rocket’s cryogenic liquid methane and oxygen propellant – the remnants now too warm to be used again in a controlled manner. In an hour or less, SpaceX engineers combed through the data produced and concluded that all three Raptor engines were healthy after their partial ignition test.

Effectively reset to a stable state, SpaceX once again proceeded to load Starship SN8’s propellant tanks with a small amount of supercooled LOx and LCH4, almost exactly mirroring the preburner test. Around 50 minutes after the recycle commenced and 25 minutes after propellant loading kicked off, Starship SN8 ignited three Raptors simultaneously – a major milestone for any rocket engine. Static fire now completed, Starship SN8 has been cleared to become the first operational prototype to reach its full 50m (~165 ft) height.

Shortly before Musk confirmed SN8’s static fire success, SpaceX canceled a preexisting October 20th static fire window and scheduled several new road closures on Wednesday, October 21st. Unlike the company’s recent static fire closures, all but one of which ran from 9pm to 6am, SpaceX’s new Wednesday closures are scheduled from 7am to noon and 3pm to 5pm local (CDT).

While a minor data point, in context with Starship SN8’s static fire success, the closures alone made it clear that SpaceX planned to begin installing Starship SN8’s nosecone on October 21st. Musk confirmed that assumption a few hours after those road closures were published.

It’s not entirely clear but most observers are assuming that Wednesday’s 7am-12pm window is needed to transport a large, new crane the ~2 miles between SpaceX’s Boca Chica factory and launch facilities. Starship SN8’s stacked nose section would then likely be installed on the same self-propelled mobile transporters (SPMT) and rolled to the launch pad from 3pm to 5pm, after which the nose would be lifted and stacked atop Starship SN8.

SpaceX has only fully stacked a Starship prototype once before when Mk1’s nose section was temporarily mated to its tank section to be the centerpiece of CEO Elon Musk’s October 2019 Starship event. It’s unclear why SpaceX wouldn’t simply use one of the mobile cranes its rented for Starship tank section operations (and stacking Mk1) in the past, so it remains to be seen what Wednesday’s road closures will actually be used for.

SpaceX’s road closure plans end with a wildcard, however. Once installed, the plan is to perform a second triple-Raptor static fire while only drawing propellant from SN8’s header tanks – small internal tanks designed to hold landing propellant, one of which is situated at the tip of Starship’s nosecone. On October 21st and 22nd, SpaceX still has two 9pm-6am closures scheduled for “SN8 static fire” testing. Filed early on October 20th, before SN8’s successful static fire, the most likely explanation is a simple clerical error or miscommunication, with Cameron County or SpaceX failing to properly communicate that those subsequent static fire test windows are no longer needed.

If retaining the static fire closures was intentional, it would mean that SpaceX – likely at Musk’s urging – intends to install Starship SN8’s nosecone in a matter of hours. It’s almost inconceivable that Starship SN8’s nosecone – outfitted with multiple gas thrusters, forward flaps powered by Tesla motors, a liquid oxygen header tank, vents, and plenty of plumbing – can be installed and made ready for testing in less than 12 hours. Barring a surprise method of mating SN8’s nose and tank sections, the nosecone will have to be welded to the rest of SN8 and the weld inspected – typically a multi-day process.

Regardless, given how quickly SpaceX moves and how dead-set CEO Elon Musk is at pushing limits and breaking barriers, it seems reasonable to assume that Starship SN8 may be fully integrated and ready for a second static fire test just a handful of days from now. Once completed, SN8 will be ready to attempt Starship’s first high-altitude flight test, launching to ~15 km (~9.3 mi) to attempt an untested skydiver-style descent and landing.

Quelle: https://www.teslarati.com/spacex-starship-nosecone-installation-static-fire-success/

SpaceX-Live: SN8 Transport von der Baustelle zur Startrampe

Ein ruhiges und entspantes Wochenende hier, die Pflegeeltern schlafen lange. Noch ein Kaffee vorher getrunken und mit Pflegemama gesprochen (So langsam gewöhne ich mich an Sie mit „Mama“ anzusprechen).

Beobachte meine verschiedene Raumfahrt-Projekte: Hier aktuell die Vorbereitungen von SN8 für den bevorstehenden 20KM-Testflug in die Höhe. Daneben hab ich noch die Raumsonde Insight und Bepicolombo im Blick.

SN8 ist unterwegs von der Baustelle zur Startrampe um @ SpaceX Boca Chica, vor den Tests, die zu seinem mehr als 18 km langen Flug führen!

SpaceX wurde mit der Vision gegründet, die Kolonisierung anderer Planeten ermöglichen zu können. Dass das Unternehmen nicht nur hochgesteckte Ziele vorweisen kann, beweist es seit beinahe zwanzig Jahren. Neuartige, wiederverwendbare Raketenprojekte, wie die Falcon Heavy, der zweitstärksten amerikanischen Trägerrakete seit der Mondrakete Saturn V, oder das Raumschiff DragonSpaceX scheint der NASA in vielen Punkten voraus zu sein. Doch das wohl ambitionierteste Projekt von SpaceX, das Starship, könnte die bisherigen Erfolge in den Schatten stellen.

Starship von SpaceX: Das neue Zugpferd des privaten Raumfahrtunternehmens

Das Starship soll das neue Zugpferd von SpaceX werden. Das Raumschiff soll in Zukunft alle Missionen übernehmen können, die SpaceX plant und bisher von der Falcon 9 und Falcon Heavy geflogen wurden. Dabei reicht die Verwendung von Starship über Satellitenstarts, wie die Starlink-Satelliten, Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) sowie das Landen und Starten von Planeten oder anderen Himmelskörpern.

SpaceX setzt beim Starship-Projekt auf eine altbewährte und in der Raumfahrt einzigartige Methode: die Wiederverwendbarkeit aller Raketenbestandteile. „Wenn Flugzeuge nicht wiederverwendbar wären, würden sehr wenige Menschen fliegen“, sagte SpaceX-Gründer Elon Musk einst auf einer Pressekonferenz. Der Vorteil liegt auf der Hand.

Durch die Wiederverwendbarkeit der Raketenbestandteile reduzieren sich die Kosten für die einzelnen Bestandteile und können sich stattdessen auf eine größere Anzahl von Benutzungen aufteilen. Nur die Startkosten würden in voller Höhe anfallen. Zum Vergleich: Ein Spaceshuttle-Start der NASA kostete in der Vergangenheit etwa 450 Millionen Dollar. Schätzungen von SpaceX zufolge könnte ein Starship-Start mit wiederverwendbaren Teilen sich auf 2 Millionen Dollar beschränken.

Starship: Raumschiff von SpaceX bestejt aus zwei Stufen

Das Starship teilt sich in zwei Komponenten auf. Die erste Stufe der Rakete wird als „Super Heavy“ bezeichnet und soll laut Plan mit 28 bis 31 SpaceX-Raptor-Triebwerken betrieben werden. „Super Heavy“ soll Starship in den Orbit der Erde bringen und insgesamt bis zu 6200 Tonnen Schub liefern. Im Orbit trennt sich die Oberstufe (Starship) von der ersten Stufe ab. Dort soll das Raumschiff in der Lage sein, betankt zu werden und anschließend mit eigenen Triebwerken zu starten.

Starship (SpaceX)
Höhe118-122m
Durchmesser9m
Startmasse5000 Tonnen
Nutzlastbis zu 150 Tonnen
BesatzungMaximal 100

Bisher ist das Starship nur als Prototyp existent. Die US-Presse spricht liebevoll von „fliegenden Konservendosen“, da der aktuelle Prototyp des Starships aus Stahl daran erinnert. Trotzdem fanden 2020 die ersten erfolgreichen Testflüge statt. Am 04. August 2020 flog der erste flugtüchtige Starship-Prototyp insgesamt 150 Meter hoch und landete anschließend erfolgreich. Am 03. September 2020 erfolgte ein weiterer, identischer Test. Als Nächstes soll ein Test mit einer Höhe über 20 Kilometer und anschließender Landung geplant sein. Wann, ist bisher noch nicht bekannt.

SpaceX: Starship soll Menschen zum Mond und zum Mars bringen

„Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen“, sagte Elon Musk nach der Landung von zwei US-Astronauten, die mit einer SpaceX-Kapsel zur ISS geflogen waren. Während Missionen zum Mond zunächst realistisch klingen, wirkt eine Landung auf dem Mars (noch) nicht realisierbar. Das Starship würde eine Strecke zwischen 56 und 401 Millionen Kilometer zurücklegen müssen. Dafür würde es, Schätzungen zufolge, zwischen 128 bis zu 333 Tage brauchen.

Das Landen auf dem Roten Planeten ist äußert schwierig, wie vergangene Missionen der NASA gezeigt haben. Dazu handelte es sich bei den bisher gelandeten Flugkörpern um wesentlich kleinere Objekte als das Starship. Das Raumschiff würde mit 27.000 km/h in die Atmosphäre des Mars fliegen und dort extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Das ist auch einer der Gründe, warum SpaceX sich dafür entschieden hat, das Material des Raumschiffs von Kohlenstofffaser zu Stahl zu ändern.

Der Start für eine Mondmission des Starships ist für 2022 terminiert, zunächst mit Fracht, anschließend sollen bemannte Missionen starten. Nur zwei Jahre später soll Elon Musks ambitioniertester Plan in die Tat umgesetzt werden. Auch der japanische Künstler Yusaku Maezawa will mit dem Raumschiff den Mond umrunden. Bemannte Marsmissionen mit dem Starship sollen ab 2024 möglich sein. Da Musk nicht dafür bekannt ist, Termine einzuhalten, steht der tatsächliche Start eines bemannten Fluges zum Mars noch in den Sternen.

https://www.fr.de/wissen/spacex-elon-musk-starship-internationale-raumstation-mars-mond-raumschiff-rakete-raumfahrt-90039958.html

SpaceX: Marsrakete besteht Flugtest

Starship-Prototyp SN5: Erfolgreicher Startversuch in Boca Chica
 Foto: youtube/ SpaceX

Man kann sagen, es läuft bei SpaceX. Erst am Sonntag meldete das US-Raumfahrtunternehmen die sichere Landung von zwei US-Astronauten, die an Bord einer SpaceX-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS geflogen waren. Nun kann die Firma von Elon Musk über einen weiteren Erfolg berichten: Der Prototyp der Marsrakete „Starship“ hat einen Flugtest bestanden.

Das Unternehmen postete am Mittwoch auf Twitter ein Video des Testflugs im texanischen Boca Chica. Das Modell SN5 stieg dabei innerhalb von weniger als einer Minute in die Höhe und landete anschließend sicher wieder auf dem Boden. „Der Mars wird wahrscheinlicher“, schrieb SpaceX-Gründer Elon Musk.



Es handelte sich um den bislang größten Prototyp der geplanten 120 Meter langen „Starship“-Rakete, mit der das Unternehmen eines Tages Menschen zum Mars bringen will. Frühere Prototypen waren teilweise während Bodentests explodiert. Der Raketenvorläufer sollte bei dem Test eine Höhe von 150 Metern erreichen. Ob das gelang, war zunächst unklar. SpaceX gab bislang keine Details zu dem Testflug bekannt.

Basis auf dem Mond

„Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen“, hatte Musk am Sonntag nach der Landung der beiden US-Astronauten gesagt.

Bob Behnken und Doug Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS geflogen sind: Seit 2011 waren die Amerikaner beim Personentransport komplett abhängig von Dienstleistungen der Russen. Außerdem war es der erste „Splashdown“, also die erste Wasserlandung einer US-Raumkapsel, seit 45 Jahren.



In einer weiteren Hinsicht markierte die Mission sogar eine regelrechte Zeitenwende: Es war das erste Mal, dass US-Astronauten von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/spacex-prototyp-der-mars-rakete-starship-besteht-flugtest-a-61ec267f-75eb-46a5-816a-c320e9d35242

SPACEX: Starship übersteht Triebwerkstest

SpaceX plant nun den ersten Aufstieg des Raumfahrzeugs.

Erfolgreicher Triebwerkstest des Starship: Vier Vorgänger wurden zerstört.

Erfolgserlebnis für SpaceX: Der fünfte Prototyp des Starship hat einen Triebwerkstest unbeschadet absolviert. Zuvor waren vier Prototypen bei Tests zerstört worden.

SpaceX begeistert mich immer wieder. Wie die sich da in die Entwicklung reinhängen ist bemerkenswert. Und wie gut immer alles Dokumentiert ist: Entwicklung, Bau, Start ihrer Raumfahrzeuge. Man weiß immer was SpaßeX macht. Wie sich SpaceX in all den Jahren gemausert bzw. entwickelt hat, ist immer wieder beeindruckend.

SpaceX macht vor allem die bemannte Raumfahrt interessant, Mars aber vor allem der Mond sind greifbarer als jemals zuvor.

Christian Dauck
Starship – Künstlerische Darstellung

„Starship SN5 hat gerade einen statischen Triebwerkstests in voller Länge abgeschlossen“teilte SpaceX-Chef Elon Musk per Twitter mit. Ein Foto lieferte er später nach.

Der Test fand auf dem SpaceX-Gelände in Boca Chica im Süden des US-Bundesstaates Texas statt. Dabei war der Prototyp nur mit einem Raptor-Triebwerk ausgestattet. In der finalen Version wird das Starship sechs Raptor-Triebwerke haben. Es soll von der Trägerrakete Super Heavy ins All gebracht werden.

Bisher waren die Tests mit dem Starship wenig erfolgversprechend verlaufen: Die vier Vorgänger wurden zerstört. Beim ersten versagten schlechte Schweißnähte am Deckel bei Drucktests. Der zweite Starship-Prototyp wurde ebenfalls bei einem Drucktest zerstört. Grund war ein Konstruktionsfehler. Nummer drei überstand zwar den Drucktest, fiel dann aber einem Bedienungsfehler zum Opfer. Zuletzt explodierte Starship vier Ende Mai wegen eines defekten Ventils.

Nach dem erfolgreichen Test kündigte Musk an, dass SpaceX bereits den ersten Flugtest mit dem Starship vorbereitet: „Bald“ wird es demnach einen Aufstieg bis in 150 Meter Höhe geben. Das hatte im August vergangenen Jahres der Starhopper geschafft. Das ist eine deutlich kleinere, experimentelle Version des Starship.

Mit dem Starship will SpaceX in Zukunft zum Mond und zum Mars fliegen. Die erste Mondumrundung hat der Japaner Yusaku Maezawa gebucht. Der Milliardär und Kunstsammler will den Flug mit mehreren Künstlern zusammen antreten.

Quelle:https://www.golem.de/news/spacex-starship-uebersteht-triebwerkstest-2007-149983.html

Bemannter Testflug der Crew Dragon vor Abschluss

Crew Dragon (rechts) an der ISS

Die Landung der Crew Dragon ist der letzte schritt für SpaceX und Crew Dragon, um von der Nasa die Zertifizierung für bemannte Raumflüge zu erhalten. Um künftig regelmäßig Astronauten zur ISS fliegen zu dürfen.

Geplant sei, dass die beiden Astronauten die ISS am 1. August mit dem Crew-Dragon-Raumschiff verlassen, schrieb Bridenstine in einer Mitteilung auf Twitter. Am 2. August sollen sie auf der Erde ankommen.

Behnken und Hurley waren Ende Mai mit dem Crew Dragon, der den Namen Endeavour erhalten hat, zur ISS geflogen. Es ist der erste Flug des Raumschiffs mit Besatzung. Im vergangenen Jahr flog der Crew Dragon zum ersten Mal zu der Raumstation, allerdings noch unbemannt.

Gebaut wurde der Crew Dragon von SpaceX. Das US-Raumfahrtunternehmen soll künftig von den USA aus Besatzungen zur ISS und von dort wieder zurück zur Erde transportieren. Seit dem Ende des Spaceshuttle-Programms vor neun Jahren sind die USA darauf angewiesen, dass ihre ISS-Besatzungen mit russischen Sojus-Raumschiffen zur ISS fliegen. Deshalb hat die Testmission mit Behnken und Hurley eine große Bedeutung für die Nasa.


Termine auf NASA TV der kommenden Events, die live übertragen werden.

August 1, Saturday

9:10 a.m. (15:10 Uhr MESZ) – SpaceX Crew Dragon DM-2 Farewell Ceremony on the International Space Station (All Channels)
5:15 p.m. (23:15 Uhr MESZ) – Continuous coverage begins for the SpaceX Crew Dragon DM-2 undocking from the ISS and Aug. 2 Splashdown . Hatch closure scheduled at appx. 5:45 p.m. EDT (23:45 Uhr MESZ); undocking scheduled at 7:34 p.m. EDT (01:34 Uhr MESZ); splashdown on Aug. 2 scheduled at 2:42 p.m (20:42 Uhr MESZ). EDT – Hawthorne, Calif. and Johnson Space Center (All Channels)

August 2, Sunday

(SpaceX Crew Dragon DM-2 Splashdown coverage continues with splashdown scheduled at 2:42 p.m. EDT, 20:42 Uhr MESZ)
5 p.m. (23:00 Uhr MESZ) – Post-SpaceX Crew Dragon DM-2 Splashdown News Conference (time subject to change) (All Channels)

August 4, Tuesday

4:30 p.m. (22:30 Uhr MESZ) – SpaceX Crew Dragon DM-2 Crew News Conference (All Channels)“ (EDIT: MESZ-Zeiten in das Zitat eingefügt)

Samstag, 01. August 2020

9:10 Uhr (15:10 Uhr MESZ) – SpaceX Crew Dragon DM-2 Abschiedszeremonie auf der Internationalen Raumstation (Alle Kanäle)
17:15 Uhr (23:15 Uhr MESZ) – Kontinuierliche Berichterstattung für die SpaceX Crew Dragon DM-2 Abkopplung von der ISS und Landung. Schließung der Luken geplant um 17:45 Uhr EDT (23:45 Uhr MESZ); Abdocken um 19:34 Uhr MESZ (01:34 Uhr MESZ); Landung am 2. August um 14:42 Uhr (20:42 Uhr MESZ). EDT – Hawthorne, Calif. und Johnson Space Center (Alle Kanäle)

Sonntag, 02. August 2020

SpaceX Crew Dragon DM-2 Landung (Wasserung) – Splashdown geplant um 14:42 Uhr EDT, 20:42 Uhr MESZ)
17.00 Uhr (23:00 Uhr MESZ) – Newskonferenz SpaceX Crew Dragon DM-2 Landung (Zeit kann geändert werden) (Alle Kanäle)

Dienstag, 04. August 2020

16:30 Uhr (22:30 Uhr MESZ) – SpaceX Crew Dragon DM-2 Crew Newskonferenz (Alle Kanäle)“

Quelle: https://www.nasa.gov/multimedia/nasatv/schedule.html

* Vorübergehende Zeiten, das ganze ist wohl vom Wetter abhängig (auch wegen der Wasserung), Zeiten können noch geändert werden.


NASA and SpaceX Remain GO for Splashdown

NASA astronauts Bob Behnken and Doug Hurley. Photo credit: SpaceX

Following a comprehensive review of the latest weather forecast in the areas surrounding each of seven potential splashdown locations, NASA and SpaceX have decided to move forward with plans to bring NASA astronauts Robert Behnken and Douglas Hurley home to Earth with a splashdown off the Florida coast on Sunday, Aug. 2, aboard the SpaceX Crew Dragon “Endeavour” spacecraft.

Teams will continue to closely monitor Tropical Storm Isaias and evaluate impacts to weather around the Florida peninsula, including the potential splashdown sites in the Gulf of Mexico and along the state’s Atlantic coast. NASA and SpaceX will make a decision on a primary splashdown target approximately 6 hours before undocking Saturday.

Undocking remains scheduled for approximately 7:34 p.m. EDT Saturday, Aug. 1, and splashdown at 2:42 p.m. EDT on Sunday. This will mark the first return of a commercially built and operated American spacecraft carrying astronauts from the space station, and it will wrap up NASA’s SpaceX Demo-2 mission after more than two months at the International Space Station.

The Crew Dragon spacecraft carrying Hurley and Behnken lifted off from NASA’s Kennedy Space Center in Florida on May 30 and arrived at the space station the following day. The Demo-2 test flight is helping NASA certify SpaceX’s crew transportation system for regular flights carrying astronauts to and from the orbiting laboratory. SpaceX is readying the hardware for the first rotational mission, which would occur following NASA certification.

More details about the return can be found in the Top 10 Things to Know for NASA’s SpaceX Demo-2 Return and the splashdown weather criteria fact sheet.

Quelle: https://blogs.nasa.gov/commercialcrew/2020/07/30/nasa-and-spacex-remain-go-for-splashdown/

Starlink-Internet: Beta-Tests sollen bald starten

40 Starlink-Satelliten hat SpaceX schon im All. Im Sommer sollen erste öffentliche Beta-Tests starten. Auch Nutzer in Europa können sich registrieren.

Starlink von SpaceX: ein interessantes uns spannendes Projekt.

Bin mal gespannt wie es sich wirtschaftlich und preislich gegen Breitband, LTE, G5 usw. behaupten und entwickeln kann. Das wird interessant und spannend mit anzusehen auch die ersten tests und Nutzererfahrungen der Internet-User. Starlink würde ich auch gerne hier in Europa nutzen wollen und vor allem mal testen.

Und ein Telekommunikationsunternehmen das in der Raumfahrt aktiv ist zu unterstützen (für Internet von Starlink zu bezahlen), reizt natürlich auch. Da weiß bzw. sehe ich was mit meinen Geld gemacht wird und wo für es investiert wird.

Christian Dauck
MIt den Starlink-Satelliten will SpaceX schnelle Internetzugänge an jedem Punkt der Erde  möglich machen. Foto (Symbolbild): chivas1689@gmail.com
MIt den Starlink-Satelliten will SpaceX schnelle Internetzugänge an jedem Punkt der Erde möglich machen.

SpaceX will Beta-Tests noch im Sommer starten

In nördlichen Breitengraden soll es erste Beta-Tests geben, wie SpaceX verlautbart. Gemeint sind wohl nördliche US-Bundesstaaten, immerhin will das Unternehmen laut grobem Fahrplan den Internetdienst zuerst in den USA anbieten. Laut SpaceX-Chef Elon Musk ist das schon mit 500 Satelliten möglich. Mit etwa 1.200 Satelliten wäre dann eine weltweite Abdeckung denkbar. Je mehr Satelliten sich im Orbit befinden, desto schneller wird die Internetverbindung, so die Idee. Langftristig will SpaceX 10.00 bis möglicherweise sogar 42.000 Satelliten in die Umlaufbahn schicken.

Ob es das Starlink-Internet schon in diesem Jahr auch in Europa geben wird, ist fraglich. Elon Musk hatte via Twitter schon im April zumindest angedeutet, dass auch in Deutschland Beta-Zugänge zum SpaceX-Internetprojekt denkbar sind. Über die Webseite von Starlink können interessierte Nutzer ihre E-Mail angeben und sich Updates dazu liefern lassen, ab wann in ihrer Heimatregion der Starlink-Dienst verfügbar ist.

Wörtlich heißt es in einer Antowrt-Mail von SpaceX: „Vielen Dank für Ihr Interesse an Starlink! Starlink wurde entwickelt, um Hochgeschwindigkeitsbreitband-Internet an Orten bereitzustellen, an denen der Zugang unzuverlässig, teuer oder überhaupt nicht verfügbar ist. Private Beta-Tests werden voraussichtlich noch in diesem Sommer beginnen, gefolgt von öffentlichen Beta-Tests, beginnend in nördlichen Breitengraden. Wenn Sie uns Ihre Postleitzahl mitgeteilt haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt, wenn in Ihrer Region Beta-Testmöglichkeiten verfügbar sind.“

Orginalmeldung auf Deutsch: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/raumfahrt/starlink-internet-beta-tests-sollen-bald-starten/

Elon Musk: Nutzer sollen noch diesen Sommer Starlink-Internet testen können – auch in Deutschland

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Elon Musk: Nutzer sollen noch diesen Sommer Starlink-Internet testen können – auch in Deutschland
Aktuelle Aufenthaltsorte der SpaceX-Satelliten.

Nachdem SpaceX vor wenigen Tagen die neunte Ladung Starlink-Satelliten im All platziert hat, ist offenbar die Zeit gekommen, erste Beta-Tester zuzulassen. Das können laut Elon Musk auch Nutzer aus Deutschland sein.

Mittlerweile umkreisen 540 Starlink-Satelliten in ihren niedrigen Umlaufbahnen den Erdball. Zwischen 500 und 800 Satelliten hatte SpaceX-Chef Elon Musk in der Vergangenheit immer wieder für ausreichend erklärt, um erste Regionen mit funktionierenden Internetzugängen zu versorgen. Dabei sollte mit der nördlichen Hemisphäre gestartet werden.

Starlink öffnet Registrierung für interessierte Nutzer

Starlink öffnet Registrierungsformular für Interessenten.

An dieser Aussage will sich Musk nun offenbar messen lassen. Besucher der Starlink-Website bekommen ab sofort ein Formular zu sehen, über das sie sich über die Verfügbarkeit in ihrer Region unterrichten lassen können. Einmal abgesendet, antwortet SpaceX mit einer E-Mail, in der es heißt, dass die geschlossene Beta-Phase noch im Sommer starten soll. Öffentliche Beta-Tests sollen danach folgen. Zuerst würden Nutzer, die in höheren Breiten leben, bedient werden. Konkretere Informationen gibt es bislang nicht.

Elon Musk hatte bereits im April und Mai des Jahres auf Twitter klargestellt, dass mit höheren Breiten der nördlichen Hemisphäre Örtlichkeiten wie Seattle, aber auch Deutschland gemeint sein könnten.

Regulatorische Voraussetzungen noch unklar

Zu den regulatorischen Voraussetzungen hinsichtlich Umfang und Erreichungsgrad hierzulande liegen bislang keine Informationen vor. Realistisch betrachtet dürften deutsche Nutzer eher nicht in der vordersten Testreihe Berücksichtigung finden. Experten gehen von einem Start der Tests zunächst in den nördlichen US-Staaten aus.

Was indes bereits bekannt ist, ist der voraussichtliche Preis des Starlink-Zugangs: Rund 80 US-Dollar müssen Interessenten laut Musk einplanen. Dafür erhalten sie neben dem Internetzugang auch das erforderliche Nutzer-Terminal. Dabei handelt es sich um eine Antenne in Scheibenform, die einen Durchmesser von ungefähr einem halben Meter aufweist und von Musk als „kleines UFO auf einem Stock“ beschrieben worden war.

Orginalmeldung auf Deutsch: https://t3n.de/news/elon-musk-nutzer-noch-diesen-1295061/

SpaceX: Crew Dragon erfolgreich gestartet

Am 30.05.2020 hat das Privatunternehmen SpaceX weiter Raumfahrt-Geschichte geschrieben, nach 9 Jahren der Space-Shuttle Ära sind erstmals wieder Astronauten von US-Boden aus ins All gestartet. Ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein großer Schritt für die bemannte Raumfahrt. I Love You SapceX!

Crew Dragon: 2 Tage bis zum Start

Man hält weiter am Starttag den 27.05.2020 fest, bei einer 40 prozentigen Startwahrscheinlichkeit die durch das Wetter verursacht wird. 40% Go / 60 No-Go, ziemlich optimistisch. ich kann mich in all den Jahren nicht erinnern das da jemals was gestartet wurde.

Wie dem auch sei, die schlimmsten Phasen (Tests, Überprüfung der Start und Flugbereitschaft) hat man hinter sich. Ab jetzt ist der Durchlauf wie bei jeder anderen Mission, langjährigen Raumfahrt-Fans kennen das nur zu gut. Das war schon in der Space Shuttle Ära so.

Crew Dragon Launch Day Timeline: From Suit up to Docking with the ISS

Also mit einem Abbruch am Starttag muss man rechen, würde mich aber nicht stören. Hat man halt ein weiteren Testtag unter realen Bedingungen gemacht in der sich die Teams einspielen können, wäre also kein verlorener Tag. Ein Backup-Start-Tag würde es nach heutigen stand Samstag und Sonntag geben.

Hier hab ich mir ein paar Videos zum vergleich angeschaut, ist schon interessant. Das geht schon bei den Raumanzügen los.

NASA, SpaceX Demo-2 Launch Dress Rehearsal
Launch Crew SpaceX
Crew Dragon Cockpit mit wenigen Knöpfen und Touchscreen
Crew Dragon Kontroll- und Steuerungskonsole, die einzige um das gesamte Raumschiff zu steuern.
STS-135 Astronauts Strap Into Shuttle Atlantis
Launch Crew Nasa
Shuttle Cockpit mit sehr vielen knöpfen und ohne Touchscreen
SpaceX Crew Dragon Launch, Docking and Returns to Earth from ISS
Crew Dragon docking
Crew Dragon Anflug
Crew Dracon ISS
Soyuz Anflug

Die neue bemannte Raumfahrt wird super.

Noch 5 Tage bis zum Start der ersten bemannten Crew Dragon

9 Jahre langes warten für Raumfahrt-Fans neigen sich dem Ende – Noch 5 Tage bis zum Start der ersten bemannten Crew Dragon: Der Abschluss der Flight Readiness Review am Freitag startete ein geschäftiges Memorial Day-Wochenende im Kennedy Space Center.

Die Dragon-Astronauten werden am Samstag ihre von SpaceX gefertigten Fluganzüge anziehen und in einem Tesla Model X-Auto zur Startrampe 39A fahren, wo die Falcon 9- und Crew Dragon-Kapsel am Donnerstag auf ihrem Startplatz am Meer platziert wurden.

Hurley und Behnken – beide Veteranen von zwei Space-Shuttle-Flügen – werden diesen Samstag mit Hilfe von etwa einem halben Dutzend SpaceX-Crew-Technikern an Bord der Dragon-Kapsel klettern und die Schritte üben, die sie am Starttag unternehmen werden.

Am Montag wird SpaceX eine Überprüfung der Startbereitschaft einberufen, um die Daten und Ergebnisse des Static-Fire Test vom Freitag und der Generalprobe am diesem Samstag zu überprüfen. Wenn alles gut aussieht, werden die Vorbereitungen für den Start der ersten Mission mit Orbitalbesatzung vom Kennedy Space Center seit fast neun Jahren am Mittwoch um 16:33 Uhr EDT (2033 GMT) fortgesetzt.

Die Raumfahrt Anzüge von SpaceX sind ja mal richtig schnieke und modern.

Viel solcher Starts hab ich früher im TV gesehen. Der spannendste Moment war immer wenn die Flugcomputer, die alle Systeme des Space Shuttle und sich gegenseitig kontrollieren, (wird bei der Dragon Kapsel nicht anders sein) die Kontrolle übernehmen, die letzt Hürde vor einem Start. Selbst die ganzen Nasa-Techniker vor ihren Bildschirmen waren ab da nur noch Zuschauer.

Die Nasa legt das Schicksal ihrer Raumfahrer in private Hände

Vor neun Jahren ging die Ära der Spaceshuttles zu Ende. Nun wollen die Amerikaner wieder Astronauten ins All schicken – mit Kommerz und viel Pathos.

Die beiden Nasa-Astronauten Bob Behnken (links) und Doug Hurley nehmen zur Probe in der Raumkapsel Crew Dragon Platz. Am 27. Mai gilt es dann ernst.

Wenn Jim Bridenstine, der bullige Chef der amerikanischen Raumfahrtagentur Nasa, vom nächsten grossen Raketenstart seiner Behörde erzählt, klingt er ein bisschen wie sein oberster Chef. In bester Trumpscher Manier schwärmt Bridenstine dann von amerikanischen Astronauten, die mit amerikanischen Raketen von amerikanischem Boden aus ins Weltall fliegen werden – eine Wendung, die der Nasa-Chef dieser Tage pausenlos wiederholt.

Das nationale Pathos hat seine Gründe: Am kommenden Mittwoch, um 22 Uhr 33 mitteleuropäischer Zeit, soll in Cape Canaveral nicht irgendeine Rakete in den Himmel über Florida starten. Die Falcon 9 des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, die seit Wochen auf ihren grossen Tag vorbereitet wird, hat vielmehr eine besondere Mission. Sie soll – neun Jahre nachdem die Nasa ihre Spaceshuttle-Flotte in den Ruhestand verabschiedet hat – wieder Astronauten von Florida aus ins All befördern.

Eine Zäsur in der Raumfahrt

Es ist das Ende einer langen Durststrecke. Anfang Mai schwärmte Bridenstine an einer Nasa-Medienkonferenz daher auch von einer «neuen Ära in der astronautischen Raumfahrt», wobei dieses neue Zeitalter weit über simplen Nationalstolz hinausgeht: Erstmals legt die Nasa am kommenden Mittwoch das Wohl und Wehe ihrer Raumfahrer und ihres astronautischen Raumfahrtprogramms in die Hände eines privaten Unternehmens – mit allen damit verbundenen Risiken.

Das sei eine sehr aufregende Zeit, sagt Bridenstine. Eine Zeit, die der US-Politiker, der vor drei Jahren von Präsident Trump ins Nasa-Amt gehievt worden ist, allerdings seinen Vorgängern zu verdanken hat. Bereits 2004 beschlossen die USA, gegen Ende jenes Jahrzehnts ihre Spaceshuttles einzumotten. Die Kosten der wiederverwendbaren Raumgleiter waren zu hoch geworden. Zudem galten die Shuttles nach zwei Abstürzen mit 14 getöteten Astronauten bei gut hundert Flügen als zu unsicher. Im Juli 2011 landete die letzte Raumfähre schliesslich in Cape Canaveral.

Für die USA war es ein gravierender Einschnitt: Auf einen Schlag hatte das Land keine Möglichkeit mehr, Astronauten aus eigener Kraft zur Internationalen Raumstation (ISS) zu befördern. Es war vielmehr auf Mitfluggelegenheiten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen – und ist es bis heute. Auch deshalb blickt kommende Woche eine ganze Nation nach Florida.

Trumps Vorgänger, Präsident Barack Obama, dürfte ebenfalls interessiert zuschauen. Ihm haben die USA nicht nur zu verdanken, dass sie nun wieder Richtung Weltall abheben können, sondern auch, dass sie es völlig anders machen als in der Vergangenheit: Jahrzehntelang glaubte die Nasa, sie müsse ihre eigenen Raumschiffe planen, bezahlen, besitzen und betreiben. Gut dotierte Verträge wurden hierzu mit etablierten Raumfahrtkonzernen geschlossen. Die Firmen mussten kein Risiko tragen und bekamen alle Mehrkosten erstattet – egal, weshalb sie anfielen.

Charterflüge ins All

Bei der Crew Dragon, der strahlend weissen Raumkapsel an der Spitze der Falcon 9, ist das anders. Das Raumschiff gehört SpaceX. Es wurde geplant und gebaut von SpaceX. Und es wird betrieben von SpaceX, jenem kalifornischen Unternehmen, das 2002 vom exzentrischen Milliardär Elon Musk gegründet worden ist und das mittlerweile die Raumfahrtbranche dominiert. Die Nasa hingegen wird, sollte der nun anstehende Testflug erfolgreich sein, künftig nur noch einzelne Sitzplätze in den SpaceX-Kapseln kaufen – als seien die Raumschiffe Charterflüge ins All. «In dieser neuen Ära ist die Nasa lediglich Kunde», sagte Bridenstine an der Medienkonferenz, «ein Kunde unter vielen in einem sehr robusten, kommerziellen Markt.» So zumindest die Hoffnung.

Im März 2019 nähert sich die damals noch unbemannte Crew Dragon zum ersten Mal der Internationalen Raumstation. Die Astronautin Anne McClain nutzte diese Gelegenheit für einen Schnappschuss.

Ganz billig ist all das nicht. Um den kommerziellen Raumfahrtmarkt anzukurbeln, brauchte es eine Anschubfinanzierung, und dafür war die Nasa zuständig. Gut drei Milliarden Schweizer Franken bekam SpaceX für die Entwicklung und den Bau von Crew Dragon. Konkurrent Boeing, der von der Nasa ebenfalls als künftiger Raumschiffbetreiber ausgewählt wurde, erhielt sogar 4,7 Milliarden Franken. Trotzdem wird Boeing wegen gravierender Probleme seiner Starliner-Kapsel wohl frühestens kommendes Jahr mit Astronauten ins All starten können.

Unterm Strich dürfte sich das Programm für den amerikanischen Steuerzahler dennoch gelohnt haben. In der Endphase der Spaceshuttle-Ära verschlangen die alternden und schwer zu wartenden Raumgleiter mehr als 3 Milliarden Franken pro Jahr. Jeder Flug, der in der Regel Platz für sechs bis sieben Astronauten bot, schlug rein rechnerisch mit 1 Milliarde Franken zu Buche. Verglichen damit sind die Ticketkosten für Crew Dragon äusserst gering: Etwa 50 Millionen Franken muss die Nasa nach Berechnungen ihres Generalinspekteurs künftig für jeden Astronauten bezahlen, der bei SpaceX mitfliegen soll. Bei Boeing kosten die Sitze fast 90 Millionen Franken und liegen damit in derselben Grössenordnung wie die Beträge, die die Nasa zuletzt fürs Mitfliegen in der Sojus nach Russland überweisen musste.

Während die Nasa beim Finanziellen klare Vorgaben machte, liess sie SpaceX und Boeing beim Design der neuen Raumschiffe weitgehend freie Hand. Die einzigen Voraussetzungen: Die Kapseln mussten das gewünschte Anforderungsprofil für Flüge zur ISS erfüllen – und die strengen Sicherheitsvorgaben der Nasa. Das war nicht immer einfach, wie Doug Hurley und Bob Behnken erzählen, die beiden Astronauten des anstehenden Testflugs. So bestanden die SpaceX-Ingenieure, die eine Startup-Kultur pflegen und Dinge gerne etwas anders, etwas innovativer angehen, auf Touchscreens zur Steuerung des Raumschiffs. Die Astronauten hingegen waren Schalter und Knöpfe gewohnt. Entsprechend skeptisch fielen ihre ersten Reaktionen aus.

Letztlich konnte SpaceX die Nasa aber vom neuen Konzept überzeugen – genauso wie beim Betanken: Normalerweise ist der Tankvorgang abgeschlossen, wenn Astronauten in die Kapsel an der Spitze der Rakete klettern. Bei der Falcon 9 setzt SpaceX allerdings auf besonders stark gekühlte Treibstoffe, die durch ihre höhere Dichte mehr Leistung aus der Rakete herauskitzeln sollen. Hierzu darf das explosive Gemisch erst 35 Minuten vor dem Start getankt werden – zu einem Zeitpunkt, an dem die Crew längst an Bord sein muss. Vor vier Jahren ging solch ein Tankmanöver bei einer Satellitenmission schief: Die Falcon 9 explodierte auf der Startrampe. Trotzdem setzte sich SpaceX gegen die skeptischen Nasa-Gremien durch, so dass Hurley und Behnken nun zuhören können, wie unter ihnen 500 Tonnen Kerosin und flüssiger Sauerstoff in die Rakete gefüllt werden. Risiko inklusive.

Über diese futuristische Brücke werden die Astronauten am 27. Mai zur Raumkapsel schreiten. Danach wird die Rakete betankt.

«Wir sollten nicht vergessen, dass das Ganze ein Testflug ist», sagt daher auch Jim Bridenstine. «Wir machen all das, um zu lernen.» Klappt alles und startet Crew Dragon wie geplant in den Himmel über Florida, wird die Kapsel bereits 19 Stunden später die ISS erreichen. Hurley und Behnken dürfen dann kurz die manuelle Steuerung ihres Raumschiffs testen und auf den Touchscreens herumtippen. Das eigentliche Andockmanöver wird allerdings der Computer übernehmen.

Längerer Aufenthalt auf der ISS

Wie lange die beiden anschliessend an Bord des orbitalen Aussenpostens bleiben sollen, ist noch unklar. Eigentlich waren nur ein paar Tage geplant. Da sich die ersten Flüge mit Astronauten sowohl bei SpaceX als auch bei Boeing wegen technischer Probleme immer wieder verschoben haben, mangelt es derzeit allerdings an ISS-Taxis. Daher befindet sich momentan nur ein Amerikaner an Bord der Raumstation, gemeinsam mit zwei Russen, und nicht sechs Astronauten wie sonst üblich.

Für die Nasa heisst es daher abzuwägen: Einerseits wird auf der ISS jede helfende Hand benötigt, so dass Hurley und Behnken am besten vier Monate lang im All bleiben sollten. Andererseits müsste Crew Dragon möglichst schnell wieder zurück zur Erde kommen, um die Kapsel zu zertifizieren und um sie freizugeben für den dringend benötigten Linienbetrieb zur ISS.

Doch selbst für den Fall, dass dies nicht gelingen sollte und dass das mit den amerikanischen Astronauten, den amerikanischen Raketen und dem amerikanischen Boden nicht wie erhofft funktioniert, hat die Nasa vorgesorgt. Vor wenigen Wochen griffen die Amerikaner noch einmal auf Altbewährtes zurück: Sie kauften einen weiteren Sitzplatz in einer russischen Sojus. Für knapp 90 Millionen Franken. Sicher ist sicher.

SpaceX und Nasa auf dem Weg in eine neue Ära der US-Raumfahrt

Seit 2011 sind die USA beim Transport von Astronauten auf Russland angewiesen. Nun soll SpaceX eine neue Ära der US-Raumfahrt einleiten – mit dem ersten bemannten Raketenstart von US-Boden seit 2011.

  • Seit 2011 ist die Nasa beim Transport von Astronauten zur ISS auf russische Raumkapseln angewiesen
  • Das soll sich ändern: Am 27. Mai 2020 startet eine bemannte Raumkapsel von SpaceX mit Nasa-Astronauten zur ISS
  • Es ist ein Meilenstein für SpaceX und der Beginn einer neuen Ära für die US-Raumfahrt

Seit einigen Jahren mischt SpaceX die Raumfahrt-Branche auf* und steht nun vor der wohl wichtigsten Mission in der bisher kurzen Geschichte des Unternehmens: Am 27. Mai 2020 sollen eine Rakete und eine Raumkapsel von SpaceX erstmals Astronauten befördern. Das Ziel der Mission: Die Internationale Raumstation ISS.

Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms der Nasa im Jahr 2011 sind keine Astronauten mehr von US-amerikanischem Boden aus zur ISS gestartet, die stolze Raumfahrernation USA und die Raumfahrtorganisation Nasa sind seitdem von den russischen Sojus-Raumkapseln abhängig, in denen sie für viele Millionen US-Dollar Sitzplätze für ihre Astronauten kaufen müssen. Das soll nun vorbei sein. Die neue Ära*, in der die US-Raumfahrt nicht mehr auf Russland angewiesen ist, soll am 27. Mai 2020 eingeleitet werden* – und zwar vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX des exzentrischen Milliardärs Elon Musk.https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-0&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263565023915343873&lang=de&origin=https%3A%2F%2Fwww.fr.de%2Fwissen%2Fspacex-nasa-demo-2-crew-dragon-falcon-9-iss-neue-aera-usa-raumfahrt-zr-13770768.html&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

Demo-Mission der „Crew Dragon“: SpaceX soll erstmals Astronauten zur ISS bringen

An diesem Tag sollen die beiden Nasa-Veteranen Bob Behnken und Doug Hurley die SpaceX-Raumkapsel „Crew Dragon“ besteigen. Eine „Falcon 9“-Rakete von SpaceX soll diese Kapsel ins All schießen, wo die „Crew Dragon“ etwa 19 Stunden später die ISS erreichen und automatisch am ISS-Modul „Harmony“ andocken soll.

Wie lange die beiden Nasa-Astronauten an Bord der ISS bleiben, steht noch nicht fest. Die „Crew Dragon“ von SpaceX, die für diesen letzten Test namens Demo-2 genutzt wird, kann nach Angaben der Nasa etwa 110 Tage im All bleiben. Die genaue Länge der Mission soll erst dann festgelegt werden, wenn sich die Astronauten an Bord der ISS befinden. Die Entscheidung „basiert auf der Verfügbarkeit des nächsten Commercial-Crew-Starts“, heißt es bei der Nasa.

Demo-2 ist der finale Test der „Crew Dragon“-Kapsel von SpaceX

Die Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken schauen sich die „Crew Dragon“ genau an. Die beiden werden die ersten Astronauten sein, die von SpaceX zur ISS transportiert werden. (Archivbild)
Die Nasa-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken schauen sich die „Crew Dragon“ genau an. Die beiden werden die ersten Astronauten sein, die von SpaceX zur ISS transportiert werden. (Archivbild)© SpaceX

Bei dem Start am 27. Mai handelt es sich um den finalen Test, bei dem alle Aspekte des Crew-Transportsystems noch einmal genau unter die Lupe genommen werden sollen: Das Raumschiff „Crew Dragon“, aber auch die SpaceX-Rakete „Falcon 9“ und der Startplatz 39A in Cape Canaveral, von dem einst die „Apollo“-Missionen zum Mond aufgebrochen sind, bevor es der Startplatz der Space Shuttles wurde.

Einiges wird am 27. Mai für SpaceX wie Routine erscheinen: Der Start und der Aufstieg der Rakete wird ablaufen wie bei den unbemannten „Dragon“-Kapseln, die SpaceX seit 2012 mit Fracht beladen zur ISS schickt. Der einzige Unterschied: An Bord sind zwei Astronauten. Ist die Raumkapsel mit ihrer kostbaren menschlichen Fracht sicher in einem Erdorbit angekommen, sollen die beiden Astronauten gemeinsam mit Experten auf der Erde prüfen, ob die „Crew Dragon“ so funktioniert wie geplant.

Astronauten in der SpaceX-Kapsel erreichen die ISS nach 19 Stunden

Anschließend – etwa 19 Stunden nach dem Start – soll die „Crew Dragon“ mit Bob Behnken und Doug Hurley die ISS erreichen. Auch der automatische Andock-Prozess wird genau beobachtet – und zwar von beiden Seiten: Von Chris Cassidy (USA), Anatoli Ivanishin und Ivan Vagner (beide Russland), den drei Astronauten, die sich bereits an Bord der ISS befinden, und von den beiden Astronauten in der Raumkapsel.

In der Zeit, die die beiden Test-Astronauten an Bord der ISS verbringen, soll die „Crew Dragon“ weiter getestet werden, bevor Behnken und Hurley wieder einsteigen, um zur Erde zurückzukehren. Auch das Abdocken von der ISS soll automatisch verlaufen. Die „Crew Dragon“ wird sich dann von der ISS entfernen und wieder in die Erdatmosphäre eintreten. Geplant ist, dass das SpaceX-Raumschiff im Atlantik vor der Küste Floridas wassert und dort von einem Bergungsschiff eingesammelt und zurück nach Cape Canaveral gebracht wird.https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-1&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263481701847662593&lang=de&origin=https%3A%2F%2Fwww.fr.de%2Fwissen%2Fspacex-nasa-demo-2-crew-dragon-falcon-9-iss-neue-aera-usa-raumfahrt-zr-13770768.html&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

SpaceX: „Crew Dragon“ ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der Nasa

Die Mission der „Crew Dragon“ zur ISS ist Teil des „Commercial Crew“-Programms der Nasa. Die US-Raumfahrtorganisation hat in dessen Rahmen die Unternehmen SpaceX und Boeing damit beauftragt, neue Raumschiffe zu entwickeln, die dazu in der Lage sind, Astronauten in einen niedrigen Erdorbit und zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren.

2014 unterschrieben SpaceX und Boeing im Rahmen des „Commercial Crew“-Programms Nasa-Verträge im Wert von insgesamt 6,8 Milliarden US-Dollar. Die beiden Unternehmen lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer als erstes privates Unternehmen Astronauten zur ISS transportieren darf. Seit dem fehlgeschlagenen unbemannten Test von Boeings „Starliner“ im vergangenen Winter* ist jedoch klar: die „Crew Dragon“ von SpaceX wird das Rennen machen. Ihr unbemannter Testflug zur ISS im März 2019 gelang*. Zwar explodierte danach eine Kapsel*, doch mittlerweile hat die „Crew Dragon“ alle Tests bestanden.

„Crew Dragon“ von SpaceX soll in Zukunft Astronauten zur ISS bringen

Gelingt auch die zweite – dieses Mal bemannte – Demo-Mission zur ISS, wird das SpaceX-Raumschiff „Crew Dragon“ von der Nasa zertifiziert und anschließend für weitere Missionen eingesetzt. Der nächste bemannte Start – der erste in einer Serie von regelmäßigen, rotierenden Flügen zur ISS* – ist bereits geplant: Die Nasa-Astronauten Victor Glover, Mike Hopkins und Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi sollen die ersten „regulären“ Astronauten an Bord einer „Crew Dragon“ sein.

Das Startdatum für ihre Mission steht noch nicht fest, es soll jedoch im Jahr 2020 liegen. Geplant ist, dass die Astronauten für etwa sechs Monate auf der Raumstation bleiben, denn die „Crew Dragon“ soll in Zukunft mindestens 210 Tage im Orbit bleiben können, so eine Anforderung der Nasa. Erst einmal hängt jedoch alles davon ab, ob der Start von SpaceX am 27. Mai gelingt.

NASA clears SpaceX crew capsule for first astronaut mission

The Falcon 9 rocket that will carry astronauts Doug Hurley and Bob Behnken into orbit fired its engines in a ground test at 4:33 p.m. EDT (2033 GMT) on Friday, May 22. Credit: Stephen Clark / Spaceflight Now

After a two-day readiness review, NASA managers gave a green light Friday for SpaceX to proceed with final preparations for launch next Wednesday, May 27, of a commercial spaceship carrying astronauts Doug Hurley and Bob Behnken to the International Space Station on the first orbital spaceflight from U.S. soil since 2011.

Hours later, SpaceX test-fired the 215-foot-tall (65-meter) Falcon 9 rocket that will boost Hurley and Behnken into orbit aboard the company’s Crew Dragon spacecraft.

The Flight Readiness Review’s conclusion Friday kicked off a busy Memorial Day weekend at the Kennedy Space Center. The Dragon astronauts will put on in their SpaceX-made flight suits Saturday and ride in a Tesla Model X automobile to launch pad 39A, where the Falcon 9 and Crew Dragon capsule were placed on their seaside launch mount Thursday.

Hurley and Behnken — both veterans of two space shuttle flights — will climb aboard the Dragon capsule with the help of about a half-dozen SpaceX crew technicians, practicing the steps they will take on launch day.

On Monday, SpaceX will convene a Launch Readiness Review to go over data and results from the test-firing Friday and the crew dress rehearsal Saturday. If all looks good, preparations will proceed toward launch of the first orbital crewed mission from the Kennedy Space Center in nearly nine years at 4:33 p.m. EDT (2033 GMT) Wednesday.

Assuming the mission takes off Wednesday, the Crew Dragon is scheduled to glide to an automated docking with the International Space Station around 11:40 a.m. EDT (1540 GMT) Thursday. Hurley and Behnken are slated to spend one-to-hour months on the orbiting research outpost before coming back to Earth for a parachute-assisted splashdown in the Atlantic Ocean.

The Flight Readiness Review began Thursday and ran into overtime Friday. NASA officials anticipated ahead of time that might happen, given the volume of data to discuss for the first crewed flight on a brand new spacecraft design.

“We had a very successful Flight Readiness Review, in that we did thorough review of all fo the systems and all the risks,” said Steve Jurczyk, NASA’s associate administrator, who chaired the review meeting. “And it was unanimous on the board that we are go for launch.

“It is really exciting to be launching American astronauts on American rockets from American soil — from Kennedy Space Center — for the first time in nine years,” Jurczyk said in a press conference Friday. “I know it’s been a long, really challenging road, and I just cannot say how proud I am of the NASA-SpaceX team for all their talent, hard work, dedication and perseverance to get to this point of five days from launch.”https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-0&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263908571181391874&lang=en&origin=https%3A%2F%2Fspaceflightnow.com%2F2020%2F05%2F22%2Fnasa-review-clears-spacex-crew-capsule-for-first-astronaut-mission%2F&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

“Today, we got a go to launch, but really it’s a go for the mission,” said Benji Reed, SpaceX’s director of crew mission management. “There will be lots more data, lots more reviews in the next few days. There will be constant vigilance and watching of the data and observations. As we go through the mission, there will be other reviews and conversations to make sure we’re go for each aspect, including go to come home.”

NASA managers received briefings from agency and SpaceX engineers during the Flight Readiness Review, including presentations on topics that garnered widespread attention over the last year, such as the Crew Dragon’s parachutes and an abort propulsion system problem that led to the explosion of a capsule during a ground test in April 2019.

“We established a little while ago that the original chute design did not have adequate margin, based on some knowledge we had gained through testing of how the chutes deploy, and the loading on the chutes,” Jurczyk said. “So SpaceX stepped up and did a new chute design, and we had to qualify that new chute design to higher margins than we had the previous chutes.

“The NASA-SpaceX team did an amazing job laying out a test program and executing that test program,” Jurczyk said. “However, it’s fewer tests than we normally would see on a parachute qualification program. So we took a long time in a couple of presentations during the review to have the team walk us through the design, the changes, the qualification testing, and the margins on the chute to make sure that everybody was good with how those chutes were qualified. And we had very high confidence that they will function as we need them to when Bob and Doug return from the International Space Station.”

The Crew Dragon uses a series of pilot and drogue chutes during descent, then unfurls four main parachutes to brake for splashdown. At the end of a typical mission, the Crew Dragon spacecraft will splash down in the Atlantic Ocean around 24 nautical miles off the coast of Cape Canaveral.

The capsule’s abort system was also a topic of extended discussion during the Flight Readiness Review. In the event of a major problem during fueling of the Falcon 9 rocket, or a launch failure during the vehicle’s climb into orbit, the Crew Dragon can fire eight SuperDraco engines to push the capsule off the launch vehicle and propel the astronauts to safety.

The SuperDracos consume a high-pressure mix of hydrazine fuel and nitrogen tetroxide oxidizer. A Dragon spacecraft that completed an unpiloted test flight to the space station in March 2019 was destroyed during a ground test-firing of the SuperDraco engines last April at Cape Canaveral.

Investigators traced the cause of the explosion to a leaky valve inside the capsule’s high-pressure abort propulsion system. The leak allowed nitrogen tetroxide to leak into the propulsion system’s helium pressurization lines, which are designed to rapidly prime the SuperDraco thrusters to fire up in quick response to a launch emergency.

As the pressurization system activated during the ground test last year, a slug of nitrogen tetroxide was forced back into the faulty titanium valve, triggering an explosion. Experts spent months studying the physics of the accident, and learned new information about how titanium components used in aerospace vehicles might ignite under certain conditions.

SpaceX replaced the suspect valve in future Crew Dragon spacecraft with a single-use burst disk designed to rupture during activation of the SuperDraco abort thrusters, which would only occur during a launch failure.

The fix was tested during a second ground firing in November, then again during a high-altitude launch escape test in January over the Atlantic Ocean.

Between the parachutes, the destroyed capsule and the impacts of a global pandemic, getting to SpaceX’s first crewed mission proved a challenge.

“Last April, I probably wasn’t thinking I was going to be flying (crew) in a year, but you can never sell this NASA and SpaceX team short,” said Kathy Lueders, managers of NASA’s commercial crew program. “They have always accomplished miracles for me, and I’m very, very proud of them right now.”

Jurczyk said NASA officials also discussed a recent “performance shortfall” during a test of the Crew Dragon’s internal fire suppression system.

“That’s a system tat suppresses any fire or any equipment underneath the floor of Dragon,” Jurczyk said. “The team … analyzed both the hazards there, as well as the ability to suppress a fire, and we’ve deemed the risk to be very low there.”

Jurczyk took the place of Doug Loverro, the former head of NASA’s human spaceflight directorate, for this week’s Flight Readiness Review. Loverro, who was due to chair the FRR, abruptly resigned effective Monday, May 18.

In a letter to NASA employees, Loverro wrote that he resigned due to a “mistake” he made earlier this year. Multiple sources said Loverro violated a procurement rule during a competition to select contractors for NASA’s Human Landing System for the Artemis program, which aims to develop crewed moon landing vehicles to carry astronauts to the lunar surface.

Jurczyk, NASA’s most senior career civil servant, stepped into the role as chair of the Flight Readiness Review.

The Crew Dragon’s debut flight with astronauts has been nearly a decade in the making. NASA first awarded SpaceX funding to work on a human-rated spacecraft in 2011.

Funded and led by billionaire Elon Musk, SpaceX has won a series of NASA contracts and funding agreements over the last nine years for work on the Crew Dragon project. To date, NASA has agreed to pay SpaceX more than $3.1 billion to develop the Crew Dragon, and then fly at least six operational crew rotation missions to the space station.

NASA also awarded Boeing a similar series of contracts for development and flights of the Starliner crew capsule. The Starliner’s first test mission without a crew ended prematurely in December without reaching the space station, and Boeing will re-fly the unpiloted demonstration mission later this year before the Starliner is cleared for its first launch with astronauts.

The first operational Crew Dragon flight will follow the test flight set for launch next week, which is officially designated Demo-2, or DM-2. It follows the first Crew Dragon test flight to the space station last year, which did not carry any astronauts on-board.

SpaceX has also completed two major tests of the Crew Dragon’s launch abort system — a pad abort in 2015 and the in-flight escape demonstration in January.

Kathy Lueders, manager of NASA’s commercial crew program, signs a human rating certification package during Thursday during the first day of a Flight Readiness Review for the Crew Dragon Demo-2 test flight. Credit: NASA/Kim Shiflett

According to Jurczyk, this week’s FRR doubled as an “interim human-rating certification review” for SpaceX’s Crew Dragon spacecraft.

“What I mean by interim is that we’ve validated that this system meets the human-rating certification requirements for the Demo-2 mission, and those requirements feed forward to future missions, including the Crew-1 mission (the Dragon’s first operational crew rotation flight),” Jurczyk said. “We will have a final human-rating certification review after Demo-2 and before the Crew-1 mission, just to certify the relatively small set of design changes between the Demo-2 system and the Crew-1 system. And at that point, we’ll deem the system human-rating certified.”

NASA also determined the Crew Dragon meets the agency’s risk requirements for the commercial crew program. When NASA established requirements for the new commercial crew spaceships, agency officials set the program’s safety threshold at 1-in-270 odds of an accident during a 210-day mission that would kill the astronauts on-board

Lueders said Friday that SpaceX meets that risk requirement, with the help of advanced design modeling and inspections to guard against the threat of micrometeoroids and orbital debris while docked at the space station.

But determining the loss of crew, or LOC, probability for any given flight is tricky. The number hinges on a number of factors, including numerical and statistical inputs, many of which are grounded in assumptions.

Bill Gerstenmaier, who led NASA’s human spaceflight programs from 2005 until last year, said in 2017 that at the time of the first space shuttle flight in 1981, officials calculated the probability of a loss of crew on that mission between 1-in-500 and 1-in-5,000. After grounding the loss of crew model with flight data from shuttle missions, NASA determined the first space shuttle flight actually had a 1-in-12 chance of ending with the loss of the crew.

Regardless of the fickle numbers, officials agree that a test flight of a new spacecraft is risky.

“Right now, we are trying to identify any risk that we know of that’s out there, and continue to look at risks and buy them down,” Lueders said. “But we also cant fool ourselves. Human spaceflight is really, really tough, and it’s why we continue to look for risks and do additional assessments. We never feel comfortable because that’s when you’re not searching.

“Our teams are scouring and thinking of every single risk that’s out there, and we’ve worked our butt off to buy down the ones we know of,” she said. “And we’ll continue to look and continue to buy them down until we bring them (Hurley and Behnken) home.”https://platform.twitter.com/embed/index.html?dnt=false&embedId=twitter-widget-1&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1263915807052087298&lang=en&origin=https%3A%2F%2Fspaceflightnow.com%2F2020%2F05%2F22%2Fnasa-review-clears-spacex-crew-capsule-for-first-astronaut-mission%2F&theme=light&widgetsVersion=c4096c4b%3A1589303485003&width=500px

In their final pre-launch press conference Friday, the Dragon astronauts said they were comfortable with the risk.

“We’ve had the luxury over the last five-plus years to be deeply embedded and understanding the trades that were made,” said Behnken, the Demo-2 mission’s joint operations commander. “There are often cases where a hardware change can be implemented, or there can be an operational change that reduces that risk, or manages it in some way.

“I think we’re really comfortable with it, and we think that those trades have been made appropriately,” he said. “As far as insight goes, we’ve had probably more than any crew has (had) in recent history.”

In addition to the tests of the Crew Dragon spacecraft itself, SpaceX has launched 84 Falcon 9 rocket missions since the first version of the launcher debuted June 4, 2010. Eighty-three of the flights successfully reached orbit.

A Falcon 9 rocket exploded during the final minutes before a ground test-firing at Cape Canaveral in September 2016. SpaceX said that failure was caused when a helium pressurant tank suddenly ruptured on the Falcon 9’s second stage.

After introducing design fixes, SpaceX has logged 59 straight successful launches using Falcon 9 and Falcon Heavy rockets.

“It wasn’t a long history (on the Falcon 9) when we started this program, but it has panned out to have quite a number of flights under its belt, and its evolution has become more and more safe as it’s been operated,” Behnken said. “Thats something that we really do appreciate. It’s remarkable to see all the other missions that have contributed to the human spaceflight program by being, in some sense, a test mission for us before we have a chance to fly on the Falcon 9.”